DE19914973A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen eines früheren Spannungszustands, von Teilen der Gebirgskennlinie, zum Tunnelbau, Meßvorrichtung für den Tunnelbau, System für den Tunnelbau - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen eines früheren Spannungszustands, von Teilen der Gebirgskennlinie, zum Tunnelbau, Meßvorrichtung für den Tunnelbau, System für den TunnelbauInfo
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Abstract
Ein Verfahren zum Bestimmen eines früheren Spannungszustands im Bereich eines Gebirges oder Bodens, umfaßt die Schritte: Anbringen einer Referenz für eine radiale Position, Freigraben eines Tunnelabschnitts, Einbringen einer radial wirkenden Stütze im Bereich der Referenz, Erfassen der auf die Stütze einwirkenden Kraft und/oder der Abmessung der Stütze, und Bestimmen des früheren Spannungszustands anhand der erfaßten Kraft und/oder Abmessung der Stütze. Ein Verfahren zum Bestimmen von Teilen der Gebirgskennlinie umfaßt die Schritte: Einbringen graduell veränderlicher radial wirkender Sicherungen, Zulassen einer Verformung durch geometrisches Verändern der eingebrachten Stütze, Erfassen der dann auf die Stütze einwirkenden Kraft, und Bestimmen eines Verlaufs und/oder eines Parameters der Gebirgskennlinie anhand der erfaßten Kraft und/oder anhand der Veränderung der Abmessung der Stütze. Die gewonnenen Werte werden in Tunnelbauverfahren und -systemen verwendet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Bestimmen eines früheren Spannungszustands, von Teilen
der Gebirgskennlinie, zum Tunnelbau, eine Meßvorrichtung
für den Tunnelbau und ein System für den Tunnelbau gemäß
den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
Beim Bau von unterirdischen Hohlräumen, Kavernen und Tun
nels ist dafür Sorge zu tragen, daß das Bauwerk nicht ein
stürzt. Insbesondere in losen Böden werden deshalb Siche
rungen eingebracht, die dauerhaft das Einstürzen verhin
dern. Anhand der beiliegenden Figuren werden Überlegungen
hierzu erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Schnitt durch einen Boden,
in dem zukünftig ein Tunnel (gestrichelt angedeutet durch
104) gebaut werden soll. 101 ist die Geländeoberfläche, 102
ein ebener Geländeteil, 103 ein bergiger. Die x- und y-Ko
ordinaten sind so gewählt, daß sie horizontal quer zur Tun
nellängsrichtung bzw. vertikal verlaufen. Durch Pfeile 105
sind Spannungen bzw. Kräfte angedeutet, wie sie sich unter
der Geländeoberfläche 101 ergeben können. Bei 101 sind sie
Null. In die Tiefe (negative y-Richtung) nehmen sie zu und
können auch in ihrer Richtung abhängig von Geländeformatio
nen, Gesteinsformationen und ähnlichem unterschiedlich ver
laufen.
Fig. 2 zeigt Verhältnisse, wie sie sich stationär einstel
len, wenn ein Tunnel 200 gebaut ist. In der Regel ist eine
Sicherung 201 vorhanden, beispielsweise aus Beton. Bei tief
im Untergrund liegenden Hohlräumen bzw. Tunnels 200 wird
die Sicherung 201 in der Regel nicht kräftig genug sein, um
die über ihr liegende fast vollständig aufzunehmen. Viel
mehr hat sie die Funktion, insoweit gegen das nachdrängende
Material gegenzuhalten, daß sich dort Gewölbe 204 (nicht
physisch vorhanden, sondern lediglich schematisch angedeu
tet) ausbilden, die ihrerseits die darüber lastenden Kräfte
außen um den Tunnel 200 herum leiten. Demnach ergibt sich
durch den Tunnelbau eine Veränderung des ursprünglich vor
handenen Spannungszustands dergestalt, daß Spannungen, die
ursprünglich im Bereich des jetzt vorhandenen Tunnels wei
tergeleitet wurden, insbesondere in der Nähe 202 des Tun
nels, an diesem vorbeigeleitet werden. Die Sicherung 201
hält selbst einen Teil der Last, hat aber auch die Funkti
on, die Stützkräfte des umgebenden Materials zu aktivieren,
so daß sich (fiktive) Gewölbe 204 ausbilden, die die Kräfte
bzw. Spannungen umleiten.
203 in Fig. 2 bezeichnet einen Pfeil in radialer Richtung.
Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, daß
nicht notwendigerweise Kavernen bzw. Tunnel mit kreisförmi
gem Querschnitt betrachtet werden. Die Querschnitt können
auch anders sein, beispielsweise oval, eiförmig, eckig oder
ähnliches.
Ähnliche Überlegungen wie in der x-y-Ebene gelten in der y
z-Ebene, wobei z in Vortriebsrichtung des Tunnels liegt.
Dies ist in Fig. 3 gezeigt. 200 ist der schon gebaute Tun
nel, 201 die Sicherung, beispielsweise die umlaufende Be
tonschicht, 301 bezeichnet mechanische Stützen, die eine
möglicherweise noch nicht ausgehärtete Sicherung 201 unter
stützen. 300 ist die Ortsbrust, von der ausgehend der Tun
nel in Vortriebsrichtung z geführt wird. Auch hier stellen
sich Gewölbebildungen 302 und 303 ein, die insbesondere den
Bau an der Ortsbrust 300 begünstigen, da die (virtuellen)
Gewölbe 302, 303 insbesondere den Bereich an der Ortsbrust
von der darüber lagernden fast freihalten. Die Gewölbe 302,
303 finden ihre "Auflager" im ungestörten Boden (rechts)
bzw. bei junger Sicherung in den Stützen 301 (302 links)
oder in der ausgehärteten Sicherung (303 links). Insbeson
dere im Zusammenwirken der Mechanismen, wie sie in den Fig.
2 und 3 dargestellt sind, ergeben sich dadurch drei
dimensionale "Gewölbe", über die Lasten seitlich am Tunnel
bzw. an der Sicherung 201 vorbeigeführt werden. Solche
"Gewölbe 204, 302, 303 stellen sich schon bei geringen
Verformungen bzw. Dehnungen aufgrund der Bautätigkeit ein.
Gleiche Überlegungen gelten für (nicht dargestellte) Gewöl
bebildungen zum Auffangen (nicht dargestellter) horizonta
ler Lasten.
Sowohl hinsichtlich der Gewölbe 204 in Fig. 2 und 302, 303
in Fig. 3 ist anzumerken, daß diese kaum vorhergesagt wer
den können. Der umgebende Boden 202 ist nicht homogen, son
dern häufig im Gegenteil stark inhomogen, beispielsweise
von Zerklüftungen und Verwerfungen durchzogen, so daß sich
ortsabhängig deutliche unterschiedliche Gewölbebildungen
ergeben können.
Fig. 4 zeigt allgemein eine Materialkennlinie, wie sie der
Boden, in dem der Tunnel zu bauen ist, idealisiert aufwei
sen kann. Dargestellt ist die aufnehmbare Spannung S an der
Ordinate 402 über der erfolgten Dehnung e auf der Abszisse
401. Das Material weist ausgehend vom ungestörten Zustand
(e = 0) zunächst einen elastischen Bereich 411 auf, in dem
mit zunehmender Dehnung e (bei Druckbelastung: Stauchung)
auch die durch das Material übertragene Spannung S größer
wird. In der Regel liegt dieser Bereich in einer Größenord
nung von e < 1%. Bei stärkeren Dehnungen/Stauchungen e
schließt sich ein plastischer Bereich 412 an. Hier bleibt
die übertragene Spannung in etwa konstant. Das Material be
ginnt plastisch auszuweichen, es fließt. Der Prozeß ist in
der Regel irreversibel. Wenn die Dehnung e noch weiter zu
nimmt, schließt sich der Versagensbereich 413 an, in dem
das Material spröde bricht. Es wird rollig und kann nur
noch eine geringe Spannung S übertragen. Die Kennlinie der
Fig. 4 gilt prinzipiell in ähnlicher Weise für alle spröden
Materialien, insbesondere Gesteine, Böden oder auch Bauma
terialien wie Beton. Die absoluten Werte können sich natür
lich unterscheiden.
