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DE19913551A1 - System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten - Google Patents

System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten

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Publication number
DE19913551A1
DE19913551A1 DE19913551A DE19913551A DE19913551A1 DE 19913551 A1 DE19913551 A1 DE 19913551A1 DE 19913551 A DE19913551 A DE 19913551A DE 19913551 A DE19913551 A DE 19913551A DE 19913551 A1 DE19913551 A1 DE 19913551A1
Authority
DE
Germany
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component
data
carrier
related data
components
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19913551A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Werner Lueckehe
Friedbert Wiesing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE19913551A priority Critical patent/DE19913551A1/de
Publication of DE19913551A1 publication Critical patent/DE19913551A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05KPRINTED CIRCUITS; CASINGS OR CONSTRUCTIONAL DETAILS OF ELECTRIC APPARATUS; MANUFACTURE OF ASSEMBLAGES OF ELECTRICAL COMPONENTS
    • H05K13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or adjusting assemblages of electric components
    • H05K13/08Monitoring manufacture of assemblages
    • H05K13/084Product tracking, e.g. of substrates during the manufacturing process; Component traceability

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Operations Research (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • General Factory Administration (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten, die in einem Datenträger abspeicherbar sind, wobei der Datenträger (D) einem Bauteileträger (B, B') zugeordnet ist, der eine Mehrzahl von Bauteilen gleichen Typs aufweist, die in einem oder mehreren Fertigungsschritten zur Bestückung von Schaltungsträgern eines als Baugruppe ausgebildeten Gegenstands dienen, und daß Mittel vorgesehen sind, so daß die bauteilebezogenen Daten zur Bildung einer Bauteilekennung (10) auslesbar sind. DOLLAR A Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Schaltung auf einem Schaltungsträger, der mit einer Vielzahl von elektrischen Bauteilen unterschiedlichen Typs bestückt wird, wobei eine Mehrzahl von elektrischen Bauteilen gleichen Typs lösbar auf einem gemeinsamen Bauteileträger bereitgehalten werden, wobei den Bauteileträgern (B) jeweils ein Datenträger (D) mit einem Speicher (S) zugeordnet werden, in dem bauteilebezogene Daten abgespeichert sind, und daß die bauteilebezogenen Daten in dem Speicher (S) derart verändert werden, daß nach der Bestückung des Schaltungsträgers mit den Bauteilen eines Bauteileträgers (B, B') die Anzahl der verbrauchten Bauteile in dem Datenträger (D) feststellbar ist.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Schaltung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 10.
Aus der DE 295 12 330 U1 ist ein System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten bekannt, nach dem ein Datenträger als elektronischer Produktpaß das Produkt bzw. den herzustellenden Gegenstand während der Fertigung und gegebenenfalls während des Betriebes beim Benutzer begleitet. Auf dem Datenträger sind sogenannte Produktbasisdaten gespeichert, die die Produktqualität und die Produktausstattung während des Produktlebenslaufes dokumentieren. Damit kann eine Nachverfolgbarkeit der Produktqualität im Rahmen von Fertigung, Montage, Service und Recyclingvorgängen sichergestellt werden. Nachteilig an dem bekannten System ist jedoch, daß der Datenträger erst mit Daten, insbesondere Auftragsdaten, beschrieben wird, wenn der zu bezeichnende Gegenstand gegenständlich bereitgestellt ist. Handelt es sich bei dem Gegenstand um eine Baugruppe mit einer Vielzahl von Bauteilen, bleiben die Fertigungsinformationen zur Bildung der Baugruppe unberücksichtigt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten einer Baugruppe derart weiterzubilden, daß auf einfache Weise eine verbesserte Transparenz der Bauteile während der Fertigung gewährleistet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist das System die Merkmale des Patentanspruchs 1 auf.
Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Systems besteht darin, daß bauteilebezogene Daten der tatsächlich verwendeten Bauteile für die Herstellung einer Baugruppe erfaßt, gespeichert und derart aufbereitet werden können, daß eine Zurückverfolgbarkeit der einzelnen verwendeten Bauteile gegeben ist. Vorzugsweise dienen diese Bauteile zur Bestückung eines Schaltungsträgers, der nach Bestückung als Baugruppe mit weiteren Baugruppen verknüpft wird. Grundgedanke der Erfindung ist es dabei, jeweils einem Bauteileträger einen Datenträger vor deren Verarbeitung der Bauteile zuzuordnen, vorzugsweise mit dem Eingang der Bauteile in den Fertigungsbetrieb. Hierdurch wird eine sichere Kopplung der bauteilebezogenen Daten zu den jeweiligen Bauteilen geschaffen, so daß zum einen jederzeit die bauteilebezogene Daten für den jeweiligen Fertigungsschritt verfügbar sind und zum anderen diese Daten in den jeweiligen Fertigungsschritten zur Auswertung oder Weiterverarbeitung vorliegen. Durch Zusammenwirken mit mindestens einer Datenbank wird eine sich durch die Fertigung ziehende Transparenz geschaffen, die die Effektivität der Fertigung erhöht und die Zurückverfolgbarkeit der einzelnen Bauteile bis zu dem Hersteller der Bauteile ermöglicht.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung können die bauteilebezogenen Daten zur Bildung einer Bauteilekennung genutzt werden, die in codierter Form Herstellerinformationen der Bauteile, beispielsweise Bauteile-Charge, Herstellername, Losnummer etc., enthalten und in einer Produktdatenbank der jeweiligen Baugruppe als fertigungsbezogene Daten zugeordnet werden.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Datenträger unverlierbar mit dem Bauteileträger verbunden. Hierdurch wird eine sichere Zuordnung der auf dem Datenträger gespeicherten bauteilebezogenen Daten zu den Bauteilen selbst hergestellt. Eine Fehlbestückung kann sicher vermieden werden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung können die bauteilebezogenen Daten des dem Bauteileträger zugeordneten Datenträgers nach der Bestückung in einer Bestückungseinheit um verbrauchsbezogene Daten erweitert werden. Diese Daten können dazu genutzt werden, den aktuellen Bestand des Bauteileträgers an Bauteilen zu erfassen, so daß die nicht verbrauchten Bauteile für Montageprozesse anderer Baugruppen schnell einsetzbar bereitgehalten werden können.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Bestückungseinheit mit einem Leitrechner verbunden, in dem auf die Bestückungseinheit bezogene vorgegebene Daten speicherbar sind. Durch Vergleich dieser gespeicherten bestückungsbezogenen Daten mit den auf dem Datenträger gespeicherten bauteilebezogenen Daten kann relativ schnell und sicher festgestellt werden, ob die richtigen Bauteile der Bestückungseinheit zugeordnet worden sind. Beispielsweise kann für den Fall, daß ein Bauteilechargenfehler eingetreten ist, die entsprechende Information in eine Kontrolldatenbank eingeschrieben werden, so daß nach Zuführung der betreffenden Bauteile der Fehler durch den Leitrechner erkannt wird. Eine Bestückung der Bestückungseinheit mit den fehlerhaften Bauteilen kann somit vermieden werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es weiterhin, ein Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Schaltung anzugeben, so daß die Steuerung und Überwachung der Produktionsprozesse verbessert werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist die Erfindung die Merkmale des Patentanspruchs 10 auf.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht insbesondere darin, daß stets die aktuelle Anzahl der noch auf dem Bauteileträger befindlichen Bauteile an dem Bauteileträger selbst herauslesbar ist. Dies wird gewährleistet durch einen Datenträger, der nach der Entnahme von Bauteilen durch beispielsweise eine Bestückungseinheit stets aktualisiert wird. Somit kann eine effektive Ausnutzung der Bauteileträger bewirkt werden, da die aktuelle Zahl der auf dem Bauteileträger angeordneten Bauteile schnell ermittelbar ist. Insbesondere kann bei einem Rüstwechsel auf solche Bauteileträger zurückgegriffen werden, deren Anzahl von Bauteilen mit der vorgegebenen erforderlichen Anzahl von Bauteilen übereinstimmt bzw. diese knapp übersteigt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild über den zeitlichen Verlauf eines mit einem Datenträger verbunden Bauteileträgers zur Fertigung einer Baugruppe und
Fig. 2 ein Blockschaltbild über die Verarbeitung der in einem Datenträger abgespeicherten bauteilebezogenen Daten innerhalb des Fertigungsprozesses.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf den Einsatz von Bauteilen in einem Fertigungsprozeß, die in großer Stückzahl zur Herstellung von unterschiedlichen Baugruppen dienen. Dabei weisen die Baugruppen eine Mehrzahl von Bauteilen unterschiedlichen Typs auf. Die unterschiedlichen Baugruppen weisen eine Anzahl von gemeinsamen Bauteilen und eine Anzahl von unterschiedlichen Bauteilen auf. Die im folgenden beschriebenen Abläufe beziehen sich auf als Schaltungsträger ausgebildete Baugruppen, die mit einer Mehrzahl von Bauteilen bestückt werden.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, werden Bauteile von einem Lieferanten 1 an den Fertigungsbetrieb angeliefert. In einer Wareneingangskontrolle 2 werden die Bauteile mit den üblichen Markierungen versehen. Dabei werden sie auf einem Bauteileträger B, der vorzugsweise als Rollengebinde ausgebildet ist, bereitgehalten. Es werden bauteilebezogene Daten oder Herstellerdaten, insbesondere Teilenummern, Datum, Hersteller der Bauteile in einer Herstellerdatenbank H abgespeichert.
