DE19914801C1 - Verfahren und Formwerkzeug zum Anbringen eines Gießharz-Wulstelements an ein Verdeckelement oder zum Verbinden zweier Verdeckelemente mit einem Gießharz-Wulstelement sowie Verdeck für ein Fahrzeug - Google Patents
Verfahren und Formwerkzeug zum Anbringen eines Gießharz-Wulstelements an ein Verdeckelement oder zum Verbinden zweier Verdeckelemente mit einem Gießharz-Wulstelement sowie Verdeck für ein FahrzeugInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie ein Formwerkzeug zum Anbringen eines im wesentlichen streifenförmigen Gießharz-Wulstelements an ein Verdeckelement eines Falt- oder Klappverdecks für Fahrzeuge bzw. zum Verbinden zweier Verdeckelemente eines Falt- oder Klappverdecks für Fahrzeuge mittels eines im wesentlichen streifenförmigen Gießharz-Wulstelements, wobei die Verdeckelemente in ein Formwerkzeug eingelegt werden, dessen Formhälften unter Bildung eines Formhohlraums für das Gießharz-Wulstelement geschlossen werden und der Formhohlraum mit dem Gießharz gefüllt wird. Um scharfe und saubere Übergänge zwischen Gießharz-Wulstelement und Verdeckelement zu gewährleisten, wird das Gießharz dem Formhohlraum unter einem Winkel zu der vom Verdeckelement gebildeten Ebene und von dieser entfernt zugeführt. Bezogen auf das Formwerkzeug mündet der Angußkanal entfernt von der Formtrennebene sowie unter einem Winkel zu ihr in den Formhohlraum. Dadurch wird ein optimal gezieltes Einbringen des Gießharzes in den Formhohlraum erreicht unter Vermeidung von aus der Formtrennebene heraustretendem und Verdeckelementpartien verunreinigendem Kunststoffmaterial. Gegenstand der Erfindungt ist außerdem ein entsprechend gestaltetes Verdeck für ein Kraftfahrzeug, bei dem zwei Verdeckelemente miteinander mittels eines streifenförmigen Gießharz-Wulstelements verbunden sind und die Anbindung des Filmangusses an einer von den Verdeckelementen entfernten Stelle am Gießharz-Wulstelement angeordnet ist.
Description
Aus DE 197 24 592 C1 ist ein Fahrzeugverdeck bekannt,
bei dem ein Verdeckflächenelement mit einem Konstruktions
element mittels eines PUR-Gießharz-Wulstelementes mecha
nisch fest und dicht verbunden ist, welches den Rand des
Verdeckflächenelementes und den dazu benachbarten Rand des
Konstruktionselements mechanisch fest und dicht einfaßt.
Das Konstruktionselement kann ein weiteres Verdeckflächen
element, eine Dachrinne, ein Gestängeteil oder eine Scheibe
sein.
Zur Realisierung eines solchen Verdecks werden die
beiden Verdeckelemente passend in ein geeignet ausgebilde
tes Werkzeug eingebracht, das Werkzeug dicht verschlossen
und in den im Werkzeug vorhandenen Formhohlraum das PUR-
Gießharz eingebracht. Nach dem Reaktionsablauf des PUR-
Gießharzes wird die Form geöffnet und das entsprechende
Verdeck bzw. Verdeckteil aus dem Formwerkzeug entnommen.
Der wesentliche Vorteil einer derartigen Verdeckausge
staltung ist es, daß die beiden Verdeckelemente ohne auf
wendige konstruktive Maßnahmen, wie etwa Kleben oder Nähen,
miteinander verbindbar sind, und zwar auch in einer optisch
sehr ansprechenden Art und Weise. Die Einbindung einer
Scheibe in den Ausschnitt eines Verdeckstoffes mittels
eines PUR-Gießharz-Wulstelementes beispielsweise ist insbe
sondere für Hartglasscheiben von besonderem Vorteil, die
grundsätzlich nicht wie flexible Kunststoffscheiben in den
Verdeckstoff eingenäht werden können.
Da diese bekannte Verdeckkonstruktion jedoch insbeson
dere noch den Mangel aufweist, daß ein einfaches Auswech
seln der Scheibe im Verdeck nicht möglich ist, schlägt
DE 299 03 832 U1 eine 'Wechsellösung' vor, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß der Ausschnittsrand des äußeren
Verdeckbezugs einerseits und der Rand der Scheibe anderer
seits von jeweils einem eigenen, einen Rahmen bildenden
Wulstelement eingefaßt sind, daß die beiden Wulstelemente
mit Fügeflächen versehen sind, über die sie paßgenau mit
einander kuppelbar sind, und daß die beiden Wulstelemente
mittels lösbarer Verbindungsmittel zusammengehalten sind.
