DE19907517A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Evakuierung eines Behälters - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Evakuierung eines BehältersInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Evakuierung eines Behälters (1), der mit einer Quelle heißen Wasserdampfes über ein Ventil (6) verbunden ist und ein steuerbares Auslaßventil (3) besitzt. DOLLAR A Erfindungsgemäß wird die Quelle heißen Dampfes von mindestens einem Sorptionsgefäß (7, 7') gebildet, das ein Wassersorptionsmittelbett (8; 8') enthält und wahlweise mit Heiz- und Kühlmitteln (9, 12; 9', 12') zusammenwirkt und mit Wasser beladen werden kann.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur Evakuierung eines Behälters, der mit
einer Quelle heißen Wasserdampfes über ein Ventil verbunden
ist und ein steuerbares Auslaßventil besitzt.
Seit langem ist das Prinzip des Evakuierens mit hei
ßem Dampf dem Fachmann und Nichtfachleuten bekannt. Haus
frauen konservieren nach diesem Prinzip ihre Vorräte in Ein
machgläsern. Der in einem Behälter durch Erwärmen erzeugte
oder in diesen eingeleitete Dampf verdrängt zunächst die
Luft und andere Permanentgase aus dem Behälter. Nach dem
dichten Verschließen des Behälters und Abkühlung kondensiert
der Dampf und hinterläßt ein gewisses Vakuum. Bei 20°C etwa
hat Wasser noch einen Druck von ungefähr 23 mbar. Dieser
Druck reicht jedoch für zahlreiche Anwendungen nicht aus.
Nach dem Stand der Technik erzielt man ein besseres Vakuum
nur durch mechanische Vorvakuumpumpen, Dampfstrahlpumpen
oder tiefgekühlte Sorptionspumpen (z. B. mit Aktivkohle oder
Zeolithen). Für ein Hochvakuum stehen u. a. teure Molekular
pumpen zur Verfügung.
Eine Kombination einer Vorevakuierung mittels Dampf
kondensation und der Verbesserung des Vakuums mit einem in
den Behälter eingebrachten Sorptionsmittel erscheint nicht
praktikabel, da das Sorptionsmittel sich beim Einleiten hei
ßen Dampfes sättigen würde und damit für eine spätere Auf
nahme von Dampf oder Gas unbrauchbar würde.
Die Erfindung löst daher die Aufgabe, eine Vorrich
tung und ein Verfahren zur Evakuierung eines Behälters an
zugeben, der mit einer Quelle heißen Wasserdampfs über ein
Ventil verbunden ist und ein steuerbares Auslaßventil be
sitzt, wobei das erreichbare Vakuum um Größenordnung besser
ist, als dies nur durch das Einmachprinzip möglich wäre.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Vorrich
tung gelöst, die im Anspruch 1 definiert ist. Bezüglich des
Verfahrens zum Betrieb der Vorrichtung und bevorzugter Aus
führungsformen dieser Vorrichtung wird auf die weiteren An
sprüche verwiesen.
Die Erfindung wird nun anhand eines bevorzugten Aus
führungsbeispiels erläutert, das schematisch in der einzigen
beiliegenden Figur gezeigt ist.
Der zu evakuierende Behälter 1 dient beispielsweise
der Sterilisierung, der Verpackung von Nahrungs- oder Arz
neimitteln unter Vakuum oder ist eine Photovoltaikzelle oder
nur eine Isolierglasscheibe mit evakuiertem Zwischenraum.
Der Behälter besitzt einen Deckel 15 zum dichten
Verschluß. In diesem Deckel oder in seiner Nähe ist eine
Auslaßleitung 2 vorgesehen, die über ein Ventil 3 und eine
diesem nachgeschaltete Temperatur-Meßsonde 4 zu einem Expan
sionsraum oder einfach ins Freie führt. Eine weitere Leitung
5 verbindet den Behälterboden über ein weiteres Ventil 6 mit
einer Quelle heißen Dampfes, die erfindungsgemäß von einem
Wassersorptionsgefäß gebildet wird, das ein Wassersorptions
mittel enthält, beispielsweise einen Zeolithen oder anderen
porösen Körper, der mit Metallhalogenidsalzen imprägniert
ist. Das Sorptionsmittel wirkt mit einer Wärmequelle 9 zu
sammen, die beispielsweise eine elektrische Widerstandshei
zung ist und das Sorptionsmittel auf eine Temperatur von
100°C und mehr erwärmen kann. In das Sorptionsmittelbett des
Gefäßes 7 führt noch eine Wasserleitung 10 über ein Speise
ventil 11. Außerdem ist ein Belüftungsventil 16 vorgesehen.
