DE19913551A1 - System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten, die in einem Datenträger abspeicherbar sind, wobei der Datenträger (D) einem Bauteileträger (B, B') zugeordnet ist, der eine Mehrzahl von Bauteilen gleichen Typs aufweist, die in einem oder mehreren Fertigungsschritten zur Bestückung von Schaltungsträgern eines als Baugruppe ausgebildeten Gegenstands dienen, und daß Mittel vorgesehen sind, so daß die bauteilebezogenen Daten zur Bildung einer Bauteilekennung (10) auslesbar sind. DOLLAR A Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Schaltung auf einem Schaltungsträger, der mit einer Vielzahl von elektrischen Bauteilen unterschiedlichen Typs bestückt wird, wobei eine Mehrzahl von elektrischen Bauteilen gleichen Typs lösbar auf einem gemeinsamen Bauteileträger bereitgehalten werden, wobei den Bauteileträgern (B) jeweils ein Datenträger (D) mit einem Speicher (S) zugeordnet werden, in dem bauteilebezogene Daten abgespeichert sind, und daß die bauteilebezogenen Daten in dem Speicher (S) derart verändert werden, daß nach der Bestückung des Schaltungsträgers mit den Bauteilen eines Bauteileträgers (B, B') die Anzahl der verbrauchten Bauteile in dem Datenträger (D) feststellbar ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein System zur Verarbeitung
von bauteilebezogenen Daten nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1. Ferner bezieht sich die Erfindung auf
ein Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Schaltung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 10.
Aus der DE 295 12 330 U1 ist ein System zur Verarbeitung
von bauteilebezogenen Daten bekannt, nach dem ein
Datenträger als elektronischer Produktpaß das Produkt bzw.
den herzustellenden Gegenstand während der Fertigung und
gegebenenfalls während des Betriebes beim Benutzer
begleitet. Auf dem Datenträger sind sogenannte
Produktbasisdaten gespeichert, die die Produktqualität und
die Produktausstattung während des Produktlebenslaufes
dokumentieren. Damit kann eine Nachverfolgbarkeit der
Produktqualität im Rahmen von Fertigung, Montage, Service
und Recyclingvorgängen sichergestellt werden. Nachteilig an
dem bekannten System ist jedoch, daß der Datenträger erst
mit Daten, insbesondere Auftragsdaten, beschrieben wird,
wenn der zu bezeichnende Gegenstand gegenständlich
bereitgestellt ist. Handelt es sich bei dem Gegenstand um
eine Baugruppe mit einer Vielzahl von Bauteilen, bleiben
die Fertigungsinformationen zur Bildung der Baugruppe
unberücksichtigt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein System zur
Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten einer Baugruppe
derart weiterzubilden, daß auf einfache Weise eine
verbesserte Transparenz der Bauteile während der Fertigung
gewährleistet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist das System die Merkmale des
Patentanspruchs 1 auf.
Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Systems besteht
darin, daß bauteilebezogene Daten der tatsächlich
verwendeten Bauteile für die Herstellung einer Baugruppe
erfaßt, gespeichert und derart aufbereitet werden können,
daß eine Zurückverfolgbarkeit der einzelnen verwendeten
Bauteile gegeben ist. Vorzugsweise dienen diese Bauteile
zur Bestückung eines Schaltungsträgers, der nach Bestückung
als Baugruppe mit weiteren Baugruppen verknüpft wird.
