DE19910645A1 - Bildverarbeitungsverfahren - Google Patents
BildverarbeitungsverfahrenInfo
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Abstract
Ein Bildverarbeitungsverfahren unterzieht Bilddaten, die durch photoelektrisches Lesen eines Filmbildes gewonnen wurden, einer spezifischen Bildverarbeitung. Es werden folgende Schritte durchgeführt: Erfassen einer Filmcharakteristik oder -kennlinie des Films; Korrigieren der Bilddaten nach Maßgabe der erfaßten Filmcharakteristik. Durch dieses Verfahren läßt sich eine Charakteristik-Änderung, insbesondere eine Gradations-Charakteristik-Änderung des Films in geeigneter Weise korrigieren. Als Folge erhält man einen hochqualitativen Abzug mit einem hochqualitativen Bild, und zwar konstant und zuverlässig bei sämtlichen Abzügen.
Description
Die Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der Bildverarbeitung, bei der
gelesene Bilddaten einer spezifischen Bildverarbeitung unterzogen
werden, um sie in Ausgabebilddaten umzusetzen. Gelesen werden die
Bilddaten auf photoelektrischem Wege mit Hilfe eines CCD-Sensors von
auf Filmen aufgezeichneten Bildern.
Bislang wurden auf photographischen Filmen, beispielsweise Negativ- oder
Umkehrfilmen (im folgenden einfach als "Filme" bezeichnet) aufge
zeichnete Bilder üblicherweise durch direkte Belichtung auf lichtem
pfindliche Materialien (photographisches Papier) kopiert, indem das
Filmbild auf das photoempfindliche Material projiziert wurde, um eine
flächige Belichtung vorzunehmen.
In jüngerer Zeit wurde eine neue Technologie entwickelt. Dabei führen
digitale Photokopierer eine digitale Belichtung durch. Hierzu wird das
auf einem Film aufgezeichnete Bild zunächst photoelektrisch gelesen, die
dadurch erhaltenen Signale werden in digitale Signale umgesetzt und
verschiedenen Bildverarbeitungsoperationen unterzogen, um Bilddaten
für die Aufzeichnung zu gewinnen. Ein Aufzeichnungslicht wird mit den
so erhaltenen Bilddaten moduliert und tastet ein photoempfindliches
Material unter Erzeugung eines latenten Bildes ab, wobei das Material
anschließend entwickelt wird, um einen (fertigen) Abzug zu erhalten.
Der nach diesem Prinzip arbeitende photographische Kopierer ist unter
der Bezeichnung digitaler Photokopierer oder dergleichen bekannt.
Bei dem digitalen Photokopierer lassen sich Bilder in ihrer Form als
digitale Bilddaten so verarbeiten, daß Belichtungsbedingungen im Zeit
punkt des Kopiervorgangs festgelegt werden können. Hierdurch ist der
digitale Photokopierer im Stande, effektive Bildverarbeitungsoperationen
durchzuführen, so zum Beispiel eine Korrektur von ausgewaschenen
glänzenden Bereichen oder von tiefen (stumpfen) Schatten, wie sie ent
stehen, wenn Gegenlichtaufnahmen, Aufnahmen mit Hilfe eines elek
tronischen Blitzgeräts oder dergleichen gemacht werden. Außerdem
können Schärfungs-Verarbeitungen und Farbkorrekturen sowie Korrektu
ren von Dichtefehlern vorgenommen werden.
Derartige Bildverarbeitungsoperationen in einem digitalen Photokopierer
ermöglichen die Erstellung hochqualitativer Abzüge, auf denen die
Bilder mit einer Qualität wiedergegeben sind, die mit Hilfe der kon
ventionellen direkten Belichtung unerreichbar war. Ferner läßt sich
durch Verarbeitung der Bilddaten nicht nur ein Zusammensetzen einzel
ner Bilder und ein Aufspalten eines einzelnen Bildes in mehrere Einzel
bilder erreichen, sondern auch das Komponieren von Einzelmerkmalen.
Abzüge lassen sich erstellen und ausgeben, nachdem verschiedene
Editier- und/oder Verarbeitungsoperationen entsprechend den speziellen
Verwendungszwecken in dem digitalen Photokopierer stattgefunden
haben.
Die Ausgabe von Bildern in Form von Abzügen ist nicht die einzige
Möglichkeit beim Betrieb des digitalen Photokopierers: die Bilddaten
können auch an einen Rechner oder dergleichen gegeben werden, oder
sie können auf einem Aufzeichnungsträger, beispielsweise einer
Floppy-Disk, abgespeichert werden. Damit sind die Bilddaten verschiedenen
nicht-photographischen Anwendungen zugänglich.
Mit diesen Merkmalen setzt sich ein digitaler Photokopierer im wesent
lichen aus folgenden Einheiten zusammen: eine Bildeingabevorrichtung
mit einem Abtaster oder Scanner (Bildleseeinrichtung), der das auf
einem Film aufgezeichnete Bild photoelektrisch liest, und eine Bildver
arbeitungseinrichtung, die das gelesene Bild verarbeitet, um Ausgabe
bilddaten (Belichtungsbedingungen) zu erzeugen; und eine Bildausgabe
einrichtung mit einem Drucker oder Printer (Bildaufzeichnungseinrich
tung), der ein latentes Bild auf einem lichtempfindlichen Material durch
abtastendes oder Raster-Belichten des Materials mit den von der Bildein
gabevorrichtung kommenden Bilddaten aufzeichnet, und einen Prozessor
(eine Entwicklungseinrichtung), der die Entwicklungsverarbeitung des
belichteten lichtempfindlichen Materials durchführt, um einen Abzug zu
erstellen.
In dem Abtaster kann das von einer Lichtquelle abgegebene Leselicht
auf einen Film treffen, von dem Licht projiziert wird, welches die Infor
mation des auf dem Film aufgezeichneten Bildes in sich trägt, wobei
dieses Licht von einem Objektiv fokussiert wird, um ein Abbild auf
einem Bildsensor, beispielsweise einem CCD-Sensor, zu erhalten. Das
Bild wird anschließend einer photoelektrischen Umwandlung unterzogen
und als Bilddaten (Bilddatensignale) des Films an die Bildverarbeitungs
einrichtung gesendet, um optional verschiedenen Arten der Bildverarbei
tung unterzogen zu werden.
In der Bildverarbeitungseinrichtung werden Bildverarbeitungsbedingun
gen auf der Grundlage der Bilddaten eingestellt, die von dem Abtaster
aufgenommen wurden, und es erfolgt eine Bildverarbeitung nach Maß
gabe der so eingestellten Bedingungen bezüglich der aufgenommenen
Bilddaten. Die resultierenden Ausgabebilddaten werden dann für eine
Bildaufzeichnung an den Drucker gesendet (das heißt, es werden Belich
tungsbedingungen erhalten).
Wenn der Drucker so arbeitet, daß er eine Belichtung durch Überstrei
chen des photoempfindlichen Materials mit einem optischen Strah
lenbündel durchführt (abtastendes Belichten oder Abtastbelichtung), so
ist das optische Strahlbündel nach Maßgabe der von der Bildverarbei
tungseinrichtung gesendeten Bilddaten moduliert, und es wird in einer
Hauptabtastrichtung abgelenkt, während das photoempfindliche Material
in einer Nebenabtastrichtung rechtwinklig zu der Hauptabtastrichtung
transportiert wird, so daß als Ergebnis der Belichtung (des Druckens)
auf dem lichtempfindlichen Material mit Hilfe des die Bildinformation
tragenden optischen Strahlbündels ein latentes Bild erzeugt wird. In dem
Prozessor erfolgt dann eine Entwicklung sowie möglicherweise eine
weitere Bearbeitung gemaß den Erfordernissen des lichtempfindlichen
Materials, um einen Abzug (eine Photographie) herzustellen, die das
Bild trägt, welches von dem Film gelesen wurde.
Um hochqualitative Abzüge zu erhalten, werden vorzugsweise die Ein
zelheiten eines Bildes (die Bildinformation) einer Szene so umfangreich
und so genau wie möglich auf einem Film aufgezeichnet.
In der Praxis ist es aber nicht möglich, sämtliche Einzelheiten einer
Szene auf einem Film aufzuzeichnen. Zahlreiche Bildeinzelheiten
(Muster) in einem überbelichteten (zu stark belichteten) oder einem
unterbelichteten (zu schwach belichteten) Bereich können aufgrund der
Charakteristik-Änderung des Films (eine sogenannte Charakteristik-Ver
schlechterung) nicht aufgezeichnet werden.
