DE19905141A1 - Vertikale Wasserstrahlantriebsvorrichtung - Google Patents
Vertikale WasserstrahlantriebsvorrichtungInfo
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Abstract
Eine herkömmliche vertikale Wasserstrahlantriebsvorrichtung hat ein Gehäuse und einen Diffusor, die einteilig miteinander ausgebildet sind. Aufgrund des einteiligen Aufbaus wirkt eine Dehnkraft, die aus der Reaktionskraft einer dem Diffusor zugeführten rotierenden Wasserströmung resultiert, auf das Gehäuse ein, so daß ein Steuermotor, der das Gehäuse dreht, in unerwünschter Weise auf eine höhere Leistung auszulegen ist. DOLLAR A Bei der erfindungsgemäßen vertikalen Wasserstrahlantriebsvorrichtung (WJ), die ein drehbar gelagertes Gehäuse (10) aufweist, in dem durch ein Flügelrad (6) eine Wasserströmung vom Boden des Gehäuses (10) durch einen Diffusor (8) in eine Druckkammer des Gehäuses (10) gedrückt wird, aus der der Wasserstrom über Auslaßöffnungen im Boden des Gehäuses (10) ausgestoßen wird, ist ein innerer Ring (5), den eine Seite eines Schiffskörpers (1) trägt und in den die Flügelradwelle (7) ragt, am oberen Teil des Gehäuses (10) ausgebildet, um das Gehäuse (10) durch ein Kugellager (14) abzustützen, und der Diffusor (8) einteilig mit dem inneren Ring (5) ausgebildet oder starr an diesem befestigt. Dies ermöglicht eine geringer Antriebsleistung.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine vertikale Wasser
strahlantriebsvorrichtung.
Eine bekannte vertikale Wasserstrahlantriebsvorrichtung
ist so ausgebildet, daß eine Einlaß- und eine Auslaß
öffnung mit einem Schiffsboden bündig sind. Eine solche
Antriebsvorrichtung, die nicht nach unten über den
Schiffsboden hinausragt, wird häufig bei Spezialschif
fen benutzt, die für flache Gewässer ausgelegt sind,
zum Beispiel ein schwimmender Kran, dessen Antriebs
schraube nicht hinreichend tief eintauchen kann und der
aufgrund seines geringen Tiefgangs nicht mit einem her
kömmlichen Tunnel-Triebwerk versehen werden kann. Die
japanischen Patentanmeldungs-Offenlegungs
schriften 6-278692, 6-286693, 7-52882, 8-58689 und dergleichen of
fenbaren bekannte vertikale Wasserstrahlantriebsvor
richtungen dieser Art. Eine vertikale Wasserstrahlan
triebsvorrichtung dieser Art ermöglicht es, einen Ge
häuse-Hauptkörper mit einer Auslaßöffnung in alle Rich
tungen um bis zu 360° zu drehen, so daß eine Schubkraft
in beliebigen Richtungen ausgeübt und die Manöverier
barkeit eines mit einer solchen Antriebsvorrichtung
ausgerüsteten Schiffes verbessert werden kann.
Fig. 6 stellt eine Querschnitt einer vertikalen Wasser
strahlantriebsvorrichtung dar, die in der japanischen
Patentanmeldungs-Offenlegungsschrift 7-52882 offenbart
ist. Fig. 7 stellt eine Draufsicht auf diese Wasser
strahlantriebsvorrichtung an der Stelle eines Diffusors
dar.
Wie man sieht, wird eine austretende Strömung, die über
eine Einlaßöffnung 53 im mittleren Teil eines Bodens
52a eines Gehäuses 52 angesaugt wird und stromoberhalb
eines Flügelrades 51 strömt, durch Drehung des Flügel
rads 51 in eine rotierende Strömung umgelenkt. Ein Dif
fusor 54 stromunterhalb des Flügelrads 51 bewirkt eine
Krümmung der rotierenden Strömung mittels Flügeln 55
und auch eine Änderung der Richtung der rotierenden
Strömung in die radiale Richtung auf der Ausgangsseite
der Flügel 55. Wenn die rotierende Strömung beibehalten
wird, während die Auslaßströmung in die Druckkammer des
Gehäuses 52 eintritt, bewirkt die Rotationsenergie Rei
bungsverluste zwischen der Auslaßströmung und der
Wandoberfläche des Gehäuses 52, so daß große Energie
verluste auftreten. Was die Funktion des Diffusors 54
betrifft, so wird aufgrund seiner derart gewählten
Form, daß die Querschnittsfläche seines Strömungskanals
allmählich zunimmt, die kinetische Energie der Wasser
strömung allmählich in Druckenergie umgeformt, so daß
die Schubkraft ansteigt. Der Diffusor 54 mit seinen
Flügeln 55 ist daher eines der unerläßlichen Bauelemen
te der vertikalen Wasserstrahlantriebsvorrichtung.
Bei der erwähnten herkömmlichen vertikalen Wasser
strahlantriebsvorrichtung ist der Diffusor 54 mit dem
Gehäuse 52 einteilig ausgebildet oder einteilig mit
diesem zusammengebaut. Die Vorrichtung hat daher einen
solchen Aufbau, daß sowohl das Gehäuse 52 als auch der
Diffusor 54 durch den Betrieb eines Steuer- oder Lenk
motors 56 gedreht werden.