Grundgedanke der Erfindung ist es dabei, jeweils einem
Bauteileträger einen Datenträger vor deren Verarbeitung der
Bauteile zuzuordnen, vorzugsweise mit dem Eingang der
Bauteile in den Fertigungsbetrieb. Hierdurch wird eine
sichere Kopplung der bauteilebezogenen Daten zu den
jeweiligen Bauteilen geschaffen, so daß zum einen jederzeit
die bauteilebezogene Daten für den jeweiligen
Fertigungsschritt verfügbar sind und zum anderen diese
Daten in den jeweiligen Fertigungsschritten zur Auswertung
oder Weiterverarbeitung vorliegen. Durch Zusammenwirken mit
mindestens einer Datenbank wird eine sich durch die
Fertigung ziehende Transparenz geschaffen, die die
Effektivität der Fertigung erhöht und die
Zurückverfolgbarkeit der einzelnen Bauteile bis zu dem
Hersteller der Bauteile ermöglicht.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung können die
bauteilebezogenen Daten zur Bildung einer Bauteilekennung
genutzt werden, die in codierter Form
Herstellerinformationen der Bauteile, beispielsweise
Bauteile-Charge, Herstellername, Losnummer etc., enthalten
und in einer Produktdatenbank der jeweiligen Baugruppe als
fertigungsbezogene Daten zugeordnet werden.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Datenträger
unverlierbar mit dem Bauteileträger verbunden. Hierdurch
wird eine sichere Zuordnung der auf dem Datenträger
gespeicherten bauteilebezogenen Daten zu den Bauteilen
selbst hergestellt. Eine Fehlbestückung kann sicher
vermieden werden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung können die
bauteilebezogenen Daten des dem Bauteileträger zugeordneten
Datenträgers nach der Bestückung in einer
Bestückungseinheit um verbrauchsbezogene Daten erweitert
werden. Diese Daten können dazu genutzt werden, den
aktuellen Bestand des Bauteileträgers an Bauteilen zu
erfassen, so daß die nicht verbrauchten Bauteile für
Montageprozesse anderer Baugruppen schnell einsetzbar
bereitgehalten werden können.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die
Bestückungseinheit mit einem Leitrechner verbunden, in dem
auf die Bestückungseinheit bezogene vorgegebene Daten
speicherbar sind. Durch Vergleich dieser gespeicherten
bestückungsbezogenen Daten mit den auf dem Datenträger
gespeicherten bauteilebezogenen Daten kann relativ schnell
und sicher festgestellt werden, ob die richtigen Bauteile
der Bestückungseinheit zugeordnet worden sind.
Beispielsweise kann für den Fall, daß ein
Bauteilechargenfehler eingetreten ist, die entsprechende
Information in eine Kontrolldatenbank eingeschrieben
werden, so daß nach Zuführung der betreffenden Bauteile der
Fehler durch den Leitrechner erkannt wird. Eine Bestückung
der Bestückungseinheit mit den fehlerhaften Bauteilen kann
somit vermieden werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es weiterhin, ein
Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Schaltung
anzugeben, so daß die Steuerung und Überwachung der
Produktionsprozesse verbessert werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist die Erfindung die Merkmale
des Patentanspruchs 10 auf.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht
insbesondere darin, daß stets die aktuelle Anzahl der noch
auf dem Bauteileträger befindlichen Bauteile an dem
Bauteileträger selbst herauslesbar ist. Dies wird
gewährleistet durch einen Datenträger, der nach der
Entnahme von Bauteilen durch beispielsweise eine
Bestückungseinheit stets aktualisiert wird. Somit kann eine
effektive Ausnutzung der Bauteileträger bewirkt werden, da
die aktuelle Zahl der auf dem Bauteileträger angeordneten
Bauteile schnell ermittelbar ist. Insbesondere kann bei
einem Rüstwechsel auf solche Bauteileträger zurückgegriffen
werden, deren Anzahl von Bauteilen mit der vorgegebenen
erforderlichen Anzahl von Bauteilen übereinstimmt bzw.
diese knapp übersteigt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild über den zeitlichen Verlauf
eines mit einem Datenträger verbunden
Bauteileträgers zur Fertigung einer Baugruppe und
Fig. 2 ein Blockschaltbild über die Verarbeitung der in
einem Datenträger abgespeicherten
bauteilebezogenen Daten innerhalb des
Fertigungsprozesses.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf den Einsatz von
Bauteilen in einem Fertigungsprozeß, die in großer
Stückzahl zur Herstellung von unterschiedlichen Baugruppen
dienen. Dabei weisen die Baugruppen eine Mehrzahl von
Bauteilen unterschiedlichen Typs auf. Die unterschiedlichen
Baugruppen weisen eine Anzahl von gemeinsamen Bauteilen und
eine Anzahl von unterschiedlichen Bauteilen auf. Die im
folgenden beschriebenen Abläufe beziehen sich auf als
Schaltungsträger ausgebildete Baugruppen, die mit einer
Mehrzahl von Bauteilen bestückt werden.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, werden Bauteile von einem
Lieferanten 1 an den Fertigungsbetrieb angeliefert. In
einer Wareneingangskontrolle 2 werden die Bauteile mit den
üblichen Markierungen versehen. Dabei werden sie auf einem
Bauteileträger B, der vorzugsweise als Rollengebinde
ausgebildet ist, bereitgehalten. Es werden bauteilebezogene
Daten oder Herstellerdaten, insbesondere Teilenummern,
Datum, Hersteller der Bauteile in einer Herstellerdatenbank
H abgespeichert.