Fig. 5 zeigt Spannungsverläufe, wie sie sich ausgehend von
einem Tunnel 200 ergeben können. Dargestellt sind tangen
tiale Komponenten (504, 505, also vertikal in Fig. 2) und
radiale Komponenten (503, also horizontal in Fig. 2) im Bo
den über dem Abstand x von der Tunnelwand. In diesem Zusam
menhang wird darauf hingewiesen, daß die Richtung "tangen
tial" und "radial" von der Position am Tunnelumfang abhän
gen. An der gezeigten 3-Uhr-Position ist tangential verti
kal und radial horizontal, während an einer 12-Uhr-Position
tangential horizontal und radial vertikal wäre. Die radiale
Spannungskomponente an der Tunnelwand (503 ganz links) ist
Null, wenn kein Ausbauwiderstand vorhanden ist und ent
spricht ansonsten dem Ausbauwiderstand. Sie strebt ausge
hend von diesem Wert in Richtung weg vom Tunnel dem statio
nären, ungestörten Zustand zu. 505 zeigt den Fall, daß die
sich einstellenden Spannungsverteilungen so sind, daß der
Boden nur im elastischen Bereich (Bereich 411) in Fig. 4
belastet wird. Die tangentiale Spannung hat dann an der
Tunnelwand ihren Höchstwert (da durch diesen Bereich die
unmittelbar über dem Tunnel liegenden Lasten hindurchgelei
tet werden). Ausgehend vom Höchstwert sinkt die tangentiale
Komponente mit zunehmenden Abstand x vom Tunnel 200 auf den
stationären, ungestörten Zustand. 504 zeigt den Verlauf für
den Fall, daß die Bodenbelastung so hoch ist, daß der pla
stische Bereich 412 des Materials in Anspruch genommen
wird. Es versagt hier noch nicht. Im ansteigenden Bereich
504b kann ein noch plastischer Materialbereich (aufgrund
der durch das Material geleiteten tangentialen Spannung)
angenommen werden, während im Bereich 504a der elastische
Bereich vorliegt. In Fällen, in denen das den Tunnel umge
bende Material 202 im Bereich 413 (rolliges Material) bela
stet würde, würden ohne Ausbauwiderstand Ausbrüche und Ein
stürze erfolgen.
In Fig. 6 zeigt Kurve 601 eine Gebirgskennlinie. Darge
stellt ist der notwendige Ausbauwiderstand SA über der Deh
nung e. Der Ausbauwiderstand ist diejenige Spannung bzw.
Kraft, die von einer während des Baus eingebrachten Siche
rung übernommen werden muß, um den einmal gegrabenen Tunnel
bei der angegebenen Dehnung e dauerhaft zu halten. In die
sem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß die Dehnung e
im Tunnelbau letztendlich eine Durchmesserverengung des ge
grabenen Tunnels bedeutet. Eine große Dehnung würde einem
vergleichsweise klein gewordenen Tunneldurchmesser entspre
chen.
Die Dehnung Null entspricht dem ungestörten Zustand, dem
sog. Primärspannungszustand S0, wie er beispielsweise in
Fig. 1 bei 104 oder in Fig. 5 bei großen x-Werten anzutref
fen wäre. Praktisch wird dieser Fall nicht angetroffen wer
den können, da man ausgehend von der Ortsbrust 300 in Fig.
3 nur in Bereich vorstoßen kann, die schon durch die frühe
ren Aktivitäten Veränderungen (z. B. Gewölbebildung 302,
303) erfahren haben. Dies entspricht dem Bereich 304 in
Fig. 3 in Vortriebsrichtung vor der Ortsbrust 300. Schon
hier hat eine geringe Verformung, die sog. Vorverformung,
stattgefunden. In Fig. 6 ist sie durch ev auf der Ordinate
dargestellt. Will man (theoretisch) diesen Dehnungszustand
dauerhaft halten, wäre ein Ausbauwiderstand SA notwendig,
der im Vergleich zum Primärspannungszustand S0 schon leicht
abgenommen hat, die Differenz wurde durch eine Spannungsum
lagerung (z. B. virtuelle Gewölbe 204, 302, 303) übernommen.
Bei zunehmender Dehnung e sinkt zunächst der Ausbauwider
stand SA stetig, da ein zunehmender Anteil der Last durch
diese Spannungsumlagerung übernommen wird. Wenn jedoch eine
weitere Dehnung erfolgt, kann der Fall auftreten, daß man
in den plastischen Bereich 412 des Materials 202 um den
Tunnel herum gelangt. Dann können insoweit keine weiteren
Kräfte mehr aufgenommen werden, und die Kurve flacht sich
ab. Übersteigen die Dehnungen die Arbeitsfähigkeit des Ge
birges, bricht es spröde. Das Verhalten ist analytisch
nicht vorhersagbar.
Eine Gebirgskennlinie ist spezifisch für eine bestimmte Po
sition z im Tunnel (und im übrigen auch für eine bestimmte
Position längs des Umfangs des Tunnels). Fig. 14 zeigt als
dritte Achse die z-Achse (perspektivisch), so daß längs der
z-Achse weitere, für die jeweilige z-Position geltende Ge
birgskennlinien angetragen werden können. Es ergibt sich
dann eine Kurvenschar bzw. ein dreidimensionales Relief.
Zur Aktivierung der Haltekräfte des Gebirges wird die Si
cherung 201 eingebaut. Grundsätzlich ist es hier wünschens
wert, zeit-, kosten- und materialsparend zu arbeiten. Diese
bekannte Forderung führt zu einer Konstruktion, bei der
möglichst stark die Stützkräfte im umgebenden Material
selbst genützt werden sollen, um eine dementsprechend
schwächere Sicherung 201 einbauen zu können. Kurve 602 in
Fig. 6 zeigt eine Kennlinie ähnlich der aus Fig. 4. Sie
stellt beispielhaft das Verhalten des Materials der Siche
rung dar, wobei hier vom ausgehärteten Zustand ausgegangen
wird. Die Kurve 602 ist in gewisser Weise gegenläufig zur
Kurve 601, da bei stabilen Verhältnissen diejenigen Kräfte,
die nicht vom umgebenden Material übernommen werden können
(Kurve 601) von der Sicherung (Kurve 602) übernommen werden
müssen. Die Kurve beginnt bei einer Dehnung des den Tunnel
umgebenden Materials von etwa ev, weil zu einem früheren
Zeitpunkt (noch kleinere Dehnung) das Material nicht zu
gänglich ist und demzufolge die Sicherung nicht eingebaut
werden kann. Im Punkt 603 schneiden sich die beiden Kurven.
Hier würde sich bei den gezeigten Materialparametern ein
stabiles Gleichgewicht einstellen.
