DE19913868C1 - Positionssensor, geeignet für elektromagnetisch betriebene Ventilsteuerung - Google Patents
Positionssensor, geeignet für elektromagnetisch betriebene VentilsteuerungInfo
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Abstract
Positionssensor für die augenblickliche Hubstellung eines z. B. Gaswechselventils. Zusätzlich zur bekannten induktiven Positionserfassung mit Auswertung der Resonanzfrequenz eines Resonanzkreises mit dieser Spule ist vorgesehen, auch die Kapazität dieses Resonanzkreises sich hubabhängig änder zu lassen, so daß a) die Resonanzfrequenz oder b) der Resonanzwiderstand des Schwingkreises hubunabhängig konstant bleiben und zu a) das Amplitudensignal des Resonanzwiderstandes oder zu b) die Resonenzfrequenzänderung das Sensorsignal ist.
Description
Zum Stand der Technik gehört der Entwicklungstrend, die Gas
wechselventile und/oder die Kraftstoff-Einspritzdüsen, je
weils bei Brennkraftmaschinen, betriebsbedingt abhängig va
riabel zu steuern, insbesondere um einen höheren Wirkungsgrad
und/oder verminderte Schadstoffemission zu erzielen. In Ent
wicklung begriffen ist der Ersatz der bisher verwendeten Noc
kenwelle für den Ventilantrieb einer Brennkraftmaschine durch
Antrieb dieser Ventile mittels elektromagnetischer Aktuato
ren. Damit kann jedes einzelne Ventil einen gesonderten Ak
tuator erhalten. Dieser kann mittels einer Steuereinheit den
Betriebsbedingungen angepaßt so betrieben werden, daß nicht
nur zu wählbarem Zeitpunkt sondern auch mit zeitlicher vor
gebbarem Verlauf das Öffnen und Schließen des jeweiligen Ven
tils erfolgt. Entsprechendes gilt auch für Einspritzventile
und deren Steuerung.
In 2244 Research Disclosure, 352 (August 1993) Emsworth, GB,
sind nähere Einzelheiten zur Problematik einer Ventilsteue
rung mit elektromagnetischem Antrieb beschrieben, wobei sich
diese Veröffentlichung insbesondere mit der mathematischen
Funktion der Auslenkung und Steuerung eines derart angetrie
benen Ventils befaßt. Es ist dort ein Algorithmus angegeben
und auf einen weiteren anderen Algorithmus, beschrieben in
der US-A-4761595, hingewiesen.
Für die Ausführung einer solchen Ventilsteuerung ist das Vor
handensein eines Positionssensors unabdingbar, mit dem eine
augenblickliche Ventilstellung im Ablauf der Steuerung erfaßt
werden kann. Solche Positionssensoren und deren Betriebs- und
Arbeitsweise sind beschrieben in EP-A-0717172 (= 2), in DE-A-
195 18 056 (= 3), in WO-98/36160 (= 4), in US-A-5570015 (= 5),
und z. B. in DE-A-44 38 059 (= 6).
In (2) ist ein Positionssensor beschrieben, der zur Kontrol
le, ob ein jeweiliges Ventil tatsächlich geschlossen ist,
dient. Einen dagegen diffizileren Aufbau beschreibt (3), und
zwar einen Sensor mit speziellen Polnasen eines Magnetsen
sors. In (4) ist dagegen ein solcher Sensor beschrieben, der
mit dem GMR-(Giant Magnetic Resistance)-Effekt arbeitet. Auch
die (5) beschreibt einen magnetoresistiven Sensor für einen
Positionssensor, wobei auch hier die Änderung der Richtung
eines magnetischen Flusses, bezogen auf die Ebene des magne
toresistiven Element als Meßgröße erfaßt wird.
