DE19910832C1 - Verfahren zum Trocknen von Furnieren und Trocknungsvorrichtung - Google Patents
Verfahren zum Trocknen von Furnieren und TrocknungsvorrichtungInfo
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Abstract
Beim Trocknen von Furnieren entsteht bei empfindlichen Holzarten bisher ein relativ hoher Ausschuß durch Falten und Risse. Beim neuen Verfahren zum Trocknen von Furnieren sind die Falten- und Rißbildung weitestgehend vermieden und so der Ausschuß minimiert. Die Trocknungsvorrichtung ermöglicht die weitgehend automatische Durchführung des Verfahrens. DOLLAR A Die Furniere werden so durch den Trockner geführt, daß die Faserrichtung der Furniere schräg zur Transportrichtung ist. Bei der Trocknungsvorrichtung ist die Zuführvorrichtung derart ausgestattet, daß die Furniere während der Zuführung zum Trockner in die vorgesehene Schräglage gebracht werden. Die Austragvorrichtung macht die Schräglage wieder rückgängig.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Furnieren, insbesondere von
Messerfurnieren, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine
Trocknungsvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 4.
Es ist allgemein angewendete Praxis, die von der Messermaschine geschnittenen
feuchten Furniere, das sind einzelne Furnierblätter, einem Trockner zuzuführen, das
Wasser auf eine vorgegebene Restfeuchte zu verdampfen und anschließend die
Furniere zu kühlen, zu zählen und zu stapeln. Hierbei werden die Furniere so dem
Trockner zugeführt, daß die Faserrichtung der Furniere annähernd rechtwinklig zur
Transportrichtung ist.
Eine Zuführvorrichtung und eine Austragsvorrichtung mit jeweils einem Saugkasten
sind aus der DE 25 23 482 A1 bekannt. Weiterhin ist der Anmelderin bekannt, bei
einer Zuführvorrichtung eine Kombination aus Saugkasten und Transportsystem mit
Riemen und bei einer Austragsvorrichtung ein Transportsystem mit Riemen zu
installieren.
Unter einem Trockner wird im folgenden ein sogenannter Bügeltrockner verstanden.
Hier sind entweder zwei Transportbänder - ein Tragband und ein Deckband -, die
parallel unmittelbar übereinander liegend sind und zwischen welchen die Furniere
durch den Trockner transportiert werden, zumindest auf einem nicht unerheblichen
Teil der Transportstrecke mit vielfachen Umlenkungen so geführt, daß die Furniere
wechselweise nach oben und nach unten gebogen werden. Die Umlenkung kann
hierbei auf verschiedene Arten erreicht werden. Oder auf das obere Transportband
wird mit Walzen Druck ausgeübt.
In der EP 0 152 576 B2 ist ein gattungsgemäßer Trockner beschrieben, bei dem die
Bandführung nach einem geraden Teilstück jeweils schleifenförmig um Walzen mit
relativ großem Durchmesser erfolgt, wobei zwischen zwei benachbarten Walzen ein
kurzes Stück geradlinig geführt ist.
Die EP 0 290 056 A2 beschreibt einen gattungsgemäßen Trockner mit einer sinus
förmigen Bandführung, die durch viele Walzen mit kleinem Durchmesser erreicht wird.
Zusätzliche stabförmige Rollen können ergänzend zu den Walzen angebracht sein.
In der DE 41 09 298 C2 ist eine einem flachen Omega entsprechende Linienführung
der Transportbänder beschrieben, bei der bei mindestens einer Vielzahl von Walzen
jeweils die zweiten und die vierten Walzen in Richtung zum Trocknereingang von den
ersten und dritten entfernt sind, wobei die zweiten und dritten Walzen in einer Ebene
oberhalb der Ebene der ersten und vierten Walzen liegen und der Abstand der beiden
Ebenen kleiner ist als der Durchmesser einer Walze.
Die DE 42 17 493 A1 beschreibt eine zickzackartige Bandführung, die durch versetzt
übereinander liegende Umlenkrollen erzielt wird.
Bei dem in der DE 37 06 353 C2 beschriebenen Trockner ist die Linienführung der
Transportbänder nahezu geradlinig. Mit Hilfe von vertikal bewegbaren Druckwalzen,
die in Transportrichtung versetzt und parallel zu den Tragwalzen angeordnet sind,
wird ein ausreichender Druck auf die Furniere ausgeübt.
Im Kühler sind die Transportbänder ähnlich geführt wie im Trockner.
