DE19907681A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln einer Materialbahn mittels Strahlungsenergie - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln einer Materialbahn mittels StrahlungsenergieInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Behandeln von Materialbahnen mittels Strahlungsenergie, bei welchen die Materialbahn in eine Förderrichtung bewegt und zumindest einseitig mit Strahlungsenergie beaufschlagt wird. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bestrahlen der Materialbahn mittels UV-Licht zum Vernetzen von Beschichtungen, insbesondere Silikon. Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß in Förderrichtung vor und/oder hinter oder im Bereich der Beaufschlagung mit Strahlungsenergie die Materialbahn zumindest einseitig mit einem gasförmigen Medium insbesondere zum Kühlen derselben beaufschlagt wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Behandeln von Materialbahnen mittels
Strahlungsenergie, bei welchen die Materialbahn in eine
Förderrichtung bewegt und wenigstens einmal über
zumindest einen Teilabschnitt ihrer Breite zumindest
einseitig mit Strahlungsenergie beaufschlagt wird.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Bestrahlen der Materialbahn mittels
UV-Licht zum Vernetzen von Beschichtungen. Es wird daher
im folgenden überwiegend von UV-Strahlung und einer UV-
Strahlungsquelle gesprochen, ohne daß damit eine
Beschränkung verbunden ist.
Solche sogenannten UV-Anlagen sind bekannt, um
hochwertige Oberflächen zu erzeugen. Dies Oberflächen
können glänzend und glatt aber auch strukturiert sein. Es
kann sich dabei um Oberflächen von Papierbahnen oder
Kunststoffolien oder aber um Furniere für Möbel handeln.
Die zu behandelnde Schicht, beispielsweise mit Silikon,
ist mit Fotoinitiatoren versehen, um durch die UV-
Lichteinwirkung die gewünschte Vernetzung zu bewirken. Es
hat sich gezeigt, daß durch die Beaufschlagung auch mit
dem ansonsten "kalten" UV-Licht dennoch eine starke
Erwärmung der zu behandelnden Materialbahn erfolgt. Es
ist bekannt, die der UV-Strahlungsquelle abgewandte Seite
mittels einer Kühlplatte zu kühlen. Jedoch reicht diese
Kühlung bei größeren Materialbahnen und größeren
Kunststoffschichten sowie mehreren UV-Lichtquellen
hintereinander nicht mehr aus, die Materialbahn auf der
gewünschten Temperatur zu halten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs geschilderten
Art so auszubilden, daß eine weitere Behandlung,
insbesondere eine ausreichende Kühlung der Materialbahn
möglich ist.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
in Förderrichtung vor und/oder hinter oder im Bereich der
Beaufschlagung mit Strahlungsenergie die Materialbahn
wenigstens einmal über zumindest einen Teilabschnitt
ihrer Breite zumindest einseitig mit wenigstens einem
gasförmigen Medium beaufschlagt wird. Die Materialbahn
kann durch das gasförmige Medium gekühlt oder erhitzt
und/oder getrocknet oder befeuchtet werden. Es ist
offensichtlich, daß durch diese Maßnahmen eine weitere
Behandlung der Bahn möglich ist. Das gasförmige Medium
kann entsprechend den erforderlichen Gegebenheiten
temperiert oder feucht sein, so daß eine optimale und
auch vielseitige Behandlung möglich ist. Vor allem ist es
nunmehr möglich, die Materialbahn zu kühlen und auf der
gewünschten Temperatur zu halten.
Grundsätzlich ist es zweckmäßig, wenn die Beaufschlagung
durch die Strahlungsenergie und das gasförmige Medium auf
derselben Seite der Materialbahn erfolgt. Es kann aber
auch vorgesehen werden, daß die Beaufschlagung mit
Strahlungsenergie beidseitig und/oder die Beaufschlagung
mit dem gasförmigen Medium beidseitig erfolgt. Es kann
auch vorgesehen werden, daß die Beaufschlagung durch das
gasförmige Medium und durch die Strahlungsenergie auf
gegenüberliegenden Seiten der Materialbahn erfolgt.
