DE19914086A1 - Dispergiervorrichtung - Google Patents
DispergiervorrichtungInfo
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Abstract
Es wird eine Dispergiervorrichtung beschrieben, die ein Gehäuse, eine im Gehäuse angeordnete rotierende Trommel mit insbesondere vertikaler Achse, eine sich in die Trommel erstreckende Feststoffzuführeinrichtung, eine sich in die Trommel erstreckende Flüssigkeitszuführeinrichtung, eine Suspensionsabführeinrichtung und ein sich in die Trommel erstreckendes Dispergierwerkzeug mit mindestens einem sich radial erstreckenden Dispergierflügel aufweist. Die Vorrichtung besitzt einen besonderen hohen Wirkungsgrad und ist auch als Klassiereinrichtung geeignet.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dispergiervorrich
tung.
Dispergiervorrichtungen dienen dazu, einen insbesondere
pulverförmigen Feststoff und eine Flüssigkeit so miteinan
der zu vermischen, daß sich eine Dispersion bzw. Suspension
ergibt. Herkömmliche Dispergiervorrichtungen sind dabei so
aufgebaut, daß sie einen stationären Behälter mit einer
Feststoffzuführeinrichtung, einer Flüssigkeitszuführein
richtung und einer Suspensionsabführeinrichtung aufweisen,
indem ein rotierendes Dispergierwerkzeug angeordnet ist.
Bei dem Dispergierwerkzeug handelt es sich hierbei um ein
Rührwerk, das verschiedenartig ausgebildet sein und mit un
terschiedlichen Drehzahlen rotieren kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Dispergiervorrichtung zu schaffen, die einen besonders ho
hen Wirkungsgrad besitzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Dispergier
vorrichtung mit einem Gehäuse, einer im Gehäuse angeordne
ten rotierenden Trommel mit insbesondere vertikaler Achse,
einer sich in die Trommel erstreckenden
Feststoffzuführeinrichtung, einer sich in die Trommel
erstreckenden Flüssigkeitszuführeinrichtung, einer
Suspensionsabführeinrichtung und einem sich in die Trommel
erstreckenden Dispergierwerkzeug mit mindestens einem sich
radial erstreckenden Dispergierflügel gelöst.
Wesentlicher Bestandteil der erfindungsgemäß ausgebildeten
Dispergiervorrichtung ist die im Gehäuse angeordnete rotie
rende Trommel, durch die ein besonders guter Vermischungs-
bzw. Verwirbelungseffekt zwischen Feststoffpartikeln und
Flüssigkeit erzielt wird. Hierdurch werden Toträume im Be
reich der stationären Behälterwand beim Stand der Technik
vermieden. Die Vorrichtung hat den Vorteil, daß das Disper
gierwerkzeug wahlweise stationär oder drehbar ausgebildet
sein kann. So kann der vom stationären Dispergierflügel er
zielte Verwirbelungseffekt durch Rotierenlassen desselben
weiter verbessert werden, so daß auch im zentralen Bereich
der Trommel ein möglicherweise entstehender Totraum absolut
ausgeschaltet werden kann.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch
die rotierende Trommel entstandenen Luftblasen weitgehend
verdrängt werden können. Die Vorrichtung hat daher eine zu
sätzliche Entgasungswirkung.
Die Drehrichtung der Trommel ist vorzugsweise wählbar. Dies
trifft auch auf die Drehrichtung des Dispergierwerkzeuges
zu. So können beide beispielsweise gleichsinnig aber auch
gegensinnig rotieren.
Die Feststoffzuführeinrichtung ist vorzugsweise ein Schacht
oder ein Rohr. Der Schacht oder das Rohr erstreckt sich
zweckmäßigerweise vom oberen Gehäuseende aus nach unten so
weit in die Trommel hinein, daß eine Zuführung des Fest
stoffes (Pulvers) im unteren Teil der Trommel erfolgt. Die
Feststoffzuführung in das Rohr oder in den Schacht kann
beispielsweise über einen Big-Bag oder eine Sackentlee
rungsvorrichtung und eine nachgeschaltete Dosierschnecke
erfolgen. Die Dosierschnecke kann sich in den Schacht oder
das Rohr hinein erstrecken. Sie geht zweckmäßigerweise von
einem Fülltrichter aus. Eine Beheizung des Rohres oder
Schachtes ist zweckmäßig.
