DE19905527B4 - Vorrichtung zum Fügen von Werkstücken aus duktilem Material - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung
zum Fügen
mindestens zweier Werkstücke
(2, 4) aus duktilem Material, mit
– einem C-förmigen Rahmen (6) mit einem oberen und einem unteren Schenkel (8, 10),
– einer Matrize (11), auf der die zu fügenden Werkstücke (2, 4) aufliegen,
– einem mit einem Antrieb versehenen Fügewerkzeug (14), das aus einem während des Fügevorganges festliegenden Reaktionsteil (14a) und einem hierzu linear verschiebbaren Teil (14b) mit einem Stempel (42) zum Durchführen des Fügevorgangs besteht, und
– einem mit einem Antrieb versehenen Niederhalter (12), der aus einem am C-förmigen Rahmen (6) abgestützten Reaktionsteil (12a) und einem hierzu linear verschiebbaren Teil (12b) mit einem Mundstück (32) zum Ausüben einer Niederhaltekraft auf die zu fügenden Werkstücke (2, 4) in einem die Fügestelle umgebenden Bereich besteht,
– wobei die Matrize (11) am unteren Schenkel (10) des C-förmigen Rahmens (6) und das Fügewerkzeug (14) sowie der Niederhalter (12) am oberen Schenkel...
– einem C-förmigen Rahmen (6) mit einem oberen und einem unteren Schenkel (8, 10),
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– wobei die Matrize (11) am unteren Schenkel (10) des C-förmigen Rahmens (6) und das Fügewerkzeug (14) sowie der Niederhalter (12) am oberen Schenkel...
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fügen mindestens zweier Werkstücke aus duktilem Material gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, wie z.B. eine Vorrichtung zum Stanznieten oder Durchsetzfügen (Clinchen).
- Derartige Vorrichtungen bestehen üblicherweise aus einem C-förmigen Rahmen, an dessen unterem Schenkel die Matrize zum Abstützen der zu fügenden Werkstücke angeordnet ist und dessen oberer Schenkel das mit einem Antrieb versehene Fügewerkzeug trägt. Als Antrieb kommen beispielsweise Hydraulikzylinder oder elektromechanische Spindeltriebe in Frage, die auf den Stempel des Fügewerkzeuges eine kontinuierliche Kraft ausüben, um im Falle eines Stanznietwerkzeuges den Stanzniet zu setzen oder im Falle eines Durchsetzfügewerkzeuges den Umformvorgang durchzuführen. Es ist auch bereits bekannt geworden, einen pulsierend arbeitenden Antrieb zu verwenden, um das aufzubringende Kraftniveau zu verringern und somit die Werkzeuge leichter ausführen zu können, siehe z.B.
DE 26 19 181 A1 undDE 197 01 088 A1 . Auch werden bereits seit langem in der Praxis handbetätigte pneumatische Niethämmer eingesetzt, mit denen Niete mit pulsierender Kraft gesetzt und eingepreßt werden. - Um die Werkstücke beim Stanznieten und Durchsetzfügen einwandfrei zu fixieren und dadurch Nachfließbewegungen von Werkstückmaterial beim Umformen der Werkstücke zu verhindern, wird üblicherweise ein Niederhalter verwendet. Der Niederhalter besitzt zum Erzeugen der Niederhaltekraft einen Antrieb mit einem buchsenförmigen Mundstück, das die Werkstücke um die Fügestelle herum gegen die Matrize andrückt. Der Antrieb des Niederhalters besteht z.B. aus einem Hydraulikzylinder oder einem Federmechanismus, der üblicherweise den Antrieb des Fügewerkzeuges konzentrisch umgibt und somit in das Fügewerkzeug integriert ist.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Fügen mindestens zweier Werkstücke aus duktilem Material zu schaffen, bei der das Fügewerkzeug besser zugänglich ist, der Hub des Fügewerkzeuges kleiner ist, und ein modularer Aufbau der Vorrichtung möglich ist.
- Die Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Erfindung gelöst.
- Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung sind im Gegensatz zum Stand der Technik, bei dem das Reaktionsteil sowohl des Fügewerkzeuges wie auch des Niederhalters am C-förmigen Rahmen abgestützt ist, lediglich der Reaktionsteil des Niederhalters am Rahmen abgestützt, während der Reaktionsteil des Fügewerkzeugs an dem linear verschiebbaren Teil des Niederhalters befestigt ist. Wird somit der Niederhalter betätigt, um sein Mundstück zu verstellen und gegen die Oberseite der zu fügenden Werkstücke anzudrücken, so nimmt er hierbei das gesamte Fügewerkzeug mit.
- Der Antrieb des Fügewerkzeuges muß daher eine wesentlich kleinere Zustellbewegung als im Stand der Technik ausführen, so daß ein Antrieb mit geringerem Hub eingesetzt werden kann. Da ferner das Fügewerkzeug nicht unmittelbar am Rahmen, sondern am Niederhalter abgestützt ist, kann das Fügewerkzeug auf der vom Rahmen abgewandten Seite am Niederhalter angebracht werden. Hierdurch ist das Fügewerkzeug wesentlich leichter zugänglich als im Stand der Technik.
- Außerdem wird durch die Erfindung ein modularer Aufbau der Vorrichtung ermöglicht. So können das Fügewerkzeug und der Niederhalter als getrennte modulare Einheiten ausgebildet werden, von denen der Niederhalter auswechselbar am Cförmigen Rahmen und das Fügewerkzeug auswechselbar am Niederhalter angebracht sind. Es lassen sich daher ohne weiteres unterschiedliche Antriebe für das Fügewerkzeug einsetzen. Insbesondere ist es möglich, den Antrieb des Fügewerkzeuges mit einem Schwingungserzeuger zu versehen, der beispielsweise als pneumatischer Niethammer, Piezo-Aktuator, elektrohydraulischer Pulsantrieb, Kurbeltrieb oder Ultraschallerzeuger ausgebildet ist. Da hierdurch die vom Rahmen aufzunehmende maximale Kraft wesentlich reduziert wird, kann der C-förmige Rahmen in Leichtbauweise ausgeführt werden.
- Der modulare Aufbau der Vorrichtung erlaubt es ferner, den Niederhalter längs einer Achse und die Matrize längs einer darauf senkrechten zweiten Achse einstellbar festzulegen, um das Fügewerkzeug zur Matrize koaxial ausrichten zu können. Dies senkt die Kosten für den Rahmen erheblich, da dieser nicht mehr wie im Stand der Technik mit hoher Genauigkeit fluchtende Aufnahmebohrungen für das Fügewerkzeug und die Matrize aufzuweisen hat.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
- Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:
-
1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Stanznieten; -
2 eine vergrößerte Darstellung des oberen Teils der in1 gezeigten Vorrichtung; -
3 eine der1 entsprechende Ansicht einer abgewandelten Ausführungsform der Vorrichtung zum Stanznieten; -
4 eine vergrößerte Darstellung des oberen Teils der Vorrichtung in3 . - Die in den
1 und2 dargestellte Vorrichtung dient zum Fügen zweier Werkstücke2 ,4 und besteht aus einem C-förmigen Rahmen6 , nachfolgend auch als Rahmen6 bezeichnet, mit einem oberen Schenkel8 und einem unteren Schenkel10 , einer Matrize11 , einem Niederhalter12 und einem Fügewerkzeug14 . Das Fügewerkzeug14 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Stanznietwerkzeug ausgebildet, könnte jedoch auch aus einem anderen Werkzeug zum umformtechnischen Fügen wie z.B. zum Durchsetzfügen (Clinchen) bestehen. - Das Fügewerkzeug
14 ist mit einem Nietkopf16 versehen, der mit einer Einrichtung zum Zuführen der Stanzniete (nicht gezeigt) versehen ist. Da die Ausgestaltung des Nietkopfes16 für ein Verständnis der vorliegenden Erfindung ohne Bedeutung ist, wird er nicht weiter beschrieben. - Wie in
