DE19913116C2 - Elektrische Heizvorrichtung - Google Patents
Elektrische HeizvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Heizvorrich
tung, welche als Zusatzheizung für bestehende Heizkörper be
stimmt ist und insbesondere als Zusatzheizung in der Über
gangszeit (Frühling, Herbst) eine elektrische Beheizung er
möglicht, wenn die Zentralheizung ausgeschaltet ist oder bei
laufender gedrosselter Zentralheizung in bestimmten Räumen,
beispielsweise im Badezimmer, eine zusätzliche Erwärmung der
Raumluft erwünscht ist.
Als Zusatzheizkörper werden üblicherweise Elektrolüfter oder
ölgefüllte Radiatoren benutzt, oder es werden Heizplatten
unter Bodenplatten eingebaut.
Es ist auch bekannt, das die Heizkörper durchströmende Was
ser mit Heizstäben aufzuheizen, die nach Art eines Tauchsie
ders das Wasser im Inneren des Heizkörpers erwärmen. Dieses
erwärmte Wasser zirkuliert dann mit Hilfe der Schwerkraft im
Heizkörper und erwärmt über Konvektion und Abstrahlung des
Heizkörpers den Raum.
Wie auch bei ölgefüllten Radiatoren ist diese Art der Erwär
mung eines flüssigen Mediums nachteilig im Hinblick auf mög
liche Undichtigkeiten, Siedegeräusche, langsames Aufheizver
halten und geringe Leistungsabgabe im Verhältnis zur Heiz
körpergröße. Die Wärmeübertragung des Heizstabes auf Wasser
oder auch auf Öl ist aufgrund der Siedeneigung des flüssigen
Mediums stark begrenzt.
Die DE-AS 10 85 314 beschreibt ein Verbund-Raumheizgerät für
Eisenbahnwagen, das wahlweise mit Dampf, oder wenn kein Dampf
zur Verfügung steht, mit elektrischem Strom betrieben werden
kann. Die als Rippen ausgebildeten Wärmetauscherelemente werden
entweder unmittelbar über die Dampfrohre oder die elek
trisch beheizte Profilstange direkt aufgeheizt, was einen
festen einheitlichen Zusammenbau erfordert. Als Zusatzheiz-
Vorrichtung für bestehende, fest eingebaute Heizkörper ist
dieses Gerät nicht einsetzbar.
Die DE 695 05 498 T2 beschreibt einen elektrischen Heizkörper
in Modulbauweise, bei dem zwischen zwei Abschluß-Modulelemen
ten eine beliebige Zahl von Zwischen-Modulelementen einge
baut werden kann. Der Heizkörper kann als Haupt- oder Zusatz
heizung von Räumen benutzt werden, wobei die Heizvorrichtung
stationär angebracht oder beweglich ausgebildet sein kann.
Er umfaßt alle Wärmespeicher- und Wärmetauscher-Elemente, die
ein Heizkörper erfordert. In bezug auf die Wärmeübertragung
ist dieser Heizkörper jedoch völlig unabhängig von einer be
stehenden Heizung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektrische
Heizvorrichtung zu schaffen, die in Verbindung mit einer
fest eingebauten Heizung benutzt werden kann, um eine bessere
Wärmeabgabe zu erreichen.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die Gesamtheit der
im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende elektrische Zusatz-
Heizvorrichtung wird unabhängig von jenem Heizkörper herge
stellt und vertrieben, mit dem sie später in Wirkverbindung
treten soll. Durch die vorliegende Erfindung wird ein einfach
aufgebauter elektrischer Heizkörper zur Verfügung gestellt,
der selbst nur eine relativ geringe Wärmespeicherfähigkeit
aufweist und die großflächigen bzw. großvolumigen Wärmeaus
tauscher-Elemente des fest eingebauten Heizkörpers benutzt,
die eine hohe Wärmekapazität aufweisen, wodurch eine günstige
Wärmeübertragung durch Konvektion und/oder Strahlung bewirkt
werden kann.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Zusatz-Heizvorrichtung hat
demgemäß gegenüber bekannten Zusatz-Heizvorrichtungen den
Vorteil, daß auf großvolumige und teure Wärmespeicher-Vor
richtungen und Wärmetauscher-Vorrichtungen verzichtet wer
den kann und die auf den betreffenden Raum optimal angepaßte
Heizkörper-Anordnung für Wärmespeicherung und Wärmeabgabe
ausgenutzt werden kann. Das Wesen der Erfindung besteht dem
gemäß darin, daß sie vorhandene Elemente einer fest einge
bauten Heizung benutzt, um eine optimale Wärmeabgabe zu ge
währleisten. Ohne bestehende, fest eingebaute Heizkörper ist
die erfindungsgemäße Zusatz-Heizvorrichtung sinnvoll nicht
einsetzbar.