Nach Fig. 7 erzeugen die Flügel 55 des Diffusors 54 ei
ne Drehkraft (ein Drehmoment) Y in Richtung des darge
stellten Pfeils in Folge einer Reaktionskraft F, die
durch die Wasserströmung ausgeübt wird. Die Drehkraft
ist hinreichend groß, um das Gehäuse 52 in allen Rich
tungen um bis zu 360° zu drehen, und hat einen wesent
lichen Einfluß auf die Leistung des Steuermotors. Das
heißt, wenn das Gehäuse 52 durch den Steuermotor 56 ge
dreht wird und sich der Diffusor 54 in der gleichen
Richtung dreht, in der die Drehkraft (das Drehmoment) Y
in Pfeilrichtung nach Fig. 7 auf ihn ausgeübt wird,
dann dreht sich das Gehäuse 52 von selbst, und der
Steuermotor 56 dreht sich mit kleiner Leistung (was um
gekehrt bedeutet, daß es zusammen mit dem Steuermotor
aufhören muß, sich zu drehen). Wenn sich der Diffusor
54 dagegen in entgegengesetzter Richtung dreht, muß die
Leistung hinreichend groß sein, um die Summe aus
"Reibungswiderstand und dem aus der gesamten Trägheits
kraft des Gehäuses resultierenden Drehmoment" +
"Drehmoment, das aus der Wasserströmung resultiert und
im Vergleich zu den beiden vorstehend erwähnten Kräften
unverhältnismäßig groß ist" zu überwinden. Der Steuer
motor muß auf die erforderliche Leistung ausgelegt wer
den. Die Leistung beziehungsweise der Energieverbrauch
ist jedoch ein wichtiger Punkt, insbesondere bei einer
Baggerschutte mit geringer Generatorleistung. Die Lei
stung beziehungsweise der Energieverbrauch sollte aber
im Hinblick auf die Anschaffungs- und Betriebskosten
möglichst gering sein. Für den Steuermotor steht nur
ein beschränkter Raum zur Verfügung, so daß seine Lei
stung und dementsprechend seine Abmessungen so gering
wie möglich sein müssen. Bei der bekannten Wasser
strahlantriebsvorrichtung nach Fig. 6 ist eine Flügel
radwellendichtung 27 in dem drehbaren Gehäuse 52 ange
ordnet. Wenn sich das Gehäuse 52 entgegengesetzt zum
Flügelrad 51 dreht, ist die relative Umfangsgeschwin
digkeit eines Berührungspunktes der Dichtung proportio
nal der Summe der Drehzahlen von Gehäuse und Flügelrad.
Infolgedessen sind an die Ausbildung der Dichtung
strenge Anforderungen zu stellen, um eine zu geringe
Lebensdauer der Dichtung zu verhindern.
Bei der Wasserstrahlantriebsvorrichtung nach der japa
nischen Patentanmeldungs-Offenlegungsschrift 7-52882
sind im Boden des Gehäuses 52 drei Auslaßöffnungen vor
gesehen, bei denen die einlaßseitige Stirnfläche der
mittleren Auslaßöffnung die Form eines Bogens hat, der
konzentrisch zum Einlaß zu sein scheint. Die Innenseite
jeder Auslaßöffnung ist nicht mit einem Leitflügel ver
sehen, was nachstehend noch ausführlicher beschrieben
wird. Offenbar wird dort nicht berücksichtigt, daß das
Austrittswasser effizient in horizontaler Richtung
strömt. Infolgedessen entweicht ein Teil der Wasser
strömung offensichtlich im wesentlichen unmittelbar un
ter dem Boden des Gehäuses 52. Inzwischen wird berück
sichtigt, daß das zur Drehung einer Gehäuseanordnung
erforderliche Drehmoment eine Drehkraft einschließt,
die der kinetischen Energie des austretenden Fluids wi
dersteht, die aus der Trägheitskraft der Gehäuseanord
nung und dergleichen resultiert. Wenn die Beträge und
Richtungen der Wasserströme, die aus zwei seitlichen
Auslaßöffnungen austreten, zwischen denen die mittlere
Auslaßöffnung liegt, nicht im Gleichgewicht (nicht
gleich) sind, hat die resultierende Drehkraft einen
großen Einfluß auf das Drehmoment, so daß der Betrag
der Drehkraft zu einem vorherrschenden Faktor des
Drehmoments wird. Um das Auftreten eines solchen
Drehmoments zu verhindern, befaßt sich die japanische
Patentanmeldungs-Offenlegungsschrift 7-52882 mit der
Wahl der Abmessungen und Lage der Auslaßöffnungen. In
der Praxis ist das Gleichgewicht jedoch unvermeidlich
determiniert, so daß mit hoher Wahrscheinlichkeit ein
unerwünschtes Drehmoment verbleibt. Je höher das rest
liche bzw. verbleibende Drehmoment ist, um so größer
muß die Leistung des Steuermotors gewählt werden. Dies
hat eine größere Hydraulikquelle oder höheren Energie
verbrauch zur Folge.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
vertikale Wasserstrahlantriebsvorrichtung der beschrie
benen Art anzugeben, die mit einer geringen Antriebs
leistung auskommt.
Eine erste Lösung dieser Aufgabe besteht in einer ver
tikalen Wasserstrahlantriebseinrichtung mit einem Ge
häuse, das mittels eines Steuermotors drehbar ist, bei
der ein Wasserstrom vom Boden des Gehäuses durch Dre
hung eines Flügelrads über einen Diffusor in eine
Druckkammer des Gehäuses gedrückt und als Wasserstrom
über Auslaßöffnungen im Boden des Gehäuses ausgestoßen
wird, wobei ein innerer Ring, der durch eine Seite ei
nes Schiffskörpers abgestützt ist und in den die Flü
gelradwelle ragt, an einem oberen mittleren Teil des
Gehäuses vorgesehen und das Gehäuse durch den inneren
Ring über ein Drehlager abgestützt ist und der Diffusor
einteilig mit dem inneren Ring ausgebildet oder starr
an dem inneren Ring befestigt ist.
