DE19904775A1 - Werkzeugwechselbox - Google Patents
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Abstract
Werkzeugwechselkasten 10 mit einem Grundgehäuse 18, das zumindest eine Halterung 22 für zumindest einen zugeordneten nachbearbeitbaren Werkzeughalter 30, 30' umfaßt, wobei der Werkzeughalter 30, 30' mit zumindest einer Werkzeugaufnahme 34, 34' bereitgestellt ist. Die Werkzeughalter 30, 30' werden insbesondere als Werkzeughalterrohlinge geliefert, die nachfolgend jeweils für zugeordnete einzusetzende Werkzeuge angepaßt werden müssen. Dieser modulare Aufbau ermöglicht eine einfache und kostengünstige Anpassung des Werkzeugwechselkastens 10 für unterschiedliche Werkzeuge.
Description
Die Erfindung betrifft einen Werkzeugwechselkasten zur Aufnahme von Werk
zeugen, wie er in Anspruch 1 beschrieben ist.
Um mit einem elektrischen drehmoment- bzw. drehwinkelgesteuerten Handwerk
zeug unterschiedliche Verschraubungen an einem Werkstück durchzuführen,
werden im Stand der Technik sogenannte Nußkästen verwendet, die zum Aufbe
wahren der unterschiedlichen Schraubernüsse ausgelegt sind. Wird für einen
vorbestimmten Schraubvorgang eine Schraubernuß aus dem Nußkasten entnom
men, so wird ein Entnahmesignal von einem Magnetinitiator in dem Nußkasten
an eine übergeordnete Schraubersteuerung gesendet. Nach einer Prüfung, ob die
entnommene Schraubernuß für den vorgesehenen Schraubvorgang geeignet ist,
wird mit einer vorbestimmten Drehmoment/Drehwinkelsteuerkurve der Schraub
vorgang ausgeführt. Zur Aufnahme der unterschiedlich großen Schraubernüsse
ist in dem Werkzeugwechselkasten herkömmlicherweise ein massiver Metall
block bereitgestellt, in welchem auf die Außendurchmesser der Schraubernüsse
angepaßte kreisförmige Bohrungen vorgesehen sind. Hierbei müssen die den
jeweiligen Bohrungen zugeordneten Magnetinitiatoren separat für jede einzelne
der unterschiedliche großen Nüsse aufwendig manuell justiert werden, damit
eine ausreichend große Initiatorsignalstärke erzielt werden kann. Nachteilig an
einem solchen Nußkasten ist ferner, daß jede Änderung der verwendeten
Schraubernüsse, beispielsweise bedingt durch eine Änderung während der
Produktion bzw. eine Umstellung der Produktion, zwangsläufig eine weitgehende
Abänderung bzw. vollständige Neuanfertigung des zugehörigen Nußkastens,
insbesondere des massiven Metallkörpers erfordert. Folglich kann bei einer
Produktionsumstellung, die beispielsweise neue Schraubernüsse erfordert, ein
herkömmlicher Nußkasten nur unter erheblichen Kostenaufwand bzw. gar nicht
eingesetzt werden. Dies ist insbesondere von Nachteil, wenn kurzfristig andere
Werkzeuge benötigt werden.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung einen Werkzeugwechselkasten bereizustellen,
der in einfacher und kostengünstiger Weise einer großen Anzahl unterschiedli
cher Werkzeuge wechselnd angepaßt werden kann, wobei diese Anpassung
bevorzugt durch eine einfache Nachbearbeitung erfolgen kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Werkzeugwechselkasten
gelöst, wie er in Anspruch 1 beschrieben ist. Bevorzugte Ausführungsformen
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Der erfindungsgemäße Werkzeugwechselkasten umfaßt ein Grundgehäuse, das
zumindest eine Halterung für zumindest einen zugeordneten nachbearbeitbaren
Werkzeughalter umfaßt, wobei der Werkzeughalter mit zumindest einer Werk