Der wesentliche Kern dieser Lösung besteht demnach
darin, daß man den Ausschnittsrand des äußeren Verdeckbe
zugs mit einem ersten Wulstelement-Rahmen versieht und daß
man den Rand der Scheibe mit einem eigenen, zweiten Wulst
element-Rahmen ausstattet, wobei diese beiden Rahmen mit
tels Fügeflächen so gestaltet sind, daß man sie paßgenau
miteinander verbinden kann, wobei Verbindungsmittel, im
einfachsten Fall Schrauben, die beiden Wulstelement-Rahmen
zusammenhalten.
Bei den bislang bekannten Verfahren entweder zum
Anbringen eines Gießharz-Wulstelements an ein Verdeckele
ment oder zum Verbinden zweier Verdeckelemente wird das
PUR-Gießharz-System über einen sog. Filmanguß in den Form
hohlraum einer zweiteiligen Form eingebracht, und zwar so,
daß das Material unter Druck in der Formteilungsebene und
damit im wesentlichen flächenparallel zu den zwischen die
Formhälften des Formwerkzeugs befindlichen Verdeckelementen
eingespritzt wird. Aufgrund des hohen Einspritzdrucks des
flüssigen Materials mit bis zu ca. 200 bar kann es nicht
ausgeschlossen werden, daß Material in die Formtrennebene
entweicht und sich insbesondere auf der Oberfläche des der
Einspritzung gegenüberliegenden Verdeckelements außerhalb
des gezielten Anordnungsbereichs des Wulstelements absetzt.
Die dadurch entstehenden Verunreinigungen führen zu einem
nicht hinnehmbaren abträglichen Erscheinungsbild und erfor
dern deshalb aufwendige und kostspielige Nacharbeiten, um
die Verdeckelemente wie Verdeckstoff, Scheibe, Regenrinne
od. dgl. wieder zu säubern.
Zum allgemeinen Stand der Technik ist zu verweisen auf
"Plastverarbeiter", 46. Jg. 1995 Nr. 7, "Technische
Kunststoffe: Die Top Ten der Spritzgießprobleme", S. 21,
Sp. 2, 3. Diese Literaturstelle befaßt sich ganz allgemein
mit Grundregeln zur Angußgestaltung, ohne indes zur Erfindung
hinzuführen.
Die Zeitschrift "Plastverarbeiter" 44. Jg. 1993 Nr. 7,
"Spritzgießteile mit Oberflächen-Dekor: Vergleich der
Verfahren", J. Wank, S. 70-76, Bild 8, Text S. 76,
Mittelspalte, Abs. 1-3, erörtert im Zusammenhang mit der
Fertigung von Spritzgießteilen mit Oberflächen-Dekor-Folie,
daß es günstig sein kann, die Spritzgußmasse nicht auf die
Kante der in das Werkzeug eingelegten Folie, sondern auf
deren Fläche zu lenken. Ein engerer Bezug zur vorliegenden
Erfindung besteht nicht.
Die vorliegende Erfindung geht entsprechend dem Ober
begriff des ersten unabhängigen Anspruchs 1 aus von einem
Verfahren zum Anbringen eines im wesentlichen streifenför
migen Gießharz-Wulstelements an ein Verdeckelement eines
Falt- oder Klappverdecks für Fahrzeuge, wobei das Verdeck
element in ein Formwerkzeug eingelegt wird, dessen Form
hälften unter Bildung eines Formhohlraums für das Gießharz-
Wulstelement geschlossen werden und der Formhohlraum mit
dem Gießharz gefüllt wird. Dieses Verfahren ist bestimmt
und geeignet für die eingangs erwähnte 'Wechsellösung',
insbes. im Rahmen einer auswechselbar im Verdeckstoff ange
ordneten Scheibe.
Der zweite unabhängige Anspruch geht aus von einem
Verfahren zum Verbinden zweier Verdeckelemente eines Falt-
oder Klappverdecks für Fahrzeuge mittels eines im wesentli
chen streifenförmigen Gießharz-Wulstelements, wobei die
Verdeckelemente in ein Formwerkzeug eingelegt werden, des
sen Formhälften unter Bildung eines Formhohlraums für das
Gießharz-Wulstelement geschlossen werden und der Formhohl
raum mit dem Gießharz gefüllt wird. Bei diesem Verfahren
werden also zwei Verdeckelemente untrennbar miteinander
verbunden.
Der Erfindung liegt zunächst die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zum Anbringen eines Gießharz-Wulstelements an ein
Verdeckelement oder zum Verbinden von Verdeckelementen
anzugeben, bei dem die genannten Probleme vermieden sind.
Insbesondere soll das Wulstelement praktisch verunreini
gungsfrei an Verdeckelementen angegossen werden können.
Die Lösung dieses Problems ist in den unabhängigen
Ansprüchen 1 und 2 angegeben und besteht darin, daß das
Gießharz dem Formhohlraum unter einem Winkel zu der von den
Verdeckelementen gebildeten Fläche bzw. Ebene und entfernt
von dieser zugeführt wird.