Bei diesem Aufbau bildet der innere Ring einen statio
nären (feststehenden) Teil, der durch die Schiffskör
perseite abgestützt wird, und der Diffusor ist vom Ge
häuse getrennt, so daß er als unabhängiges Bauteil
wirkt. Das durch die Änderung der Richtung der rotie
renden Strömung im Diffusor bewirkte Drehmoment wird
nicht auf das Gehäuse ausgeübt. Außerdem bleibt der
Diffusor stationär, selbst wenn sich das Gehäuse dreht.
Die zur Drehung des Gehäuses erforderliche Antriebslei
stung des Steuermotors kann daher verringert werden.
Hierbei läßt sich ein einfacherer Aufbau erreichen,
wenn der Innenring zylindrisch ist, mit einem Getriebe
kasten verbunden ist, nach unten ragt, sein unterer
Endteil innerhalb des Gehäuses liegt und der Diffusor
am unteren Endteil des inneren Rings angebracht ist.
Ferner kann dafür gesorgt sein, daß eine Flügelradwel
lendichtung zwischen einem stationären (drehfesten)
Teil des Diffusors oder dem Innenring der rotierenden
Flügelradwelle angeordnet ist, so daß eine Schmiermit
telkammer gegenüber Seewasser abgedichtet ist.
Auf diese Weise ist es möglich, ein Leck oder den
Durchtritt von Seewasser oder Schmiermittel zwischen
der Seewasserseite und der Schmiermittelkammer zu ver
hindern.
Wenn darüber hinaus eine sich drehende Dichtung zwi
schen einem stationären Teil des Diffusors oder dem In
nenring und dem sich drehenden Gehäuse angeordnet ist,
um eine Schmiermittelkammer gegenüber Seewasser abzu
dichten, dann ist es möglich, ein Leck oder den Durch
tritt von Seewasser oder Schmiermittel zwischen der
Seewasserseite und der Schmiermittelkammer zu verhin
dern.
Außerdem kann dafür gesorgt sein, daß zwischen dem Dif
fusor und dem in den Diffusor ragenden inneren Ring ei
ne abgeschrägte Berührungsfläche ausgebildet ist, so
daß der Diffusor und der innere Ring durch eine Dreh
kraft, die durch die Reaktionskraft des dem Diffusor
zugeführten Wasserstroms bewirkt wird, gegeneinanderge
drückt werden. Dadurch wird ein sich selbst verriegeln
des System realisiert, und der Diffusor kann mit klei
neren oder weniger Befestigungsschrauben montiert wer
den.
Eine andere Lösung der genannten Aufgabe besteht in ei
ner vertikalen Wasserstrahlantriebsvorrichtung mit ei
nem Gehäuse, das in einer horizontalen Ebene drehbar
ist, einem in der Mitte des Bodens des Gehäuses vorge
sehenen Einlaß, einem über dem Einlaß vorgesehenen Flü
gelrad, einem mit dem Einlaß in Verbindung stehenden
Diffusor, einer mit dem Diffusor in Verbindung stehen
den Druckkammer und Auslaßöffnungen, die mit der Druck
kammer in Verbindung stehen und im Boden des Gehäuses
ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Auslaßöffnungen Auslaßleitflügel vorgesehen sind, die
einen solchen Neigungswinkel haben, daß ein durch die
Auslaßöffnungen ausgestoßener Wasserstrahl so parallel
wie möglich zum Boden des Gehäuses verläuft.
Bei diesem Aufbau ist es möglich, den Wasserstrahl so
weit wie möglich horizontal aus den Auslaßöffnungen
austreten zu lassen, ohne daß er unmittelbar nach unten
strömt, um dadurch den Antriebswirkungsgrad zu erhöhen
und dementsprechend ebenfalls insgesamt mit geringerer
Antriebsleistung auszukommen.
In diesem Fall kann dafür gesorgt sein, daß der Nei
gungswinkel der Auslaßleitflügel so gewählt ist, daß
der über die Auslaßöffnungen ausgestoßene Wasserstrahl
außerhalb des Gehäuses vom Einlaß weg gerichtet ist. So
ist es möglich, zu verhindern, daß die aus den Auslaß
öffnungen austretenden Wasserstrahlen sofort wieder
über die Einlaßöffnung angesaugt werden, so daß der An
triebswirkungsgrad erhöht wird.
Ferner kann dafür gesorgt sein, daß im Einlaß Ansaug
leitflügel angeordnet und unter einem Winkel geneigt
sind, der zu dem der Auslaßleitflügel entgegengesetzt
ist, so daß das Wasser aus einer Richtung angesaugt
wird, die frei vom ausgestoßenen Wasserstrahl ist. Auf
diese Weise ist es möglich, das Ansaugen der aus den
Auslaßöffnungen austretenden Wasserstrahlen noch siche
rer zu verhindern und den Antriebswirkungsgrad entspre
chend zu erhöhen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung kann ferner darin be
stehen, daß eine mittlere Auslaßöffnung symmetrisch zu
einer Diametrallinie, die durch die Mitte des Einlasses
verläuft, und/oder seitliche Auslaßöffnungen, die sym
metrisch zur Diametrallinie angeordnet sind, als die
Auslaßöffnung(en) vorgesehen ist bzw. sind und daß eine
einlaßseitige Endfläche der mittleren Auslaßöffnung
senkrecht zur Diametrallinie ausgebildet ist. Hierbei
kann der Neigungswinkel der Auslaßleitflügel der seit
lichen Auslaßöffnung geändert und eingestellt werden.
