DE19908672C1 - Zahnriementriebelement - Google Patents
ZahnriementriebelementInfo
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Abstract
Bei Zahnriementrieben kommt es beim Einkämmen der Zähne (1) in Zahnnuten regelmäßig zu einer erheblichen Geräuschbildung, die im wesentlichen durch die schlagartige Verdrängung der Luft aus den Zahnnuten hervorgerufen wird. Die neuen Zahnriementriebelemente, Zahnriemen und Zahnriemenrad, sollen die Schlagartigkeit der Luftverdrängung und damit die Geräuschbildung vermindern. DOLLAR A Das Zahnriementriebelement weist auf der Kontaktfläche (2) der Zahnung im Bereich der Zahnflanken (6), der Zahnköpfe (8) und/oder der Zahnfüße (7) ein offene Kanäle bildendes Subprofil (5) auf, wobei sich die Kanäle (3) bis zur seitlichen Grenze der Kontaktfläche (2) erstrecken. Durch die Kanäle (3) kann die Luft beim Einkämmen eines Zahnes (1) in eine Zahnnut entweichen. Die Schlagartigkeit der Luftverdrängung wird verringert und somit die Geräuschbildung vermindert. Die Profilierung kann sowohl im Zahnriemen als auch im Zahnriemenrad vorliegen. DOLLAR A Zahnriementrieb.
Description
Die Erfindung betrifft ein Zahnriementriebelement mit einer Zahnflanken, Zahnköpfe und
Zahnfüße bildenden Zahnung, wobei die im Einsatz des Zahnriementriebelements der Zahnung
eines weiteren Zahnriementriebelements zugewandte Kontaktfläche der Zahnköpfe und der
Zahnfüße offene, geradlinige und jeweils von einer zur anderen Stirnseite des
Zahnriementriebelements durchgehende Kanäle aufweist.
Beim Lauf eines Zahnriementriebs tritt oftmals eine erhebliche Geräuschentwicklung auf, die
zum Teil auf das schlagartige Entweichen von Luft aus den Zahnnuten beim Einkämmen der
Zähne zurückzuführen ist. Aus der US 2,941,413 ist ein Zahnriementriebelement, konkret ein
Zahnriemen, der eingangs genannten Art bekannt. Die durchgehenden Kanäle auf den
Zahnköpfen und in den Zahnfüßen erlauben eine Abfuhr der eingefangenen Luft zu den
Stirnseiten des Zahnriemens und damit einen geräuschgeminderten Lauf des Zahnriemens.
Aus der JP 60-234172 A2 ist ein Zahnrad bekannt, das allein auf den Zahnköpfen von einer zur
anderen Stirnseite durchgehende Kanäle aufweist, die ebenfalls zur Geräuschminderung dienen
sollen.
Aus der US 2,988,925 ist ein Zahnriemen bekannt, der allein auf den Zahnköpfen einen oder
mehrere Kanäle aufweist.
Der beschriebene Stand der Technik weist allerdings jeweils den Nachteil auf, daß in den
Zahnflanken weiterhin die Kontaktflächen weitgehend eben sind. Gerade dort wird zumindest
zum größten Teil die Kraft zwischen den miteinander kämmenden Zahnriementriebelementen
übertragen und somit auch ein Großteil des Laufgeräuschs erzeugt.
Aus der EP 0 064 576 B1 sind Zahnriemen bekannt, die auf ihrer gesamten Kontaktfläche
Vorsprünge aufweisen, um im Lauf eine Dämpfung des Kontakts und damit eine
Geräuschminderung zu erreichen. Das Anbringen der Vorsprünge ist allerdings aufwendig und
damit kostenintensiv.
Um einen möglichst geräuscharmen Lauf zu erreichen, wird in der DE 39 31 480 C2
vorgeschlagen, an jedem Zahn eines Zahnriemens ein in seine Kopffläche eingebettetes
Kopfstück aus einem gegenüber dem Riemenmaterial elastisch weicheren Werkstoff vorzusehen.
Hierdurch soll das Auflaufen des Zahnriemens auf das Zahnriemenrad gedämpft werden. Das
Aufsetzen dieses elastischen Materials in die Zahnradnut beeinflußt jedoch nicht in erheblicher
Weise die Art der Luftverdrängung aus der Zahnradnut, so daß dieser Anteil der
Geräuschentwicklung nicht bedeutend gemindert wird.
