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Die Erfindung betrifft einen Besteckkorb zum Einstellen in einen aus Längs- und Querstäben gitterförmig zusammengesetzten Geschirrkorb einer Haushalt-Geschirrspülmaschine, wobei der Besteckkorb einen unter einem Winkel zur Waagrechten verlaufenden unteren Rand aufweist.
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Besteckkörbe werden bei Haushalt-Geschirrspülmaschinen zur etwa senkrechten Aufnahme von zu reinigendem Besteck verwendet und sind üblicherweise aus den Geschirrkörben von Haushalt-Geschirrspülmaschinen herausnehmbare Einsätze, die an einer ebenen Stelle, üblicherweise in der Mitte, an der Vorderkante der Geschirrkörbe lose eingestellt sind. Derartige Besteckkörbe sind z. B. aus dem
DE 90 15 938 U1 bekannt.
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Aus der
EP 0 143 754 A1 ist ein Geschirrkorb für eine Geschirrspülmaschine bekannt, an der ein Aufnahmekorb eingehakt werden kann, in dem ebenfalls Spülgut gelagert werden kann.
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Weiterhin ist bekannt, in Besteckkörben Einsätze für zu reinigende Kleinteile vorzusehen, wobei in dem
US 3 960 290 vorgeschlagen wird, einen derartigen kastenförmigen Einsatz an der Frontseite des Geschirrkorbes mittels Schnappverbindungen zu befestigen.
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Große Haushalt-Geschirrspülmaschinen weisen üblicherweise wenigstens zwei Geschirrkörbe auf, wobei der untere Geschirrkorb, der sogenannte Unterkorb, üblicherweise in der Hauptsache eben und der obere Geschirrkorb, der sogenannte Oberkorb, üblicherweise in der Hauptsache nicht eben ist, sondern bevorzugt mit Erhöhungen und Vertiefungen gebogene Querstäbe aufweist, um eine schräge Auflage für zu reinigendes Gut mit Vertiefungen an der Unterseite, wie z. B. Tassen, zu schaffen, so daß Spülflüssigkeit aus diesen Vertiefungen ablaufen kann und sich keine Ansammlungen von Spülflüssigkeit bilden können und um in den Abständen der Querstäbe an den erhöhten Stellen eine Aufnahme für flaches Spülgut, wie z. B. Teller, zu bilden. Um eine möglichst angenehme Bedienung der Haushalt-Geschirrspülmaschine zu erreichen, ist es vorteilhaft, auch im Oberkorb einen Besteckkorb anzuordnen. Die erwähnte übliche Anordnung der bekannten Besteckkörbe an einer ebenen Stelle eines Geschirrkorbes hat den Nachteil, daß der Besteckkorb ausschließlich an dieser üblicherweise in der Mitte der Frontseite der Geschirrkörbe angeordneten Fläche eingestellt werden kann, was eine besondere Sorgfalt beim Einordnen des zu reinigenden Spülgutes erfordert, um das Einstellen des Besteckkorbes nicht zu behindern oder unmöglich zu machen.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, auf einfache Art und Weise einen Besteckkorb der eingangs genannten Art zu schaffen, der an unterschiedlichen Stellen eines Geschirrkorbes aufgestellt werden kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der der mit dem unteren Rand des Besteckkorbs einen spitzen Winkel bildenden Längsseite des Besteckkorbs gegenüber liegenden Längsseite des Besteckkorbs wenigstens ein vorragender, sich in Einbaulage nach unten erstreckender Haken angeordnet ist und daß die unterste Kante des Hakens sich bis zur Waagrechten nach unten erstreckt.
