DE19907840A1 - Leichtflüssigkeitsabscheider mit Ablaufsperre - Google Patents
Leichtflüssigkeitsabscheider mit AblaufsperreInfo
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Abstract
Der Leichtflüssigkeitsabscheider weist einen Zulauf (20), einen Ablauf (17) für die Schwerflüssigkeit und einen Leichtflüssigkeitstank (33) auf. Im Ablauf (17) für die Leichtflüssigkeit ist ein Absperrorgan (19) vorgesehen, das von einem Pegelsensor (36) in Abhängigkeit von dem Pegelstand im Leichtflüssigkeitstank (33) betätigt wird. Ein weiteres Absperrorgan (21) befindet sich im Zulauf (20). Dieses Absperrorgan (21) wird von einem Pegelsensor (34) gesteuert, der von dem Pegelstand in der Abscheidekammer (11) gesteuert wird. Wenn der Leichtflüssigkeitstank (33) nahezu voll ist, sperrt das Absperrorgan (19) den Ablauf (17) für die Schwerflüssigkeit ab. Dadurch wird auch verhindert, daß Flüssigkeit in Rückwärtsrichtung in den Leichtflüssigkeitsabscheider einströmen kann. Bei weiterer Flüssigkeitszufuhr spricht der Pegelsensor (34) in der Abscheidekammer (11) an, wodurch der Einlauf (20) abgesperrt wird.
Description
Die Erfindung betrifft einen Leichtflüssigkeitsabscheider zum
Trennen von leichten und schwereren Flüssigkeiten, insbesondere
von Öl aus Wasser.
Ein Leichtflüssigkeitsabscheider, von dem der Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 ausgeht, ist bekannt aus EP 0 368 084 B1.
Dieser Leichtflüssigkeitsabscheider weist ein Absperrorgan auf,
das bei Erreichen einer bestimmten Höhe des Leichtflüssigkeits
spiegels selbsttätig den Zulauf sperrt. Das Absperrorgan ist in
der Abscheidekammer oder in dem Leichtflüssigkeitstank angeord
net. Das Absperrorgan bildet eine zusätzliche Sicherheitsein
richtung, die bewirkt, daß der Leichtflüssigkeitsspiegels ent
weder in der Abscheidekammer oder in einem getrennten Leicht
flüssigkeitsspeicher nur eine bestimmte Höhe erreichen kann,
wonach der Zulauf für das Leichtflüssigkeits-Schwerflüssig
keits-Gemisch verschlossen wird, so daß kein weiteres Gemisch
nachströmen kann. Damit wird verhindert, daß der Leichtflüssig
keitsspiegel durch weiteres Zulaufen des Gemisch nach oben ge
drückt wird und aus dem Leichtflüssigkeitsabscheider heraus
tritt. Vorteilhaft ist weiterhin, daß die Steuerung an der Ein
laufsperre allein in Abhängigkeit von dem Pegelstand der
Leichtflüssigkeit erfolgt. Damit werden die mit einer Steuerung
in Abhängigkeit von der Grenzlinie zwischen Schwerflüssigkeit
und Leichtflüssigkeit verbundenen Nachteile vermieden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Leichtflüssig
keitsabscheider derart auszubilden, daß die Sicherheit auch ge
gen einen Kanalrückstau bzw. gegen Hochwasser im Schwerflüssig
keitsablauf verbessert wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im
Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Bei dem erfindungsgemäßen Leichtflüssigkeitsabscheider ist ein
erstes Absperrorgan als Einlaufsperre und ein zweites Ab
sperrorgan als Auslaufsperre für die Schwerflüssigkeit vorge
sehen. Da die Auslaufsperre in beiden Richtungen wirkt, verhin
dert sie im Falle des Ansprechens auch das Rückströmen von
Schwerflüssigkeit aus einem angeschlossenen Kanal in den
Leichtflüssigkeitsabscheider, so daß sie eine Rückwirkungs
sperre bildet.
Wenn die Auslaufsperre angesprochen hat und den Schwerflüssig
keitsablauf versperrt, wird weiteres Zuläufen des Flüssigkeits
gemisch den Flüssigkeitsspiegel in der Abscheidekammer erhöhen.