Diese Betrachtungen gelten insbesondere für eine sogenannte Einmal- oder
Wegwerfkamera aus Objektiv und Film, einen sogenannten "Film
mit Linse" oder eine "Schnappschuß-Einheit", da bei einem solchen
Produkt eine veränderliche Blende aus Kostengründen fehlt und die
Einmalkamera für photographische Aufnahmen in einem breiten Belich
tungsbereich vorgesehen ist. Dementsprechend wird ein solcher "Film
mit Linse" leicht unterbelichtet oder überbelichtet. Um die Unterbelich
tung zu vermeiden, ist die Ausrüstung mit einem elektronischen Blitz
das wirksame Gegenmittel, hingegen besteht keine wirksame Möglichkeit
zum Verhindern einer Überbelichtung. Aus diesen Gründen kommt es
bei einem "Film mit Linse" leicht zu einer Überbelichtung, so daß ein
sehr heller oder glänzender Bereich einer Szene häufig zu opfern ist,
wenn das Bild zu einem Abzug verarbeitet wird.
Ziele der vorliegenden Erfindung beinhalten die Lösung des oben be
schriebenen, dem Stand der Technik anhaftenden Problems, so daß die
Erfindung ein Bildverarbeitungsverfahren schaffen soll, welches bei dem
oben erläuterten digitalen Photokopierer Anwendung finden kann, um
ein auf einem Film aufgezeichnetes Bild photoelektrisch zu lesen, das so
gelesene Bild einer Bildverarbeitung zu unterziehen und einen Abzug zu
erstellen, auf dem das Bild als hochqualitatives Bild konstanter Qualität
wiedergegeben ist, indem die Charakteristik- oder Kennlinienänderung
des Films in geeigneter Weise korrigiert wird.
Um dieses Ziel zu erreichen, schafft die Erfindung ein Bildverarbei
tungsverfahren, mit dem durch photoelektrisches Lesen eines Bildes von
einem Film gewonnene Bilddaten einer spezifischen Bildverarbeitung
unterzogen werden, wobei das Verfahren folgende Schritte beinhaltet:
Erfassen der Filmcharakteristik des Films, und
Korrigieren der Bilddaten mit der erfaßten Filmcharakteristik.
Erfassen der Filmcharakteristik des Films, und
Korrigieren der Bilddaten mit der erfaßten Filmcharakteristik.
Vorzugsweise ist die Filmcharakteristik der Gradations- oder Ab
stufungsverlauf (Gradationscharakteristik) des Films.
Vorzugsweise ist der Film Bestandteil einer "Film mit Linse"-Einheit,
einer Einmal- oder Wegwerfkamera.
Vorzugsweise ist der Korrekturschritt ein Schritt zum Korrigieren einer
Beeinträchtigung der Filmcharakteristik.
Vorzugsweise ist die einer Verschlechterung der Filmcharakteristik
entsprechende Korrektur eine Korrektur, mit der hauptsächlich ein über
belichteter Bereich des Films korrigiert wird.
Vorzugsweise sieht der Schritt zum Erfassen der Filmcharakteristik des
Films vor, daß mindestens eines der folgenden Merkmale vorgesehen
ist: ein Prozeß zum Abspeichern von Filmcharakteristika mehrerer Arten
von Filmen in einer Speichereinrichtung und anschließendes Auslesen
einer entsprechenden Filmcharakteristik aus der Speichereinrichtung,
indem die Art des Films ermittelt wird, ein Prozeß zum Lesen von
Filmcharakteristik-Information, die optisch auf dem Film aufgezeichnet
ist, ein Prozeß zum Lesen von Filmcharakteristik-Information, die
magnetisch auf dem Film aufgezeichnet ist, und ein Prozeß zum Einge
ben der Filmcharakteristik durch einen Bediener.
In diesem Fall wird die Art des Films vorzugsweise direkt von dem
Film ermittelt, indem ein optischer und/oder ein magnetischer Prozeß
durchgeführt wird.
Die Filmcharakteristik wird vorzugsweise korrigiert mit Hilfe von Diffe
renzdaten, die der Differenz zwischen Standard-Entwicklungsbedingun
gen und für die Anwendung gewählten Entwicklungsbedingungen ent
sprechen.
Charakteristika in dem unterbelichteten (oder unzureichend belichteten)
Bereich des Films lassen sich bis zu einem gewissen Maß dadurch vor
hersagen, daß man eine Maskendichte (eine Dichte in einer nicht belich
teten Zone) aufnimmt, auch wenn die Information über die Charak
teristik des Films nicht vorgegeben ist. Andererseits läßt sich die
Charakteristik in dem überbelichteten (oder zu stark belichteten) Bereich
kaum ohne Charakteristik-Information entsprechend der jeweiligen Film
art ermitteln, da nicht bekannt ist, an welchem Punkt die Gradations
charakteristik-Kurve (γ) eine Wendung macht, um abzunehmen oder um
schwach zu werden. Folglich ist es bei dem "Film mit Linse", bei dem
es leicht zu einer Überbelichtung kommt, vorzuziehen, die Filmcharak
teristika entsprechend dem jeweiligen Filmtyp zu speichern, um dann
diese Information bezüglich der Filmart zu detektieren und auszulesen
und auf diese Weise die Bilddaten nach Maßgabe der gelesenen Filmart
zu korrigieren.
Darüber hinaus werden die Filmcharakteristika durch Entwicklungsbe
dingungen beeinflußt. Deshalb ist es noch mehr zu bevorzugen, wenn
die Filmcharakteristika so eingerichtet werden, daß sie korrigiert werden
durch Differenzdaten, die man erhält, indem man die in den Photolabors
verwendeten Belichtungsbedingungen vergleicht mit den Standard-Be
lichtungsbedingungen.
Zwar kommt es möglicherweise zu abträglichen Effekten, beispielsweise
einer verstärkten Rauhigkeit, verursacht durch die Film-Körnigkeit,
wenn eine Charakteristikänderung (eine sogenannte Stumpf-Charakte
ristik oder verschlechterte Charakteristik) der Gradation im unterbelich
teten Bereich korrigiert wird, aber die durch die Körnigkeit des Films
verursachte Bildbeeinträchtigung ist in dem überbelichteten Bereich prak
tisch sehr gering, so daß der abträgliche Effekt, das heißt die Hervor
hebung der Rauhigkeit, relativ schwach ausfällt, auch wenn die Charak
teristikänderung im überbelichteten Bereich korrigiert wird.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm eines digitalen Photokopierers, bei dem ein
Beispiel des erfindungsgemäßen Bildverarbeitungsverfahrens angewendet
wird;
Fig. 2A eine schematische, perspektivische Ansicht zum Darstellen
eines Trägers, der in dem in Fig. 1 gezeigten digitalen Photokopierer
installiert wird;
Fig. 2B eine Konzept-Ansicht eines Bildsensors in dem in Fig. 1
gezeigten digitalen Photokopierer;
Fig. 3 schematisch einen Film des sogenannten Advanced Photo
Systems (APS);
Fig. 4 ein Blockdiagramm der Bildverarbeitungseinrichtung in dem in
Fig. 1 gezeigten digitalen Photokopierer;
Fig. 5 eine graphische Darstellung eines Beispiels für die Filmcharak
teristik;
Fig. 6A und 6B graphische Darstellungen eines weiteren Beispiels
für das erfindungsgemäße Bildverarbeitungsverfahren; und
Fig. 7A und 7B graphische Darstellungen von noch weiteren Bei
spielen des erfindungsgemäßen Bildverarbeitungsverfahrens.
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines hier als Beispiel dienenden digitalen
Photokopierers, der von dem erfindungsgemäßen Bildverarbeitungsver
fahren Gebrauch macht.
Der in Fig. 1 gezeigte digitale Photokopierer (im folgenden einfach als
"Photokopierer 10" bezeichnet), enthält hauptsächlich einen Scanner
oder Abtaster 12 als Bildleseeinrichtung zum photoelektrischen Lesen
des auf einem Film F aufgezeichneten Bildes, eine Bildverarbeitungsein
richtung 14, die die so gelesenen Bilddaten (die Bildinformation) einer
Bildverarbeitung unterzieht, und von der der gesamte Photokopierer 10
manipuliert und gesteuert wird, und einen Drucker oder Printer 16, der
eine bildweise Belichtung eines lichtempfindlichen Materials (eines
photographischen Papiers) mit Licht durchführt, welches nach Maßgabe
der von der Bildverarbeitungseinrichtung 14 kommenden Bilddaten
moduliert ist, und der eine Entwicklung sowie weitere eventuell benötig
te Behandlungen durchführt, um einen (fertigen) Druck oder Abzug zu
erstellen.