zeugaufnahme bereitgestellt ist. Das Grundgehäuse kann hierbei insbesondere
ein für eine große Anzahl von Werkzeugwechselkästen gleiches seriengefertigtes
Bauteil sein, das keiner weiteren Bearbeitung zur Anpassung von unterschiedli
chen aufzunehmenden Werkzeugen unterworfen werden muß. Die individuelle
Anpassung für unterschiedliche Werkzeuge kann somit vorteilhafterweise im
wesentlichen durch eine Anpassung des zumindest einen nachbearbeitbaren
Werkzeughalters erfolgen. Vorteilhafterweise werden die Werkzeughalter aus
Werkzeughalterrohlingen gefertigt, die nachfolgend für ein oder mehrere zu
geordnete Werkzeuge individuell angepaßt werden. Durch einen derartigen
modularen Aufbau ist es möglich, bei einer mit einem Werkzeugwechsel verbun
dener Änderung oder Umstellung der Produktion zumindest das Grundgehäuse
des Werkzeugwechselkastens unverändert beibehalten zu können und lediglich
den bzw. die Werkzeughalter für die neuen aufzunehmenden Werkzeuge an
zupassen. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn kurzfristig andere Werkzeuge
zum Einsatz kommen sollen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist in dem Grundgehäuse und/oder
in dem Werkzeughalter zumindest ein Sensor vorgesehen, so daß ein Aufnahme
zustand des Werkzeughalters (Leerzustand oder Vollzustand) detektierbar ist.
Insbesondere kann so für jede einzelne Werkzeugaufnahme mittels des Sensors
bzw. der Sensoren festgestellt werden, ob und aus welcher Werkzeugaufnahme
ein Werkzeug entnommen wird.
Vorzugsweise ist der Sensor zur eindeutigen Identifizierung eines in den Werk
zeughalter betriebsmäßig eingesetzten Werkzeugs ausgelegt. Auf diese Weise ist
über eine Bestimmung des Aufnahmezustandes der Werkzeughalter hinaus auch
eine eindeutige Identifizierung bzw. Erkennung der in die Werkzeughalter ein
zusetzenden Werkzeuge möglich. Somit können Benutzerfehler, die durch ein
Einsetzen falscher Werkzeuge bzw. Gegenstände in die Werkzeugwechselkasten
auftreten könnten, vermieden bzw. ausgeschlossen werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Sensor ein optischer Sensor,
insbesondere eine Transmissions- oder Reflexionslichtschranke. Bevorzugt
arbeitet der optische Sensor im infraroten und/oder sichtbaren optischen Spek
tralbereich. Insbesondere kann der optische Sensor eine Leuchtdiode (LED) oder
eine Halbleiterlaserdiode als optischen Sender und eine Photodiode bzw. einen
Phototransistor als optischen Empfänger umfassen. Optischer Sender und
Empfänger können hierbei als Transmissionslichtschranke angeordnet sein, so
daß das Einsetzen eines Werkzeuges in den zugeordneten Werkzeughalter einen
vom optischen Sender zum optischen Empfänger gesendeten Lichtstrahl unter
bricht und dadurch das Signal auslöst. Alternativ ist es ebenfalls möglich, den
optischen Sender und optischen Empfänger entsprechend einer Reflexionslicht
schranke anzuordnen. Hierbei wird ein Lichtstrahl vom optischen Empfänger nur
dann empfangen, wenn ein Werkzeug in einer dem optischen Sensor zugeordne
ten Werkzeugaufnahme ist. Eine Messung der Signalstärke des reflektierten
optischen Signals in dem optischen Empfänger läßt sich ferner - bei gegebener
Geometrie - ein Rückschluß auf den Reflexionskoeffizienten des eingesetzten
Werkzeugs ziehen und folglich, ob es sich bei dem eingesetzten Gegenstand
auch tatsächlich um ein zugeordnetes Werkzeug handelt.
