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DE19913771C1 - Schaltungsanordnung für ein elektrisches Netz sowie Verfahren zum Betreiben eines elektrischen Netzes - Google Patents

Schaltungsanordnung für ein elektrisches Netz sowie Verfahren zum Betreiben eines elektrischen Netzes

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DE19913771C1
DE19913771C1 DE1999113771 DE19913771A DE19913771C1 DE 19913771 C1 DE19913771 C1 DE 19913771C1 DE 1999113771 DE1999113771 DE 1999113771 DE 19913771 A DE19913771 A DE 19913771A DE 19913771 C1 DE19913771 C1 DE 19913771C1
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Juergen Weimer
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Mannesmann Sachs AG
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Abstract

Es wird eine Schaltungsanordnung für ein elektrisches Netz, insbesondere eine Schaltungsanordnung (11) für das Bordnetz (10) in einem Fahrzeug beschrieben, die eine Anzahl von Verbrauchern (12, 13) aufweist, die über jeweils eine Steuerelektronik (14, 15) mit einer als Batterie ausgebildeten Spannungsquelle (16) verbunden ist. Sofern einer der Verbraucher (12) derart ausgebildet ist, daß er in seinem Startbetrieb einen höheren Leistungsbedarf aufweist als in seinem Normalbetrieb, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß in der Startphase des Verbrauchers (12) über ein geeignetes Schalterelement (17) wenigstens eine weitere Steuerelektronik (15) temporär zugeschaltet wird. Diese weitere Steuerelektronik (15), die im Normalbetrieb mit einem anderen Verbraucher (13) verbunden ist, bewirkt, daß dem Verbraucher (12) im Startbetrieb die erforderliche Leistung zur Verfügung steht. Weiterhin wird ein entsprechend verbessertes Verfahren zum Betreiben eines elektrischen Netzes beschrieben.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für ein elektrisches Netz, insbesondere eine Schaltungsanordnung für das Bordnetz in einem Fahr­ zeug, mit einer Anzahl von Verbrauchern, die über jeweils eine Steuerelektronik mit einer Spannungsquelle verbunden sind.
Bei bekannten Schaltungsanordnungen für elektrische Netze ist es bisher üblich, daß jeder einzelne Verbraucher über eine eigene separate Steuerelektronik mit einer Spannungsquelle, beispielsweise einer Batterie, verbunden ist. Dabei muß die Steuerelektronik jeweils auf den maximalen Leistungsbedarf des mit ihr ver­ bundenen Verbrauchers ausgelegt sein.
In elektrischen Netzen, insbesondere in Bordnetzen für Fahrzeuge, sind üblicher­ weise eine Reihe von Verbrauchern vorhanden, die über ihren Betriebszeitraum einen unterschiedlichen Leistungsbedarf aufweisen. So werden beispielsweise in Bordnetzen für Fahrzeuge Verbraucher verwendet, zu deren Start eine hohe Lei­ stung erforderlich ist, die aber nur über einen kurzen Zeitraum benötigt wird. Im Laufbetrieb des Verbrauchers ist dann nur eine wesentlich geringere Leistung er­ forderlich. Dennoch muß bei solchen Verbrauchern die Steuerelektronik auf den maximalen Leistungsbedarf ausgelegt sein, um während der kurzen Startphase die geforderte Leistung zu erbringen. Für den Normalbetrieb ist die Steuerelek­ tronik somit überdimensioniert, was zu erhöhten Kosten führt.
Wenn bei Wahl einer geringer dimensionierten Steuerelektronik nur ein geringerer Startstrom zur Verfügung gestellt werden kann, bedeutet dies, daß der Verbrau­ cher entsprechend größer dimensioniert werden muß. Dies führt unter anderem zu einer Gewichtszunahme sowie zu einer Vergrößerung des erforderlichen Ein­ bauraums für den Verbraucher. Beide Faktoren sind jedoch insbesondere im Be­ reich des Fahrzeugbaus von erheblichem Nachteil.
Die DE 44 20 754 A1 betrifft eine Schaltungsanordnung zur getakteten Bestrom­ ung von mehreren Verbrauchern im Kraftfahrzeug, bei der ein Taktmodul gemein­ sam genutzt wird. Das Taktmodul gibt einen getakteten Strom an eine Schaltstufe ab, welche die nachgeschalteten Verbraucher individuell mit einem Speisestrom versorgt, wobei abhängig von einem Schaltsignal der getaktete Strom an mindestens einen der nachgeschalteten Verbraucher weitergeleitet wird. Abhängig davon welche der Verbraucher von dem Taktmodul bestromt sind, wird die Stromtaktung bedarfsgerecht darauf eingestellt.
Ausgehend vom genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Schaltungsanordnung für ein elektrisches Netz der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß die beschriebenen Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll eine Schaltungsanordnung bereitgestellt werden, die auch bei geringer Baugröße einen guten Wirkungsgrad aufweist und die kostengünstig herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung durch den Patent­ anspruch 1 gelöst.
Dabei liegt der Erfindung der grundlegende Gedanke zu Grunde, daß durch die verbesserte Schaltungsanordnung die bisher notwendige Verwendung von ei­ gentlich überdimensionierten Steuerelektroniken für einzelne Verbraucher vermie­ den werden kann. Dazu sieht die Erfindung vor, daß einem mit einer Steuerelek­ tronik verbundenen Verbraucher über das Schalterelement zumindest temporär eine weitere Steuerelektronik zugeschaltet werden kann. Diese weitere Steuere­ lektronik, die im Normalbetrieb mit einem anderen Verbraucher verbunden ist, bewirkt, daß dem Verbraucher im Zeitraum der Zuschaltung der weiteren Steue­ relektronik eine erhöhte Leistung zur Verfügung gestellt werden kann.
Dabei wird vorteilhaft die Steuerelektronik eines solchen Verbrauchers zugeschal­ tet, der im Moment der Zuschaltung nicht benötigt wird. Sobald der Verbraucher, der nunmehr mit zwei oder mehr Steuerelektroniken verschaltet ist, eine erhöhte Leistung nicht mehr benötigt, wird das Schalterelement erneut betätigt, so daß die wenigstens eine zusätzliche Steuerelektronik mit dem für sie eigentlich vorge­ sehenen Verbraucher verbunden wird.
Auf diese Weise kann beispielsweise für solche Verbraucher, die zumindest zeit­ weilig einen erhöhten Leistungsbedarf haben, eine im Vergleich zur bisherigen Lösung leistungsärmere Steuerelektronik - die auf den geringeren Leistungsbedarf im Normalbetrieb ausgelegt ist - verwendet werden, was zu Kosteneinsparungen führt.
Sofern die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung für das Bordnetz in einem Fahrzeug verwendet wird, kann hierdurch eine Bauraum- und Gewichtseinspa­ rung beim Motor erreicht werden.
Schließlich ist durch die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung auch ein einfa­ ches Lastmanagement möglich. So kann über das Schalterelement beispielsweise in Abhängigkeit vom Ladezustand der Spannungsquelle, beispielsweise einer Bat­ terie, ein zusätzlicher Verbraucher ein- beziehungsweise ausgeschaltet werden.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist nicht auf bestimmte Verbraucher beschränkt. Sie ist insbesondere jedoch auf solche Verbraucher anwendbar, die im Vergleich zum Normalbetrieb Zeiträume mit einem erhöhten Leistungsbedarf aufweisen.
Weiterhin kann die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung auch derart einge­ setzt werden, daß beispielsweise zwei Verbraucher über ein und dieselbe Steue­ relektronik angesteuert werden. Ein solcher Fall ist beispielsweise dann denkbar, wenn die Verbraucher nacheinander, abwechselnd oder nur zu bestimmten Zeit­ punkten verwendet werden. In diesem Fall ist es nicht mehr notwendig, daß jeder Verbraucher mit einer eigenen Steuerelektronik verbunden ist. Vielmehr kann die entsprechende Steuerelektronik über das Schalterelement je nach Bedarf mit dem richtigen Verbraucher verschaltet werden.
Vorteilhaft ist das Schalterelement dreipolig für dreiphasigen Drehstrom ausgebil­ det.
Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Eine weitere Lösung wird durch den Patentanspruch 2 beschrieben.
Dadurch können auch die Verbraucher mit höherem Leistungsbedarf mit einer niedriger dimensionierten Steuerelektronik verbunden sein. Somit wird die Schal­ tungsanordnung vereinfacht und kostengünstiger ausgestaltet. Bei Bedarf wird dem Verbraucher mit höherem Leistungsbedarf über das Schalterelement wenig­ stens eine weitere Steuerelektronik zugeschaltet.
Vorteilhaft können zwei oder mehr Schalterelemente vorgesehen sein, die jeweils - beispielsweise in einer Verbindungsleitung - zwischen einem Verbraucher und einer entsprechenden Steuerelektronik vorgesehen sind.
