DE19911237A1 - Heizungsanlage und Verfahren zu ihrem Betrieb - Google Patents
Heizungsanlage und Verfahren zu ihrem BetriebInfo
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Abstract
Es wird eine Heizungsanlage mit einem Vorratsgefäß (6) mit Zu- und Ablauf (4, 5) für ein beheiztes Fluid und einer Speiseanordnung (9, 10) für ein Wärmeträgerfluid mit einer Speiseleitung, in der ein Ventil (11) angeordnet ist, einem Temperaturfühler (4), der die Temperatur des beheizten Fluids ermittelt und einem Regelkreis (18), der das Ventil in Abhängigkeit von einer Abweichung der Temperatur von einem Vorgabewert betätigt, angegeben sowie ein Verfahren zum Betreiben dieser Anlage. DOLLAR A Hierbei möchte man bei geringer mechanischer Belastung der bewegten Bauteile eine schnelle Reaktion der Anlage erreichen können. DOLLAR A Hierzu weist der Regelkreis (18) einen Grenzfrequenzdetektor (19) auf, der Schwingungen in der Temperatur (T¶ist¶) feststellt und eine Schleifenverstärkung (V) des Regelkreises (18) bei zu großer Frequenz herab- und bei zu kleiner Frequenz heraufsetzt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Heizungsanlage mit einem
Vorratsgefäß mit Zu- und Ablauf für ein beheiztes Fluid
und einer Speiseanordnung für ein Wärmeträgerfluid mit
einer Speiseleitung, in der ein Ventil angeordnet ist,
einem Temperaturfühler, der die Temperatur des beheiz
ten Fluids ermittelt und einem Regelkreis, der das Ven
til in Abhängigkeit von einer Abweichung der Temperatur
von einem Vorgabewert betätigt. Ferner betrifft die Er
findung ein Verfahren zum Betreiben einer Heizungsanla
ge, bei der die Temperatur eines beheizten Fluids er
mittelt und in Abhängigkeit von einer Abweichung dieser
Temperatur von einem Vorgabewert die Zufuhr eines Wär
meträgerfluids mit Hilfe eines Ventils in einem Regel
kreis gesteuert wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Anlage zur
Bereitstellung von warmem Brauchwasser beschrieben. Sie
ist aber auch auf andere Heizungsanlagen anwendbar, bei
denen mit Hilfe des Fluids Heizkörper oder eine Fußbo
denheizung versorgt werden sollen. Ein Beispiel für ei
ne Heizanlage, die sogar beide Zwecke erfüllt, ist aus
DE 41 42 547 A1 bekannt. Von dieser Offenbarung geht
die vorliegende Erfindung aus. Eine Steuerung der Um
wälzpumpe in Heizungsanlagen ist aus DE 24 52 515 A1
bekannt. Auch hier geht man von einem ähnlichen Prinzip
aus.
Das Wärmeträgerfluid muß nicht unbedingt Wasser sein.
Es kann sich auch um beheizte Luft handeln, die einen
Raum oder eine Raumanordnung speist.
Das beheizte Fluid bekommt seine Wärme von dem Wärme
trägerfluid. Das Wärmeträgerfluid kann hierbei einen
Wärmetauscher durchströmen, auf dessen anderer Seite
das beheizte Fluid angeordnet ist. Es ist aber auch
möglich, daß das Wärmeträgerfluid unmittelbar von einer
Heizquelle, beispielsweise einem Brenner, erwärmt wird,
und dann mit dem beheizten Fluid gemischt wird.
Allen Fällen ist aber gemeinsam, daß die Zufuhr des
Wärmeträgerfluids über ein Ventil gesteuert wird. Wenn
die Temperatur des beheizten Fluids absinkt, dann muß
Wärme nachgeführt werden, so daß das den Zustrom des
Wärmeträgerfluids steuernde Ventil öffnet. Wenn die
Temperatur dann über den Vorgabewert hinaus ansteigt,
muß das Ventil wieder geschlossen werden. In den mei
sten Fällen ist das Ventil in der Zulaufleitung des
Wärmeträgerfluids angeordnet. Dies ist aber keine Be
dingung, solange das Ventil überhaupt in der Lage ist,
die vom Wärmeträgerfluid zugeführte Wärmemenge zu steu
ern. Das Ventil kann auch in der Rücklaufleitung ange
ordnet sein.
Auch die Temperatur des beheizten Fluids muß nicht un
bedingt im Vorratsgefäß ermittelt werden. Es ist auch
möglich, diese Temperatur in der Zulaufleitung vom Vor
ratsgefäß zum eigentlichen Heizkreislauf zu ermitteln.