Angeschlossen an die Bildverarbeitungseinrichtung 14 sind eine Manipu
liereinheit 18 mit einer Tastatur 18a und einer Maus 18b für die Eingabe
(Einstellung) verschiedener Bedingungen, für die Auswahl und die An
weisung eines spezifischen Verarbeitungsschritts und für die Eingabe
eines Befehls und dergleichen, um eine Farb-/Dichte-Korrektur vorzu
nehmen, ferner eine Eingabe 20 zum Darstellen des mit dem Abtaster 12
erfaßten Bildes, zum Darstellen verschiedener Manipulations-Anweisun
gen sowie Bilder, die zur Einstellung und Registrierung verschiedener
Bedingungen dienen.
Der Abtaster 12 ist ein Gerät, mit dem die auf dem Film F aufgezeich
neten Bilder einzelbildweise (rahmenweise) photoelektrisch gelesen
werden. Er enthält eine Lichtquelle 22, eine verstellbaren Blende 24,
einen Diffusorkasten 28, der das auf den Film F auftreffende Leselicht
streut, so daß es in der Ebene des Films F gleichmäßig verteilt ist, eine
Abbildungsoptik 32, einen Bildsensor 34 mit CCD-Zeilensensoren zum
Lesen von R (Rot), G (Grün) und B (Blau) in einzelnen Farbauszügen,
einen Verstärker 36 und einen A/D-(Analog/Digital-)Wandler 38.
In dem Photokopierer 10 stehen bedarfsweise ausgebildete Träger zur
Verfügung, die in dem Körper des Abtasters 12 lösbar angebracht
werden, abhängig vom Typ oder der Größe des vorhandenen Films
(abhängig zum Beispiel davon, ob es sich um einen Film des sogenann
ten Advanced Photo Systems (APS) oder um einen Negativ- oder Um
kehrfilm der Größe 135 handelt), wobei der Träger auch in Abhängig
keit des Filmformats (Streifen oder Filmrähmchen) oder abhängig von
anderen Faktoren gewählt werden kann. Durch Austauschen des einen
Trägers durch einen anderen läßt sich der Photokopierer 10 für die
Verarbeitung unterschiedlicher Filme in verschiedenen Betriebsarten
einrichten. Die Bilder (Einzelbilder oder Rahmen), die auf dem Film
aufgezeichnet sind, und die der für die Erzeugung eines Abzugs erfor
derlichen Prozedur unterzogen werden, werden mit Hilfe der Träger
transportiert und in einer speziellen Lesestellung gehalten.
Der Abtaster 12 nimmt das auf dem Film F aufgezeichnete Bild jeweils
folgendermaßen auf: das von der Lichtquelle 22 kommende Leselicht
wird mengenmäßig durch die veränderliche Blende 24 eingestellt und
trifft auf den Film F, der von dem Träger in der Lesestellung gehalten
wird, woraufhin das Licht den Film durchsetzt und Projektionslicht
erzeugt, welches das Bild in sich trägt, welches auf dem Film F aufge
zeichnet ist.
Der dargestellte Träger 30 eignet sich zur Handhabung von Filmen des
APS (oder denen Patronen). Wie in Fig. 2A schematisch dargestellt ist,
besitzt der Träger 30 zwei Paare von Transportwalzen 30a und 30b
sowie eine Maske 40 mit einem Schlitz 40a. Die Transportwalzen 30a
und 30b befinden sich auf einander abgewandten Seiten der spezifischen
Lesestelle in einer Hilfabtastrichtung, die senkrecht zu der Hauptab
tastrichtung (das heißt der Erstreckungsrichtung der CCD-Zeilensensoren
in dem Bildsensor 34) verläuft. Die Walzen transportieren den Film F in
seiner Längsrichtung parallel zu der Hilfsabtastrichtung in Ausrichtung
mit der Leseposition. Der Schlitz 40a definiert das von dem Film F
kommende Projektionslicht, so daß dieses eine spezifische schmale Form
hat, fluchtend mit der Leseposition. Die Erstreckungsrichtung des
Schlitzes verläuft in Hauptabtastrichtung.
Fluchtend mit der Leseposition gehalten, wird der Film F mit Hilfe des
Trägers 30 in der Nebenabtastrichtung transportiert, wobei er mit dem
Leselicht beleuchtet wird. Hierdurch wird der Film F einer zweidimen
sionalen Schlitzabtastung mit dem Leselicht unterzogen, welches durch
den Schlitz 40a in Hauptabtastrichtung gelangt, woraufhin das Bild von
jedem auf dem Film F aufgezeichneten Einzelbild erfaßt wird.
Wie bekannt ist, werden magnetische Aufzeichnungsträger in erster
Linie aus einem APS-Film hergestellt, um verschiedene Arten von Infor
mation aufzuzeichnen. Außerdem schreiben eine Kamera, ein Ent
wicklungsgerät und der Träger 30 verschiedene Arten von Information
in den magnetischen Aufzeichnungsträger oder Lesen auf optischem
Wege Information von dem Aufzeichnungsträger.
Wie Fig. 3 in Form eines Konzepts veranschaulicht, besitzt ein
APS-Film F ein freies magnetisches Aufzeichnungsmedium S, welches in
folgenden Zonen in Längsrichtung des Films verlaufend angeordnet ist
(in Richtung der Nebenabtastung): eine spezifizierte Zone stromabwärts
des vorderen Einzelbildes G1 in Richtung der Abwicklung des Films F
aus der Patrone (in Pfeilrichtung A), Zonen, die den jeweiligen Einzel
bildern oder Rahmen G entsprechen, und eine spezifizierte Zone strom
aufwärts von dem letzten Einzelbild (in der Zeichnung nicht dargestellt),
insbesondere in der Nähe der beiden Ränder in Breitenrichtung des
Films (in Hauptabtastrichtung).
Information über den Film F insgesamt, beispielsweise Patronen-Ken
nung (Patronen-ID), Filmtyp, Empfindlichkeit und Datum der Ent
wicklung, sind magnetisch in dem magnetischen Aufzeichnungsmedium
S1 in der Nähe des vorderen (oder des nachlaufenden) Endes des Films
F aufgezeichnet, und Information über jedes Einzelbild (Rahmen), so
zum Beispiel das Datum und den Zeitpunkt der Bildaufnahme, das Vor
handensein oder das Fehlen von Blitzlicht durch einen Elektronenblitz
bei der Bildaufnahme und ein Titel oder eine Bezeichnung, sind in den
jeweiligen magnetischen Aufzeichnungsmedien S1 für die individuellen
Einzelbildzonen aufgezeichnet. Man kann grundsätzlich die sich auf die
Kamera beziehende Information auf der einen Breitseite des magne
tischen Aufzeichnungsträgers S aufzeichnen, die Photolabor-Information
hingegen auf der anderen Seite.
Bei 46 in Fig. 3 ist ein Patronengehäuse zur Aufnahme des Films F
angedeutet, wobei mit "P" Perforierungen bezeichnet sind, die dem
Filmtransport (Vorschub und Rückspulen) des Films F dienen.
Der zur Handhabung des APS-Films F ausgebildete Träger 30 besitzt
außerdem zwei Magnetköpfe 42 entsprechend den magnetischen Auf
zeichnungsmedien S, so daß die auf dem magnetischen Aufzeichnungs
medium S jeweils aufgezeichnete Information gelesen und außerdem
benötigte Information auch aufgezeichnet werden kann.
Ein Codeleser 44 befindet sich zwischen den beiden Magnetköpfen 42
einerseits und der Maske 40 andererseits, um optisch Strichcodes (Bar
codes) zu lesen, beispielsweise einen DX-Code, einen erweiterten
DX-Code, einen FNS-Code und dergleichen, die optisch aufgezeichnet sind.
Eine Leseeinrichtung für derartige Strichcodes auf dem Film befindet
sich nicht nur in dem Träger 30 für das APS, sondern auch auf jedem
konventionellen Filmträger.
Optional werden verschiedene Arten von Information, die von den
Magnetköpfen 42 und von dem Codeleser 44 aufgenommen werden, zu
spezifizierten Stellen innerhalb der Bildverarbeitungseinrichtung 14
sowie auch anderen Stellen gesendet.
