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Die
Erfindung betrifft eine Erektionsvorrichtung für einen menschlichen Penis
gemäß den Merkmalen
des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
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Im
Stand der Technik (DE-A-35 22 758) ist eine Erektionsvorrichtung
bekannt, die als Penisimplantat entsprechend implantierbar ist.
Diese Erektionsvorrichtung weist einen Verankerungsschaft, ein Strömungsmittelreservoir,
eine Pumpe zum Befördern
des Strömungsmittels
sowie eine Druckkammer und ein entsprechendes Entlastungsventil
für die Druckkammer
auf.
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Diese
Erektionsvorrichtung weist einen langen einheitlichen Körper auf,
wobei am unteren Ende der Verankerungsschaft vorgesehen ist, der
im Wurzelende des Corupus Cavernosum (Schwellkörper) verankerbar ist. Am vorderen
Ende der Erektionsvorrichtung, also an der distalen Spitze, die
im Bereich der Eichel am vorderen Ende des Corpus Cavernosum vorgesehen
ist, ist die Pumpvorrichtung vorgesehen. Der Zwischenabschnitt der
Erektionsvorrichtung weist eine Druckkammer auf, die als schlauchähnliches
Element ausgeführt
ist, nämlich vorzugsweise
aus einem Dakrongewebe, das mit Silikon beschichtet ist, besteht
und eine bestimmte Elastizität
bzw. Dehnbarkeit aufweist, so dass, wenn das schlauchähnliche
Element mit Strömungsmittel aufgefüllt und
unter Druck gesetzt wird, seine ihm zugedachte Funktion erfüllt und
das Aufrichten des Penis gewährleistet.
Hierzu wird vorzugsweise ein nicht komprimierbares Strömungsmittel
wie Wasser und/oder ein salinisches oder freifließendes Gel
verwendet.
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Das
Strömungsmittelreservoir
der bekannten Erektionsvorrichtung wird im wesentlichen durch eine zweite
Hülle gebildet,
die das schlauchähnliche
Element umgibt. Diese das schlauchähnliche Element umgebende Hülle ist – im Gegensatz
zum schlauchähnlichen
Element – aus
einem relativ elastischen oder denbaren Material, beispielsweise
einem nicht verstärkten
Silikonkautschuk gefertigt. Wird nun die Pumpvorrichtung dieser
Erektionsvorrichtung betätigt,
d.h. das vordere Penisende in der Nähe der Eichel entsprechend
gedrückt,
so fließt
das Strömungsmittel
aus dem Strömungsmittelreservoir in
das schlauchähnliche
Element und der Penis richtet sich auf und erhält seine ihm zugedachte Steifigkeit.
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Im
Stand der Technik sind weitere Erektionsvorrichtungen, wie beispielsweise
aus der DE-A-38 27 967, aus der DE-C-30 48 591 oder der DE-C-37 22
935 bekannt. Allen diesen Erektionsvorrichtungen ist im wesentilchen
gemeinsam, dass sie einen massiv ausgebildeten Verankerungsschaft
aufweisen, der im Wurzelende des Corpus Cavernosum verankert ist,
wobei ein schlauchähnliches
Element mit Strömungsmittel
befüllbar
ist, dass im Corpus Cavernosum-Gewebe
des Penis vorgesehen bzw. implantiert ist. Weiterhin ist eine Pumpvorrichtung
bzw. ein Strömungsmittelreservoir
vorgesehen, das ballonähnlich
ausgeführt
ist und im Skrotrum (Hodensack) angeordnet bzw. vorgesehen ist.
Diese Pumpvorrichtung bzw. dieses Strömungsmittelreservoir ist über eine
Strömungsleitung
mit dem schlauchähnlichen Element
strömungsverbunden.
Durch Betätigung
der ballonähnlich
ausgeführten
Pumpvorrichtung, d.h. durch entsprechendes Drücken des Hodensackes, an der
Stelle, wo die Pumpvorrichtung vorgesehen ist, wird das Strömungsmittel
in das schlauchähnliche
Element befördert,
um die künstliche
Erektion des Penis zu realisieren. Zwar zeigen die hier geschilderten
Erektionsvorrichtungen unterschiedlich ausgebildete Entlastungsventile,
die auch an unterschiedlichen Stellen vorgesehen sind, allen Erektionsvorrichtungen
ist aber gemeinsam, dass deren Betätigung über eine ballonähnliche
Pumpvorrichtung bzw. ein ballonähnlich
ausgeführtes
Strömungsmittelreservoir
realisiert wird, das im Skrotum angeordnet ist.
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Aus
der US-PS-4,449,520 ist eine Erektionsvorrichtung bekannt, wo ein
Verankerungsschaft, ein Strömungsmittelreservoir
und eine Pumpvorrichtung vorgesehen sind, die sequentiell hintereinander
angeordnet sind. Hierbei bildet so wohl der Verankerungsschaft als
auch die Pumpvorrichtung eine separate Baueinheit, die Pumpvorrichtung
wird nämlich auf
den Verankerungsschaft quasi aufgesteckt. Weiterhin ist ein Rücklaufventil
vorhanden, das innerhalb der Pumpvorrichtung angeordnet ist und
entsprechend manuell betätigt
werden kann, damit ein Rückströmen des
Strömungsmittel
in das Strömungsmittelreservoir
gewährleistet
ist.