Das Vorratsgefäß selber kann im Extremfall relativ
klein sein oder sogar durch die Heizungsanlage selbst
gebildet werden.
Bei derartigen Anlagen hat man nun folgende gegenläufi
ge Phänomene. Einerseits möchte man die Temperatur des
beheizten Fluids möglichst gut auf dem Vorgabewert hal
ten. Wenn also ein Wärmebedarf entsteht, beispielsweise
wenn warmes Wasser an einer Zapfstelle entnommen wird,
dann sollte das Wärmeträgerfluid möglichst schnell die
entnommene Wärme wieder nachführen, um nachlaufendes
kaltes Wasser wieder aufzuwärmen. Man hat andererseits
festgestellt, daß bei sehr schnellen Regelkreisen die
Tendenz besteht, daß diese Kreise zum Schwingen neigen.
Bei einer Warmwasseraufbereitungsanlage hat dies durch
aus spürbare Konsequenzen. Die Wassertemperatur
schwankt. Bei einer Heizungsanlage, die lediglich Heiz
körper oder sogar nur eine Fußbodenheizung speist, ist
die Schwingung in der Temperatur zwar weniger kritisch.
Auch in diesem Fall führt die Schwingung aber zu einer
erheblichen Belastung des Ventils bzw. des das Ventil
betätigenden Stellmotors.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine schnelle
Reaktion der Heizungsanlage bei einer geringen mechani
schen Belastung zu erzielen.
Diese Aufgabe wird bei einer Heizungsanlage der ein
gangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Regelkreis
einen Grenzfrequenzdetektor aufweist, der Schwingungen
in der Temperatur feststellt und eine Schleifenverstär
kung des Regelkreises bei zu großer Frequenz herab- und
bei zu kleiner Frequenz heraufsetzt.
Mit dieser Ausgestaltung erhält man eine sich selbst
anpassende Schleifenverstärkung des Regelkreises, so
daß man einerseits Schwingungen, deren Frequenz über
ein zulässiges Maß hinaus geht, vermeidet, andererseits
aber immer eine relativ schnelle Reaktion der Heizungs
anlage auf einen Wärmebedarf erzielen kann. Hierbei
geht es nicht darum, daß man Schwingungen in der Tempe
ratur überhaupt vermeidet. Es geht lediglich darum, daß
man die Belastungen, die auf die mechanischen Stell
glieder, wie Ventil oder Antrieb, einwirken, kleinhal
ten möchte, um die Lebensdauer nicht allzu stark zu
vermindern. Die Schleifenverstärkung des Regelkreises
läßt sich relativ einfach durch eine Veränderung der
statischen Verstärkung des Reglers verändern. Sie ist
in erster Nährung umgekehrt proportional zu dieser sta
tischen Verstärkung des Reglers.
Vorzugsweise weist der Grenzfrequenzdetektor ein
Schwellwertglied auf und stellt die Frequenz unter Be
rücksichtigung des Ausgangs des Schwellwertgliedes
fest. Mit anderen Worten werden nur solche Schwingungen
bei der Frequenzermittlung festgestellt, deren Amplitu
de größer ist als der Schwellwert. Damit erzeugt man um
den Vorgabewert herum einen Korridor, in dem beliebige
Schwingungen erfolgen können, ohne daß dies einen Ein
fluß auf die Frequenz hat, die der Grenzfrequenzdetek
tor ermittelt. Der Grenzfrequenzdetektor stellt also
nur solche Schwingungen fest, die aus diesem Korridor
herauskommen.
Vorteilhafterweise ermittelt der Grenzfrequenzdetektor
die Schwingung in der Temperatur indirekt aus Betäti
gungssignalen oder aus Bewegungen des Ventils. Der Re
gelkreis sollte das Ventil nur dann betätigen, wenn es
notwendig ist, mit anderen Worten, wenn die Temperatur
über ein vorbestimmtes Maß hinaus vom Vorgabewert ab
weicht. Wenn eine derartige Abweichung stattgefunden
hat, dann steht diese Differenz bereits zur Verfügung.
Sie äußert sich dann in der Bewegung des Ventils oder,
was leichter zu ermitteln ist, in einem Signal, das die
Bewegung des Ventils auslöst. Man nutzt also im Regel
kreis ohnehin vorhandene Information aus.
Die Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs ge
nannten Art dadurch gelöst, daß eine Frequenz von
Schwingungen der Temperatur ermittelt wird und die
Schleifenverstärkung herabgesetzt wird, wenn die Fre
quenz zu groß ist, und heraufgesetzt wird, wenn die
Frequenz klein genug ist.