Weiter ist das Gefäß 7 noch mit Kühlmitteln versehen,
die hier als ein Ventilator angedeutet sind, der die mit
Kühlrippen versehene Außenseite des Gefäßes mit kühler Luft
anströmt. Ein Belüftungsventil 19 wird bei Bedarf geöffnet.
Die bisher beschriebene Vorrichtung eignet sich be
reits zur Evakuierung des Behälters 1 nach dem erfindungs
gemäßen Verfahren:
Man legt das zu evakuierende Gut in den Behälter und schließt den Deckel. Die Ventile 3 und 6 werden geöffnet. Über die Speiseleitung 10 und das Ventil 11 wird Wasser in das Sorptionsbett eingespeist, sodaß dieses sich mit Wasser sättigt. Schaltet man nun die Heizmittel 9 ein, dann wird das im Sorptionsmittel gebundene Wasser als Dampf freige setzt und strömt über die Leitung 5 in den Behälter. Der Dampf steigt im Behälter 1 langsam auf und heizt die Wände des Behälters und das zu evakuierende Gut auf, indem er kon densiert. Zugleich wird die im Behälter 1 vorhandene Atmo sphäre aus Permanentgasen und Dämpfen durch die Leitung 2 und das offene Ventil 3 aus dem Behälter hinausgedrückt. Nach einiger Zeit ist die Temperatur des Guts und der Behäl terwände bis zur Kondensationsgrenze angestiegen. Der heiße Dampf erreicht nun die Leitung 2, sodaß im Temperatur-Meß fühler ein Temperaturanstieg registriert wird, der in einem Prozessor (nicht dargestellt) ausgewertet wird. Die beiden Ventile 3 und 6 werden dadurch geschlossen. Bei der nachfol genden Abkühlung des Behälters und seines Inhalts auf Umge bungstemperatur sinkt der Druck des Wasserdampfs auf etwa 23 mbar ab. Zugleich bereitet man das nun weitgehend wasser freie Sorptionsbett 8 durch Ausschalten der Heizmittel 9 und Einschalten der Kühlmittel 12 auf die anschließende Sorp tionsphase vor. Man öffnet dann das Ventil 6, worauf der Dampf aus dem Behälter 1 vom Sorptionsbett 8 angesaugt wird. Bei Umgebungstemperatur und einer Beladung des Sorptionsmit tels mit nur 5% Feuchtigkeit läßt sich ein Wasserdampf-To taldruck von etwa 0,3 mbar im Behälter erreichen. Man könnte auch ein Kühlmittel verwenden, das Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu erreichen erlaubt. So erzielt man etwa bei minus 30°C im Sorptionsbett 8 und einer Beladung von 12% einen Wasserdampftotaldruck von 0,01 mbar.
Man legt das zu evakuierende Gut in den Behälter und schließt den Deckel. Die Ventile 3 und 6 werden geöffnet. Über die Speiseleitung 10 und das Ventil 11 wird Wasser in das Sorptionsbett eingespeist, sodaß dieses sich mit Wasser sättigt. Schaltet man nun die Heizmittel 9 ein, dann wird das im Sorptionsmittel gebundene Wasser als Dampf freige setzt und strömt über die Leitung 5 in den Behälter. Der Dampf steigt im Behälter 1 langsam auf und heizt die Wände des Behälters und das zu evakuierende Gut auf, indem er kon densiert. Zugleich wird die im Behälter 1 vorhandene Atmo sphäre aus Permanentgasen und Dämpfen durch die Leitung 2 und das offene Ventil 3 aus dem Behälter hinausgedrückt. Nach einiger Zeit ist die Temperatur des Guts und der Behäl terwände bis zur Kondensationsgrenze angestiegen. Der heiße Dampf erreicht nun die Leitung 2, sodaß im Temperatur-Meß fühler ein Temperaturanstieg registriert wird, der in einem Prozessor (nicht dargestellt) ausgewertet wird. Die beiden Ventile 3 und 6 werden dadurch geschlossen. Bei der nachfol genden Abkühlung des Behälters und seines Inhalts auf Umge bungstemperatur sinkt der Druck des Wasserdampfs auf etwa 23 mbar ab. Zugleich bereitet man das nun weitgehend wasser freie Sorptionsbett 8 durch Ausschalten der Heizmittel 9 und Einschalten der Kühlmittel 12 auf die anschließende Sorp tionsphase vor. Man öffnet dann das Ventil 6, worauf der Dampf aus dem Behälter 1 vom Sorptionsbett 8 angesaugt wird. Bei Umgebungstemperatur und einer Beladung des Sorptionsmit tels mit nur 5% Feuchtigkeit läßt sich ein Wasserdampf-To taldruck von etwa 0,3 mbar im Behälter erreichen. Man könnte auch ein Kühlmittel verwenden, das Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu erreichen erlaubt. So erzielt man etwa bei minus 30°C im Sorptionsbett 8 und einer Beladung von 12% einen Wasserdampftotaldruck von 0,01 mbar.
