DE19910097A1 - Kontaktanordnung für einen Wechselspannungs-Leistungsschalter - Google Patents
Kontaktanordnung für einen Wechselspannungs-LeistungsschalterInfo
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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- H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
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Abstract
Die Kontaktanordnung des Wechselspannungs-Leistungsschalters weist zwei längs einer Achse (2) voneinander trennbare Lichtbogenkontakte (1, 3) auf. Einer (1) der Lichtbogenkontakte ist feststehend und ein anderer (3) längs der Achse (2) relativ dazu beweglich angeordnet. Der bewegliche Lichtbogenkontakt (3) weist ein Hohlleiterrohr (4) auf. In die Mantelfläche des Hohlleiterrohrs (4) ist ein eine Magnetspule bildendes Gewinde (6) eingeformt, welches zumindest von einem Teil des abzuschaltenden Stroms durchflossen wird. Diese Magnetspule dient der Erzeugung eines axial gerichteten Magnetfeldes. Das Gewinde (6) weist eine Tiefe (5) auf, die weitgehend durch die Eindringtiefe des abzuschaltenden Stroms infolge des Skineffekts bestimmt ist. Es sind ferner die Trennung der Lichtbogenkontakte (1, 3) unterstützende Mittel (9) vorgesehen. Diese Mittel werden durch das von der Magnetspule erzeugte axiale magnetische Feld mit einer die Trennung der Lichtbogenkontakte (1, 3) unterstützenden und damit einen äußeren Antrieb (F¶Tr¶) entlastenden Kraft (F¶Tr¶) beaufschlagt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kontaktanordnung für einen Wechselspannungs-
Leistungsschalter nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
In Kontaktanordnungen von Wechselspannungs-Leistungsschaltern werden häufig
Magnetspulen zur Beeinflussung eines Schaltlichtbogens verwendet, der beim
Ausschalten zwischen Lichtbogenkontakten der Kontaktanordnung des Schalters
gezündet wird.
In Vakuumschaltern, wie sie etwa in DE 25 57 174 C oder DE 33 34 493 C
beschrieben sind, sind Magnetspulen mit Hilfe wendelförmig ausgeführter Schlitze
in hohlzylinderförmige Kontaktträger der Lichtbogenkontakte eingeformt. Diese
Magnetspulen werden zur axialen Beblasung des Schaltlichtbogens verwendet.
In Druckgasschaltern werden durch Magnetspulen Schaltlichtbögen in einer
Löschgasatmosphäre in Rotation versetzt und das umgebende Löschgas dadurch
auf einen hohen Druck gebracht. Im Stromnulldurchgang dient das so erzeugte
Druckgas zur Beblasung des Schaltlichtbogens. Bei sehr großen Strömen können
die Magnetspulen von den hierbei wirkenden Magnetkräften zerstört werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kontaktanordnung für
einen Wechselspannungs-Leistungsschalter mit mindestens einer Magnetspule zu
schaffen, die bei sehr hohen Strömen nicht zerstört wird, und zugleich die
Lichtbogenkontakte konstruktiv so auszugestalten, dass Antriebsenergie zum
Trennen der Lichtbogenkontakte durch eine von aussen ausgeübte Trennkraft
verringert werden oder sogar entfallen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 gelöst.
Die Kontaktanordnung nach der Erfindung ist wegen der in ein Hohlleiterrohr
integrierten Magnetspule äusserst robust und entlastet infolge der Bildung eines
magnetischen Kraftfeldes bei einem Ausschaltvorgang einen gegebenenfalls
verwendeten Antrieb ganz wesentlich.
Weitere Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus der nun
folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen die beiden Figuren je
ein Ausführungsbeispiel der Kontaktanordnung nach der Erfindung.