Wie oben bereits ausgeführt, erhält man auf diese Weise
einen Regelkreis, der immer mit der höchstmöglichen
Schleifenverstärkung arbeitet, ohne in ein unzulässiges
Schwingen zu geraten. Damit bekommt man eine sehr
schnelle Reaktion und schont gleichzeitig insbesondere
die mechanischen Bauelemente, wie Antrieb und Ventile.
Die Anpassung der Schleifenverstärkung erfolgt dabei
adaptiv, d. h. genau an die jeweilige Situation ange
paßt. Sie kann also von Anlage zu Anlage und in einer
Anlage von Stunde zu Stunde unterschiedlich sein.
Hierbei ist bevorzugt, daß die Frequenz lediglich von
solchen Abweichungen ermittelt wird, die eine vorbe
stimmte Differenz zum Vorgabewert überschreiten. Es
wird also um den Vorgabewert herum ein Korridor er
zeugt, in dem Schwingungen mit beliebiger Frequenz zu
gelassen werden. Diese Schwingungen bewirken keine
übermäßige Beanspruchung der Stellglieder, weil die
hierbei auftretenden Stellbewegungen sehr klein sind.
Auch für einen möglichen Benutzer, der warmes Wasser
entnimmt, sind Schwingungen innerhalb dieses Korridors
kaum merkbar und damit akzeptabel.
Vorzugsweise wird die Frequenz indirekt anhand von Be
wegungen des Ventils und/oder Ansteuersignalen für das
Ventil ermittelt. Die Ansteuersignale bzw. die daraus
folgenden Bewegungen des Ventils sind unmittelbare Fol
ge von Abweichungen der Temperatur vom Vorgabewert. Die
Information über die Abweichung steht also zur Verfü
gung und äußert sich in relativ leicht erfaßbaren Si
gnalen. Diese können dann mit relativ geringem Aufwand
ausgewertet werden.
Vorteilhafterweise wird die Anzahl der Richtungswechsel
der Ventilbewegung in einem vorbestimmten Zeitraum er
mittelt und die Schleifenverstärkung wird herabgesetzt,
wenn die Anzahl einen Maximalwert überschreitet. Man
kann die Frequenzermittlung dann auf ein einfaches Ab
zählen beschränken, wobei natürlich das Abzählen in ei
nem vorbestimmten Zeitraum erfolgen muß. Wenn man die
sen vorbestimmten Zeitraum beispielsweise mit 5 Minuten
ansetzt, dann kann man eine vorgegebene Zahl von bei
spielsweise 3 bis 10 Richtungswechsel des Ventiles zu
lassen, ohne daß eine Instabilität erkannt wird. Wenn
mehr Richtungswechsel als vorgesehen stattgefunden ha
ben, dann wird das System als instabil betrachtet und
die Schleifenverstärkung herabgesetzt.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Zählung bei
jedem Überschreiten abgebrochen wird und der Zeitraum
neu beginnt. Damit erreicht man noch schneller einen
stabilen Zustand. Je instabiler das System ist, desto
höher ist die Frequenz, d. h. desto öfter wechselt das
Ventil seine Bewegungsrichtung. Wenn man nun bereits
dann eine Korrektur vornimmt, wenn das Kriterium er
füllt ist, dann muß man nicht den gesamten Zeitraum ab
warten, um eine Korrektur vornehmen zu können. Dies
senkt die Belastung der mechanischen Bauelemente und
ermöglicht ein wesentlich schnelleres Erreichen eines
stabilen Zustandes.
Vorzugsweise wird dann, wenn die Frequenz klein genug
ist, die Schleifenverstärkung erhöht und der Vorgabe
wert geändert. Man erhöht also nicht nur die Schleifen
verstärkung, sondern man verändert den Vorgabewert, um
festzustellen, ob das System, d. h. der Regelkreis, dann
in Schwingungen gerät. Bei einem nicht schwingenden Sy
stem würde auch die Vergrößerung der Schleifenverstär
kung noch nicht automatisch zu einer Schwingung führen,
so daß man nicht sicher ist, ob die Schleifenverstär
kung paßt. Mit der Veränderung des Vorgabewertes er
zeugt man aber einen Sprung, der die gewünschte Infor
mation liefert.