Wie bereits erwähnt, läuft das Leselicht durch den von dem Träger 30
gehaltenen Film F und ergibt Bildinformation führendes Projektionslicht,
welches von dem Objektiv 42 als scharfes Bild auf die Lichtempfangs
ebene des Bildsensors 34 fokussiert wird. Wie in Fig. 2B gezeigt ist,
ist der Bildsensor 34 ein Drei-Zeilen-Farb-CCD-Sensor mit einem
Zeilen-CCD-Sensor 34R zum Lesen eines R-Bildes, einem Zeilen-CCD-Sen
sor 34G zum Lesen eines G-Bildes und einem Zeilen-CCD-Sensor
34B zum Lesen eines B-Bildes. Wie bereits erwähnt, erstrecken sich die
jeweiligen Zeilen-CCD-Sensoren in Hauptabtastrichtung. Das von dem
Film F kommende Projektionslicht wird in die drei Primärfarben R, G
und B separiert und photoelektrisch mit Hilfe des Bildsensors 34 erfaßt.
Die Ausgangssignale des Bildsensors 34 werden von dem Verstärker 36
verstärkt, von dem A/D-Wandler 38 in digitale Form umgesetzt und an
die Bildverarbeitungseinrichtung 14 gesendet.
In dem Abtaster 12 werden die auf dem Film F aufgezeichneten Bilder
durch zwei Abtastvorgänge erfaßt, wobei es sich bei dem ersten Vor
gang um eine Vorabtastung mit niedriger Auflösung und bei dem zwei
ten Vorgang um eine Feinabtastung handelt, um Ausgabebilddaten zu
gewinnen.
Die Vorabtastung erfolgt unter voreingestellten Lesebedingungen, die
sicherstellen, daß die Bilder sämtlicher von dem Abtaster 12 zu handha
bender Filme gelesen werden können, ohne daß der Bildsensor 34 in
Sättigung geht. Die Feinabtastung verwendet die Vorabtastdaten und
wird unter Lesebedingungen durchgeführt, die für jedes Einzelbild in der
Weise eingestellt sind, daß der Bildsensor 34 bei einer etwas unter der
Miniumdichte des interessierenden Einzelbildes liegenden Dichte in
Sättigung geht.
Die Ausgangssignale für die Vorabtastung und für die Feinabtastung sind
im wesentlichen die gleichen, abgesehen von der Auflösung und den
Ausgangspegeln.
Es sei angemerkt, daß der Abtaster, der die erfindungsgemäße Bildein
gabeeinrichtung bildet, keineswegs auf einen Typ beschränkt ist, der
eine Schlitzabtastung durchführt, wie sie oben erläutert wurde; vielmehr
kann der Abtaster praktisch beliebiger Bauart sein, so zum Beispiel ein
Abtaster mit flächiger Belichtung, oder es kann auch von einer Methode
Gebrauch gemacht werden, bei der das Bild in einem Rahmen (Einzel
bild) zu jeweils einem Zeitpunkt abtastend überstrichen wird.
Bei dieser alternativen Vorgehensweise kann ein flächiger CCD-Sensor
verwendet werden, wobei R-, G- und B-Farbfilter zwischen die Licht
quelle und den Film F eingefügt werden. Von dein flächigen CCD-Sen
sor aufgenommene Bilder werden bezüglich des auf dem Film aufge
zeichneten Bildes in die drei Primärfarben R, G und B separiert, indem
sequentiell Farbfilter für R, G und B eingefügt werden.
Wie bereits erwähnt, werden die von dem Abtaster 12 ausgegebenen
digitalen Signale in die Bildverarbeitungseinrichtung 14 eingegeben (im
folgenden einfach als "Verarbeitungseinrichtung 14" bezeichnet).
Fig. 4 ist ein Blockdiagramm der Verarbeitungseinrichtung 14, be
stehend aus einem Datenverarbeitungsteil 48, einem LOG-Wandler 50,
einem Vorabtastspeicher (Einzelbildspeicher) 52, einem Feinabtastspei
cher (Einzelbildspeicher) 54, einem Vorabtastbild-Verarbeitungsteil 56,
einem Feinrasterbild-Verarbeitungsteil 58, einem Bedingungseinstellteil
60 und einem Filmcharakteristik-Speicherteil 61.
Fig. 4 zeigt nur diejenigen Stellen, die sich auf die Bildverarbeitung
beziehen, aber außer diesen Stellen enthält die Verarbeitungseinrichtung
14 noch eine CPU zum Steuern und Verwalten des gesamten Betriebs
des Photokopierers 10, der die Verarbeitungseinrichtung 14, ferner
Speicher zum Abspeichern von Information, die für den Betrieb des
Photokopierers 10 benötigt wird, enthält. Die Manipuliereinheit 18 und
die Anzeigevorrichtung 20 sind über die CPU und weitere Bauteile
(einen CPU-Bus) an die betreffenden Komponenten angeschlossen.
Die von dem Abtaster 12 ausgegebenen digitalen Signale für R, G und B
werden an den Datenverarbeitungsteil 48 gesendet, wo sie spezifischen
Datenverarbeitungsschritten unterzogen werden, beispielsweise einer
Dunkelkorrektur, einer Defektpixel-Korrektur und einer Abschattungs
korrektur. Im Anschluß daran werden die verarbeiteten digitalen Signale
in den LOG-Wandler 50 übertragen, wo sie in digitale Form (Dichte
daten) umgewandelt werden, und von dem ausgehend die Vorabtastdaten
in dem Vorabtastspeicher 52 und die Feinabtastdaten in dem Feinabtast
speicher 54 gespeichert werden.
Die in den Vorabtastspeicher 52 abgespeicherten Vorabtastdaten werden
in den Vorabtastbild-Verarbeitungsteil 56 eingelesen, der ein Bilddaten
verarbeitungselement 62 und ein Bilddatenwandlerelement 64 enthält,
wohingegen die in dem Feinabtastspeicher 54 abgespeicherten Feinab
tastdaten oder Feinrasterdaten in den Feinrasterbild-Verarbeitungsteil 58
eingelesen werden, der ein Bilddatenverarbeitungselement 66 (im folgen
den: "Verarbeitungselement 66") und ein Bilddatenwandlerelement 68
aufweist.
Das Verarbeitungselement 62 innerhalb des Vorabtastbild-Verarbeitungs
teils 56 und das Verarbeitungselement 66 in dem Feinrasterbild-Ver
arbeitungsteil 58 sind Stellen, an denen das Bild (die Bilddaten), welches
mit dem Abtaster 12 aufgenommen wurde, einer Verarbeitung zwecks
Korrektur nach Maßgabe der Filmcharakteristik oder Filmkennwerte
unterzogen wird, ferner spezifizierten Bildverarbeitungsschritten nach
Maßgabe der Bedingungen, die mit Hilfe des Bedingungseinstellteils 60
eingestellt werden, der weiter unten näher erläutert wird.
Die beiden Verarbeitungselemente 62 und 66 führen im Grunde
genommen die gleiche Verarbeitung durch, wenn man von der Auf
lösung absieht, so daß die nachfolgende Erläuterung bezüglich des Ver
arbeitungselements 66 repräsentativ zu verstehen ist.
Das Verarbeitungselement 66 (oder 62) setzt sich zusammen aus einem
Filmcharakteristik-Korrekturblock 66A (bzw. 62A) und einem Bildver
arbeitungsblock 66B (bzw. 62B).
Der Filmcharakteristik-Korrekturblock (im folgenden: "Charakte
ristik-Korrekturblock") 66A vollzieht eine Abschwächung der Bildqualitäts
beeinträchtigung eines von einer Filmcharakteristik abgeleiteten ausgege
benen Bildes, indem eine Filmcharakteristik-Korrekturnachschlagetabelle
(LUT; Look-Up Table) verwendet wird, die in Abhängigkeit der Cha
rakteristik oder Kennwerte eines Films F erstellt wurde, der eine Vor
lage der Bilddaten ist. Der Block 66A wird weiter unten noch näher
erläutert.
Der Bildverarbeitungsblock 66B ist der Ort zum Durchführen verschie
dener Bildverarbeitungsschritte bezüglich der Bilddaten. Die in dem
Bildverarbeitungsblock 66B ausgeführten Bildverarbeitungsschritte sind
keineswegs auf eine spezielle Art und Weise beschränkt, man kann
verschiedene Bildverarbeitungsschritte gemäß einer bekannten Bildver
arbeitungseinrichtung durchführen, so zum Beispiel eine Farbab
gleich-Justierung, eine Gradations-Justierung, eine Dichteeinstellung, eine
Sättigungseinstellung, eine elektronische Vergrößerung, eine Dodging-Ver
arbeitung (d.i. eine Kompression/Erweiterung des dynamischen
Dichtebereichs), eine Schärfung (Schärfungskorrektur) oder dergleichen,
um einige Beispiele zu nennen. Diese Verarbeitungsschritte werden mit
Hilfe von LUTs, Matrixoperationen (MTX), einer Tiefpaßfilterung und
eines Addierers oder unter Einsatz bekannter Mittel wie einer Mittel
wertbildungs- und Interpolationsoperation oder dergleichen durchgeführt.