Zweckmäßige konstruktive Ausgestaltungen der elektrischen
Heizvorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 5.
Die erfindungsgemäße Heizvorrichtung kann der jeweiligen Form
und Größe des vorhandenen Heizkörpers angepaßt werden und ent
weder bereits beim Einbau zusammen mit diesem Heizkörper vor
gesehen oder auch nachträglich vom Benutzer eingebaut werden.
Dabei kann das entsprechend angepaßte Registerelement von unten,
von oben oder von hinten her zwischen die vorhandenen Heiz
lamellen des Heizkörpers eingeführt und festgelegt werden.
Die Registerlamellen können anliegend oder frei zwischen den
Radiatorlamellen montiert werden, so daß entweder durch Kon
vektion oder Wärmeleitung eine Übertragung auf die Wärmeaus
tauscher-Heizlamellen des Heizkörpers erfolgen kann. Dabei ist
es wichtig, daß eine Wärmekonzentration auf die direkte Umge
bung des Heizstabes durch entsprechende Bemessung der Wärme
übertragungsfläche vermieden wird.
Für die Funktion des Registerheizelementes ist es gleichgül
tig, ob dieses einen Heizkörper ohne Wasserinhalt oder einen
Heizkörper im Warmwasser-Heizsystem erhitzt. Die Erfindung
kann sowohl für Stahlradiatoren als auch für Aluminiumradia
toren benutzt werden, wobei sich bei Aluminiumheizkörpern der
Vorteil ergibt, daß im Verhältnis zur Heizkörpergröße höhere
elektrische Leistungen übertragen werden können.
Bei großen bzw. hohen Heizkörpern können auch mehrere Heiz
register übereinander eingebaut werden.
Die Steuerung der Heizregisterelemente kann über handelsüb
liche Elektrothermostat-Regelungen erfolgen, wobei zusätzlich
zur Temperatursteuerung auch noch eine Zeitsteuerung denkbar
ist.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht der
erfindungsgemäßen elektrischen Heizvor
richtung;
Fig. 2 ist eine Grundrißansicht der Heizvor
richtung gemäß Fig. 1;
Fig. 3 ist eine Seitenansicht zu Fig. 1.
Die elektrische Heizvorrichtung besteht aus lamellenartigen
Metallstreifen 10, die an einem Ende durch Distanzstücke 12
im Abstand gehalten werden. Der Abstand der Metallstreifen
entspricht dem Abstand der Heizlamellen eines Radiators, der
in Verbindung mit der elektrischen Heizvorrichtung eingesetzt
wird.
Die Metallstreifen 10 und die Distanzstücke 12 sind als Vier
kant oder rund ausgebildet und weisen miteinander fluchtende
Bohrungen 14 auf, in die mit geringem Spaltmaß ein Heizstab
16 eingeschoben ist, welcher elektrische Anschlüsse 18 auf
weist. Als Heizstab sind an sich bekannte Heizelemente mit
z. B. 500 bis 2000 Watt Leistung geeignet, die in Längen von
200 bis 1000 mm zur Verfügung stehen und beispielsweise zum
Beheizen von Werkzeugen im Maschinenbau eingesetzt werden.
Diese Heizstäbe können Temperaturen bis zu 750°C erreichen,
und die von ihnen aufgebrachte Wärmeenergie wird über die
Distanzstücke 12 bzw. direkt auf die Metallstreifen 10 über
tragen und von dort auf den fest eingebauten Heizkörper.
Eine derartige, in der Zeichnung schematisch dargestellte
Heizvorrichtung kann von unten her oder von oben oder von
hinten in handelsübliche fest eingebaute Radiatoren zwischen
deren vorhandenen Heizelementen montiert werden. Die abwech
selnd über den Heizstab aufgefädelten Metallstreifen bzw.