Bei der Flüssigkeitszuführeinrichtung handelt es sich vor
zugsweise um ein Rohr, das ebenfalls von oben durch das Ge
häuse in den unteren Bereich der Trommel eingeführt ist.
Der Endbereich des Flüssigkeitsrohres kann entsprechend ge
formt sein, um eine bevorzugte Flüssigkeitsabgaberichtung,
beispielsweise gegen die Trommelwand, zu erreichen. So ist
der Endbereich des Rohres vorzugsweise schräg oder horizon
tal ausgebildet.
Bei einer speziellen Ausführungsform der Erfindung trägt
die sich durch die Trommel erstreckende Trommelantriebs
welle einen Spritzteller, auf den das Flüssigkeitszulauf
rohr gerichtet ist, d. h. in diesem Fall erstreckt sich der
Endbereich des Zulaufrohres schräg nach innen zur Trommel
achse hin.
Die Suspensionsabführeinrichtung befindet sich vorzugsweise
im Boden der Trommel bzw. im Boden des Gehäuses, wenn die
Trommel mit einem Überlauf versehen ist. Es kann sich hier
bei um eine Rohrleitung handeln, die vom radial äußeren Be
reich des Gehäusebodens ausgeht.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfin
dung weist die Dispergiervorrichtung ein Kreislaufsystem
zur Rückführung der durch die Suspensionsabführeinrichtung
abgeführten Suspension über die Flüssigkeitszuführeinrich
tung in die Trommel auf. Bei diesem System ist es möglich,
die erzeugte Suspension im Kreislauf zu führen, bis die
gewünschte Suspensionsqualität vorhanden ist. Hierbei kön
nen permanent Feststoff und Flüssigkeit zudosiert werden.
Bei Erreichen der gewünschten Suspensionsqualität wird die
Feststoff- und Flüssigkeitszufuhr gestoppt und die Trommel
entleert.
Was die Ausbildung des Dispergierwerkzeuges anbetrifft, so
ist eine Vielzahl von Ausführungsformen möglich, wenn hier
durch ein Verwirbelungs- bzw. Rühreffekt erzielt wird.
Hierzu ist mindestens ein sich in radialer Richtung er
streckender Dispergierflügel vorgesehen. Vorzugsweise be
sitzt das Dispergierwerkzeug eine Vielzahl von übereinander
angeordneten Dispergierflügeln, so daß diese weitgehend die
gesamte Höhe der Trommel abdecken.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist es nicht zwingend er
forderlich, daß ein gesondertes Dispergierwerkzeug vorgese
hen ist. Vielmehr kann auch die Feststoff- und/oder Flüs
sigkeitszuführeinrichtung als Dispergierwerkzeug ausgebil
det sein. Bei dieser Ausführungsform sind beispielsweise an
den Außenseiten der Rohre bzw. Schächte entsprechende Di
spergierflügel angeordnet. Auch kann die Trommelantriebs
welle mit entsprechenden Dispergierflügeln versehen sein,
beispielsweise dem vorstehend bereits erwähnten Spritztel
ler. Im letztgenannten Fall rotiert das Dispergierwerkzeug
zusammen mit der Trommel. Bei den Ausführungsformen, bei
denen die Feststoff- und/oder Flüssigkeitszuführeinrichtun
gen als Dispergierwerkzeug ausgebildet sind, ist das Di
spergierwerkzeug in der Regel stationär angeordnet.
Die vertikal angeordnete Trommel ist vorzugsweise oben of
fen und weist einen Überlauf für die erzeugte Suspension
auf. Über den Überlauf gelangt die Suspension in den
Ringspalt zwischen rotierender Trommel und stationärer Ge
häusewand nach unten bis zur Suspensionsabführeinrichtung,
die am Gehäuseboden vorgesehen ist.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
zeichnet sich dadurch aus, daß die Dispergiervorrichtung
gleichzeitig als Klassiervorrichtung ausgebildet ist und
eine Abführeinrichtung für die klassierte Suspension auf
weist. Diese Ausführungsform hat den großen Vorteil, daß
eine einzige Vorrichtung erforderlich ist, um einen Disper
giervorgang und einen nachfolgenden Klassiervorgang durch
zuführen. Mit einem herkömmlichen System zum Dispergieren
und anschließenden Klassieren werden hierzu zwei getrennte
Vorrichtungen verwendet, nämlich zum einen eine mit einem
herkömmlichen Rührwerk ausgestattete Dispergier- bzw.