Gegebenenfalls kann die Größe der rechts und links wir
kenden Antriebskräfte ungleich eingestellt und ein
Drehmoment erzeugt werden, das einem Drehmoment entge
genwirkt, das aus der rotierenden Strömung infolge der
Drehung des Flügelrads resultiert. Infolgedessen kann
die zur Drehung des Gehäuses erforderliche Leistung des
Steuermotors verringert werden.
Wenn darüber hinaus der Neigungswinkel der Leitflügel
der mittleren Auslaßöffnung geändert und eingestellt
werden kann, kann auch die Belastung des Flügelrades
eingestellt werden. Das heißt, wenn die Flächen der
Auslaßöffnungen vergrößert werden, wird die Belastung
verringert. Wenn die Flächen verringert werden, wird
die Belastung erhöht. Sodann ist es auf einfache Weise
möglich, eine Hauptantriebsmaschine mit konstanter
Drehzahl durch entsprechende Einstellung des Neigungs
winkels an das Flügelrad anzupassen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten
Zeichnungen bevorzugter Ausführungsbeispiele näher be
schrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt einer er
findungsgemäßen Wasserstrahlantriebsvor
richtung,
Fig. 2A und 2B eine schematischen und eine perspektivische
Darstellung wesentlicher Teile eines Bei
spiels eines Aufbaus, der es ermöglicht,
die Befestigung eines Diffusors an einem
inneren Ring unter Ausnutzung der Drehkraft
des Diffusors zu verbessern, die als Reak
tionskraft von Flügeln eines Flügelrades
erzeugt wird,
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt der verti
kalen Wasserstrahlantriebsvorrichtung,
Fig. 4 eine Ansicht des Bodens eines Gehäuses der
vertikalen Wasserstrahlantriebsvorrichtung,
Fig. 5A einen Querschnitt eines Auslaßöffnungsteils
(mit einem feststehenden Auslaßleitflügel),
Fig. 5B eine schematische Darstellung eines ver
stellbaren Auslaßleitflügels,
Fig. 6 einen Querschnitt einer herkömmlichen ver
tikalen Wasserstrahlantriebsvorrichtung und
Fig. 7 eine Draufsicht der herkömmlichen vertika
len Wasserstrahlantriebsvorrichtung vom
Diffusor aus gesehen.
Die Wasserstrahlantriebsvorrichtung WJ nach Fig. 1 ist
an einem Schiffskörper 1 angebracht. Sie besteht aus
einer Platte 4 mit einem vertikal darüber angebrachten
Getriebekasten 3, der eine Drehmoment-Transmissionsein
richtung 2 enthält, einem inneren Ring 5, der sich vom
mittleren Teil der Platte 4 aus nach unten erstreckt,
einer Flügelradwelle 7, die in den inneren Ring 5 ver
tikal eingeführt ist und ein Flügelrad 6 an ihrem unte
ren Ende aufweist, einem Diffusor 8, der stromunterhalb
des Flügelrads 6 am inneren Ring 5 angebracht ist, ei
nem Gehäuse 10, das durch einen Steuermotor 9 gedreht
werden kann und um den inneren Ring 5 herum drehbar ge
lagert ist, und aus weiteren Teilen.
Die Platte 4 liegt auf einer Öffnung 1c des Schiffskör
pers 1 und ist an einer Bodenplatte 1a des Schiffskör
pers 1 befestigt. Eine Antriebswelle 11, die durch eine
(nicht dargestellte) Hauptantriebsmaschine angetrieben
wird, ragt in den Getriebekasten 3, der vertikal auf
dem mittleren Teil der Platte 4 angeordnet ist. An dem
im Inneren des Getriebekastens 3 liegenden Ende der An
triebswelle 11 ist ein Ritzel 2a in Form eines Kegelra
des vorgesehen. Mit dem Ritzel 2a steht ein weiteres
Zahnrad 2b in Form eines Kegelrades im Getriebekasten 3
in Eingriff, das zusammen mit dem Ritzel 2a eine
Drehmoment-Transmissionseinrichtung 2 bildet. Die Flü
gelradwelle 7 ist senkrecht in den zylindrischen inne
ren Ring 5 unter dem Zahnrad 2b eingeführt und in einem
oberen und einem unteren Lager 7a gelagert.
Der innere Ring 5 steht mit dem Getriebekasten 3, die
sen berührend, in Verbindung und erstreckt sich zylin
drisch nach unten. Der Diffusor 8 und eine Flügelrad
wellendichtung 12, die mit der Flügelradwelle 7 in
gleitender Berührung steht, sind an einem Flansch 5a am
unteren Endteil des inneren Rings 5 durch mehrere Befe
stigungsschrauben 8 befestigt. Der innere Ring 5 ist an
der Platte 4 befestigt, die ihrerseits am Schiffskörper
1 befestigt ist, so daß sie als feststehender (statio
närer) Teil wirkt. Der am inneren Ring 5 befestigte
Diffusor 8 wirkt ebenfalls als stationärer, das heißt
drehfester Teil.