In diesem genannten Stand der Technik ist darauf hingewiesen,
daß Schwierigkeiten zu bewältigen sind, die durch das Vorhan
densein der starken magnetischen Streufelder der elektroma
gnetischen Aktuatoren der Ventilantriebe bedingt sind. Die
jeweilige Öffnungsstellung eines z. B. Gaswechselventils einer
Brennkraftmaschine festzustellen, d. h. ein exaktes Erfassen
der tatsächlichen Position des Ventils zu erreichen, bzw.
diesbezüglich erforderlich hohe Meßgenauigkeit zu haben, be
darf spezieller Maßnahmen. Es können dies z. B. besonders ent
wickelte magnetische Abschirmungen sein. Hohe Meßgenauigkeit
ist nämlich insbesondere im Bereich der Ventilstellung erfor
derlich, in der sich das Ventil nahe der Position "geschlos
sen" befindet. Der Verlauf der Position bzw. der Geschwindig
keitsverlauf der Bewegung des Ventils nahe dem Schließen des
selben muß insbesondere deshalb besonders exakt gesteuert
werden können, um ein "weiches" Aufsetzen des Ventiltellers
auf dem Ventilsitz zu erreichen, nämlich wie dies mit dem
konventionellen Nockenwellenantrieb bekanntermaßen zur Geräu
schminderung und Lebensdauererhöhung des Ventils erzielbar
ist.
In der Druckschrift (6) ist ein Sensor zur meßtechnischen Er
fassung lediglich der Hubbewegungen, genauer des Hubverlaufs
und/oder der Geschwindigkeit, eines jedoch mit (konventionel
ler) Nockenwelle angetriebenen Ventils beschrieben. Im we
sentlichen ist die dort angegebene Einrichtung dahingehend
ausgebildet, den Einfluß der bei einer Brennkraftmaschine
auftretenden hohen Temperaturunterschiede auf die Meßergeb
nisse zu kompensieren. Der dort für die Erfassung der Hubbe
wegung des Nockenwellen-angetriebenen Ventils vorgesehene
Sensor umfaßt eine Spule, die mit Gleichstrom zur Erzeugung
eines Permanentmagnetfeldes oder mit Wechselstrom impulsweise
zu speisen ist, und einen Spulenkern. Dieser Spulenkern ist
ein Anteil des Ventilschaftes. Im Bereich der Spule besteht
der Ventilschaft aus in Axialrichtung magnetisch oder elekt
risch leitend voneinander unterschiedlichen Werkstoffen. Bei
der Hubbewegung des Ventils wird die Stelle des Übergangs vom
einen zum anderen Werkstoff im Bereich der Spule in Axial
richtung hin und her bewegt. Dies ergibt eine wegen sich än
dernder magnetischer Flußführung bzw. Flußverdrängung zu mes
sende Veränderung der Impedanz der Magnetspule. Um eine Tem
peraturkompensation des temperaturabhängigen elektrischen Wi
derstandes der Spule entbehrlich zu machen, ist für die aus
(6) bekannte Anordnung vorgeschlagen, den Magnetkreis, beste
hend aus Spule und Ventilschaft als seinen Ort ändernder Kern
der Spule, in Resonanz als Schwingkreis zu betreiben und die
auftretende Änderung der Resonanzfrequenz als Maß für den
Ventilhub zu erfassen. Der Magnetkreis soll also in Resonanz
frequenz betrieben werden und die Änderung der Stellung des
Kerns als auftretende Änderung der Resonanzfrequenz ausgewer
tet werden. Angaben, einen Kondensator zusätzlich zu verwen
den, sind nicht gemacht. Für eine Messung/Feststellung einer
momentanen Position des Ventils ist der Druckschrift (6) kein
Hinweis zu entnehmen.
Darüber hinaus ist der GB 2 270 384 A ein variables Oszilla
torsystem mit Oszillator und Verstärker zu entnehmen, wobei
der Verstärker mit einem Resonanzschwingkreis verbunden ist.