Grundsätzlich ist es vorteilhaft, wenn in Förderrichtung
die Beaufschlagung durch Strahlungsenergie und durch das
gasförmige Medium abwechselnd erfolgt. Insbesondere durch
eine hierdurch mögliche Zwischenkühlung kann die
Materialbahn auch bei mehreren Strahlungsenergiequellen
auf einer im wesentlichen konstanten Temperatur gehalten
werden.
Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn in Förderrichtung eine
Baufschlagung mit unterschiedlicher Strahlungsenergie
und/oder eine Beaufschlagung durch unterschiedliche,
insbesondere unterschiedlich temperierte und/oder
feuchte, gasförmige Medien erfolgt. Dadurch kann ein
gewünschter Temperatur/Feuchte-Verlauf in Förderrichtung
der Materialbahn während der Behandlung erzielt werden.
Gemäß einer weitergehenden Ausführungsform ist
vorgesehen, daß die Beaufschlagung durch
Strahlungsenergie und durch das gasförmige Medium in
einem gegenüber der Außenatmosphäre im wesentlichen
abgeschlossenen Raum erfolgt. Dabei ist es zweckmäßig,
wenn die Beaufschlagung durch Strahlungsenergie und durch
das gasförmige Medium in einer inerten, insbesondere
sauerstoffarmen, Atmosphäre erfolgt. In Abwesenheit von
Sauerstoff ist zum Beispiel die Vernetzung des Silikons
durch das UV-Licht effektiver. Es kann hierbei vorgesehen
werden, daß das gasförmige Medium Stickstoff oder mit
Stickstoff angereicherte Luft ist.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird
das gasförmige Medium zumindest teilweise im Kreislauf
geführt. Dies hat den Vorteil, daß insbesondere bei dem
Einsatz von Inertgas das Verfahren wirtschaftlich
arbeitet. Es ist hierbei zweckmäßig oder gegebenenfalls
auch erforderlich, das gasförmige Medium vor dem
Beaufschlagen der Materialbahn zu kühlen oder aufzuheizen
und/oder zu ent- oder befeuchten.
Durch die Beaufschlagung der Materialbahn mit einem
Gasstrom besteht häufig die Gefahr, daß sich Teilchen von
dieser lösen oder Feststoffe ausfällen. Es ist daher
insbesondere bei einer Kreislaufführung des gasförmigen
Mediums vorgesehen, daß das gasförmige Medium vor dem
Beaufschlagen der Materialbahn gefiltert wird. Dadurch
kann eine Aufkonzentrierung solcher Schwebeteilchen im
Gasstrom vermieden werden.
Weiterhin kann die Bahn zusätzlich oder aber auch
alternativ zu der gasförmigen Beaufschlagung durch das
gasförmige Medium mittels wenigstens einer temperierten
Kontaktwalze gekühlt oder erhitzt werden. Dies hat den
Vorteil, daß neben der thermischen Behandlung der Bahn
auch eine Abstützung derselben erfolgen kann. Die
Kontaktwalze kann beispielsweise im Bereich der
Beaufschlagung durch das gasförmige Medium auf der
gegenüberliegenden Seite der Materialbahn angeordnet
sein.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zum
Behandeln von Materialbahnen mittels Strahlungsenergie,
insbesondere mittels UV-Licht zum Vernetzen von
Kunststoffbeschichtungen, durch welche die Materialbahn
in eine Förderrichtung bewegt wird und in der wenigstens
eine sich senkrecht zur Förderrichtung erstreckende
Strahlungsenergiequelle angeordnet ist, um die
Materialbahn wenigstens einmal über zumindest einen
Teilabschnitt ihrer Breite zumindest einseitig mit
Strahlungsenergie zu beaufschlagen.
Um die Materialbahn weiter konditionieren zu können, ist
gemäß der Erfindung in Förderrichtung vor und/oder hinter
und/oder im Bereich der Strahlungsenergiequelle
wenigstens ein sich senkrecht zur Förderrichtung
erstreckendes Zuführmittel für ein gasförmiges Medium
vorgesehen, um die Materialbahn wenigstens einmal über
zumindest einen Teilabschnitt ihrer Breite zumindest
einseitig zum Kühlen oder Erhitzen und/oder Befeuchten
oder Trocken mit dem gasförmigen Medium zu beaufschlagen.
Damit ist es möglich, die Eigenschaften der bestrahlten
Materialbahn, beispielsweise deren Temperatur, weitgehend
zu beeinflussen. Insbesondere ist es möglich, die
Temperatur der Bahn auch bei hoher eingebrachter
Strahlungsleistung im wesentlichen konstant zu halten.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der schematischen
Zeichnung näher erläutert, deren einzige Figur den
prinzipiellen Aufbau einer Vorrichtung gemäß der
Erfindung zeigt.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung weist einen
Oberkasten 11 und einen Unterkasten 12 auf, zwischen
denen eine Materialbahn 13 in Förderrichtung 14 geführt
ist. Die Materialbahn 13 kann beispielsweise durch die
Vorrichtung gezogen werden. Die Vorrichtung ist bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel horizontal dargestellt
und die folgende Beschreibung bezieht sich auf eine
solche Ausrichtung. Grundsätzlich kann die Vorrichtung
aber auch vertikal oder in einer anderen Ausrichtung
angeordnet sein. Die beschriebenen relativen Anordnungen
sind dann entsprechend zu verstehen. Der Oberkasten 11
kann durch nicht gezeigte Hubmittel vom Unterkasten 12 zu
Wartungszwecken oder zum Einführen der Materialbahn 13
angehoben oder verschwenkt werden.
Es sind eine Vielzahl von Strahlungsenergiequellen 15
vorgesehen, die sich oberhalb der Materialbahn 13 im
Oberkasten 11 befinden. Die Strahlungsquellen erstrecken
sich quer zur Förderrichtung 14 und somit senkrecht zur
Zeichenebene zumindest über die gesamte Breite der
Materialbahn. Die Strahlungsquellen 15 können als UV-
Lichtquellen ausgebildet sein, um eine Vernetzung einer
Kunststoffschicht auf der Materialbahn zu bewirken.
Unterhalb der Materialbahn im Bereich der UV-Lichtquellen
sind im Unterkasten Kühlplatten 16 vorgesehen, um
Strahlungswärme abzuführen. Die grundsätzliche Anordnung
einer einzelnen UV-Lichtquelle über einer Kühlplatte ist
grundsätzlich bekannt und bedarf daher keiner weiteren
Erläuterung.
In Förderrichtung jeweils zwischen den UV-Lichtquellen
sind Gaszuführmittel 17 angeordnet, deren Düsen 18 in
Richtung auf die Materialbahn 13 weisen. Ferner können
auch endständige Gaszuführmittel 19 vorgesehen werden.
Die Düsen 18 sind als Schlitzdüsen ausgebildet und
erstrecken sich zumindest über die gesamte Breite der
Materialbahn 13 quer zur Förderrichtung 14 senkrecht zur
Zeichenebene. Über diese Gaszuführmittel 17 kann ein
gasförmiges Medium auf die Materialbahn 13 aufgebracht
werden. In der Regel wird das gasförmige Medium zum
Kühlen der Materialbahn dienen, es sind jedoch auch
andere Anwendungen, insbesondere ein definiertes
Befeuchten, Trocknen oder sogar Erwärmen möglich.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform
befinden sich die Zuführmittel für das gasförmige Medium
und die Strahlungsenergiequelle auf derselben Seite der
Materialbahn 13. Die Materialbahn wird demnach einseitig
mit dem gasförmigen Medium beaufschlagt. Es ist aber auch
möglich, oberhalb und unterhalb oder auch nur unterhalb
der Materialbahn 13 solche Gaszuführmittel 17 oder
Strahlungsenergiequellen 15 vorzusehen.
