DE19913807A1 - Verfahren zum Reinigen von hydrophobe Bestandteile enthaltenden Materialien - Google Patents
Verfahren zum Reinigen von hydrophobe Bestandteile enthaltenden MaterialienInfo
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Abstract
Es handelt sich um ein Verfahren zum Reinigen von hydrophobe Bestandteile enthaltenden Materialien, insbesondere von mit hydrophoben Stoffen kontaminierten Oberflächen. Bei diesem Verfahren wird auf das jeweils zu reinigende Material eine lipophile Substanz zum Lösen der hydrophoben Bestandteile ggf. unter zusätzlicher Einwirkung mechanischer Energie aufgebracht. Die lipophile Substanz kann entweder organische Carbonsäuren sowie Salzbildner oder Carbonsäuren allein enthalten. Nach einer ersten Alternative wird das Gemisch aus der lipophilen Substanz mit den darin gelösten/suspendierten Basen und den hydrophoben Bestandteilen unter Zugabe reinen Wassers in eine Emulsion oder Suspension mit die gelösten hydrophoben Bestandteile aufweisenden Tensiden in der Wasserphase überführt. Bei einer zweiten Alternative wird die Lösung aus der lipophilen Substanz und den hydrophoben Bestandteilen unter Zugabe einer natürlichen, basischen wässrigen Lösung, wie z. B. basisches Brauchwasser, Meerwasser oder natürliche Solen, in die beschriebene Emulsion oder Suspension mit die gelösten hydrophoben Bestandteile aufweisenden Tensiden in der Wasserphase überführt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von
hydrophobe Bestandteile enthaltenden Materialien, insbeson
dere von mit hydrophoben Stoffen kontaminierten Ober
flächen, wonach auf das jeweils zu reinigende Material eine
lipophile Substanz zum Lösen der hydrophoben Bestandteile,
ggf. unter zusätzlicher Einwirkung mechanischer Energie
aufgebracht wird.
Derartige oder vergleichbare Reinigungsverfahren sind
bekannt (vgl. beispielsweise DE-PS 197 37 486, PCT/EP 98/05353,
EP 0 024 340 sowie US 5 156 686). Solche Verfah
ren lassen sich beispielsweise bei Reinigungsprozessen in
der metallverarbeitenden Industrie und im Bereich von Werk
stätten, Fahrzeugreinigung, Altmotorenaufbereitung usw.
einsetzen. Dies gilt auch für die Reinigung von Gebrauchs
gegenständen, wie beispielsweise Utensilien von Großküchen,
Textilreinigung, Bodenreinigung usw.. Bei den hydrophoben
Bestandteilen, die im Rahmen des nachfolgend beschriebenen
Verfahrens von den zu reinigenden Materialien entfernt
werden, handelt es sich insbesondere um Öle und/oder Fette
natürlichen, mineralischen oder künstlichen Ursprungs.
Chemikalien, mit deren Hilfe hydrophobe Bestandteile ent
fernt werden können, sind in großer Auswahl bekannt. So
lassen sich beispielsweise tensidhaltige wässrige Lösungen
oder Emulsionen einsetzen, die hydrophobe Bestandteile
emulgieren und hierdurch von dem zu reinigenden Substrat
entfernen. - Die bekannten Verfahren haben sich zwar
bewährt, sind jedoch aufwendig, was die Anzahl der
Verfahrensschritte und den Verfahrensablauf angeht. Auch
werden natürliche Ressourcen kaum berücksichtigt. Hier will
die Erfindung Abhilfe schaffen.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein
Verfahren der eingangs beschriebenen Ausgestaltung so
weiterzuentwickeln, daß bei verringertem Aufwand eine
zugleich kostengünstige und schonende Entsorgung gewähr
leistet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der Erfindung nach
einer ersten Alternative ein Verfahren zum Reinigen von
hydrophobe Bestandteile enthaltenden Materialien, insbeson
dere von mit hydrophoben Stoffen kontaminierten Ober
flächen, wonach
- - auf das jeweils zu reinigende Material eine lipophile Substanz zum Lösen der hydrophoben Bestandteile, ggf. unter zusätzlicher Einwirkung mechanischer Energie, aufgebracht wird, wobei
- - die lipophile Substanz organische Carbonsäuren sowie Salzbildner, z. B. organische Amine und/oder anorgani sche basische Salze aufweist, und wonach
- - unter Wasserzugabe die Lösung aus der lipophilen Substanz und den hydrophoben Bestandteilen eine Wasser-in-Lösung- oder Lösung-in-Wasser-Emulsion oder -Suspension mit die gelösten hydrophoben Bestandteile aufweisenden Tensiden in der Wasserphase bildet.
