DE19905527A1 - Vorrichtung zum Fügen von Werkstücken aus duktilem Material - Google Patents
Vorrichtung zum Fügen von Werkstücken aus duktilem MaterialInfo
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Abstract
Beschrieben wird eine Vorrichtung zum Fügen, beispielsweise Stanznieten oder Durchsetzfügen, von Werkstücken aus duktilem Material. Die Vorrichtung hat einen C-förmigen Rahmen, an dessen unterem Schenkel eine Matrize und an dessen oberem Schenkel ein Fügewerkzeug und ein Niederhalter vorgesehen sind. Das Fügewerkzeug und der Niederhalter sind als modulare Einheiten ausgebildet, wobei der Niederhalter auswechselbar am C-Rahmen und das Fügewerkzeug auswechselbar am Niederhalter angebracht ist. Hierbei ist der Niederhalter in einer Richtung und die Matrize in einer dazu senkrechten Richtung am C-förmigen Rahmen verstellbar, um den Niederhalter mit dem Fügewerkzeug koaxial zu der Matrize ausrichten zu können. Zweckmäßigerweise umfaßt der Antrieb des Fügewerkzeuges einen Schwingungserzeuger, der den Stempel des Fügewerkzeuges in pulsierender Weise antreibt. Der C-förmige Rahmen kann somit in Leichtbauweise ausgeführt werden.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fügen mindestens
zweier Werkstücke aus duktilem Material wie z. B. eine Vorrichtung zum Stanznie
ten oder Durchsetzfügen (Clinchen).
Derartige Vorrichtungen bestehen üblicherweise aus einem C-förmigen
Rahmen, an dessen unterem Schenkel die Matrize zum Abstützen der zu fügenden
Werkstücke angeordnet ist und dessen oberer Schenkel das mit einem Antrieb ver
sehene Fügewerkzeug trägt. Als Antrieb kommen beispielsweise Hydraulikzylinder
oder elektromechanische Spindeltriebe in Frage, die auf den Stempel des Fügewerk
zeuges eine kontinuierliche Kraft ausüben, um im Falle eines Stanznietwerkzeuges
den Stanzniet zu setzen oder im Falle eines Durchsetzfügewerkzeuges den Um
formvorgang durchzuführen. Es ist auch bereits bekannt geworden, einen pulsierend
arbeitenden Antrieb zu verwenden, um das aufzubringende Kraftniveau zu verrin
gern und somit die Werkzeuge leichter ausführen zu können, siehe z. B. DE 2619
181 und DE 197 O1 088. Auch werden bereits seit langem in der Praxis handbetä
tigte pneumatische Niethämmer eingesetzt, mit denen Niete mit pulsierender Kraft
gesetzt und eingepreßt werden.
Um die Werkstücke beim Stanznieten und Durchsetzfügen einwandfrei zu
fixieren und dadurch Nachfließbewegungen von Werkstückmaterial beim Umfor
men der Werkstücke zu verhindern, wird üblicherweise ein Niederhalter verwendet.
Der Niederhalter besitzt zum Erzeugen der Niederhaltekraft einen Antrieb mit ei
nem buchsenförmigen Mundstück, das die Werkstücke um die Fügestelle herum
gegen die Matrize andrückt. Der Antrieb des Niederhalters besteht z. B. aus einem
Hydraulikzylinder oder einem Federmechanismus, der üblicherweise den Antrieb
des Fügewerkzeuges konzentrisch umgibt und somit in das Fügewerkzeug integriert
ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Fügen mindestens zweier Werkstücke aus duktilem Material zu schaffen, bei
der das Fügewerkzeug besser zugänglich ist, der Hub des Fügewerkzeuges kleiner
ist, und ein modularer Aufbau der Vorrichtung möglich ist.
Die Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Erfindung
gelöst.
Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung sind im Gegensatz zum
Stand der Technik, bei dem das Reaktionsteil sowohl des Fügewerkzeuges wie auch
des Niederhalters am C-förmigen Rahmen abgestützt ist, lediglich der Reaktionsteil
des Niederhalters am Rahmen abgestützt, während der Reaktionsteil des Fügewerk
zeugs an dem linear verschiebbaren Teil des Niederhalters befestigt ist. Wird somit
der Niederhalter betätigt, um sein Mundstück zu verstellen und gegen die Oberseite
der zu tilgenden Werkstücke anzudrücken, so nimmt er hierbei das gesamte Füge
werkzeug mit.
