DE19908021C2 - Flüssigkristallanzeige mit integrierter Beleuchtung - Google Patents
Flüssigkristallanzeige mit integrierter BeleuchtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flüssigkristallanzeigevorrichtung mit einem ersten,
vorderen Glassubstrat, einem zweiten, hinteren Glassubstrat, einer zwischen
den beiden Glassubstraten angeordneten Flüssigkristallschicht und einer
Beleuchtungseinheit.
Aus der Zeitschrift c't 1998, Heft 6, Seite 230-236, sind bereits
Flüssigkristallanzeigevorrichtungen bekannt. Das Grundprinzip derartiger
Anzeigen besteht darin, das Licht einer Hintergrundlampe auf eine
Polarisationsfolie treffen zu lassen, die nur eine Polarisationsrichtung
durchläßt. Dadurch wird aus dem vorher unpolarisierten Licht genau eine
Polarisationsrichtung ausgewählt. Die Flüssigkristalle sind in einer 90°-
Schraube angeordnet und drehen durch die Wechselwirkung ihrer
Elektronen mit dem elektrischen Feld des Lichts die Polarisation ebenfalls
um 90°. Eine weitere Polarisationsfolie ist so orientiert, daß sie nur Licht mit
der gedrehten Polarisation durchläßt. Wird eine elektrische Spannung an
das Display angelegt, dann richtet das elektrische Feld zwischen den Folien
die Moleküle durch deren Anisotropie im elektrischen Feld aus und stört
damit die Schraubenform der Flüssigkristallanordnung. Die Polarisation wird
nicht mehr um 90° gedreht, so daß kein Licht mehr durch die zweite
Polarisationsfolie gelangen kann. Die Anordnung der Flüssigkristalle als 90°-
Schraube bezeichnet man als TN-Mode (Twisted Nematic). Weiterhin sind
auch Passiv-Matrix-Displays mit einem Drehwinkel von 180°-270° bekannt.
Diese Anordnung bezeichnet man als STN-Mode (Super Twisted Nematic).
Flüssigkristallanzeigevorrichtungen weisen zwei Glassubstrate mit einer
dünnen, elektrisch leitenden und durchsichtigen Schicht für die Ansteuerung
auf. Zwischen den Glassubstraten ist die Flüssigkristallschicht vorgesehen.
Die Beleuchtung der bekannten Displays erfolgt mittels einer
Hintergrundlampe. Zwischen dieser Hintergrundlampe und der hinteren
Glasplatte ist weiterhin ein Diffuser vorgesehen, der das Licht der
Hintergrundlampe gleichmäßig über die gesamte Fläche des Displays
verteilt. Die Nachteile derartiger Hintergrundlampen bestehen darin, daß sie
einen hohen Energiebedarf haben und inklusive des genannten Diffusers viel
Platz benötigen. Weiterhin ist in der genannten Literaturstelle auch
angegeben, daß sogenannte Reflektiv-Displays bekannt sind, die als
Lichtquelle das Umgebungslicht nutzen, welches ein Reflektor hinter dem
Display zurückwirft, und daß es bereits bekannt ist, in Mobil-Displays zur
Reduzierung der Leistungsaufnahme statt einer Hintergrundlampe Folien zu
verwenden, die das von einem Lichtleiter kommende Licht in die senkrechte
Blickrichtung bündeln.
Aus DE-A-37 38 414 ist eine Vorrichtung zur Ausleuchtung von passiven
Informationsanzeigen, vorzugsweise zur Ausleuchtung einer LCD bekannt. Diese
Vorrichtung gestattet bei geringer Bautiefe und geringem Platzbedarf, vorzugsweise im
Kraftfahrzeug, eine gewünschte Gestaltungsmöglichkeit. Zu diesem Zweck überdeckt
eine transparente Elektrolumineszenzschicht als Beleuchtungselement die Rückseite der
Informationsanzeige. Beim Anlegen einer Wechselspannung an die
Elektrolumineszenzschicht wird die Informationsanzeige gleichmäßig ausgeleuchtet.
Aus der Zeitschrift Design und Elektronik, Heft 21, 1993, vom 12.10.93,
Seiten 64-66 ist es bereits bekannt, die Hintergrundbeleuchtung einer
Flüssigkristallanzeige mittels einer Elektrolumineszenzfolie zu realisieren.