In den Fig. 1 und 2 weisen gleichwirkende Teile gleiche Bezugszeichen auf. Mit
dem Bezugszeichen 1 ist ein feststehender Lichtbogenkontakt einer Kontakt
anordnung eines Wechselstrom-Leistungsschalters bezeichnet. 3 bezeichnet einen
zum Kontakt 1 längs einer Achse 2 beweglichen und als Magnetspule
ausgebildeten Lichtbogenkontakt. Der bewegliche Lichtbogenkontakt 3 weist ein
Hohlleiterrohr 4 auf. In die Mantelfläche dieses Hohlleiterrohrs 4 ist ein Gewinde 6
eingeformt mit einer Schlitztiefe 5, die im wesentlichen durch die Eindringtiefe
eines vom Hohlleiterrohr 4 geführten Wechselstroms (Skineffekt) bestimmt ist. Das
Hohlleiterrohr 4 wirkt daher wie eine längs der Achse 2 ausgerichtete Spule mit
geringer Steigung der einzelnen Windungen. Durch den wegen des Skineffekts
durch die einzelnen Windungen des Gewindes 6 bzw. der Magnetspule geführten
Wechselstroms entsteht ein axiales Magnetfeld.
Dieses Magnetfeld kann bei geeigneter Ausbildung der Kontaktanordnung die
Trennung der Lichtbogenkontakte 1, 3 bewirken. Gegebenenfalls kann auch eine
von aussen an das Hohlleiterrohr geführte Antriebskraft FTr zur Kontakttrennung
beitragen.
Die kontakttrennende Wirkung des Magnetfeldes wird bei der Kontaktanordnung
gemäss Fig. 1 durch einen ferromagnetischen Kern 9 erreicht, welcher in einem
längs der Achse 2 ins Innere des Hohlleiterrohrs 4 führbaren Kontaktstift 7 des
beweglichen Lichtbogenkontaktes 3 angeordnet ist. Beim Ausschalten fliesst der
abzuschaltende Strom bei geschlossenen Kontakten 1 und 7 durch das Gewinde 6
über einen nicht dargestellten und am linken Ende des Hohlleiterrohrs 4 in dessen
Inneren angeordneten Gleitkontakt und den Kontaktstift 7 zum Lichtbogenkontakt
1. Das durch die Spulenwirkung des Gewindes 6 hervorgerufene axiale
magnetische Feld zieht den ferromagnetischen Kern 9 und damit den Kontaktstift 7
mit einer Kraft FA ins Innere des Hohlleiterrohres 4. Bei einem Ausschaltvorgang
kann so zunächst ohne einen äusseren Antrieb FTr lediglich durch die Kraft FA ein
den Stromübergang vom Kontaktstift 7 auf den Kontakt 1 bewirkender Reibschluss
aufgehoben werden. Hierbei bildet sich zwischen dem Kontaktstift 7 und dem
Lichtbogenkontakt 1 ein Schaltlichtbogen, der gegebenenfalls durch Bewegung
des Hohlleiterrohrs 4 mit geringer Antriebskraft FTr verlängert und im
Stromnulldurchgang dann leicht gelöscht werden kann.
Gemäß Fig. 2 ist der feststehende Lichtbogenkontakt (1) als Hohlleiterrohr 8
ausgebildet. In die Mantelfläche des Hohlleiterrohrs 8 ist ein Gewinde 10
eingeformt mit einer Gewindetiefe 5, die weitgehend durch die Eindringtiefe des
abzuschaltenden Stroms infolge des Skineffekts bestimmt ist. Typische Tiefen für
die Gewinde 6 und 10 betragen bei Leistungsschaltern mit Rohrdurchmessern von
10 bis 50 mm einige, beispielsweise 1 bis 3, Millimeter. Die Gangrichtung des
Gewindes 10 ist der Gangrichtung des Gewindes 6 des beweglichen
Lichtbogenkontaktes 3 entgegengesetzt gerichtet. Es entsteht so bei
geschlossenen Lichtbogenkontakten 1, 3 oder wenn zwischen diesen beiden
Kontakten ein Schaltlichtbogen brennt durch den abzuschaltenden Strom am
feststehenden Lichtbogenkontakt 1 ein magnetisches Feld, welches gegenüber
dem vom abzuschaltenden Strom am beweglichen Lichtbogenkontakt 3 gebildeten
magnetischen Feld umgekehrt gerichtet ist. Beide Lichtbogenkontakte 1, 3 werden
daher mit einer Kraft FA voneinander abgestossen. Die äussere Antriebskraft FTr
wird durch diese Abstossungskraft unterstützt und entsprechend entlastet.