Mischvorrichtung mit stationärem Behälter und zum anderen
eine Klassiereinrichtung in Form einer Zentrifuge. Die
vorstehend beschriebene erfindungsgemäß ausgebildete Di
spergiervorrichtung kann erfindungsgemäß auch zum Klassie
ren verwendet werden, wenn sie mit einer Abführeinrichtung
für die klassierte Suspension versehen ist oder im
Überlaufverfahren betrieben wird. Beim Klassieren wird in
der Regel mit einer höheren Trommeldrehzahl gearbeitet als
beim Dispergieren. Darüber hinaus ist bei dieser
Ausführungsform die Innenwand der Trommel vorzugsweise mit
Kammern versehen, die den durch den Klassiervorgang abge
trennten Grobanteil aufnehmen, der in einer nachfolgenden
Reinigungsstufe wieder gelöst und, ggf. nach einem Mahlvor
gang, erneut in die zu klassierende Suspension eingeführt
wird. Das Dispergierwerkzeug ist dabei zweckmäßigerweise so
ausgebildet, daß es als Reinigungswerkzeug in der Reini
gungsstufe eingesetzt werden kann. Der mindestens eine Di
spergierflügel wirkt hierbei als Reinigungsmesser, mit dem
das Sediment auf mechanische Weise gelöst wird.
Um eine Behinderung des Klassiervorganges durch den Disper
gierflügel zu vermeiden, ist dieser vorzugsweise aus- und
einklappbar, so daß er in der jeweiligen Phase aktiviert
oder deaktiviert werden kann. Während der Dispergierphase
ist er ausgeklappt, während der Klassierphase eingeklappt
und während der nachfolgenden Reinigungsphase wieder ausge
klappt. Eingeklappt soll hier bedeuten, daß der Flügel
keine Radialstellung mehr einnimmt.
Vorzugsweise sind auch die Feststoffzuführeinrichtung, die
Flüssigkeitszuführeinrichtung und/oder die Abführeinrich
tung für die klassierte Suspension in die Trommel hinein
und wieder aus dieser heraus bewegbar, insbesondere
schwenkbar. Auch bei dieser Ausführungsform können daher in
Abhängigkeit von der jeweiligen Verfahrensphase die Ein
richtungen innerhalb oder außerhalb der Trommel angeordnet
sein, um ein störende Beeinflussung zu vermeiden. So wird
insbesondere die Abführeinrichtung für die klassierte Sus
pension während der Dispergierphase und Reinigungsphase aus
der Trommel heraus geschwenkt.
Noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeichnet
sich dadurch aus, daß das Dispergierwerkzeug in der Trommel
in axialer und/oder radialer Richtung verfahrbar ist. Diese
Ausführungsform macht es möglich, die Variabilität der Vor
richtung weiter zu erhöhen, da nunmehr beliebige Punkte in
nerhalb der Trommel mit dem Dispergierwerkzeug und/oder
Reinigungswerkzeug erreichbar sind.
Beim kombinierten Einsatz als Dispergier- und Klassiervor
richtung ist es natürlich ebenfalls möglich, die klassierte
Suspension im Kreislauf zu führen. Die Suspension wird
hierbei über die Suspensionsabführeinrichtung aus der Trom
mel abgezogen und über die Flüssigkeitszuführeinrichtung
erneut in die Trommel eingeführt. Wie erwähnt, kann die
Flüssigkeitszuführeinrichtung mit dem mindestens einen Di
spergierflügel versehen sein, der bei dieser Ausführungs
form gleichzeitig als Reinigungsmesser ausgebildet ist.
Die erfindungsgemäße Lösung sieht somit ein Durchlaufsystem
vor, so daß im Gegensatz zum Stand der Technik durch die
vorhandenen Behältergeometrien keine festen Mengen vorge
schrieben werden. Erfindungsgemäß ist eine Variation des
Feststoffanteiles im großen Umfang möglich. Bei der Kombi
nationsvariante kann auch eine Verdünnung der Suspension in
der gleichen Vorrichtung durchgeführt werden.