Dem Bauteileträger B wird ein Datenträger D zugeordnet, der vorzugsweise als Chipkarte ausgebildet ist. Der Datenträger D wird lösbar und unverlierbar an dem Bauteileträger B befestigt. Der Datenträger D wird mit den in der Herstellerdatenbank H abgespeicherten bauteilebezogenen Daten beschrieben, insbesondere mit der Ist-Stückzahl der auf dem Bauteileträger B angeordneten Bauteile sowie Herstellerdaten. Der Bauteileträger B wird mit dem ihm zugeordneten Datenträger D in einem Lager 3 des Fertigungsbetriebes bereitgehalten.
Zur automatischen Bestückung von Schaltungsträgern, insbesondere Leiterplatten wird der Bauteileträger B zusammen mit dem Datenträger D einer Bestückungseinheit 4 zugeführt. Der Bauteileträger B wird in einem Fach bzw. einer Spur SP einer nicht dargestellten Zuführeinheit des Bestückungseinheit 4 positioniert, während der Datenträger D in einem dieser Spur SP zugeordneten Kartenleser KL eingesetzt wird. Dieser ermöglicht das Lesen der auf dem Datenträger D gespeicherten Informationen. In Abhängigkeit von dem Dateninhalt des Datenträgers D kann die Bestückung des Schaltungsträgers mittels einer Mehrzahl von Bauteilen durchgeführt werden.
Die Bestückung des Schaltungsträgers mit den jeweiligen Bauteilen der Bauteileträger B erfolgt im Zusammenwirken mit einem Leitrechner 7, der in Abhängigkeit von einem Fertigungsauftrag 12 die Bestückung des Schaltungsträgers mit den Bauteilen steuert. Nach einem vorgegebenen Programm wird der Schaltungsträger mit den auf den Bauteileträgern B angeordneten Bauteilen bestückt.
Sobald feststeht, wie viele Bauteile des entsprechenden Bauteileträgers B für diesen Fertigungsschritt benötigt wurden, werden verbrauchsbezogene Daten 6 in den Datenträger D eingelesen. Dies kann vorzugsweise nach Beendigung der Bestückung erfolgen, wobei der Leitrechner 7 die verbrauchten Bauteile zählt und die entsprechende Anzahl über den Kartenleser KL in den Speicher S des Datenträgers D einschreibt. Diese verbrauchsbezogenen Daten können in einem vorgesehenen Speicherbereich des Datenträgers D abgespeichert werden. Alternativ kann auch die Differenz zwischen der vor Bestückung vorhandenen Bauteile auf dem Bauteileträger B und den verbrauchten Bauteilen in dem Leitrechner 7 gebildet werden, so daß jeweils nach der Bestückung der aktualisierte Bestand an Bauteilen in den Speicher S des Datenträgers D eingeschrieben wird.
Zusätzlich können die bauteilebezogenen Daten des Datenträgers D zusammen mit bestückungsbezogenen bzw. fertigungsbezogenen Daten, die infolge der Bestückung angefallen sind, insbesondere Informationen über die Baugruppe, zur Generierung einer die Baugruppe kennzeichnenden Seriennummer in einer Produktdatenbank P abgelegt werden. Die Produktdatenbank P enthält alle die im Zusammenhang mit der Bestückung relevanten Qualitätsdaten (Q-Daten). Diese Produktdatenbank P ermöglicht die Zurückverfolgbarkeit der Bauteile nach Beendigung der Fertigung und Auslieferung an den Kunden.