Im Unterschied zum Stand der Technik sieht das Verfah
ren demnach im wesentlichen vor, das flüssige Kunststoffma
terial nicht flächenparallel zu einem oder beiden Verdeck
elementen, sondern abseits davon und quer dazu unter einem
Winkel in den Formhohlraum zu injizieren. Dem Material wird
es dadurch erheblich erschwert, sich in den schmalen Spalt
zwischen Werkzeugform und Verdeckelement hineinzuergießen
oder gar an nicht beabsichtigter Stelle wieder aus ihm aus
zutreten. Durch fallweise abgestimmte Einstellung des Win
kels läßt sich eine diesbezüglich günstige Verwirbelung des
Materials innerhalb des Formhohlraums erzielen, dahinge
hend, daß die einzufassenden oder miteinander zu verbinden
den Verdeckelemente optimal in das Material eingebunden
werden. Praktische Versuche haben erwiesen, daß das Verfah
ren bestens geeignet ist, äußerst sauber gegen die Verdeck
elemente scharf abgegrenzte Gießharz-Wulstelemente zu
erzeugen, die keiner Nacharbeit mehr bedürfen.
Entsprechend weiterer Ausgestaltung des erfindungsge
mäßen Verfahrens kann der Winkel in der Größenordnung von
etwa 30° bis 90° liegen, und mit einer Scheibe als Verdeck
element oder einem anderen nicht flexiblen Verdeckelement
kann es zweckmäßig und vorteilhaft sein, wenn man das Gieß
harz auf den Rand dieses festen Elements, also insbes. auf
den Scheibenrand gerichtet in den Formhohlraum einspritzt.
Hierdurch wird insbesondere erreicht, daß der hohe Ein
spritzdruck primär nicht auf ein labiles Verdeckelement
einwirkt und dieses innerhalb des Formhohlraums nicht in
eine unerwünschte Lage ablenken kann, die es später im aus
gehärteten Wulstelement beibehalten würde.
Als weitere Ausgestaltung des Verfahrens kann es auch
vorteilhaft sein, wenn man das Gießharz in einen Bereich
des Formhohlraums einspritzt, der zwischen den Verdeckele
menten liegt. Dies empfiehlt sich insbesondere dann, wenn
es sich bei den Verdeckelementen jeweils um labile bzw.
flexible Elemente handelt wie beispielsweise Verdeckbezug
elemente.
Die Erfindung befaßt sich weiterhin mit einem Form
werkzeug, das zur Ausübung des Verfahrens geeignet ist.
Entsprechend dem unabhängigen Anspruch 6 geht die Erfindung
aus von einem Formwerkzeug zum Anbringen eines im wesentli
chen streifenförmigen Gießharz-Wulstelements an ein Ver
deckelement eines Falt- oder Klappverdecks für Fahrzeuge,
wobei das Verdeckelement in das Formwerkzeug eingelegt
wird, dessen Formhälften unter Bildung eines Formhohlraums
für das Gießharz-Wulstelement geschlossen werden und das
Gießharz über einen Angußkanal in den Formhohlraum einge
spritzt wird.
Ausgangsbasis für den unabhängigen Anspruch 7 ist ein
Formwerkzeug zum Verbinden zweier Verdeckelemente eines
Falt- oder Klappverdecks für Fahrzeuge mittels eines im
wesentlichen streifenförmigen Gießharz-Wulstelements, wobei
die Verdeckelemente in das Formwerkzeug eingelegt werden,
dessen Formhälften unter Bildung eines Formhohlraums für
das Gießharz-Wulstelement geschlossen werden und das Gieß
harz über einen Angußkanal in den Formhohlraum eingespritzt
wird.
Dem vorrichtungsgemäßen Aspekt der Erfindung liegt im
wesentlichen die Aufgabe zugrunde, ein Formwerkzeug anzuge
ben, mit dem sich sehr saubere und vor allem exakt abge
grenzte Gießharz-Wulstelemente an Verdeckelemente anformen
lassen. In Anlehnung an die verfahrensmäßige Problemlösung
besteht die Lösung der vorrichtungsgemäßen Aufgabe darin,
daß der Angußkanal entfernt von der Formtrennebene sowie
unter einem Winkel zu ihr in den Formhohlraum mündet.
Dieser Winkel liegt bevorzugt in der Größenordnung von
etwa 30° bis 90°. Insbesondere mit einer Scheibe oder einem
anderen 'harten' Verdeckelement ist die Austrittsmündung
des Angußkanals im Formwerkzeug bevorzugt so angeordnet,
daß das Gießharz beim Einspritzen in den Formhohlraum auf
den Scheibenrand trifft. Bei einer anderen vorteilhaften
Ausgestaltung ist die Austrittsmündung des Angußkanals im
Formwerkzeug so angeordnet, daß das Gießharz zwischen den
beiden Verdeckelemente in den Formhohlraum eintritt.