Auf diesen Flüssigkeitsspiegel reagiert der erste. Pegelsensor,
der bei Erreichen eines vorgegebenen Pegelstandes die Einlauf
sperre aktiviert. Der Leichtflüssigkeitsabscheider wird also
entgegen der Fließrichtung von, hinten nach vorne abgesperrt,
wobei er im Falle des Vollaufens des Leichtflüssigkeitsstanks
zunächst noch in Funktion bleibt und noch weiteres Flüssig
keitsgemisch entgegennimmt und auch das Abscheiden einer be
grenzten Leichtflüssigkeitsmenge vornimmt.
Ein Vorteil besteht darin, die im Abscheider befindliche
Leichtflüssigkeit auch im Havariefall, d. h. bei extrem starken
Regenfällen oder Hochwasser gegen Auslaufen geschützt wird.
Dies wird dadurch erreicht, daß eindringendes Wasser entweder
von der Abscheidekammer her oder von dem Leichtflüssigkeitstank
her den Pegelstand im Leichtflüssigkeitstank erhöht und die
Auslaufsperre zum Ansprechen bringt.
Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung bestehen die Ab
sperrorgane jeweils aus einem inflatierbaren Balg. Diese Bälge
sind fest in der Zulaufleitung bzw. der Ablaufleitung instal
liert und mit entsprechenden Steuergeräten zum Aufblasen ver
bunden. Solche Bälge haben den Vorteil einer sicheren Abdich
tung auch im Falle der Verschmutzung oder Verkrustung und eines
sicheren Ansprechens im Auslösefall. Die Bälge können, durch
Handsteuerung auch für die nach den behördlichen Vorschriften
regelmäßig erforderlichen Dichtigkeitsprüfungen des Leichtflüs
sigkeitsabscheiders benutzt werden. Dabei erübrigt sich die
Verwendung vorübergehend mit intensiven Aufwand installierter
Abdichtvorrichtungen.
Der Leichtflüssigkeitsabscheider ist vorzugsweise so ausgebil
det, daß er in einer gewissen Höhe über dem Normalpegel der Ab
scheidekammer einen Leichtflüssigkeitsüberlauf aufweist, der
auf direktem Wege mit dem Leichtflüssigkeitstank verbunden ist.
Dieser Leichtflüssigkeitsüberlauf ist unterhalb des Niveaus an
geordnet, auf das der erste Pegelsensor anspricht. Übersteigt
das Flüssigkeitsniveau der Abscheidekammer die Höhe des Leicht
flüssigkeitsüberlaufs, so wird die überstehende Leichtflüssig
keit noch in den Leichtflüssigkeitstank abgeführt. In der Ab
scheidekammer befindet sich im wesentlichen ausschließlich
Schwerflüssigkeit, wobei auf der Schwerflüssigkeit allenfalls
ein dünner (zu vernachlässigender) Leichtflüssigkeitsfilm
schwimmt. Der erste Pegelsensor spricht also nicht auf einen
Leichtflüssigkeitspegel an, sondern auf den Schwerflüssig
keitspegel in der Abscheidekammer.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die einzige Figur der
Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläu
tert.
In der Zeichnung ist schematisch der Aufbau eines Ausführungs
beispiels des Leichtflüssigkeitsabscheiders dargestellt.
Der Leichtflüssigkeitsabscheider weist einen oben offenen Be
hälter 10 auf, in dem eine Abscheidekammer 11 gebildet ist. Die
Abscheidekammer 11 wird von einer Tauchwand 12 begrenzt, welche
am unteren Ende eine Öffnung 13 aufweist. Hinter der Tauchwand
12 befindet sich eine auf dem Behälterboden aufstehende Trenn
wand 14, die eine Überlaufkante 15 für die Schwerflüssigkeit
bildet. Die Tauchwand 12 und die Trennwand 14 begrenzen den
Auslaufkanal 16. Von diesem geht der Weg der Schwerflüssigkeit
über die Überlaufkante 15 in den Schwerflüssigkeitsablauf 17.
Der Schwerflüssigkeitsablauf 17 ist als U-förmig gekrümmtes
Rohr 18 ausgebildet, das einen Siphon bildet. In dem abfal
lenden Schenkel 18a befindet sich ein Absperrorgan 19.