Distanzstücke können in ein U-Profil eingesetzt und/oder
durch eine Verschraubung oder Verschweißung der Teile gegen
Verdrehen und Verschieben gesichert werden. Die Distanzstücke
12 und der sie durchsetzende Heizstab werden bevorzugt, wie
aus der Zeichnung ersichtlich, am unteren Ende der Metall
streifen angeordnet, so daß die Wärme von hier aus aufsteigen
und auf die Metallstreifen und die Radiatorrippen übertragen
werden kann. Für Sonderfälle soll es jedoch auch vorbehalten
bleiben, den Heizstab und die Distanzelemente sowie die vom
Heizstab durchsetzten Bohrungen der Metallstreifen im Mittel
abschnitt oder im oberen Teil anzuordnen, wenn dies beispiels
weise im Hinblick auf Form und/oder Größe des fest eingebauten
Heizkörpers zweckmäßig erscheint.
Die Wärmekonzentration auf die direkte Umgebung des Heiz
stabes wird durch die Ummantelung des Heizstabes durch die
eine bestimmte Wärmekapazität aufweisenden Distanzstücke 12
und die Länge der Registerlamellen mit entsprechender Wärme
übertragungsfläche vermieden.
Die in der Zeichnung angegebenen Maße sind Millimeterangaben
Bund beziehen sich auf ein bestimmtes Ausführungsbeispiel. Wie
ersichtlich, hat die Lamelle Abmessungen von 20 × 5 × 400 mm
und das Distanzstück Abmessungen von 20 × 20 × 17 mm.
Der Heizstab ist beispielsweise 510 mm lang und besitzt einen
Durchmesser von 13,5 mm, wobei die Bohrungen 14 in den
Distanzstücken und Metallstreifen eine entsprechende Bemes
sung aufweisen. Die Abmessungen stellen jedoch nur ein nicht
beschränkendes Ausführungsbeispiel dar.
Die den Heizstab 16 umschließenden Distanzstücke 12 sowie die
Metallstreifen 10 bestehen vorzugsweise aus einem Material
hoher Wärmeleitfähigkeit, insbesondere aus Aluminium.
Claims (5)
1. Elektrische Heizvorrichtung mit den folgenden Merk
malen:
- - sie ist als Zusatzheizung an einem bestehenden, fest eingebauten Heizkörper anbringbar, der Wärmetauscher-Heizlamellen aufweist und als Radiator-Heizkörper ausgebildet ist;
- - lamellenartige Metallstreifen (10) der elektri schen Heizvorrichtung sind im Abstand der Wärme tauscher-Heizlamellen des Heizkörpers angeordnet;
- - an einem Ende der Metallstreifen (10) sind zwi schen diesen Distanzstücke (12) festgelegt;
- - die Distanzstücke (12) und die Metallstreifen (10) besitzen miteinander fluchtende Bohrungen (14);
- - in die Bohrungen (14) ist ein Heizstab (16) zur Aufheizung der Metallstreifen (10) einge schoben;
- - die Metallstreifen (10) sind zwischen die Wärme tauscher-Heizlamellen des Heizkörpers derart montierbar, daß eine Wärmeübertragung auf die Wärmetauscher-Heizlamellen des Heizkörpers er folgt.
2. Elektrische Heizvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metallstreifen (10) und die
Distanzstücke (12) mit geringem Spaltmaß auf dem Heizstab (16)
aufgefädelt sind und die Distanzstücke (12) und der Heizstab
(16) am unteren Ende der Metallstreifen (10) angeordnet sind.
3. Elektrische Heizvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzstücke (12) mit dem
unteren Ende der Metallstreifen (10) in ein U-Profil eingesetzt
sind.
4. Elektrische Heizvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metallstreifen (10) mit den
Distanzstücken (12) ein Heizregister-Element bilden und ver
drehungssicher und verschiebungssicher miteinander verbunden,
z. B. verschweißt oder verschraubt, sind.
5. Elektrische Heizvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metallstreifen (10) und/oder
die Distanzstücke (12) aus einem gut wärmeleitfähigen Material,
beispielsweise Aluminium, bestehen.
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