Wie in der Zeichnung gezeigt, sind die
Strahlungsenergiequellen 15 und die Zuführmittel 17 für
das gasförmiges Medium in Förderrichtung abwechselnd
angeordnet. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind
jeweils gleiche UV-Lichtquellen zwischen gleichen
Gaszuführmittel 17, 19 angeordnet. Grundsätzlich ist aber
die Ausbildung, insbesondere die Größe und Leistung
einzelner Strahlungsenergiequellen und Gaszuführmittel in
einer Vorrichtung beliebig wählbar und an die jeweiligen
Anforderungen anpaßbar.
Während des Betriebes wird die Materialbahn 13 in
Förderrichtung 14 durch die Vorrichtung bewegt. Dabei
wird sie abwechselnd mit Strahlungsenergie und mit einem
gasförmigen Medium, insbesondere einem kühlenden Gas,
beaufschlagt. Dadurch kann eine Überhitzung der
Materialbahn auch bei großen Bahnbreiten oder großen
Strahlungsleistungen vermieden werden.
Durch die Bestrahlung mit beispielsweise UV-Licht wird
ein chemischer Vernetzungsprozeß einer auf der
Materialbahn befindlichen Kunststoffschicht in Gang
gesetzt. Es hat sich gezeigt, daß dieser Prozeß
effektiver in einer inerten, sauerstoffarmen Umgebung
abläuft. Insbesondere kann die Menge der Fotoinitiatoren
reduziert werden. Die in der Zeichnung gezeigte
Vorrichtung ist daher gegenüber der Außenatmosphäre im
wesentlichen abgeschlossen ausgebildet. Am Bahneinlauf 20
und am Bahnaustritt 21 befinden sich entsprechende Sperr-
oder Schleusenmittel, die ein Eintreten der Umgebungsluft
weitestgehend verhindern. Bei dem Ausführungsbeispiel ist
das Sperrmittel am Bahneinlauf 20 als Sperrdüse 22 und am
Bahnaustritt als Bürste 23 ausgebildet.
In dem Unterkasten 12 sind weiterhin Kontakt- oder
Leitwalzen 24 vorgesehen. Diese erstrecken sich quer zur
Förderrichtung 14 über die gesamte Breite der
Materialbahn 13. Die Materialbahn 13 kann sich auf diesen
Kontaktwalzen abstützen. Es kann vorgesehen werden, daß
diese Walzen 24 temperiert, insbesondere gekühlt werden,
um eine weitere Kühlung der Materialbahn zu erzielen. Die
Kontaktwalzen 24 sind bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel im Bereich der Gasaustrittsöffnung 18
auf der gegenüberliegenden Seite der Materialbahn 13
angeordnet.
Grundsätzlich kann aber auch vorgesehen werden, daß
anstelle oder zusätzlich zu diesen Kontaktwalzen 24
Schwebedüsen 25 vorgesehen sind, über die die
Materialbahn schwebend durch die Vorrichtung gezogen
wird. Diese Möglichkeit ist in der Zeichnung rechts
dargestellt.
Es kann vorgesehen werden, daß als gasförmiges Medium
Frischluft verwendet wird. Bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel wird das gasförmige Medium im
Kreislauf geführt. Dafür ist wenigstens ein
entsprechender Absaugkanal 26, ein Kompressor oder Lüfter
27 und entsprechende Zuführungskanäle 28 vorgesehen. Dies
hat den Vorteil, daß als gasförmiges Medium auch
Inertgase wirtschaftlich eingesetzt werden können. Als
gasförmiges Medium kommt insbesondere Stickstoff oder mit
Stickstoff angereicherte Luft in Betracht.