Ein weiteres, besonders vorteilhaftes Erfindungsmerk
mal besteht im übrigen darin, daß die Formhälften mit Füh
rungselementen versehen sind, die den mit Gießharz zu
umspritzenden Rand des flexiblen Verdeckelements aus seiner
Ebene bzw. der Formtrennebene heraus in den Formhohlraum
hinein lenken. Hiermit kann auf einfache Weise erreicht
werden, daß der vom Wulstelement aufzunehmende Material
streifen beidseits in möglichst viel Gießharzmaterial ein
gebettet werden kann, obwohl im sichtbaren Bereich kaum
Material über die Elementfläche vorstehen muß. Sogar eine
flächenbündige Anbindung des Wulstelements an das Verdeck
element ist mit Hilfe dieses Erfindungsmerkmals darstell
bar.
Um das erfindungsgemäße Einspritzen des Gießharzes in
den Formhohlraum am besten zu realisieren, ist vorgesehen,
daß der Angußkanal zwischen einem festen Teil einer der
Formhälften und einem beweglichen Formeinsatz
('Angußbaustein') ausgebildet ist.
Schließlich befaßt sich die Erfindung mit einem Ver
deck, insbes. Klapp- oder Faltverdeck, für ein Kraftfahr
zeug, bei dem zwei Verdeckelemente miteinander mittels
eines streifenförmigen Gießharz-Wulstelements verbunden
sind. Ausgehend von dem zuvor geschilderten Verfahren und
dem erfindungsgemäß vorgesehenen Formwerkzeug ist diesbe
züglich entsprechend dem unabhängigen Anspruch 13 vorgese
hen, daß die Anbindung des Filmangusses an einer von den
Verdeckelementen entfernten Stelle am Gießharz-Wulstelement
angeordnet ist. Dabei kann das Verdeckelement einen
Abschnitt aufweisen, der sich innerhalb des Gießharz-Wulst
elements in der Weise geneigt erstreckt, daß er im wesent
lichen in das Zentrum des Wulstelements weist. Hierdurch
ist eine sehr elegante Ausführungsform ermöglicht, bei der
eine Fläche des einen Verdeckelements in derselben Ebene
liegt wie eine in dieselbe Richtung weisende Fläche des
anderen Verdeckelements. Damit können insbesondere unter
schiedlich dicke Verdeckelemente auf einer Seite, insbeson
dere der Außenseite des Verdecks, absatzlos flächenbündig
angeordnet sein, was einen hervorragenden optischen Ein
druck hervorruft.
Im übrigen versteht sich die Erfindung am besten aus
der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen. Darin
zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein geschlossenes Form
werkzeug zum Verbinden zweier unterschiedlicher
Verdeckelemente mittels eines Gießharz-Wulstele
ments,
Fig. 2 einen Querschnitt entsprechend Fig. 1 durch ein
geschlossenes Formwerkzeug zum Verbinden zweier
gleicher oder ähnlicher Verdeckelemente mittels
eines Gießharz-Wulstelements,
Fig. 3 eine gegenüber Fig. 1 verkleinerte Darstellung bei
geöffnetem Formwerkzeug,
Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung einer mittels
eines umlaufenden Gießharz-Wulstelements in einem
Verdeckbezugausschnitt befestigten Scheibe eines
Fahrzeugverdecks nach Entnahme der Einheit aus der
Gießform,
Fig. 5 eine schaubildliche Detailansicht des Angußbe
reichs am Wulstelement mit Filmanguß und
'Tannenbaum',
Fig. 6 einen Darstellung entsprechend Fig. 5 nach Entfer
nen des Filmangusses,
Fig. 7 einen Schnitt durch ein geöffnetes Formwerkzeug,
dessen Formhälften mit einer Einrichtung zur Lage
beeinflussung eines Verdeckelementabschnitts im
Formhohlraum versehen sind,
Fig. 8 eine Darstellung entsprechend Fig. 4, jedoch im
geschlossenen Zustand des Formwerkzeugs,
Fig. 9 einen Schnitt durch den im Werkzeug nach Fig. 7
und 8 erzeugten Gegenstand, und
Fig. 10a und 10b Schnitt und perspektivische Ansicht eines
nach dem Stand der Technik erzeugten Gegenstandes
am Beispiel einer Verdeckstoff-Scheibe-Verbindung
bei einem Fahrzeugverdeck.