Dieser Resonanzschwingkreis weist eine Induktivität und eine
Kapazität auf. Durch die Induktivität und die Kapazität die
ses Resonanzschwingkreises beeinflussende Signale ist die Re
sonanzfrequenz veränderbar. Mit dem Oszillatorsystem ist ein
Impedanzunterschied eines Impedanzkreises in eine Differenz
von zwei Frequenzen umzuwandeln.
Aufgabe der Erfindung ist es, Maßnahmen anzugeben, mit denen
bei einem mit Resonanzfrequenz betriebenen Positionssensor
eine erhöhte Meßgenauigkeit erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruches 1
gelöst und in den Unteransprüchen sind Maßnahmen für Weiter
bildungen der Erfindung genannt.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die für die Messung des Sen
sorwerts relevanten Teile des Resonanzschwingkreises, d. h.
den induktiven Anteil einerseits und den kapazitiven Anteil
andererseits jeweils konstruktiv derart auszubilden, daß im
Verlauf der Hubbewegung des Ventils bzw. im Verlauf eines
ausgewählten, interessierenden Bereichs der Hubbewegung des
selben der induktive Anteil L und der kapazitive Anteil C des
gebildeten Resonanzschwingkreises sich jeweils derart ver
laufsbedingt ändern, daß entweder (= Variante 1) die Schwing
kreis-Resonanzfrequenz fR proportional (1/LC)1/2 innerhalb des
vorgesehenen Sensor-Meßbereichs von der jeweiligen Stellung
des Hubes unabhängig wenigstens nahezu konstant bleibt, oder
daß (= Variante 2) innerhalb dieses Meßbereiches der Reso
nanzwiderstand RR = proportional (L/C)1/2 konstant bleibt.
Erfindungsgemäß wird bei der ersten Variante der Schwingkreis
mit genau dieser Resonanzfrequenz angeregt und die mit dem
Positionssensor zu erfassende Position des Hubes des Ventils
ergibt sich aus einer Veränderung des Resonanzwiderstandes
RR. Das heißt, daß der Sensor bei konstanter Frequenz ein
Hub-abhängiges Amplitudensignal entsprechend der augenblick
lichen Ventilposition liefert. Der Vorteil dieser ersten Va
riante ist, daß man eine vergrößerte Amplitudenänderung des
Signals abhängig von der Positionsveränderung des Ventils er
hält.
Bei der zweiten Variante bleibt der Resonanzwiderstand RR des
Schwingkreises des Sensors konstant und der Schwingkreis wird
als freischwingender Oszillator betrieben. Die bei Verände
rung der Ventilstellung sich ergebende augenblickliche
Schwingungsfrequenz gibt die gleichzeitige Stellung des Ven
tils wieder. Vorteilhafterweise erreicht man mit dieser Maß
nahme eine größere Frequenzänderung für ein konstruktiv vor
gegebenes Maß der Stellungsänderung des Ventils.
Weitere Erläuterungen zur Erfindung gehen aus der nachfolgen
den Beschreibung zu den Figuren hervor.
Fig. 1 zeigt ein erstes Beispiel einer erfindungsgemäßen
Ausführung.
Fig. 1a und 1b zeigen ein Prinzipbild zur ersten und zur
zweiten Variante der Erfindung.
Die Fig. 2 bis 5 zeigen jeweilige weitere Ausführungsfor
men.
Fig. 6 zeigt einen prinzipiellen bekannten Aufbau.