Nach einem Alternativvorschlag ist Gegenstand der Erfindung
ein Verfahren zum Reinigen von hydrophobe Bestandteile ent
haltenden Materialien, insbesondere von mit hydrophoben
Stoffen kontaminierten Oberflächen, wonach
- - auf das jeweils zu reinigende Material eine lipophile Substanz zum Lösen der hydrophoben Bestandteile, ggf. unter zusätzlicher Einwirkung mechanischer Energie aufgebracht wird, wobei
- - die lipophile Substanz einzig organische Carbonsäuren aufweist, und wonach
- - unter Zugabe einer natürlichen basischen wässrigen Lösung, wie z. B. basisches Brauchwasser, Meerwasser oder natürliche Solen, die Lösung aus der lipophilen Substanz und den hydrophoben Bestandteilen eine Wasser-in-Lösung- oder Lösung-in-Wasser-Emulsion oder -Suspension mit die gelösten hydrophoben Bestandteile aufweisenden Tensiden in der Wasserphase bildet.
Dabei kann die mechanische Energie in Form von
(Hoch-)Druck, Schall (Ultraschall) sowie durch Einarbeiten
mittels Bürsten od. dgl. aufgebracht werden. Bei den
Carbonsäuren handelt es sich bevorzugt um Monocarbonsäuren,
insbesondere langkettige, gesättigte oder ungesättigte
Fettsäuren natürlichen oder synthetischen Ursprungs, welche
in wässriger basischer Lösung Carbonsäuresalze, insbeson
dere Fettsäuresalze, bilden.
Unter den zu entfernenden hydrophoben Bestandteilen sind im
Rahmen der Erfindung "wasserscheue" Substanzen zu verste
hen, insbesondere solche Komponenten, die Kohlenwasser
stoff-Reste in einer derartigen Länge und/oder Anzahl ent
halten, daß sie sich nicht mit Wasser (in jedem Mengen
verhältnis) vermischen lassen. - Die verwendeten lipophilen
Substanzen sind nach allgemeinem Verständnis "fettliebend",
so daß hydrophobe Molekülteile lipophil und hydrophile
Molekülbestandteile lipophob sind.
Unter langkettigen Fettsäuren werden im Rahmen der Offen
barung Carbonsäuren verstanden, deren Kettenlängen im für
Fettsäuren natürlichen ursprungstypischen C-Kettenlängen
bereich von 10 bis 22 C-Atomen liegen. Im engeren Sinne und
wegen ihrer Verfügbarkeit aus nachwachsenden Rohstoffen
werden hierunter bevorzugt Fettsäuren natürlichen Ursprungs
verstanden. Dies sind lineare gesättigte oder ein- oder
mehrfach ungesättigte Carbonsäuren mit einer geraden Anzahl
von C-Atomen im Bereich von C10-C22.
Immer wird grundsätzlich so vorgegangen, daß mit Hilfe der
lipophilen Substanz zunächst die hydrophoben Bestandteile
gelöst werden, und zwar ggf. unter zusätzlicher Einwirkung
mechanischer Energie. Die Salzbildner, z. B. organische
Amine und/oder anorganische basische Salze oder auch die
natürliche basische wässrige Lösung sorgen nun mit ihrer
Alkalität dafür, daß zumindest ein Teil der Fettsäuren in
ihre Anionen überführt wird. Diese Anionen gehen zusammen
mit den hydrophoben Stoffen bzw. Bestandteilen als
Suspension in die Wasserphase über. Aus der Wasserphase
können die vorgenannten Anionen in einem weiteren Schritt
ausgeflockt werden und lassen sich zusammen mit den
mitausgeflockten hydrophoben Bestandteilen des zu
reinigenden Materials nach bevorzugter Ausführungsform von
der Wasserphase trennen. In diesem Zusammenhang bildet die
Lösung aus der lipophilen Substanz und den hydrophoben
Bestandteilen eine Wasser-in-Lösung- oder
Lösung-in-Wasser-Emulsion oder -Suspension. Mit anderen
Worten werden die hydrophoben und abzutrennenden Bestand
teilen von der lipophilen Substanz gelöst und gleichsam
eingeschlossen, so daß die solchermaßen erzeugte Lösung
ähnlich einer Wasser-/Öl-Emulsion oder -Suspension von
einer hydrophilen Hülle umgeben wird, folglich die
beschriebene Abtrennung möglich ist. Dementsprechend bilden
sich die gelösten hydrophoben Bestandteile aufweisende
Tenside bzw. grenzflächenaktive Substanzen in der
Wasserphase.
