DE19915203C2 - Verfahren und Vorrichtung zur zerstörungsfreien Prüfung von zu walzendem, noch gut verformbarem Stahl auf Innenfehler - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur zerstörungsfreien Prüfung von zu walzendem, noch gut verformbarem Stahl auf InnenfehlerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
zerstörungsfreien Prüfung von zu walzendem, noch gut verform
barem Stahl auf Innenfehler mittels mindestens eines Ultra
schallprüfkopfes.
Die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung mittels Ultraschall ist
seit langem bekannt.
So geht beispielsweise aus der EP 0 202 134 B1 eine Vorrichtung
hervor, bei der die Metallhaut von Flugzeugen auf Materialfeh
ler untersucht wird, wobei innerhalb einer Rolle, die über das
zu untersuchende Objekt verfahren wird, ein Ultraschallprüfkopf
angeordnet ist.
Weiterhin ist aus der US-A-3 620 061 eine Vorrichtung bekannt,
bei der ein in einer Rolle integrierter Ultraschallprüfkopf
vorgesehen ist, der beim Walzen von Blechen Vibrationsenergie
erzeugen soll, die dazu dienen soll, die Belastung beim Walz
prozeß zu reduzieren.
Weiterhin ist aus der DE 30 45 581 A1 ein in einer Rolle inte
grierter Ultraschallprüfkopf offenbart, der bei der Papierher
stellung fortlaufend den ordnungsgemäßen Zustand der Papierbahn
detektieren soll.
Schließlich ist in der DE 32 04 797 C2 ein Verfahren beschrie
ben, bei dem ein fertiges Werkstück, beispielsweise ein Rohr,
mit einem Prüfkopf beschallt wird, wobei die Ankopplung der
Schallenergie über eine Wasserstrecke zwischen Kopf und Werk
stück bewirkt wird.
Die Detektion von Fehlstellen im Werkstück erfolgt im sogenann
ten Impuls-Echo-Verfahren, das heißt, daß der vom Prüfkopf aus
gesendete Schall zum einen an der Oberfläche, zum anderen an
der Rückwand nach Durchstrahlung des Werkstücks reflektiert
wird. Es bilden sich in der Anzeige somit zwei mehr oder weni
ger scharfe Impulse mit bestimmter Amplitude. Fällt die Schall
welle innerhalb des Werkstücks auf eine Fehlstelle (Riß, Ein
schluß, etc.), wird sie auch an dieser Stelle reflektiert, und
es bildet sich ein dritter Impuls, der Fehlerimpuls. Da die
Schallenergie mehrfach zwischen Fehlstelle und Prüfkopf hin-
und herläuft, ist Gegenstand der zitierten Druckschrift ein
Verfahren, mit dem derartige zusätzliche, nicht interessierende
Impulse ausgeblendet werden können, bzw. auch Impulse, die von
eventuellen Verunreinigungen im Ankoppelmedium herrühren. Die
Prüfung findet an einem fertigen Werkstück statt unter Be
nutzung eines flüssigen Ankoppelmediums, in welchem - wie er
wähnt - ebenfalls Fremdkörper, die die Messungen stören, vor
handen sein können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es jedoch, im konti
nuierlichen Verfahren während des Walzprozesses derartige Feh
ler innerhalb des Walzgutes aufspüren zu können. Das heißt, daß
das zu prüfende Material heiß ist, so daß die Ankopplung über
ein flüssiges Medium, beispielsweise Wasser, nicht unbedingt
machbar ist.
Der zu walzende Stahl, beispielsweise in Form von Stäben, wird
insbesondere im Kokillen-Stranggießverfahren hergestellt, bei
dem der aus der Kokille heraustretende, sich verfestigende
Strang in einem Bogen in die Horizontale geführt wird. Infolge
der Schwerkraft reichern sich im flüssigen Stahl vorhandene
Fremdkörper mehr im Bereich zwischen der Strangachse und dem
bereits verfestigten Innenbereich des Stranges an.
Insbesondere diese Einschlüsse gilt es mit dem erfindungsgemä
ßen Verfahren während des Walzprozesses zu detektieren.