Schließlich ist aus der US 5,417,617 ein Zahnrad bekannt, das in den Zahnradnuten
Luftöffnungen aufweist, durch die die in der Zahnradnut beim Einkämmen eines Zahnkopfes
eingefangene Luft entweichen kann. Hierdurch wird lediglich in einem kleinen Bereich der
Kontaktfläche eine Maßnahme ergriffen, deren Wirkung für die Geräuschminderung
entsprechend eingeschränkt ist.
Es ist nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein kostengünstig herstellbares
Zahnriementriebelement zur Verfügung zu stellen, mit dem eine geringere Geräuschentwicklung
im Betrieb erreicht werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Zahnriementriebelement der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß zusätzlich die Kontaktfläche der Zahnflanken mit derartigen Kanälen versehen ist.
Die Kanäle in den Zahnflanken erlauben auch dort ein weitgehend ungestörtes Entweichen von
Luft und verhindern somit eine verstärkte Geräuschbildung aufgrund einer ansonsten
schlagartigen Luftverdrängung. Die Maßnahme ist gerade im Bereich der Zahnflanken
wirkungsvoll, da dort die Kraftübertragung zwischen den miteinander kämmenden
Zahnriementriebelementen erfolgt, also der Kontakt zwischen den miteinander kämmenden
Teilen am intensivsten ist.
Das erfindungsgemäße Zahnriementriebelement kann auch so ausgebildet sein, daß die Kanäle
parallel zur Drehachse des Zahnriementriebelements verlaufen. Ein solcher Verlauf der Kanäle
kann insbesondere im Falle von Zahnriemen wesentlich einfacher hergestellt werden als ein über
die Breite der Kontaktfläche variierender oder schräger Verlauf.
Weiterhin kann das erfindungsgemäße Zahnriementriebelement so ausgebildet sein, daß der
Abstand zweier benachbarter Kanäle zueinander in Längsrichtung des Zahnriementriebelements
gesehen variiert, höchstens jedoch 1/4 des Abstandes zweier benachbarter Zahnköpfe beträgt.
Hierdurch soll ausgeschlossen werden, daß während des Laufs des Zahnriementriebs durch
gleichbeabstandete Kanäle möglicherweise ein Resonanzeffekt auftritt, der wiederum zu
unerwünschter Geräuschbildung führen könnte.
Weiterhin kann das erfindungsgemäße Zahnriementriebelement so ausgebildet sein, daß die
Tiefe und/oder die mittlere Breite der Kanäle variiert, höchstens jedoch 1/4 der Zahnhöhe
beträgt.
Das erfindungsgemäße Zahnriementriebelement kann auch so ausgebildet sein, daß die Kanäle
durch einen wellenförmigen Verlauf der Kontaktfläche gebildet sind.
Weitere Ausbildungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Zahnriementriebelements sind
schließlich durch die Unteransprüche 6 bis 9 gegeben.
Im folgenden werden beispiel- und vorteilhafte Ausbildungsformen des erfindungsgemäßen
Zahnriementriebelements anhand von Figuren dargestellt.
Es zeigen die Fig. 1 bis 6 jeweils schematisch die Kontur eines Zahns eines Zahnriemens mit
unterschiedlichen Kanalanordnungen.
Fig. 1 zeigt den Zahn 1 eines Zahnriemens im Querschnitt. Eine Kontaktfläche 2, die im Einsatz
des Zahnriemens einem hier nicht dargestellten Zahnriemenrades zugewandt ist, weist Kanäle 3
auf. Die über den Kanälen 3 gezeichneten Punkte deuten das Hauptprofil 4 der Zahnung, das
ohne die Kanäle 3 gegeben wäre, an. Die Kanäle 3 verlaufen geradlinig über die gesamte Breite
der Kontaktfläche 2. Beim Einkämmen des Zahnes 1 in eine hier nicht dargestellte Zahnnut kann
die in der Zahnnut befindliche Luft durch die Kanäle 3 seitlich entweichen.
Fig. 2 entspricht weitgehend Fig. 1. In Fig. 2 weisen die Kanäle 3 jedoch unregelmäßige
Abstände zueinander auf. Hierdurch kann vermieden werden, daß durch eine Regelmäßigkeit der
Kanalabstände Resonanzeffekte auftreten, die wiederum zu unerwünschter Geräuschbildung
führen könnten.