Ziel der Bügeltrockner ist es, die Furniere während des Trocknens und Kühlens durch
Walken zu glätten. Im Vergleich zu Trocknern und Kühlern mit gerader Bandführung
ohne Druckwirkung wird bei den meisten Holzarten eine erheblich bessere Glättung
erreicht. Aber bei empfindlichen Holzarten wie z. B. Buche, Nuß und Kirschbaum kön
nen Falten und Risse entstehen, die das betroffene Furnier zumindest teilweise
unbrauchbar machen. Der Ausschuß beträgt hier 10 bis 20%.
Die Erfinder haben sich die Aufgabe gestellt, auch für schwierig zu trocknende Holz
arten ein Verfahren zum Trocknen von Furnieren zu entwickeln, bei dem einwandfrei
glatte Furniere erhalten werden und bei dem der Ausschuß durch Falten und Risse
minimiert ist. Eine weitere Aufgabe ist es, eine Trocknungsvorrichtung zur Durch
führung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zu schaffen.
Die erste Aufgabe ist durch Anspruch 1 gelöst.
Durch die Schräglage der Furniere im Trockner und im Kühler wird eine Komponente
der Walkarbeit in den Umlenkungsstellen auch in Faserrichtung geleistet. Es hat sich
gezeigt, daß alle getrockneten Furniere den Trockner weitestgehend ohne Falten und
Risse verfassen, wenn die Faserrichtung der Furniere während des Transportes durch
den Trockner und den Kühler schräg zur Transportrichtung ist statt wie bisher üblich
rechtwinklig.
Patentanspruch 4 löst die zweite Aufgabe.
Die Ansprüche 2 und 3 erleichtern die manuellen Arbeiten des Bedienpersonals.
Die Unteransprüche 5 bis 10 enthalten bevorzugte Ausführungsformen einer erfin
dungsgemäßen Trocknungsvorrichtung. Die Merkmale gewährleisten einen sicheren
Betrieb der Trocknungsvorrichtung.
Die Schräglage, das ist der Winkel zwischen der Faserrichtung der Furniere und einer
Linie rechtwinklig zur Transportrichtung, wird beim Aufgeben der Furniere auf den
Trockner gezielt mit dem vorgesehenen Winkel von 20° bis 60°, vorzugsweise 30° bis
50°, herbeigeführt.
In der Zuführvorrichtung sind die Geschwindigkeiten der Furniere in Transportrichtung
rechts und links derart unterschiedlich eingestellt, daß die Übergabe der Furniere auf
das Tragband, das ist das untere Transportband des Trockners, in der richtigen
Schräglage erfolgt. Während des Trocknens und des Kühlens sind die Furniere in
dieser Lage fixiert, weil sie zwischen den Transportbändern mechanisch gehalten
sind. Die Austragsvorrichtung macht die Schräglage durch unterschiedliche
Geschwindigkeiten, die denen in der Zuführvorrichtung umgekehrt entsprechen,
weitestgehend rückgängig, um die weitere Handhabung zu erleichtern. Das Bedien
personal muß sich daher nicht an geänderte Abläufe oder Handhabung gewöhnen.
Eine bevorzugte Ausführung ist der Einsatz unterschiedlicher Durchmesser der ange
triebenen Riemenscheiben nach Anspruch 6.
Der Einsatz einzeln antreibbarer Riemen nach Anspruch 7 ermöglicht eine sehr
flexible Fahrweise und Anpassung der Schräglage während des laufenden Betriebes.
Eine Bremsvorrichtung nach Anspruch 8 ist einfach in vorhandene Anlagen nach
rüstbar. Die Ansprüche 9 und 10 zeigen bevorzugte Ausführungsformen der Brems
vorrichtung.
Die Zeichnungen dienen der Erläuterung der Erfindung anhand von vereinfacht und
schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung.
Fig. 2 zeigt die Seitenansicht einer Zuführvorrichtung nach Anspruch 6 als Einzel
heit.
Fig. 2a zeigt ein Detail aus Fig. 2.
Fig. 3 zeigt das Unterriemensystem gemäß Fig. 2, senkrecht von oben gesehen.
Fig. 4 zeigt das Oberriemensystem gemäß Fig. 2, senkrecht von unten gesehen.
Fig. 5 zeigt die Seitenansicht einer Zuführvorrichtung nach Anspruch 7 als Einzel
heit.
Fig. 6 zeigt das Unterriemensystem gemäß Fig. 5, senkrecht von oben gesehen.