Dabei wird grundsätzlich so vorgegangen, daß nach der
ersten Alternative mit Hilfe einer dem System bereits zuge
setzten wasserfreien Base die Umsetzung der Fettsäure in
ihr Salz bei Kontakt mit normalem Wasser und damit ohne
Zusatz von Basen zum Wasser die Suspendierbarkeit erreicht
wird. Mit anderen Worten wird die erforderliche Base zur
Umsetzung der Fettsäure in ihr suspendierbares Salz bereits
der Fettsäure zugemischt und reagiert im Kontakt mit
Wasser.
Bei der zweiten dargestellten Lösungsmöglichkeit wird der
beschriebene Umsetzungsvorgang durch die natürliche
basische wässrige Lösung eingeleitet bzw. vollführt. Das
heißt, hier ist vorgesehen, daß das verwendete Wasser
bereits genügend Alkalien enthält, um die beschriebene
Umsetzung zu einem Fettsäuresalz zu bewirken. - Bei den
Carbonsäuren kann es sich um Monocarbonsäuren, insbesondere
langkettige, gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren
natürlichen oder synthetischen Ursprungs handeln, die im
wässrigen, basischen Milieu Fettsäuresalze bilden. Im
übrigen können sich unter den Carbonsäuren kurzkettige
Monocarbonsäuren befinden, die als Lösungsvermittler
dienen.
Beispiele geeigneter Fettsäuren, die einzeln oder im
Gemisch miteinander erfindungsgemäß eingesetzt werden
können, sind Lauroleinsäure, Myristoleinsäure, Palmitolein
säure, Petrolselinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Vaccen
säure, Erucasäure, Linolsäure, Linolensäure, Arachidon
säure, Clupanodonsäure, α-Elaeostearinsäure und α-Parinar
säure. Wegen ihrer leichten großtechnischen Verfügbarkeit
ist Ölsäure besonders bevorzugt. Ölsäure hat weiterhin den
Vorteil, als verbreiteter Bestandteil tierischer und
pflanzlicher Öle und Fette eine Substanz darzustellen, die
ungiftig ist und die als Komponente von Viehfutter oder von
Substraten für mikrobiologische Fermentationsprozesse ver
wendet werden kann.
Für bestimmte Aufgabenstellungen wie beispielsweise die
Reinigung von Metallteilen, die mit angebackenen Ölen oder
Fetten verschmutzt sind, kann es Vorteile bieten, die Fett
säure oder das Gemisch von Fettsäuren mit kurzkettigen
Carbonsäuren mit 3 bis 9 C-Atomen, vorzugsweise mit 7 bis 9
C-Atomen, zu vermischen, wobei die Mischung bei einer
Temperatur unterhalb von 110°C flüssig ist. Dabei beträgt
der Anteil dieser kurzkettigen Carbonsäuren, bezogen auf
die Gesamtmasse der kurzkettigen Carbonsäuren und der Fett
säure oder der Mischung von Fettsäuren vorzugsweise etwa 5
bis 90 Gew.-%, insbesondere etwa 10 bis 80 Gew.-%. Dabei
wählt man die kurzkettigen Carbonsäuren vorzugsweise aus
aus Carbonsäuren mit einer ungeraden Anzahl von C-Atomen.
Besonders bevorzugt sind Heptansäure und Isononansäure.
2-Ethylhexansäure oder Caprylsäure können jedoch ebenfalls
verwendet werden. Ein Zusatz derartiger kurzkettiger
Carbonsäuren verbessert die Reinigungsleistung. Dabei
können die Fettsäuren, die mit den kurzkettigen Carbon
säuren vermischt werden, vorzugsweise 10 bis 22 C-Atome
aufweisen und gesättigt oder ungesättigt sein. Als
gesättigte Fettsäuren kommen beispielsweise in Betracht:
Caprinsäure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, Arachinsäure und Behensäure. Als ungesättigte
Fettsäuren sind insbesondere die weiter oben aufgeführten
ungesättigten Fettsäuren mit 10 bis 22 C-Atomen zu nennen.