Das Bilddatenwandlerelement 68 ist ein Ort, an dem die von dem Ver
arbeitungselement 66 verarbeiteten Bilddaten mit Hilfe eines 3D-(drei
dimensionalen)LUT oder dergleichen in Bilddaten umgewandelt werden,
die anschließend in den Drucker 16 eingegeben werden als Bilddaten
entsprechend der Bildaufzeichnung mit Hilfe des Druckers 16.
Das Bilddatenwandlerelement 64 führt optional eine Ausdünnung der von
dem Verarbeitungselement 62 verarbeiteten Bilddaten durch oder wandelt
in ähnlicher Weise die Bilddaten mit einem 3D-LUT oder dergleichen in
Bilddaten um, die der Darstellung auf der Anzeigevorrichtung 20 ent
sprechen und anschließend auf dieser Anzeigevorrichtung 20 dargestellt
werden.
Die Bedingungen für die Verarbeitung, die in den zwei Bilddatenwand
lerelementen 64 und 68 vorgenommen werden sollen, werden in dem
Bedingungseinstellteil 60 eingestellt, der weiter unten näher erläutert
wird.
Der Bedingungseinstellteil 60 stellt verschiedene Bedingungen in dem
Vorabtastbild-Verarbeitungsteil 56 und dem Feinrasterbild-Verarbeitungs
teil 58 ein.
Der Bedingungseinstellteil 60 enthält einen Filmcharakteristik-Korrek
tur-LUT-Erzeugungselement 70, ein Einstellelement 72, ein Tastenkorrek
turelement 74 und ein Parameterkoordinierelement 76.
Das Korrektur-LUT-Erzeugungselement 70 zum Erzeugen einer
Korrektur-LUT für die Filmcharakteristik (im folgenden als "LUT-Er
zeugungselement 70" bezeichnet) erzeugt eine Filmcharakteristik-Kor
rektur-LUT (im folgenden als "Charakteristikkorrektur-LUT" bezeich
net), die an den oben beschriebenen Charakteristik-Korrekturblock 66A
(bzw. 62A) zu senden ist.
Wie oben beschrieben, unterliegt, wenngleich auf dem Film F das Bild
mit einem breiten Dichtebereich aufgezeichnet ist, die Filmcharakte
ristik, insbesondere die Gradationscharakteristik, einer Änderung (einer
Charakteristik-Schwächung) in den gesamten Überbelichtungs- und Un
terbelichtungs-Bereichen, so daß die Einzelheiten des Bildes (die
Bild-Informationsmenge) für die Aufzeichnung auf dem Film geringer werden
und deshalb die Einzelheiten des Bildes in ihrer Anzahl zunehmen, die
nicht auf dem Bild eines Abzugs innerhalb einer auf dem Film aufge
zeichneten Szene wiedergegeben werden können. Insbesondere der "Film
mit Linse" (Einmalkamera), der aus Kostengründen keine verstellbare
Blende besitzt, ist besonders anfällig für eine Unterbelichtung oder
Überbelichtung. Wenngleich wirksame Mittel wie zum Beispiel ein
Elektronenblitz und dergleichen verfügbar sind, um eine Unterbelichtung
zu vermeiden, gibt es kein wirksames Mittel zum Vermeiden einer
Überbelichtung, so daß eine extrem helle oder glänzende Zone einer
Szene rasch geopfert wird, wenn der Abzug erstellt wird. Darüber hi
naus differieren derartige Filmcharakteristik-Änderungen gemäß obiger
Beschreibung in Abhängigkeit des Filmtyps.
Das LUT-Erzeugungselement 70 erzeugt die Charakteristik-Korrektur-LUT
zum Abschwächen der Bildqualität-Beeinträchtigung eines Aus
gabebildes, die verursacht wird durch eine Änderung der Filmcharak
teristik des Films F, das heißt die Korrektur-LUT dient zum Korrigieren
einer Filmcharakteristik-Änderung, wozu die Filmcharakteristik des
Films F als Vorlage verwendet wird, um dann die sich ergebende LUT
an das Parameterkoordinierelement 76 zu geben.
In dem dargestellten Beispiel stellt das LUT-Erzeugungselement 70 eine
Charakteristik-Korrektur-LUT beispielsweise folgender Art zusammen:
Wie in Fig. 4 gezeigt ist, ist der Filmcharakteristik-Speicherteil (im
folgenden: "Charakteristikspeicherteil") 61, der die Filmcharakteristika
für die jeweiligen Filmtypen speichert, an das LUT-Erzeugungselement
70 angeschlossen.
Die Filmcharakteristik (zum Beispiel die Gradationscharakteristik) ist
dargestellt als eine Beziehung zwischen dem Logarithmus der Belich
tungsmenge E (Log E) und der Dichte (D), wie es in Fig. 5 dargestellt
ist. Die Darstellung der Fig. 5 entspricht einem Negativfilm, so daß
nur eine Kurve dargestellt ist. Handelt es sich bei dem Film F um einen
Farbfilm, so sind dementsprechend drei Kurven für R, G und B vorhan
den.
Eine solche Charakteristik-Kurve oder Kennlinie unterscheidet sich nicht
nur in Abhängigkeit des Filmtyps, sondern auch bei ein und demselben
Filmtyp für die Farben R, G und B.
Um ein anschauliches Beispiel zu verwenden, werden Daten bezüglich
der geringsten Dichte (Dmin) sowie Dichten D (D1, D2, . . ., D8) in Ver
bindung mit einem spezifizierten Wert Log E für verschiedene Film
typen als Datenbank einer Filmcharakteristik eingerichtet, um in dem
Filmcharakteristikspeicher 61 abgespeichert zu werden:
Negativfilm A: [R] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[G] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[B] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[G] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[B] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
Negativfilm B: [R] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[G] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[B] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[G] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[B] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
Negativfilm C: [R] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[G] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[B] Dmin, D1, D2, D3, . . , D8.
[G] Dmin, D1, D2, D3, . . ., D8
[B] Dmin, D1, D2, D3, . . , D8.
Die Filmcharakteristika sind nicht in der Weise beschränkt, daß zum
Beispiel Dmin und Dichtewerte D zugehörig zu jeweils den Werten Log E
abgespeichert werden, sondern die Kennlinie kann als Funktion einer
Filmcharakteristik-Kurve folgendermaßen abgespeichert werden:
D = Dmin(1) + (Dmax(1) - Dmin(1)) × [1/(1 + e-logE/a(i))]
wobei i=R, G und B.
Die Parameter sind:
[R]: Dmin(R), Dmax(R), a(R)
[G]: Dmin(G), Dmax(G), a(G)
[B]: Dmin(B), Dmax(B), a(B).
[G]: Dmin(G), Dmax(G), a(G)
[B]: Dmin(B), Dmax(B), a(B).
Das LUT-Erzeugungselement 70 empfängt zunächst Information über die
Art des Films, wie weiter unten näher erläutert wird, um anschließend
die Filmcharakteristik des entsprechenden Films F aus dem Filmcharak
teristikspeicher 61 auszulesen und schließlich basierend auf der ausgele
senen Filmcharakteristik die Charakteristik-Korrektur-LUTs zur Korrek
tur der Charakteristikänderung des Films F für R, G bzw. B zu kor
rigieren.
Im Fall der Einmal- oder Wegwerfkamera beispielsweise wird eine
spezifische Korrektur-LUT, die Bilddaten für ein Ausgabebild nach
Maßgabe der gelesenen Filmcharakteristika in der Weise geformt, daß
eine Gradation (γ) des Überbelichtungsbereichs des Films in der Stei
gung der Gradationskurve zunimmt und an das Parameterkoordinier
element 74 gesendet wird, da die Kennlinie oder Charakteristik anfällig
ist für Änderungen in einem Überbelichtungsbereich.
Wie oben erläutert, stellt das Parameterkoordinierelement 76 die Charak
teristik-Korrektur-LUT in dem Charakteristik-Korrekturblock 66A ein,
und die Bilddaten werden Bildverarbeitungsschritten unterzogen, nach
dem die Bilddaten der Korrektur bezüglich ihrer Bildqualitäts-Beein
trächtigung unterzogen wurden, welche auf die Kennlinienänderung oder
Charakteristikänderung des Films F zurückzuführen ist.
Das erfindungsgemäße Bildverarbeitungsverfahren hat daher den Vorteil,
daß ein qualitativ hochstehendes Bild mit geeignet korrigierter Filmkenn
linien-Änderung gewonnen werden kann, so daß im Ergebnis insbeson
dere bei einem "Film mit Linse", der leicht zu Überbelichtung neigt, der
dynamische Bereich einer überbelichteten Zone aufgeweitet wird, die
Aufzeichnungszone erweitert wird und eine Abnahme von Fehlern zu
erwarten steht.