Wie erwähnt, können der Dispergier- und Klassiervorgang mit
unterschiedlichen Drehzahlen durchgeführt werden. Beide
Vorgänge können auch mit unterschiedlichen Drehrichtungen
der Trommel realisiert werden. So kann beispielsweise das
Merkmal realisiert sein, daß der mindestens eine Disper
gierflügel (Reinigungsmesser) in Abhängigkeit von der Dreh
richtung auf- oder zurückklappt. Ein Aufklappen wird in der
Dispergier- und Reinigungsphase bewerkstelligt, während ein
Zurückklappen der Klassierphase erreicht wird, bei der die
Trommel gegensinnig rotiert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Ausführungs
beispielen in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt durch
eine als Dispergier- und Klassiervorrichtung
ausgebildete Vorrichtung; und
Fig. 2 einen schematischen Vertikalschnitt durch
eine weitere Ausführungsform einer als Di
spergier- und Klassiervorrichtung ausgebilde
ten Vorrichtung.
Die schematisch in Fig. 1 im Vertikalschnitt dargestellte
Dispergiervorrichtung besitzt ein stationäres Gehäuse 1, in
dem eine vertikal angeordnete Trommel 2 vorgesehen ist, die
über eine Welle 7 angetrieben wird, so daß sie sich inner
halb des Gehäuses 1 dreht. Die Trommel 2 ist oben offen und
weist einen bei 12 gezeigten Überlauf auf, über den die in
der Trommel 2 erzeugte Suspension zu einer vom Boden des
Gehäuses ausgehenden Suspensionsabführleitung 10 gelangt.
Eine Pulverzuführeinrichtung mit einem Pulvertrichter 4,
einer Dosierschnecke 5, die in einem Zuführrohr angeordnet
ist, und einem Pulverschacht 6, der sich von der Oberseite
in das Gehäuse 1 und in die Trommel 2 hinein erstreckt,
dient zur Zuführung eines Feststoffes, der in der Disper
giervorrichtung unter Flüssigkeitszufuhr in eine Suspension
überführt werden soll. Bei dem Feststoff kann es sich bei
spielsweise um SiO2-Pulver handeln. Der Pulverschacht 6 er
streckt sich bis in den unteren Bereich der Trommel 2 und
weist an seinem unteren Ende eine entsprechende Austritts
öffnung für das Pulver auf. Eine Flüssigkeitszuführeinrich
tung 8 in der Form eines Wasserzuführrohres erstreckt sich
ebenfalls durch die Oberseite des Gehäuses bis in den unte
ren Bereich der Trommel 2. Am unteren Ende ist das Zuführ
rohr radial nach außen gebogen, so daß das zugeführte Was
ser radial nach außen in Richtung auf die Trommelaußenwand
geführt wird.
Die Trommel 2 weist in ihrem radial äußeren Bereich eine
Reihe von übereinander angeordneten Aufnahmekammern 3 auf,
die in Fig. 1 an der rechten Seite der Trommel 2 darge
stellt sind. Die Funktionsweise dieser Kammern wird später
erläutert.
An der Außenseite des Pulverschachtes 6 sind schräg nach
unten und außen verlaufende Dispergierflügel 11 angeordnet,
die ein- und ausklappbar sind. Fig. 1 zeigt die Disper
gierflügel 1 im ausgeklappten Zustand, in dem sie sich bis
in die Kammern 3 hinein erstrecken. Neben ihrer Verwirbe
lungsfunktion haben diese Dispergierflügel eine weitere
Aufgabe, die später erläutert wird.
Die hier dargestellte Dispergiervorrichtung dient gleich
zeitig als Klassiervorrichtung und weist hierzu ferner eine
Abführeinrichtung für die klassierte Suspension auf, die in
der Form eines Abführrohres 9 ausgebildet ist, das sich bis
zum oberen Randbereich der offenen Trommel 2 erstreckt.
Die Vorrichtung funktioniert in der folgenden Weise.