Der Antrieb des Fügewerkzeuges muß daher eine wesentlich kleinere Zu
stellbewegung als im Stand der Technik ausführen, so daß ein Antrieb mit geringe
rem Hub eingesetzt werden kann. Da ferner das Fügewerkzeug nicht unmittelbar am
Rahmen, sondern am Niederhalter abgestützt ist, kann das Fügewerkzeug auf der
vom Rahmen abgewandten Seite am Niederhalter angebracht werden. Hierdurch ist
das Fügewerkzeug wesentlich leichter zugänglich als im Stand der Technik.
Außerdem wird durch die Erfindung ein modularer Aufbau der Vorrichtung
ermöglicht. So können das Fügewerkzeug und der Niederhalter als getrennte modu
lare Einheiten ausgebildet werden, von denen der Niederhalter auswechselbar am C-
förmigen Rahmen und das Fügewerkzeug auswechselbar am Niederhalter ange
bracht sind. Es lassen sich daher ohne weiteres unterschiedliche Antriebe für das
Fügewerkzeug einsetzen. Insbesondere ist es möglich, den Antrieb des Fügewerk
zeuges mit einem Schwingungserzeuger zu versehen, der beispielsweise als pneu
matischer Niethammer, Piezo-Aktuator, elektrohydraulischer Pulsantrieb, Kurbel
trieb oder Ultraschallerzeuger ausgebildet ist. Da hierdurch die vom Rahmen aufzu
nehmende maximale Kraft wesentlich reduziert wird, kann der C-förmige Rahmen
in Leichtbauweise ausgeführt werden.
Der modulare Aufbau der Vorrichtung erlaubt es ferner, den Niederhalter
längs einer Achse und die Matrize längs einer darauf senkrechten zweiten Achse
einstellbar festzulegen, um das Fügewerkzeug zur Matrize koaxial ausrichten zu
können. Dies senkt die Kosten für den Rahmen erheblich, da dieser nicht mehr wie
im Stand der Technik mit hoher Genauigkeit fluchtende Aufnahmebohrungen für
das Fügewerkzeug und die Matrize aufzuweisen hat.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteran
sprüchen hervor.
Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Stanznieten;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des oberen Teils der in Fig. 1 gezeigten
Vorrichtung;
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer abgewandelten Ausfüh
rungsform der Vorrichtung zum Stanznieten;
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des oberen Teils der Vorrichtung in Fig.
3.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung dient zum Fügen zweier
Werkstücke 2, 4 und besteht aus einem C-förmigen Rahmen 6 mit einem oberen
Schenkel 8 und einem unteren Schenkel 10, einer Matrize 11, einem Niederhalter 12
und einem Fügewerkzeug 14. Das Fügewerkzeug 14 ist im dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel als Stanznietwerkzeug ausgebildet, könnte jedoch auch aus einem an
deren Werkzeug zum umformtechnischen Fügen wie z. B. zum Durchsetzfügen
(Clinchen) bestehen.
Das Fügewerkzeug 14 ist mit einem Nietkopf 16 versehen, der mit einer Ein
richtung zum Zuführen der Stanzniete (nicht gezeigt) versehen ist. Da die Ausge
staltung des Nietkopfes 16 für ein Verständnis der vorliegenden Erfindung ohne
Bedeutung ist, wird er nicht weiter beschrieben.
Wie in Fig. 1 angedeutet ist, ist die Matrize 11 über ein Zwischenstück 18 am
unteren Schenkel 10 des Rahmens 6 so abgestützt, daß sie längs einer x-Achse, die
auf der Bewegungsrichtung z des Fügewerkzeuges 14 senkrecht steht, relativ zum
Rahmen 6 geringfügig verstellt werden kann. Der Niederhalter 12 besitzt einen Trä
ger 20, der mittels einer Führung 22 und Schrauben 24 (Fig. 2) am oberen Schenkel
8 des Rahmens 6 so abgestützt ist, daß er längs einer y-Achse verstellt werden kann,
die sowohl auf der x- wie auch der z-Achse (und somit auf der Zeichnungsebene)
senkrecht steht. Der Zweck dieser Verstellbarkeit wird noch weiter unten erläutert.