Ein besonderer Vorteil ergibt sich, wenn der optische Sensor bzw. mehrere
optische Sensoren in dem Grundgehäuse derart angeordnet werden, daß sie für
unterschiedlich nachbearbeitete Werkzeughalter nicht nachjustiert bzw. einge
stellt werden müssen. Dies ist insbesondere im Fall einer Transmission- oder
Reflexionslichtschranke möglich, wenn die Werkzeughalter mit einer geeigneten
Detektionsbohrung bzw. Detektionsöffnung unabhängig von ihrer Nachbearbei
tung bereitgestellt werden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Sensor ein magneti
scher Sensor. Vorteilhafterweise ist der Magnetsensor derart ausgelegt, daß er
ausschließlich auf metallische Gegenstände reagiert, so daß Sensorfehlfunktio
nen aufgrund von u. U. eingesetzten Fremdkörpern in ihrer Wahrscheinlichkeit
verringert werden können.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfaßt der Sensor eine
Ausleseeinrichtung, die zum Auslesen bzw. Empfangen von elektronischen
Kodierungen des Werkzeuges ausgelegt ist. So kann in dem Werkzeug beispiels
weise eine elektronische Kodierung in Form eines elektronischen Schaltkreises
(Chip) vorgesehen sein, die mittels der Ausleseeinrichtung ausgelesen werden
kann. Vorteilhafterweise ermöglicht dies die eindeutige Identifizierung eines
Werkzeuges, das in die dem Sensor zugeordnete Werkzeugaufnahme eingesetzt
ist. Fehlfunktionen, die durch ein versehentliches Vertauschen der einzusetzen
den Werkzeuge in den Werkzeugwechselkasten begründet liegen, können so auf
ein Minimum reduziert werden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht das Grundgehäuse
des Werkzeugwechselkastens aus Metall, insbesondere aus Aluminium oder
anderen leicht zu bearbeitenden Metallen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht der Werkzeughalter
aus Kunststoff bzw. Plastikmaterial. Da ein solches Material eine einfache
Nachbearbeitung der Werkzeughalter ermöglicht, kann diese in vielen Fällen auch
direkt vom Endbenutzer des Werkzeugwechselkastens vorgenommen werden. Da
derartige Materialien ferner kostengünstig sind, fallen bei einer Werkzeugände
rung, die neue Werkzeughalter erfordert, nur geringe Materialkosten an.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform bestehen das Grund
gehäuse und der Werkzeugwechselhalter aus gleichem Material und der Werk
zeugwechselhalter ist vorzugsweise aus dem Grundgehäuse herausgearbeitet.
Ein solches Herausarbeiten ist beispielsweise durch eine Laserbohrung möglich,
wobei der herausgearbeitete Werkzeughalter vorteilhafterweise automatisch
paßgenau auf die entstehende Ausnehmung in dem Grundgehäuse zugeschnitten
ist.
Vorteilhafterweise weist das Grundgehäuse an seiner betriebsmäßigen Oberseite
eine Ausnehmung auf, in welche der Werkzeughalter zumindest teilweise ein
führbar ist. Eine solche Ausnehmung kann beispielsweise durch Bohren und/oder
Fräsen in dem Grundgehäuse hergestellt werden. Vorteilhafterweise wird die
Ausnehmung derart ausgebildet, daß der zugeordnete Werkzeughalter hierein
paßgenau eingeführt werden kann.
Vorteilhafterweise weist der Werkzeughalter an seiner betriebsmäßigen Oberseite
eine Ausnehmung auf, die als Werkzeugaufnahme ausgelegt ist.