Dem Bauteileträger B wird ein Datenträger D zugeordnet, der
vorzugsweise als Chipkarte ausgebildet ist. Der Datenträger
D wird lösbar und unverlierbar an dem Bauteileträger B
befestigt. Der Datenträger D wird mit den in der
Herstellerdatenbank H abgespeicherten bauteilebezogenen
Daten beschrieben, insbesondere mit der Ist-Stückzahl der
auf dem Bauteileträger B angeordneten Bauteile sowie
Herstellerdaten. Der Bauteileträger B wird mit dem ihm
zugeordneten Datenträger D in einem Lager 3 des
Fertigungsbetriebes bereitgehalten.
Zur automatischen Bestückung von Schaltungsträgern,
insbesondere Leiterplatten wird der Bauteileträger B
zusammen mit dem Datenträger D einer Bestückungseinheit 4
zugeführt. Der Bauteileträger B wird in einem Fach bzw.
einer Spur SP einer nicht dargestellten Zuführeinheit des
Bestückungseinheit 4 positioniert, während der Datenträger
D in einem dieser Spur SP zugeordneten Kartenleser KL
eingesetzt wird. Dieser ermöglicht das Lesen der auf dem
Datenträger D gespeicherten Informationen. In Abhängigkeit
von dem Dateninhalt des Datenträgers D kann die Bestückung
des Schaltungsträgers mittels einer Mehrzahl von Bauteilen
durchgeführt werden.
Die Bestückung des Schaltungsträgers mit den jeweiligen
Bauteilen der Bauteileträger B erfolgt im Zusammenwirken
mit einem Leitrechner 7, der in Abhängigkeit von einem
Fertigungsauftrag 12 die Bestückung des Schaltungsträgers
mit den Bauteilen steuert. Nach einem vorgegebenen Programm
wird der Schaltungsträger mit den auf den Bauteileträgern B
angeordneten Bauteilen bestückt.
Sobald feststeht, wie viele Bauteile des entsprechenden
Bauteileträgers B für diesen Fertigungsschritt benötigt
wurden, werden verbrauchsbezogene Daten 6 in den
Datenträger D eingelesen. Dies kann vorzugsweise nach
Beendigung der Bestückung erfolgen, wobei der Leitrechner 7
die verbrauchten Bauteile zählt und die entsprechende
Anzahl über den Kartenleser KL in den Speicher S des
Datenträgers D einschreibt. Diese verbrauchsbezogenen Daten
können in einem vorgesehenen Speicherbereich des
Datenträgers D abgespeichert werden. Alternativ kann auch
die Differenz zwischen der vor Bestückung vorhandenen
Bauteile auf dem Bauteileträger B und den verbrauchten
Bauteilen in dem Leitrechner 7 gebildet werden, so daß
jeweils nach der Bestückung der aktualisierte Bestand an
Bauteilen in den Speicher S des Datenträgers D
eingeschrieben wird.
Zusätzlich können die bauteilebezogenen Daten des
Datenträgers D zusammen mit bestückungsbezogenen bzw.
fertigungsbezogenen Daten, die infolge der Bestückung
angefallen sind, insbesondere Informationen über die
Baugruppe, zur Generierung einer die Baugruppe
kennzeichnenden Seriennummer in einer Produktdatenbank P
abgelegt werden. Die Produktdatenbank P enthält alle die im
Zusammenhang mit der Bestückung relevanten Qualitätsdaten
(Q-Daten). Diese Produktdatenbank P ermöglicht die
Zurückverfolgbarkeit der Bauteile nach Beendigung der
Fertigung und Auslieferung an den Kunden.
Zwischen der Produktdatenbank P und der Herstellerdatenbank
H besteht eine Datenverbindung, so daß die
Herstellerdatenbank als Lagerverwaltungseinheit 5 genutzt
werden kann, in der beispielsweise die Anzahl und der Typ
der verbrauchten Bauteile verarbeitet werden, so daß
schnell und zuverlässig der aktuelle Bestand der Bauteile
verfügbar ist. Die Herstellerdatenbank H ermöglicht die
Bestandstransparenz der Bauteile.