Zwischen der Produktdatenbank P und der Herstellerdatenbank H besteht eine Datenverbindung, so daß die Herstellerdatenbank als Lagerverwaltungseinheit 5 genutzt werden kann, in der beispielsweise die Anzahl und der Typ der verbrauchten Bauteile verarbeitet werden, so daß schnell und zuverlässig der aktuelle Bestand der Bauteile verfügbar ist. Die Herstellerdatenbank H ermöglicht die Bestandstransparenz der Bauteile.
Weiterhin ist dem Leitrechner 7 eine Kontrolldatenbank K zugeordnet, in der fertigungsbezogene Kontrolldaten abgespeichert sind. Diese können bauteilebezogene Daten von Bauteilen umfassen, die als fehlerhaft erkannt worden sind und daher nicht bestückt werden sollen. Die Abfrage der Kontrolldatenbank K erfolgt nach Bearbeitung der Fertigungsauftrags 12 durch den Leitrechner 7 und vor der Freigabe des Bestückens der Bauteileträger B durch den Leitrechner 7. Dieser Kontrollmechanismus ermöglicht eine rechtzeitiges und sicheres Stoppen von im Rahmen der Fertigung erkannten fehlerhaften Bauteilen. Der Ausschuß von Baugruppen mit einer Vielzahl von Bauteilen, infolge der Bestückung eines fehlerhaften Bauteiles kann hierdurch sicher vermieden werden.
Sind die Bauteile des Bauteileträgers B nicht vollständig in der Bestückungseinheit 4 verarbeitet worden, wird der Bauteileträger B zurück in das Lager 3 verbracht, bis er für einen weiteren Fertigungsauftrag benötigt wird. Im Lager ist jederzeit durch Auslesen des Datenträgers D die Ist-Stückzahl des Bauteileträgers B verfügbar.
Für einen weiteren Fertigungsauftrag kann wirtschaftlich ein solcher Bauteileträger B ausgesucht werden, dessen Anzahl von Bauteilen zu der erforderlichen Anzahl von Bauteilen am besten paßt. Zu diesem Zweck können die Inhalte der Datenträger D zentral in der Lagerverwaltungseinheit 5 gespeichert sein. Durch eine entsprechende Kennung der Datenträger D kann eine Zuordnung leicht vorgenommen werden. Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, kann der gleiche Bauteileträger B für einen weiteren Fertigungsauftrag verwendet und der Bestückungseinheit 4 zugeführt werden. Nach Beendigung des Fertigungsschrittes wird der Datenträger D mit den verbrauchsbezogenen Daten 6 beschrieben.
Ist der Bauteileträger B vollständig aufgebraucht, kann der Datenträger D von dem Bauteileträger B getrennt werden und einen anderen Bauteileträger B' zugeordnet werden. Zu diesem Zweck wird der Datenträger D, wie oben beschrieben, mit den entsprechenden Herstellerdaten, wie Bauteile, Charge, Hersteller, Kalenderwoche der Herstellung, Los-Nr. etc., die sich auf die dem Bauteileträger B' zugeordneten Bauteile beziehen, beschrieben. Im weiteren wird dieser Bauteileträger B' in dem Lager 3 für die Bestückung einer Leiterplatte in der Bestückungseinheit 4 bereitgehalten, bis er in der oben beschriebenen Weise der Bestückungseinheit zugeführt wird. Der Datenträger D hat eine hohe Lebensdauer und kann unabhängig von dem Typ der Bauteile eingesetzt werden. Wesentlich ist, daß der Datenträger D zu dem Bauteileträger B kompatibel ist.
Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, können die auf dem Datenträger D gespeicherten bauteilebezogenen Daten, die die sogenannten Qualitätssicherungs-Daten (QS-Daten) umfassen, zur Verbesserung der Fertigungslogistik eingesetzt werden. Zum einen können diese auf die einzelnen Bauteileträger B, B' bezogenen QS-Daten in der Herstellerdatenbank H der Lagerverwaltungseinheit 5 gespeichert sein. Diese ist vorzugsweise als Rechner mit einem Mikroprozesser und einem Speicher ausgebildet.