Vorzugsweise verwendet man dann, wenn nach einer Erhö
hung der Schleifenverstärkung die Frequenz zu groß ist,
den vor der Erhöhung verwendeten Wert der Schleifenver
stärkung. Damit tastet man sich zuverlässig an die
"Grenze" heran. Bei gleicher Belastung hat man die In
formation, bei welcher Schleifenverstärkung der Regel
kreis noch stabil ist und man hat die Information, daß
bei der nächstfolgenden Erhöhung der Regelkreis nicht
mehr stabil ist. Man kann dann wieder zu der vorherigen
Schleifenverstärkung zurückkehren, ohne eine erneute
Iteration durchführen zu müssen.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist vorge
sehen, daß die Schleifenverstärkung in Abhängigkeit von
der Belastung der Anlage vorgegeben wird. Dies ist eine
weitere Möglichkeit, um das Regelsystem bzw. die darin
bewegten Teile vor einer Belastung durch zu häufige Be
wegung zu schützen. Wenn der Bedarf der Anlage klein
ist, z. B. nur wenig warmes Wasser entnommen wird, dann
kommt man mit einer kleinen Reglerverstärkung aus. Eine
schnelle Reaktion ist auch nicht notwendig. Das gleiche
gilt auch dann, wenn beispielsweise bei einer Nachtab
senkung die meisten Heizkörperventile einer Heizungsan
lage gedrosselt sind, so daß nur wenig Wärme
"verbraucht" oder abgeführt wird. Wenn hingegen ein Be
darf auftritt, also beispielsweise warmes Wasser ent
nommen oder die Heizkörperventile aufgedreht werden,
dann ist eine schnelle Reaktion der Anlage erforder
lich. In diesem Fall kann man auf einen höhere Schlei
fenverstärkung umschalten. In diesem Fall, wo man als
zusätzliches Kriterium den Bedarf verwendet, kann man
einen Teil der iterativen Vorgehensweise mit mehreren
Stufen überspringen.
Vorzugsweise wird die Belastung der Anlage über die
Temperatur des beheizten Fluids ermittelt. Diese Vorge
hensweise ist schnell genug und erfordert keine zusätz
lichen Bauelemente. Wenn die Anlage belastet wird, bei
spielsweise durch die Entnahme von warmem Wasser, dann
sinkt die Temperatur im Vorratsgefäß durch die Zufuhr
einer entsprechenden Menge von kaltem Wasser relativ
schnell ab. Dementsprechend kann man die Schleifenver
stärkung relativ schnell hoch setzen, ohne daß die Ge
fahr besteht, daß es unmittelbar zu Schwingungen kommt.
Wenn es dann nach einer gewissen Zeit zu Schwingungen
kommt, kann man davon ausgehen, daß die Belastung der
Anlage nun beendet ist und man kann wieder auf den
"Leerlauf"-Wert der Schleifenverstärkung zurücksprin
gen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzug
ten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeich
nung näher beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Heizungs
anlage zur Bereitstellung von warmem Wasser,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Steuerge
rätes,
Fig. 3 verschiedene Kurvenverläufe zur Darstellung
der Verminderung der Schleifenverstärkung,
Fig. 4 entsprechende Kurvenverläufe zur Darstellung
der Erhöhung der Schleifenverstärkung und
Fig. 5 eine schematische Darstellung zur Erläuterung
einer Systemschutzfunktion.
Fig. 1 stellt schematisch eine Heizungsanlage 1 zur Be
reitstellung von warmem Brauchwasser dar, das durch
Wasserhähne 2 oder anderen Zapfstellen entnommen werden
kann. Die Wasserhähne 2 hängen an einer Ringleitung 3
mit einer Vorlaufleitung 4 und einer Rücklaufleitung 5,
die mit einem Vorratsgefäß 6, beispielsweise einem Boi
ler, verbunden sind. In der Ringleitung 3 ist eine Um
wälzpumpe 7 angeordnet, die dafür sorgt, daß warmes
Wasser ohne nennenswerte Verzögerungen an den Wasser
hähnen 2 zur Verfügung steht.
Das Vorratsgefäß 6 ist als Wärmetauscher ausgebildet,
auf dessen Primärseite 8 eine Versorgungsleitung 9 und
eine Abflußleitung 10 für eine Wärmeträgerflüssigkeit
oder, allgemeiner ein Wärmeträgerfluid, vorgesehen
sind. Bei dem Wärmeträgerfluid kann es sich um Wasser
handeln, das von einem Heizungskessel bereits ange
stellt wird. Es kann sich aber auch um eine Flüssigkeit
handeln, die in einer Fernheizungsanlage zur Wärmeüber
tragung verwendet wird. Die konkrete Ausgestaltung der
Erwärmung des Wärmeträgerfluids spielt keine größere
Rolle.