Gemäß Patentanspruch 1 wird daher ein Verfahren zur zerstö
rungsfreien Prüfung von zu walzendem, noch gut verformbarem
Stahl auf Innenfehler mittels mindestens eines an/in der den
Stahl walzenden Walze/Rolle angeordneten Ultraschall-Prüfkopfes
vorgeschlagen, wobei die Ultraschallwellen durch den als Vor
laufstrecke dienenden Walzen-/Rollenkörper selbst oder einen
umfangsnahen Teil davon gesendet werden, bevor sie auf das zu
prüfende Walzmaterial treffen, wobei sie derart ausgerichtet
werden, daß sie in dem Bereich auf die Walzmaterialoberfläche
treffen, wo die Anpresskraft der Walze/Rolle auf den Stahl ma
ximal ist, dort nämlich, wo das maximale Rückwandecho erzielt
wird.
Der Prüfort und der Walzort fallen somit zusammen, so daß bei
der Aufspürung signifikanter Fehler schnell reagiert werden
kann.
Es wird angestrebt, daß die Ultraschallwellen dort auf die
Walzmaterialoberfläche auftreffen, wo noch intensiv in radialer
Richtung verformt wird, d. h. im Bereich der Einlaufstelle des
Walzgutes in das Walzgerüst. Versuche haben gezeigt, daß ein
maximales Rückwandecho erzielt wird, wenn das Walzgut keinerlei
Zug unterworfen ist, d. h. weiterhin, daß eine gute Synchronisa
tion zwischen den Walzblöcken gewährleistet sein muß.
Da das Rückwandecho ein Indiz für diese gute Synchronisation
zwischen den Blöcken ist, besteht durch die erfindungsgemäße
Methode ebenfalls die Möglichkeit, durch Optimierung des Rück
wandechos eine gute Synchronisation zwischen den Blöcken zu ge
nerieren.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin
zu sehen, daß die Vorlauf- und Einkoppelstrecke durch die
Walze/Rolle selbst gebildet wird. Diese Vorlauf- oder Einkop
pelstrecke ist somit geeignet, da spontan wechselnde Fehlstel
len wie in dem oben erwähnten flüssigen Einkoppelmedium nicht
auftreten. Darüber hinaus ist das Walzenmaterial, insbesondere
im umfangnahen Bereich, besonders feinkörnig und fehl
stellenarm.
An der Grenzfläche von relativ kalter Walze/Rolle zu heißem
Stahl findet die erste Reflexion der Schallwellen statt, der
nicht reflektierte Anteil wird aufgrund der nun anderen Aus
breitungsgeschwindigkeit zum Einfallslot gebrochen, durchläuft
den Prüfling und wird an der gegenüberliegenden Grenzfläche re
flektiert. Befinden sich zwischen erster Reflexion und Rück
wandecho Fehlstellen, insbesondere Einschlüsse, werden die
Schallwellen auch an diesen reflektiert, wodurch im Empfangs
teil des Prüfkopfs ein Impuls bestimmter Amplitude erzeugt
wird, der im Amplituden-Zeit-Diagramm zwischen den beiden
Randreflektionsimpulsen liegt.
Gemäß Anspruch 2 werden die Ultraschallwellen derart auf die
Walzmaterialoberfläche gerichtet, daß sie nach Durchdringen des
Walzmaterials in sich zum Empfänger zurückreflektiert werden.
Hierdurch wird das Prüfmaterial vollständig durchschallt. Die
beschriebene Prüfung ist sowohl mit Normal- als auch S-E-Prüf
köpfen durchführbar.
Da Fehlstellen im Randbereich infolge der endlichen Breite des
Reflektionsimpulses mittels eines Prüfkopfes, der longitudinale
Schallwellen aussendet, die lotrecht auf die Walzgutoberfläche
treffen und darüber hinaus nur einen Teilbereich des Prüflings
durchstrahlen, nicht detektiert werden können, ist erfindungs
gemäß vorgesehen, daß insbesondere in einem Mehrwalzengerüst,
bei dem die scheibenförmigen Walzen/Rollen sternförmig um den
Walzspalt herum angeordnet sind (sogenannter Kocksblock), jeder
dieser Walzen mindestens ein Ultraschallprüfkopf zugeordnet
ist. Die Anordnung der Prüfköpfe wird so getroffen, daß die
Schallwellenbündel aller Prüfköpfe den gesamten Querschnitt des
Prüflings erfassen.
