DE19905626A1 - Stellzylinder sowie Verfahren zum Einstellen eines Stellzylinders - Google Patents
Stellzylinder sowie Verfahren zum Einstellen eines StellzylindersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen von wenigstens zwei
Stellungen einer Kolbenbaugruppe eines Stellzylinders sowie einen Stellzylinder.
In der Praxis stellt sich bei vielen Anwendungen die Aufgabe, ein Bauteil in
mehreren, vorbestimmten Stellungen zu positionieren. Dazu werden elektrische
Schrittmotoren oder hydraulisch/pneumatisch arbeitende Stellzylinder verwendet,
die verhältnismäßig aufwendig angesteuert werden müssen, wobei die
Ansteuerung einen Regelkreis erhält, innerhalb dessen eine Sollstellung mit einer
Ist-Stellung verglichen wird. Dazu sind Stellungssensoren, Regelschaltungen usw.
erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige Möglichkeit zu
schaffen, bei Verfügbarkeit einer Fluiddruckquelle mit einem
vorbestimmten Fluiddruck ein Bauteil in mehrere vorbestimmte Stellungen,
insbesondere mehr als zwei Stellungen, zu bewegen.
Eine Lösung der vorgenannten Aufgabe ist mit den Merkmalen des Anspruchs 1
oder 2 geschaffen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Fluiddruck zusätzlich zur
Bewegung der Kolbenbaugruppe dazu verwendet, einen beweglichen
Anschlagkolben zu verfahren, wobei dieser Anschlagkolben zumindest eine
Stellung der Kolbenbaugruppe definiert. Mit Hilfe dieser zusätzlichen, durch den
Anschlagkolben definierten Stellung können mehrere Stellungen der
Kolbenbaugruppe definiert werden, beispielsweise eine Stellung, in der die
Kolbenbaugruppe ohne Zuhilfenahme des Anschlagkolbens durch entsprechende
Druckbeaufschlagung an einer Seite des Stellzylinders anliegt, eine andere
Stellung, in der die Kolbenbaugruppe durch entsprechende Beaufschlagung des
Stellzylinders mit Fluiddruck an der anderen Seite liegt und Zwischenstellungen,
von denen beispielsweise bei Beaufschlagung beider Seiten des Stellzylinders
wenigstens eine durch die Position des Anschlagkolbens definiert ist.
Der grundsätzliche Aufbau eines Stellzylinders, mit dem die Erfindungsaufgabe
gelöst wird, ist im Anspruch 3 angegeben.
Die Unteransprüche sind auf vorteilhafte Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Stellzylinders gerichtet, wobei mit den Merkmalen des
Anspruchs 7 vier Stellungen mit nur einem verfügbaren Fluiddruck durch bloßes
Umschalten der Beaufschlagung der einzelnen Anschlüsse des Stellzylinders mit
Fluiddruck erzielbar sind.
Mit den Merkmalen des Anspruchs 10 wird erreicht, daß die vorbestimmten
Stellungen sicher angefahren und eingehalten werden, auch wenn der Fluiddruck
vom Solldruck abweicht oder die Federn Toleranzen aufweisen.
Gemäß dem Anspruch 11 ist der Stellzylinder vorteilhafterweise zur Einstellung
verschiedener Schaltgassen eines Schaltgetriebes einsetzbar.
Insgesamt wird mit der Erfindung eine kostengünstige und funktionssichere
Möglichkeit geschaffen, unterschiedliche Stellungen anzufahren und
beizubehalten, wobei lediglich ein vorbestimmtes Fluiddruckniveau erforderlich ist
und dieses Fluiddruckniveau innerhalb vorbestimmter Grenzenschwanken kann,
ohne daß dies Einfluß auf die angefahrenen Stellungen hat. Der Stellzylinder kann
hydraulisch oder pneumatisch arbeiten.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen
beispielsweise und mit weiteren Einzelheiten erläutert.
Es stellen dar:
Fig. 1 bis 4 Querschnitte durch einen Stellzylinder mit vier verschiedenen
Stellungen einer Kolbenbaugruppe und
Fig. 5 bis 8 einen der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 4 ähnlichen
Stellzylinder in vier verschiedenen Stellungen der
Kolbenbaugruppe und in seinem Zusammenwirken mit einem
Betätigungsglied eines Schaltgetriebes.