Weiterhin ist dem Leitrechner 7 eine Kontrolldatenbank K
zugeordnet, in der fertigungsbezogene Kontrolldaten
abgespeichert sind. Diese können bauteilebezogene Daten von
Bauteilen umfassen, die als fehlerhaft erkannt worden sind
und daher nicht bestückt werden sollen. Die Abfrage der
Kontrolldatenbank K erfolgt nach Bearbeitung der
Fertigungsauftrags 12 durch den Leitrechner 7 und vor der
Freigabe des Bestückens der Bauteileträger B durch den
Leitrechner 7. Dieser Kontrollmechanismus ermöglicht eine
rechtzeitiges und sicheres Stoppen von im Rahmen der
Fertigung erkannten fehlerhaften Bauteilen. Der Ausschuß
von Baugruppen mit einer Vielzahl von Bauteilen, infolge
der Bestückung eines fehlerhaften Bauteiles kann hierdurch
sicher vermieden werden.
Sind die Bauteile des Bauteileträgers B nicht vollständig
in der Bestückungseinheit 4 verarbeitet worden, wird der
Bauteileträger B zurück in das Lager 3 verbracht, bis er
für einen weiteren Fertigungsauftrag benötigt wird. Im
Lager ist jederzeit durch Auslesen des Datenträgers D die
Ist-Stückzahl des Bauteileträgers B verfügbar.
Für einen weiteren Fertigungsauftrag kann wirtschaftlich
ein solcher Bauteileträger B ausgesucht werden, dessen
Anzahl von Bauteilen zu der erforderlichen Anzahl von
Bauteilen am besten paßt. Zu diesem Zweck können die
Inhalte der Datenträger D zentral in der
Lagerverwaltungseinheit 5 gespeichert sein. Durch eine
entsprechende Kennung der Datenträger D kann eine Zuordnung
leicht vorgenommen werden. Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist,
kann der gleiche Bauteileträger B für einen weiteren
Fertigungsauftrag verwendet und der Bestückungseinheit 4
zugeführt werden. Nach Beendigung des Fertigungsschrittes
wird der Datenträger D mit den verbrauchsbezogenen Daten 6
beschrieben.
Ist der Bauteileträger B vollständig aufgebraucht, kann der
Datenträger D von dem Bauteileträger B getrennt werden und
einen anderen Bauteileträger B' zugeordnet werden. Zu
diesem Zweck wird der Datenträger D, wie oben beschrieben,
mit den entsprechenden Herstellerdaten, wie Bauteile,
Charge, Hersteller, Kalenderwoche der Herstellung, Los-Nr.
etc., die sich auf die dem Bauteileträger B' zugeordneten
Bauteile beziehen, beschrieben. Im weiteren wird dieser
Bauteileträger B' in dem Lager 3 für die Bestückung einer
Leiterplatte in der Bestückungseinheit 4 bereitgehalten,
bis er in der oben beschriebenen Weise der
Bestückungseinheit zugeführt wird. Der Datenträger D hat
eine hohe Lebensdauer und kann unabhängig von dem Typ der
Bauteile eingesetzt werden. Wesentlich ist, daß der
Datenträger D zu dem Bauteileträger B kompatibel ist.
Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, können die auf dem
Datenträger D gespeicherten bauteilebezogenen Daten, die
die sogenannten Qualitätssicherungs-Daten (QS-Daten)
umfassen, zur Verbesserung der Fertigungslogistik
eingesetzt werden. Zum einen können diese auf die einzelnen
Bauteileträger B, B' bezogenen QS-Daten in der
Herstellerdatenbank H der Lagerverwaltungseinheit 5
gespeichert sein. Diese ist vorzugsweise als Rechner mit
einem Mikroprozesser und einem Speicher ausgebildet.
Hierdurch sind die bauteilebezogenen Daten in dem Lager 3
jederzeit verfügbar.