Diese Möglichkeit wird jedoch wegen der geringen Lebensdauer von 1000
bis 5000 Betriebsstunden und der Notwendigkeit eines zusätzlichen
Inverters als nachteilig bezeichnet.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen neuen Weg aufzuzeigen, wie die Beleuchtung einer
Flüssigkristallanzeigevorrichtung unter Sicherstellung einer hohen Helligkeit,
einer langen Lebensdauer und einer hohen Temperaturfestigkeit der
Anzeigevorrichtung erfolgen kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Flüssigkristallanzeigevorrichtung mit den im
Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß eine
Flüssigkristallanzeigevorrichtung mit den erfindungsgemäßen Merkmalen in
flacher Bauweise und vergleichsweise preisgünstig realisiert werden kann.
Die mit ihr erzielbare Helligkeit ist ebenso wie ihre Temperaturfestigkeit
hoch. Letztere ist lediglich vom verwendeten Flüssigkristall abhängig. Bei
einer Vielzahl von Anwendungen kann auf das bei bekannten LCD's übliche
Farbfilter verzichtet werden, da eine gewünschte Displayfarbe bereits durch
die Auswahl eines geeigneten Phosphors für die Dünnfilm-
Elektrolumineszenzbeschichtung, auch als Dünnschicht-
Elektrolumineszenzbeschichtung bezeichnet, sichergestellt werden kann.
Dies ist beispielsweise bei Autoradios von Bedeutung, bei welchen das
Display eine grüne Farbe haben soll. Die hohe Helligkeit,
Temperaturfestigkeit und Lebensdauer wird insbesondere dadurch erreicht,
daß als Beleuchtungseinheit keine separate, hinter der hinteren Glasplatte
angeordnete Baugruppe verwendet wird, sondern eine in die hintere
Glasplatte integrierte Elektrolumineszenzschicht. Diese kann im Rahmen der
Fertigung des Displays im Reinraum auf die hintere Glasplatte im Sinne
eines Beschichtungsvorganges aufgebracht werden. Weitere vorteilhafte
Eigenschaften ergeben sich aus der Erläuterung eines Ausführungsbeispiels
anhand der Figuren.
Es zeigt
Fig. 1 eine Prinzipskizze einer Flüssigkristallanzeigevorrichtung
gemäß der Erfindung und
Fig. 2 eine detailliertere Darstellung der Beleuchtungseinheit.
Die Fig. 1 zeigt eine Prinzipskizze einer Flüssigkristallanzeigevorrichtung
gemäß der Erfindung, wobei nur die zum Verständnis der Erfindung
notwendigen Baugruppen dargestellt sind. Die weiteren
funktionsnotwendigen Baugruppen einer Flüssigkristallanzeige sind dem
Fachmann bekannt, beispielsweise aus den oben genannten Literaturstellen,
auf welche hiermit verwiesen wird.
Die dargestellte Anzeige weist - in Richtung von der Vorderseite V zur
Rückseite R gesehen - ein erstes, vorderes Glassubstrat 1 auf. Hinter
diesem ist eine Flüssigkristallschicht 2 vorgesehen. An diese schließt sich
ein zweites, hinteres Glassubstrat 3 an. Direkt auf die Rückseite dieses
zweiten Glassubstrates 3 ist eine Beleuchtungseinheit 4 in Form einer
Elektrolumineszenzbeschichtung aufgebracht. Hinter der Elektro
lumineszenzbeschichtung ist zum Schutz derselben eine Schutzschicht 5
vorgesehen. Bei dieser Schutzschicht handelt es sich vorzugsweise um eine
Glasschicht oder um einen Schutzfilm.
In der Fig. 2 ist die Beleuchtungseinheit 4 detaillierter dargestellt. Sie weist
an ihrer Vorderseite eine erste Elektrode 41 auf, die durchsichtig ist, um das
erzeugte Licht in Richtung der Vorderseite der Anzeige durchzulassen.
Weiterhin ist an der Rückseite der Beleuchtungseinheit eine zweite Elektrode
43 vorgesehen, die vorzugsweise aus Aluminium besteht. Zwischen diesen
beiden Elektroden 41 und 43 ist die Elektrolumineszenzbeschichtung 42
vorgesehen, die aus einer geeigneten Phosphorschicht besteht. Die Wahl
der Phosphorschicht erfolgt in Abhängigkeit vom jeweiligen Anwendungsfall,
d. h. der jeweils gewünschten Farbe der Anzeige.