Gemäß Fig. 1 weist ein Stellzylinder ein mehrteiliges Gehäuse 10 auf, in dem eine
Kolbenbaugruppe 12 arbeitet. Die Kolbenbaugruppe 12 weist einen ersten Kolben
14 auf, der innerhalb einer in das Gehäuse 10 eingesetzten Zylinderbuchse 16
arbeitet und von einer Arbeitskammer 18 her mit Druck beaufschlagbar ist. Ein
eingesetzter Ring bildet einen Anschlag 19, der die Bewegbarkeit der
Kolbenbaugruppe gemäß der Figur nach links begrenzt. Die Arbeitskammer 18 ist
über einen Anschluß 20 mit einem Ventil 22 verbunden, über das sie wahlweise
mit unter Druck stehender Hydraulikflüssigkeit 24 oder druckloser
Hydraulikflüssigkeit 26 beaufschlagbar ist.
Die Kolbenbaugruppe 12 weist einen zweiten Kolben 28 auf, der mit dem ersten
Kolben 14 über einen starren Schaft 30 verbunden ist. Der zweite Kolben 28
arbeitet innerhalb eines in dem Gehäuse 10 geführten, hohlzylindrischen
Anschlagkolbens 32, dessen Funktion weiter unten erläutert wird.
Gemäß Fig. 1 von rechts her wirkt mit dem Anschlagkolben 32 und dem zweiten
Kolben 28 ein Mitnehmer 34 zusammen, an dem sich eine Schraubenfeder 36
abstützt, deren anderes Ende sich am Boden einer zweiten Arbeitskammer 38
abstützt, von der her der zweite Kolben 28 und der Anschlagkolben 32 mit Druck
beaufschlagbar sind. Die zweite Arbeitskammer 38 weist einen Anschluß 40 auf,
der über ein Ventil 42 wahlweise mit unter Druck stehender Hydraulikflüssigkeit
oder druckloser Hydraulikflüssigkeit beaufschlagbar ist.
Die Schraubenfeder 37 ist bezogen auf ihre Verformung schwächer als eine
weitere Schraubenfeder 44, die in der ersten Arbeitskammer 18 den ersten Kolben
14 abstützt. Der wirksame Durchmesser des ersten Kolbens 14 ist größer als der
des zweiten Kolbens 28.
Der Anschlagkolben 32 ist zwischen zwei, durch das Gehäuse 10 gebildete
Anschlägen 46 und 48 hin- und herbewegbar, wobei der Anschlag 46 derart
dimensioniert ist, daß sich ein am Schaft 30 der Kolbenbaugruppe 12
ausgebildeter Bund 50 durch ihn hindurch in Anlage an den Anschlagkolben 32
bewegen kann.
Die wirksamen Flächen der Kolben 14, 28 und 32 und die Stärken der Federn 37
und 44 sind derart auf einen mit der Hydraulikdruckquelle 24 erzeugbaren
Solldruck abgestimmt, daß je nach Druckbeaufschlagung der Anschlüsse 20 und
40 bzw. der ersten Arbeitskammer 18 und der zweiten Arbeitskammer 38 die im
folgenden erläuterten vier Stellungen der Kolbenbaugruppe 12 erzielbar sind:
Erste Stellung: Beaufschlagung nur des Anschlusses 40 mit dem Hydraulikdruck (Anschluß 20 drucklos):
Der Druck in der zweiten Arbeitskammer 32 verschiebt zusammen mit der Kraft der Schraubenfeder 36 den Anschlagkolben 32 in Anlage an den Anschlag 46 und die Kolbenbaugruppe 12 nach links gegen den Anschlag 19, wobei die Feder 44 entsprechend zusammengedrückt wird. Das Kräftegleichgewicht zwischen der Feder 44 einerseits und der Feder 36 sowie mit dem Hydraulikdruck andererseits führt dazu, daß der erste Kolben 14 mit einer deutlichen Anlagekraft an dem Anschlag 52 anliegt, so daß diese erste bzw. linke Endanschlagstellung auch dann beibehalten wird, wenn der Hydraulikdruck infolge von Hystereseeffekten unter oder über dem Solldruck liegt.