Um die gewünschten Temperatursprünge im-Sorptionsbett
8 zu beschleunigen, könnte, wie in der Figur dargestellt,
für die Phase der Wasserdampfabsorption ein zweites gleich
artiges Sorptionsgefäß 7' vorgesehen sein, das über ein Ven
til 6' anstelle des Gefäßes 7 während dieser Phase mit dem
Behälter verbunden ist.
Eine weitere Verringerung des Wasserdampftotaldrucks
im Behälter 1 kann durch eine Kühlfalle 13 erreicht werden,
in der beispielsweise durch flüssigen Stickstoff eine Tempe
ratur von -196°C gehalten wird. Bei dieser Temperatur hat
Wasser einen Dampfdruck von weniger als 10-11 mbar. Die kalte
Oberfläche der Kühlfalle besitzt damit ein sehr hohes Saug
vermögen für Wasserdampf. Damit wird erfindungsgemäß eine
Vorrichtung zur Evakuierung eines Behälters auf Druckwerte
erzielt, die um Größenordnungen unter denen liegen, die in
einem Einmachglas erreichbar sind.
Der Wasserverbrauch in der erfindungsgemäßen Vorrich
tung ist sehr gering, da der größte Teil des in dem Sorp
tionsbett zu Beginn des Betriebs gebundenen Wassers nach der
Verdampfung und Einspeisung in den Behälter 1 wieder als
Kondenswasser in das Gefäß zurückfließt oder in der Phase
des Absaugens des Dampfes aus dem Behälter in das gekühlte
Sorptionsbett wiedergewonnen wird. Der Wasserverlust wird
für einen Behälter eines Volumens von 10 l bei jedem Pumpzy
klus auf etwa 1 g geschätzt.
Durch den Einsatz von fortgeschrittenen Soptionsmit
teln, insbesondere von den oben erwähnten mit Metallhaloge
nidsalzen imprägnierten feinporigen Stoffen, wird erreicht,
daß die Ausheiztemperatur im Behälter 1 über 100°C liegen
kann, ehe Wasserdampf aus dem Ventil 3 austritt. Mit solchen
Sorptionsmitteln wird ein Dampfdruck von 1 bar erst bei Tem
peraturen um 130°C erreicht, d. h. daß bis zu dieser Tempera
tur kein gefährlicher Überdruck entstehen kann.
Wegen dieser Eigenschaft ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung besonders zur Evakuierung oder Sterilisierung
von feinporigem Gut oder Gut mit einer Kapillarstruktur ge
eignet, wie sie in Textilien, Glasfasern oder Spritzenkanü
len vorliegt, weil das Ausspülen von Permanentgasen bei ho
hen Drücken und Temperaturen leichter geht.
Die Erfindung eignet sich besonders auch für einen
zyklischen Betrieb, um eine besonders wirksame Sterilisie
rung durch mehrmaliges Evakuieren zu erreichen. Dabei wird
abwechselnd Dampf in den Behälter eingespeist und nach dem
oben beschriebenen Verfahren wieder entfernt. Der Behälter
kann auch mit Elektroden ausgerüstet sein, denen über dichte
Stromzuführungen Strom zugeführt wird, um den Wasserdampf in
der Phase niedrigen Drucks zu ionisieren. Durch Zugabe von
Sauerstoff oder von einem Gemisch aus Sauerstoff und Helium
(Erzeugung einer UV-Strahlung) oder von H2O2 oder O3 zum Plas
ma kann die Sterilisierung weiter verbessert werden.
Wird im Rahmen einer Variante der erfindungsgemäßen
Vorrichtung an den Auslaß 2 über ein weiteres Ventil 20 ein
Kondensator 17 mit Vorlage 18 angeschlossen, dann kann man
eine sogenannte Trägerdampfentfettung durchführen: Dabei
werden die im Behälter 1 zu reinigenden Gegenstände durch
Dampf erhitzt, und die anhängenden Öle und Fette gelangen
dann mit dem Dampf in den Kondensator 17. In der Vorlage
trennen sich die Öle und Fette vom Wasser.