Fig. 7 zeigt eine Bremsvorrichtung nach Anspruch 9.
Fig. 8 zeigt eine Bremsvorrichtung nach Anspruch 10.
Fig. 9 zeigt die Seitenansicht einer Austragsvorrichtung nach Anspruch 6 als Einzel
heit.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, besteht eine Trocknungsvorrichtung aus einer Zuführ
vorrichtung 1, einem Trockner 2, einem Kühler 3 und einer Austragsvorrichtung 4.
Jede der einzelnen Vorrichtungen der Trocknungsvorrichtung hat ein eigenes Trans
portsystem. Die Geschwindigkeit der einzelnen Transportsysteme ist aufeinander
abgestimmt und hängt vom Trocknungsprozeß ab.
Die in Fig. 2 bis 4 als Einzelheit dargestellte Zuführvorrichtung 1 ist für die halb
automatische Aufgabe der feuchten Furniere ausgerüstet. Auf einem Gestell 5 sind
ein Saugkasten 6 und ein Transportsystem mit parallel angeordneten Riemen 10, 16,
19, 24 befestigt. Die Riemen 10, 16, 19, 24 sind nebeneinander angeordnet und
jeweils über zwei beabstandete Riemenscheiben bzw. über eine Riemenscheibe und
eine beabstandete Umlenkung geführt. Die Riemenscheiben sind jeweils auf Weilen
befestigt. Der Pfeil 32 gibt die Transportrichtung an.
Der Saugkasten 6 besteht aus einer quaderförmigen Blechkonstruktion mit gelochtem
Blech 7 auf der Unterseite und mit mindestens einem Saugrohr 8 mit einem Ventilator
9, das auf dem Saugkasten angeordnet ist. Der Saugkasten 6 erstreckt sich über die
gesamte Breite der Transportebene und ist in seiner Längsrichtung horizontal, wäh
rend er in Transportrichtung abfallend leicht geneigt ist.
Das Transportsystem der Zuführvorrichtung 1 besteht aus einem Ober- und einem
Unterriemensystem.
Das Oberriemensystem ist zweigeteilt. Im Bereich des Saugkastens 6 sind die end
losen Riemen 10 mit flachem, rechteckigem Querschnitt. Sie sind unterhalb des
Saugkastens entlang dem gelochten Blech 7 bis zu den Riemenscheiben 11 auf der
antreibbaren Welle 12, die parallel zur und beabstandet von der hinteren unteren
Längskante des Saugkastens 6 gelagert ist, und zurück durch den Saugkasten 6 und
um die Umlenkung 13 vor der vorderen unteren Längskante des Saugkastens 6 zum
gelochten Blech 7 geführt. Die Welle 12 und die Umlenkung 13 sind parallel beab
standet gelagert. Alle Riemenscheiben 11 haben den selben Durchmesser. Der
zweite Bereich des Oberriemensystems beginnt an der antreibbaren Welle 14, die
parallel zur Welle 12 zwischen dem Saugkasten 6 und der Welle 12 gelagert ist, und
führt bis zum Tragband 15 des Trockners 2. Die endlosen Riemen 16 mit z. B. rundem
Querschnitt sind hier von den Riemenscheiben 17 auf der Welle 14 über einen
Kragarm des Gestells 5 bis zur Umlenkung 18, die parallel zur Welle 14 ist, und
zurück zu den Riemenscheiben 17 geführt. Der Kragarm ist um die Welle 14 vertikal
schwenkbar, so daß die Höhe der Umlenkung 18 einstellbar ist. Die Riemenscheiben
17 haben derart abgestuft unterschiedliche Durchmesser, daß eine lineare Geschwin
digkeitsverteilung in Transportrichtung gesehen von links nach rechts gegeben ist. Die
Welle 14 ist abweichend von der Horizontalen derart schräg gelagert, daß die Unter
kanten der auf den Riemenscheiben 17 gelagerten Riemen 16 mit dem gelochten
Blech 7 fluchten. Die Riemenscheiben 17 und die Umlenkung 18 weisen auf ihren
peripheren Flächen z. B. halbkreisförmige Aussparungen auf, in denen die Riemen 16
geführt sind.