Art und Menge der Fettsäuren sind so zu wählen, daß die
Mischung mit kurzkettigen Carbonsäuren bei einer Temperatur
unterhalb von 110°C, beispielsweise bei einer Temperatur
zwischen 40 und 110°C flüssig ist.
Eine Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die
langkettige Fettsäure bzw. das Gemisch langkettiger Fett
säuren, ggf. zusammen mit den hiermit vermischten kurz
kettigen Carbonsäuren, als homogene Flüssigkeit vorliegt.
In einer besonderen Ausführungsform besteht diese homogene
Flüssigkeit ausschließlich aus der Fettsäure bzw. den Fett
säuren, ggf. zusammen mit hiermit vermischten kurzkettigen
Carbonsäuren.
Die Salzbildner sind vorzugsweise in einem organischen
Lösungsmittel gelöst oder liegen als reine Substanz vor,
sind emulgiert oder suspendiert, wobei die Lösung, Emulsion
oder Suspension mit den Carbonsäuren eine Emulsion oder
Suspension bildet. Die Vermischung der Carbonsäuren mit den
Salzbildnern erfolgt gegebenenfalls erst kurz vor ihrem
Auftrag oder Eintrag, wobei eine mögliche Reaktion zwischen
den Carbonsäuren und den Salzbildnern so langsam verläuft,
daß ausreichend Zeit für das Eindringen der Carbonsäuren in
die hydrophoben Stoffe der zu reinigenden Materialien ver
bleibt. Dabei kann die Vermischung unmittelbar vor dem
Eintrag erfolgen, sie kann jedoch, sofern die
Suspension/Lösung stabil ist, auch beliebig lange vorher
vorhanden sein. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang,
daß überhaupt eine Lösung/Suspension als hydrophobe Phase
gebildet wird. So formen organische Amine stabile, wasser
freie Lösungen mit Ölsäure. Erst im Kontakt mit Wasser
bilden sich die entsprechenden Tenside.
Insgesamt kann im Rahmen der Erfindung bei Verwendung von
Meerwasser, basischem Brauchwasser oder sonstigen basischen
Wässern der Einsatz von Salzbildnern entsprechend reduziert
oder sogar völlig auf Salzbildner verzichtet werden. Immer
ist eine einwandfreie und umweltschonende Reinigung von
beispielsweise Anlagen, Anlagenteilen und Werkstücken auf
Schiffen, Plattformen, Tanks, Konstruktionen aus Stahl,
Beton, Kunststoffen u. ä. im Meerwasserbereich oder im
Bereich natürlich oder technisch vorkommender Solen gewähr
leistet. Ebenso kann Brackwasser zum Einsatz kommen. Bei
der zu reinigenden Oberfläche bzw. den die hydrophoben
Bestandteile enthaltenden Materialien kann es sich auch um
Wasser selbst handeln. Dies betrifft insbesondere auf dem
Wasser schwimmende hydrophobe Stoffe wie Öle, Fette oder
Teere. Auch lassen sich nach dem beschriebenen Verfahren
Oberflächen an natürlichem Strand bzw. einer Küste in ver
schiedenen Erscheinungsformen (Sand, Geröll, Fels etc.)
behandeln, die im Bereich des Meerwassers oder von Solen
liegen.
Nach weiter bevorzugter Ausführungsform ist vorgesehen, daß
die lipophile Substanz und/oder die Salzbildner nahrungs-
und futtermittelverträglich ist bzw. sind, d. h. grund
sätzlich Bestandteile aus Stoffen eingesetzt werden, die in
Nahrungs- oder Futtermitteln enthalten sein können. Immer
ist gewährleistet, daß nach Durchführung des erfindungs
gemäßen Verfahrens der überwiegende Teil der in wässriger
Phase vorliegenden oberflächenaktiven Substanzen zusammen
mit den emulgierten hydrophoben Stoffen aus dem Abwasser
wieder entfernt werden kann. In diesem Zusammenhang ist es
auch denkbar, daß die oberflächenaktiven Substanzen z. B.
durch den Zusatz mehrwertiger Kationen aus dem Abwasser
entfernt werden.
Immer kommt es darauf an, daß der rein lipophile Vorgang
der intensiven Vermischung mit den hydrophoben Bestand
teilen eine besondere Rolle spielt. Anschließend wird aus
schließlich natürliches Wasser ohne weitere Zusätze für die
Umsetzung zu einer Suspension eingesetzt. Dabei wird nach
der ersten Alternative das Gemisch aus der lipophilen
Substanz mit den darin gelösten oder suspensierten Basen
und den hydrophoben Bestandteilen unter Zugabe reinen
Wassers in die Emulsion oder Suspension mit die gelösten
hydrophoben Bestandteile aufweisenden Tensiden in der
Wasserphase überführt. Bei der zweiten Alternative wird die
Lösung aus der lipophilen Substanz und den hydrophoben
Bestandteilen unter Zugabe einer natürlichen, basischen
wässrigen Lösung, in die beschriebene Emulsion oder
Suspension mit die gelösten hydrophoben Bestandteile auf
weisenden Tensiden in der Wasserphase überführt.
Claims (8)
1. Verfahren zum Reinigen von hydrophobe Bestandteile
enthaltenden Materialien, insbesondere von mit hydrophoben
Stoffen kontaminierten Oberflächen, wonach
- - auf das jeweils zu reinigende Material eine lipophile Substanz zum Lösen der hydrophoben Bestandteile, ggf. unter zusätzlicher Einwirkung mechanischer Energie, aufgebracht wird, wobei
- - die lipophile Substanz organische Carbonsäuren sowie Salzbildner, z. B. organische Amine und/oder anorgani sche basische Salze aufweist, und wonach
- - unter Wasserzugabe die Lösung aus der lipophilen Substanz und den hydrophoben Bestandteilen eine Wasser-in-Lösung- oder Lösung-in-Wasser-Emulsion oder
- - Suspension mit die gelösten hydrophoben Bestandteile aufweisenden Tensiden in der Wasserphase bildet.
2. Verfahren zum Reinigen von hydrophobe Bestandteile
enthaltenden Materialien, insbesondere von mit hydrophoben
Stoffen kontaminierten Oberflächen, wonach
- - auf das jeweils zu reinigende Material eine lipophile Substanz zum Lösen der hydrophoben Bestandteile, ggf. unter zusätzlicher Einwirkung mechanischer Energie aufgebracht wird, wobei
- - die lipophile Substanz einzig organische Carbonsäuren aufweist, und wonach
- - unter Zugabe einer natürlichen basischen wässrigen Lösung, wie z. B. basisches Brauchwasser, Meerwasser oder natürliche Solen, die Lösung aus der lipophilen Substanz und den hydrophoben Bestandteilen eine Wasser-in-Lösung- oder Lösung-in-Wasser-Emulsion oder
- - Suspension mit die gelösten hydrophoben Bestandteile aufweisenden Tensiden in der Wasserphase bildet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die mechanische Energie in Form von Druck, Schall
sowie durch Einarbeiten mittels Bürsten od. dgl. aufge
bracht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß als Carbonsäuren Monocarbonsäuren, ins
besondere langkettige, gesättigte oder ungesättigte Fett
säuren natürlichen oder synthetischen Ursprungs, eingesetzt
werden, welche in wässriger basischer Lösung Carbon
säuresalze, insbesondere Fettsäuresalze, bilden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Salzbildner bereits im wasserfreien
Zustand anwesend sind und die Reaktion anschließend durch
Kontakt mit normalem Wasser hervorgerufen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Salzbildner hierzu in einem
organischen Lösungsmittel oder in Wasser gelöst, emulgiert
oder suspendiert werden, wobei die Lösung, Emulsion oder
Suspension mit den Carbonsäuren eine Emulsion oder
Suspension bildet.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vermischung der Carbonsäure mit dem
oder den Salzbildnern erst kurz vor ihrem Auf- oder Eintrag
oder - sofern die zugehörige Suspension/Lösung stabil ist -
auch beliebig lange vorher erfolgt, wobei eine mögliche
Reaktion zwischen Carbonsäuren und Salzbildnern so langsam
verläuft, daß ausreichend Zeit für das Eindringen der
Carbonsäuren in die hydrophoben Stoffe der zu reinigenden
Materialien verbleibt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die lipophile Substanz nahrungs- und
futtermittelverträglich ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999113807 DE19913807B9 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Verfahren zum Reinigen von hydrophobe Bestandteile enthaltenden Materialien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1999113807 DE19913807B9 (de) | 1999-03-26 | 1999-03-26 | Verfahren zum Reinigen von hydrophobe Bestandteile enthaltenden Materialien |
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| DE19913807B4 (de) | 2004-04-15 |
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