Noch genauer und effektiver arbeitet die Vorrichtung, wenn auf
beiden Seiten jeder der scheibenförmigen Walzen/Rollen ein Ul
traschallprüfkopf vorgesehen ist.
Umfangsnahe Fehler im Walzmaterial können jedoch auch dadurch
aufgespürt werden, daß die Ultraschallwellen derart auf die.
Walzmaterialoberfläche gerichtet sind, daß sie im Walzmaterial
oberflächennah mehrfach entlang dem Umfang reflektiert werden,
bevor sie zum Empfänger gelangen.
Hierbei sind Sender und Empfänger getrennt voneinander.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist durch den Anspruch 5 ge
geben.
Zur Positionierung der Prüfköpfe sind seitlich an den scheiben
förmigen Walzen/Rollen entweder im Querschnitt keilförmige
Ringnuten eingefräst oder im Querschnitt keilförmige Ringschul
tern angeformt. Die zum Walzenumfang zeigende Nutfläche bzw.
Schulterfläche bewegt sich während des Walzens unter der Detek
torfläche des stationären Prüfkopfes vorbei, wobei lediglich
ein geringer, mit Wasser gefüllter Spalt zwischen Kopf und
Walze vorhanden ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist jedoch nicht nur auf die
eben beschriebene Mehrwalzengerüste beschränkt. Nach Anspruch
11 können die Prüfköpfe auch bei Profilwalzen eingesetzt wer
den, bei denen dann die Prüfköpfe seitlich neben den eigentli
chen Walzspalt in diesen benachbarten Profilnuten positioniert
sind und das diese Nuten und den Walzspalt voneinander tren
nende Walzmaterial als Vorlaufstrecke durchstrahlen.
Dabei weisen gemäß Anspruch 12 jeweils zwei auf verschiedenen
Seiten des Walzspalts angeordnete Ultraschallprüfköpfe einander
diametral entgegengesetzte Schallausbreitungsrichtungen auf.
Diese Anordnung bietet sich bei Walzen mit Flachkantprofil an.
Bei Walzen mit Spießkantprofil können die Prüfköpfe am Außenum
fang der Walzen positioniert sein, so daß der Schall den ge
samten Walzenkörper durchläuft, bevor er auf den Walzspalt und
somit auf das Walzgut trifft.
Auch hierbei können mehrere Prüfköpfe vorgesehen sein, die das
Walzgut von verschiedenen Seiten beschallen.
Als besonders geeignete Prüfköpfe bei den bisher beschriebenen
Anwendungen haben sich solche mit Piezoschwinger als Schaller
zeuger erwiesen.
Zur Einstellung der Beschallungsrichtung kann gemäß Anspruch 15
vorgesehen sein, daß der mindestens eine Ultraschall-Prüfkopf
in Walzrichtung und/oder senkrecht dazu verschwenkbar und/oder
verschiebbar ist.
Eine Alternative hierzu bietet der Anspruch 14. Der Anspruch 14
schlägt vor, daß der mindestens eine Prüfkopf eine Vielzahl von
unabhängig voneinander ansteuerbaren Piezoschwingern als Erzeu
ger einer Schallwellenfront aufweist.
Die einzelnen Piezoschwinger werden zeitlich versetzt zueinan
der angesteuert. Abhängig von der Zeitdifferenz ergibt sich
eine Schallwellenfront mit unterschiedlicher Ausbreitungs
richtung.
Gemäß Anspruch 16 kann vorgesehen sein, daß die Ankoppelfläche
des/der Ultraschall-Prüfkopfes(-Köpfe) konvex oder konkav ge
wölbt ist, wodurch sich eine Fokussierung bzw. Defokussierung
der Schallwellen ergibt.