Das Unterriemensystem ist unterhalb des Oberriemensystems angeordnet. Das
Unterriemensystem ist zweigeteilt. Im vorderen Bereich, der - in Transportrichtung
gesehen - unterhalb des letzten Drittels des Saugkastens 6 beginnt und im Bereich
unterhalb der Welle 12 endet, sind alle Riemen 19 mit gleicher Geschwindigkeit
angetrieben. Die endlosen Riemen 19 mit flachem, rechteckigen Querschnitt sind
über die Riemenscheiben 20 auf der Welle 21 und die Riemenscheiben 22 auf der
antreibbaren Welle 23 geführt. Die einer Welle 21, 23 zugeordneten Riemenscheiben
20, 22 haben jeweils den selben Durchmesser. Im zweiten Bereich haben die end
losen Riemen 24 einen z. B. runden Querschnitt und sind von den Riemenscheiben 25
auf der Welle 26, die in Transportrichtung gesehen kurz vor der Welle 23 gelagert ist,
über den Kragarm, die Umlenkung 27 und die Spannrollen 28 geführt. Die Riemen
scheiben 25 haben abgestuft unterschiedliche Durchmesser und weisen wie die
Umlenkung 27 auf ihren peripheren Flächen Aussparungen auf, die in etwa dem
Querschnitt der Riemen 24 entsprechen und in denen die Riemen 24 geführt sind. Die
Welle 26 ist abweichend von der Horizontalen derart schräg gelagert, daß die Ober
kanten der auf den Riemenscheiben 25 geführten Riemen 24 mit der Transportfläche
fluchten.
Die Riemenscheiben 11, 17, 20, 22, 25 sind jeweils fest mit der zugehörigen Welle 12,
14, 21, 23, 26 verbunden.
Die Durchmesser der unterschiedlich großen Riemenscheiben 17, 25 sind so aufein
ander abgestimmt, daß die Geschwindigkeit der Riemen 16, 24 kontinuierlich von - in
Transportrichtung gesehen - links nach rechts oder umgekehrt abnimmt und damit
auch die Transportgeschwindigket der Furniere 31.
Die Riemen 10, 16, 19, 24 sind über ein Antriebssystem mit z. B. Getriebemotor 29
und Kettentrieb 30 antreibbar.
Im Betrieb hebt das Bedienpersonal ein Furnier 31 derart an, daß zumindest ein Teil
in den Saugbereich des Saugkastens 6 gerät und dann vollständig gegen das
gelochte Blech 7 und die Riemen 10 gedrückt wird. Die Riemen 10 der Zuführ
vorrichtung 1 fördern das Furnier 31 entlang dem gelochten Blech 7 in Richtung
Trockner 2. Am Ende des Saugkastens 6 - in Transportrichtung gesehen - fällt das
Furnier 31 auf das Unterriemensystem und wird mit einer mittleren Transport
geschwindigkeit, die der im Trockner 2 entspricht, weiter bis zum Tragband 15 trans
portiert. Während dieses Transportes wird das Furnier 31 infolge des Geschwindig
keitsunterschieds der Riemen 16, 24 in eine gewünschte Schräglage versetzt. Der
erforderliche Geschwindigkeitsunterschied läßt sich leicht aus der Transportstrecke
zwischen der Welle 26 und der Umlenkung 27 sowie dem Winkel der Schräglage
errechnen.
Eine andere Ausführung der Erfindung nach Anspruch 6 ist in den Fig. 5 und 6
dargestellt. Der Aufbau entspricht der vorherigen Beschreibung mit dem Unterschied,
daß die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Riemen 16, 24, die hier auch Flach
riemen sein können, durch einzelne Antriebe 34, 36 erreicht ist:
Die Welle 12 ist gemeinsam mit der Welle 23 des Unterriemensystems antreibar. Die
Riemenscheiben 33, die alle gleich groß sind, sind zwischen der Welle 12 und dem
Saugkasten 6 einzeln gelagert. Die Drehachse der Riemenscheiben 33 ist parallel zur
Welle 12. Jede Riemenscheibe 33 hat einen eigenen regelbaren Antrieb 34.
Die Riemenscheiben 35 sind gleich groß, sind einzeln gelagert und haben jeweils
einen regelbaren Antrieb 36.
Im Betrieb sind die Geschwindigkeiten der Antriebe 34, 36 so eingeregelt, daß die
Geschwindigkeit der Riemen 16, 24 von links nach rechts oder umgekehrt linear
abnimmt und die gewünschte Schräglage des Furniers 31 erreicht wird, wobei im
Mittel die vom Prozeß abhängige Transportgeschwindigkeit eingehalten ist.