In der Versorgungsleitung 9 ist ein Ventil 11 angeord
net, das mit Hilfe eines Motors 12 geöffnet oder ge
schlossen werden kann. Der Motor 12 ist beispielsweise
als Schrittmotor ausgebildet, so daß verschiedene Öff
nungsstellungen des Ventils 11 eingestellt werden kön
nen.
An der Vorlaufleitung 4 ist ein Temperaturfühler 13 an
geordnet, der die Temperatur des warmen Wassers in der
Vorlaufleitung 4 ermittelt. Der Temperaturfühler 13 ist
mit einer Steuereinrichtung 14 verbunden, die ihrer
seits den Motor 12 steuert. Die Steuereinrichtung 14
weist einen Eingang 15 zur Vorgabe eines Vorgabewertes
für die Temperatur im Vorratsgefäß 6 auf. Dieser Vorga
bewert wird auch als "Sollwert" bezeichnet.
Wenn nun durch einen Wasserhahn 2 warmes Wasser entnom
men wird, dann wird gleichzeitig über eine Zulauflei
tung 16 kaltes Wasser in das Vorratsgefäß 6 nachge
füllt. Ein Rückschlagventil 17 verhindert, daß Wasser
aus der Ringleitung 3 in die Leitung 16 abfließt. Mit
dem Zulauf von kaltem Wasser sinkt natürlich die Tempe
ratur des bereits im Boiler 6 vorhandenen warmen Was
sers. Diese Temperaturabsenkung wird durch den Tempera
turfühler 13 festgestellt. Aufgrund dieser Feststellung
betätigt die Steuereinrichtung 14 den Motor 12, der das
Ventil 11 öffnet. Die genannten Teile bilden also zu
sammen einen Regelkreis 18. Die Steuereinrichtung 14
bildet den eigentlichen "Regler" der eine statische
Verstärkung Xp aufweist. Der Kehrwert dieser statischen
Verstärkung Xp wird als Schleifenverstärkung V bezeich
net.
Der nähere Aufbau der Steuereinrichtung 14 ist in Fig.
2 schematisch dargestellt. Die Ein- und Ausgänge der
Steuereinrichtung 14 sind mit den Bezugszeichen der
Elemente versehen, mit denen die Steuereinrichtung 14
in Fig. 1 verbunden ist.
Die Steuereinrichtung 14 weist zunächst einen Diffe
renzverstärker 23 auf, dem der vorgegebene Wert über
den Eingang 15 und der Ist-Wert der Temperatur vom Tem
peraturfühler 13 zugeführt wird. In Abhängigkeit von
der Differenz zwischen diesen beiden Werten wird ein
entsprechendes Verstellsignal für den Motor 12 erzeugt.
Allerdings ist die statische Verstärkung dieses Diffe
renzverstärkers 23 veränderlich. Zur Veränderung wird
ein Grenzfrequenzdetektor 19 verwendet. Der Grenzfre
quenzdetektor 19 erhält zunächst die gleichen Signale,
die auch der Motor 12 erhält. Ferner erhält er die Ist-
Temperatur und die Soll-Temperatur. Diese Signale bzw.
Werte werden einer Aufbereitungseinrichtung 20 zuge
führt, die, wie weiter unten erläutert wird, unter vor
bestimmten Bedingungen einen Impuls erzeugt und unter
anderem ein Schwellwertglied aufweist. Die Impulse wer
den einem Zähler 21 zugeführt. Der Zähler 21 ist ver
bunden mit einem Zeitgeber 22, der dem Zähler 21 den
Anfang und das Ende eines vorbestimmten Zeitraumes an
zeigt. Der Ausgang des Zählers 21 ist mit einem Rück
setzeingang des Zeitgebers 22 verbunden. Ferner ist der
Ausgang des Zählers 21 mit dem Differenzverstärker 23
verbunden, genauer gesagt mit einem Eingang, an dem der
Verstärkungsfaktor, d. h. die statische Verstärkung,
verstellt werden kann.
Die Arbeitsweise des Regelkreises 18 soll nun anhand
von Fig. 3 beschrieben werden.
Fig. 3a zeigt eine Kurve Tist, d. h. den Verlauf der
Temperatur in der Vorlaufleitung 4. Gestrichelt einge
zeichnet ist der Vorgabewert TSET, also der Sollwert
der Temperatur. Weiterhin ist eine Neutralzone Nz beid
seits des Sollwertes TSET eingezeichnet. Es ist zu er
kennen, daß die Temperatur Tist am Anfang relativ stark
schwankt. Der Differenzverstärker 23 erzeugt in vorge
gebenen zeitlichen Abständen Impulse zur Betätigung des
Motors 12, die in Fig. 3b dargestellt sind. Solange die
Isttemperatur Tist kleiner als die Solltemperatur TSET
ist, wird der Motor in eine Richtung betätigt (on+).