Dadurch, daß diese QS-Daten auch in dem Datenträger D
gespeichert sind, kann der Datenträger D vorteilhaft dazu
benutzt werden, eine Überprüfung auf korrekte Zuführung der
entsprechenden Bauteile zu der Bestückungseinheit 4 zu
gewährleisten. Zu diesem Zweck kann ein Vergleich in dem
Leitrechner 7 stattfinden, der der Bestückungseinheit 4
vorgelagert ist. Durch Vergleich dieser Daten mit den QS-
Daten des Datenträgers D kann festgestellt werden, ob eine
korrekte Zuordnung des Bauteileträgers B zu dem
entsprechenden Fach der Bestückungseinheit 4 vorgenommen
worden ist. Wie oben beschrieben, kann auch eine
Fertigungskontrolle dahingehend vorgenommen werden, als bei
Erkenntnis über die Fehlerhaftigkeit einer Bauteilcharge
bestimmte Typen von Bauteilen von der Fertigung ausgenommen
werden. Durch Vergleich der in dem Leitrechner 7
gespeicherten Daten dieser "gesperrten" Bauteile mit den
bauteilebezogenen Daten des Datenträgers D kann das
Bestücken der Leiterplatte mit fehlerhaften Bauteilen
rechtzeitig verhindert werden.
Alternativ kann der Leitrechner 7 auch einen mobilen Leit-
Datenträger umfassen, in dem die vorgegebenen Daten
abgespeichert sind und der der Bestückungseinheit 4
zugeordnet ist. Der Leit-Datenträger ist in einem
Kartenlesegerät der Zuführeinheit zu der Bestückungseinheit
4 untergebracht und ermöglicht, daß ortsunabhängig die
bestückungsbezogenen Daten auf denselben eingeschrieben
werden können.
Nach einer Ausführungsform ist der Leitrechner 7 direkt mit
der Lagerwaltungseinheit 5 elektrisch verbunden sein, so
daß die entsprechenden durch die Bestückung veränderten QS-
Daten im Lager vorliegen. Hierdurch wird eine
Fertigungstransparenz geschaffen, die eine Verwaltung und
Auswertung der bauteilebezogenen Daten ermöglicht.
Nachdem der Schaltungsträger in der Bestückungseinheit 4
mit den entsprechenden Bauteilen bestückt worden ist, kann
er nach gegebenenfalls weiteren Fertigungsschritten,
beispielsweise einem Systemtest 8, zugeführt werden.
Weitere Fertigungsschritte folgen, bis der Gegenstand nach
einem Endtest einem Kunden 9 angeliefert werden kann.
Zur Erhöhung der Transparenz von Bauteilen können die
bauteilebezogenen Daten, die in dem Datenträger D
gespeichert sind, in eine Bauteilekennung umgewandelt
werden. Diese Bauteilekennung kann direkt in eine
Seriennummer 11 integriert werden, die als
Schaltungskennung für den entsprechend mit den Bauteilen in
der Bestückungseinheit 4 bestückten Schaltungsträger
generiert wird. Eine solche Seriennummer 11 wird
üblicherweise mit dem Fertigungsauftrag 12 angelegt und auf
der Produktdatenbank P abgelegt.
Die Erfindung ermöglicht somit eine Verfolgbarkeit der
Bauteile von dem Wareneingang bzw. Lager bis zur Bestückung
bzw. Fertigungsende des Schaltungsträgers und zum anderen
eine Zurückverfolgbarkeit der verwendeten Bauteile bis hin
zum Hersteller der Bauteile. Es werden somit die
Qualitätsanforderungen an die Baugruppe und die
Effektivität einer Lagerverwaltung verbessert. Dabei dient
der jeweils einem einzigen Typ von Bauteilen zugeordnete
Datenträger D als mobiler Informationsträger, der auf die
Aktualisierung der in den Datenbanken H und P gespeicherten
Daten direkt oder indirekt über den Leitrechner 7 einwirkt.