Hierdurch sind die bauteilebezogenen Daten in dem Lager 3 jederzeit verfügbar.
Dadurch, daß diese QS-Daten auch in dem Datenträger D gespeichert sind, kann der Datenträger D vorteilhaft dazu benutzt werden, eine Überprüfung auf korrekte Zuführung der entsprechenden Bauteile zu der Bestückungseinheit 4 zu gewährleisten. Zu diesem Zweck kann ein Vergleich in dem Leitrechner 7 stattfinden, der der Bestückungseinheit 4 vorgelagert ist. Durch Vergleich dieser Daten mit den QS- Daten des Datenträgers D kann festgestellt werden, ob eine korrekte Zuordnung des Bauteileträgers B zu dem entsprechenden Fach der Bestückungseinheit 4 vorgenommen worden ist. Wie oben beschrieben, kann auch eine Fertigungskontrolle dahingehend vorgenommen werden, als bei Erkenntnis über die Fehlerhaftigkeit einer Bauteilcharge bestimmte Typen von Bauteilen von der Fertigung ausgenommen werden. Durch Vergleich der in dem Leitrechner 7 gespeicherten Daten dieser "gesperrten" Bauteile mit den bauteilebezogenen Daten des Datenträgers D kann das Bestücken der Leiterplatte mit fehlerhaften Bauteilen rechtzeitig verhindert werden.
Alternativ kann der Leitrechner 7 auch einen mobilen Leit- Datenträger umfassen, in dem die vorgegebenen Daten abgespeichert sind und der der Bestückungseinheit 4 zugeordnet ist. Der Leit-Datenträger ist in einem Kartenlesegerät der Zuführeinheit zu der Bestückungseinheit 4 untergebracht und ermöglicht, daß ortsunabhängig die bestückungsbezogenen Daten auf denselben eingeschrieben werden können.
Nach einer Ausführungsform ist der Leitrechner 7 direkt mit der Lagerwaltungseinheit 5 elektrisch verbunden sein, so daß die entsprechenden durch die Bestückung veränderten QS- Daten im Lager vorliegen. Hierdurch wird eine Fertigungstransparenz geschaffen, die eine Verwaltung und Auswertung der bauteilebezogenen Daten ermöglicht.
Nachdem der Schaltungsträger in der Bestückungseinheit 4 mit den entsprechenden Bauteilen bestückt worden ist, kann er nach gegebenenfalls weiteren Fertigungsschritten, beispielsweise einem Systemtest 8, zugeführt werden. Weitere Fertigungsschritte folgen, bis der Gegenstand nach einem Endtest einem Kunden 9 angeliefert werden kann.
Zur Erhöhung der Transparenz von Bauteilen können die bauteilebezogenen Daten, die in dem Datenträger D gespeichert sind, in eine Bauteilekennung umgewandelt werden. Diese Bauteilekennung kann direkt in eine Seriennummer 11 integriert werden, die als Schaltungskennung für den entsprechend mit den Bauteilen in der Bestückungseinheit 4 bestückten Schaltungsträger generiert wird. Eine solche Seriennummer 11 wird üblicherweise mit dem Fertigungsauftrag 12 angelegt und auf der Produktdatenbank P abgelegt.
Die Erfindung ermöglicht somit eine Verfolgbarkeit der Bauteile von dem Wareneingang bzw. Lager bis zur Bestückung bzw. Fertigungsende des Schaltungsträgers und zum anderen eine Zurückverfolgbarkeit der verwendeten Bauteile bis hin zum Hersteller der Bauteile. Es werden somit die Qualitätsanforderungen an die Baugruppe und die Effektivität einer Lagerverwaltung verbessert. Dabei dient der jeweils einem einzigen Typ von Bauteilen zugeordnete Datenträger D als mobiler Informationsträger, der auf die Aktualisierung der in den Datenbanken H und P gespeicherten Daten direkt oder indirekt über den Leitrechner 7 einwirkt.