Falls die Situation umgekehrt ist, wird der Motor in
die andere Richtung betätigt (on-). Diese Darstellung
ist natürlich nur beispielhaft. Andere Arten, das Ven
til 11 zu verstellen, sind natürlich ebenfalls möglich.
In der vorliegenden Heizungsanlage wird davon ausgegan
gen, daß ein wiederholtes Verstellen des Ventils 11 un
kritisch ist, solange es in die gleiche Richtung er
folgt. Man möchte lediglich verhindern, daß sich die
Bewegungsrichtung des Motors 12 und des Ventils 11 zu
oft in einem größeren Maße ändert.
In nicht näher dargestellter Weise wird also aus den
einzelnen Impulsen, die in Fig. 3b dargestellt sind,
ein Verstellrichtungsverlauf abgeleitet, der in Fig. 3c
dargestellt ist. Fig. 3d stellt nun den Ausgangswert
des Zählers 21 dar, der bei jeder Richtungsänderung um
den Wert 1 erhöht wird. Der Zeitgeber 22 gibt nun eine
vorbestimmte Zeitperiode vor, die in Fig. 3a mit einge
tragen ist. Die Zeitperioden Z1, Z2, Z3 sind zunächst
grundsätzlich alle gleich lang.
Wenn sich nun innerhalb einer Zeitperiode Z1 heraus
stellt, daß der Zähler 21 einen vorbestimmten Zählwert
überschritten hat, dann wird zunächst der Verstärkungs
faktor Xp des Differenzverstärkers 23 herauf- und damit
die Schleifenverstärkung V herabgesetzt. Gleichzeitig
wird der Zähler 21 wieder auf Null gesetzt und der
Zeitgeber 22 zurückgesetzt. Dementsprechend beginnt die
zweite Zählperiode 22 bereits, bevor die erste Zählpe
riode Z1 vollständig abgelaufen ist. Hierbei nutzt man
die Tatsache aus, daß man gar nicht wissen möchte, wie
groß der Fehler an und für sich ist. Es reicht aus,
wenn man weiß, daß ein Fehler vorhanden ist, um eine
Korrektur einzuleiten.
Fig. 3e zeigt nun, daß die Schleifenverstärkung V je
desmal dann herabgesetzt wird, wenn der Zähler 21 in
nerhalb eines Zählzeitraumes z einen vorbestimmten
Zählwert erreicht hat, im vorliegenden Fall den Wert 3.
Es ist erkennbar, daß zwei Korrekturen notwendig sind,
bevor die Schleifenverstärkung V so klein geworden ist,
daß die Isttemperatur Tist zwar noch schwingt, die
Amplitude dieser Schwingung sich meistenteils aber noch
innerhalb der Neutralzone bewegt. In diesem Fall sind
innerhalb der Zählperiode 23 nur zwei Richtungswechsel
aufgetreten. Ansonsten hat die Isttemperatur Tist der
Bedingung genügt
TSET - 0,5 NZ < Tist < 0,5 NZ + TSET.
Die Schleifenverstärkung V entspricht dem Kehrwert der
statischen Verstärkung Xp des Differenzverstärkers 23.
Man kann nun folgenden Algorithmus ablaufen lassen. Zu
nächst wird gesetzt
Xp = (1 + λ) × Xp,
wobei λ < 0 und konstant ist. Vorzugsweise ist λ auch
kleiner als 1. Nach der Erhöhung der statischen Ver
stärkung Xp, die einer Verringerung der Schleifenver
stärkung V entspricht, wird der Grenzfrequenzdetektor
19 gestartet. Wenn der Grenzfrequenzdetektor eine In
stabilität ermittelt, beispielsweise eine Anzahl von 3
oder mehr Richtungsänderungen innerhalb einer Zählperi
ode Z1, Z2,. . . Zn, dann wird die statische Verstärkung
Xp, wie oben beschrieben, ein weiteres Mal erhöht.
Falls der Zählwert der Richtungsänderungen den kriti
schen Wert nicht erreicht, geht man davon aus, daß ein
stabiler Zustand erreicht ist und behält diese stati
sche Verstärkung bei.
Im Grunde wird das Verfahren also in zwei Phasen unter
teilt. In der ersten Phase wird festgestellt, ob
"kritische" Schwingungen vorhanden sind und am Ausgang
der ersten Phase wird die Schleifenverstärkung entspre
chend dem Ergebnis geändert. In der zweiten Phase er
folgt eine Überwachung der Stabilität.