Die Filmcharakteristik wird auch durch Entwicklungsbedingungen beein
flußt.
Wenn also die Entwicklungsbedingungen, die zum Beispiel im Photo
labor gegeben sind, abweichen von den Standard-Entwicklungsbedingun
gen, so ist es insbesondere zu bevorzugen, wenn die aus dem Film
charakteristik-Speicher 61 ausgelesenen Daten korrigiert werden mit
einer Differenz, die abgeleitet ist aus der Differenz der anstehenden
Entwicklungsbedingungen. Wie in Fig. 6A gezeigt ist, wird eine Diffe
renz zwischen den Daten von Dmin (Grunddichte) einer Zone, die erfaßt
werden, wenn eine Entwicklung in einem Photolabor durchgeführt wird,
und Daten Dmin einer Zone, die erfaßt werden, wenn eine Entwicklung
unter Standard-Entwicklungsbedingungen erfolgt, erfaßt, und gemäß
Fig. 6B läßt sich eine Korrektur der Dmin-Zone nach Maßgabe der
ermittelten Differenz durchführen. Insbesondere stellt ein Filmhersteller
unentwickelte Probenfilme zur Verfügung, die einer Graukeil-Belichtung
in einem Photolabor unterzogen wurden, wobei das Photolabor dann
diesen Probenfilm unter seinen spezifischen anstehenden Entwicklungs
bedingungen entwickelt. Das Photolabor liest dann den entwickelten
Probenfilm mit einem Abtaster oder Scanner oder einem ähnlichen
Gerät, um Daten bezüglich der Filmcharakteristik oder Filmkennlinie zu
erlangen.
In dem obigen Fall wurden Filmcharakteristik-Korrekturen für R, G und
B jeweils unter Verwendung von Charakteristik-Korrektur-LUTs durch
geführt, diese Korrekturen können aber auch unter Verwendung min
destens einer Farbabgleich-Einstellung durchgeführt werden (Fig. 7A),
wobei Daten der Filmcharakteristik berücksichtigt werden, ferner unter
Verwendung einer Gradationseinstellung (siehe Fig. 7B) unter Berück
sichtigung von Daten der Filmcharakteristik, die so verarbeitet sind, daß
die Steigung der Gradation im Unterbelichtungsbereich nach Maßgabe
der Filmcharakteristik vergrößert wird.
Speziell ist der Farbabgleich empfindlich gegenüber einer Streuung von
Entwicklungsbedingungen in Photolabors und ähnlichen Einrichtungen,
so daß eine Farbabgleich-Korrektur häufig zu einem Problem dann führt,
wenn die Daten verwendet werden, die den Standard-Ent
wicklungsbedingungen entsprechen. Eine Kennlinienänderung im überbe
lichteten Bereich ist nicht so empfindlich bezüglich der Streuung der
Entwicklungsbedingungen, so daß eine Änderung der Filmcharakteristik
dadurch erfolgen kann, daß man die Gradationseinstellung lediglich mit
Daten der Filmcharakteristik kombiniert. In diesem Fall wird die Bedin
gung für die Farbabgleicheinstellung auf eine übliche Bedingung einge
stellt.
Ein Verfahren zum Nachweisen des Filmtyps ist hier keiner besonderen
Beschränkung unterlegen, im Fall eines Films F des APS, wie er hier
als Beispiel hergenommen wird, kann mit Hilfe des Lesens magnetischer
Information, die auf dem magnetischen Aufzeichnungsmedium S1 des
Films F aufgezeichnet ist, unter Zuhilfenahme von Magnetköpfen 42
gearbeitet werden, so daß der Filmtyp anhand der erfaßten magnetischen
Information nachgewiesen wird, um im Anschluß daran diese erfaßte
Information über den Filmtyp an das LUT-Erzeugungselement 70 zu
senden.
Außerdem kann ungeachtet des Umstands, ob ein konventioneller Film
(der Größe 135 oder ähnliches) oder APS-Filme verwendet werden, der
Filmtyp dadurch nachgewiesen werden, daß man einen DX-Code oder
dergleichen mit Hilfe eines Codelesers 44 erfaßt. Alternativ kann der
Filmtyp auch über die Tastatur 18a von dem Bediener eingegeben
werden.
In dem dargestellten Gerät werden Charakteristika oder Kennlinien
verschiedener Filme vorab in einer Datenbank abgespeichert, um später
aus dieser Datenbank ausgelesen zu werden, wenn der Filmtyp nach
gewiesen ist. Allerdings ist die Erfindung nicht auf diese spezielle Aus
führungsform beschränkt.
Bei dem Film F des APS beispielsweise können die Filmcharakteristika
magnetisch in dem magnetischen Aufzeichnungsmedium S1 aufgezeich
net werden, so daß die aufgezeichneten Charakteristika später von
Magnetköpfen 42 des Abtasters 30 gelesen und dem LUT-Erzeugungsteil
70 zur Verfügung gestellt werden. Ungeachtet des Umstands, ob her
kömmliche oder APS-Filme verwendet werden, können die Filmcharak
teristika zuvor in Form eines Strichcodes oder dergleichen optisch auf
der Außenseite einer Einzelbild-Zone (Rahmenzone) des Films gespei
chert werden, so daß diese optisch aufgezeichneten Kennwerte des ent
wickelten Films später dann von dem Codeleser 44 des Abtasters 30
oder von einem Bildsensor 34 in der gleichen Weise gelesen werden,
wie die Filmbilder selbst von dem Abtaster 30 gelesen werden.
Außerdem kann der Bediener über die Tastatur 18a oder ein ähnliches
Mittel die Filmcharakteristik eingeben, wobei er die Filmcharakteristika
berücksichtigt, die vorab an dem Gehäuse des "Film mit Linse" oder an
der Filmpatrone oder ähnlichem aufgezeichnet sind.
Außerdem besteht die Möglichkeit, einen IC-Speicher in oder an der
Patrone des APS-Films vorzusehen, so daß eine Erkennung des Filmtyps
und ein Erfassen der Filmcharakteristika durch Zugriff auf diesen
IC-Speicher möglich ist.
Beim dargestellten Beispiel gemäß obiger Beschreibung, bei dem die
Filmcharakteristika in dem Filmcharakteristik-Speicher 61 abgespeichert
sind, wo sie als Datenbank zur Verfügung stehen, wird bevorzugt, wenn
ein Hinzufügen, ein Erneuern oder ein Überschreiben der Filmcharak
teristik-Daten in einfacher Weise möglich ist, indem beispielsweise
Eingaben über die Tastatur 18a erfolgen, wobei das Lesen von Aufzeich
nungsträgern, beispielsweise einer Floppy-Disk oder dergleichen erfolgt,
um Daten über Rechner-Kommunikation zur Verfügung zu haben.
Vorzugsweise werden diese Filmcharakteristik-Daten grundsätzlich von
dem Filmhersteller geliefert.
Korrekturen nach Maßgabe der Änderung der Filmcharakteristika oder -kenn
werte sind nicht auf die oben angegebenen Besonderheiten für
sämtliche Filmtypen beschränkt und es können Korrekturen ausschließ
lich für die Einmalkamera vorgenommen werden, der zur Unter- und
Überbelichtung neigt. In diesem Fall wird Information, die angibt, daß
es sich um den Film einer Einmalkamera handelt, in oder an dem Film
magnetisch, optisch oder anderweitig aufgezeichnet, wenn der Film
hergestellt wird, so daß der Film später als ein "Film mit Linse" beim
Lesen durch den Abtaster 12 oder eine ähnliche Einrichtung erkannt
wird.
Das Einstellelement 72 verwendet die Vorabtastdaten oder andere Daten
zum Einstellen der Lesebedingungen für die Feinabtastung, und es liefert
sie an den Abtaster 12. Darüber hinaus konstruiert (oder berechnet) das
Einstellelement 72 die Bedingungen für die Bildverarbeitungsschritte, die
in dem Vorabtastbild-Verarbeitungsteil 56 und in dem Feinrasterbild-Ver
arbeitungsteil 58 auszuführen sind, um die Bedingungen an das
Parameterkoordinierelement 76 zu liefern.