Insbesondere ist es vorteilhaft, die Aufnahme kreisförmig zylindrisch mit einem
Zylinderdurchmesser auszubilden, welcher einem zugeordneten Werkzeugaußen
durchmesser eines aufzunehmenden Werkzeugs im wesentlichen entspricht. Dies
ermöglicht es, Werkzeuge mit einer kreisförmigen zylindrischen Form paßgenau
bzw. sicher in dem Werkzeughalter zu halten. Die im wesentlichen paßgenaue
und auf das zugeordnete Werkzeug angepaßte Form der Aufnahme bewirkt
hierbei vorteilhafterweise gleichzeitig eine Lagejustage des Werkzeugs zu einem
unter Umständen vorgesehenen Sensor.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Werkzeugwechselkasten mit
zumindest einer Lagezentriereinrichtung bereitgestellt, die in dem Grundgehäuse
und/oder dem Werkzeughalter vorgesehen ist, welche betriebsmäßig eine vor
bestimmte relative Lagefestlegung des Werkzeughalters zu dem Grundgehäuse
ermöglicht. Eine derartige Lagezentriereinrichtung kann sich dann als vorteilhaft
erweisen, wenn gewisse bauliche Merkmale der Werkzeugwechselhalter in
vorbestimmten Dreh- bzw. Lagejustierungen relativ zu dem Werkzeugwechselhal
ter betriebsmäßig gelangen sollen. Insbesondere ist es hierdurch möglich, eine
Detektionsöffnung bzw. Detektionsbohrung in den Werkzeugwechselhaltern mit
dem unter Umständen bereitgestellten Sensor zu positionieren.
Vorteilhafterweise kann die Lagezentriereinrichtung zumindest einen Werk
zeughalterzentrierstift umfassen, der vom Boden bzw. der unteren Fläche der
Ausnehmung vorspringt und betriebsmäßig in Eingriff mit einer Zentrierbohrung
an der betriebsmäßigen Unterseite bzw. der unteren Fläche des Werkzeughalters
ist.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfaßt der Werkzeug
wechselkasten eine Steuerungselektronik, die mit dem zumindest einem Sensor
und einer Bedienungs- und Kontrollanzeige verbunden ist. Insbesondere kann die
Steuerungselektronik ausgelegt sein, den bzw. die Aufnahmezustände der
Werkzeughalter auf der Anzeige darzustellen.
Bevorzugt umfaßt die Steuerungselektronik einen Mikroprozessorrechner mit
einer seriellen Schnittstelle (beispielsweise eine V24-Schnittstelle), über welche
eine Verbindung mit einer externen Werkzeugsteuerelektronik hergestellt werden
kann. Hierdurch ist es möglich, die mittels des Sensors bzw. der Sensoren
detektierten Aufnahmezuständen der Werkzeughalter an die externe Steuerungs
elektronik beispielsweise eines Bearbeitungsgeräts weiterzuleiten, die nachfol
gend in Abhängigkeit des detektierten Aufnahmezustandes bzw. des identifizier
ten Werkzeuges eine entsprechende Bearbeitung eines Werkstückes mit dem
entnommenen Werkzeug auslöst bzw. vornimmt bzw. steuert.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind zumindest zwei
Werkzeugaufnahmen in dem Grundgehäuse vorgesehen und die Steuerungselek
tronik gibt ein Fehler- oder Abbruchssignal aus, wenn zumindest zwei Aufnahme
zustände der zumindest zwei Werkzeugaufnahmen Leerzuständen (Werkzeughal
ter enthält kein Werkzeug) entsprechen. Hierdurch kann sichergestellt werden,
daß der Benutzer des Werkzeugwechselkastens zu jeder Zeit höchstens ein
Werkzeug aus demselben entnehmen kann, selbst wenn der Werkzeugwechsel
kasten zwei oder mehr Werkzeuge enthält, ohne ein Fehler- und/oder Abbruchs
signal auszulösen. Eine versehentliche Verwendung eines für einen vorbestimm
ten Bearbeitungsvorgang falschen Werkzeugs wird somit verhindert.
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung eines erfindungsgemäßen Wechselka
stens für eine Halterung von Schraubernüssen beispielsweise für Elektro-Hand
schrauber. Typischerweise weisen solche Schraubernüsse eine im wesentlichen
kreisförmig zylindrische Außengestalt mit unterschiedlichen Durchmessern auf,
für die vorteilhafterweise jeweils ein passender Werkzeughalter mit einer ent
sprechenden kreisförmigen zylindrischen Aufnahme aus jeweiligen Werkzeughal
terrohlingen gefertigt wird. So erfordert eine Änderung der Schraubernüsse keine
Änderung bzw. Neuerstellung des Grundgehäuses der Werkzeugwechselbox,
sondern lediglich eine Änderung bzw. Neuerstellung der Werkzeughalter.
Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft anhand von Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform eines erfindungs
gemäßen Werkzeugwechselkastens;
Fig. 2(a) eine Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Werkzeughalter
rohlings;
Fig. 2(b) eine Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen nachbearbeiteten
Werkzeughalters;
Fig. 2(c) eine Aufsicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Grundgehäuses;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines erfin
dungsgemäßen Werkzeugwechselkastens.
Fig. 1 ist eine vertikale Schnittansicht durch eine Querseite einer Ausführungs
form eines erfindungsgemäßen Werkzeugwechselkastens 10. Der Werkzeug
wechselkasten 10 umfaßt einen Standsockel 12, eine untere Abdeckung 14 und
eine obere Abdeckung 16. Auf einem horizontalen, ebenen Abschnitt der unteren
Abdeckung 14 ist ein Grundgehäuse 18 befestigt. Das Grundgehäuse 18 ist ein
einstückiger langgestreckter Aluminiumkörper, von dessen Oberseite aus sich
vier kreisförmig zylindrische Ausnehmungen 20 (20 1, 20 2, 20 3 und 20 4) in einer
gegenüber der vertikalen leicht geneigten Richtung zu dem ebenen Abschnitt der
unteren Abdeckung 14 erstrecken (siehe auch Fig. 2(c)). Die Ausnehmungen 20
weisen identische Innendurchmesser auf und sind entlang der Längsachse des
Grundgehäuses 18 angeordnet, wie in Fig. 2(c) dargestellt ist. Die obere Ab
deckung 16 ist auf den oberen Teil bzw. die Oberkante der unteren Abdeckung 14
sowie auf die Oberseite des Grundgehäuses 18 aufgesetzt. Im Bereich der
Ausnehmungen 20 des Grundgehäuses weist die obere Abdeckung 16 kreisför
mige Bohrungen 22 auf, welche die darunterliegenden Ausnehmungen freilegen.
Ferner ist in der oberen Abdeckung 16 eine Bedienungs- und Kontrollanzeige 24
vorgesehen.
Entlang der Zylinderachse der Ausnehmungen 20 sind jeweils Gewindebohrun
gen 26 (26 1, 26 2, 26 3, 26 4) in dem Grundgehäuse 18 vorgesehen. Entlang einer
Richtung, die senkrecht zu der Längsachse des rechteckigen Grundgehäuses 18
und der axialen Richtung der Ausnehmungen 20 ist, sind in dem Grundgehäuse
18 ferner Lichtschrankenbohrungen 28 (28 1, . . . 28 4) vorgesehen, die jeweils
durch die entsprechenden Ausnehmungen 20 (20 1, . . . 20 4) verlaufen. Optische
Sender bzw. optische Empfänger, die in den jeweiligen Endabschnitten der
Lichtschrankenbohrungen 28 vorgesehen sind, sind in Fig. 1 nicht dargestellt.
Fig. 2(a) und 2(b) zeigen Werkzeughalterungen 30, 30', welche in die Auf
nahmen 20 eingeführt werden können (vgl. Fig. 1 und Fig. 2(c)). Die in Fig. 2(a)
und 2(b) im Querschnitt dargestellten Werkzeughalter 30, 30' haben hierbei in
einem unteren Abschnitt eine kreisförmig zylindrische Außenfläche mit einem
Außendurchmesser, der dem Innendurchmesser der Aufnahmen 20 im wesentli
chen entspricht. Jeweils auf die oberen Zylinderstirnflächen der Werkzeughalter
30, 30' sind ringförmige Deckelplatten 32, 32' aufgesetzt, die eine mittige
Bohrung aufweisen. Der Innendurchmesser dieser Bohrungen entspricht hierbei
genau einem Innendurchmesser von entlang den Zylinderachsen der Werk
zeughalter 30, 30' verlaufenden Bohrungen 34, 34', die sich von jeweiligen
oberen Stirnflächen erstrecken.