Wenn in Phase 1 keine Grenzschwingungen festgestellt
werden, wird die Schleifenverstärkung erhöht, bis eine
unstabile Zählperiode beobachtet wird, wobei der Ein
stellverlauf unterbrochen wird, und die Verstärkung der
vorgehenden stabile Zählperiode gewählt wird. Fig. 4
zeigt die Vorgehensweise beim Erhöhen der Schleifenver
stärkung. Man setzt zunächst die statische Verstärkung
Xp herab, beispielsweise in dem man setzt
Xp = (1 - σ) × Xp,
wobei σ konstant, größer Null und vorzugsweise kleiner
1 ist. Bei σ kann es sich um den gleichen Wert wie λ
handeln, in der Regel wird es aber ein anderer Wert
sein.
Alsdann wird die Solltemperatur TSET verändert
TSET = TSET + Δsp.
Hierzu ist in der Steuereinrichtung ein Festwertgeber
24 und ein schaltbarer Umkehrverstärker 25 vorgesehen,
der mit einem Additionspunkt 26 verbunden ist. Danach
wird der Umkehrverstärker umgeschaltet, d. h. es wird
gesetzt
Δsp = -Δsp.
Die Veränderung des Sollwertes TSET bewirkt einen
Sprung, der eine Schwingung auslösen soll. Ohne eine
derartige Schwingung ließe sich eine Instabilität auch
durch eine Änderung der Schleifenverstärkung V nicht
feststellen. Nach dem Verändern des Sollwertes TSET
wartet man eine Verzögerungszeit Δt ab. Danach wird der
Grenzfrequenzdetektor 19 gestartet. Wenn und solange
der Grenzfrequenzdetektor ein stabiles Verhalten des
Regelkreises 18 ermittelt, wird dieses Vorgehen wieder
holt, d. h. die Schleifenverstärkung V heraufgesetzt.
Irgendwann einmal wird die Schleifenverstärkung V so
groß sein, daß der Regelkreis 18 anfängt zu schwingen.
Dies ist im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 zum Zeit
punkt t3 der Fall. In diesem Fall setzt man den Soll
wert TSET wieder auf seinen Ursprungswert zurück und
setzt die statische Verstärkung Xp
und der Einstellvorgang ist beendet. Der Wert der
Schleifenverstärkung V wird also auf den Wert zurückge
setzt, der den letzten stabilen Zustand erlaubt hat.
Wenn man nach einem Einstellverlauf, wie er in Fig. 3
oder in Fig. 4 dargestellt ist, einen stabilen Zustand
erreicht hat, erfolgt erst einmal keine weitere Ein
stellung, die Einstellung ist beendet. Erst wenn eine
erneute Instabilität festgestellt wird, beispielsweise
aufgrund einer Belastungsänderung, die zu einem Pendeln
des Ventils führt, beginnt ein neuer Einstellverlauf.
Fig. 5 zeigt eine weitere Möglichkeit, wie man die
Schleifenverstärkung V verändern kann. Damit läßt sich
eine Systemschutzfunktion realisieren, bei der man bei
kleinen Belastungen nahe dem Leerlauf ebenfalls Schwin
gungen vermeiden kann.
Man unterscheidet hier zwischen einer hohen und einer
niedrigen Schleifenverstärkung, zwischen denen umge
schaltet werden kann. Der Zweck dieser Schutzfunktion
ist es, die Heizungsanlage 1 zu stabilisieren und zu
optimieren und zwar in Abhängigkeit von der Belastung
der Anlage.
Die hohe Schleifenverstärkung V, die in Fig. 5 als V1
bezeichnet wird, ist bei einer normalen Belastung der
Heizungsanlage 1 in Funktion. Diese Schleifenverstär
kung V1 kann beispielsweise durch die oben geschilderte
automatische Einstellungsprozedur gefunden worden sein.
Nicht näher dargestellte Mittel können vorgesehen sein,
um diesen Verstärkungsfaktor zu speichern.
Die kleine Schleifenverstärkung V2 wird im Leerlauf
verwendet.
Der Grenzfrequenzdetektor 19 wird nun zur Feststellung
verwendet, wann ein Verbrauch beendet ist. In diesem
Fall führt nämlich die hohe Schleifenverstärkung V1 zu
einer Schwingung mit zu großer Amplitude und zu großer
Frequenz. Wenn also nach einer vorangegangenen Herauf
setzung der Schleifenverstärkung eine derartige Schwin
gung erkannt wird, wird die Verstärkung von dem hohen
Wert V1 auf den niedrigeren Wert V2 geschaltet, wonach
sich das System wieder stabilisiert.