Erste Stellung: Beaufschlagung nur des Anschlusses 40 mit dem Hydraulikdruck (Anschluß 20 drucklos):
Der Druck in der zweiten Arbeitskammer 32 verschiebt zusammen mit der Kraft der Schraubenfeder 36 den Anschlagkolben 32 in Anlage an den Anschlag 46 und die Kolbenbaugruppe 12 nach links gegen den Anschlag 19, wobei die Feder 44 entsprechend zusammengedrückt wird. Das Kräftegleichgewicht zwischen der Feder 44 einerseits und der Feder 36 sowie mit dem Hydraulikdruck andererseits führt dazu, daß der erste Kolben 14 mit einer deutlichen Anlagekraft an dem Anschlag 52 anliegt, so daß diese erste bzw. linke Endanschlagstellung auch dann beibehalten wird, wenn der Hydraulikdruck infolge von Hystereseeffekten unter oder über dem Solldruck liegt.
In den Fig. 2 bis 4 sind nur die zur Erläuterung wesentlichen Teile mit
Bezugszeichen belegt.
Zweite Stellung: beide Anschlüsse 20 und 40 drucklos.
Es stellt sich eine durch die Kräfte der Federn 44 und 36 sowie die Lage des
gehäusefesten Anschlags 46 definierte Ruhestellung ein. Die Feder 36 drückt den
zweiten Kolben 28 zusammen mit dem Anschlagkolben 32 gegen die Kraft der
Feder 44 soweit nach links, bis der Anschlagkolben 32 am Anschlag 46 anliegt.
Eine weitere Bewegung der Kolbenbaugruppe 12 nach links ist infolge des am
Anschlagkolben 32 anliegenden Mitnehmers 34 nicht möglich. In der in Fig. 2
dargestellten Ruhestellung übersteigt die Kraft der Feder 36 die Kraft der Feder
44 deutlich, so daß die Ruhestellung unter Vorspannung bzw. vorgegebener
Anlagekraft wohl definiert angefahren und erreicht wird, selbst wenn sich die
Elastizitäten der Federn etwas ändern oder der Hydraulikdruck in den Arbeitskam
mer nicht voll auf Null zurückgeht.
Dritte Stellung: beide Anschlüsse 20 und 40 mit Hydraulikdruck beaufschlagt.
Fig. 3 zeigt den Zustand, in dem beide Anschlüsse 20 und 40 mit Hydraulikdruck
beaufschlagt sind. Unter Bewirkung des Hydraulikmitteldruckes in der
Arbeitskammer 38 ist der Anschlagkolben 32 in Anlage am Anschlag 46. Unter der
Wirkung des Hydraulikdrucks in der Arbeitskammer 18 und mit Unterstützung
durch die Feder 44 bewegt sich die Kolbenbaugruppe 12 unter Mitnahme des
Mitnehmers 34 durch den Kolben 28 und gegen die Kraft der Feder 36 nach
rechts, bis der Bund 50 in Anlage an den Mitnehmerkolben 34 kommt. Diese dritte
Stellung ist somit durch die Anlage des Anschlagkolbens 32 am Anschlag 46
bestimmt, wobei diese Anlagekraft größer ist als die Anlagekraft, mit der der Bund
50 an dem Anschlagkolben 32 anliegt. Wiederum ist die dritte Stellung, die gegen
über der zweiten Stellung gemäß Fig. 2 leicht nach rechts versetzt ist, wohl
definiert und wird auch bei Abweichungen des Drucks in den Arbeitskammern vom
Solldruck beibehalten.
Vierte Stellung: Anschluß 20 druckbeaufschlagt; Anschluß 40 drucklos.
Fig. 4 zeigt die vierte Stellung der Kolbenbaugruppe 12, in der nur die linke Ar
beitskammer 18 druckbeaufschlagt ist. Durch den Druck in der Arbeitskammer 18
wird die Kolbenbaugruppe 12 gegen die Kraft der Feder 36 nach rechts bewegt,
wobei der Bund 50 den Anschlagkolben 32 mitnimmt, bis dieser an dem gehäuse
festen Anschlag 48 anliegt. Dabei kann die Schraubenfeder 44 unwirksam
werden, da sie auf größtmögliche Länge gedehnt ist. Wiederum ist die Stellung
mit einer deutlichen Anlagekraft am Anschlag 48 verbunden, so daß
Schwankungen des Hydraulikdrucks in der ersten Arbeitskammer oder ein
Restdruck in der drucklosen zweiten Arbeitskammer 38 die Stellung der
Kolbenbaugruppe 12 nicht beeinflussen.