Die Fig. 6 zum Stand der Technik zeigt mit 1 bezeichnet ein
Gaswechselventil mit einem Ventilteller 2, dem Ventilschaft 3
und einem Nocken 40 zum Antrieb der Hubbewegung 5 zum Öffnen
und Schließen des Ventils. Mit 6 ist die Ventilfeder mit dem
Federteller 7 bezeichnet. Mit 8 ist eine für bekannte Positi
onssensoren einschlägiger Art verwendete Magnetspule bezeich
net. In deren Spuleninneres hinein oder durch dieses hindurch
ragt bzw. Verläuft ein Anteil des Ventilschaftes 3, wie dies
der Figur zu entnehmen ist. Nach der oben genannten DE-A-
44 38 059 besteht der Ventilschaft materialmäßig, insbesondere
einstückig aus einem Anteil 3a und einem Anteil 3b. Die Mate
rialien dieser beiden Anteile unterscheiden sich hinsichtlich
ihrer elektrischen Leitfähigkeit und/oder magnetischen Per
meabilität. Der Übergangsbereich zwischen diesen beiden Mate
rialien 3a und 3b, mit 3c bezeichnet, befindet sich an vorzu
gebendem Ort innerhalb des Spuleninneren. Eine in Hubrichtung
5 im Betrieb des Ventils erfolgende Hin- und Herbewegung der
Position dieses Übergangsbereichs führt in der Spule 8 zu ei
ner Induktivitätsänderung. Zur Vervollständigung des im Stand
der Technik angegebenen Schwingkreises ist zu dieser Spule 8
ein Kondensator 10 parallelgeschaltet (oder auch nicht darge
stellt in Reihe geschaltet) hinzugefügt. Die mit einer bei
Hubbewegung 5 des Ventils bewirkte Änderung der Induktivität
der Spule 8 führt zu einer Veränderung der Resonanz des
Schwingkreises aus Spule 8 und Kondensator 10. Diese Reso
nanzfrequenzänderung wird als Signal des Hubverlaufs ausge
wertet.
Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß sich mit der Hubbewe
gung 5 nicht nur die Induktivität der Spule 8 verändert, z. B.
vergrößert, sondern daß sich erfindungsgemäß gleichermaßen
auch die Kapazität des Kondensators 10 verändert, z. B. ver
mindert. Damit kann hubunabhängig das Produkt aus Induktivi
tät L und Kapazität C und damit die Resonanzfrequenz fR von
der Hubbewegung 5 unbeeinflußt konstant gehalten werden. Die
in Fig. 1a angegebenen, die Veränderbarkeit anzeigenden
Pfeile zur Spule 8 und zum Kondensator 10 verdeutlichen dies.
Das bei dieser erfindungsgemäßen ersten Variante zu erhalten
de Sensorsignal ist die mit der Hubbewegung 5 einhergehende
Änderung des Resonanzwiderstandes RR, d. h. die Auswertung er
gibt ein von der Hubbewegung 5 abhängig amplitudenverändertes
Signal mit konstant bleibender (Resonanz-)Frequenz.
Die Fig. 1b zeigt das Prinzip, daß sich die Induktivität und
die Kapazität bei Hubbewegung 5 gleichsinnig ändern. In die
sem Falle kann der Quotient aus der Induktivität L und der
Kapazität C konstant gehalten werden und die sich ändernde
Resonanzfrequenz fR ist das Sensorsignal bei konstant blei
bendem Resonanzwiderstand.
Fig. 1 zeigt als Beispiel einen konstruktiven Aufbaus zur
vorliegenden Erfindung. Zur Fig. 6 beschriebene Einzelheiten
und verwendete Bezugszeichen gelten zumindest sinngemäß auch
für die Fig. 1 (und die weiteren Figuren). Für die Ausfüh
rung nach Fig. 1 ist ein hinsichtlich seiner Kapazität C mit
der Hubbewegung 5 veränderbarer Plattenkondensator 10 ge
zeigt. Anstelle eines Plattenkondensators mit gegeneinander
bewegbaren Platten kann auch jeglicher anderer von der Hubbe
wegung 5 abhängig seine Kapazität C ändernder Kondensator
vorgesehen sein, z. B. in der Form eines Kondensators mit
topfförmigen, gegeneinander bewegbaren, ineinander greifenden
Kondensatorelektroden. Eine erste, mit dem Ventilschaft 3
hub-bewegliche Elektrode des Kondensators 10 ist mit 11 be
zeichnet. Die zweite, feststehende (Gegen-)Elektrode ist mit
12 bezeichnet. Wie aus der Figur ersichtlich, ändert sich mit
der Hubbewegung 5 des Ventilschafts 3 der Abstand zwischen
diesen beiden Elektroden 11 und 12 und damit der Kapazitäts
wert C. Wie dargestellt, bilden die Spule 8 und der Kondensa
tor 10 lediglich als Beispiel einen Reihenresonanzkreis in
Bezug auf das über die Leitungen 13 angeschlossene Meß- und
Auswertegerät 14.