Ein seewasserseitiger Teil bzw. Raum 12a und eine
Schmiermittelkammer 12b sind gegeneinander abgedichtet
beziehungsweise voneinander getrennt, so daß ein Leck
oder der Durchtritt von Seewasser und Schmiermittel
zwischen dem Seewasser bzw. dem Teil 12a und der
Schmiermittelkammer 12b verhindert sind, und zwar da
durch, daß die Flügelradwellendichtung 12 zwischen dem
stationären Teil des Diffusors 8 oder inneren Ring 5
und der rotierenden Flügelradwelle 7 angeordnet ist.
Das zylindrische Gehäuse 10 ist passend im Öffnungsteil
1c angeordnet und hat einen äußeren Ring 13, der kon
zentrisch zum Mittelteil des inneren Rings 5 angeordnet
ist. Der äußere Ring 13 stützt sich über ein Drehlager
14, hier ein Wälzlager, insbesondere Kugellager, am in
neren Ring 5 ab. Der äußere Ring 13 ist vom Diffusor 8
getrennt und unabhängig von diesem drehbar. Insbesonde
re stehen der Diffusor 8 des stationären Teils und das
Gehäuse 10 des sich drehenden Teils nur über eine dreh
bare Dichtung 15 gleitend miteinander in Berührung, wo
bei sie voneinander getrennt und unabhängig sind.
In ähnlicher Weise sind der seewasserseitige Teil 12a
und die Schmiermittelkammer 12b voneinander getrennt
oder gegeneinander abgedichtet, so daß ein Leck oder
Durchtritt von Seewasser und Schmiermittel zwischen dem
Teil 12a und der Kammer 12b dadurch verhindert wird,
daß die sich drehende Dichtung 15 zwischen dem statio
nären Teil des Diffusors 8 oder inneren Ring 5 und dem
Gehäuse 10 vorgesehen ist. Zwischen dem Gehäuse 10 und
der Platte 4 ist ebenfalls eine Dichtung 10a angeord
net, um den seewasserseitigen Teil 12a und die Schmier
mittelkammer 12b gegeneinander abzudichten.
Am äußeren Ring 13 des Gehäuses 10 ist ein Zahnkranz
13a ausgebildet. Der Zahnkranz 13a steht mit einem
Zahnrad 9b am unteren Ende einer Welle 9a des Steuermo
tors 9 in Eingriff, der auf der Platte 4 angebracht
ist, so daß das Gehäuse 10 durch den Steuermotor 9 un
abhängig vom Diffusor 8 und dem Flügelrad 6 in Drehung
versetzt werden kann.
Im mittleren Teil des Bodens 10a des Gehäuses 10 ist
eine Einlaßöffnung 16 ausgebildet, von der eine zylin
drische innere Wand 10b vertikal nach oben ragt, so daß
sie das Laufrad 6 umgibt. Der Diffusor 8 ist von der
inneren Wand 10b (das heißt dem Gehäuse 10) in der Wei
se getrennt ausgebildet, daß er sich kontinuierlich bis
unmittelbar in die Nähe des oberen Endes der inneren
Wand 10b und etwas über dieses hinweg erstreckt. Im
Diffusor 8 sind ein Durchtrittskanal für durch das Flü
gelrad 6 nach oben gedrücktes und das Flügelrad durch
strömendes Wasser sowie radiale Flügel 8a vorgesehen.
Wie schon erwähnt, wird die durch das Flügelrad 6 er
zeugte Wasserströmung zu einer rotierenden Strömung,
die auf die Flügel 8a einwirkt. Da der Diffusor 8 je
doch an der Schiffskörperseite befestigt und vom Gehäu
se 10 getrennt ist, wird das durch die Reaktionskraft
erzeugte Drehmoment auf den Schiffskörper 1 ausgeübt,
so daß es sich nicht auf die Drehung des Gehäuses 10
auswirkt. Der Steuermotor 9 braucht daher nur eine ge
ringe Leistung für den Drehantrieb des Gehäuses 10 auf
zuweisen.
Der Wasserstrom aus dem Diffusor 8 tritt in die Druck
kammer 17 des relativ zum drehfesten Diffusor 8 drehba
ren Gehäuses 10 ein, und das in der Druckkammer 17 vor
handene Wasser wird über die im Gehäuseboden 10a mit
Leitflügeln 18a versehenen Auslaßöffnungen 18 ausgesto
ßen, um dadurch den Schub zu erzeugen. Durch Drehung
des Gehäuses 10 kann die Lage der Auslaßöffnungen 18 um
bis zu 360° frei geändert werden.
Die Fig. 2A und 2B veranschaulichen eine Konstruktion,
die die Art der Befestigung des Diffusors 8 am inneren
Ring 5 verbessert, indem die durch die Reaktionskraft
der Leitflügel bewirkte Drehkraft des Diffusors 8 aus
genutzt wird.
Hierfür ist eine Schrägfläche 19a ausgebildet, die ein
ringförmiges Teil 8c, das am mittleren Teil des Diffu
sors 8 vorsteht, und den Flansch 5a am unteren Ende des
inneren Rings 5, an dem das ringförmige Teil 8c ange
ordnet ist, an einer Verbindungsfläche 19 zwischen dem
ringförmigen Teil 8c und dem Flansch 5a durch eine
Drehkraft Y, die durch die Reaktionskraft des auf den
Diffusor 8 wirkenden Wasserstroms bewirkt wird, gegen
einanderdrückt. Auf diese Weise ergibt sich ein Selbst
verriegelungssystem, so daß weniger oder kleinere Befe
stigungsschrauben 8b (siehe Fig. 1) zur Anbringung des
Diffusors 8 erforderlich sein können.