Eine andere Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung bietet sich auf dem Gebiet der hochempfindlichen Mas
senspektrometer-Lecksuche an. Hierzu bringt man zu untersu
chende dichte Gehäuse, in die durch ein eventuelles Leck
Helium eingedrungen sein kann, in den Behälter. Nach Aus
treiben der Permanentgase und Bindung des Wasserdampfs, wie
oben beschrieben, kann an den Behälter ein Massenspektrome
ter angeschlossen werden, der dann auch extrem kleine Leck
gasmengen nachweist.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Evakuierung eines Behälters (1),
der mit einer Quelle heißen Wasserdampfes über ein Ventil
(6) verbunden ist und ein steuerbares Auslaßventil (3) be
sitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Quelle heißen Dampfes
von mindestens einem Sorptionsgefäß (7, 7') gebildet wird,
das ein Wassersorptionsmittelbett (8; 8') enthält und wahl
weise mit Heiz- und Kühlmitteln (9, 12; 9',12') zusammen
wirkt und mit Wasser beladen werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß ein Temperaturfühler (4) dem Auslaßventil (3) zu
geordnet ist, dessen Signal zur Steuerung der Ventile her
angezogen wird.
3. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Kühlfalle (13) über ein
Ventil (14) an den Behälter angeschlossen ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Wassersorptionsgefäße (7,
7') vorgesehen sind, die je mit eigenen Heiz- und/oder Kühl
mitteln (9, 12; 9', 12') versehen sind und abwechselnd mit
dem Behälter (1) verbindbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Auslaßventil (3) eine
mit einem Ventil (20) versehene Leitung zu einem Kondensa
tor (17) mit einer Vorlage (18) abgeht.
6. Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach einem
der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zu
erst bei offenem Auslaßventil (3) Dampf durch Erhitzen eines
mit Wasser beladenen Wassersorptionsgefäßes (7) in den Be
hälter geliefert wird, sodaß sich dieser mit seinem Inhalt
aufgrund der Kondensationswärme erhitzt, daß dann nach Er
reichen der Kondensationsgrenze am Dampfauslaß (2) des Be
hälters dieser Auslaß verschlossen wird und Wasserdampf aus
dem Behälter (1) in ein gekühltes Wasserdampfsorptionsgefäß
(7') mit ursprünglich geringer Wasserbeladung abgesaugt
wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999107517 DE19907517C2 (de) | 1999-02-22 | 1999-02-22 | Vorrichtung zur Evakuierung eines Behälters und Betriebsverfahren hierfür |
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| DE1999107517 DE19907517C2 (de) | 1999-02-22 | 1999-02-22 | Vorrichtung zur Evakuierung eines Behälters und Betriebsverfahren hierfür |
Publications (2)
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| DE19907517A1 true DE19907517A1 (de) | 2000-08-31 |
| DE19907517C2 DE19907517C2 (de) | 2001-05-31 |
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| DE1999107517 Expired - Fee Related DE19907517C2 (de) | 1999-02-22 | 1999-02-22 | Vorrichtung zur Evakuierung eines Behälters und Betriebsverfahren hierfür |
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|---|---|
| DE (1) | DE19907517C2 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE911935C (de) * | 1951-08-01 | 1954-05-20 | Friedrich Zieske | Sterilisiervorrichtung fuer Einmachgefaesse |
| DE2733858A1 (de) * | 1976-08-02 | 1978-02-09 | Rexham Corp | Verfahren und vorrichtung zum fuellen, dampfbestrahlen, verschliessen und versiegeln von beuteln |
| DE3036396A1 (de) * | 1979-10-04 | 1981-04-09 | Schroffner & Pirc Industries, Inc., Santa Rosa, Calif. | Verfahren zum vakuumverschliessen eines behaelters, zu dessen durchfuehrung geeignete vorrichtung, damit verschliessbarer behaelter, deckel fuer vakuumverschliessbare behaelter und fuer derartige behaelter geeigneter ventilmechanismus |
| DE19607792A1 (de) * | 1996-03-01 | 1997-09-04 | Thomas Dipl Ing Sperling | Adsorptionskühlverfahren für wasserhaltige Lebensmittelzubereitungen |
-
1999
- 1999-02-22 DE DE1999107517 patent/DE19907517C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE19607792A1 (de) * | 1996-03-01 | 1997-09-04 | Thomas Dipl Ing Sperling | Adsorptionskühlverfahren für wasserhaltige Lebensmittelzubereitungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19907517C2 (de) | 2001-05-31 |
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