Der Träger 20 des Niederhalters 12 trägt einen Antrieb in Form einer Kolben-
Zylinder Einheit 25 mit einem Zylinder 26, einem Kolben 28 und einer Kolben
stange 30 sowie ein am Nietkopf 16 vorgesehenes hülsenförmiges Mundstück 32,
das über einen Schlitten 34 mit der Kolbenstange 30 verbunden ist. Der Schlitten 34
ist über eine Führung am Träger 20 des Niederhalters längsverschiebbar geführt, so
daß eine lineare Verstellbewegung des Kolbens 28 über die Kolbenstange 30 und
den Schlitten 34 auf das Mundstück 32 übertragen wird. Die Führung für die Längs
verschiebbarkeit des Schlittens 34 besteht aus einer am Träger 20 vorgesehenen
Führungsstange 36 und einer am Schlitten 34 vorgesehenen Führungsbohrung 38.
Das Fügewerkzeug 14 besteht aus einer Kolben-Zylinder-Einheit 40, einem
Stempel 42 zum Ausführen des Fügevorganges und einem Schwingungserzeuger
44, der zwischen die Kolben-Zylinder-Einheit 40 und den Stempel 42 geschaltet ist.
Wie gezeigt, wird das Fügewerkzeug 14 von dem Niederhalter 12 getragen. Ge
nauer gesagt, ist der Zylinder 46 der Kolben-Zylinder-Einheit 40 auswechselbar an
einem Flansch 48 des Schlittens 34 befestigt, während der Stempel 42 des Füge
werkzeuges 14 in dem hülsenförmigen Mundstück 32 des Niederhalters 12 linear
verschiebbar geführt ist.
Wie in den Fig. 1 und 2 angedeutet, ist der Schwingungserzeuger 44
mittels einer lösbaren Verbindung 51 am unteren Ende der Kolbenstange 52 und
mittels einer lösbaren Verbindung 53 am oberen Ende des Stempels 42 auswechsel
bar angebracht. Der Schwingungserzeuger 44 kann als pneumatischer Niethammer,
Piezo-Aktuator, elektrohydraulischer Pulsantrieb, Kurbeltrieb, Ultraschallerzeuger
od. dgl. ausgebildet sein.
Wie dargestellt, sind der Niederhalter 12 und das Fügewerkzeug 14 als ge
trennte modulare Einheiten ausgebildet, von denen der Niederhalter 12 am Rahmen
6 und das Fügewerkzeug 14 am Niederhalter 12 auswechselbar angebracht und ab
gestützt ist. Die Anordnung ist hierbei so getroffen, daß das Fügewerkzeug 14 auf
der vom Rahmen 6 abgewandten Seite des Niederhalters 12 angeordnet ist, so daß er
frei zugänglich ist (offene Bauweise) und daher leicht ausgewechselt werden kann.
Da ferner auch der Schwingungserzeuger 44 als getrennte, auswechselbar ange
brachte Baueinheit ausgebildet ist, kann der Schwingungserzeuger 44 ebenfalls ein
zeln aus- und eingebaut werden.
Der Träger 20 mit der Führungsstange 36 und der Zylinder 26 der Kolben-
Zylinder Einheit 25 bilden den Reaktionsteil 12a des Niederhalters 12, während der
Kolben 28 mit der Kolbenstange 30, der Schlitten 34 mit dem Flansch 48 und das
Mundstück 32 den linear verschiebbaren Teil 12b des Niederhalters 12 bilden. Der
Reaktionsteil 14a des Fügewerkzeuges 14 wird von dem Zylinder 46 der Kolben-
Zylinder Einheit 40 gebildet, der über den Flansch 48 am Schlitten 34 befestigt ist,
während der linear verschiebbare Teil 14b des Fügewerkzeuges 14 von dem Kolben
50 mit der Kolbenstange 52, dem Schwingungserzeuger 44 und dem Stempel 42
gebildet wird. Aufgrund dieses Aufbaus ergibt sich folgende Funktionsweise:
Zum Fügen der Werkstücke 2, 4 wird zunächst die Kolben-Zylinder-Einheit
25 des Niederhalters 12 betätigt, um den Kolben 28 und somit über die Kolben
stange 30 und den Schlitten 34 das Mundstück 32 nach unten zu verstellen, bis das
Mundstück 32 an der Oberseite der Werkstücke 2, 4 anliegt und sie mit steuerbarer
Kraft gegen die Matrize 12 andrückt. Der Schlitten 34 nimmt bei seiner Verstellbe
wegung den Zylinder 46 und somit das gesamte Fügewerkzeug 14 nach unten mit,
so daß die Kolben-Zylinder-Einheit 40 des Fügewerkzeuges 14 lediglich die ver
bleibende Zustellbewegung sowie die Fügebewegung ausführen muß.