Für die Konstruktion der Sicherung 201 ist es, solange
Oberflächensetzungen außer Betracht bleiben können, grund
sätzlich wünschenswert, einen möglichst niedrigen Bereich
der Gebirgskennlinie 601 zu treffen, beispielsweise etwa
bei 605, da dann einerseits noch Reserven in der Tragfähig
keit des umgebenden Materials vorhanden sind (bis hinunter
zum Punkt 606) und andererseits auch die Sicherung selbst
noch Kraftreserven aufweist.
Das grundlegende Problem im Stand der Technik ist, daß die
Gebirgskennlinie 601 bestenfalls qualitativ bekannt ist.
Häufig können aber Primärspannungszustand S0 und Gefälle
der Kurve 601 nur geschätzt werden. Um ein Einstürzen des
Tunnels zu vermeiden, muß deshalb von Worst-Case-Betrach
tungen ausgegangen werden, so daß häufig hohe Sicherheits
reserven angenommen und unnötig kräftige Sicherungen einge
baut werden.
Fig. 7 zeigt ein typisches zeitliches Abbindeverhalten von
im Tunnelbau verwendetem Beton, wie er beispielsweise zum
Bau der Sicherung verwendet werden kann. Dargestellt ist
die aufnehmbare Spannung SS über der Zeit t. Unmittelbar
nach dem Einbau ist der Beton flüssig, erreicht aber bis
zum Zeitpunkt t1 eine Grundfestigkeit, die schon geeignet
ist, gewisse Kräfte aufzunehmen, und die insbesondere dafür
sorgt, daß der Beton am eingebauten Ort bleibt. Bei schnell
härtenden Betonen liegt die Zeit t1 im Bereich von Sekunden
bis Minuten. Nach dem Zeitpunkt t1 schließt sich eine Rast
zeit t1 bis t2 an, in der die Spannungsfestigkeit mehr oder
minder konstant bleibt. Es kann sich hierbei um Stunden
handeln. Bis zum Zeitpunkt t3 erfolgt dann das vorläufig
endgültige Aushärten. Typische Werte für t3 seit dem Einbau
sind 12 bis 24 Stunden.
Fig. 8 zeigt schematisch ein aus der DE 196 50 330.2 vom
gleichen Anmelder bekanntes Tunnelbauverfahren, in dem die
Erfindung angewendet werden kann. Ausgehend von der Orts
brust 300 wird hier vorauseilend die Sicherung 201 herge
stellt. Hierzu ist eine Maschine 800 vorgesehen, die vor
zugsweise geschlossen um den Tunnelumfang herum umläuft und
in ihrer Bewegungsrichtung vorne schlitzt und hinten in den
gegrabenen Schlitz Beton drückt. Durch geeignete Steue
rungs- bzw. Regelungsmechanismen wird die Arbeitsweise der
Maschine gesteuert bzw. geregelt. Nach dem Einbringen der
Sicherung 201 wird ausgehend von der Ortsbrust 300 das Ma
terial abgegraben und entfernt. Die soeben freigelegte Si
cherung 201 wird dann durch Stützen 301 unterstützt, bis
sie ihre Endfestigkeit erreicht hat.
Der Umlauf der Maschine 800 um den Tunnelumfang kann wie in
den Schemazeichnungen b bis e gezeigt erfolgen. Gemäß b
können geschlossene Kreisringe erzeugt werden. Gemäß c kön
nen geneigte, geschlossene Kreisringe erzeugt werden, die
zu einer geneigten Ortsbrust 300 führen, die weniger ein
sturzgefährdet ist. Gemäß d kann einer Schraubenlinie ge
folgt werden, deren Ganghöhe in etwa der Bearbeitungsbreite
(Δz) der Maschine 800 entspricht. Gemäß e kann eine geneig
te Schraubenlinie eingeregelt werden, so daß sich ein kon
tinuierlicher Arbeitsvorgang bei geneigter Ortsbrust er
gibt. Die Stützen 301 werden mit dem Fortschreiten des Bau
werks mitgeführt.
Hinsichtlich weiterer Eigenschaften und Details des bekann
ten Tunnelbauverfahrens wird auf die schon genannte Anmel
dung sowie auf die nicht vorveröffentlichte DE 198 59 821
verwiesen.
Fig. 8f zeigt schematisch den Verlauf der Dehnung e (kor
respondierend zur Schrumpfung des Tunneldurchmessers) in
Abhängigkeit von der z-Koordinate. zo bezeichnet den
(momentanen) Punkt der Ortsbrust 300. Schon rechts davon
ist eine bestimmte Verformung aufgetreten, da sich das Ma
terial geringfügig in den schon gegrabenen Tunnel 200 hin
einwölbt. Dies entspricht der Vorverformung ev aus Fig. 6.
Wenn Material abgegraben ist (links von zo), werden weitere
Stützkräfte entzogen, so daß auf der Sicherung 201 und den
Stützen 301 Kräfte lagern. Im Vorgriff auf die zu beschrei
bende Erfindung wird von einstellbaren bzw. in ihren Abmes
sungen unterschiedlichen Stützen ausgegangen. Es werden da
durch weitere Verformungen (Schrumpfungen des Tunneldurch
messers und damit einhergehende Dehnungen/Stauchungen des
Materials und des Betons der Sicherung 201) zugelassen. Am
Ort za wird ein ausgehärteter Beton angenommen. Hier werden
deshalb die Stützen 301 entfernt. Es hat sich eine deutlich
größere Verformung ev eingestellt, die sich jedoch auch im
Laufe der weiteren Standzeit noch vergrößert, bis sie einen
(hoffentlich) stationären Wert es annimmt.
Aufgabe der Erfindung ist es, Verfahren und Vorrichtungen
anzugeben, mit denen Materialparameter an der Baustelle ge
nauer als bisher bestimmt werden können und die somit ange
paßte Baumaßnahmen erlauben.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen An
sprüche gelöst. Abhängige Ansprüche sind auf bevorzugte
Ausführungsformen der Erfindung gerichtet.
Nachfolgend werden Aspekte der Erfindung beschrieben, die
einzeln oder kombiniert miteinander angewendet werden kön
nen.
Nach einem ersten Aspekt wird ein Verfahren und eine Vor
richtung zum Ermitteln eines früheren Spannungszustands an
gegeben. Hierunter wird ein Spannungszustand verstanden,
der möglichst ungestört von Baumaßnahmen ist. Insbesondere
kann es sich um den Primärspannungszustand S0 handeln, wie
er in Fig. 1 im Bereich des zukünftig zu bauenden Tunnels
104 angedeutet ist. Um einen früheren Spannungszustand SV
zu ermitteln, wird möglichst frühzeitig und insbesondere
vorauseilend eine in ihrer radialen Position bestimmte oder
bestimmbare Referenz eingebracht. Nach dem Auffahren eines
Abschlags wird eine Stütze eingebracht, anhand deren Abmes
sung und/oder Stützkraft auf den früheren Spannungszustand
geschlossen werden kann.
Gemäß einem weiteren Aspekt werden ein Verfahren und eine
Vorrichtung angegeben, mit denen Materialparameter bzw.
Teilverläufe der Gebirgskennlinie ermittelt werden können.
Es können beispielsweise Elastizitätsmodule und damit Stei
gungen der Gebirgskennlinie ermittelt werden. Sofern vorher
der frühere Spannungszustand/Primärspannungszustand wie
oben ermittelt wurde, kann die Gebirgskennlinie insgesamt
genauer als bisher ermittelt werden. Die Ermittlung erfolgt
dadurch, daß man an einer bestimmten Stelle, insbesondere
in Bereichen nahe hinter der Ortsbrust, in denen variable
Stützen stehen, an diesen Stützen Verformungen (in der Re
gel Schrumpfungen des Tunneldurchmessers) zuläßt. Dabei
können die Verformungen und/oder die Stützkräfte bzw. deren
Änderung gemessen werden. Bezugnehmend auf einen oder meh
rere gemessene Werte können die gewünschten Parameter und
Teilverläufe ermittelt werden.