1
feststehender Lichtbogenkontakt
2
Achse
3
beweglicher Lichtbogenkontakt
4
Hohlleiterrohr
5
Schlitztiefe
6
Gewinde
7
Kontaktstift
8
Hohlleiterrohr
9
ferromagnetischer Kern
10
Gewinde
FA
FA
äussere Antriebskraft
FTr
FTr
Trennkraft
Claims (3)
1. Kontaktanordnung für einen Wechselspannungs-Leistungsschalter mit zwei
längs einer Achse (2) voneinander trennbaren Lichtbogenkontakten (1, 3),
von denen einer feststehend (1) und ein anderer (3) längs der Achse (2)
relativ dazu beweglich ist, wobei der bewegliche Lichtbogenkontakt (3) ein
Hohlleiterrohr (4) aufweist und eine ins Hohlleiterrohr (4) eingeformte und vom
abzuschaltenden Strom zumindest teilweise durchflossene Magnetspule zur
Erzeugung eines axial gerichteten Magnetfeldes, dadurch gekennzeichnet,
dass in die Mantelfläche des Hohlleiterrohrs (4) ein die Magnetspule
bildendes Gewinde (6) eingeformt ist mit einer Gewindetiefe (5), die
weitgehend durch die Eindringtiefe des abzuschaltenden Stroms infolge des
Skineffekts bestimmt ist, und dass die Trennung der Lichtbogenkontakte
unterstützende Mittel (9, 10) vorgesehen sind, welche durch das von der
Magnetspule erzeugte axiale magnetische Feld mit einer die Trennung der
Lichtbogenkontakte (1, 3) unterstützenden Kraft beaufschlagt sind.
2. Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die
Kontakttrennung unterstützenden Mittel (9, 10) einen ferromagnetischen Kern
(9) umfassen, welcher in einem längs der Achse (2) ins Innere des
Hohlleiterrohrs (4) führbaren Kontaktstift (7) des beweglichen
Lichtbogenkontaktes (3) angeordnet ist.
3. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1, bei dem der feststehende
Lichtbogenkontakt (1) als Hohlleiterrohr (8) ausgebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, dass die die Kontakttrennung unterstützenden Mittel (9, 10)
ein in die Mantelfläche dieses Hohlleiterrohrs (8) eingeformtes Gewinde (10)
umfassen mit einer Gewindetiefe (5), die weitgehend durch die Eindringtiefe
des abzuschaltenden Stroms infolge des Skineffekts bestimmt ist, und mit
einer Gangrichtung die der Gangrichtung des Gewindes (6) des beweglichen
Lichtbogenkontaktes (3) entgegengesetzt gerichtet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999110097 DE19910097A1 (de) | 1999-03-08 | 1999-03-08 | Kontaktanordnung für einen Wechselspannungs-Leistungsschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999110097 DE19910097A1 (de) | 1999-03-08 | 1999-03-08 | Kontaktanordnung für einen Wechselspannungs-Leistungsschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19910097A1 true DE19910097A1 (de) | 2000-09-14 |
Family
ID=7900082
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999110097 Withdrawn DE19910097A1 (de) | 1999-03-08 | 1999-03-08 | Kontaktanordnung für einen Wechselspannungs-Leistungsschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19910097A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3219268A1 (de) * | 1982-05-21 | 1983-11-24 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Anordnung zur beeinflussung eines lichtbogens |
| DE3302595A1 (de) * | 1983-01-27 | 1984-08-02 | Calor-Emag Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, 4030 Ratingen | Kontaktanordnung fuer vakuumschalter |
| DE2557174C2 (de) * | 1975-01-10 | 1985-03-28 | Westinghouse Electric Corp., Pittsburgh, Pa. | Vakuumschalter |
| DE3334493A1 (de) * | 1983-09-23 | 1985-04-04 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Kontaktanordnung fuer vakuumschalter |
| DE3724813A1 (de) * | 1987-07-27 | 1989-02-09 | Bbc Brown Boveri & Cie | Kontaktanordnung fuer einen vakuumschalter |
-
1999
- 1999-03-08 DE DE1999110097 patent/DE19910097A1/de not_active Withdrawn
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