Vorzugsweise wird gemäß Anspruch 17 die erfindungsgemäße Vor
richtung an einem dem Fertiggerüst der Walzstraße vorausgehen
den Walzgerüst angeordnet.
An dieser Stelle liegt eine gute Verformbarkeit des Walzgutes
vor. Besonders wichtig ist es jedoch, daß hier die Vorrichtung
nur einmal justiert zu werden braucht, so daß der Montage- und
Justieraufwand auf ein Minimum reduziert wird.
Die Vorrichtung kann mit longitudinalen Ultraschallwellen aber
auch mit transversalen Ultraschallwellen arbeiten.
Das ist insbesondere von Vorteil, da durch entsprechende Ver
läufe des Ultraschalls bei entsprechender Wahl der Einstrahl
winkel sowohl mittels transversaler als auch mittels longitudi
naler Wellen randnahe Fehler, die radial verlaufen, detektiert
werden können.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung darge
stellt und näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1: in abgebrochener Darstellung ein Mehrwalzengerüst mit
drei verschiedenen Alternativen der Anordnung von Ul
traschallprüfköpfen,
Fig. 2: in schematischer Darstellung die Anordnung von Ultra
schallprüfköpfen bei Profilwalzen (Flachkant),
Fig. 3: in schematischer Darstellung die Anordnung von Ultra
schallprüfköpfen bei Profilwalzen (Spießkant).
In der Fig. 1 ist schematisch ein Dreiwalzen-Walzgerüst darge
stellt und allgemein mit dem Bezugszeichen 1 versehen.
Sternförmig um den in diesem Beispiel kreisförmigen Walzspalt 2
herum sind drei scheibenförmige Walzen 3a, 3b, 3c angeordnet,
wobei die Drehachsen der Walzen mit 4 bezeichnet sind.
Bei der Walze 3a sind zwei alternative Anordnungen von ledig
lich schematisch dargestellten Ultraschallprüfköpfen 5 gezeigt.
Die Einkoppelfläche 6 ist links an der Walze 3a durch eine an
die Seite der Walze 3a angeformte, im Querschnitt keilförmige
Ringschulter 7 verwirklicht, während sie rechts durch eine in
die Walzenseite eingeformte (eingefräste) im Querschnitt keil
förmige Ringnut 8 verwirklicht ist.
Die Orientierung der Einkoppelflächen 6 ist jeweils so gewählt,
daß die von den Ultraschall-Prüfköpfen 5 erzeugten und empfan
genen Schallwellen longitudinaler Art lotrecht auf das im Walz
spalt 2 befindliche Walzgut treffen, nachdem sie den umfangs
nahen Teil der Walze 3a durchlaufen haben.
Wie bei der Walze 3c lediglich angedeutet kann die Ausbrei
tungsrichtung der Schallwellen auch so modifiziert werden, daß
sie in einem von 90° verschiedenen Winkel auf die Walzgutober
fläche treffen und dann im Prüfling randnah unter mehrfacher
Reflektion an der Grenzfläche verlaufen.
Eine dritte Alternative der Einkopplung von Ultraschallwellen
ist bei der Walze 3b dargestellt. Hierbei ist auf die Walzen
seitenfläche eine im Querschnitt trapezförmige Ringschulter
aufgesetzt, wobei die schräge Fläche die Einkoppelfläche 6 bil
det. Der an dieser Einkoppelfläche 6 positionierte Ultraschall-
Prüfkopf 5 sendet transversale Ultraschallwellen aus, die an
der Grenzfläche zwischen Ringschulter und Walze 3b so ge
brochen werden, daß sie ebenfalls lotrecht auf die Walzgutober
fläche treffen.
Alle drei Walzen 3a, 3b und 3c können beidseitig mit einer die
ser Alternativen ausgestattet sein oder aber auch mit Kombina
tionen derselben.
In der Fig. 2 ist die Anordnung der Ultraschall-Prüfköpfe 5 in
einer Profilwalzartlage dargestellt. Es wird ein Flachkantprofil
11 gewalzt. Neben der den Walzspalt 2 bildenden Profilnut be
finden sich in der Walze 3' weitere Profilnuten 12, wobei an/in
den auf den Walzspalt 2 weisenden Profilwänden die Ultraschall-
Prüfköpfe angeordnet sind, die das Walzenmaterial horizontal
durchstrahlen und die Schallausbreitungsrichtung der beidseitig
des Walzspalts 2 angeordneten Ultraschall-Prüfköpfe 5 diametral
entgegengesetzt sind.
In der Fig. 3 schließlich ist die Anordnung der Ultraschall-
Prüfköpfe 5 an einem Profilwalzsystem dargestellt, das Spieß
kantprofile walzt.
Der Walzspalt 2 wird hier durch im Querschnitt dreieckförmige
Profilnuten 13 gebildet, wobei neben dieser Profilnut 13 wei
tere gleichartige Profilnuten vorgesehen sind.
Die Ultraschall-Prüfköpfe 5 befinden sich hier auf der vom
Walzspalt 2 abgewandten Seite der Profilwalzen 3', so daß die
von ihnen ausgesandten Schallwellen den gesamten Walzenkörper
durchstrahlen, bevor sie lotrecht auf das Walzgut treffen.
Die Ultraschall-Prüfköpfe 5 sind dabei auf verschiedenen Seiten
des Walzspalts 2 vorzugsweise an/in den Flanken 14 der Profil
nuten positioniert.
In allen beschriebenen Fällen sind die Prüfköpfe 5 stationär
angeordnet, während die Walzen 3, 3' bzw. die Einkoppelfächen 6
am Prüfkopf vorbeilaufen. Zwischen Prüfkopf 5 und Einkopppel
fläche 6 befindet sich ein Wasserfilm 15.
Der Einkoppelort der Schallwellen in das zu prüfende Walzgut
befindet sich vorzugsweise unmittelbar hinter der Einlaufstelle
des Walzguts in den Walzspalt, also dort, wo Walze und Walz
gutoberfläche in innigem Kontakt miteinander sind.
Dabei ist die Prüfvorrichtung an einem Walzgerüst angeordnet,
welches im Walzablauf vor dem Fertiggerüst positioniert ist.
Claims (18)
1. Verfahren zur zerstörungsfreien Prüfung von zu walzendem,
noch gut verformbarem Stahl auf Innenfehler mittels minde
stens eines an/in der den Stahl walzenden Walze/Rolle an
geordneten Ultraschall-Prüfkopfes, wobei die Ultraschall
wellen durch den als Vorlaufstrecke dienenden Walzen-
/Rollenkörper selbst oder einen umfangsnahen Teil davon
gesendet werden, bevor sie auf das zu prüfende Walzmate
rial treffen, wobei sie derart ausgerichtet werden, daß
sie in dem Bereich auf die Walzmaterialoberfläche treffen,
wo die Anpresskraft der Walze/Rolle auf den Stahl maximal
ist, dort nämlich, wo das maximale Rückwandecho erzielt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ultraschallwellen derart auf die Walzmaterialober
fläche treffen, daß sie nach Durchdringen des Walzmateri
als in sich zum Empfänger zurückreflektiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ultraschallwellen derart auf die Walzmaterialober
fläche gerichtet sind, daß sie im Walzmaterial oberflä
chennah mehrfach entlang dem Umfang reflektiert werden,
bevor sie zum Empfänger gelangen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine Ultraschallprüfkopf longitudinale
Ultraschallwellen aussendet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine Ultraschallprüfkopf transversale
Ultraschallwellen aussendet.
6. Vorrichtung zur zerstörungsfreien Prüfung von zu walzen
dem, noch gut verformbarem Stahl auf Innenfehler mittels
mindestens eines Ultraschall-Prüfkopfes,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine Ultraschall-Prüfkopf (5) an/in
mindestens einer der beteiligten Walzen/Rollen
(3a, 3b, 3c, 3') angeordnet ist, derart, daß der Walzen-
/Rollenkörper selbst oder ein umfangsnaher Teil davon die
Vorlaufstrecke für die Ultraschallwellen bildet, bevor sie
auf das zu prüfende Walzmaterial treffen, und der minde
stens eine Ultraschall-Prüfkopf (5) als Sender und/oder
Empfänger ausgebildet ist und seine Ausrichtung derart ge
wählt ist, daß die Ultraschallwellen in dem Bereich auf
die Walzmaterialoberfläche treffen, wo die Anpresskraft
der Walze/Rolle (3a, 3b, 3c, 3') maximal ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzvorrichtung ein Mehrwalzengerüst ist, bei dem
die scheibenförmigen Walzen/Rollen (3a, 3b, 3c) um den Walz
spalt (2) herum angeordnet sind und jeder dieser Wal
zen/Rollen (3a, 3b, 3c) mindestens ein Ultraschall-Prüfkopf
(5) zugeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf jeder Seite jeder Walze/Rolle (3a, 3b, 3c) minde
stens ein Ultraschall-Prüfkopf (5) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der/die Ultraschall-Prüfkopf(-köpfe) (5) in seitlich
in die Walzen/Rollen (3a, 3b, 3c, 3') eingeformten Ringnuten
(8) positioniert ist/sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der/die Ultraschall-Prüfkopf(-köpfe) (5) auf seitlich
an die Walzen/Rollen (3a, 3b, 3c) angeformten ringschulter
artigen Vorsprüngen (7) positioniert ist/sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzvorrichtung aus zwei Profilwalzen (3') besteht
und der/die Ultraschall-Prüfkopf(-köpfe) (5) seitlich so
angeordnet ist/sind, daß die Schallwellen im rechten Win
kel auf die durch das Profil gebildete Walzspaltwand (2)
ausgerichtet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils zwei auf verschiedenen Seiten des Walzspaltes
(2) angeordnete Ultraschall-Prüfköpfe (5) einander diame
tral entgegengesetzte Schallausbreitungsrichtung aufwei
sen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine Prüfkopf (5) einen Piezoschwinger
als Schallerzeuger aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine Prüfkopf (5) eine Vielzahl von un
abhängig voneinander ansteuerbaren Piezoschwingern als Er
zeuger einer Schallwellenfront aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mindestens eine Ultraschall-Prüfkopf (5) in Walz
richtung und/oder senkrecht dazu verschwenkbar und/oder
verschiebbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ankoppelfläche des/der Ultraschall-Prüfkopfes
(-köpfe) (5) konvex oder konkav gewölbt ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 16,
gekennzeichnet durch
die Anordnung an einem einem Fertiggerüst der Walzstraße
vorausgehenden Walzgerüst.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich zwischen Ultraschall-Prüfkopf (5) und der ihm zu
geordneten Walze/Rolle (3a, 3b, 3c, 3') bzw. der Ankoppelflä
che ein Wasserfilm (15) befindet.
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| US3620061A (en) * | 1969-10-03 | 1971-11-16 | Us Navy | Design of ultrasonic transducers for use with rolling mill rolls |
| DE3045581A1 (de) * | 1979-12-03 | 1981-08-27 | Institute of Paper Chemistry, Appleton, Wis. | Vorrichtung zum messen der ausbreitungsgeschwindigkeit von eine sich bewegende materialbahn, insbesondere papierbahn, durchlaufenden ultraschallwellen |
| DE3204797C2 (de) * | 1982-02-11 | 1983-12-29 | Nukem Gmbh, 6450 Hanau | Impuls-Echo-Verfahren zur zerstörungsfreien Ultraschall-Werkstoffprüfung |
| EP0202134B1 (de) * | 1985-04-17 | 1989-11-08 | AEROSPATIALE Société Nationale Industrielle | Mit einem rollenden Teil ausgestattete Ultraschallprüfvorrichtung |
-
1999
- 1999-04-03 DE DE19915203A patent/DE19915203C2/de not_active Expired - Fee Related
- 1999-05-12 PT PT99109512T patent/PT974837E/pt unknown
Patent Citations (4)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| PT974837E (pt) | 2007-10-18 |
| DE19915203A1 (de) | 2000-02-17 |
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