Zusammenfassend werden, wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, durch das
Zusammenwirken der wahlweise mit Druck beaufschlagten Kolben 14, 28 und 32,
der Federn 36 und 44, der Funktion des Mitnehmers 34 sowie der Positionierung
der Anschläge 19, 46 und 48 vier wohl definierte Stellungen der Kolbenbaugruppe
12 erreicht, die gegenüber Toleranzen der Federkräfte und des Hydraulikdruckes
weitgehend unempfindlich sind und in einfacher Weise durch entsprechende
Schaltung der Ventile 22 und 42 angefahren werden können. Unter Anwendung
einer Zeitfunktion, die die Zeitdauern ermittelt, die zwischen dem Umschalten der
Ventile 22 und 42 und dem Erreichen der jeweiligen Stellung der Baugruppe 12
vergeht, kann auf Positionsmessungen der Kolbenbaugruppe 12 vollständig
verzichtet werden und davon ausgegangen werden, daß die Kolbenbaugruppe
jeweils nach Ablauf der ermittelten Zeitdauern nach der Umstellung der Ventile die
vorbestimmten Stellungen einnimmt.
Die Fig. 5 und 8 zeigen einen Stellzylinder, der mit Ausnahme seines mittleren
Gehäuseteils 60 dem Stellzylinder der Fig. 1 bis 4 entspricht, in seinem
Zusammenwirken mit einem Schaltgetriebe. Funktionsgleiche Teile sind mit
gleichen Bezugszeichen belegt (nur in Fig. 6 eingetragen). Die Stellungen der Fig.
5, 6, 7 und 8 entsprechen den Stellungen der Fig. 1, 2, 3 und 4, so daß das
Erreichen dieser Stellungen nicht nochmals beschrieben wird.
Mit dem Schaft 30 der Kolbenbaugruppe 12 ist über einen Zapfen 62 ein
Betätigungsglied 64 für das Verdrehen einer zu einem nicht dargestellten
Schaltgetriebe gehörenden Welle 66 verbunden. Die Drehstellung der Welle 66
bestimmt die Schaltgassen in der sich das Schaltgetriebe befindet. Bei dem
Getriebe handelt es sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel um ein
Getriebe mit vier Schaltgassen, wobei in Fig. 5 die den fünften Gang
entsprechende Schaltgasse eingenommen wird, in Fig. 6 die der Schaltung des
dritten und vierten Ganges entsprechende Stellung eingenommen wird, in Fig. 7
die den Gängen 1 und 2 entsprechende Schaltgasse eingenommen wird und in
Fig. 8 die dem Rückwärtsgang entsprechende Stellung eingenommen wird.
Mit dem erfindungsgemäßen Stellzylinder kann somit in außerordentlich präziser
und kostengünstiger Weise eine Einstellung der Schaltgassen eines
automatisierten Schaltgetriebes erfolgen.
Der erfindungsgemäße Stellzylinder ist in vielfältiger Weise abwandelbar, indem
beispielsweise weitere Federn und Anschlagkolben vorgesehenwerden,
unterschiedliche Dimensionierungen gewählt werden, die Anschläge anders
angeordnet werden, der oder die Anschlagkolben mit eigenen Drehanschlüssen
und Federn versehen werden usw. . In jedem Fall lassen sich durch Umschalten
von Anschlüssen bzw. Arbeitskammern zwischen einem Druckniveau und
Drucklosigkeit vorbestimmte Stellungen mit vorgegebener Anlagekraft anfahren,
so daß Unempfindlichkeit gegenüber Druckschwankungen oder Federtoleranzen
gegeben ist.