Grundsätzlich ist die Erfindung nicht auf eine bestimmte Anzahl von Schalterele­ menten beschränkt. Vielmehr ergibt sich die Anzahl der benötigten Schalterele­ mente je nach dem Leistungsbedarf der einzelnen Verbraucher. So ist es bei­ spielsweise denkbar, daß mehrere Steuerelektroniken, die normalerweise jeweils mit einem eigenen Verbraucher verbunden sind, zumindest zeitweilig über ent­ sprechende Schalterelemente mit einem einzigen anderen Verbraucher, bei­ spielsweise einem Verbraucher mit temporärem hohen Leistungsbedarf, verschal­ tet sind oder werden.
In weiterer Ausgestaltung kann das wenigstens eine Schalterelement mit einem Rechner verbunden sein. Über eine auf dem Rechner vorhandene geeignete Software kann die Steuerung des Schalterelements auf einfache Weise vorge­ nommen werden.
Vorzugsweise können zumindest einzelne Verbraucher vorgesehen sein, die einen unterschiedlichen Leistungsbedarf über den Zeitraum ihres Betriebs aufweisen. Dabei können diese Verbraucher im Zeitraum eines höheren Leistungsbedarfs über das Schalterelement mit der Steuerelektronik eines anderen Verbrauchers verbunden oder verbindbar sein oder werden.
Vorteilhaft ist der Verbraucher mit unterschiedlichem Leistungsbedarf über den Betriebszeitraum derart ausgebildet, daß er in seinem Startbetrieb einen höheren Leistungsbedarf aufweist als in seinem Normalbetrieb. In der Startphase des Ver­ brauchers, in der dieser einen erhöhten Leistungsbedarf hat, wird über das Schal­ terelement wenigstens eine weitere Steuerelektronik temporär zugeschaltet. Die­ se weitere Steuerelektronik, die im Normalbetrieb mit einem anderen Verbraucher verbunden ist, bewirkt, daß dem Verbraucher im Startbetrieb die erforderliche Leistung zur Verfügung steht. Im Normalbetrieb, das heißt im Laufbetrieb des Verbrauchers, wenn nur noch eine wesentlich geringere Leistung benötigt wird, wird das Schalterelement derart umgeschaltet, daß die wenigstens eine zusätzli­ che Steuerelektronik wieder mit dem für sie eigentlich vorgesehenen Verbraucher verbunden wird.
Vorteilhaft kann wenigstens einer der Verbraucher als elektrische Maschine aus­ gebildet sein. Derartige elektrische Maschinen dienen beispielsweise zur Erzeu­ gung von elektrischer Energie, die dann verschiedensten Verbrauchern zur Verfü­ gung gestellt wird.
Vorteilhaft können als elektrische Maschinen Synchronmaschinen, und hier ins­ besondere permanenterregte Synchronmaschinen, oder Asynchronmaschinen verwendet werden. Eine besonders erwähnenswerte Maschine ist beispielsweise der Starter-Generator für Fahrzeuge. Hierbei handelt es sich um eine elektrische Maschine, deren Rotoren über die Kurbelwellenlagerung des Verbrennungsmotors gelagert sind. Der Starter-Generator wird nicht nur zum Starten und Stoppen des Motors verwendet, sondern er kann auch während des Motorbetriebs verschie­ dene Funktionen übernehmen, wie beispielsweise Bremsfunktionen, Boosterfunk­ tionen, Batteriemanagement, aktive Schwingungsdämpfung, Synchronisierung des Verbrennungsmotors oder dergleichen.
Insbesondere beim Starter-Generator ist zu dessen Start ein hoher Startstrom (über 300 A) erforderlich, der aber nur eine sehr kurze Zeit (bis zu 2 Sekunden) anliegen muß. Im Laufbetrieb des Starter-Generators wird nur ein wesentlich ge­ ringerer Strom (etwa 100 A) benötigt. Bisher mußte beim Starter-Generator die Steuerelektronik auf den hohen Spitzenstrom ausgelegt sein, um auch bei niedri­ gen Verbrennungsmotortemperaturen starten zu können. Für den Normalbetrieb war die Steuerelektronik somit überdimensioniert. Durch die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung kann der Starter-Generator nunmehr über eine Steuerelek­ tronik, die auf den niedrigeren Leistungsbedarf des Starter-Generators im Laufbe­ trieb ausgelegt ist, mit der Spannungsquelle verbunden sein. In der Startphase des Starter-Generators wird über das Schalterelement wenigstens eine weitere Steuerelektronik temporär zugeschaltet. Über die zusätzliche Steuerelektronik steht dem Starter-Generator im Startbetrieb der erforderliche Strom zur Verfü­ gung. Nach Beendigung des Starter-Generators Starts wird das Schalterelement umgeschaltet, so daß die wenigstens eine zusätzliche Steuerelektronik mit dem für sie eigentlich vorgesehenen Verbraucher verbunden wird. Dabei wird vorteil­ haft die Steuerelektronik eines solchen Verbrauchers zugeschaltet, der in der Startphase des Starter-Generators - und damit in der Startphase eines Fahrzeugs - nicht benötigt wird.