In einem weiteren Aspekt der Erfindung werden ein Tunnel
bauverfahren und ein System hierfür angegeben, mit denen
die Parameter wie oben beschrieben ermittelt werden können,
wobei diese Parameter anschließend zur Auslegung/Dimen
sionierung/Parametrisierung einer Sicherung verwendet wer
den. Genauso können die ermittelten Umgebungsparameter auch
zur Ansteuerung variabler Stützen herangezogen werden. Die
Ansteuerung der Stützen kann kraftgesteuert oder weggesteu
ert erfolgen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Meßvor
richtung angegeben, mit der gleichzeitig Lasten und Abmes
sungen erfaßt werden können. Es handelt sich dabei vorzugs
weise um eine Stütze, die anfänglich, insbesondere unmit
telbar nach dem Auffahren eines Abschlags, angebracht wird,
vorzugsweise so, daß die noch junge Sicherung unterstützt
wird. Stützkräfte und/oder Abmessungen der Stütze können
direkt oder indirekt gemessen werden.
Unter "Sicherung" werden in dieser Beschreibung dauerhafte
Einbauten verstanden, die insbesondere druckfest sind. In
der Regel wird es sich um Betonauskleidungen handeln. Es
können jedoch auch andere, gleich wirkende Materialien ver
wendet werden. In den früheren Anmeldungen des gleichen An
melders wurde die Sicherung als "Stützschicht" bezeichnet.
Unter "Stütze" wird in dieser Beschreibung eine temporär
eingebrachte Vorrichtung verstanden, die Stützkräfte in
mehr oder minder radial nach außen zeigender Richtung auf
bringt.
Die Größen Spannung S und Kraft F hängen über S = F/A zu
sammen, wobei A die Fläche ist, durch die hindurch die
Kraft F läuft. Insbesondere soweit Materialparameter be
trachtet oder Materialverhalten beschrieben wird, ist es
sinnvoll, von Spannungen auszugehen, da diese das Material
verhalten gut charakterisieren.
Unter Dehnung e werden in diese Beschreibung häufig Stau
chungen verstanden. Dies gilt insbesondere für den den Tun
nel in nächster Nähe umgebenden Boden wie auch für das Ma
terial der Sicherung. Im Laufe des Baufortschritts sowie im
Laufe der Lebensdauer wird sich darüber hinaus in der Regel
auch der Tunneldurchmesser verkleinern und gegen einen sta
tionären Endwert konvergieren.
Nachfolgend werden bezugnehmend auf die Zeichnungen einzel
ne Ausführungen der Erfindung beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung von Spannungsverläu
fen im Boden,
Fig. 2 und 3 schematische Darstellungen von Spannungsver
läufen im Bereich eines gebauten Tunnels,
Fig. 4 schematisch eine Kurve zur Darstellung von Materi
alverhalten,
Fig. 5 prinzipiell Spannungsverläufe ausgehend von einem
gebauten Tunnel,
Fig. 6 eine Gebirgskennlinie,
Fig. 7 das Zeitverhalten von Beton,
Fig. 8 schematisch ein bekanntes Tunnelbauverfahren,
Fig. 9 ein Blockdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfah
rens zur Bestimmung eines früheren Spannungszu
stands,
Fig. 10 ein Blockdiagramm zum Bestimmen von Materialparame
tern oder Teilen der Gebirgskennlinie,
Fig. 11 ein Blockdiagramm, in dem in Kombination mehrere
erfindungsgemäße Tunnelbauverfahren schematisch
dargestellt sind,
Fig. 12 eine erfindungsgemäße Meßvorrichtung,
Fig. 13 eine erfindungsgemäßes Tunnelbausystem, und
Fig. 14 eine Kurvenschar.
Fig. 9 zeigt schematisch ein Verfahren zur Ermittlung eines
früheren Spannungszustands SF, insbesondere des Primärspan
nungszustands S0. In einem frühen Verfahrensschritt 901
wird eine Referenz für eine radiale Position erzeugt. Vor
zugsweise wird die Referenz vorauseilend (in z-Richtung vor
der Ortsbrust 300) erzeugt. Die Referenz kann absolut oder
relativ sein. Absolut hieße, daß ihre absolute Position
eingestellt bzw. gemessen und später bezugnehmend bei
spielsweise auf ein im schon gebauten Tunnel vorhandenes
Koordinatensystem ermittelt wird. Relativ hieße, daß zwei
oder mehrere Referenzen angebracht werden, deren Position
zueinander im weiteren ausgewertet wird. Im Verfahren der
Fig. 8 können beispielsweise die Innenoberflächen 201a und
201b als Referenzen dienen, die relativ zueinander über
wacht und vermessen werden. Beim Einbringen der Referenz
erfolgt dies absolut oder relativ zueinander vergleichswei
se genau, so daß ein Maß für einen noch vergleichsweise un
gestörten Zustand (allenfalls Vorverformung ev in Fig. 6)
vorhanden ist.
Im Schritt 902 erfolgt das substantielle Abgraben von Mate
rial aus dem Bereich des zukünftigen Tunnels. In Fig. 8
wird dann ausgehend von der Ortsbrust 300 durch geeignete
Gerätschaften (nicht gezeigt), beispielsweise Tunnelbagger,
in +z-Richtung Material abgegraben. Als Resultat dieser
Maßnahme können weitere Dehnungen e (Materialstauchungen in
der jungen Sicherung 201, Schrumpfung des Tunneldurchmes
sers) erwartet werden. Dadurch ändert sich auch die Lage
der Referenz.
In Schritt 903 der vorzugsweise möglichst bald nach dem
Schritt 902 erfolgt, wird eine Stütze 301 möglichst nahe
vor die Ortsbrust gebracht. Die Stütze 301 ist so ausge
legt, daß sie Abmessungen und/oder Stützkräfte bestimmen
kann. Insbesondere kann sie ihre eigenen Abmessungen be
stimmen und damit mittelbar auch die Lagen der Referenzen.
Im Schritt 904 werden vorzugsweise Stützkraft F und Abmes
sungsparameter, symbolisiert durch die Dehnung e, gemeinsam
bestimmt. Aus den so bekannt gewordenen Größen kann der
frühere Spannungszustand, insbesondere der Primärspannungs
zustand, ermittelt werden. Hierbei kann beispielsweise von
folgenden grob skizzierten Betrachtungen ausgegangen wer
den.
Die über dem Tunnel lagernde Last F0 (entsprechend dem Pri
märspannungszustand S0) wird aufgefangen durch eine Kombi
nation aus dehnungsabhängiger Lastübernahme durch das umge
bende Material FBerg(e) (entsprechend Gewölben 204, 302,
303), der ebenfalls dehnungsabhängigen Kraft durch die
Stütze Fstütze(e) und, sofern schon eine Sicherung vorhanden
ist, der von der Sicherung schon übernommenen Kraft
Fsicher(e), die ebenfalls dehnungsabhängig ist. Vereinfacht
kann deshalb geschrieben werden:
F0 = FBerg(e) + Fsicher(e) + Fstütze(e).
Fstütze(e) kann gemessen werden. Fsicher(e) kann aus der gemes
senen Verformung und den bekannten Materialparametern des
Materials der Sicherung (siehe z. B. Fig. 7) vergleichsweise
genau bestimmt werden. F0 und FBerg(e) sind dagegen a priori
unbekannt. Sofern jedoch eine frühzeitige (d. h. bei insge
samt noch kleinen Dehnungen erfolgende) Bestimmung von
Stützkräften und Dehnungen erfolgt, kann FBerg(e) hinreichend
sicher abgeschätzt werden. Wenn beispielsweise aufgrund der
Eigenheiten des Bauverfahrens die Vorverformung ev Null
oder sehr klein ist (beispielsweise < 5%), kann die schon
vom umgebenden Gelände übernommene Stützkraft FBerg(e) pau
schaliert angesetzt oder vernachlässigt, d. h. zu 0 ge
schätzt werden. Somit kann dann F0 bzw. S0 bestimmt werden.
Die Abschätzung der schon vom umgebenden Gelände übernomme
nen Stützkraft FBerg(e) erfolgt bezugnehmend auf die im
Schritt 904 ermittelten Werte.
Die eben angesprochenen Überlegungen werden im Schritt 905
durchgeführt. Es wird dabei insbesondere die Tatsache aus
genützt, daß bei noch kleinen Dehnungen die schon vom umge
benden Gelände übernommene Stützkraft hinreichend genau ab
geschätzt werden kann. Bei größeren Dehnungen ist dies
nicht mehr möglich.
Sofern eine Sicherung noch nicht vorgesehen ist, kann der
frühere Spannungszustand bzw. Primärspannungszustand natür
lich ohne Betrachtung der Sicherung erfolgen. Zur Abschät
zung der schon vom umgebenden Material übernommenen Stütz
kräfte FBerg(e) können mathematische Verfahren wie Finite-
Elemente-Verfahren oder ähnliches herangezogen werden.
Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, daß die
obige Gleichung lediglich qualitativ zu verstehen ist. Vek
toreigenschaften der Kräfte bzw. Tensoreigenschaften der
Spannungen können zusätzlich berücksichtigt werden. Es kön
nen Finite-Elemente-Verfahren verwendet werden.
Zur Ermittlung des früheren Spannungszustands und insbeson
dere zur Abschätzung der schon vom umgebenden Material
übernommenen Stützkräfte können weitere Einflußgrößen be
rücksichtigt werden, insbesondere: neu vor Ort gewonnene
geologisch Erkenntnisse, Erkenntnisse, die aus in Vor
triebsrichtung weiter hinten liegenden Tunnelabschnitten
gewonnen wurden, allgemeine Erfahrungswerte von Bedienungs
personen, Abschätzung der Vorverformung, usw.
Als Ergebnis erhält man schließlich einen früheren (also
möglichst unbeeinflußten) Spannungszustand SF, insbesondere
den Primärspannungszustand S0. Letzterer entspricht dem
Schnittpunkt der Kurve 601 mit der Ordinate.
Fig. 10 zeigt ein Verfahren zum Bestimmen von Teilen bzw.
Parametern einer Gebirgskennlinie. Ganz allgemein gespro
chen können Wertepaare aus Stützkraftänderung und Geome
trieänderung des Tunnels ermittelt werden. Hieraus können
Parameter wie beispielsweise Elastizitätsmodul des umgeben
den Bodens bestimmt werden. Die Bestimmung von Stützkraft
und Geometrieänderung kann mit einer geeignet ausgelegten
Stütze 301 erfolgen, was später erläutert wird. Es können
bestimmbare oder vorbestimmte Geometrie- oder Kraftverände
rungen durch Ändern der eingebrachten Stütze zugelassen
werden. Sich daraus ergebende Kraft- oder Geometrieänderun
gen können gemessen werden.
Sofern der frühere Spannungszustand bzw. Primärspannungszu
stand wie oben beschrieben bestimmt wurde, kann dann aber
mals bezugnehmend auf die oben angegebene Formel die vom
umgebenden Gelände übernommene Stützkraft ermittelt werden,
so daß sich weitere absolute Werte zur Festlegung der Ge
birgskennlinie ergeben. In Fig. 10 kann dies beispielsweise
so erfolgen, daß an einer Stütze (beispielsweise zweite von
rechts in Fig. 8) zunächst ein Wertepaar aus Stützkraft F1
und Abmessung r1 im Schritt 1001 gemessen wird. Im Schritt
1002 wird dann eine bestimmte Verformung in radialer Rich
tung zugelassen. Es wird dann im Schritt 1003 abermals ein
Wertepaar aus neuer Stützkraft F2 und neuer Abmessung r2
ermittelt. Aus den so gewonnenen Werten können Größen wie
Dehnung e, Dehnungsänderung Δe, Kraftänderung ΔF und Ela
stizitätsmodul E bestimmt werden. Der Elastizitätsmodul E
des Gebirges ist dabei in der Regel nicht mehr geschlossen
lösbar, sondern kann beispielsweise durch "Justieren" an
hand von Vergleichsrechnungen ermittelt werden. Es können
Finite-Elemente-Verfahren eingesetzt werden.
Sofern der frühere Spannungszustand bzw. Primärspannungszu
stand bestimmt wurde, kann dann im Schritt 1005 die vom um
gebenden Gelände übernommene Stützkraft qualitativ anhand
der oben genannten Formel ermittelt werden. Es ergibt sich
dadurch ein weiterer Punkt auf der Gebirgskennlinie in Fig.
6. Durch wiederholtes Anwenden des Verfahrens in Fig. 10
gelangt man so zu einer genaueren Ermittlung der Gebirgs
kennlinie. Wie schon gesagt, ist diese für einen bestimmten
Ort z in Vortriebsrichtung spezifisch. Sie kann jedoch als
Abschätzung für kommende Kennlinien verwendet werden, so
daß ein genauer angepaßter Bauvorgang möglich wird.
Fig. 11 zeigt schematisch in Kombination mehrere erfin
dungsgemäße Tunnelbauverfahren. Im Schritt 1101 werden Grö
ßen wie bezugnehmend auf die Fig. 9 oder 10 beschrieben
bestimmt. Es können der frühere Spannungszustand SF bzw.
Primärspannungszustand S0, Materialparameter (z. B. Elasti
zitätsmodul E) oder auch die Gebirgskennlinie bestimmt wor
den sein. Die so gewonnenen Daten können in verschiedener
Weise verwendet werden:
Im Schritt 1102 erfolgt die Dimensionierung der zukünftig einzubauenden Sicherung 201. Die Dimensionierung kann Mate rialparameter für das Material der Sicherung 201 (bei spielsweise Mischungsverhältnisse, Endfestigkeiten, . . .), Stärke der Sicherung (in r-Richtung), usw., umfassen. Zur Ermittlung der Parameter der zukünftigen Sicherung können beispielsweise die Überlegungen herangezogen werden, die anhand der Fig. 6 erläutert wurden. Der Vorteil gegenüber dem Stand der Technik ist, daß die Gebirgskennlinie genauer abgeschätzt werden kann und somit angepaßtere Parameter ge wählt werden können. Da ein früherer Spannungszustand für einen Bereich nahe an der Ortsbrust und eine Gebirgskennli nie für einen Bereich nicht allzu weit hinter der Ortsbrust bestimmt werden kann, liegen hilfreich Daten vor, um Dimen sionierungen für Bereiche vor der Ortsbrust vorzunehmen.
Im Schritt 1102 erfolgt die Dimensionierung der zukünftig einzubauenden Sicherung 201. Die Dimensionierung kann Mate rialparameter für das Material der Sicherung 201 (bei spielsweise Mischungsverhältnisse, Endfestigkeiten, . . .), Stärke der Sicherung (in r-Richtung), usw., umfassen. Zur Ermittlung der Parameter der zukünftigen Sicherung können beispielsweise die Überlegungen herangezogen werden, die anhand der Fig. 6 erläutert wurden. Der Vorteil gegenüber dem Stand der Technik ist, daß die Gebirgskennlinie genauer abgeschätzt werden kann und somit angepaßtere Parameter ge wählt werden können. Da ein früherer Spannungszustand für einen Bereich nahe an der Ortsbrust und eine Gebirgskennli nie für einen Bereich nicht allzu weit hinter der Ortsbrust bestimmt werden kann, liegen hilfreich Daten vor, um Dimen sionierungen für Bereiche vor der Ortsbrust vorzunehmen.
Im Schritt 1103 können variable Stützen kraft- oder wegge
steuert angesteuert werden. Insbesondere kann dadurch ein
angepaßter Dehnungswert e für die ausgehärtete Sicherung
201 angefahren werden. Beispielsweise ist aus Diagrammen
entsprechend Fig. 7 das Verhalten des Materials der Stütz
schicht bekannt, insbesondere ihre Lastaufnahmefähigkeit
für den ausgehärteten Zustand. Es kann dann beurteilt wer
den, bei welcher Dehnung e (Fig. 6) sich ein Gleichgewicht
zwischen dem vom umgebenden Gelände geforderten Ausbauwi
derstand und dem von der Sicherung tatsächlich lieferbaren
Ausbauwiderstand einstellt. Dieser Punkt kann gezielt ange
fahren werden, so daß ein an die tatsächlichen Gegebenhei
ten gut angepaßtes Gleichgewicht eingestellt wird.
Da gebaute Tunnel bestimmte Mindestdurchmesser nicht unter
schreiten dürfen, die stattfindende Dehnung aber nur unge
nau bekannt war, mußte zur Sicherstellung des Mindestdurch
messers eine bestimmte Sicherheitsreserve zuviel ausgebro
chen werden. Da mit dem beschriebenen Verfahren die Dehnung
besser vorhersagbar ist und insbesondere für die unmittel
bar vorausliegenden Ausbrüche besser vorhergesagt werden
kann, kann auch die Sicherheitsreserve beim Ausbruch ver
ringert werden.
Fig. 14 zeigt schematisch eine Karte von Gebirgskennlinien,
wie sie sich bei fortwährender Anwendung der oben beschrie
benen Verfahren ergeben kann. Dargestellt sind verschiedene
Gebirgskennlinien mit der z-Koordinate als Parameter. zo
ist der Ort der momentanen Ortsbrust. Hierfür konnte der
frühere Spannungszustand bzw. Primärspannungszustand 1401
bestimmt werden. Für dahinter liegende Orte konnten schon
mehrere Punkte der Gebirgskennlinie ermittelt werden, so
daß sich zunehmend vollständigere Kennlinien ergeben. So
bestehen die Kurven 1402 bis 1406 zunehmend aus zwei bis
sechs Meßpunkten und liefern daher zunehmend vollständigere
Kennlinien.
Kurve 1407 entspricht einer Darstellung des früheren Span
nungszustands bzw. Primärspannungszustands in Abhängigkeit
von der z-Koordinate. Gezeigt ist ein Beispiel mit deutlich
variierenden Werten. zz ist der Ort einer zukünftig zu bau
enden Sicherung. Zu ihrer Dimensionierung kann beispiels
weise auf Extrapolation bisher gewonnener Werte zurückge
griffen werden. Beispielsweise kann Kurve 1407 in z-
Richtung extrapoliert werden (1. Ableitung konstant). Für
den Ort zz der zukünftigen Sicherung ergibt sich ein
Schnittpunkt 1409. Er kann als Schätzwert für den dort
herrschenden Primärspannungszustand genommen werden. Es
kann auch eine weiterer Sicherheitszuschlag 1410 erfolgen,
so daß sich ein Schätzwert 1411 für den Primärspannungszu
stand ergibt. Dieser kann zu Dimensionierung der Parameter
der Sicherung verwendet werden. Im späteren Verlauf kann
sich dann beispielsweise herausstellen, daß nicht der
Schätzwert 1411 richtig war, sondern der später tatsächlich
gemessene Wert 1412.
Mit 1104 sind weiterführende Sicherungsmaßnahmen angedeu
tet. Wenn z. B. festgestellt wird, daß die Stütze 301 eine
Stützkraft aufnimmt, die die Sicherung 201 selbst dann
nicht übernehmen wird können, wenn sie ausgehärtet ist
(oder Sicherheitsreserven zu klein sind), können weiterge
hende Maßnahmen veranlaßt werden, etwa das Einbringen zu
sätzlicher Sicherungen, Flucht oder ähnliches. Es können
Alarme ausgegeben werden.
Im Diagramm der Fig. 14 werden Gebirgskennlinien ermittelt,
die tendentiell um so weiter fortgeschrieben sind, je wei
ter der Ort hinter der Ortsbrust liegt. Immer jedoch können
die schon vorhandenen Werte der Gebirgskennlinie geeignete
extrapoliert werden, um anhand dieser extrapolierten Ge
birgskennlinien weitere Bestimmungen treffen zu können, et
wa zur Ansteuerung der Stützen am jeweiligen Ort. Beispiel
haft angedeutet ist dies durch die gestrichelte Kurve
1402a. Durch später hinzugewonnene Meßwerte können die ex
trapolierten Kurven an die tatsächlichen Verhältnisse ange
paßt werden.
Fig. 12 zeigt beispielhaft eine Meßvorrichtung für den Tun
nelbau. Fig. 12a zeigt schematisch eine als Ringstütze aus
gelegte Meßvorrichtung im eingebauten Zustand. Die Ring
stütze weist Verstrebungen 1201 auf, von denen einige oder
alle längenveränderlich sein können, beispielsweise hydrau
lisch. Die Verstrebungen wirken auf Anlageplatten 1202, die
flächig ausgebildet sind und entsprechend der Tunnelkontur
profiliert sein können. Die Verstrebungen 1201 sind vor
zugsweise gelenkig an den Anlageplatten 1202 sowie an be
nachbarten Verstrebungen angelenkt. Fig. 12b zeigt schema
tisch eine Verstrebung 1201d zwischen zwei Anlageplatten
1202c und 1202d. Die Verstrebung weist einen Hydraulikzy
linder 1204 und einen Hydraulikkolben 1203 auf. Der Hydrau
likzylinder empfänge unter Druck stehendes Hydraulikfluid
über eine Leitung 1205, die von einer Hydraulikquelle 1206
gespeist wird. An der Verstrebung ist eine Sensorik 1210
vorgesehen. Die Sensorik kann die Länge der Verstrebung
oder Längenänderungen messen und entsprechende Daten wei
terleiten. Daneben kann auch eine Lagesensorik 1212 vorge
sehen sein, um die Lage der Verstrebung und damit die Wir
krichtung der durch sie erzeugten Kräfte (vektoriell) be
stimmen zu können. Auch eine Krafterfassung ist vorgesehen.
Es kann sich beispielsweise um Dehnungsmeßstreifen oder
Kraftmeßdosen handeln. Andererseits kann die Kraft auch aus
dem herrschenden Hydraulikdruck ermittelt werden. 1211
kennzeichnet die Krafterfassungseinrichtung, 1210 die Ab
messungserfassungseinrichtung und 1212 die Lageerfassungs
einrichtung. Die genannten Erfassungseinrichtungen können
an mehreren oder allen Verstrebungen 1201 vorgesehen sein.
Durch vektorielle Betrachtung der herrschenden Kräfte kön
nen vergleichsweise genaue Werte für die radial aufgebrach
ten Stützkräfte ermittelt werden. Darüber hinaus können
Kräfte in mehrere Richtungen ermittelt werden. Für eine
Stütze kann eine Datenauswertungs- bzw. -aufbereitungsein
richtung vorgesehen sein, die aus den Daten der einzelnen
Sensoren und Aufnehmer aufbereitete Daten erzeugt.
Fig. 13 zeigt ein Tunnelbausystem. Es weist die als Meßvor
richtung ausgebildete Stütze 301 auf, die mehrere Sätze von
Sensoren 1210 bis 1212 für Abmessung, Kraft und Lage auf
weist. Das System kann mehrere der gezeigten Stützen auf
weisen. Eine Regelung bzw. Steuerung 1300 empfängt die Meß
werte. Sie kann weitere Meßwerte empfangen. Eine Bestim
mungseinrichtung 1301 bestimmt wie oben beschrieben einen
früheren Spannungszustand, insbesondere den Primärspan
nungszustand und/oder Materialparameter bzw. Teilverläufe
oder Verläufe der Gebirgskennlinie. Eine Ermittlungsein
richtung 1302 ermittelt daraus Parameter der zukünftig zu
bildenden Stützschicht und steuert dementsprechend die Ma
schine 800 an oder gibt die einzustellenden Parameter aus,
damit sie anderweitig eingestellt werden können. Eine zwei
te Ermittlungseinrichtung 1303 ermittelt vorzunehmende Ver
änderungen einer oder mehrerer Stützen 301 und gibt diese
entweder aus steuert die Veränderungen selbst ein.
Claims (21)
1. Verfahren zum Bestimmen eines früheren Spannungszu
stands im Bereich eines Gebirges oder Bodens, in dem
ein Tunnel gegraben wird,
gekennzeichnet durch die Schritte
Anbringen einer Referenz für eine radiale Position, Freigraben eines Tunnelabschnitts,
Einbringen einer radial wirkenden Stütze im Bereich der Referenz,
Erfassen der auf die Stütze einwirkenden Kraft und/oder der Abmessung der Stütze, und
Bestimmen des früheren Spannungszustands anhand der er faßten Kraft und/oder Abmessung der Stütze.
gekennzeichnet durch die Schritte
Anbringen einer Referenz für eine radiale Position, Freigraben eines Tunnelabschnitts,
Einbringen einer radial wirkenden Stütze im Bereich der Referenz,
Erfassen der auf die Stütze einwirkenden Kraft und/oder der Abmessung der Stütze, und
Bestimmen des früheren Spannungszustands anhand der er faßten Kraft und/oder Abmessung der Stütze.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bestimmung des früheren Spannungszustands auch be
zugnehmend auf eine Abschätzung der schon vom Gebirge
übernommenen Stützkräfte erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abschätzung bezugnehmend auf eine Abschätzung der
stattgefundenen Dehnung und/oder auf lokale Gebirgspa
rameter und/oder auf Erkenntnisse aus in Vortriebsrich
tung weiter hinten liegenden Tunnelabschnitten erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
vor dem Freigraben des Tunnelabschnitts vorauseilend
eine vorzugsweise um den Tunnelumfang umlaufende Siche
rung gebildet wird, wobei
- - ein Bereich der Sicherung, vorzugsweise ihre Innen oberfläche als Referenz für radiale Positionen dient,
- - die Stütze an der Innenoberfläche der Sicherung an greift, und
- - die Bestimmung des früheren Spannungszustands auch bezugnehmend auf eine Ermittlung der von der Stütz schicht übernommenen Stützkräfte erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ermittlung bezugnehmend auf Kenngrößen und/oder
Kennlinien des Materials der Sicherung erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß als früheren Spannungszustand der
Primärspannungszustand des Gebirges oder Bodens be
stimmt wird.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Finite-Elemente-Verfahren ange
wendet wird.
8. Verfahren zum Bestimmen von Teilen der Gebirgskennlinie
im Bereich eines Gebirges oder Bodens, in dem ein Tun
nel gegraben wird,
gekennzeichnet durch die Schritte
Einbringen graduell veränderlicher radial wirkende Si cherungen,
Zulassen einer Verformung durch geometrisches Verändern der eingebrachten Stütze,
Erfassen der dann auf die Stütze einwirkenden Kraft, und
Bestimmen eines Verlaufs und/oder eines Parameters der Gebirgskennlinie anhand der erfaßten Kraft und/oder an hand der Veränderung der Abmessung der Stütze.
gekennzeichnet durch die Schritte
Einbringen graduell veränderlicher radial wirkende Si cherungen,
Zulassen einer Verformung durch geometrisches Verändern der eingebrachten Stütze,
Erfassen der dann auf die Stütze einwirkenden Kraft, und
Bestimmen eines Verlaufs und/oder eines Parameters der Gebirgskennlinie anhand der erfaßten Kraft und/oder an hand der Veränderung der Abmessung der Stütze.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
ein früherer Spannungszustand mit einem Verfahren nach
einem der Ansprüche 1 bis 7 bestimmt wird, wobei das
Bestimmen eines Verlaufs und/oder eines Parameters der
Gebirgskennlinie auch anhand des bestimmten früheren
Spannungszustandes erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9 und 4, dadurch gekennzeich
net, daß das Bestimmen des Teils der Gebirgskennlinie
auch bezugnehmend auf Kenngrößen und/oder Kennlinien
des Materials der Sicherung erfolgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Finite-Elemente-Verfahren ange
wendet wird.
12. Tunnelbauverfahren, bei dem ein in einem Gebirge oder
Boden zu bauender Tunnel mit einer Sicherung ausgeklei
det wird,
dadurch gekennzeichnet, daß ein früherer Spannungszustand und/oder ein Teil der Ge birgskennlinie mit einem Verfahren nach einem der vor herigen Ansprüche bestimmt wird, und
ein oder mehrere Parameter der zukünftig zu bildenden Sicherung bezugnehmend auf den bestimmten Spannungszu stand und/oder den bestimmten Teil der Gebirgskennlinie eingestellt werden.
dadurch gekennzeichnet, daß ein früherer Spannungszustand und/oder ein Teil der Ge birgskennlinie mit einem Verfahren nach einem der vor herigen Ansprüche bestimmt wird, und
ein oder mehrere Parameter der zukünftig zu bildenden Sicherung bezugnehmend auf den bestimmten Spannungszu stand und/oder den bestimmten Teil der Gebirgskennlinie eingestellt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dicke und/oder Materialparameter der Sicherung ein
gestellt werden.
14. Tunnelbauverfahren, bei dem ein in einem Gebirge oder
Boden zu bauender Tunnel mit einer Sicherung ausgeklei
det wird,
dadurch gekennzeichnet, daß graduell veränderliche radial wirkende Stützen einge bracht werden,
ein Spannungszustand und/oder ein Teil der Gebirgskenn linie mit einem Verfahren nach einem der vorherigen An sprüche bestimmt wird, und
eine graduelle Veränderung zumindest einer Stütze be zugnehmend auf den bestimmten Spannungszustand und/oder den bestimmten Teil der Gebirgskennlinie erfolgt.
dadurch gekennzeichnet, daß graduell veränderliche radial wirkende Stützen einge bracht werden,
ein Spannungszustand und/oder ein Teil der Gebirgskenn linie mit einem Verfahren nach einem der vorherigen An sprüche bestimmt wird, und
eine graduelle Veränderung zumindest einer Stütze be zugnehmend auf den bestimmten Spannungszustand und/oder den bestimmten Teil der Gebirgskennlinie erfolgt.
15. Meßvorrichtung für den Tunnelbau,
gekennzeichnet durch
eine Stütze (301), die im Tunnel Stützkräfte radial nach außen einbringen kann und die über den Tunnelum fang zumindest bereichsweise an der Tunnelaußenwand an liegt,
eine Krafterfassungseinrichtung (1211), mit der eine oder mehrere Stützkräfte der Stützeinrichtung erfaßt werden können, und
eine Abmessungserfassungseinrichtung (1210) zum Erfas sen der Abmessung der Stütze.
eine Stütze (301), die im Tunnel Stützkräfte radial nach außen einbringen kann und die über den Tunnelum fang zumindest bereichsweise an der Tunnelaußenwand an liegt,
eine Krafterfassungseinrichtung (1211), mit der eine oder mehrere Stützkräfte der Stützeinrichtung erfaßt werden können, und
eine Abmessungserfassungseinrichtung (1210) zum Erfas sen der Abmessung der Stütze.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Krafterfassungseinrichtung einen Dehnungsmeß
streifen und/oder eine Kraftmeßdose aufweist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß ihre Abmessung und/oder ihre Stützkraft
hydraulisch einstellbar ist, wobei die Krafterfassungs
einrichtung einen Drucksensor zur Erfassung des Drucks
der Hydraulikflüssigkeit aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch meh
rere Drucksensoren, die Kräfte in mehrere Richtungen
erfassen können.
19. System für den Tunnelbau,
gekennzeichnet durch
eine Meßeinrichtung (301) nach einem der Ansprüche 15 bis 18,
eine Bestimmungseinrichtung (1300, 1301), die nach Maß gabe von Meßwerten der Meßeinrichtung mit einem Verfah ren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 einen Spannungs zustand und/oder einen Teil der Gebirgskennlinie be stimmt,
eine Ermittlungseinrichtung (1302), die bezugnehmend auf den bestimmten Spannungszustand und/oder den be stimmten Teil der Gebirgskennlinie einen oder mehrere Parameter der zukünftig zu bildenden Stützschicht er mittelt, und
eine Anzeige- und/oder Einstellvorrichtung, mit der ein oder mehrere Parameter der zukünftig zu bildenden Stützschicht angezeigt und/oder eingestellt werden.
gekennzeichnet durch
eine Meßeinrichtung (301) nach einem der Ansprüche 15 bis 18,
eine Bestimmungseinrichtung (1300, 1301), die nach Maß gabe von Meßwerten der Meßeinrichtung mit einem Verfah ren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 einen Spannungs zustand und/oder einen Teil der Gebirgskennlinie be stimmt,
eine Ermittlungseinrichtung (1302), die bezugnehmend auf den bestimmten Spannungszustand und/oder den be stimmten Teil der Gebirgskennlinie einen oder mehrere Parameter der zukünftig zu bildenden Stützschicht er mittelt, und
eine Anzeige- und/oder Einstellvorrichtung, mit der ein oder mehrere Parameter der zukünftig zu bildenden Stützschicht angezeigt und/oder eingestellt werden.
20. System für den Tunnelbau, insbesondere nach Anspruch
19,
gekennzeichnet durch
eine Meßeinrichtung (301) nach einem der Ansprüche 15 bis 18,
eine Bestimmungseinrichtung (1300, 1301), die nach Maß gabe von Meßwerten der Meßeinrichtung mit einem Verfah ren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 einen Spannungs zustand und/oder einen Teil der Gebirgskennlinie be stimmt,
eine zweite Ermittlungseinrichtung (1303), die bezug nehmend auf den bestimmten Spannungszustand und/oder den bestimmten Teil der Gebirgskennlinie eine vorzuneh mende Veränderung einer Stütze bezugnehmend auf den be stimmten Spannungszustand und/oder den bestimmten Teil der Gebirgskennlinie ermittelt, und
eine Anzeige- und/oder Einstellvorrichtung (1206), mit der eine vorzunehmende Veränderung einer Stütze ange zeigt und/oder eingestellt wird.
gekennzeichnet durch
eine Meßeinrichtung (301) nach einem der Ansprüche 15 bis 18,
eine Bestimmungseinrichtung (1300, 1301), die nach Maß gabe von Meßwerten der Meßeinrichtung mit einem Verfah ren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 einen Spannungs zustand und/oder einen Teil der Gebirgskennlinie be stimmt,
eine zweite Ermittlungseinrichtung (1303), die bezug nehmend auf den bestimmten Spannungszustand und/oder den bestimmten Teil der Gebirgskennlinie eine vorzuneh mende Veränderung einer Stütze bezugnehmend auf den be stimmten Spannungszustand und/oder den bestimmten Teil der Gebirgskennlinie ermittelt, und
eine Anzeige- und/oder Einstellvorrichtung (1206), mit der eine vorzunehmende Veränderung einer Stütze ange zeigt und/oder eingestellt wird.
21. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 14.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999114973 DE19914973A1 (de) | 1999-04-01 | 1999-04-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen eines früheren Spannungszustands, von Teilen der Gebirgskennlinie, zum Tunnelbau, Meßvorrichtung für den Tunnelbau, System für den Tunnelbau |
| CN 00808122 CN1357078A (zh) | 1999-04-01 | 2000-03-23 | 隧道施工中的初期应力状态与山岩特性曲线部分的确定方法和装置以及隧道施工用的测量装置和系统 |
| PCT/DE2000/000893 WO2000060214A1 (de) | 1999-04-01 | 2000-03-23 | Verfahren und vorrichtung zum bestimmen eines früheren spannungszustands im tunnelbau |
| EP00925051A EP1175551A1 (de) | 1999-04-01 | 2000-03-23 | Verfahren und vorrichtung zum bestimmen eines früheren spannungszustands im tunnelbau |
| JP2000609686A JP2002541365A (ja) | 1999-04-01 | 2000-03-23 | トンネル建設のための、岩盤特性曲線の一部の初めの応力状態を決定するための方法および装置、トンネル建設用測定装置、トンネル建設用システム |
| CA002369020A CA2369020A1 (en) | 1999-04-01 | 2000-03-23 | Method and device for determining a previous state of stress for tunneling |
| AU43909/00A AU4390900A (en) | 1999-04-01 | 2000-03-23 | Method and device for determining a previous state of stress for tunneling |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999114973 DE19914973A1 (de) | 1999-04-01 | 1999-04-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen eines früheren Spannungszustands, von Teilen der Gebirgskennlinie, zum Tunnelbau, Meßvorrichtung für den Tunnelbau, System für den Tunnelbau |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19914973A1 true DE19914973A1 (de) | 1999-11-18 |
Family
ID=7903327
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999114973 Withdrawn DE19914973A1 (de) | 1999-04-01 | 1999-04-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen eines früheren Spannungszustands, von Teilen der Gebirgskennlinie, zum Tunnelbau, Meßvorrichtung für den Tunnelbau, System für den Tunnelbau |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP1175551A1 (de) |
| JP (1) | JP2002541365A (de) |
| CN (1) | CN1357078A (de) |
| AU (1) | AU4390900A (de) |
| CA (1) | CA2369020A1 (de) |
| DE (1) | DE19914973A1 (de) |
| WO (1) | WO2000060214A1 (de) |
Cited By (2)
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