In Fig. 3 weisen die Kanäle 3 neben unregelmäßigen Abständen auch in unregelmäßiger
Verteilung unterschiedliche Tiefen und Breiten auf.
In Fig. 4 ist das Hauptprofil der Zahnung durch eine Strichpunktierung 4 dargestellt. Der
höherfrequente tatsächliche Verlauf 5 der Kontaktfläche 2 ist mit durchgezogener Linie
gezeichnet. Während das Verhältnis der Wellenlänge des Verlaufs 5 der Kontaktfläche zu der
des Hauptprofils 4 in Fig. 4 etwa 1 : 6 beträgt, ist dieses in Fig. 5 etwa 1 : 20. Zudem ändert sich im
Bereich der Zahnflanken 6 die Wellenform im Vergleich zu der im Bereich des Zahnfußes 7 und
der des Zahnkopfes 8. Im Bereich der Zahnflanken 6 ist der Verlauf 5 nahezu treppenförmig,
was die Herstellbarkeit des Zahnriemens erleichtern kann, ohne daß hierdurch die Wirksamkeit
des gewählten Verlaufs 5 in Frage gestellt ist.
Fig. 6 schließlich zeigt ebenfalls einen wellenförmigen Verlauf 5 der Kontaktfläche, bei dem die
Wellenlänge unregelmäßig variiert.
1
Zahn
2
Kontaktfläche
3
Kanal
4
Hauptprofil
5
Verlauf der Kontaktfläche
6
Zahnflanken
7
Zahnfuß
8
Zahnkopf
Claims (9)
1. Zahnriementriebelement mit einer Zahnflanken (6), Zahnköpfe (8) und Zahnfüße
(7) bildenden Zahnung, wobei die im Einsatz des Zahnriementriebelements der Zahnung eines
weiteren Zahnriementriebelements zugewandte Kontaktfläche (2) der Zahnköpfe (8) und der
Zahnfüße (7) offene, geradlinige und jeweils von einer zur anderen Stirnseite des
Zahnriementriebelements durchgehende Kanäle (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
zusätzlich die Kontaktfläche (2) der Zahnflanken mit derartigen Kanälen (3) versehen ist.
2. Zahnriementriebelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kanäle (3) parallel zur Drehachse des Zahnriementriebelements verlaufen.
3. Zahnriementriebelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand zweier benachbarter Kanäle (3) zueinander in Längsrichtung des
Zahnriementriebelements gesehen variiert, höchstens jedoch 1/4 des Abstandes zweier
benachbarter Zahnköpfe (8) beträgt.
4. Zahnriementriebelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tiefe und/oder die mittlere Breite der Kanäle (3) variiert, höchstens
jedoch 1/4 der Zahnhöhe beträgt.
5. Zahnriementriebelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kanäle durch einen wellenförmigen Verlauf der Kontaktfläche (2) gebildet sind.
6. Zahnriementriebelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wellenlänge des Verlaufs der Kontaktfläche (2) in der Längsrichtung des
Zahnriementriebelements gesehen variiert, höchstens jedoch 1/6 des Abstandes zweier
benachbarter Zahnköpfe (8) beträgt.
7. Zahnriementriebelement nach Anspruch 3, 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß
eine stochastische Verteilung der variierten Größe in Längsrichtung des
Zahnriementriebelements gesehen gegeben ist.
8. Zahnriementriebelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß es ein Zahnriemen mit ein- oder beidseitiger Zahnung ist.
9. Zahnriementriebelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß es ein Zahnriemenrad ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999108672 DE19908672C1 (de) | 1999-02-26 | 1999-02-26 | Zahnriementriebelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999108672 DE19908672C1 (de) | 1999-02-26 | 1999-02-26 | Zahnriementriebelement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19908672C1 true DE19908672C1 (de) | 2001-02-15 |
Family
ID=7899174
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999108672 Expired - Fee Related DE19908672C1 (de) | 1999-02-26 | 1999-02-26 | Zahnriementriebelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19908672C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002042664A1 (de) * | 2000-11-24 | 2002-05-30 | Baeumler Peter | Zahnriementriebelement |
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| US2988925A (en) * | 1959-10-19 | 1961-06-20 | Us Rubber Co | Toothed belt with grooved teeth |
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-
1999
- 1999-02-26 DE DE1999108672 patent/DE19908672C1/de not_active Expired - Fee Related
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