Greift das Mundstück 32 des Niederhalters 12 an den Werkstücken 2, 4 an,
so wird der Stempel 42 des Fügewerkzeuges 14 durch eine Betätigung der Kolben-
Zylinder Einheit 40 nach unten verstellt, wobei er den Stanzniet mitnimmt. Der
Stanzniet wird dann über den Stempel 42 von der Kolben-Zylinder-Einheit 40 mit
vorgegebener Kraft gegen die Werkstücke 2, 4 angedrückt. Zum Ausführen des Fü
gevorganges wird dann der Schwingungserzeuger 44 betätigt, der auf den Niet auf
einanderfolgende Schläge bzw. Stöße ausübt, um den Niet in die Werkstücke einzu
treiben. Nach Beendigung des Nietvorganges werden das Fügewerkzeug 14 wie
auch der Niederhalter 12 durch entsprechende gegensinnige Betätigung ihrer Kol
ben-Zylinder-Einheiten 40 und 25 wieder zurückgestellt.
Da einerseits ein Großteil der Zustellbewegung des Fügewerkzeuges 14 von
dem Antrieb des Niederhalters 12 ausgeführt wird und da andererseits die Fügekraft
von dem Schwingungserzeuger 44 aufgebracht wird, kommt das Fügewerkzeug 14
mit einer vergleichsweise kleinen Kolben-Zylinder-Einheit aus. Insbesondere brau
chen keine hydraulischen Antriebe verwendet werden; vielmehr können die Kolben-
Zylinder-Einheiten als pneumatische Antriebe ausgebildet werden. Außerdem läßt
sich der C-förmige Rahmen 6 in Leichtbauweise ausführen, da die von ihm aufzu
nehmenden Kräfte wegen des Einsatzes eines pulsierenden Antriebes vergleichs
weise gering sind.
Wie bereits erwähnt, ist der Träger 20 und somit das Fügewerkzeug 14 mit
seinem Stempel 42 entlang der y-Achse verstellbar, während die Matrize 11 entlang
der x-Achse verstellt werden kann. Hierdurch lassen sich das Mundstück 32 des
Niederhalters 12 und der Stempel 42 des Fügewerkzeuges 40 zu der Matrize 11
präzise koaxial ausrichten, so daß der Rahmen 6 selbst nicht mit entsprechend hoher
Genauigkeit hergestellt werden muß.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Ausführungsform entspricht weitge
hend der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform; entsprechende
Bauteile wurden daher mit denselben Bezugszeichen versehen.
Unterschiedlich ist lediglich die Anordnung der Kolben-Zylinder-Einheit 25
des Niederhalters 12 sowie die Art der Kraft- und Bewegungsübertragung von der
Kolben-Zylinder-Einheit 25 auf den Schlitten 34 des Niederhalters 12. Wie in den
Fig. 3 und 4 dargestellt, ist die Kolben-Zylinder-Einheit 25 des Niederhalters 12
nicht an der Oberseite des Trägers 20 in axialer Verlängerung des Schlittens 34 an
geordnet, sondern querverlaufend auf der vom Fügewerkzeug 14 abgewandten Seite
des Niederhalters 12 unmittelbar am C-förmigen Rahmen 6 abgestützt. Die Kolben-
Zylinder Einheit 25 des Niederhalters 12 überträgt ihre Bewegung auf den Schlitten
34 mittels eines Kniehebelgestänges 54. Das Kniehebelgestänge 54 hat zwei Hebel
arme 56, 58, die jeweils mit ihrem einen Ende am Ende der Kolbenstange 30 ange
lenkt sind. Der Hebelarm 58 ist mit seinem anderen Ende an der Unterseite des
Schlittens 34 angelenkt, während der Hebelarm 56 mit seinem anderen Ende an ei
nem Lenker 60 angelenkt ist. Der Lenker 60 ist ungefähr U-förmig ausgebildet, wo
bei ein Schenkel 60a des Lenkers 60 am Träger 20 angelenkt ist und der andere
Schenkel 60b mit dem Hebelarm 56 gelenkig verbunden ist. Wie in den Fig. 3
und 4 gezeigt, greift an dem Lenker 60 eine Feder in Form eines Tellerfederpaketes
an, das am Träger 20 abgestützt ist und dessen Steifigkeit durch eine Schraube 64
verstellt werden kann.