Bei leerer Trommel 2 werden zum Dispergieren SiO2-Pulver
über den Pulverschacht 6 und Wasser über das Zuführrohr 8
in die rotierende Trommel 2 eingeführt. Die Drehzahl der
Trommel ist auf Dispergierdrehzahl eingestellt. Durch die
rotierende Trommel und die Dispergierflügel 11, von denen
drei übereinander angeordnet sind, wird aus dem Pulver und
dem zugeführten Wasser eine Suspension gebildet. Bei konti
nuierlich befüllter Trommel tritt die Suspension über den
Überlauf 12 aus der Trommel aus und gelangt durch den
Ringspalt zwischen Trommel und Gehäuse in die Suspensions
abführleitung 10. Sie kann dann in einen geeigneten
Speicher geführt oder im Kreislauf über das Rohr 8 wieder
in die Dispergiervorrichtung zurückgeführt werden.
Wenn die hergestellte Suspension klassiert werden soll,
wird sie vom Speicher abgezogen und über das Zuführrohr 8
in den unteren Bereich der Trommel in Richtung auf die
Trommelwand im Durchlaufverfahren geführt. In der Klassier
phase wird die Drehzahl der Trommel 2 auf Klassierdrehzahl
eingestellt. Die ausgeklappten Dispergierflügel 11 werden
nach innen gegen die Außenwand des Pulverschachtes 6 ge
klappt. Die Trommel rotiert mit der entsprechenden
Klassierdrehzahl, wodurch grobe Partikel der zu klassieren
den Suspension nach außen gegen die Trommelinnenwand in die
dort angeordneten Kammern 3 geschleudert werden. In den
Kammern bildet sich ein fester Kuchen aus, der mit fort
schreitendem Klassiervorgang immer dicker wird. Die klas
sierte Suspension wird über das Abführrohr 9 abgezogen.
Dieses Abführrohr 9 ist im übrigen schwenkbar ausgebildet,
so daß es erst in der Klassierphase in das Gehäuse einge
schwenkt wird.
Auch die klassierte Suspension kann im Kreislauf geführt
und über das Rohr 8 erneut in die Trommel eingeführt wer
den. Wenn eine entsprechende Qualität der klassierten Sus
pension erreicht ist, wird der Klassiervorgang gestoppt.
Der in der Trommel verbleibende Suspensionsrest kann jetzt
über eine nicht dargestellte Restentleerung abgezogen wer
den.
Es beginnt nunmehr die Reinigungsphase der Vorrichtung.
Hierzu werden die Dispergierflügel 11, die gleichzeitig als
Reinigungsmesser dienen, aufgeklappt, so daß sie in die
Kammern 3 hineinreichen. Durch Drehen der Trommel wird der
rotierende Kuchen durch die feststehenden Messer gelöst.
Die entsprechende Reinigungswirkung kann durch Wasserzufuhr
über das Rohr 8 unterstützt werden. Es bildet sich in der
Trommel 2 erneut eine Suspension aus Grobanteil und Wasser,
die abgeführt werden kann. Der Grobanteil kann gemahlen
werden, und die erhaltene Suspension kann wieder in das Sy
stem eingeführt werden. Nach Beendigung der Reinigungsphase
kann erneut mit einer Dispergierphase begonnen werden.
Die in Fig. 2 schematisch im Vertikalschnitt dargestellte
Dispergiervorrichtung unterscheidet sich von der der Fig.
1 nur in einigen Merkmalen, so daß zur Bezeichnung von
gleichen Merkmalen gleiche Bezugszeichen wie in Fig. 1
verwendet wurden.
Die Dispergiervorrichtung umfaßt ebenfalls ein stationäres
Gehäuse 1 mit einer darin vertikal angeordneten Trommel 2,
die über eine Welle 7 gedreht wird. Eine Feststoffzuführ
einrichtung ist in der Form eines Rohres 17 ausgebildet,
daß sich durch die Oberseite des Gehäuses 1 bis in den un
teren Bereich der Trommel 2 hinein erstreckt. Im Rohr ist
eine Dosierschnecke 18 angeordnet. Das Rohr 17 geht an sei
nem oberen Ende in einen Fülltrichter 19 über. Die Dosier
schnecke 18 fördert Pulver in die Trommel.
Die Flüssigkeitszuführeinrichtung ist in der Form eines Zu
führrohres 8 ausgebildet, das sich ebenfalls durch die
Oberseite des Gehäuses 1 bis in den unteren Bereich der ro
tierenden Trommel 2 erstreckt. Im unteren Bereich ist das
Rohr 8 schräg nach innen und unten gebogen, wie bei 13 ge
zeigt. Hierdurch wird die über das Rohr 8 zugeführte Flüs
sigkeit (Wasser) auf einen Spritzteller 14 geführt, der
fest mit der Trommelwelle 7 verbunden ist. Auf diese Weise
wird ein Zerstäubungs- bzw. Verwirbelungseffekt in bezug
auf die zugeführte Flüssigkeit und den Feststoff erreicht.