Nachstehend wird ein weiteres Ausführungsbeispiel an
hand der Fig. 3 bis 5 beschrieben.
Fig. 3 stellt schematisch einen Querschnitt einer ver
tikalen Wasserstrahlantriebsvorrichtung WJ dar, während
Fig. 4 den Boden ihres zylindrischen Gehäuses 23 dar
stellt. Die vertikale Wasserstrahlantriebsvorrichtung
WJ ist in einem Schiffsbodenteil 21 installiert. Dabei
ist das Gehäuse 23 der Antriebsvorrichtung konzentrisch
in einem kreisförmigen Öffnungsteil 22 eingebaut, der
im Bodenteil 21 ausgebildet ist. Das Gehäuse 23 ist am
Schiffsbodenteil 21 mittels einer Platte 24 befestigt.
Das heißt, ein Drehlager 40 in Form eines Wälzlagers,
hier ein Kugellager, ist zwischen dem oberen Teil des
inneren Rings 34 und einem äußeren Ring 39, der am Rand
einer mittleren Öffnung in einer oberen Wand 23c des
Gehäuses 23 vorgesehen ist, angeordnet. Dadurch ist das
Gehäuse 23 drehbar und als Ganzes auf der Schiffskör
perseite gelagert. Dabei wird das Gehäuse 23 durch die
Platte 24 am Schiffskörper festgehalten. Dennoch ist
es relativ zum Schiffskörper drehbar. Auf dem mittleren
Teil der Platte 24 ist ein Getriebekasten 28 ange
bracht. Quer in den Getriebekasten 28 ragt eine An
triebs- oder Eingangswelle 29, die in einem Lager 30
gelagert ist. Am inneren Ende der Antriebswelle 29 ist
ein Ritzel 31 in Form eines Kegelrads vorgesehen. Am
oberen Ende einer Ausgangswelle 32 ist ebenfalls ein
Kegelrad 33 vorgesehen, das mit dem Ritzel 31 in Ein
griff steht, so daß ein Kegelradgetriebe gebildet wird.
Die Ausgangswelle 32 ragt vertikal nach unten und er
streckt sich durch einen inneren Ring 34, der bis zum
unteren Teil des Getriebekastens 28 reicht. Am unteren
Ende der Ausgangswelle 32 ist eine Nabe 35 vorgesehen,
an der Flügel 36 oder Schaufeln ausgebildet sind, so
daß sie zusammen mit der Nabe 35 ein Flügelrad bilden.
Die Ausgangswelle 32 ist in Lagern 32a drehbar gela
gert, die zwischen der Welle 32 und dem inneren Ring 34
angeordnet sind.
Das Gehäuse 23 hat eine etwa konische mittlere Wand
23a, die nach unten ragt und den inneren Ring 34 im Be
reich eines unteren Teils des Rings 34 umgibt. Das un
tere Ende der mittleren Wand 23a erstreckt sich bis in
die Nähe des oberen Endes der Nabe 35. Der mittlere
Teil des Bodens 23e des Gehäuses 23 ist nach oben her
ausgedrückt, so daß ein sehr kleines Spiel (Spalt oder
Abstand) zwischen seinem mittleren Teil und den freien
Enden der Flügel 36 besteht, wobei der mittlere Teil
eine innere Wand 23b bildet. Die innere Wand 23b erwei
tert sich nach oben und erstreckt sich weiter über das
untere Ende der konischen mittleren Wand 23a hinaus
nach oben, wobei sie einen bestimmten Abstand von der
mittleren Wand 23a einhält, so daß ein Diffusor 37 ge
bildet wird. In dem Diffusor 37 sind Leitplatten 38 ra
dial zwischen der mittleren Wand 23a und dem oberen
Teil der inneren Wand 23b angeordnet.
Ein Ritzel 41a am unteren Ende der Welle des Steuermo
tors 41, der auf der Platte 24 angebracht ist, steht
mit einem Zahnkranz am äußeren Ring 39 in Eingriff.
Wenn daher der Steuermotor 41 in Betrieb gesetzt wird,
so daß er das Ritzel 41a in einer vorbestimmten Rich
tung dreht, dann dreht sich das Gehäuse 23, das mit dem
äußeren Ring 39, mit dessen Zahnkranz das Ritzel 41a in
Eingriff steht, einteilig verbunden ist, um die Mitte
lachse der Ausgangswelle 32. Dadurch kann die Drehwin
kellage einer Auslaßöffnung 42, die noch beschrieben
wird, um bis zu 360° frei geändert werden. Außerdem ist
ein ringförmiger Vorsprung 25 auf der oberen Wand 23c
des zylindrischen Gehäuses 23 ausgebildet. Der Vor
sprung 25 ist gegen einen von der Platte 24 nach unten
ragenden Führungsring 26, der den Vorsprung 25 konzen
trisch umgibt, durch eine Dichtung 27 abgedichtet.