Wird der Kolben 28 der Kolben-Zylinder-Einheit 25 ausgefahren, so werden
die Hebelarme 56, 58 des Kniehebelgelenkes 54 aus ihrer angewinkelten Lage in
ihre zueinander ausgerichtete Lage verstellt, wodurch der Schlitten 34 und damit das
Mundstück 32 des Niederhalters sowie das gesamte Fügewerkzeug 14 nach unten
verstellt werden. Die Feder 62, deren Wirkungslinie mit den Längsachsen der He
belarme 56, 58 in der ausgefahrenen Stellung des Kniehebelgelenkes 54 fluchtet,
dient zum Ausgleich von Dickenunterschieden der zu fügenden Werkzeuge 2, 4.
Ein Vorteil der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform besteht
darin, daß die Außenabmessungen der Vorrichtung aufgrund der Integration der
Kolben-Zylinder-Einheit 25 in den Rahmen 6 vergleichsweise gering werden. Vor
teilhaft ist ferner, daß das Kniehebelgestänge 54 in seinem angewinkelten Verstell
bereich, in dem es nur vergleichsweise geringe Kräfte übertragen kann, lediglich
Zustellbewegungen ausführen muß, während es die Niederhaltekraft erst im ge
streckten Zustand, in dem es relativ große Kräfte übertragen kann, aufbringen muß.
Bei beiden Ausführungsformen sind ein Wegsensor 66 und ein Kraftsensor
68 vorgesehen, wie schematisch angedeutet. Der Wegsensor 66 erfaßt den Weg, den
der linear verschiebbare Teil 14b (der Stempel 42) relativ zu dem Reaktionsteil 14a
des Fügewerkzeuges 14 bzw. relativ zu dem linear verschiebbaren Teil 12b des
Niederhalters 12 zurücklegt. Der Wegsensor 66 erfaßt somit die effektive Zustell-
und Fügebewegung des Stempels 42. Der Kraftsensor 68 ist bei den dargestellten
Ausführungsbeispielen zwischen der Kolbenstange 52 und dem Schwingungserzeu
ger 44 angeordnet und erfaßt die auf den Stempel 42 ausgeübte Kraft. Es versteht
sich, daß auch ein Wegsensor zum Erfassen des Verstellweges des Niederhalters 12
vorgesehen werden kann. Die Sensoren sind mit einem Steuergerät (nicht gezeigt)
verbunden, das zur Überwachung und Regelung des Fügevorgangs dient.
Claims (19)
1. Vorrichtung zum Fügen mindestens zweier Werkstücke (2, 4) aus duktilem
Material, mit
- - einem C-förmigen Rahmen (6) mit einem oberen und einem unteren Schen kel (8, 10),
- - einer Matrize (11), auf der die zu fügenden Werkstücke (2, 4) aufliegen,
- - einem mit einem Antrieb versehenen Fügewerkzeug (14), das aus einem während des Fügevorganges festliegenden Reaktionsteil (14a) und einem hierzu linear verschiebbaren Teil (14b) mit einem Stempel (42) zum Durchführen des Fü gevorgangs besteht, und
- - einem mit einem Antrieb versehenen Niederhalter (12), der aus einem am C-förmigen Rahmen (6) abgestützten Reaktionsteil (12a) und einem hierzu linear verschiebbaren Teil (12b) mit einem Mundstück (32) zum Ausüben einer Niederhal tekraft auf die zu fügenden Werkstücke (2, 4) in einem die Fügestelle umgebenden Bereich besteht,
- - wobei die Matrize (11) am unteren Schenkel (10) des C-förmigen Rahmens
(6) und das Fügewerkzeug (14) sowie der Niederhalter (12) am oberen Schenkel (8)
des C-förmigen Rahmens (6) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktionsteil (14a) des Fügewerkzeugs (14) am linear verschiebba ren Teil (12b) des Niederhalters (12) befestigt ist, so daß das gesamte Fügewerk zeug (14) gemeinsam mit dem linear verschiebbaren Teil (12b) des Niederhalters (12) bewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederhal
ter (12) als modulare Einheit ausgebildet ist, die am C-förmigen Rahmen (6) aus
wechselbar angebracht ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Fügewerkzeug (14) als modulare Einheit ausgebildet ist, die am Niederhalter (12)
auf der vom Rahmen (6) abgewandten Seite auswechselbar angebracht ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Niederhalter (12) am C-förmigen Rahmen (6) längs einer auf der