Bevor die Erfindung im einzelnen erläutert werden
soll, sei zum besseren Verständnis zunächst der Stand der
Technik anhand der Fig. 10a und 10b erläutert. Diese Figu
ren zeigen als Beispiel die Verbindung einer Scheibe 10 mit
einem Verdeckstoff 11 mittels eines strangförmigen Gieß
harz-Wulstelementes 12. Das Gießharz-Wulstelement 12 faßt
in diesem Ausführungsbeispiel den Scheibenrand 10a und den
Ausschnittsrand 11a des Verdeckstoffs 11 jeweils beidseitig
ein.
Üblicherweise werden die Scheibe 10 und der Rand 11a
des Verdeckstoffes 11 in ein Formwerkzeug 16 eingelegt und
zwischen der unteren Formhälfte 17 und der oberen Form
hälfte 18 zueinander ausgerichtet festgehalten. Der oberen
Formhälfte 18 ist ein Angußkanal 22 zugeordnet, der - wie
ersichtlich - unmittelbar auf der bezüglich Fig. 10a nach
oben weisenden Oberfläche des Verdeckelementes 11 in den
Formhohlraum 23 einmündet, so daß das Gießharz im Prinzip
in der Formtrennebene eingespritzt wird, was mit dem Rich
tungspfeil 14 angedeutet ist.
Aufgrund der hohen Einspritzdrücke von bis zu 200 bar
kann es sein, daß Gießmasse aus dem Formhohlraum 23 heraus
gequetscht wird und über die eine oder andere Oberfläche
des gegenüberliegenden Verdeckelements - hier z. B. der
Scheibe 10 - gepreßt wird. Es entstehen dann - je nach Ein
spritzrichtung - auf der Oberfläche der Scheibe 10 oder des
Verdeckstoffes 11 durch die sich hier ablagernden Gießharz
flecken 15 bzw. 15' erhebliche Verunreinigungen, die in
aufwendiger und zeitraubender Arbeit nachträglich wieder
entfernt werden müssen.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile
durch ein neues Angußsystem. Unter Bezugnahme auf Fig. 1
ist wiederum am Beispiel einer Verbindung einer Verdeck-
Scheibe 10 mit einem Verdeckstoff 11 über ein Gießharz-
Wulstelement 12 ein insgesamt mit 16 bezeichnetes Formwerk
zeug im Schnitt dargestellt. Dessen untere Formhälfte ist
mit 17 bezeichnet. Die obere, insgesamt mit 18 bezeichnete
Formhälfte untergliedert sich in zwei feststehende Form
werkzeugteile 19 und 20 sowie einen diesen gegenüber beweg
lich angeordneten Formeinsatz 21. Dieser Formeinsatz 21
begrenzt zum Formwerkzeugteil 20 hin einen Einspritzkanal
22 für die aushärtbare Gießharzmasse. Dieser Formwerkzeug
kanal 22 ist bezüglich der Formtrennebene 13 unter einem
Winkel α von beim Ausführungsbeispiel ca. 45° geneigt. Im
übrigen mündet der Einspritzkanal 22 entfernt von den Ver
deckelementen 10, 11 in den mit 23 bezeichneten Formhohl
raum zur Bildung des Gießharz-Wulstelementes 12 und bevor
zugt so, daß er auf den äußersten Rand 10a der Scheibe 10
zielt.
Hierdurch wird im wesentlichen zweierlei erreicht: Zum
einen verteilt sich die mit hohem Druck (ca. 200 bar) ein
gespritzte Masse ausgeübten Kräfte relativ gleichmäßig
innerhalb des Formhohlraums 23. Aufgrund der Entfernung der
Einspritzstelle in den Formhohlraum von den Verdeckelemen
ten 10, 11 bzw. den Rändern 10a, 11a und wegen des deutli
chen Winkels α bezüglich der Formtrennebene 13 wird ein
Hinausschießen von Material aus dem zwischen den Werkzeug
hälften und der Scheibe 10 gebildeten Spalt vermieden. Das
gleiche gilt bezüglich des Verdeckbezugs 11. Daher lassen
sich mit dieser Art der Materialeinspritzung Wulstelemente
12 mit scharfkantigen und exakt definierten Übergängen zu
den jeweiligen Flächen der Scheibe 10 und des Verdeckstoffs
11 erzeugen. Zum anderen tritt offensichtlich innerhalb des
Formhohlraums, in dem sich vor dem Einspritzen der Gieß
harzmasse lediglich der Scheibenrand 10a und der Verdeck
stoffrand 11a befinden, durch günstige Verwirbelungen
Kräfte auf, die den flexiblen Rand 11a des Verdeckstoffes
11 nicht oder zumindest nicht wesentlich aus seiner bestim
mungsgemäßen Position - die in Fig. 1 dargestellt ist -
herausdrängen.