Ein Stellzylinder enthält ein Gehäuse mit wenigstens zwei über Anschlüsse mit
Fluiddruck beaufschlagbaren Arbeitskammern, in denen gegensinnig Kolben einer
Kolbenbaugruppe mit unterschiedlich großen Flächen arbeiten. In dem Gehäuse
ist ein Anschlagkolben beweglich, der bei Beaufschlagung mit Fluiddruck in
Anlage an einen gehäusefesten Anschlag bewegbar ist. Die Dimensionierung der
wirksamen Kolbenflächen ist derart, daß die Kolbenbaugruppe 12 bei
Beaufschlagung der Arbeitskammern 18, 38 und des Anschlagkolbens 32 mit
Fluiddruck in Anlage an den am Anschlag 40 befindlichen Anschlagkolben 32
bewegt ist, und bei Beaufschlagung jeweils nur des einen oder des anderen der
Arbeitskammern in Anlage an andere gehäusefeste Anschläge bewegt ist. Durch
zweckentsprechende Dimensionierungen der wirksamen Flächen der Kolben 14,
28, 32 und von mit der Kolbenbaugruppe 12 zusammenwirkende Federn 36, 44
sowie geeignete Positionierung von weiteren Anschlägen 19, 48 läßt sich die
Kolbenbaugruppe 12 in unterschiedliche, wohl definierte und von Druckschwan
kungen unabhängige Stellungen bewegen.
Die mit der Anmeldung eingereichten Patentansprüche sind Formulierungsvor
schläge ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Patentschutzes. Die
Anmelderin behält sich vor, noch weitere, bisher nur in der Beschreibung und/oder
Zeichnungen offenbarte Merkmale zu beanspruchen.
In Unteransprüchen verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere
Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des
jeweiligen Unteranspruches hin; sie sind nicht als ein Verzicht auf die Erzielung
eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rück
bezogenen Unteransprüche zu verstehen.
Die Gegenstände dieser Unteransprüche bilden jedoch auch selbständige
Erfindungen, die eine von den Gegenständen der vorhergehenden
Unteransprüche unabhängige Gestaltung aufweisen.
Die Erfindung ist auch nicht auf das (die) Ausführungsbeispiel (e) der Beschrei
bung beschränkt. Vielmehr sind im Rahmen der Erfindung zahlreiche Abände
rungen und Modifikationen möglich, insbesondere solche Varianten, Elemente
und Kombinationen und/oder Materialien, die zum Beispiel durch Kombination
oder Abwandlung von einzelnen in Verbindung mit den in der allgemeinen
Beschreibung und Ausführungsformen sowie den Ansprüchen beschriebenen und
in den Zeichnungen enthaltenen Merkmalen bzw. Elementen oder Verfahrens
schritten erfinderisch sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem neuen
Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten bzw. Verfahrensschrittfolgen
führen, auch soweit sie Herstell-, Prüf- und Arbeitsverfahren betreffen.
Claims (11)
1. Verfahren zum Einstellen von wenigstens zwei Stellungen einer
Kolbenbaugruppe eines Stellzylinders mit mehreren Anschlüssen,
gekennzeichnet durch seine besonderer Wirkungsweise und
Ausgestaltung entsprechend den vorliegenden
Anmeldungsunterlagen.
2. Verfahren zum Einstellen von wenigstens zwei Stellungen einer Kolben
baugruppe eines Stellzylinders mit mehreren Anschlüssen, die wahlweise
mit einem innerhalb vorbestimmter Grenzen variierenden Fluiddruck
beaufschlagbar oder drucklos sind, bei welchem Verfahren innerhalb des
Stellzylinders durch Beaufschlagung mit dem Fluiddruck ein
Anschlagkolben gegen einen gehäusefesten Anschlag bewegbar ist,
welcher Anschlagkolben einen Anschlag für die Kolbenbaugruppe
bildet,wobei die Kolbenbaugruppe abhängig von der Beaufschlagung der
Anschlüsse mit Fluiddruck oder Drucklosigkeit in Anlage an den durch
Fluiddruck in Anlage an den Anschlag bewegten Anschlagkolben bewegt
wird, wodurch eine Stellung der Kolbenbaugruppe definiert ist, und die
Kolbenbaugruppe bei geänderter Beaufschlagung der Anschlüsse mit
Fluiddruck unter Verschieben des Anschlagkolbens in eine durch einen
anderen gehäusefesten Anschlag definierte Stellung bewegt wird.