Eine Abstandsvergrößerung der Kondensatorelektroden 11 und 12
voneinander führt zu einer Kapazitätsverringerung. Eine In
duktivitätsvergrößerung wird erreicht, wenn - hinsichtlich
der Permeabilität betrachtet - der höherpermeable Anteil des
Ventilschafts 3 tiefer in das Spuleninnere bei der Hubbewe
gung 5 eintritt. Die Induktivitätsvergrößerung der Spule 8
hängt also von der hubbedingten Verlagerung des oben erwähn
ten Übergangsbereichs 3c zwischen z. B. dem Material mit hoher
Permeabilität (z. B. 3a) und dem Material mit niedriger Per
meabilität (z. B. 3b) ab. Bei dieser Konstellation wird also
bei Bewegung des Ventils 1 in der Figur nach unten mit dem
tieferen Eindringen des höherpermeablen Materialanteils 3a
die Induktivität der Spule erhöht und gleichzeitig infolge
verringerter Nähe der Kondensatorelektroden 11 und 12 zuein
ander die Kapazität des Kondensators 10 verringert (Fig.
1a). Bei jeweils so groß bemessener Induktivitätsänderung und
Kapazitätsänderung, bei denen das Produkt L . C stets kon
stant bleibt, liefert das Meß- und Auswertegerät 14 ein reso
nanzfrequenzkonstantes, amplitudenmoduliertes Ausgangssignal.
Die Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit einem topfför
migen Kondensator 10' mit hubbewegter Topfelektrode 11' und
feststehender Topf-Elektrode 12'. Hier vergrößert sich die
Kapazität bei Hubbewegung 5 nach unten (= Öffnen des Ventils)
und die Änderungen von Induktivität und Kapazität sind wieder
so ausgewählt bemessen, daß bei Hubbewegung der Quotient aus
L und C konstant bleibt (Fig. 1b) mit frequenzmoduliertem
Ausgangssignal bei konstantem Resonanzwiderstand, d. h. ohne
Amplitudenmodulation. Die Fig. 2 zeigt im übrigen eine Par
allelschaltung von Kondensator und Spule.
Durch entsprechende Bemessungen von Spule, Kondensator, Maß
der Permeabilität und Eintauchtiefe in der Ausgangsposition
läßt sich somit erreichen, daß die quantitative wegabhängige
Änderung von L und C entweder hinsichtlich des Quotienten
oder hinsichtlich des Produkts aus L und aus C hubunabhängig
ist. Bei den Ausführungen der Fig. 1 und 2 beruht die In
duktivitätsänderung auf magnetischer Flußführung.
Sogar von Vorteil ist es, für die Induktivitätsänderung das
Prinzip veränderbarer Flußverdrängung zu nutzen. Anstelle in
die Spule 8 permeables Material mehr oder weniger weit hin
einzuführen, wird die veränderte Flußverdrängung durch mehr
oder weniger tiefes Einführen von elektrisch gut leitendem
Material bewirkt, in dem sich entsprechend hochfrequente Wir
belströme im Feld der Spule 8, abhängig von der jeweiligen
Eintauchtiefe dieses elektrisch leitfähigen Materials in das
Spuleninnere, ausbilden und den magnetischen Fluß in der Spu
le 8 mehr oder weniger verdrängen. Der erwähnte Vorteil liegt
darin, daß dieses physikalische Prinzip praktisch völlig stö
rungsfrei ist gegenüber den magnetischen Streufeldern des Ak
tuators und entsprechend störungsfreie Meßsignale für die je
weilige Position zu erhalten sind.
Die Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform mit einem Kondensator
10' mit einer feststehenden Elektrode 12' und einer mit dem
Schaft 3' des Ventils mitbewegten Elektrode 11', wobei diese
beiden Elektroden 11' und 12' z. B. topfförmig ausgebildet
sind. Es könnten dies auch plattenförmige Elektroden wie in
Fig. 1 sein. Das mit 3' bezeichnete Ende des Ventilschafts 3
besteht hier aus nicht-permeablem, elektrisch gut leitfähigem
Material. Wie ersichtlich, taucht dieses Schaftteil 3' zu ei
nem Anteil in das Innere der Spule 8 ein. Mit Hubbewegung des
Ventils 1 in der durch den Pfeil 5 angegebenen Richtung der
Hubbewegung taucht der Schaftanteil 3' tiefer in die Spule 3
und verringert deren Induktivität und gleichzeitig verringert
sich auch der Kapazitätswert des Kondensators 10' durch zu
nehmende Entfernung der Elektroden 11' und 12' voneinander.
Durch ausgewählte Bemessung kann hier wieder der Quotient von
L und C unabhängig von der Hubbewegung 5 konstant gehalten
werden.
Fig. 5 zeigt ein Beispiel mit bewegungsunabhängig konstant
bleibendem Produkt L . C mit Flußverdrängung in der Spule 8
durch wiederum eintauchendes elektrisch leitfähiges, jedoch
nicht permeables Material des Schaftanteils 3' in die Spule
8. Zur Induktivitätsänderung gilt Dasjenige, was voranstehend
zur Fig. 4 gesagt ist. In Fig. 5 ist der Kondensator 10''
mit z. B. wiederum topfförmigen Elektroden, diese axial inein
ander angeordnet, ausgeführt. Beim Kondensator 10'' wird die
hubabhängige Kapazitätsänderung dadurch bewirkt, daß zwischen
die (feststehenden) Elektroden 11'' und 12'' z. B. ebenso
topfförmig ausgebildetes Dielektrikum hubabhängig mehr oder
weniger tief eingeschoben wird. Dieses Einschieben des Die
lektrikums 20 zwischen die einander entgegengesetzt gepolten
Kondensatorelektroden bewirkt eine Kapazitätssteigerung. Bei
einer Hubbewegung in wie mit dem Pfeil 5 angegebener Richtung
des Ventilschaftes 3 kommt es (wie zur Fig. 4 beschrieben)
zu einer Induktivitätsverringerung, gleichzeitig aber bei der
Ausführungsform der Fig. 5 zu einer Kapazitätserhöhung, so
daß das Produkt L . C hubunabhängig konstant bleiben kann.
Auch für die Ausführungsform der Fig. 5 gilt der Vorteil des
Wegfalls störender Beeinflussung durch magnetische Streufel
der insbesondere des Aktuators 4.
Durch variierte Kombinationen von Ausführungsformen der hub
abhängig induktivitätsveränderbaren Spule 8 und der hubabhän
gig kapazitätsveränderbaren Kondensatorausführungen lassen
sich viele weitere Spulen-Kondensator-Kombinationen mit hub
unabhängig konstantem Produkt oder Quotienten von L und C
angeben.
Eine Weiterbildung der Erfindung bzw. eine besondere Ausge
staltung der Ausführungsformen der Erfindung ist, die Ventil
feder 6 als bzw. anstelle der separaten Spule 8 als hubabhän
gig ihren Induktivitätswert ändernde Induktivität zu verwen
den.