Die Erfindung umfaßt auch alle anderen Anordnungen und Antriebsmöglichkeiten, die
unterschiedliche Riemengeschwindigkeiten erlauben.
Eine weitere Ausführung der Erfindung nach Anspruch 9 ist in Fig. 7 dargestellt. Der
Aufbau entspricht dem der Fig. 2 bis 4 mit den Unterschieden, daß die Riemen
scheiben 17, 25 gleiche Durchmesser haben und daß eine Bremsvorrichtung instal
liert ist.
Eine Bremsvorrichtung ist außermittig in ca. 2/3 der Breite der Zuführvorrichtung 1
unter oder über der Transportebene zwischen zwei benachbarten Riemen 16, 24
angeordnet. Die Bremsvorrichtung besteht aus einer Düse 37 mit innenliegendem
Saugventilator 38 und einer auf die Transportebene gerichteten Öffnung 39. Die
Öffnung 39 befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Transportebene. Zwischen Saug
ventilator 38 und Öffnung 39 ist eine Klappe 40 angeordnet.
Im Betrieb erzeugt der Saugventilator 38 in der Düse 37 einen Unterdruck. Die Klappe
40 ist geschlossen. In dem Moment, in dem ein Furnier 31 die Düse 37 passiert,
öffnet die Klappe 40. Infolge des Druckgefälles wird das Furnier 31 gegen die Öffnung
39 gedrückt und einseitig festgehalten, während die andere Seite des Furniers 31
weiter transportiert wird. Nach einem bestimmten Zeitintervall, das von der Transport
geschwindigkeit und der zu erzielenden Schräglage abhängt, schließt die Klappe 40
und die Düse 37 gibt das Furnier 31 frei, das jetzt die Lage im gewünschten Winkel
erreicht hat. Der Weitertransport bis zum Tragband 15 des Trockners 2 erfolgt jetzt
gleichmäßig auf beiden Seiten des Furniers 31, so daß seine Lage erhalten bleibt.
Anstatt des Saugventilators 38 kann auch eine externe Vakuumquelle an der Düse 37
angeschlossen sein.
Eine andere Ausführungsart einer Bremsvorrichtung nach Anspruch 10 ist in Fig. 8
dargestellt. Eine antreibbare Scheibe 41 ist unterhalb der Transportbahn in geringer
Entfernung zwischen zwei benachbarten Riemen 16, 24 außermittig in ca. 2/3 der
Breite der Zuführvorrichtung 1 angeordnet. Die obere Tangente der Scheibe 41
fluchtet mit der Transportbahn, die Drehachse ist rechtwinklig zur Transportrichtung.
Oberhalb der Scheibe 41 ist eine drehbar gelagerte Scheibe 42 an einem Stempel 43
befestigt. Die Drehachse der Scheibe 42 ist senkrecht über und parallel zur Dreh
achse der Scheibe 41. Der Stempel 43 ist auf und ab antreibbar, z. B. über Pneumatik
oder Elektromagnet.
Die Scheibe 41 ist ständig über z. B. einen Getriebemotor 44 langsam angetrieben.
Die Drehrichtung der Scheibe 41 entspricht der Transportrichtung, die Umfangs
geschwindigkeit ist wesentlich langsamer als die Transportgeschwindigkeit des
Riemensystems. Sobald sich ein Furnier 31 über der Scheibe 41 befindet, fährt der
Stempel 43 aus, so daß die Scheibe 42 das Furnier 31 gegen die Scheibe 41 drückt.
Aufgrund der geringen Umfangsgeschwindigkeit der Scheibe 41 wird das Furnier 31
einseitig abgebremst und somit in eine Schräglage verzogen. Sobald die erforderliche
Schräglage erreicht ist, fährt der Stempel 43 ein und gibt das Furnier 31 frei, so daß
es in der vorgesehenen Schräglage zum Tragband 15 transportiert wird.
Eine Austragsvorrichtung 4 gemäß Anspruch 6 ist in Fig. 9 als Einzelheit dargestellt.
Auf einem Gestell 45 befindet sich ein Transportsystem mit Riemen 46. Die runden
Riemen sind von den Riemenscheiben 48 auf der antreibbaren Welle 49 über die
Umlenkung 47 und zurück geführt. Die Riemenscheiben 48 haben abgestuft unter
schiedliche Durchmesser; ihre Anordnung ist so, daß die Schräglage der Furniere 31
im Trockner 2 und Kühler 3 rückgängig gemacht wird. Die Welle 49 ist derart schräg
gelagert, daß die Oberkante der auf den Riemenscheiben 48 geführten Riemen 46 mit
der Transportbahn fluchtet. Die Welle 49 ist mit einem Antrieb 50 gekoppelt.