Ein kreisförmiger Öffnungsteil, der von der inneren
Wand 23b unter den Flügeln 36 umgeben ist, dient als
Wassereinlaß 43. Der Einlaß 43 erstreckt sich kontinu
ierlich bis zum Diffusor 37 und steht mit der Druckkam
mer 44, die zwischen der äußeren Wand 23d und der inne
ren Wand 23b des Gehäuses 23 vorgesehen ist, in Verbin
dung. Die Auslaßöffnung 42 (in Fig. 3, bei der es sich
um eine mittlere Auslaßöffnung 45 handelt, die noch be
schrieben wird) ist in einem Teil der Bodenwand ausge
bildet, so daß ein Wasserstrahl aus der Druckkammer 44
aus der Auslaßöffnung 42 austritt. In der Auslaßöffnung
42 befindet sich eine Vielzahl gebogener Auslaßöff
nungs-Leitflügel 42a, deren Neigungswinkel so gewählt
ist, daß ein Wasserstrahl weitgehend horizontal oder
parallel zum Boden 23e des Gehäuses 23 ausgestoßen wer
den kann. Denn je größer die Komponente der austreten
den Strömung in horizontaler Richtung ist; um so wirk
samer und größer ist der durch den Wasserstrahl erzeug
te Schub. Da sowohl der Einlaß 43 als auch die Auslaß
öffnung 42 im Boden 23e des Gehäuses 23 ausgebildet
sind, sind im Einlaß 43 eine Vielzahl von Ansaugleit
flügeln 43a mit einem Neigungswinkel ausgebildet, der
dem der Auslaßöffnungs-Leitflügel 42a entgegengesetzt
ist, so daß ein aus der Auslaßöffnung 42 austretender
Wasserstrom nicht sofort wieder in den Einlaß 43 ge
saugt werden kann. Bei diesem Aufbau der vertikalen
Wasserstrahlantriebsvorrichtung WJ wird durch die Dre
hung des Flügel- oder Schaufelrades 35, 36 Wasser über
den Einlaß 43 angesaugt, wie es durch die Pfeile in
Fig. 3 dargestellt ist, und über den Diffusor 37 in die
Druckkammer 44 gedrückt. In der Druckkammer 44 wird der
Druck in kinetische Energie umgeformt, wobei das Wasser
über die Auslaßöffnung 42 ausgestoßen wird und dadurch
den gewünschten Schub erzeugt.
Nach Fig. 4 umfassen die Auslaßöffnungen 42 eine mitt
lere Auslaßöffnung 45 und seitliche Auslaßöffnungen 46
um die mittlere Öffnung 45 herum. Die mittlere Auslaß
öffnung 45 hat eine rechteckige Form, die länger als
der Durchmesser des kreisförmigen Einlasses 43 in tan
gentialer Richtung des Einlasses 43 ist. Vorzugsweise
erstreckt sich eine auf seiten des Einlasses 43 liegen
de Rand- oder Endfläche 45a der mittleren Auslaßöffnung
45 senkrecht zu einer durch die Mitte des kreisförmigen
Einlasses 43 verlaufenden Diametrallinie O. Der Grund
hierfür ist darin zu sehen, daß der Wasserstrom effizi
ent zur Ausbildung des Schubs ausgenutzt werden kann,
ohne daß ein Teil des Wasserstroms direkt nach unten
verlorengeht. Die Endfläche kann konzentrisch zum Ein
laß 43 ausgebildet sein, wie es durch die gestrichelte
Linie 45B dargestellt ist. Auf diese Weise wird jedoch
die Effizienz der Ausnutzung des Wasserstroms als Schub
geringfügig verringert. Die seitlichen Auslaßöffnungen
46 haben die gleichen Abmessungen symmetrisch zur Dia
metrallinie O. Sowohl in der mittleren Auslaßöffnung
als auch in den seitlichen Auslaßöffnungen 46 sind Aus
laßleitflügel 42a vorgesehen. Der Querschnitt der Leit
flügel 42a ist in Fig. 5A dargestellt. Die Leitflügel
42a in der seitlichen Auslaßöffnung 46 sind entgegenge
setzt zu den Leitflügeln 43a im Einlaß 43 geneigt, um
zu verhindern, daß aus den Auslaßöffnungen 43 austre
tende Wasserstrahlen unmittelbar wieder über den Einlaß
43 angesaugt werden.
Nach Fig. 5B können die Auslaßleitflügel in der mittle
ren Auslaßöffnung 45 und in den seitlichen Auslaßöff
nungen 46 als einstellbare Auslaßleitflügel 42b ausge
bildet sein, so daß ihre Neigungswinkel einstellbar
sind. Das heißt, die Leitflügel 42b sind um ihre Mitte
drehbar gelagert, und eine Betätigungsstange 49, die
mit einer Kolbenstange 48 eines Antriebszylinders 47
verbunden ist, ist mit dem oberen Ende der Leitflügel
42b über Kupplungsmittel 50 verbunden. Auf diese Weise
kann der Neigungswinkel aller Leitflügel 42b gemeinsam
durch Betätigung des Antriebszylinders 47 und entspre
chendes Aus- oder Einfahren der Kolbenstange 48 nach
Wunsch eingestellt werden.
Wenn der Neigungswinkel der Leitflügel in der mittleren
Auslaßöffnung 45 einstellbar ist, lassen sich die Aus
laßöffnungen so einstellen, daß sie an das Schaufelrad
beziehungsweise dessen Flügel angepaßt sind, während
eine Hauptantriebsmaschine, die an der Eingangswelle
angekuppelt ist, mit konstanter Drehzahl läuft. Wenn
der Neigungswinkel der Leitflügel in den seitlichen
Auslaßöffnungen 46 einstellbar ist, kann das Gleichge
wicht der Austrittsströmungsgeschwindigkeit zwischen
den seitlichen (linken und rechten) Auslaßöffnungen so
geändert werden, daß die Strömungskraft einem Ungleich
gewichts-Drehmoment entgegenwirkt bzw. dieses aus
gleicht. Dies ermöglicht es, die Leistung des Steuermo
tors zu verringern.