Der Zulauf 20 für das Schwerflüssigkeits-Leichtflüssigkeits-Ge
misch besteht aus einem Rohr, welches nach unten abgebogen ist
und in die Abscheidekammer 11 mündet. In dem vertikalen Ab
schnitt 20a des Einlaufs 20 befindet sich das erste Absperror
gan 21.
Das Absperrorgan 21 ist ein inflatierbarer Balg oder Ballon,
der über eine Fluidleitung 22 mit einer Fluidquelle 23 verbun
den ist. Der Balg wird mit Flüssigkeit oder Gas aufgeblasen; um
den Einlauf 20 abzusperren.
In ähnlicher Weise ist das zweite Absperrorgan 19 mit einer
Fluidleitung 24 an eine Fluiddruckwelle 25 angeschlossen, um
den Auslauf 17 absperren zu können.
In der Abscheidekammer 11 befindet sich ein Leichtflüssig
keitseinlaß 26 in Form eines nach oben offenen Trichters, des
sen Öffnung etwa in Höhe des normalen Schwerflüssigkeitspegels
27 liegt, welcher durch die Höhe der Überlaufkante 15 bestimmt
wird. Der Flüssigkeitseinlauf 26 führt in eine Abdrückkammer.
28, die seitlich neben der Abscheidekammer 11 angeordnet ist
und die ein aufsteigendes Abdrückrohr 29 aufweist. Das Öl-Ab
drückrohr 29 ist über eine Leichtflüssigkeitsablaufleitung 30
mit dem Leichtflüssigkeitstank 33 verbunden. Über dem Flüssig
keitspegel 27 befindet sich der Leichtflüssigkeitsablauf 31,
der direkt an die Leichtflüssigkeitsablaufleitung 30 ange
schlossen ist und ein Rückschlagventil 32 enthält. Die Leicht
flüssigkeitsablaufleitung 30 ist mit dem Leichtflüssigkeitstank
33 verbunden.
Die Ölabdrückkammer 28 ist in gleicher Weise ausgebildet und
hat die gleiche Funktion wie die Überlaufkammer 35 in DE 195 25 806 A1
oder die Abdrückkammer in DE 197 20 338 A1.
Bei normalem Betrieb des Leichtflüssigkeitsabscheiders läuft
das Gemisch durch den Einlauf 20 in die Abscheidekammer 11.
Dort bildet sich in Höhe der Überlaufkante 15 ein Schwerflüs
sigkeitspegel 27. Wenn auf der Schwerflüssigkeit Leichtflüssig
keit schwimmt, wird diese durch den Trichter 26 in die Ölab
drückkammer 28 abgezogen. Aus der Ölabdrückkammer 28 wird die
Leichtflüssigkeit durch das Abdrückrohr 29 hochgedrückt, wenn
der Pegelstand zunimmt. Erreicht der Pegelstand die Höhe des
Leichtflüssigkeitsablaufs 31, strömt Leichtflüssigkeit unmit
telbar in den Leichtflüssigkeitstank 33.
Die Fluiddruckquelle 23 des ersten Absperrorgans 21 wird von
dem ersten Pegelsensor 34 gesteuert. Dieser spricht an, wenn
der Pegelstand eine Höhe erreicht, die geringfügig über der
Höhe des Leichtflüssigkeitsüberlaufs 32 liegt.
Die Fluiddruckquelle 25 des zweiten Absperrorgans wird von
einem zweiten Pegelsensor 36 gesteuert, der anspricht, wenn der
Pegelstand im Leichtflüssigkeitstank 33 einen bestimmten Pegel
37 übersteigt, der etwas unterhalb des maximalen Aufnahmever
mögens des Leichtflüssigkeitstanks liegt.