Der Winkel α kann in einem weiten Bereich variieren
und demzufolge auch an die werkzeuglichen Gegebenheiten
angepaßt werden. Es ist auch möglich, das Gießharz-Material
senkrecht zur Formtrennebene in den Formhohlraum 23 einzu
spritzen, als auch unter einem Winkel von α = 90°. In die
sem Fall sollte die Mündung des Einspritzkanals 22 in den
Formhohlraum 23 so ausgerichtet sein, daß der Gießharz
strahl nicht auf das flexible Ende 11a des Verdeckstoffs 11
prallt.
Fig. 2 zeigt ein der Fig. 1 entsprechendes Ausfüh
rungsbeispiel, wobei jedoch als Verdeckelemente zwei über
ein Wulstelement 12 zu verbindende Verdeckstoffpartien 11
und 11' dargestellt sind. Ansonsten liegen vergleichbare
Verhältnisse wie bei Fig. 1 vor.
Weitere Ausführungsformen sind ohne weiteres vorstell
bar, so z. B. die Verbindung eines Verdeckbezugsteils 11 mit
einer nicht dargestellten Regenrinne anstatt einer Scheibe
10.
Fig. 3 zeigt in gegenüber Fig. 1 und Fig. 2 ver
kleinertem Maßstab das durch Hochschwenken des Formein
satzes 21 geöffnete Werkzeug. Erkennbar sind hier noch der
Filmanguß 24 und der sogenannte Tannenbaum 25. Hierbei han
delt es sich um ausgehärtete Gießharzabschnitte, die
zunächst noch mit dem Gießharz-Wulstelement verbunden sind,
wie dies im übrigen Fig. 4 veranschaulicht, die eine dem
Formwerkzeug 16 entnommene fertige Baueinheit zeigt. Hier
ist wiederum mit 10 die Scheibe, mit 11 jedoch nur ein
umlaufender Abschnitt eines Verdeckstoffes und mit 12 das
rahmenartig um beide Teile umlaufende und sie miteinander
verbindende Gießharz-Wulstelement 12 bezeichnet.
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß sich der Filmanguß 24
nur an einer Seite der Baugruppe und auch nur über eine
geringe Länge des Gießharz-Wulstelements 12 hinweger
streckt. Fig. 5 zeigt diesen Abschnitt noch einmal geson
dert und dient insbesondere zur Veranschaulichung der
allein noch durchzuführenden Nacharbeiten, die es erfor
dern, den Filmanguß 24 vom Wulstelement 12 längs ihrer
gemeinsamen Verbindungslinie 26 abzutrennen.
Den fertigen Zustand der Baugruppe im Bereich des in
Fig. 5 dargestellten Ausschnittes zeigt Fig. 6, die im üb
rigen besonders gut darstellt, daß die einzige
"Verunreinigung", die durch den Spritzvorgang entstehen
kann, auf der Außenfläche des Gießharz-Wulstelementes 12
vorhanden ist, nicht aber in einem Flächenbereich von Ver
deckelementen wie Scheibe 10 und Verdeckbezug 11. Längs der
Linie 26 läßt sich hingegen der Filmanguß 24 mit einem ein
fachen Werkzeug, z. B. einer Messerklinge, ganz leicht von
Hand entfernen.
Fig. 7 zeigt eine prinzipiell mit Fig. 1 vergleichbare
Darstellung eines Werkzeuges, jetzt jedoch im noch nicht
geschlossenen Zustand der Formhälften 17 und 18. Eine
Besonderheit besteht darin, daß die Formhälften 17 und 20
mit Führungselementen 27 und 28 versehen sind, die beim
Schließen des Werkzeugs das flexible Verdeckelement, hier
also den Rand 11a des Verdeckbezugs 11, aus der Form
trennebene heraus in den Formhohlraum 23 hinein verlagern.
Das Führungselement 27 besteht aus einer entsprechend
dem Verlauf des Randes 11a des flexiblen Verdeckelementes
11 angeordneten geneigten Rippe und das Führungselement 28
aus einem kongruenten Rücksprung. Im Prinzip bedeutet dies,
daß der Einlagespalt 29 zwischen den Werkzeughälften 17 und
20 eine entsprechende Neigung bzw. einen entsprechenden
Knick erfährt wie Fig. 8 verdeutlicht.
Mit dieser Ausgestaltung des Formwerkzeugs 16 läßt
sich also innerhalb des Wulstelementes 12 eine gezielte
Ausrichtung des in das Wulstelement 12 eingebetteten
Abschnitts 11a des flexiblen Verdeckelements 11 erreichen.
Der Vorteil dieser Anordnung des Randes 11a des Verdeckele
mentes 11 innerhalb des Wulstelementes 12 läßt sich aus
Fig. 8 und auch aus Fig. 9, in der die fertige Baugruppe
dargestellt ist, gut ablesen. Erreicht werden kann hier
durch nämlich, daß - obwohl der Rand 11a des flexiblen Ver
deckelementes 11 allseits von reichlich Kunststoffmaterial
des Wulstelementes 12 umgeben ist - auf der einen Seite,
insbesondere der Außenseite A eines Verdecks nur wenig
Kunststoffmaterial vorhanden sein muß, und daß dennoch die
Außenfläche 10b der Scheibe 10 mit der Außenfläche 11b des
flexiblen Verdeckelements, z. B. des äußeren Verdeckbezuges
11, in einer gemeinsamen Ebene 30 liegen können, was im
Verbindungsbereich Scheibe-Verdeckstoff dem Verdeck ein
sehr elegantes Erscheinungsbild verleiht.
Sofern vorstehend von einem Gießharz-Wulstelement die
Rede ist, wird es sich in der Regel um ein PUR-Gießharz-
Wulstelement handeln, wobei das ausgehärtete Gießharz-Mate
rial eine Härte von ca. 40 Shore D aufweisen sollte. Es
handelt sich dabei nicht um ein gummielastisches, sondern
um ein Material mit relativ hoher Eigensteifigkeit und
Festigkeit.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, für das Gießharz-
Wulstelement ein Polyurethan (PUR)-System zu verwenden.
Auch z. B. PVC-Material wäre geeignet, wenngleich dies nicht
ganz so vorteilhaft erscheint.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen stets
die Verwendung eines Gießharz-Wulstelementes 12 zur unmit
telbaren, dichten Verbindung zweier Verdeckelemente, so
z. B. einer Scheibe 10 mit einem äußeren Verdeckbezug 11
oder zwei Verdeckbezugelemente 11, 11' (Fig. 2). Es ist
jedoch auch möglich, mittels eines Gießharz-Wulstelementes
12 nicht sogleich zwei Verdeckelement miteinander zu ver
binden, sondern beispielsweise eine Scheibe 10 mit einem
ersten Gießharz-Wulstelement-Rahmen zu versehen und des
gleichen in einem anderen Werkzeug und anderen Gießvorgang
den Randausschnitt eines äußeren Verdeckbezugs mit einem
zweiten Gießharz-Wulstelement, wobei die auf diese Weise
getrennt erzeugten Rahmenteile so gestaltet sind, daß man
sie miteinander verbinden, insbesondere verschrauben kann.
Eine solche Ausführung ist z. B. von Bedeutung, wenn es um
die auswechselbare Anordnung einer Heck-Scheibe in einem
Cabriolet-Verdeck geht.
Claims (16)
1. Verfahren zum Anbringen eines im wesentlichen
streifenförmigen Gießharz-Wulstelements (12) an ein Ver
deckelement (10; 11) eines Falt- oder Klappverdecks für
Fahrzeuge, wobei das Verdeckelement (10; 11) in ein Form
werkzeug (16) eingelegt wird, dessen Formhälften (17, 18)
unter Bildung eines Formhohlraums (23) für das Gießharz-
Wulstelement (12) geschlossen werden und der Formhohlraum
(23) mit dem Gießharz gefüllt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gießharz dem Formhohlraum (23) unter einem Winkel
(α) zu der vom Verdeckelement (10; 11) gebildeten Fläche
bzw. Ebene und entfernt von dieser zugeführt wird.
2. Verfahren zum Verbinden zweier Verdeckelemente (10,
11) eines Falt- oder Klappverdecks für Fahrzeuge mittels
eines im wesentlichen streifenförmigen Gießharz-Wulstele
ments (12), wobei die Verdeckelemente (10, 11) in ein Form
werkzeug (16) eingelegt werden, dessen Formhälften (17, 18)
unter Bildung eines Formhohlraums (23) für das Gießharz-
Wulstelement (12) geschlossen werden und der Formhohlraum
(23) mit dem Gießharz gefüllt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gießharz dem Formhohlraum (23) unter einem Winkel
(α) zu der von den Verdeckelementen (10, 11) gebildeten
Fläche bzw. Ebene und entfernt von dieser zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Winkel (α) in der Größenordnung von etwa
30° bis 90° liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, ggf. in Verbin
dung mit Anspruch 3 mit einem festen Verdeckelement wie
Scheibe (10) als Verdeckelement, dadurch gekennzeichnet,
daß man das Gießharz auf den Rand (10a) des festen Verdeck
elements (10) gerichtet in den Formhohlraum (23) ein
spritzt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß man das Gießharz in einen Bereich des
Formhohlraums (23) einspritzt, der zwischen den Verdeckele
menten (10, 11) liegt.
6. Formwerkzeug (16) zum Anbringen eines im wesentli
chen streifenförmigen Gießharz-Wulstelements (12) an ein
Verdeckelement (10, 11) eines Falt- oder Klappverdecks für
Fahrzeuge, wobei das Verdeckelement (10; 11) in das Form
werkzeug (16) eingelegt wird, dessen Formhälften (17, 18)
unter Bildung eines Formhohlraums (23) für das Gießharz-
Wulstelement (12) geschlossen werden und das Gießharz über
einen Angußkanal (22) in den Formhohlraum (23) eingespritzt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Angußkanal (22) ent
fernt von der Formtrennebene (13) sowie unter einem Winkel
(α) zu ihr in den Formhohlraum (23) mündet.
7. Formwerkzeug (16) zum Verbinden zweier Verdeckele
mente (10, 11) eines Falt- oder Klappverdecks für Fahrzeuge
mittels eines im wesentlichen streifenförmigen Gießharz-
Wulstelements (12), wobei die Verdeckelemente (10, 11) in
das Formwerkzeug (16) eingelegt werden, dessen Formhälften
(17, 18) unter Bildung eines Formhohlraums (23) für das
Gießharz-Wulstelement (12) geschlossen werden und das Gieß
harz über einen Angußkanal (22) in den Formhohlraum (23)
eingespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Angußka
nal (22) entfernt von der Formtrennebene (13) sowie unter
einem Winkel (α) zu ihr in den Formhohlraum (23) mündet.
8. Formwerkzeug (16) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Winkel (α) in der Größenordnung von
etwa 30° bis 90° liegt.
9. Formwerkzeug (16) nach Anspruch 6 oder 7, ggf. in
Verbindung mit Anspruch 8 mit einem festen Verdeckelement
wie Scheibe als Verdeckelement, dadurch gekennzeichnet, daß
der Angußkanal (22) im Formwerkzeug (16) so angeordnet ist,
daß das Gießharz beim Einspritzen in den Formhohlraum (23)
auf den Rand (10a) des festen Verdeckelements (10) trifft.
10. Formwerkzeug nach Anspruch 7 oder 8, ggf. in Ver
bindung mit Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Angußkanal (22) im Formwerkzeug (16) so angeordnet ist, daß
das Gießharz zwischen den beiden Verdeckelementen (10, 11)
in den Formhohlraum (23) eintritt.
11. Formwerkzeug (16) nach einem der Ansprüche 6 bis
10, wobei eines der Verdeckelemente (10, 11) flexibel ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Formhälften (17, 18) mit
Führungselementen (27, 28) versehen sind, die den mit Gieß
harz zu umspritzenden Rand (11a) des flexiblen Verdeckele
ments (11) aus seiner Ebene bzw. der Formtrennebene (13)
heraus in den Formhohlraum (23) hinein lenken.
12. Formwerkzeug (16) nach einem der Ansprüche 6 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß der Angußkanal (22) zwi
schen einem festen Teil (20) einer der Formhälften (18) und
einem beweglichen Formeinsatz (21) ('Angußbaustein') ausge
bildet ist.
13. Verdeck, insbes. Klapp- oder Faltverdeck, für ein
Kraftfahrzeug, bei dem zwei Verdeckelemente (10, 11) mit
einander mittels eines streifenförmigen Gießharz-Wulstele
ments (12) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anbindung des Filmangusses (24) an einer von den Verdeck
elementen (10, 11) entfernten Stelle am Gießharz-Wulstele
ment (12) angeordnet ist.
14. Verdeck nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verdeckelement (11) einen Abschnitt (11a) aufweist,
der sich innerhalb des Gießharz-Wulstelements (12) in der
Weise schräg erstreckt, daß er im wesentlichen in das Zen
trum des Wulstelements (12) weist.
15. Verdeck nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Fläche (10b) des einen Verdeckelements
(10) in derselben Ebene (30) liegt wie eine in dieselbe
Richtung weisende Fläche (11b) des anderen Verdeckelements
(11).
16. Verdeck nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die in derselben Ebene (30) liegenden Flächen (10b,
11b) Außenflächen der Verdeckelemente (10, 11) sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999114801 DE19914801C1 (de) | 1999-04-01 | 1999-04-01 | Verfahren und Formwerkzeug zum Anbringen eines Gießharz-Wulstelements an ein Verdeckelement oder zum Verbinden zweier Verdeckelemente mit einem Gießharz-Wulstelement sowie Verdeck für ein Fahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999114801 DE19914801C1 (de) | 1999-04-01 | 1999-04-01 | Verfahren und Formwerkzeug zum Anbringen eines Gießharz-Wulstelements an ein Verdeckelement oder zum Verbinden zweier Verdeckelemente mit einem Gießharz-Wulstelement sowie Verdeck für ein Fahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19914801C1 true DE19914801C1 (de) | 2000-07-06 |
Family
ID=7903199
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999114801 Expired - Lifetime DE19914801C1 (de) | 1999-04-01 | 1999-04-01 | Verfahren und Formwerkzeug zum Anbringen eines Gießharz-Wulstelements an ein Verdeckelement oder zum Verbinden zweier Verdeckelemente mit einem Gießharz-Wulstelement sowie Verdeck für ein Fahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19914801C1 (de) |
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| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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