Hierzu ist diese Ventilfeder wenigstens an ihrem einen Ende
elektrisch isoliert zu lagern. Die sich bei Ventilhub in ih
rer Federhöhe ändernde Ventilfeder erfährt dabei eine Ände
rung ihrer Induktivität als elektrische Spule. Fig. 3 zeigt
lediglich prinzipiell einen Aufbau zu dieser Ausführungsform
der Erfindung, bei der gegenüber der Fig. 2 die Spule ent
fällt und die Eigenschaft des Ventilschafts 3 zumindest keine
entscheidende Rolle spielt. Die Feder 6 ist als Spule mit dem
Kondensator 10 in Reihe geschaltet. Beim Zusammendrücken der
Feder 6 erfolgt eine Vergrößerung der Induktivität der Feder
als Spule und die Vergrößerung des Abstandes der Elektroden
11 und 12 des Kondensators 10 voneinander verringert dessen
Kapazität. Dies ist ein Beispiel, daß das Produkt L . C bei
Hubbewegung des Ventils konstant gehalten werden kann, was
die Variante 1 der Erfindung betrifft, bei der das Sensorsi
gnal ein amplitudenverändertes elektrisches Signal als Sen
sorsignal ist.
Es ist darauf zu achten, daß bei einer erfindungsgemäßen Aus
führungsform mit einem Kondensator mit hubabhängiger Kapazi
tätsänderung sich dieser Kondensator in einem Medium mit sich
nicht (unkontrolliert) ändernder Dielektrizitätskonstanten
befindet. Eine sich unkontrolliert ändernde Dielektrizitäts
konstante könnte z. B. dann auftreten, wenn sich dieser
(Luft)- Kondensator innerhalb eines üblicherweise im Motor
vorhandenen Ölnebels befindet. Diese Bedingung läßt sich aber
ohne weiteres einhalten, indem der ohnehin vom magnetischen
Aktuator ausgehende Ventilantrieb und die Ventilfeder außer
halb des eigentlichen Motorblocks angeordnet sind.
Claims (4)
1. Positionssensor für die augenblickliche Hubstellung eines
hubbewegten Körpers (1) in einer Einrichtung, bei der zusam
men mit der Hubbewegung (5) die Induktivität einer Spule (8)
verändert wird und diese Spule (8) Bestandteil eines elektri
schen Resonanzschwingkreises ist, dessen jeweils sich erge
bende Resonanzeigenschaft das vom Sensor ermittelte Posi
tionssignal ist, dadurch gekennzeich
net, daß nicht nur eine hubabhängige (5) Änderung der In
duktivität der Spule (8) sondern auch eine hubabhängige Ände
rung der Kapazität des Kondensators (10) des Resonanzschwing
kreises (L, C) vorgesehen sind, wobei die mit der Hubbewegung
(5) eintretende Induktivitätsänderung und Kapazitätsänderung
zueinander so bemessen sind, daß mit der Induktivitäts- und
Kapazitätsänderung entweder das Produkt (L . C) oder der Quo
tient (L/C) hubinvariant wenigstens im wesentlichen konstant
bleibt.
2. Positionssensor nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der hubbewegte Körper ein Gas
wechselventil (1) ist.
3. Positionssensor nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Ventilfeder (6) als Spule
(8) des Resonanzschwingkreises (L; C) benutzt ist.
4. Positionssensor nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der hubbewegte Körper der Kol
ben eines Einspritzventils ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19913868A DE19913868C1 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Positionssensor, geeignet für elektromagnetisch betriebene Ventilsteuerung |
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|---|---|---|---|
| DE19913868A DE19913868C1 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Positionssensor, geeignet für elektromagnetisch betriebene Ventilsteuerung |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19913868C1 true DE19913868C1 (de) | 2000-07-20 |
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| DE19913868A Expired - Fee Related DE19913868C1 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Positionssensor, geeignet für elektromagnetisch betriebene Ventilsteuerung |
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