Claims (11)
1. Vertikale Wasserstrahlantriebsvorrichtung (WJ) mit
einem Gehäuse (10), das mittels eines Steuermotors
(9) drehbar ist, bei der ein Wasserstrom vom Boden
(10a) des Gehäuses (10) durch Drehung eines Flügel
rads (6) über einen Diffusor (8) in eine Druckkam
mer (17) des Gehäuses (10) gedrückt und als Wasser
strom über Auslaßöffnungen (18) im Boden (10a) des
Gehäuses (10) ausgestoßen wird, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein innerer Ring (5), der durch eine
Seite eines Schiffskörpers (1) abgestützt ist und
in den die Flügelradwelle (7) ragt, an einem oberen
mittleren Teil des Gehäuses (10) vorgesehen und das
Gehäuse (10) durch den inneren Ring (5) über ein
Drehlager (14) abgestützt ist und der Diffusor (8)
einteilig mit dem inneren Ring (5) ausgebildet oder
starr an dem inneren Ring befestigt ist.
2. Wasserstrahlantriebsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Innenring (5) zy
lindrisch ist, mit einem Getriebekasten (3) verbun
den ist und nach unten ragt und sein unterer End
teil innerhalb des Gehäuses (10) liegt, und daß der
Diffusor (8) am unteren Endteil des inneren Rings
(5) angebracht ist.
3. Wasserstrahlantriebsvorrichtung nach einem der An
sprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Flügelradwellendichtung (12) zwischen einem statio
nären (drehfesten) Teil des Diffusors (8) oder dem
Innenring (5) der rotierenden Flügelradwelle (7)
angeordnet ist, so daß eine Schmierkammer (12b) ge
genüber Seewasser abgedichtet ist.
4. Wasserstrahlantriebsvorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine
sich drehende Dichtung (15) zwischen einem statio
nären Teil des Diffusors (8) oder dem Innenring (5)
und dem sich drehenden Gehäuse (10) angeordnet ist,
um eine Schmierkammer (12b) gegenüber Seewasser ab
zudichten.
5. Wasserstrahlantriebsvorrichtung nach einem der An
sprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwi
schen dem Diffusor (8) und dem in den Diffusor (8)
ragenden inneren Ring (5) eine abgeschrägte Berüh
rungsfläche (19) ausgebildet ist, so daß der Diffu
sor (8) und der innere Ring (5) durch eine Dreh
kraft (Y), die durch die Reaktionskraft des dem
Diffusor (8) zugeführten Wasserstroms bewirkt wird,
gegeneinandergedrückt werden.
6. Vertikale Wasserstrahlantriebsvorrichtung (WJ) mit
einem Gehäuse (23), das in einer horizontalen Ebene
drehbar ist, einem in der Mitte des Bodens (23e)
des Gehäuses (23) vorgesehenen Einlaß (43), einem
über dem Einlaß (43) vorgesehenen Flügelrad (35,
36), einem mit dem Einlaß (43) in Verbindung ste
henden Diffusor (38), einer mit dem Diffusor (38)
in Verbindung stehenden Druckkammer (44) und Aus
laßöffnungen (42, 45, 46), die mit der Druckkammer
(44) in Verbindung stehen und im Boden (23e) des
Gehäuses (23) ausgebildet sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß in den Auslaßöffnungen (42, 45, 46)
Auslaßleitflügel (42a; 42b) vorgesehen sind, die
einen solchen Neigungswinkel haben, daß ein durch
die Auslaßöffnungen ausgestoßener Wasserstrahl so
parallel wie möglich zum Boden (23e) des Gehäuses
(23) verläuft.
7. Wasserstrahlantriebsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel der
Auslaßleitflügel (42a; 42b) so gewählt ist, daß der
über die Auslaßöffnungen (42, 45, 46) ausgestoßene
Wasserstrahl außerhalb des Gehäuses (23) vom Einlaß
(43) weg gerichtet ist.
8. Wasserstrahlantriebsvorrichtung nach Anspruch 6
oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Einlaß (43)
Ansaugleitflügel (43a) angeordnet und unter einem
Winkel geneigt sind, der zu dem der Auslaßleitflü
gel (42a, 42b) entgegengesetzt ist, so daß das Was
ser aus einer Richtung angesaugt wird, die frei vom
ausgestoßenen Wasserstrahl ist.
9. Wasserstrahlantriebsvorrichtung nach einem der An
sprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine
mittlere Auslaßöffnung (45) symmetrisch zu einer
Diametrallinie (O), die durch die Mitte des Einlas
ses (43) verläuft, und/oder seitliche Auslaßöffnun
gen (46), die symmetrisch zur Diametrallinie (O)
angeordnet sind, als die Auslaßöffnung(en) vorgese
hen ist bzw. sind und daß eine einlaßseitige End
fläche (45a) der mittleren Auslaßöffnung (45) senk
recht zur Diametrallinie (O) ausgebildet ist.
10. Wasserstrahlantriebsvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel der
Auslaßleitflügel (42b) der seitlichen Auslaßöffnun
gen (46) einstellbar ist.
11. Wasserstrahlantriebsvorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel der
Leitflügel (42b) der mittleren Auslaßöffnung (45)
einstellbar ist.
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