Quer zu den Zylinderachsen der Werkzeugaufnahmen 30, 30' sind Lichtschran
kenbohrungen 33, 33' vorgesehen, die jeweils durch die Zylinderachsen und
durch die Bohrungen 34, 34' verlaufen. Während der in Fig. 2(a) dargestellte
Werkzeughalter eine vergleichsweise kleine Bohrung 34 aufweist, ist die Bohrung
34' bei dem in Fig. 2(b) dargestellten Werkzeughalter 30' nachträglich auf einen
größeren Innendurchmesser vergrößert worden. Der Werkzeughalter 30 ent
spricht einem Werkzeughalterrohling, d. h. einem Auslieferungszustand der
Werkzeughalter. Ohne Nachbearbeitung ist dieser Werkzeughalter 30 zur Auf
nahme eines Werkzeuges, hier einer nicht dargestellten Schraubernuß ausgelegt,
die einen Außendurchmesser aufweist, der im wesentlichen dem Innendurch
messer der Bohrung 34 entspricht. Um einen Werkzeughalterrohling 30 an
unterschiedliche Werkzeuge, hier unterschiedliche Schraubernüsse anzupassen,
muß lediglich der Innendurchmesser der Bohrung 34 auf den gewünschten
Innendurchmesser vergrößert werden, wie das bei dem Werkzeughalter 30' in
Fig. 2(b) vorgenommen wurde.
Nach einer den jeweiligen Schraubernüssen entsprechenden Bearbeitung werden
die Werkzeughalter 30, 30' jeweils in die Aufnahmen 20 eingeführt und mit einer
nicht dargestellten Schraube, die durch eine Schraubenöffnung 36, 36' einge
führt wird, in den Gewindebohrungen 26 an das Grundgehäuse 18 fest
geschraubt. Hierbei sorgen jeweilige Lagezentrierstifte 38, die von jeweiligen
unteren Stirnflächen der Ausnehmungen 20 in axialer Richtung vorspringen,
dafür, daß die Lichtschrankenbohrungen 33, 33' der Werkzeughalter 30, 30'
jeweilig koaxial mit den Lichtschrankenbohrungen 28 des Grundgehäuses 18
verlaufen. Hierzu treten die Lagezentrierstifte 38 in Eingriff mit jeweils dafür
vorgesehenen Zentrierbohrungen in der unteren Stirnfläche der Werkzeughalter
30, 30' (nicht dargestellt).
In die Enden der Lichtschrankenbohrungen 28 sind jeweilig Infrarotleuchtdioden
40 und Infrarotempfänger 42 (beispielsweise Infrarotdetektoren) eingeführt, um
so Transmissionslichtschranken zu bilden. Aufnahmezustände der als Werkzeug
aufnahmen dienenden Bohrungen 34, 34' können somit über die als optischen
Sensor fungierende Lichtschranken 40, 42 detektiert werden. Eine Abänderung
oder Erneuerung eines Werkzeughalters (30, 30') erfordert keine neue bzw.
nachträgliche Justage der Lichtschranke.