In dem Gaskreislauf ist ein Wärmeaustauscher 29
vorgesehen, um das gasförmige Medium auf die gewünschte
Temperatur zu bringen, also insbesondere zu kühlen. Es
kann zudem ein nicht dargestellter Befeuchter oder
Trockner im Kreislauf angeordnet sein, um die Feuchte des
Gases zu beeinflussen. Bei der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsform wird ein Gasstrom
gleichförmig erhitzt und aufgeteilt. Es ist
selbstverständlich möglich, für jedes Gaszuführmittel 17,
19 separate Wärmeaustauscher, Befeuchter, Trockner,
Lüfter und/oder Drosseln 30 vorzusehen, um den jeweils
zugeführten Gasstrom optimal einzustellen. Ein
zusätzlicher Wärmaustauscher 31 ist als Beispiel in der
Zeichnung rechts gestrichelt dargestellt.
Durch die Beaufschlagung der Materialbahn 13 mit einem
gasförmigen Medium wird es in der Regel nicht zu
vermeiden sein, daß Schwebstoffe ausgetragen werden.
Insbesondere neigen Fotoinitiatoren zu Ausfällungen. Um
eine Aufkonzentrierung dieser Stoffe im Gaskreislauf zu
vermeiden, ist wenigstens ein Filter 32 für das
gasförmige Medium vorgesehen. Die Schadstoffe können
durch einen Abzweig 33 abgeführt werden. Weiterhin ist
eine Inertgas- oder Stickstoffquelle 34 vorgesehen, um
den Kreislauf mit Stickstoff anzureichern.
Es ist offensichtlich, daß mit einer solchen Vorrichtung
eine vielseitige Behandlung einer Materialbahn möglich
ist. Insbesondere wird vermieden, daß sich die Bahn auch
bei großen Strahlungsleistungen überhitzt. Die
Materialbahn kann somit stets auf einer optimalen
Temperatur gehalten werden.
11
Oberkasten
12
Unterkasten
13
Materialbahn
14
Förderrichtung
15
Strahlungsenergiequelle
16
Kühlplatte
17
Gaszuführmittel
18
Düse
19
Gaszuführmittel
20
Bahneinlauf
21
Bahnaustritt
22
Sperrdüse
23
Bürste
24
Walze
25
Schwebedüse
26
Absaugkanal
27
Lüfter
28
Zuführkanäle
29
Wärmeaustauscher
30
Drossel
31
Wärmeaustauscher
32
Filter
33
Abzweig
34
Stickstoffquelle
Claims (22)
1. Verfahren zum Behandeln einer Materialbahn (13)
mittels Strahlungsenergie, insbesondere mittels UV-Licht
zum Vernetzen von Beschichtungen, bei welchem die
Materialbahn in eine Förderrichtung (14) bewegt und
wenigstens einmal über zumindest einen Teilabschnitt
ihrer Breite zumindest einseitig mit Strahlungsenergie
beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in
Förderrichtung vor und/oder hinter oder im Bereich der
Beaufschlagung mit Strahlungsenergie die Materialbahn
wenigstens einmal über zumindest einen Teilabschnitt
ihrer Breite zumindest einseitig mit wenigstens einem
gasförmigen Medium beaufschlagt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Materialbahn durch das gasförmige Medium gekühlt oder
erhitzt und/oder getrocknet oder befeuchtet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beaufschlagung durch die
Strahlungsenergie und das gasförmige Medium auf derselben
Seite der Materialbahn erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß in Förderrichtung die Beaufschlagung
durch Strahlungsenergie und durch das gasförmige Medium
abwechselnd erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß in Förderrichtung eine Baufschlagung
mit unterschiedlicher Strahlungsenergie und/oder eine
Beaufschlagung durch unterschiedliche, insbesondere
unterschiedlich temperierte und/oder feuchte, gasförmige
Medien erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beaufschlagung durch
Strahlungsenergie und durch das gasförmige Medium in
einem gegenüber der Außenatmosphäre im wesentlichen
abgeschlossenen Raum erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beaufschlagung durch
Strahlungsenergie und durch das gasförmige Medium in
einer inerten, insbesondere sauerstoffarmen, Atmosphäre
erfolgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das gasförmige Medium Stickstoff oder
mit Stickstoff angereicherte Luft ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das gasförmige Medium zumindest
teilweise im Kreislauf geführt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das gasförmige Medium vor dem
Beaufschlagen der Materialbahn gekühlt oder aufgeheizt
und/oder entfeuchtet oder befeuchtet wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das gasförmige Medium vor dem
Beaufschlagen der Materialbahn gefiltert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Materialbahn mittels wenigstens
einer temperierten Kontaktwalze (24) gekühlt oder erhitzt
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die temperierte Kontaktwalze (24) im Bereich der
Beaufschlagung durch das gasförmige Medium auf der
gegenüberliegenden Seite der Materialbahn angeordnet ist.