Claims (15)
1. System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten, die
in einem Datenträger abspeicherbar sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der Datenträger (D) einem
Bauteileträger (B, B') zugeordnet ist, der eine Mehrzahl
von Bauteilen gleichen Typs aufweist, die in einem oder
mehreren Fertigungsschritten zur Bestückung von
Schaltungsträgern zur Bildung einer Baugruppe dienen,
und daß Mittel (KL, 7) vorgesehen sind, so daß die
bauteilebezogenen Daten zur Bildung von
fertigungsbezogenen Daten auslesbar sind, wobei die
fertigungsbezogenen Daten in einer Datenbank (P)
abgespeichert sind.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Bestückungseinheit (4) zum Bestücken des
Schaltungsträgers vorgesehen ist, die ein Lesegerät (KL)
zum Lesen der bauteilebezogenen Daten aufweist, und daß
das Lesegerät (KL) mit einer Lagerverwaltungs-Einheit
(5) und/oder einer Produktdatenbank (P) in
Wirkverbindung steht, derart, daß die bauteilebezogenen
Daten der bei der Fertigung verwendeten Bauteile in der
Lagerverwaltungs-Einheit (5) gespeichert werden.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Datenträger lösbar und/oder unverlierbar mit dem
Bauteileträger (B, B') verbunden ist.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die bauteilebezogenen Daten zum
einen herstellungsbezogene und zum anderen
bestückungsbezogene Daten umfassen und daß die
bauteilebezogenen Daten nach der Bestückung in der
Bestückungseinheit (4) um verbrauchsbezogene Daten
erweiterbar sind.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bestückungseinheit (4) mit einem
Leitrechner (7) verbindbar ist, derart, daß die
bauteilebezogenen Daten der aktuell zugeführten Bauteile
auf Übereinstimmung mit durch einen Fertigungsauftrag
(12) vorgegebenen bestückungsbezogenen Daten überprüfbar
sind.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Datenträger (D) während der
Bestückung mit einer Produktdatenbank (P) in
Wirkverbindung steht, und daß in die Produktdatenbank
(P) die fertigungsbezogenen Daten als baugruppenbezogene
Qualitätsdaten (Q-Daten) abspeicherbar sind.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Leitrechner (7) oder die
Produktdatenbank (P) mit der Herstellerdatenbank (H)
verbunden ist.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die in der Produktdatenbank (P)
gespeicherten baugruppenbezogenen Daten eine
Bauteilekennung umfassen.
9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Leitrechner (7) mit einer
Kontrolldatenbank (K) verbunden ist, in der
fertigungsbezogene Kontrolldaten abgespeichert sind.
10. Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Schaltung
auf einem Schaltungsträger, der mit einer Vielzahl von
elektrischen Bauteilen unterschiedlichen Typs bestückt
wird, wobei eine Mehrzahl von elektrischen Bauteilen
gleichen Typs lösbar auf einem gemeinsamen
Bauteileträger bereitgehalten werden, dadurch
gekennzeichnet, daß den Bauteileträgern (B) jeweils
ein Datenträger (D) mit einem Speicher (5) zugeordnet
werden, in dem bauteilebezogene Daten abgespeichert
sind, und daß die bauteilebezogenen Daten in dem
Speicher (S) derart verändert werden, daß nach der
Bestückung des Schaltungsträgers mit den Bauteilen
eines Bauteileträgers (B, B') die Anzahl der
verbrauchten Bauteile in dem Datenträger (D)
feststellbar ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die bauteilebezogenen Daten in den Speicher (S)
des Datenträgers (D) in der Wareneingangskontrolle (2)
oder in dem Lager (3) eingeschrieben werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der unverlierbar mit dem
Datenträger (D) verbundene Bauteileträger (B) einer
Bestückungseinheit (4) bereitgestellt wird und daß die
bauteilebezogenen Daten in dem Speicher (S) des
Datenträgers (D) in Abhängigkeit von der Anzahl der
von dem Bauteileträger (B) für die Bestückung
entnommenen Bauteile aktualisiert und in den Speicher
(S) abgespeichert werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Datenträger (D) solange
unverlierbar mit dem Bauteileträger (B) verbunden ist,
bis alle auf dem Bauteileträger (B) enthaltenen
Bauteile verbraucht sind.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anzahl der verbrauchten
Bauteile von der Bestückungseinheit (4) oder einen der
Bestückungseinheit (4) zugeordneten Leitrechner (7) in
den Speicher (S) des Datenträgers (D) eingeschrieben
wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die bauteilebezogenen Daten nach
erfolgtem Gebrauch in eine Lagerverwaltungseinheit (5)
des Lagers (3) eingeschrieben werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19913551A DE19913551A1 (de) | 1999-03-25 | 1999-03-25 | System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19913551A DE19913551A1 (de) | 1999-03-25 | 1999-03-25 | System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19913551A1 true DE19913551A1 (de) | 2000-10-05 |
Family
ID=7902368
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19913551A Ceased DE19913551A1 (de) | 1999-03-25 | 1999-03-25 | System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19913551A1 (de) |
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