Bei normalem Betrieb des Leichtflüssigkeitsabscheiders spricht
der erste Pegelsensor 34 nicht an, weil der Pegel niemals die
Höhe des Pegelstandes 35 erreicht. Wenn der Leichtflüssig
keitstank 33 nahezu voll ist, spricht der zweite Pegelsensor 36
an und das Absperrorgan 19 sperrt den Ablauf 17 ab. Dadurch
wird der Leichtflüssigkeitsabscheider gegen Rückstau und. Zulauf
vom Einlaß 18 her abgedichtet. Läuft nun weitere Gemisch durch
den Einlaß 20 zu, so gelangt die darin enthaltene Leichtflüs
sigkeit zunächst durch den Leichtflüssigkeitseinlaß 26 in die
Ölabdrückkammer 28. Bei weiterem Anstieg des Pegels wird Öl
durch den Leichtflüssigkeitsüberlauf 31 abgeschöpft und
schließlich spricht der erste Pegelsensor 34 an, wenn der Pe
gelstand 35 erreicht ist. Dann wird auch das, erste Absperrorgan
21 aktiviert und der Leichtflüssigkeitsabscheider ist nunmehr
an beiden Enden abgesperrt. Es kann keine Leichtflüssigkeit
austreten, und zwar weder aus dem Leichtflüssigkeitstank 33
noch aus der Ölabdrückkammer 28. Auch ein Kanalrückstau kann
sich nicht in den Leichtflüssigkeitsabscheider hinein fort
setzen.
Die Fluiddruckquellen 23 und 25 werden unabhängig voneinander
gesteuert. Es besteht auch die Möglichkeit eine einzige Fluid
druckquelle zu verwenden und diese für die separate Steuerung
der Absperrorgane 19 und 21 zu benutzen. Bei Dichtigkeits
prüfungen können die Absperrorgane 19 und 21 unter manueller
Steuerung in den Absperrzustand versetzt werden.
Bei Rückstau aus dem Ablaufkanal, der an den Ablauf 17 ange
schlossen ist, erhöht sich der Wasserstand in der Abscheidekam
mer 11 bis schließlich der erste Sensor 34 anspricht und den
Zulauf 20 absperrt. Dadurch wird das Gebäude gegen rücklaufen
des Wasser gesichert. Bei weiterem Rückstau spricht schließlich
auch der zweite Sensor 36 an und schließt das zweite Absperror
gan 19 im Ablauf 17.
Claims (6)
1. Leichtflüssigkeitsabscheider mit einem Zulauf (20), min
destens einer Abscheidekammer (11), einem Schwerflüssig
keitsablauf (17), einem Leichtflüssigkeitstank (33), einem
ersten Absperrorgan (21) im Zulauf (20) und einem zweiten
Absperrorgan (19) im Schwerflüssigkeitsablauf (17),
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Absperrorgan (21) von dem Pegelstand in der
Abscheidekammer (11) gesteuert ist und das zweite Ab
sperrorgan (19) von dem Pegelstand im Leichtflüssig
keitstank (33) gesteuert ist.
2. Leichtflüssigkeitsabscheider nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Absperrorgane (19, 21) aus jeweils
einem inflatierbaren Balg bestehen.
3. Leichtflüssigkeitsabscheider nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß ein, das erste Absperrorgan (21)
steuernder Pegelsensor (34) oberhalb eines in den Leicht
flüssigkeitstank (33) führenden Leichtflüssigkeitsüberlauf
(31) angeordnet ist.
4. Leichtflüssigkeitsabscheider nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schwerflüssigkeitsablauf
(17) öldichteunabhängig von Leichtflüssigkeits-Pegelstand
(38-39) im Leichtflüssigkeitstank (33) gesteuert ist.
5. Leichtflüssigkeitsabscheider nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zulauf (20) und der Schwer
flüssigkeitsablauf (17) nach erfolgtem, automatischem Ver
schließen durch ein manuell bedienbares System wieder zu
öffnen und auch wieder zu schließen ist.
6. Leichtflüssigkeitsabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abscheidekammer (11) mit
einem Leichtflüssigkeitseinlaß (26) eines Abdrückraumes
(28) in Verbindung steht.
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|---|---|---|---|
| DE19907840A DE19907840A1 (de) | 1999-02-24 | 1999-02-24 | Leichtflüssigkeitsabscheider mit Ablaufsperre |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19907840A1 true DE19907840A1 (de) | 2000-08-31 |
Family
ID=7898613
Family Applications (1)
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| DE19907840A Withdrawn DE19907840A1 (de) | 1999-02-24 | 1999-02-24 | Leichtflüssigkeitsabscheider mit Ablaufsperre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |