DE19907682A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Runden und Abpressen von Buchrücken insbesondere für Kleinauflagen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Runden und Abpressen von Buchrücken insbesondere für KleinauflagenInfo
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Abstract
Bei der Blockfertigung werden der Runde- und Abpreßvorrichtung speziell vorbereitete Blocks zugeführt. Die Blocks werden über dünne Sattelbleche, die bis auf einen Abstand zum Rücken in den Buchblock in einem Abstand zueinander eingreifen, der etwa der halben Blockdicke entspricht... Der mittlere Blockteil wird geklammert und durch Formschienen, die Druck auf die Rückenkanten ausüben, wird der Rücken rund geformt. Nach Fixieren dieser runden Form durch dicht unterhalb des Falzbereichs angreifende Preßschienen vollführen die Formschienen durch weitere Hubbewegung und kombinierte Schwenkbewegung das Anpressen des Blockrückens gleichzeitig auf beiden Seiten des Blockrückens. Die gerundeten Blocks werden hinterklebt, wobei durch direkten Kontakt des Leims mit dem gerundeten Rücken die Rundung fixiert wird.
Description
Bei hartgebundenen Büchern, insbesondere wenn sie etwas dicker sind, wird der Buchrücken
gerundet und an den Rückenkanten wird ein mehr oder weniger stark ausgeprägter Falz
angepreßt. Außer optischen Gründen spricht auch eine Steigerung des Gebrauchskomforts der
Bücher ihr die Durchführung dieses Arbeitsganges an einem Buch.
Die Rundung gestattet ein viel leichteres Aufschlagen und Planliegen der geöffneten Bücher,
ohne daß es zu Verspannungen des Schrenzbereiches der Decke kommt. Am Vorderschnitt
erlaubt die Rundung das bessere gezielte Öffnen des Buches.
Beim Abpressen des Blockrückens wird der ursprünglich gerade beleimte und fixierte Rücken
in der neuen runden Form so gut wie möglich fixiert, damit die Rundung nicht zurückspringt.
Die beim Runden erfolgte Dehnung des Leimfilms auf dem Rücken wird durch Druck- und
Reibbeanspruchung durch das Abpreßwerkzeug stabilisiert.
Da natürlich elastische Dehnungsanteile übrig bleiben, springt ein Teil der Rundung am
fertigen Buch wieder zurück.
Durch das Abpressen und der dabei erfolgenden von der Rückenmitte nach außen
zunehmenden leichten Umkantung der Blätter oder Falzbogen im rückennahen Bereich
stützen sich die Bogen gegeneinander ab. Die Rundung bleibt stabiler. Der sich durch das
Abpressen an den Rückenkanten ergebende Falz stützt sich wiederum gegen die Pappenkante
der Decke ab und trägt somit zur Formstabilität bei.
Für Qualitätsbücher wird zur Erreichung einer zufriedenstellenden Rundung üblicherweise
das Wälzrundeverfahren kombiniert mit einer vorgeschalteten Vorformung eingesetzt.
Bei der Vorformung wird der Block mit dem Rücken gegen ein Prisma oder eine konkave
Form gedrückt, in dem auf die Mitte des Vorderschnitts über eine Stange oder ein Formstück
Kraft ausgeübt wird.
Die Vorrundung hat nur wenig Effekt, wenn die Blocks eine stabile Rückenbeleimung haben,
gefälzelt sind oder auch sehr straff fadengeheftet sind.
Die erreichbaren Kräfte reichen nicht für eine Dehnung des Rückens aus.
Das Wälzrunden beruht auf einem Walkeffekt, wobei durch Abrollen an den Block
angedrückter Walzen Verschiebungen der Blätter des Blocks zueinander erfolgen.
Bei diesem Verfahren ist die erreichte Rundung aber kein gleichmäßiger Radius. Der Radius
wird vielmehr zum Rande hin kleiner. Von Kraft und Radius der Rundewalzen abhängige
Einwirktiefe, Verformungsverhalten des Blocks, Reibung des Papiers, Rückstellkräfte am
Blockrücken ich Beleimung und Fälzelung sowie Abrollweg der Walzen auf der
Blockoberfläche beeinflussen den Verlauf und die Größe der Rundung.
Wegen der vielen Einflußgrößen gelingt nur durch Probieren und über
Erfahrungseinstellungen das gewünschte Resultat.
Es sind auch Verfahren bekannt geworden, bei denen der Walzendurchmesser auf das Buch
abgestimmt werden kann. Der Rundungsradius kann dadurch gleichförmiger erreicht werden,
jedoch beeinflussen die anderen Parameter weiterhin das Ergebnis und machen eine definierte
Einstellung der Rundeeinrichtung unmöglich.
Das Abpressen erfolgt durch Formschienen, die durch Druck und Reibung den Rücken zum
Rande hin zunehmend niederpressen und dehnen. Die Formschienen werden dabei im Radius
dem gewünschten Runderadius angepaßt und stellen Wechselteile dar, die die Umrüstzeit
erhöhen. Durch die Relativbewegung der Formschienen unter starkem Druck auf dem
beleimten oder gefälzelten Rücken kann es leicht zum Reißen des Leimfilms oder des
Fälzelmaterials kommen.
Durch den Druck kommt es leicht zum Ausknicken der Bogen direkt am Rücken. Es kommt
zur Doppelknickbildung, insbesondere, wenn bei der Rundung kein harmonischer
Radiusverlauf erreicht wurde und es zu örtlichen Überbelastungen des Rückens durch die
Formschienen kommt. Das Abpreßergebnis ist stark abhängig von der vorher erreichten
Rundung. Die plastische Verformung enthält elastische Anteile, die nach dem Loslassen des
Blocks zurückspringen.
Es sind Verfahren bekannt geworden, wo eine symmetrische Bewegung durch
Abpreßschienen auf dem Blockrücken erfolgt, wodurch die Rißgefahr etwas gemindert
werden kann.
Bei anderen Ausführungen wird die Abpressung durch Überlauf von Rollen über den
gerundeten Rücken durchgeführt. Die Belastung für die Fälzelung des Rückens ist dabei
beträchtlich. Es können nur minimale Abpreßergebnisse erreicht werden.
Besonders problematisch ist das standardmäßige Runden und Abpressen für Blocks, die aus
Gründen der wirtschaftlichen Herstellung klebegebunden sind. Es ist dann extra eine
Rückenvorwärmung erforderlich, um überhaupt runden zu können. Der Leimverbund der
Blattkanten wird beim Runden durch die Dehnung hoch beansprucht.
An allen bekannt gewordenen Verfahren ist gemeinsam, daß ein gewünschtes Runde- und
Abpreßergebnis nicht definiert an der Vorrichtung vorgegeben werden kann, sondern daß es
immer Annäherungsschleifen gibt, die die Gesamtrüstzeit erhöhen.
Die Rundung bleibt auch nicht stabil, wie sie direkt erzeugt wird, sondern springt immer um
einen Elastizitätsanteil zurück. Das erfordert wiederum Korrekturen der Einstellung, um das
gewünschte Ergebnis zu erreichen. Es geht dabei nicht nur um optische Effekte. Die Rundung
des Rückens und damit die Dehnung inklusive Falzkanten muß maßlich zum Schrenzbereich
der Decke passen, damit ein sauberes Zusammenfügen von Block und Decke möglich ist.
Nachteilig bei allen bekannten Verfahren und Vorrichtungen ist die Abhängigkeit der
Verfahrensschritte voneinander, die zu einer erhöhten Umrüstzeit durch Korrekturen und zur
Erzeugung von anfänglichem Ausschuß führt.
Bei Kleinauflagen sind gerade Rüstzeit und Ausschuß hohe Prioritätsfaktoren für die
Wirtschaftlichkeit.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
für Runden und Abpressen insbesondere für die Anfertigung von Kleinauflagen zu schaffen,
bei dem die Rundewirkung definitiv eingestellt werden kann und bei der die Rundung stabil
bleibt, so daß eine extrem kurze Umrüstzeit bei gesteigerter Rundequalität erreicht wird.
Ziel ist die präzise Erzeugung und Beibehaltung eines voreingestellten gewünschten
Runderadius. Es sollen auch klebegebundene Blocks leicht verarbeitbar sein.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß während der Rückenbeleimung
entsprechend vorbereitete Blocks durch geeignete Transportmittel einer Vorrichtung
zugeführt werden, bei der in einem Vorgang durch das gleiche Werkzeug unter Zuhilfenahme
verschiedener Haltemittel die Rundung und das Anpressen des Falzes vorgenommen wird.
Die Rundung wird dabei durch Druck auf die Blockrückenkanten bei Klammerung des
mittleren Blockbereichs erreicht. Der zwischen dünnen spitz zum Blockrücken hin
auslaufenden Platten geklammerte mittlere Blockteil umfaßt vorzugsweise die Hälfte der
gesamten Blockdicke. Die äußeren Blockbereiche knicken durch den Druck auf die
Rückenkanten aus.
Es stellt sich am Rande des Rücken eine Wölbung ein, die tangential zu den Druckflächen
geformt ist. Weil die den Mittelteil des Blocks spannenden Platten nicht ganz bis zum
Blockrücken reichen, knickt auch der mittlere geklammerte Blockteil an beiden Rändern noch
minimal aus, wodurch auch hier eine leichte Rundung entsteht.
Zum werteren Abpressen wird der ausgebeulte Block direkt am Rücken unterhalb des
Falzbereichs gespannt und die gleichen Druckschienen, die die Rundung erzeugten,
vollführen durch werteren Druck bei gleichzeitiger Bewegung nach außen symmetrisch an
beiden Rückenkanten die Abpressung. Die Ausbeulung der äußeren Blockbereiche vom
Runden wird während des Abpreßvorgangs wieder entspannt.
Im abgepreßten Zustand wird der Block ohne Loslassen der Spannzange in eine Einrichtung
gefördert, bei der der gerundete Rücken durch Beleimung und Hinterklebung in der erreichten
Form fixiert wird.
Die spezielle Vorbereitung der Blocks verhindert ein elastisches Zurückspringen. Beim
Rückenbeleimen und Fälzeln wird dafür gesorgt, daß eine genügende Rückenlänge für den
Rundevorgang verfügbar ist und keine gewaltsame Dehnung durch Runden und Abpressen
erfolgen muß. Fadenheftung muß entsprechend locker ausgeführt werden.
Bei Blocks, die in einem Klebebinder durch Abfräsen der Lagemücken erzeugt werden oder
Blocks, die aus am Rücken perforierten Lagen oder fadengesiegelten Lagen bestehen, werden
zweckmäßigerweise beim Rückenbeleimen nur strichweise dünn beleimt und nicht gefälzelt,
um für den Dreiseitenbeschnitt einen transportfähigen Block zu haben, andererseits aber der
Dehnung beim Runden keinen großen Widerstand entgegenzusetzen und um bei der
folgenden Hinterklebung den größten Teil der Rückenfläche für den Kontakt mit der
Beleimung im gerundeten Zustand zur Verfügung zu stellen. Dadurch werden elastische
Rückstellkräfte minimiert und durch die Beleimung im gerundeten Zustand die Rundung
optimal stabilisiert.
Fig. 1 zeigt den zugeführten Block vor Beginn des Rundens
Fig. 2 zeigt den vollführten Formungsvorgang des Rundens
Fig. 3 zeigt den Abpreßvorgang
Fig. 4 zeigt Bildung von Rillen an der Oberfläche zur Abstützung der Blattkanten
Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch eine beispielhafte Einrichtung
Der von der Blockfertigung her geeignete Block 1 wird zweckmäßigerweise durch eine
Längsbewegung auf Sattelbleche 2, die im Abstand a voneinander angeordnet sind, gebracht.
Das Maß a entspricht vorzugsweise der halben Blockdicke. Der Block ist dabei von den
Führungsschienen 3 ausgerichtet. Der ausgerichtete Block wird nun durch die
Klemmbacken 4 gegen die Sattelbleche 2 mit dem Hub h1 gespannt. Siehe Fig. 1.
Die Formschienen 5, die auf Blockdicke so eingestellt sind, daß sie leicht über die
Rückenfläche hinausragen, werde nun um einen definierten Hub h2 heruntergefahren,
wodurch sich eine Wölbung des Rückens einstellt, deren Tangente am Rande mit der Schräge
der Formschienen 5 übereinstimmt. Die Außenbereiche des Blocks beulen dabei stark aus,
der mittlere Bereich beult am Rande nur minimal aus. Die Sattelbleche reichen nicht bis an
den Rücken heran. Siehe Fig. 2. Die Preßschienen 6 klammern nun den gerundeten
rückennahen Bereich des Blocks mit dem Hub h3.
Die Formschienen 5 vollführen durch eine weitere Hubbewegung h4 nach unten mit
gleichzeitiger Ausweichbewegung h5 auswärts zur Seite das Abpressen. Dabei erfolgt
gleichzeitig eine Schwenkung der Formschienen um den Winkel a, so daß die Tangente an
den Block steiler wird, entsprechend der durch das Abpressen stärker werdenden Rundung.
Dazu sind die Formschienen 5 an Haltern 7 über eine Bogenführung 8 schwenkbar
angeordnet. Der Mittelpunkt M der Schwenkbewegung befindet sich nahe der Rückenkante.
Während des Hubes h4 und h5 der Halter 7, pneumatisch oder mechanisch erzeugt,
schwenken die Schienen 5 in die Position 5a. Der Mittelpunkt M wandert mit der
Blockrückenkante um die Hübe h4 und h5. Die Schwenkbewegung wird zwangsläufig
parallel zu den Hüben h4 und h5 pneumatisch oder mechanisch erzeugt.
Dabei werden am äußeren Blockrückenteil die Lagenrücken oder die Blattkanten nach außen
umgeknickt und so ein Falz erzeugt. Die Größe des Falzes wird bestimmt durch die Größe der
Hübe h4, h5 und die Schwenkbewegung α.
Siehe Fig. 3
Siehe Fig. 3
Die Formschienen 5 werden mit den Haltern 7 auf Blockdicke eingestellt, so daß der
Schwenkpunkt M jeweils an der Blockrückenkante liegt. Die Formschienen 5 haben eine
Breite, die größer als ¼ Blockdicke ist. Das sich für maximale Blockdicke ergebende Maß 1
führt dann bei dünnen Büchern dazu, daß die Formschienen einander überschneiden müssen,
wenn aus Rüstzeitgründen Formatwechselteile zu vermeiden sind. Dazu sind die
Formschienen kammartig ausgeführt, so daß sie sich bei Einstellung auf dünne Bücher
durchgreifen. Die Formschienen drücken demnach mit einer Vielzahl mit einer Teilung von
vorzugsweise t = 3 . . . 5 mm dicht nebeneinander angeordneten Stegen auf den Blockrücken.
Die Stege sind an der Berührungsfläche mit dem Block als stumpfe Schneide ausgeführt. Sie
erzeugen beim Druck auf den Blockrücken im äußeren Blockbereich quer zum Rücken
laufende Rillen 9, die bei Blattkanten eine Abstützwirkung erzeugen und ein Zurückspringen
der abgeknickten Blattkanten verhindern.
Siehe Fig. 5
Siehe Fig. 5
Die Klemmbacken 4 lüften während des Abpressens, so daß die Ausbeulung des Blocks
wieder entspannt. Die Preßschienen 6 transportieren den Block in die folgende
Hinterklebestation, wo der Block nun in der gerundeten Form beleimt, und gefälzelt oder
begast wird, ohne daß der Rücken seine Form verlieren kann. Da die Preßschienen wieder für
den nächsten Abpreßvorgang benötigt werden, übergeben sie an nicht dargestellte
Haltemittel der Folgestation mit positiver Überschneidung der Haltewirkung.
Fig. 4 zeigt eine beispielhafte Ausführung der Vorrichtung.
Die Erzeugung des Rundehubes h2 und des vertikalen Hubes beim Abpressen h4 erfolgt
durch einen Pneumatikzylinder 10. Durch einen Spindelantrieb wird der horizontale Hub h5
beim Abpressen ausgeführt. Gleichzeitig wird mit dieser Spindel die Einstellung auf
Buchdicke vorgenommen.
Die Schwenkbewegung a an der Bogenführung 8 wird durch Pneumatikzylinder 11 erzeugt.
Die Preßschienen 6 werden durch Pneumatikzylinder 12 an den Block gepreßt und der
Transporthub erfolgt durch einen Zahnstangenantrieb 13. Die Klemmbacken 4 werden durch
Pneumatikzylinder 14 angepreßt.
Die Erfindung erstreckt sich auch auf andere Ausführungen der Vorrichtung.
Claims (11)
1. Verfahren und Vorrichtung zum Runden und Abpressen von Buchblocks, insbesondere für
Kleinauflagen, gekennzeichnet dadurch, daß das Runden durch Kraftwirkung von
Formschienen 5 auf die Blockrückenkanten eines im mittleren Bereich zwischen dünnen
Platten 2 gespannten Blocks erfolgt und daß zum Abpressen der rund geformte Block
nahe dem Blockrücken unterhalb des Falzbereichs durch Preßschienen 6 gespannt wird
und die Formschienen durch eine weitere vertikale Bewegung mit Druckausübung auf die
Blockrückenoberfläche und eine horizontale Bewegung nach außen bei gleichzeitiger
Vergrößerung der Flankenneigung der Formschienen durch zusätzliche
Schwenkbewegung um eine Drehachse nahe der Blockrückenkante ein Umkanten der
Lagenrücken oder Blattkanten im äußeren Blockrückenbereich nach außen bewirken.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Blocks bei der
Blockherstellung nur strichweise am Rücken beleimt sind, um einerseits transportfähig für
den Dreiseitenbeschnitt zu sein und andererseits der Dehnung des Rückens beim Runden
keinen Widerstand entgegenzusetzen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Leim beim Begasen
oder Hinterkleben mit dem Großteil der gerundeten Blockrückenoberfläche direkt in
Kontakt kommt und die Blattkanten oder Lagenrücken in der gerundeten Form zueinander
fixiert werden.
4. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die
Ausbildung der Formschienen 5 mit quer zur Blockrückenrichtung verlaufenden
stufen Schneiden der Blockrücken im äußeren Bereich mit einer Vielzahl von quer
zum Rücken laufenden Rillen 9 versehen wird und die dabei entstehenden Dellen an den
Blattkanten eine Abstützung der Blätter zueinander bewirken und ein Zurückspringen der
beim Abpreßvorgang nach außen abgeknickten Blattenden verhindern.
5. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
ausgerichtete Block durch 2 spitz zum Blockrücken hin auslaufende in den Buchblock im
Abstand a bis auf die Distanz b zum Rücken eingreifende Sattelbleche 2 aufgenommen
wird und daß der Buchblock durch Klemmbacken 4 gegen diese Sattelbleche im Abstand
c zum Blockrücken gespannt wird.
6. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß durch
auf die Blockrückenkanten aufsetzende Formschienen 5 mit einer geneigten Kontaktfläche
die äußeren Blockteile im Abstand c ausbeulen und sich ein runder Rücken einstellt,
dessen Tangentenrichtung an der Rückenkante mit dem Neigungswinkel der
Formschienen übereinstimmt, und daß auch der innere zwischen den Sattelblechen 2
gespannte Blockteil außen im Abstand b leicht ausbeult.
7. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Formschienen 5 auf beiden Blockrückenkanten gleichzeitig wirken.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß beim Abpressen die
Schwenkbewegung zur Anpassung der Neigung der Formschienen 5 über eine
Bogenführung erfolgt und pneumatisch oder mechanisch erzeugt wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Formschienen 5
kammartig ausgebildet sind, damit sie bei kleinen Formaten ineinander greifen können.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die geneigte
Kontaktfläche der Formschienen durch besondere Oberflächenbeschichtung oder
Strukturierung eine hohe Reibung zum Blockrücken aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßschienen 6
einen Transporthub in die nachfolgende Hinterklebestation machen können.
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