Claims (15)

1. System zur Verarbeitung von bauteilebezogenen Daten, die in einem Datenträger abspeicherbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Datenträger (D) einem Bauteileträger (B, B') zugeordnet ist, der eine Mehrzahl von Bauteilen gleichen Typs aufweist, die in einem oder mehreren Fertigungsschritten zur Bestückung von Schaltungsträgern zur Bildung einer Baugruppe dienen, und daß Mittel (KL, 7) vorgesehen sind, so daß die bauteilebezogenen Daten zur Bildung von fertigungsbezogenen Daten auslesbar sind, wobei die fertigungsbezogenen Daten in einer Datenbank (P) abgespeichert sind.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bestückungseinheit (4) zum Bestücken des Schaltungsträgers vorgesehen ist, die ein Lesegerät (KL) zum Lesen der bauteilebezogenen Daten aufweist, und daß das Lesegerät (KL) mit einer Lagerverwaltungs-Einheit (5) und/oder einer Produktdatenbank (P) in Wirkverbindung steht, derart, daß die bauteilebezogenen Daten der bei der Fertigung verwendeten Bauteile in der Lagerverwaltungs-Einheit (5) gespeichert werden.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Datenträger lösbar und/oder unverlierbar mit dem Bauteileträger (B, B') verbunden ist.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die bauteilebezogenen Daten zum einen herstellungsbezogene und zum anderen bestückungsbezogene Daten umfassen und daß die bauteilebezogenen Daten nach der Bestückung in der Bestückungseinheit (4) um verbrauchsbezogene Daten erweiterbar sind.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bestückungseinheit (4) mit einem Leitrechner (7) verbindbar ist, derart, daß die bauteilebezogenen Daten der aktuell zugeführten Bauteile auf Übereinstimmung mit durch einen Fertigungsauftrag (12) vorgegebenen bestückungsbezogenen Daten überprüfbar sind.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Datenträger (D) während der Bestückung mit einer Produktdatenbank (P) in Wirkverbindung steht, und daß in die Produktdatenbank (P) die fertigungsbezogenen Daten als baugruppenbezogene Qualitätsdaten (Q-Daten) abspeicherbar sind.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitrechner (7) oder die Produktdatenbank (P) mit der Herstellerdatenbank (H) verbunden ist.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Produktdatenbank (P) gespeicherten baugruppenbezogenen Daten eine Bauteilekennung umfassen.
9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitrechner (7) mit einer Kontrolldatenbank (K) verbunden ist, in der fertigungsbezogene Kontrolldaten abgespeichert sind.
10. Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Schaltung auf einem Schaltungsträger, der mit einer Vielzahl von elektrischen Bauteilen unterschiedlichen Typs bestückt wird, wobei eine Mehrzahl von elektrischen Bauteilen gleichen Typs lösbar auf einem gemeinsamen Bauteileträger bereitgehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß den Bauteileträgern (B) jeweils ein Datenträger (D) mit einem Speicher (5) zugeordnet werden, in dem bauteilebezogene Daten abgespeichert sind, und daß die bauteilebezogenen Daten in dem Speicher (S) derart verändert werden, daß nach der Bestückung des Schaltungsträgers mit den Bauteilen eines Bauteileträgers (B, B') die Anzahl der verbrauchten Bauteile in dem Datenträger (D) feststellbar ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die bauteilebezogenen Daten in den Speicher (S) des Datenträgers (D) in der Wareneingangskontrolle (2) oder in dem Lager (3) eingeschrieben werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der unverlierbar mit dem Datenträger (D) verbundene Bauteileträger (B) einer Bestückungseinheit (4) bereitgestellt wird und daß die bauteilebezogenen Daten in dem Speicher (S) des Datenträgers (D) in Abhängigkeit von der Anzahl der von dem Bauteileträger (B) für die Bestückung entnommenen Bauteile aktualisiert und in den Speicher (S) abgespeichert werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Datenträger (D) solange unverlierbar mit dem Bauteileträger (B) verbunden ist, bis alle auf dem Bauteileträger (B) enthaltenen Bauteile verbraucht sind.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der verbrauchten Bauteile von der Bestückungseinheit (4) oder einen der Bestückungseinheit (4) zugeordneten Leitrechner (7) in den Speicher (S) des Datenträgers (D) eingeschrieben wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die bauteilebezogenen Daten nach erfolgtem Gebrauch in eine Lagerverwaltungseinheit (5) des Lagers (3) eingeschrieben werden.
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