Bei dieser Ausführungsform ist ein spezielles Dispergier
werkzeug 15 vorgesehen, das in der Form eines Stabes oder
mehrerer Stäbe ausgebildet ist, der sich durch die Ober
seite des Gehäuses bis in den unteren Bereich der rotieren
den Trommel 2 erstreckt. Am Stab sind drei übereinander an
geordnete Dispergierflügel 16 vorgesehen, die ein- und aus
klappbar sind und in Fig. 2 in ihrer ausgeklappten Stel
lung dargestellt sind.
Auch bei dieser Ausführungsform funktionieren die
Dispergierflügel 16 als Reinigungsmesser, die in die Kam
mern 3 eingreifen und den dort abgesetzten Kuchen lösen.
Als zusätzliche Dispergiervorrichtung dient der Spritztel
ler 14, der für eine Verwirbelung im zentralen Bereich der
Trommel sorgt. Die Funktionsweise der Vorrichtung ent
spricht im wesentlichen der von Fig. 1.
Die Vorrichtung ist als Batch- oder Inline-Maschine
einsetzbar. Der Suspensionsaustrag ist mit und ohne Druck
möglich. Der Einzug des Feststoffs (Pulvers) kann mittels
erzeugtem Unterdruck (rotierende Trommel) erfolgen, wodurch
die Staubbelastung der Umgebung reduziert wird. Bezüglich
der Dispergierwirkung ist eine stufenlose Einflußnahme
möglich.
Claims (14)
1. Dispergiervorrichtung mit einem Gehäuse (1), einer im
Gehäuse (1) angeordneten rotierenden Trommel (2) mit
insbesondere vertikaler Achse, einer sich in die Trom
mel (2) erstreckenden Feststoffzuführeinrichtung (4,
5, 6; 17, 18, 19), einer sich in die Trommel (2) er
streckenden Flüssigkeitszuführeinrichtung (8), einer
Suspensionsabführeinrichtung (10) und einem sich in
die Trommel (2) erstreckenden Dispergierwerkzeug (15)
mit mindestens einem sich radial erstreckenden
Dispergierflügel (11, 16).
2. Dispergiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Dispergierwerkzeug drehbar ist.
3. Dispergiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Innenwand der Trommel (2) mit
Kammern (3) versehen ist.
4. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststoffzu
führeinrichtung einen Schacht (6) oder ein Rohr (17)
umfaßt.
5. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeits
zuführeinrichtung (8) ein Rohr aufweist.
6. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Kreis
laufsystem zur Rückführung der durch die Suspensions
abführeinrichtung (10) abgeführten Suspension über die
Flüssigkeitszuführeinrichtung (8) in die Trommel (2)
aufweist.
7. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Dispergier
werkzeug (15) eine Vielzahl von übereinander angeord
neten Dispergierflügeln (11, 16) aufweist.
8. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststoff-
und/oder Flüssigkeitszuführeinrichtung (6) als Disper
gierwerkzeug ausgebildet ist.
9. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (2)
oben offen ist und einen Überlauf (12) für die er
zeugte Suspension aufweist.
10. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie gleichzeitig
als Klassiervorrichtung ausgebildet ist und eine Ab
führeinrichtung (9) für die klassierte Suspension auf
weist.
11. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens
eine Dispergierflügel (11, 16) als Reinigungseinrich
tung für den an der Trommelwand abgesetzten Feststoff
ausgebildet ist.
12. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehendne An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens
eine Dispergierflügel (11, 16) aus- und einklappbar
ist.
13. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststoffzu
führeinrichtung, die Flüssigkeitszuführeinrichtung
und/oder die Abführeinrichtung für die klassierte Sus
pension in die Trommel hinein und wieder aus dieser
heraus bewegbar, insbesondere schwenkbar, ausgebildet
sind.
14. Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Dispergier
werkzeug in der Trommel in axialer und/oder radialer
Richtung verfahrbar ist.
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