3. Stellzylinder, enthaltend ein Gehäuse mit wenigstens zwei über
Anschlüsse mit Fluiddruck beaufschlagbaren Arbeitskammern in denen
gegensinnig Kolben einer Kolbenbaugruppe mit unterschiedlich großen
wirksamen Flächenarbeiten, und einem in dem Gehäuse beweglichen
Anschlagkolben, der bei Beaufschlagung mit Fluiddruck in Anlage an
einen gehäusefesten Anschlag bewegbar ist, wobei die Dimensionierung
der wirksamen Kolbenflächen derart ist, daß die Kolbenbaugruppe bei
Beaufschlagung der Arbeitskammern und des Anschlagkolbens mit
Fluiddruck in Anlage an den in Anlage an den gehäusefesten Anschlag
befindlichen Anschlagkolben bewegt ist, und bei Beaufschlagung jeweils
nur der einen oder der anderen der Arbeitskammern in Anlage an andere
gehäusefeste Anschläge bewegt ist.
4. Stellzylinder insbesondere nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlagkolben an dieselbe Arbeitskammer angrenzt wie der mit
kleinerer wirksamer Fläche ausgebildete Kolben der Kolbenbaugruppe.
5. Stellzylinder insbesondere nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kolbenbaugruppe von beiden Seiten her mit
Federn beaufschlagt ist, wobei eine Ruhestellung der Kolbenbaugruppe
bei drucklosen Arbeitskammern einen gehäusefesten Anschlag definiert
ist, an dem die Kolbenbaugruppe unter Einwirkung der Feder mit einer
vorgegebenen Anlagekraft anliegt.
6. Stellzylinder insbesondere nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Kolbenbaugruppe in Richtung einer Vergrößerung der dem
Kolben mit kleinerer wirksamer Fläche zugeordneten Arbeitskammern
drängende Feder auch am Anschlagkolben angreift.
7. Stellzylinder insbesondere nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kolbenbaugruppe in vier Stellungen bewegbar
ist, eine erste Stellung, in der die Kolbenbaugruppe durch Beauf
schlagung der dem Kolben mit kleinerer wirksamer Fläche zugeordneten
Arbeitskammer mit Fluiddruck in Anlage an einen gehäusefesten
Anschlag bewegt ist, eine zweite Stellung, die die bei drucklosen
Arbeitskammern angefahrene Ruhestellung der Kolbenbaugruppe ist,
eine dritte Stellung, in der bei mit Fluiddruck beaufschlagten
Arbeitskammern ein an der Kolbenbaugruppe ausgebildeter Bund an dem
druckbeaufschlagten Anschlagkolben anliegt, und eine vierte Stellung, in
der die Kolbenbaugruppe durch Beaufschlagung der dem Kolben mit
größerer wirksamer Fläche zugeordneten Arbeitskammer mit Fluiddruck
unter Mitnahme des Anschlagkolbens in Anlage an einen zweiten
gehäusefesten Anschlag bewegt ist.
8. Stellzylinder insbesondere nach Anspruch 6 und 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlagkolben ein Hohlzylinder ist, dessen
Außenfläche in dem Gehäuse und in dessen Innenfläche der Kolben der
Kolbenbaugruppe mit der kleineren wirksamen Fläche geführt ist, und daß
die dem Anschlagkolben und dem Kolben mit kleinerem wirksamen
Durchmesser zugeordnete Feder an einem den Kolben mit kleinerer
wirksamer Fläche und den Anschlagkolben mitnehmenden Mitnehmer
angreift, wobei die Feder den Anschlagkolben in der Ruhestellung der
Kolbenbaugruppe in Anlage an seinen Anschlag bewegt.
9. Stellzylinder insbesondere nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kolbenbaugruppe gegen die Kraft der dem Kolben mit kleinerem
wirksamen Durchmesser zugeordneten Feder unter Entfernen des
Mitnehmers vom Anschlagkolben in die dritte Stellung bewegt ist.
10. Stellzylinder insbesondere nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die wirksamen Flächen der Kolben und die Federn
derart dimensioniert sind, daß bei Einhaltung eines Fluidsolldrucks die
Anlagen an den Anschlägen mit vorbestimmten Anschlagkräften erfolgen.
11. Stellzylinder insbesondere nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kolbenbaugruppe mit einem Betätigungsglied
eines Schaltgetriebes mit mehreren Schaltgassen in Eingriff ist, das die
Schaltgassenstellung des Getriebes bestimmt.
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Publications (1)
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| DE19905626A Ceased DE19905626A1 (de) | 1998-02-20 | 1999-02-11 | Stellzylinder sowie Verfahren zum Einstellen eines Stellzylinders |
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| DE (1) | DE19905626A1 (de) |
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