Die jeweiligen Leuchtdioden 40 und Photodetektoren 42 sind mit einer nicht
dargestellten Steuerungselektronik in dem Werkzeugwechselkasten 10 verbun
den. Erfolgt eine Entnahme eines Werkzeugs (einer Schraubernuß) aus der
Bohrung 34 oder 34', wird dies dem Benutzer auf der Bedienungs- und Kontroll
anzeige 24 optisch dargestellt. Werden zwei Werkzeuge (zwei Schraubernüsse)
aus jeweiligen Bohrungen entnommen, so erzeugt die Steuerungselektronik ein
Fehler- bzw. Abbruchssignal, das zu einer Unterbrechung des vorgesehenen
Schraubvorganges führt. Hierdurch wird verhindert, daß der Benutzer versehent
lich ein falsches Werkzeug für einen vorgesehenen Bearbeitungsschritt eines
Werkstückes einsetzt oder falsche Bearbeitungsparameter für einen vorbestimm
ten Bearbeitungsschritt von der Steuerungselektronik ausgelöst werden. Dies ist
insbesondere im Fall von Schraubvorgängen mit Elektro-Handschraubern von
Vorteil, da hierbei den vorbestimmten Schraubvorgängen jeweils eine Drehmo
ment/Drehwinkelsteuerkurve zugeordnet ist, die durch eine vorbestimmte
Schraubreihenfolge der durchzuführenden Schraubvorgänge von dem Werk
zeugwechselkasten durch Entnahme der Schraubernüsse ausgelöst wird. Um zu
diesem Zweck mit einer übergeordneten Schraubersteuerung kommunizieren zu
können, umfaßt der Werkzeugwechselkasten 10 eine serielle V24-Schnittstelle
(nicht dargestellt).
In Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines erfin
dungsgemäßen Werkzeugwechselkasten dargestellt. Die Bedienungs- und Kon
trollanzeige ist hierbei mit einem LCD-Display 44 und den jeweiligen Ausnehmun
gen 20 zugeordneten Kontrolleuchtdioden 46 bereitgestellt, über die der Benut
zer den Status der jeweiligen zugeordneten Werkzeuge erkennen kann. Der
Standsockel ist als Tisch-Befestigungsplatte ausgebildet und erlaubt eine sichere
Befestigung des Werkzeugwechselkasten über Befestigungsschlitze 48.
10
Werkzeugwechselkasten
12
Standsockel
14
untere Abdeckung
16
obere Abdeckung
18
Grundgehäuse
20
Ausnehmungen
22
Bohrungen
24
Bedienungs- und Kontrollanzeige
26
Gewindebohrungen
28
Lichtschrankenbohrungen im Grundgehäuse
30
Werkzeughalter (Werkzeughalterrohling)
30
' Werkzeughalter
32
Deckelplatte
32
' Deckelplatte
33
Lichtschrankenbohrung im Werkzeughalter
33
' Lichtschrankenbohrung im Werkzeughalter
34
Bohrung
34
' Bohrung
36
Schraubendurchführung
38
Lagezentrierstifte
40
Infrarotleuchtdiode
42
Infrarotempfänger
44
LCD-Display
46
Kontrolleuchtdioden
48
Befestigungsschlitze
Claims (18)
1. Werkzeugwechselkasten (10) mit einem Grundgehäuse (18), das zumindest
eine Halterung (22) für zumindest einen zugeordneten nachbearbeitbaren
Werkzeughalter (30, 30') umfaßt, wobei der Werkzeughalter (30, 30') mit
zumindest einer Werkzeugaufnahme (34, 34') bereitgestellt ist.
2. Werkzeugwechselkasten (10) nach Anspruch 1, wobei in dem Grund
gehäuse (18) und/oder in dem Werkzeughalter (30, 30') zumindest ein
Sensor (40, 42) vorgesehen ist, so daß ein Aufnahmezustand des Werk
zeughalters (30, 30') detektierbar ist.
3. Werkzeugwechselkasten (10) nach Anspruch 2, wobei der Sensor (40, 42)
zur eindeutigen Identifizierung eines in den Werkzeughalter (30, 30') be
triebsmäßig eingesetzten Werkzeugs ausgelegt ist.
4. Werkzeugwechselkasten (10) nach Anspruch 2 oder 3, wobei der Sensor
(40, 42) ein optischer Sensor, insbesondere eine Transmissions- oder Refle
xionslichtschranke ist.
5. Werkzeugwechselkasten (10) nach Anspruch 2 oder 3, wobei der Sensor
ein magnetischer Sensor ist.
6. Werkzeugwechselkasten (10) nach Anspruch 2 oder 3, wobei der Sensor
eine Ausleseeinrichtung umfaßt, die zum Auslesen von elektronischen
Codierungen des Werkzeugs ausgelegt ist.