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Durch den vorragenden, sich nach unten erstreckenden Haken, der einen Längsstab des Geschirrkorbs teilweise umgreift, ist eine Sicherung gegen Verrutschen oder Kippen des erfindungsgemäßen Besteckkorbs, insbesondere bei dessen Anordnung in einem mittleren Teil des Geschirrkorbs, in dem die rückseitige Anlage an den Querstäben nur sehr kurz ist oder fehlt, geschaffen. Zum Entnehmen des Besteckkorbs wird der Besteckkorb nur so verschwenkt, dass die Hinterhakung aufgehoben ist und der Besteckkorb kann entnommen werden. Beim Einstellen des Besteckkorbs wird dieser durch den Haken in die Hinterhakung geführt. Damit ist auch das einfache Entnehmen und Einsetzen des erfindungsgemäßen Besteckkorbs verwirklicht.
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Durch die Erstreckung der Unterkante des Hakens sich bis zur Waagrechten nach unten wird die Möglichkeit geschaffen, den erfindungsgemäßen Besteckkorb auch auf waagrechten, ebenen Flächen, z. B. einer Arbeitsplatte eines Küchenmöbels bei Entnehmen nur des Besteckkorbes aus dem Geschirrkorb, aufstellen zu können.
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Wie eingangs schon beschrieben weisen Geschirrkörbe bevorzugt mit Erhöhungen und Vertiefungen gebogene Querstäbe auf, um eine schräge Ablage für Spülgut mit Vertiefungen an der Unterseite zu schaffen und um in den Abständen der Querstäbe an den erhöhten Stellen eine Aufnahme für flaches Spülgut, wie z. B. Teller, zu bilden. Dadurch, daß der Besteckkorb erfindungsgemäß einen schrägen unteren Rand aufweist, ist die Anordnung des Besteckkorbes auch an diesen Stellen des Geschirrkorbes möglich. Dadurch ist es weiterhin möglich das zu reinigende Spülgut ohne besondere Berücksichtigung eines Aufstellortes für den Besteckkorb einzuordnen. Mit der Erfindung ist auf einfache Art und Weise ein Besteckkorb der eingangs genannten Art geschaffen, der an unterschiedlichen Stellen eines Geschirrkorbes aufgestellt werden kann.
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Nach einem bevorzugten Merkmal der Erfindung entspricht der Winkel etwa dem Winkel von Biegungen der Querstäbe des Geschirrkorbes. Vorzugsweise beträgt der Winkel des unteren Randes des Besteckkorbes zur Waagrechten etwa 26°. Durch die Anpassung der Schräge des unteren Randes des Besteckkorbes an die Biegungen der Querstäbe des Geschirrkorbes wird die Aufstellmöglichkeit des Besteckkorbes an den unterschiedlichen Stellen des Geschirrkorbes verbessert.
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Geschirrkörbe für Haushalt-Geschirrspülmaschine können üblicherweise zum vollständigen Be- und/oder Entladen auch vollständig aus der Haushalt-Geschirrspülmaschine entnommen werden. Bei lose eingestellten Besteckkörben kann es dabei zum Umfallen oder zum Verrutschen des Besteckkorbes kommen, was zur Beschädigung des restlichen eingeordneten Spülgutes führen kann. Eine Befestigung mittels Schnappverbindungen dagegen, wie weiter oben beschrieben, vermeidet zwar diesen Nachteil, führt aber zu einem erhöhten Kraftaufwand beim Entnehmen des Besteckkorbes, falls, was die Regel ist, nur der Besteckkorb aus dem in der Haushalt-Geschirrspülmaschine verbleibenden Geschirrkorb entnommen werden soll, z. B. zum Einordnen des gereinigten Besteckes in eine Besteckschublade eines Küchenmöbels. Daher ist es wünschenswert, daß der erfindungsgemäße Besteckkorb leicht entnehmbar und einsetzbar und trotzdem sicher gegen Verrutschen oder Kippen ist.
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Eine Vergrößerung der Auflagefläche und des Kippmomentes sowie ein Widerlager für den Haken des erfindungsgemäßen Besteckkorbes wird nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung dadurch geschaffen, daß am oberen Ende des Hakens seitlich wenigstens eine nach vorne vorragende Auflagefläche angeordnet ist.