14. Vorrichtung zum Behandeln einer Materialbahn (13)
mittels Strahlungsenergie, insbesondere mittels UV-Licht
zum Vernetzen von Beschichtungen, durch welche die
Materialbahn in eine Förderrichtung (14) bewegt wird und
in der wenigstens eine sich senkrecht zur Förderrichtung
erstreckende Strahlungsenergiequelle (15) angeordnet ist,
um die Materialbahn wenigstens einmal über zumindest
einen Teilabschnitt ihrer Breite zumindest einseitig mit
Strahlungsenergie zu beaufschlagen, dadurch
gekennzeichnet, daß in Förderrichtung vor und/oder hinter
und/oder im Bereich der Strahlungsenergiequelle
wenigstens ein sich senkrecht zur Förderrichtung
erstreckendes Zuführmittel (17, 18) für ein gasförmiges
Medium vorgesehen ist, um die Materialbahn wenigstens
einmal über zumindest einen Teilabschnitt ihrer Breite
zumindest einseitig zum Kühlen oder Erhitzen und/oder
Befeuchten oder Trocken mit dem gasförmigen Medium zu
beaufschlagen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zuführmittel (17, 18) für das gasförmige Medium
und die Strahlungsenergiequelle (15) auf derselben Seite
der Materialbahn (13) angeordnet sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Strahlungsenergiequellen (15) und
die Zuführmittel (17, 18) für das gasförmiges Medium in
Förderrichtung abwechselnd angeordnet sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung gegenüber der
Außenatmosphäre im wesentlichen abgeschlossen ausgebildet
ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß in Förderrichtung wenigstens
eine Kontaktwalze (24) zum Kühlen oder Erhitzen der
Materialbahn (13) angeordnet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktwalze (24) im Bereich der
Gasaustrittsöffnung (18) auf der gegenüberliegenden Seite
der Materialbahn angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein
Wärmeaustauscher (29, 31) vorgesehen ist, um das
gasförmige Medium zu erhitzen oder zu kühlen.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Trockner oder
Befeuchtet für das gasförmige Medium vorgesehen ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Filter (32)
für das gasförmige Medium vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999107681 DE19907681A1 (de) | 1999-02-23 | 1999-02-23 | Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln einer Materialbahn mittels Strahlungsenergie |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999107681 DE19907681A1 (de) | 1999-02-23 | 1999-02-23 | Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln einer Materialbahn mittels Strahlungsenergie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19907681A1 true DE19907681A1 (de) | 2000-08-24 |
Family
ID=7898508
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999107681 Withdrawn DE19907681A1 (de) | 1999-02-23 | 1999-02-23 | Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln einer Materialbahn mittels Strahlungsenergie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19907681A1 (de) |
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1999
- 1999-02-23 DE DE1999107681 patent/DE19907681A1/de not_active Withdrawn
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