7. Werkzeugwechselkasten (10) nach einem oder mehreren der vorangegange
nen Ansprüche, wobei das Grundgehäuse (18) aus Metall, insbesondere
Aluminium, besteht.
8. Werkzeugwechselkasten (10) nach einem oder mehreren der vorangegange
nen Ansprüche, wobei der Werkzeughalter (18) aus Kunststoff besteht.
9. Werkzeugwechselkasten (10) nach einem oder mehreren der vorangegange
nen Ansprüche, wobei das Grundgehäuse (18) und der Werkzeughalter
(30, 30') aus gleichem Material bestehen und der Werkzeughalter (30, 30')
vorzugsweise aus dem Grundgehäuse (18) herausgearbeitet ist.
10. Werkzeugwechselkasten (10) nach einem oder mehreren der vorangegange
nen Ansprüche, wobei das Grundgehäuse (18) an seiner betriebsmäßigen
Oberseite eine Ausnehmung (20) aufweist, in welche der Werkzeughalter
(30, 30') zumindest teilweise einführbar ist.
11. Werkzeugwechselkasten (10) nach einem oder mehreren der vorangegange
nen Ansprüche, wobei der Werkzeughalter (30, 30') an seiner betriebs
mäßigen Oberseite eine Ausnehmung aufweist, die als die Werkzeugauf
nahme (34, 34') ausgelegt ist.
12. Werkzeugwechselkasten (10) nach Anspruch 11, wobei die Aufnahme
(34, 34') kreisförmig zylindrisch mit einem Zylinderdurchmesser ist, welcher
einem zugeordneten Werkzeugaußendurchmesser eines aufzunehmenden
Werkzeugs entspricht.
13. Werkzeugwechselkasten (10) nach einem oder mehreren der vorangegange
nen Ansprüche, wobei zumindest eine Lagezentriereinrichtung (38) in dem
Grundgehäuse (18) und/oder dem Werkzeughalter (30, 30') vorgesehen ist,
welche betriebsmäßig eine relative vorbestimmte Lage des Werkzeughalters
(30, 30') in dem Grundgehäuse (18) festlegt.
14. Werkzeugwechselkasten (10) nach Anspruch 13, wobei die Zentrierein
richtung (38) zumindest einen Werkzeughalterzentrierstift (38) umfaßt, der
vom Boden der Ausnehmung (20) vorspringt und betriebsmäßig in Eingriff
mit einer Zentrierbohrung an der betriebsmäßigen Unterseite des Werk
zeughalters (30, 30') ist.
15. Werkzeugwechselkasten (10) nach einem oder mehreren der vorangegange
nen Ansprüche und Anspruch 2, wobei der Werkzeugwechselkasten (10)
eine Steuerungselektronik umfaßt, die mit dem zumindest einen Sensor
(40, 42) und einer Bedienungsanzeige (24) verbunden ist.
16. Werkzeugwechselkasten (10) nach Anspruch 15, wobei die Steuerungs
elektronik einen Mikroprozessorrechner mit einer seriellen Schnittstelle
umfaßt, über welche eine Verbindung mit einer externen Werkzeugsteuer
elektronik hergestellt werden kann.
17. Werkzeugwechselkasten (10) nach Anspruch 15 oder 16, wobei zumindest
zwei Werkzeugaufnahmen (34, 34') vorgesehen sind und die Steuerungs
elektronik ein Fehlersignal ausgibt, wenn zumindest zwei Aufnahmezustän
de der zumindest zwei Werkzeugaufnahmen (34, 34') Leerzuständen ent
sprechen.
18. Verwendung eines Werkzeugwechselkasten (10) nach einem oder mehreren
der vorangegangenen Ansprüche zur Halterung von Schraubernüssen.
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|---|---|---|---|
| DE19904775A DE19904775B4 (de) | 1999-02-05 | 1999-02-05 | Werkzeugwechselkasten |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19904775A DE19904775B4 (de) | 1999-02-05 | 1999-02-05 | Werkzeugwechselkasten |
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ID=7896589
Family Applications (1)
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