1
Zuführvorrichtung
2
Trockner
3
Kühler
4
Austragsvorrichtung
5
Gestell
6
Saugkasten
7
Gelochtes Blech
8
Saugrohr
9
Ventilator
10
Riemen
11
Riemenscheibe
12
Welle
13
Umlenkung
14
Welle
15
Tragband
16
Riemen
17
Riemenscheibe
18
Umlenkung
19
Riemen
20
Riemenscheibe
21
Welle
22
Riemenscheibe
23
Welle
24
Riemen
25
Riemenscheibe
26
Welle
27
Umlenkung
28
Spannrolle
29
Getriebemotor
30
Kettentrieb
31
Furnier
32
Pfeil
33
Riemenscheibe
34
Antrieb
35
Riemenscheibe
36
Antrieb
37
Düse
38
Saugventilator
39
Öffnung
40
Klappe
41
Scheibe
42
Scheibe
43
Stempel
44
Getriebemotor
45
Gestell
46
Riemen
47
Umlenkung
48
Riemenscheibe
49
Welle
50
Antrieb
Claims (10)
1. Verfahren zum Trocknen von Furnieren, insbesondere von Messerfurnieren, mit
mindestens den Verfahrensschritten Zuführen, Trocknen, gegebenenfalls Kühlen
und Austragen der Furniere, wobei die Furniere beim Trocknen und gegebenen
falls beim Kühlen zwischen zwei Transportbändern mehrfach umgelenkt und/oder
einem Druck ausgesetzt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Furniere beim Zuführen in eine Schräglage ge
bracht werden, wobei der Winkel zwischen der Faserrichtung der Furniere und
einer Linie rechtwinklig zur Transportrichtung des Trockners 20° bis 60° beträgt,
und daß die Furniere in dieser Schräglage getrocknet und gekühlt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Furniere beim
Austragen von einer Schräglage in eine Lage annähernd rechtwinklig zur Trans
portrichtung gebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Furniere
während des Zuführens und gegebenfalls während des Austragens - in Trans
portrichtung gesehen - links und rechts mit unterschiedlich großen Geschwindig
keiten transportiert werden.
4. Trocknungsvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der An
sprüche 1 bis 3, bestehend aus
dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuführvorrichtung (1) und gegebenenfalls in der Austragsvorrichtung (4) - in Transportrichtung gesehen - links und rechts unterschiedlich große Geschwindigkeiten einstellbar sind.
- 1. einer Zuführvorrichtung mit Saugkasten und/oder Transportsystem mit mehreren Riemen,
- 2. einem Trockner mit mehreren Feldern und Transportsystem mit Trag- und Deckband,
- 3. gegebenenfalls einem Kühler mit Transportsystem mit Trag- und Deckband und
- 4. einer Austragsvorrichtung mit Transportsystem mit mehreren Riemen,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuführvorrichtung (1) und gegebenenfalls in der Austragsvorrichtung (4) - in Transportrichtung gesehen - links und rechts unterschiedlich große Geschwindigkeiten einstellbar sind.
5. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
einzelnen Riemen (16, 24, 46) der Transportsysteme der Zuführvorrichtung (1)
und gegebenenfalls der Austragsvorrichtung (4) mit unterschiedlichen Geschwin
digkeiten antreibbar sind.
6. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
antreibbaren Riemenscheiben (17, 25, 48) unterschiedliche Durchmesser auf
weisen, wobei ein Antrieb (29, 50) auf alle antreibbaren Wellen (12, 14, 23, 26)
wirkt.
7. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
antreibbaren Riemenscheiben (33, 35) einzelne regelbare Antriebe (34, 36)
haben.
8. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Zuführvorrichtung (1) außermittig von der Breite der Transportbahn eine Brems
vorrichtung für die Furniere (31) installiert ist.
9. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bremsvorrichtung eine Vakuumdüse (37) mit auf die Transportebene gerichteter,
zeitlich steuerbarer Öffnung (39) in geringer Entfernung zur Transportbahn ist.
10. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
der Transportbahn in Höhe der Oberkante der Riemen (24) eine antreibbare
Scheibe (41) und oberhalb dieser Scheibe (41) ein Stempel (43) mit drehbar
gelagerter Scheibe (42) angeordnet ist.
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