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Der sichere Stand des erfindungsgemäßen Besteckkorbes auf einer waagrechten, ebenen Fläche wird vorteilhafterweise dadurch verbessert, daß die der Seite mit den Haken gegenüber liegende Seite des Besteckkorbes an ihrer Unterkante eine waagrecht vorragende Rippe aufweist.
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Eine einfache Herstellung des erfindungsgemäßen Besteckkorb wird zweckmäßigerweise dadurch gewährleistet, daß der Besteckkorb einstückig hergestellt ist.
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Eine einfache Herstellung und eine Chemikalienbeständigkeit des erfindungsgemäßen Besteckkorbes werden bevorzugt dadurch erreicht, daß der Besteckkorb aus Kunststoff hergestellt ist.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel erläutert. Es zeigen
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1 einen Schnitt durch einen Geschirrkorb einer Haushalt-Geschirrspülmaschine mit zwei eingelegten erfindungsgemäßen Besteckkörben,
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2 eine Seitenansicht eines auf einer waagrechten Fläche aufgestellten, erfindungsgemäßen Besteckkorbes und
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3 eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Besteckkorbes.
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Eine nicht näher beschriebene Haushalt-Geschirrspülmaschine weist wenigstens einen Geschirrkorb 1 auf, in den Besteckkörbe 5 zur Aufnahme von nicht gezeigten, zu reinigenden Besteckteilen eingestellt werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Geschirrkorb 1 der obere Geschirrkorb einer großen Haushalt-Geschirrspülmaschine. Diese Geschirrkörbe 1 sind üblicherweise und auch in dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus Längsstäben 2 und Querstäben 3 gitterförmig zusammengesetzt.
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In 1 ist ausschnittsweise ein Geschirrkorb 1 mit zwei eingelegten, erfindungsgemäßen Besteckkörben 5 gezeigt. Die Querstäbe 3 des Geschirrkorbes 1 sind mit Erhöhungen und Vertiefungen gebogen, wodurch eine schräge Auflage für zu reinigendes Gut mit Vertiefungen an der Unterseite, wie z. B. Tassen, geschaffen ist, so daß Spülflüssigkeit aus diesen Vertiefungen ablaufen kann und sich keine Ansammlungen von Spülflüssigkeit bilden können und wodurch in den Abständen der Querstäbe 3 an den erhöhten Stellen eine Aufnahme für flaches Spülgut, wie z. B. Teller, gebildet wird. Damit der erfindungsgemäße Besteckkorb 5 an unterschiedlichen Stellen des Geschirrkorbes 1 eingestellt werden kann, weist der Besteckkorb 5 erfindungsgemäß einen unter einem Winkel α zur Waagrechten 4 verlaufenden unteren Rand 6 auf, der im Ausführungsbeispiel etwa dem Winkel von Biegungen der Querstäbe 3 des Geschirrkorbes 1 entspricht und etwa 26° zur Waagrechten 4 beträgt (siehe 2).
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An der der mit dem unteren Rand 6 des Besteckkorbes 5 einen spitzen Winkel bildenden Längsseite 7 des Besteckkorbes 5 gegenüberliegenden Längsseite 8 des Besteckkorbes 5 ist erfindungsgemäß wenigstens ein, im gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei vorragende, sich in Einbaulage (siehe 1) nach unten erstreckende Haken 10 angeordnet. In 3 ist nur ein Haken 10 zu sehen, da der Besteckkorb 5 im Halbschnitt dargestellt ist. Diese Haken 10 sind bei der Einordnung des Besteckkorbes 5 am Seitenrand des Geschirrkorbes 1 (in 1 rechter Besteckkorb 5) nicht im Eingriff, bei der Einordnung an einer anderen Stelle des Geschirrkorbes 1 (in 1 linker Besteckkorb 5) umgreifen die Haken 10 einen Längsstab 2 des Geschirrkorbes 1 teilweise. Durch den vorragenden, sich nach unten erstreckenden Haken 10 ist eine Sicherung gegen Verrutschen oder Kippen des erfindungsgemäßen Besteckkorbes 5, insbesondere bei dessen Anordnung in einem mittleren Teil des Geschirrkorbes 1 (in 1 linker Besteckkorb 5), in dem eine rückseitige Anlage an den Querstäben fehlt, geschaffen. Der Haken 10 weist an seiner Unterkante 11 eine als Rundung zwischen der Unterkante 11 und der von einer Hakennase 13 gebildeten Hinterhakung ausgeführte Anlauffläche 12 auf.