Für die Feststellung des Wechsels vom Leerlauf zum Ver
brauch wird der beim Wechsel erfolgende Temperaturrück
gang verwendet. Dies ist beispielsweise zum Zeitpunkt
t2 in Fig. 5 der Fall. Hierbei erfolgt die Entnahme
zwischen den Zeiten t2 und t3. Eine Belastung, im vor
liegenden Fall eine Wasserentnahme, wird festgestellt,
wenn die Isttemperatur um einen Wert Dz unter die Soll
temperatur TSET fällt. In diesem Fall wird die Schlei
fenverstärkung auf den Wert V1 heraufgesetzt. Der Reg
ler gewinnt dadurch die nötige Schnelligkeit für den
normalen Verbrauch. Am Zeitpunkt t3 ist die Entnahme
beendet. Da die Schleifenverstärkung zu hoch ist, er
folgt nunmehr eine Schwingung im Zählzeitraum 22. Diese
wird durch den Grenzfrequenzdetektor erkannt und am
Zeitpunkt t4 wird die Schleifenverstärkung auf den Wert
V2 zurückgesetzt. Die Schleifenverstärkung V2 ihrer
seits kann gefunden worden sein durch eine entsprechen
de Iteration beim Heraufsetzen der Schleifenverstär
kung.
Claims (13)
1. Heizungsanlage mit einem Vorratsgefäß mit Zu- und
Ablauf für ein beheiztes Fluid und einer Speisean
ordnung für ein Wärmeträgerfluid mit einer Speise
leitung, in der ein Ventil angeordnet ist, einem
Temperaturfühler, der die Temperatur des beheizten
Fluids ermittelt und einem Regelkreis, der das Ven
til in Abhängigkeit von einer Abweichung der Tempe
ratur von einem Vorgabewert betätigt, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Regelkreis (18) einen Grenz
frequenzdetektor (19) aufweist, der Schwingungen in
der Temperatur (Tist) feststellt und eine Schlei
fenverstärkung (V) des Regelkreises (18) bei zu
großer Frequenz herab- und bei zu kleiner Frequenz
heraufsetzt.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Grenzfrequenzdetektor (19) ein Schwellwertglied
(20) aufweist und die Frequenz unter Berücksichti
gung des Ausgangs des Schwellwertgliedes (20) fest
stellt.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Grenzfrequenzdetektor (19) die Schwin
gung in der Temperatur (Tist) indirekt aus Betäti
gungssignalen oder aus Bewegungen des Ventils (11)
ermittelt.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß Grenzfrequenzdetektor (19) ei
nen Richtungswechselzähler (21), einen Vergleicher
und ein Zeitglied (22) aufweist.
5. Verfahren zum Betreiben einer Heizungsanlage, bei
der die Temperatur eines beheizten Fluids ermittelt
und in Abhängigkeit von einer Abweichung diese Tem
peratur von einem Vorgabewert die Zufuhr eines Wär
meträgerfluids mit Hilfe eines Ventils in einem Re
gelkreis gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Frequenz von Schwingungen der Temperatur
ermittelt wird und die Schleifenverstärkung herab
gesetzt wird, wenn die Frequenz zu groß ist, und
heraufgesetzt wird, wenn die Frequenz klein genug
ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Frequenz lediglich von solchen Abweichungen
ermittelt wird, die eine vorbestimmte Differenz zum
Vorgabewert überschreiten.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Frequenz indirekt anhand von Be
wegungen des Ventils und/oder Ansteuersignalen für
das Ventil ermittelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der Richtungswechsel der Ventilbewe
gung in einem vorbestimmten Zeitraum ermittelt wird
und die Schleifenverstärkung herabgesetzt wird,
wenn die Anzahl einen Maximalwert überschreitet.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zählung bei jedem Überschreiten abgebrochen
wird und der Zeitraum neu beginnt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß dann, wenn die Frequenz klein
genug ist, die Schleifenverstärkung erhöht und der
vorgegebene Wert geändert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß man dann, wenn nach einer
Erhöhung der Schleifenverstärkung die Frequenz zu
groß ist, den vor der Erhöhung verwendeten Wert der
Schleifenverstärkung wiederverwendet.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß die Schleifenverstärkung
in Abhängigkeit von der Belastung der Anlage vorge
geben wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Belastung der Anlage über die Temperatur
des beheizten Fluids ermittelt.
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