Sind in bestimmten Anwendungsfällen nur einfarbige Anzeigen vorgesehen,
dann benötigt das Display im Unterschied zu bekannten Displays kein
Farbfilter. Dadurch werden die Herstellungskosten des Displays niedrig
gehalten.
Die beiden Elektroden 41 und 43 sind über eine Wechselspannungsquelle
44 miteinander verbunden. Die Frequenz und die Amplitude der von der
Wechselspannungsquelle erzeugten Signale sind mittels eines nicht
gezeichneten Bedienelementes veränderbar. Dadurch kann die Helligkeit
des Displays nach individuellen Erfordernissen eingestellt werden. Dies
entspricht einem Dimmen der Anzeige.
Ein wesentlicher Vorteil der dargestellten Flüssigkristallanzeigevorrichtung
besteht in ihrer geringen Bautiefe. Diese wird im wesentlichen von den
beiden Glasschichten 1 und 3, der Flüssigkristallschicht 2 und der
Schutzschicht 5 bestimmt. Die Elektrolumineszenzbeschichtung 4 kann sehr
dünn ausgeführt sein. Ihre Dicke liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 2
und 4 µm. Bekannte Anzeigen weisen im Unterschied dazu zur Beleuchtung
eine eigenständige, vom hinteren Glassubstrat beabstandete
Beleuchtungseinheit auf. Dies erschwert und verteuert im Vergleich zur
beanspruchten Vorrichtung den Herstellungsprozess und erhöht die Bautiefe
der gesamten Anzeige.
Claims (6)
1. Flüssigkristallanzeigevorrichtung, mit einem ersten, vorderen Glassubstrat (1),
einem zweiten, hinteren Glassubstrat (3), einer zwischen den beiden
Glassubstraten angeordneten Flüssigkristallschicht (2) und einer
Beleuchtungseinheit (4), wobei die Beleuchtungseinheit (4) eine direkt auf die
Rückseite des hinteren Glassubstrats (3) aufgebrachte Dünnschicht-
Elektrolumineszenzbeschichtung (42) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Dünnschicht-Elektrolumineszenzbeschichtung (42) auf ihrer Vorderseite
mit einer durchsichtigen Elektrode (41) und auf ihrer Rückseite mit einer
Aluminiumelektrode (43) versehen ist.
2. Flüssigkristallanzeigevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Elektroden mit einer Wechselspannungsquelle (44) verbunden sind.
3. Flüssigkristallanzeigevorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
sie Mittel zur Einstellung der Frequenz und/oder der Amplitude der
Wechselspannung aufweist.
4. Flüssigkristallanzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Rückseite der Beleuchtungseinheit (4) eine Schutzschicht (5)
vorgesehen ist.
5. Flüssigkristallanzeigevorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schutzschicht eine Glasschicht oder ein Schutzfilm ist.
6. Flüssigkristallanzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Elektrolumineszenzbeschichtung (42) eine Dicke im Bereich von 2-4 µm
aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999108021 DE19908021C2 (de) | 1999-02-25 | 1999-02-25 | Flüssigkristallanzeige mit integrierter Beleuchtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1999108021 DE19908021C2 (de) | 1999-02-25 | 1999-02-25 | Flüssigkristallanzeige mit integrierter Beleuchtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19908021A1 DE19908021A1 (de) | 2000-09-14 |
| DE19908021C2 true DE19908021C2 (de) | 2001-03-01 |
Family
ID=7898735
Family Applications (1)
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| DE1999108021 Expired - Lifetime DE19908021C2 (de) | 1999-02-25 | 1999-02-25 | Flüssigkristallanzeige mit integrierter Beleuchtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19908021C2 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3738414A1 (de) * | 1987-11-12 | 1989-05-24 | Bosch Gmbh Robert | Vorrichtung zur ausleuchtung von passiven informationsanzeigen, vorzugsweise lcd's |
-
1999
- 1999-02-25 DE DE1999108021 patent/DE19908021C2/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3738414A1 (de) * | 1987-11-12 | 1989-05-24 | Bosch Gmbh Robert | Vorrichtung zur ausleuchtung von passiven informationsanzeigen, vorzugsweise lcd's |
Also Published As
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| DE19908021A1 (de) | 2000-09-14 |
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