Bewegungsrichtung (z) des Fügewerkzeugs (14) senkrecht stehenden ersten Achse
(y) verstellbar festgelegt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrize
(11) am C-förmigen Rahmen (8) längs einer auf der Bewegungsrichtung (z) des Fü
gewerkzeugs (14) und der ersten Achse (y) senkrecht stehenden zweiten Achse (x)
verstellbar festgelegt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Reaktionsteil (12a) des Niederhalters (12) einen am C-förmigen
Rahmen (6) festgelegten Träger (20) und der linear verschiebbare Teil (12b) des
Niederhalters (12) einen Schlitten (34) aufweist, der den Antrieb des Niederhalters
(12) mit dem Mundstück (32) verbindet und über eine Führung (36, 38) am Träger
(20) längs verschiebbar geführt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb
des Niederhalters (12) eine Kolben-Zylinder-Einheit (25) aufweist, dessen Zylinder
(26) an einem oberen Ende des Trägers (20) angebracht ist und dessen Kolben (28)
über eine Kolbenstange (30) mit dem Schlitten (34) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb
des Niederhalters (12) eine Kolben-Zylinder-Einheit (25) aufweist, dessen Zylinder
(26) seitlich vom Träger (20) am C-Rahmen (6) abgestützt und über ein Kniehebel
gestänge (54) mit dem Schlitten (34) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kniehe
belgestänge (54) zwei Hebelarme (56, 58) aufweist, die mit ihrem einen Ende an der
Kolbenstange (30) der Kolben-Zylinder-Einheit (25) angelenkt sind und mit ihrem
anderen Ende an dem Schlitten (34) bzw. einem Lenker (60) angelenkt sind, der
seinerseits an dem Träger (20) angelenkt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenker
(60) am Träger (20) über eine Feder (62) abgestützt ist, deren Wirkungslinie in der
ausgefahrenen Stellung des Kniehebelgestänges (54) mit den Längsachsen der He
belarme (56, 58) fluchtet.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Antrieb des Fügewerkzeugs (12) eine pulsierende Kraft auf
den Stempel (42) ausübt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb
des Fügewerkzeuges (12) eine Kolben-Zylinder-Einheit (40) und einen Schwin
gungserzeuger (44) aufweist, der zwischen dem Kolben (50) der Kolben-Zylinder-
Einheit (40) und dem Stempel (42) geschaltet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwingungserzeuger (44) als modulare Einheit ausgebildet ist, die auswechselbar
zwischen die Kolben-Zylinder-Einheit (40) und den Stempel (42) eingesetzt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwingungserzeuger (44) aus einem pneumatisch angetriebenen Niethammer, ei
nem Piezo-Aktuator, einem elektrohydraulischen Pulsantrieb, einem Kurbeltrieb
oder einem Ultraschallgerät besteht.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 und 12, dadurch gekennzeich
net, daß die Kolben-Zylinder-Einheit (25; 40) als pneumatische Einheit ausgebildet
ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeich
net, daß der C-förmige Rahmen (6) in Leichtbauweise ausgeführt ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch einen Wegsensor (66) zum Erfassen des Verstellweges des linear verschieb
baren Teils (14b) des Fügewerkzeuges (14) gegenüber dem linear verschiebbaren
Teil (12b) des Niederhalters (12).
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch einen Kraftsensor (68) zum Erfassen der von dem Fügewerkzeug (14) ausge
übten Kraft.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18 in Verbindung mit Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kraftsensor (68) zwischen den Schwingungserzeuger (44)
und die Kolben-Zylinder-Einheit (40) des Fügewerkzeuges geschaltet ist.
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