1 angedeutet ist, ist die Matrize11 über ein Zwischenstück18 am unteren Schenkel10 des Rahmens6 so abgestützt, daß sie längs einer x-Achse, die auf der Bewegungsrichtung z des Fügewerkzeuges14 senkrecht steht, relativ zum Rahmen6 geringfügig verstellt werden kann. Der Niederhalter12 besitzt einen Träger20 , der mittels einer Führung22 und Schrauben24 (2 ) am oberen Schenkel8 des Rahmens6 so abgestützt ist, daß er längs einer y-Achse verstellt werden kann, die sowohl auf der x- wie auch der z-Achse (und somit auf der Zeichnungsebene) senkrecht steht. Der Zweck dieser Verstellbarkeit wird noch weiter unten erläutert. - Der Träger
20 des Niederhalters12 trägt einen Antrieb in Form einer Kolben-Zylinder-Einheit25 mit einem Zylinder26 , einem Kolben28 und einer Kolbenstange30 sowie ein am Nietkopf16 vorgesehenes hülsenförmiges Mundstück32 , das über einen Schlitten34 mit der Kolbenstange30 verbunden ist. Der Schlitten34 ist über eine Führung am Träger20 des Niederhalters längsverschiebbar geführt, so daß eine lineare Verstellbewegung des Kolbens28 über die Kolbenstange30 und den Schlitten34 auf das Mundstück32 übertragen wird. Die Führung für die Längsverschiebbarkeit des Schlittens34 besteht aus einer am Träger20 vorgesehenen Führungsstange36 und einer am Schlitten34 vorgesehenen Führungsbohrung38 . - Das Fügewerkzeug
14 besteht aus einer Kolben-Zylinder-Einheit40 , einem Stempel42 zum Ausführen des Fügevorganges und einem Schwingungserzeuger44 , der zwischen die Kolben-Zylinder-Einheit40 und den Stempel42 geschaltet ist. Wie gezeigt, wird das Fügewerkzeug14 von dem Niederhalter12 getragen. Genauer gesagt, ist der Zylinder46 der Kolben-Zylinder-Einheit40 auswechselbar an einem Flansch48 des Schlittens34 befestigt, während der Stempel42 des Fügewerkzeuges14 in dem hülsenförmigen Mundstück32 des Niederhalters12 linear verschiebbar geführt ist. - Wie in den
1 und2 angedeutet, ist der Schwingungserzeuger44 mittels einer lösbaren Verbindung51 am unteren Ende der Kolbenstange52 und mittels einer lösbaren Verbindung53 am oberen Ende des Stempels42 auswechselbar angebracht. Der Schwingungserzeuger44 kann als pneumatischer Niethammer, Piezo-Aktuator, elektrohydraulischer Pulsantrieb, Kurbeltrieb, Ultraschallerzeuger od. dgl. ausgebildet sein. - Wie dargestellt, sind der Niederhalter
12 und das Fügewerkzeug14 als getrennte modulare Einheiten ausgebildet, von denen der Niederhalter12 am Rahmen6 und das Fügewerkzeug14 am Niederhalter12 auswechselbar angebracht und abgestützt ist. Die Anordnung ist hierbei so getroffen, daß das Fügewerkzeug14 auf der vom Rahmen6 abgewandten Seite des Niederhalters12 angeordnet ist, so daß er frei zugänglich ist (offene Bauweise) und daher leicht ausgewechselt werden kann. Da ferner auch der Schwingungserzeuger44 als getrennte, auswechselbar angebrachte Baueinheit ausgebildet ist, kann der Schwingungserzeuger44 ebenfalls einzeln aus- und eingebaut werden. - Der Träger
20 mit der Führung36 und der Zylinder26 der Kolben-Zylinder-Einheit25 bilden den Reaktionsteil12a des Niederhalters12 , während der Kolben28 mit der Kolbenstange30 , der Schlitten34 mit dem Flansch48 und das Mundstück32 den linear verschiebbaren Teil12b des Niederhalters12 bilden. Der Reaktionsteil14a des Fügewerkzeuges14 wird von dem Zylinder46 der Kolben-Zylinder-Einheit40 gebildet, der über den Flansch48 am Schlitten34 befestigt ist, während der linear verschiebbare Teil14b des Fügewerkzeuges14 von dem Kolben50 mit der Kolbenstange52 , dem Schwingungserzeuger44 und dem Stempel42 gebildet wird. Aufgrund dieses Aufbaus ergibt sich folgende Funktionsweise:
Zum Fügen der Werkstücke2 ,4 wird zunächst die Kolben-Zylinder-Einheit25 des Niederhalters12 betätigt, um den Kolben28 und somit über die Kolbenstange30 und den Schlitten34 das Mundstück32 nach unten zu verstellen, bis das Mundstück32 an der Oberseite der Werkstücke2 ,4 anliegt und sie mit steuerbarer Kraft gegen die Matrize12 andrückt. Der Schlitten34 nimmt bei seiner Verstellbewegung den Zylinder46 und somit das gesamte Fügewerkzeug14 nach unten mit, so daß die Kolben-Zylinder-Einheit40 des Fügewerkzeuges14 lediglich die verbleibende Zustellbewegung sowie die Fügebewegung ausführen muß. - Greift das Mundstück
32 des Niederhalters12 an den Werkstücken2 ,4 an, so wird der Stempel42 des Fügewerkzeuges14 durch eine Betätigung der Kolben-Zylinder-Einheit40 nach unten verstellt, wobei er den Stanzniet mitnimmt. Der Stanzniet wird dann über den Stempel42 von der Kolben-Zylinder-Einheit40 mit vorgegebener Kraft gegen die Werkstücke2 ,4 angedrückt. Zum Ausführen des Fügevorganges wird dann der Schwingungserzeuger44 betätigt, der auf den Niet aufeinanderfolgende Schläge bzw. Stöße ausübt, um den Niet in die Werkstücke einzutreiben. Nach Beendigung des Nietvorganges werden das Fügewerkzeug14 wie auch der Niederhalter12 durch entsprechende gegensinnige Betätigung ihrer Kol-ben-Zylinder-Einheiten40 und25 wieder zurückgestellt. - Da einerseits ein Großteil der Zustellbewegung des Fügewerkzeuges
14 von dem Antrieb des Niederhalters12 ausgeführt wird und da andererseits die Fügekraft von dem Schwingungserzeuger44 aufgebracht wird, kommt das Fügewerkzeug14 mit einer vergleichsweise kleinen Kolben-Zylinder-Einheit aus. Insbesondere brauchen keine hydraulischen Antriebe verwendet werden; vielmehr können die Kolben-Zylinder-Einheiten als pneumatische Antriebe ausgebildet werden. Außerdem läßt sich der C-förmige Rahmen6 in Leichtbauweise ausführen, da die von ihm aufzunehmenden Kräfte wegen des Einsatzes eines pulsierenden Antriebes vergleichsweise gering sind. - Wie bereits erwähnt, ist der Träger
20 und somit das Fügewerkzeug14 mit seinem Stempel42 entlang der y-Achse verstellbar, während die Matrize11 entlang der x-Achse verstellt werden kann. Hierdurch lassen sich das Mundstück32 des Niederhalters12 und der Stempel42 des Fügewerkzeuges40 zu der Matrize11 präzise koaxial ausrichten, so daß der Rahmen6 selbst nicht mit entsprechend hoher Genauigkeit hergestellt werden muß. - Die in den
3 und4 dargestellte Ausführungsform entspricht weitgehend der in den1 und2 dargestellten Ausführungsform; entsprechende Bauteile wurden daher mit denselben Bezugszeichen versehen. - Unterschiedlich ist lediglich die Anordnung der Kolben-Zylinder-Einheit
25 des Niederhalters12 sowie die Art der Kraft- und Bewegungsübertragung von der Kolben-Zylinder-Einheit25 auf den Schlitten34 des Niederhalters12 . Wie in den3 und4 dargestellt, ist die Kolben-Zylinder-Einheit25 des Niederhalters12 nicht an der Oberseite des Trägers20 in axialer Verlängerung des Schlittens34 angeordnet, sondern querverlaufend auf der vom Fügewerkzeug14 abgewandten Seite des Niederhalters12 unmittelbar am C-förmigen Rahmen6 abgestützt. Die Kolben-Zylinder-Einheit25 des Niederhalters12 überträgt ihre Bewegung auf den Schlitten34 mittels eines Kniehebelgestänges54 . Das Kniehebelgestänge54 hat zwei Hebelarme56 ,58 , die jeweils mit ihrem einen Ende am Ende der Kolbenstange30 angelenkt sind. Der Hebelarm58 ist mit seinem anderen Ende an der Unterseite des Schlittens34 angelenkt, während der Hebelarm56 mit seinem anderen Ende an einem Lenker60 angelenkt ist. Der Lenker60 ist ungefähr U-förmig ausgebildet, wobei ein Schenkel60a des Lenkers60 am Träger20 angelenkt ist und der andere Schenkel60b mit dem Hebelarm56 gelenkig verbunden ist. Wie in den3 und4 gezeigt, greift an dem Lenker60 eine Feder in Form eines Tellerfederpaketes an, das am Träger20 abgestützt ist und dessen Steifigkeit durch eine Schraube64 verstellt werden kann. - Wird der Kolben
28 der Kolben-Zylinder-Einheit25 ausgefahren, so werden die Hebelarme56 ,58 des Kniehebelgelenkes54 aus ihrer angewinkelten Lage in ihre zueinander ausgerichtete Lage verstellt, wodurch der Schlitten34 und damit das Mundstück32 des Niederhalters sowie das gesamte Fügewerkzeug14 nach unten verstellt werden. Die Feder62 , deren Wirkungslinie mit den Längsachsen der Hebelarme56 ,58 in der ausgefahrenen Stellung des Kniehebelgelenkes54 fluchtet, dient zum Ausgleich von Dickenunterschieden der zu fügenden Werkzeuge2 ,4 . - Ein Vorteil der in den
3 und4 dargestellten Ausführungsform besteht darin, daß die Außenabmessungen der Vorrichtung aufgrund der Integration der Kolben-Zylinder-Einheit25 in den Rahmen6 vergleichsweise gering werden. Vorteilhaft ist ferner, daß das Kniehebelgestänge54 in seinem angewinkelten Verstellbereich, in dem es nur vergleichsweise geringe Kräfte übertragen kann, lediglich Zustellbewegungen ausführen muß, während es die Niederhaltekraft erst im gestreckten Zustand, in dem es relativ große Kräfte übertragen kann, aufbringen muß. - Bei beiden Ausführungsformen sind ein Wegsensor
66 und ein Kraftsensor68 vorgesehen, wie schematisch angedeutet. Der Wegsensor66 erfaßt den Weg, den der linear verschiebbare Teil14b (der Stempel42 ) relativ zu dem Reaktionsteil14a des Fügewerkzeuges14 bzw. relativ zu dem linear verschiebbaren Teil12b des Nie derhalters12 zurücklegt. Der Wegsensor66 erfaßt somit die effektive Zustell- und Fügebewegung des Stempels42 . Der Kraftsensor68 ist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen zwischen der Kolbenstange52 und dem Schwingungserzeuger44 angeordnet und erfaßt die auf den Stempel42 ausgeübte Kraft. Es versteht sich, daß auch ein Wegsensor zum Erfassen des Verstellweges des Niederhalters12 vorgesehen werden kann. Die Sensoren sind mit einem Steuergerät (nicht gezeigt) verbunden, das zur Überwachung und Regelung des Fügevorgangs dient
Claims (19)
- Vorrichtung zum Fügen mindestens zweier Werkstücke (
2 ,4 ) aus duktilem Material, mit – einem C-förmigen Rahmen (6 ) mit einem oberen und einem unteren Schenkel (8 ,10 ), – einer Matrize (11 ), auf der die zu fügenden Werkstücke (2 ,4 ) aufliegen, – einem mit einem Antrieb versehenen Fügewerkzeug (14 ), das aus einem während des Fügevorganges festliegenden Reaktionsteil (14a ) und einem hierzu linear verschiebbaren Teil (14b ) mit einem Stempel (42 ) zum Durchführen des Fügevorgangs besteht, und – einem mit einem Antrieb versehenen Niederhalter (12 ), der aus einem am C-förmigen Rahmen (6 ) abgestützten Reaktionsteil (12a ) und einem hierzu linear verschiebbaren Teil (12b ) mit einem Mundstück (32 ) zum Ausüben einer Niederhaltekraft auf die zu fügenden Werkstücke (2 ,4 ) in einem die Fügestelle umgebenden Bereich besteht, – wobei die Matrize (11 ) am unteren Schenkel (10 ) des C-förmigen Rahmens (6 ) und das Fügewerkzeug (14 ) sowie der Niederhalter (12 ) am oberen Schenkel (8 ) des C-förmigen Rahmens (6 ) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktionsteil (14a ) des Fügewerkzeugs (14 ) am linear verschiebbaren Teil (12b ) des Niederhalters (12 ) befestigt ist, so daß das gesamte Fügewerkzeug (14 ) gemeinsam mit dem linear verschiebbaren Teil (12b ) des Niederhalters (12 ) bewegbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhalter (
12 ) als modulare Einheit ausgebildet ist, die am C-förmigen Rahmen (6 ) auswechselbar angebracht ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fügewerkzeug (
14 ) als modulare Einheit ausgebildet ist, die am Niederhalter (12 ) auf der vom C-förmigen Rahmen (6 ) abgewandten Seite auswechselbar angebracht ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhalter (
12 ) am C-förmigen Rahmen (6 ) längs einer auf der Bewegungsrichtung (z) des Fügewerkzeugs (14 ) senkrecht stehenden ersten Achse (y) verstellbar festgelegt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrize (
11 ) am C-förmigen Rahmen (6 ) längs einer auf der Bewegungsrichtung (z) des Fügewerkzeugs (14 ) und der ersten Achse (y) senkrecht stehenden zweiten Achse (x) verstellbar festgelegt ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktionsteil (
12a ) des Niederhalters (12 ) einen am C-förmigen Rahmen (6 ) festgelegten Träger (20 ) und der linear verschiebbare Teil (12b ) des Niederhalters (12 ) einen Schlitten (34 ) aufweist, der den Antrieb des Niederhalters (12 ) mit dem Mundstück (32 ) verbindet und über eine Führung (36 ,38 ) am Träger (20 ) längs verschiebbar geführt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Niederhalters (
12 ) eine Kolben-Zylinder-Einheit (25 ) aufweist, dessen Zylinder (26 ) an einem oberen Ende des Trägers (20 ) angebracht ist und dessen Kolben (28 ) über eine Kolbenstange (30 ) mit dem Schlitten (34 ) verbunden ist. - Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Niederhalters (
12 ) eine Kolben-Zylinder-Einheit (25 ) aufweist, dessen Zylinder (26 ) seitlich vom Träger (20 ) am C-förmigen Rahmen (6 ) abgestützt und über ein Kniehebelgestänge (54 ) mit dem Schlitten (34 ) verbunden ist. - Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kniehebelgestänge (
54 ) zwei Hebelarme (56 ,58 ) aufweist, die mit ihrem einen Ende an der Kolbenstange (30 ) der Kolben-Zylinder-Einheit (25 ) angelenkt sind und mit ihrem anderen Ende an einem Schenkel (60b ) eines U-förmig ausgebildeten Hebelarms (56 ) angelenkt sind, dessen anderer Schenkel (60a ) am Träger (20 ) angelenkt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenker (
60 ) am Träger (20 ) über eine Feder (62 ) abgestützt ist, deren Wirkungslinie in der ausgefahrenen Stellung des Kniehebelgestänges (54 ) mit den Längsachsen der Hebelarme (56 ,58 ) fluchtet. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Fügewerkzeugs (
14 ) eine pulsierende Kraft auf den Stempel (42 ) ausübt. - Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Fügewerkzeuges (
14 ) eine Kolben-Zylinder-Einheit (40 ) und einen Schwingungserzeuger (44 ) aufweist, der zwischen dem Kolben (50 ) der Kolben-Zylinder-Einheit (40 ) und dem Stempel (42 ) geschaltet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungserzeuger (
44 ) als modulare Einheit ausgebildet ist, die auswechselbar zwischen die Kolben-Zylinder-Einheit (40 ) und den Stempel (42 ) eingesetzt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungserzeuger (
44 ) aus einem pneumatisch angetriebenen Niethammer, einem Piezo-Aktuator, einem elektrohydraulischen Pulsantrieb, einem Kurbeltrieb oder einem Ultraschallgerät besteht. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylinder-Einheit (
25 ;40 ) als pneumatische Einheit ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der C-förmige Rahmen (
6 ) in Leichtbauweise ausgeführt ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Wegsensor (
66 ) zum Erfassen des Verstellweges des linear verschiebbaren Teils (14b ) des Fügewerkzeuges (14 ) gegenüber dem linear verschiebbaren Teil (12b ) des Niederhalters (12 ). - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Kraftsensor (
68 ) zum Erfassen der von dem Fügewerkzeug (14 ) ausgeübten Kraft. - Vorrichtung nach Anspruch 18 in Verbindung mit Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftsensor (
68 ) zwischen den Schwingungserzeuger (44 ) und die Kolben-Zylinder-Einheit (40 ) des Fügewerkzeuges (14 ) geschaltet ist.
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