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Zum Entnehmen des Besteckkorbes 5 wird der Besteckkorb 5 nur so verschwenkt, daß die Hakennase 13 vor den Längsstab 2 gelangt und damit die Hinterhakung aufgehoben ist. Dann kann der Besteckkorb 5 nach oben entnommen werden. Beim Einstellen des Besteckkorbes 5 wird dieser durch die Anlauffläche 12 des Hakens 10 in die Hinterhakung geführt. Damit ist ein einfaches Entnehmen und Einsetzen des erfindungsgemäßen Besteckkorbes 5 verwirklicht.
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Um den erfindungsgemäßen Besteckkorb 5 auch auf waagrechten, ebenen Flächen, z. B. einer Arbeitsplatte eines Küchenmöbels, aufstellen zu können, erstreckt sich die Unterkante 11 des Hakens 10 bis zur Waagrechten 4 nach unten (siehe 2). Eine weitere Verbesserung im sicheren Stand des sehr schmalen erfindungsgemäßen Besteckkorbes 5 auf einer waagrechten, ebenen Fläche wird durch an der der Längsseite 8 mit den Haken 10 gegenüberliegende Längsseite 7 des Besteckkorbes 5 an ihrer Unterkante 9 angeordnete, waagrecht vorragende Rippe 15 erreicht.
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Am oberen Ende des Hakens 10 ist seitlich erfindungsgemäß wenigstens eine, im gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei (rechts und links vom Haken 10, siehe 3) nach vorne vorragende Auflageflächen 14 angeordnet, die beim Kippen des Geschirrkorbes 1, z. B. wenn der Geschirrkorb 1 der Haushalt-Geschirrspülmaschine vollständig entnommen wurde, durch Auflage auf zwei benachbarten Querstäben 3 eine Vergrößerung der Auflagefläche und des Kippmomentes bewirken und ein Widerlager zu dem Haken 10 bilden. Auch bei dem am Seitenrand des Geschirrkorbes 1 eingestellten Besteckkorb 5 (in 1 rechter Besteckkorb 5) kommt beim Kippen des Geschirrkorbes 1 der bzw. die Haken 10 in Eingriff an einem Längsstab 2 des Geschirrkorbes 1 und dessen Auflageflächen 14 bilden dann das vorbeschriebene Widerlager.
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Der im Ausführungsbeispiel gezeigte Besteckkorb 5 ist einstückig und aus Kunststoff hergestellt, womit eine einfache Herstellung und eine hervorragende Chemikalienbeständigkeit erreicht werden.
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Mit der Erfindung ist auf einfache Art und Weise ein Besteckkorb der eingangs genannten Art geschaffen, der an unterschiedlichen Stellen eines Geschirrkorbes aufgestellt werden kann und eine Sicherung gegen Verrutschen oder Kippen des erfindungsgemäßen Besteckkorbes aufweist und trotzdem daß er leicht entnehmbar und einsetzbar ist, sicher gegen Verrutschen oder Kippen ist.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Geschirrkorb
- 2
- Längsstab
- 3
- Querstab
- 4
- Waagrechte
- 5
- Besteckkorb
- 6
- Unterer Rand
- 7
- Hintere Längsseite
- 8
- Vordere Längsseite
- 9
- Unterkante
- 10
- Haken
- 11
- Unterkante
- 12
- Einführfläche
- 13
- Hakennase
- 14
- Auflagefläche
- 15
- Waagrechte Rippe
- α
- Winkel