Solche Verbraucher sind beispielsweise ein Klimakompressor, eine Wärmepumpe oder dergleichen.
Wenn der Verbraucher mit dem höheren Leistungsbedarf als elektrische Maschine und hier insbesondere als Starter-Generator für einen Verbrennungsmotor aus­ gebildet ist, werden die hohen Startströme im allgemeinen nur bei sehr kalten Verbrennungsmotoren benötigt. Bei betriebswarmen Motoren ist ein Start mit deutlich geringerem Strom möglich.
Um die Steuerelektronik und das Schaltelement möglichst klein auszulegen, kann in solchen Fällen die Zuschaltung einer weiteren Steuerelektronik vorteilhaft nur bei kaltem Verbrennungsmotor erfolgen. Typische Temperaturwerte liegen im Bereich von kleiner 20°C bis hin zu -40°C.
Eine solche Vorgehensweise ist besonders wichtig, wenn der Verbrennungsmotor über eine sogenannte Start-Stop-Funktion verfügt. Eine solche Funktion sieht vor, daß der warme Motor bei Stillstand des Fahrzeugs, etwa an einer Ampel oder einer geschlossenen Schranke, abgeschaltet und beim erneuten Anfahren wieder eingeschaltet wird. Das bedeutet, daß der Motor sehr häufig ein- und ausgeschal­ tet wird. Wenn die Zusammenschaltung mehrerer Steuerelektroniken während der Kaltphase des Motors erfolgt, lassen sich die Schaltvorgänge von ca. 200.000/Lifetime mit Start-Stop auf ca. 40.000/Lifetime nur Kaltstart reduzie­ ren.
Vorteilhaft ist die Spannungsquelle als Batterie, insbesondere als 36 V-Batterie, ausgebildet. Neben dem bisher üblichen 14 V-Netz sind in der Automobilindustrie Bestrebungen im Gange, ein 42 V-Bordnetz einzuführen. Dabei betragen die Nennspannungen der Bordnetze beim Laden 14 V, beziehungsweise 42 V. Insbe­ sondere durch das beabsichtigte 42 V-Bordnetz soll der starken Zunahme von elektrischen Komponenten im Fahrzeug und dem damit drastisch ansteigenden Leistungsbedarf Rechnung getragen werden. Die einzelnen Verbraucher eines solchen 42 V-Bordnetzes können vorteilhaft mittels der erfindungsgemäßen Schal­ tungsanordnung verschaltet werden.
In weiterer Ausgestaltung kann die Steuerelektronik ein Steuerteil und ein Lei­ stungsteil aufweisen. Die Steuerteile können beispielsweise als Rechner, Micro­ controllerschaltung, Spannungsversorgung, Signalaufbereitung oder dergleichen ausgebildet sein. Der Leistungsteil weist vorzugsweise einen oder mehrere Lei­ stungshalbleiter auf. Im Leistungsteil wird der von der Spannungsquelle bereitge­ stellte Gleichstrom in einen Wechselstrom umgewandelt. Natürlich kann die Rich­ tung der Umwandlung - etwa im Generatorbetrieb - auch umgekehrt sein.
Grundsätzlich ist ein bestimmter Aufbau der Steuerelektronik nicht zwingend vorgeschrieben. Vorteilhaft ist jedoch, wenn die Steuerelektronik einen Schal­ tungsteil aufweist, der mit einem oder mehreren Leistungshalbleitern aufgebaut ist.
Üblicherweise weist jede Steuerelektronik jeweils wenigstens ein Steuerteil und ein Leistungsteil auf. Es sind jedoch auch andere Ausgestaltungsformen denkbar. So können beispielsweise die Steuerteile verschiedener Steuerelektroniken schal­ tungstechnisch und/oder baulich zu einem einzigen gemeinsamen Steuerteil zu­ sammengefaßt werden. In diesem Fall sind dann lediglich die Leistungsteile der Steuerelektroniken getrennt von einander für die einzelnen Verbraucher angeord­ net.
In weiterer Ausgestaltung kann das Schalterelement mit der Steuerelektronik oder mit einzelnen Komponenten der Steuerelektronik in einem einzigen Gehäuse zusammengefaßt sein.
Die Erfindung wird nun exemplarisch an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. Es zeigt die einzige Fig. 1 in schematischer Weise eine Schaltungsanordnung gemäß der vorliegen­ den Erfindung.
In Fig. 1 ist ein Bordnetz 10 für ein Fahrzeug dargestellt, das eine Schaltungs­ anordnung 11 aufweist. Im Bordnetz 10 ist eine als 36 V-Batterie ausgebildete Spannungsquelle 16 vorgesehen, über die verschiedene Verbraucher 12, 13 mit der erforderlichen Leistung versehen werden. Der besseren Übersicht halber sind im Ausführungsbeispiel lediglich zwei Verbraucher 12, 13 dargestellt. Es ist je­ doch selbstverständlich, daß auch wesentlich mehr Verbraucher vorgesehen sein können.
Im Ausführungsbeispiel ist der Verbraucher 12 als Starter-Generator ausgebildet. Ein solcher Starter-Generator benötigt in seiner Startphase einen hohen Start­ strom von über 300 A, der aber nur eine sehr kurze Zeit, bis zu 2 Sekunden lang, anliegen muß. Im Normalbetrieb des Starter-Generators 12 wird nur ein wesent­ lich geringerer Strom von etwa 100 A benötigt. Dieser Strom wird dem Starter- Generator 12 über eine Steuerelektronik 14 bereitgestellt, die mit diesem über eine Verbindungsleitung 19 verbunden ist.
Die Steuerelektronik 14 weist ein Steuerteil 24 und ein Leistungsteil 25 auf, das ein oder mehrere Leistungshalbleiter aufweist. Im Leistungsteil 25 wird der von der Spannungsquelle 16 bereitgestellte Gleichstrom in einen Wechselstrom um­ gewandelt. Dazu ist die Steuerelektronik 14 über eine Leitung 21 mit einer von der Spannungsquelle 16 abgehenden Leitung 23 verbunden.
Der weiterhin in Fig. 1 dargestellte Verbraucher 13 ist beispielsweise als Klima­ kompressor ausgebildet, der jedoch nur zu bestimmten Zeiten und nicht perma­ nent während des Betriebs des Fahrzeugs benötigt wird. Der Verbraucher 13 ist über eine Verbindungsleitung 18 ebenfalls mit einer geeigneten Steuerelektronik 15 verbunden, die wiederum einen Steuerteil 26 und einen Leistungsteil 27 auf­ weist. Die Steuerelektronik 15 ist über eine entsprechende Leitung 22 mit der von der Spannungsquelle 16 abgehenden Leitung 23 verbunden.
In der Verbindungsleitung 18 zwischen dem Verbraucher 13 und der Steuerelek­ tronik 15 ist weiterhin ein Schalterelement 17 vorgesehen. Über eine entspre­ chende Betätigung des Schalterelements 17 kann die Steuerelektronik 15 des Verbrauchers 13 zumindest temporär mit dem Verbraucher 12 verschaltet wer­ den. Dazu ist das Schalterelement 17 mit einer entsprechenden Verbindungslei­ tung 20, die zum Verbraucher 12 führt, verbunden. Sofern die Steuerelektronik 15 mit dem Verbraucher 12 verbunden ist, sind die beiden Steuerelektroniken 14 und 15 parallel geschaltet.
Nachfolgend wird nun das Verfahren zum Betreiben des Bordnetzes 10 für das Fahrzeug beschrieben.