Insbesondere liest das Einstellelement 72 die Vorabtastdaten aus dem
Vorabtastspeicher 52 aus und verwendet sie zur Durchführung verschie
dener Operationen, darunter der Aufbau von Dichtehistogrammen und
die Berechnung verschiedener Bildkennwertgrößen, beispielsweise einer
mittleren Dichte, einem Glanzbereich (minimale Dichte), einer Abschat
tung (maximale Dichte) und dergleichen, um auf diese Weise die Lese
bedingungen für die Feinabtastung zu ermitteln. Das Einstellelement 72
stellt ansprechend auf optional von dem Bediener eingegebene Befehle
und Anweisungen die Bedingungen für die Bildverarbeitungsschritte ein,
so zum Beispiel eine Farbabgleich-Justierung, eine Gradations-Justierung
und ähnliches, die in dem oben beschriebenen Bildverarbeitungsblock
66B (bzw. 62B) durchzuführen sind.
Das Tastenkorrekturelement 74 berechnet die Werte oder Beträge der
Justierung der Bildverarbeitungsbedingungen (zum Beispiel den Korrek
turbetrag der LUTs), typischerweise nach Maßgabe verschiedener Befeh
le, die über die Tasten eingegeben wurden, um die Dichte (Helligkeit),
Farbe, den Kontrast, die Schärfe, die Sättigung und dergleichen ein
zustellen, die über die Tastatur 18a oder die Maus 18a vorgegeben
werden. Das Tastenkorrekturelement 74 liefert dann die berechneten
Werte für die Justierung an das Parameterkoordinierelement 76.
Nach Empfang der Charakteristik-Korrektur-LUTs, die in dem Film
charakteristik-Korrektur-LUT-Erzeugungselement 70 erzeugt werden,
und der Bildverarbeitungsbedingungen, die von dem Einstellelement 72
eingestellt werden, stellt das Parameterkoordinierelement 76 diese Werte
in dem Verarbeitungselement 72 des Vorabtastbild-Verarbeitungsteils 56
und dem Verarbeitungselement 76 des Feinrasterbild-Verarbeitungsteils
58 ein. Darüber hinaus korrigiert nach Maßgabe der Werte für die Ein
stellung, die von dem Tastenkorrekturelement 74 berechnet wurden, das
Parameterkoordinierelement 76 die Bildverarbeitungsbedingungen (es
stellt sie ein) für verschiedene Orte, und es führt weitere Einstellungen
für die Bildverarbeitungsbedingungen durch.
Im folgenden soll das erfindungsgemäße Bildverarbeitungsverfahren in
größerer Einzelheit dadurch erläutert werden, daß die Arbeitsweise des
Abtasters 12 und der Verarbeitungseinrichtung 14 erläutert werden.
Der Bediener bestückt den Abtaster 12 mit einem Träger 30, der zu dem
Film F paßt, stellt den Film F (oder, genauer gesagt, dessen Patrone)
auf eine spezifische Stellung auf dem Träger 30 ein, gibt die notwendige
Information ein, beispielsweise die Größe der zu erstellenden Abzüge,
und tastet danach einen Befehl zum Starten des Kopiervorgangs ein.
Ansprechend auf den Befehl START werden der Blendenwert (die
Apperturgröße) der veränderlichen Blende 24 des Abtasters 12 und die
Speicherzeit des Bildsensors (des Zeilen-CCD-Sensors) 34 abhängig von
den Lesebedingungen für die Vorabtastung eingestellt. Anschließend
zieht der Träger 30 den Film F aus der Patrone und transportiert ihn in
Richtung der Nebenabtastung mit einer spezifischen Geschwindigkeit,
um die Vorabtastung einzuleiten. Wie bereits erwähnt, wird der Film F
schlitzweise in der spezifischen Leseposition abgetastet, und das Projek
tionslicht wird auf dem Bildsensor 34 projiziert, so daß das auf dem
Film F aufgezeichnete Bild photoelektrisch in Form von R-, G- und
B-Farbauszügen erfaßt wird.
Während des Transports des Films F lesen die Magnetköpfe 42 die in
den magnetischen Aufzeichnungsmedien S aufgezeichnete magnetische
Information, und der Codeleser 44 liest Strichcodes, wie zum Beispiel
den DX-Code, woraufhin die benötigte Information an eine spezifizierte
Stelle geliefert wird. Im vorliegenden betrachteten Fall wird anhand der
in den magnetischen Aufzeichnungsmedien S1 aufgezeichneten magne
tischen Information der Filmtyp nachgewiesen und an das LUT-Erzeu
gungselement 70 gesendet.
Bei der vorliegenden Erfindung erfolgt eine Vorabtastung und eine
Feinabtastung einzelbildweise (Rahmen für Rahmen auf der Filmvor
lage). Alternativ können sämtliche Einzelbilder sukzessive zunächst einer
Vorabtastung und dann einer Feinabtastung unterzogen werden. Falls
erwünscht, können Vorabtastung und Feinabtastung kontinuierlich bezüg
lich Einzelbild-Gruppen vorgenommen werden, wobei jede Gruppe aus
einer gegebenen Anzahl von Einzelbildern besteht. Auf den folgenden
Seiten wird aus Gründen der Vereinfachung davon ausgegangen, daß das
Bild eines Rahmens oder Einzelbildes gelesen wird.
Die von dem Bildsensor 34 durch die Vorabtastung erzeugten Ausgangs
signale werden von dem Verstärker 36 verstärkt und an den A/D-Wand
ler 38 gegeben, wo sie in digitaler Form umgesetzt werden. Die
digitalen Signale werden an die Verarbeitungseinrichtung 14 gesendet,
wo sie spezifischen Datenverarbeitungsschritten in dem Datenverarbei
tungsteil 48 unterzogen und im Log-Wandler 50 in Vorabtastdaten (digi
tale Bilddaten) umgewandelt werden, wobei die vorabgetasteten Daten
anschließend in dem Vorabtastspeicher 52 abgespeichert werden.
Das Einstellelement 72 in dem Bedingungseinstellteil 60 liest die gespei
cherten Vorabtastdaten aus dem Vorabtastspeicher 52 aus, erstellt
Dichtehistogramme, berechnet Bildkennlinien-Größen, wie zum Beispiel
glänzende oder schattige Zonen, führt jegliche weitere Operation durch,
die notwendig ist, um die Lesebedingungen für die Feinabtastung ein
zustellen, die dann an den Abtaster 12 geliefert werden, es stellt die
Bedingungen für die verschiedenen Bildverarbeitungsschritte ein, so zum
Beispiel die Bedingungen für die Gradations-Justierung, die Grauab
gleich-Justierung, und liefert die so eingestellten Bedingungen an das
Parameterkoordinierelement 76.
Ferner liest in dem Bedingungseinstellteil 60 das LUT-Erzeugungsele
ment 70 die Filmcharakteristika nach Maßgabe des Filmtyps aus, der
von dem Filmcharakteristik-Speicher 61 geliefert wird, und konstruiert
Charakteristik-Korrektur-LUTs auf der Grundlage der ausgelesenen
Filmcharakteristika für eine Korrektur der Charakteristikänderung des
Films F, um die so erzeugten LUTs an das Parameterkoordinierelement
76 zu liefern.
Bei Erhalt der Charakteristikkorrektur-LUTs und der Bildverarbeitungs
bedingungen stellt das Parameterkoordinierelement 76 diese Werte in
spezifizierten Komponenten (Hardware) innerhalb des Vorabtastbild-Ver
arbeitungsteils 56 und des Feinrasterbild-Verarbeitungsteils 58 ein,
wobei zum Beispiel die spezifizierten Orte der Filmcharakteristik-Kor
rekturblock 66A und der Filmcharakteristik-Korrekturblock 62A sind.
Erfolgt eine Verifizierung, so liest das Vorabtastverarbeitungselement 62
die Vorabtastdaten aus dem Vorabtastspeicher 52 aus, verarbeitet sie mit
Hilfe der Charakteristik-Korrektur-LUT innerhalb des Filmcharakte
ristik-Korrekturblocks 62A und auch entsprechend den Bildverarbei
tungsbedingungen, die in dem Bildverarbeitungsblock 62B eingestellt
wurden, und wandelt anschließend die verarbeiteten Daten in dem Bild
datenwandlerelement 64 in eine geeignete Form um. Die umgewandelten
Daten werden dargestellt durch ein simuliertes Bild auf der Anzeigevor
richtung 20.
Unter Betrachtung der Darstellung auf der Anzeigevorrichtung 20 über
prüft oder verifiziert der Bediener das Bild oder das Ergebnis der Ver
arbeitung, um bei Bedarf die vorerwähnten Tasten der Tastatur 18a oder
die Maus 18b zu manipulieren, um die Farbe, die Dichte, die Gradation
oder andere Merkmale des Bildes einzustellen oder zu justieren.
Die Eingaben für diese Justierung werden an das Tastaturkorrekturele
ment 74 geliefert, welches ansprechend auf die zur Justierung erfolgten
Eingaben die Korrekturbeträge der Bildverarbeitungsbedingungen berech
net und sie an das Parameterkoordinierelement 76 sendet. Ansprechend
auf die gelieferten Korrekturbeträge korrigiert das Parameterkoordinier
element 76 die LUTs, die MTXs und weitere Bedingungen in den Ver
arbeitungselementen 62 und 66, wie bereits oben erläutert wurde. Das
auf der Anzeigevorrichtung 20 dargestellte Bild ändert sich ebenfalls
ansprechend auf diese Korrekturmaßnahmen bzw. auf die Justiereinga
ben, die von dem Bediener eingegeben wurden.
Wenn der Bediener zu dem Schluß gelangt, daß das auf der Anzeige
erscheinende Bild des interessierenden Rahmens in Ordnung ist
(Verifizierung OK), manipuliert er die Tastastur 18a oder die Maus 13b,
um einen Befehl für einen Druck-Start zu geben, woraufhin die Bildver
arbeitungsbedingungen endgültig gemacht und in dem Abtaster 12
entsprechend den Lesebedingungen für die Feinabtastung eingestellt
werden, eingeschlossen ein Blendenwert für die veränderliche Blende 24,
wobei gleichzeitig der Träger 30 den Film F mit einer geeigneten Ge
schwindigkeit transportiert, wodurch die Feinabtastung umgangen wird.
Erfolgt keine Bildverifizierung oder Freigabe, so werden die Bildver
arbeitungsbedingungen zu dem Zeitpunkt endgültig gemacht, zu dem das
Parameterkoordinierelement 76 die Einstellung der Bildverarbeitungs
bedingungen innerhalb des Verarbeitungselements 66 des Feinrasterbild-Ver
arbeitungsteils 58 abschließt und die Feinabtastung startet.
Die Feinabtastung erfolgt im wesentlichen in der gleichen Weise wie die
Vorabtastung, nur daß die Lesebedingungen speziell diejenigen für die
Feinabtastung sind, darunter der spezielle Blendenwert der Blende 24
und die Abtastgeschwindigkeit des Abtasters 12. Die Ausgangssignale
des Bildsensors 34 werden mit dem Verstärker 36 verstärkt, von dem
A/D-Wandler 38 in digitale Form umgesetzt, von dem Datenverarbei
tungsteil 48 in der Verarbeitungseinrichtung 14 verarbeitet, in dem
Log-Wandler 50 in Feinabtastdaten umgesetzt und anschließend an den Fein
abtastspeicher 54 gesendet.
Die zu dem Feinabtastspeicher 54 gesendeten Feinabtastdaten werden
von dem Feinrasterbild-Verarbeitungsteil 58 ausgelesen, von den Cha
rakteristik-Korrektur-LUTs innerhalb des Filmcharakteristik-Korrektur
blocks 66A und ferner unter den in dem Bildverarbeitungsblock 66B
eingestellten Bildverarbeitungsbedingungen verarbeitet und dann in dem
Bilddatenwandlerelement 68 in Ausgabebilddaten umgewandelt, bevor
diese an den Drucker 16 gesendet werden.
Der Drucker 16 ist eine Kombination aus einem Drucker (Belichtungs
gerät), der auf einem lichtempfindlichen Material (photographischem
Papier) dadurch ein latentes Bild aufzeichnet, daß er das Material ent
sprechend den ihm zugeführten Bilddaten belichtet, und einem Prozessor
(einem Entwicklungsgerät), der spezifische Naßentwicklungsschritte oder
Naßverarbeitungsschritte mit dem belichteten lichtempfindlichen Material
durchführt und dieses dann als Druck oder Abzug ausgibt. Um ein
Beispiel für den Betrieb des Druckers zu geben, wird das lichtempfind
liche Material entsprechend der Größe des fertigen Abzugs zu einer
spezifischen Länge zugeschnitten. Anschließend zeichnet der Drucker
einen rückseitigen Druck auf, und es werden drei Lichtstrahlbündel für
die Belichtung mit Rot (R), Grün (G) und Blau (B) entsprechend der
spektralen Empfindlichkeitscharakteristik des lichtempfindlichen Ma
terials nach Maßgabe der von der Verarbeitungseinrichtung 14 ausgege
benen Bilddaten moduliert. Die drei Lichtstrahlbündel werden in Haupt
abtastrichtung abgelenkt, während gleichzeitig das lichtempfindliche
Material in Nebenabtastrichtung rechtwinklig zur Hauptabtastrichtung
transportiert wird, so daß durch diese zweidimensionale abtastende
Belichtung oder Rasterbelichtung ein latentes Bild mit Hilfe der oben
beschriebenen Lichtstrahlbündel aufgezeichnet wird. Das latente Bild auf
dem lichtempfindlichen Material wird dann dem Prozessor zugeleitet.
Bei Erhalt des lichtempfindlichen Materials führt der Prozessor einen
speziellen Naßentwicklungsprozeß durch. Dieser umfaßt eine Farbent
wicklung, eine Bleichfixierung und ein Spülen. Das so verarbeitete
lichtempfindliche Material wird getrocknet, um einen fertigen Abzug zu
erhalten. Mehrere so hergestellte Abzüge werden sortiert und zu speziel
len Einheiten gestapelt, beispielsweise entsprechend jeweils einem Roll
film.
Obschon oben spezielle Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben
wurden, versteht sich, daß diese im Rahmen der Ansprüche vielfältig
abgewandelt werden können.
Wie aus der obigen detaillierten Beschreibung hervorgeht, schafft die
vorliegende Erfindung ein digitales Bildverarbeitungsverfahren, welches
konstant und stabil hochqualitative Abzüge herstellen kann, die frei von
Qualitätsbeeinträchtigungen sind, die durch inhärente Filmcharakteristika
verursacht werden. Erreicht wird dies durch Korrigieren dieser inhären
ten Filmcharakteristika oder -kennwerte speziell in unter- und überbe
lichteten Bereichen. Das Verfahren eignet sich besonders gut für den
sogenannten "Film mit Linse", das heißt eine Einmal- oder Wegwerf
kamera, die mangels einer Kosteneinsparungen zum Opfer gefallenen
Blende leicht zur Überbelichtung neigt, und bei der ein Bild in überbe
lichteten Bereichen häufig geopfert wird. Das erfindungsgemäße Ver
fahren ist besonders effektiv bei der Qualitätsverbesserung von Bildern
auf Abzügen, da es eine angemessene Gradationskorrektur vornimmt,
auch wenn es zu gewissen Nebenwirkungen kommt wie zum Beispiel
einer gewissen Rauhigkeit in unterbelichteten Bereichen, hervorgerufen
durch die Körnigkeit des Films.
Claims (8)
1. Bildverarbeitungsverfahren, mit dem durch photoelektrisches Lesen
eines Bildes von einem Film gewonnene Bilddaten einer spezifischen
Bildverarbeitung unterzogen werden, umfassend die Schritte:
Erfassen der Filmcharakteristik des Films; und
Korrigieren der Bilddaten nach Maßgabe der erfaßten Filmcharakteristik.
Erfassen der Filmcharakteristik des Films; und
Korrigieren der Bilddaten nach Maßgabe der erfaßten Filmcharakteristik.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Filmcharakteristik eine
Gradationscharakteristik des Films ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Film Teil einer
Einmal- oder Wegwerfkamera ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Korrektur
schritt ein Schritt ist, bei dem die Korrektur der Beeinträchtigung der
Filmcharakteristik entspricht.
5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem die der Beeinträchtigung der
Filmcharakteristik entsprechende Korrektur vornehmlich eine Korrektur
eines überbelichteten Bereichs des Films ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem der Schritt des
Erfassens zumindest einer der folgenden Prozesse ist: Speichern der
Filmcharakteristika mehrerer Filmtypen in einer Speichereinrichtung, um
anschließend aus dieser Speichereinrichtung bei Nachweis eines Filmtyps
die entsprechende Filmcharakteristik auszulesen; optisches Lesen der auf
dem Film aufgezeichneten Filmcharakteristik-Information; Lesen der
magnetisch auf dem Film aufgezeichneten Filmcharakteristik-Informa
tion; und Eingeben der Filmcharakteristik durch einen Bediener.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem der Filmtyp des Films durch ein
optisches und/oder ein magnetisches Verfahren ermittelt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Film
charakteristik korrigiert wird durch Differenzdaten, die einer Differenz
zwischen Standard-Entwicklungsbedingungen und aktuell verwendeten
Entwicklungsbedingungen entsprechen.
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Family Applications (1)
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