Wenn der Starter-Generator 12 gestartet werden soll, ist hierzu ein hoher Start­ strom von 300 A erforderlich. Im Laufbetrieb des Starter-Generators wird jedoch nur ein wesentlich geringerer Strom von 100 A benötigt. Um bei der Schaltungs­ anordnung 11 die bisher notwendige Verwendung einer eigentlich überdimensio­ nierten und auf den Strom von 300 A ausgelegten Steuerelektronik 14 für den Starter-Generator 12 zu vermeiden, ist zunächst vorgesehen, daß der Starter- Generator 12 über eine Steuerelektronik 14, die nur auf den niedrigeren Strom des Starter-Generators 12 im Laufbetrieb (100 A) ausgelegt ist, mit der Span­ nungsquelle 16 verbunden ist. In der Startphase des Starter-Generators 12, in der dieser den erhöhten Strom benötigt, wird über das Schalterelement 17 eine weitere Steuerelektronik 15 temporär zugeschaltet. Die weitere Steuerelektronik 15, die im Normalbetrieb mit dem Klimakompressor verbunden ist, bewirkt, daß dem Starter-Generator 12 im Startbetrieb der erforderliche Strom in Höhe von 300 A zur Verfügung steht. Nach Beendigung der Startphase des Starter-Generators 12 (etwa nach 2 Sekunden), wird das Schalterelement 17, das über einen Rechner, beispielsweise den Bordrechner des Fahrzeugs, gesteuert wird, umgeschaltet, so daß die Steuerelektronik 15 wieder mit dem für sie eigentlich vorgesehenen Ver­ braucher 13 verbunden wird. Nun kann auch dieser Verbraucher 13 betrieben werden.
Wenn der Verbraucher als Starter-Generator für einen Verbrennungsmotor aus­ gebildet ist, werden die hohen Startströme nur während des Kaltstarts des Mo­ tors benötigt. In diesem Fall kann es vorteilhaft sein, daß die beiden Steuerelek­ troniken 14, 15 nur in der Kaltphase des Motors zusammengeschaltet werden. Beim warmen Verbrennungsmotor ist ein Start des Starter-Generators nur mit der Steuerelektronik 14 möglich. Die Steuerelektronik 15 wird dann nicht mehr be­ nötigt.

Claims (9)

1. Schaltungsanordnung für ein elektrisches Netz, insbesondere Schaltungsan­ ordnung (11) für das Bordnetz (10) in einem Fahrzeug, mit einer Anzahl von Verbrauchern (12, 13), die über jeweils eine Steuerelektronik (14, 15) mit ei­ ner Spannungsquelle (16) verbunden sind, wobei wenigstens ein Schalterele­ ment (17) vorgesehen ist, das zwischen einem der Verbraucher (13) und der entsprechenden Steuerelektronik (15) angeordnet ist und daß die mit dem Schalterelement (17) verbundene Steuerelektronik (15) über das Schalterele­ ment (17) zumindest zeitweilig mit einem anderen Verbraucher (12) verschal­ tet oder verschaltbar ist oder wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwei über das Schalterelement (17) mit einem Verbraucher (12) verbun­ dene Steuerelektroniken (14, 15) parallel verschaltet oder verschaltbar sind oder werden.
2. Schaltungsanordnung nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einzelne Verbraucher (12) mit zu anderen Verbrauchern (13) jeweils unterschiedlichem Leistungsbedarf vorgesehen sind und daß eine Steuerelektronik (15), die mit einem Verbraucher (13) mit niedrigerem Lei­ stungsbedarf verbunden ist, über das Schalterelement (17) mit einem Ver­ braucher (12) mit höherem Leistungsbedarf verbunden oder verbindbar ist oder wird.
3. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß zwei oder mehr Schalterelemente (17) vorgesehen sind, die jeweils zwischen einem Verbraucher (13) und einer entsprechenden Steuerelektronik (15) vorgesehen sind.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Schalterelement (17) mit einem Rechner verbunden ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zumindest einzelne Verbraucher (12) vorgesehen sind, die einen unterschiedlichen Leistungsbedarf über den Zeitraum ihres Betriebs aufweisen und daß diese Verbraucher (12) im Zeitraum eines höheren Leistungsbedarfs über das Schalterelement (17) mit der Steuerelektronik (15) eines anderen Verbrauchers (13) verbunden oder verbindbar sind oder werden.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbraucher (12) mit unterschiedlichem Leistungsbedarf über den Betriebszeit­ raum derart ausgebildet ist, daß er in einem Startbetrieb einen höheren Lei­ stungsbedarf aufweist als in seinem Normalbetrieb.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß wenigstens einer der Verbraucher (12) als elektrische Maschine, insbesondere als Synchronmaschine oder Asynchronmaschine, ausgebildet ist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Spannungsquelle (16) als Batterie, insbesondere als 36 V- Batterie, ausgebildet ist.
9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Steuerelektronik (14, 15) einen Steuerteil (24, 26) und einen Leistungsteil (25, 27) aufweist.
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