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Weiterhin
ist aus der US-PS-4,364,379 eine Erektionsvorrichtung bekannt, wo
ein Verankerungsschaft und ein schlauchähnliches Element sowie eine Pumpvorrichtung
vorgesehen sind, die ebenfalls sequentiell hintereinander angeordnet
sind, allerdings ist die Pumpvorrichtung separat ausgebildet und
der Verankerungsschaft aus Vollmaterial hergestellt.
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Schließlich ist
aus der US-PS-5,704,895 eine Pumpvorrichtung bekannt, die als Pumpenbalg ausgeführt ist
und der im Hodensack anzuordnen ist.
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Die
im Stand der Technik bekannte Erektionsvorrichtung, von der die
Erfindung ausgeht (US-PS-4,449,520), ist noch nicht optimal ausgebildet.
Da hier sowohl der Verankerungsschaft als auch die Pumpvorrichtung
ineinander gefügt
werden, müssen
die entsprechenden ineinander zu fügenden Teile mit der entsprechenden
Bemaßung
sehr genau aufeinander abgestimmt werden, damit Leckagen vermieden
sind. Weiterhin ist die Konstruktion der Pumpvorrichtung sehr aufwendig,
wobei nämlich
das Rücklaufventil
innerhalb dieser Pumpvorrichtung angeordnet ist und hierbei Strömungskanäle innerhalb eines
in der Pumpvorrichtung vorgesehenen „Zwischenstückes" ausgebildet sind.
Aufgrund des hier anzuordnenden „Zwischenstückes" muß die Pumpvorrichtung
auch entsprechend groß dimensioniert werden
und ist zusätzlich
konstruktionstechnisch sehr aufwendig. Im Ergebnis ist die im Stand
der Technik bekannte Erektionsvorrichtung, von der die Erfindung
ausgeht, nur mit sehr großem
Arbeitsaufwand bzw. mit sehr großen Kosten herzustellen, wobei
diese einerseits die Gefahr von Leckagen beherbergt und andererseits
die Dimensionierung der Pumpvorrichtung zusätzlich entsprechend groß ist.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte
Erektionsvorrichtung derart auszugestalten und weiterzubilden, dass
die Herstellungskosten verringert sind, insbesondere auch die Gefahr
von Leckagen verringert ist und eine optimalere Dimensionierung,
vzw. Verkleinerung der Pumpvorrichtung erreicht ist.
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Die
zuvor aufgezeigte Aufgabe wird nun gemäß den Merkmalen des Kennzeichnungsteils
des Patentanspruches 1 gelöst.
Dadurch, dass nunmehr die Pumpvorrichtung und der Verankerungsschaft
als eine Baueinheit ausgebildet sind, werden unnötige Leckagen vermieden. Da
nunmehr ein Rücklaufventil im
Bereich des Auslasses der Pumpvorrichtung angeordnet ist und eben
nicht mehr als „Zwischenstück" in der Pumpe selbst,
muß die
Pumpvorrichtung nicht mehr so groß dimensioniert werden wie
bisher. Weiterhin ist die Ausbildung von entsprechenden Strömungskanälen auch
nicht mehr erforderlich, sondern das Rückströmen des Strömungsmittels wird über einen
Rücklaufschlauch
realisiert. Im Ergebnis werden durch die erfindungsgemäße Erektionsvorrichtung die
eingangs beschriebenen Nachteile vermieden, wobei die Kosten zur
Herstellung dieser Erektionsvorrichtung wesentlich verringert sind,
insbesondere Leckagen vermieden werden und die Pumpvorrichtung kleiner
dimensioniert werden kann.
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Es
gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, die
erfindungsgemäße Erektionsvorrichtung
in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Hierfür darf an
dieser Stelle auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche verwiesen
werden. Im übrigen
wird nun eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
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1 einen
Penis mit der erfindungsgemäßen implantierten
Erektionsvorrichtung in einem drucklosen Zustand in einer schematischen
Darstellung im Schnitt von der Seite,
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2 einen
Schnitt entlang der Linie II-II in 1 in einer
schematischen Darstellung.
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3 das
Rücklaufventil
der Erektionsvorrichtung im Schnitt in einer schematischen Darstellung
im geschlossenen Zustand,
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4 das
Rücklaufventil
der Erektionsvorrichtung im Schnitt in einer schematischen Darstellung
im geöffneten
Zustand,
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5 den
Penis mit der implantierten erfindungsgemäßen Erektionsvorrichtung aus 1 im erigierten
Zustand, also nach Betätigung
der Erektionsvorrichtung im Schnitt in einer schematischen Darstellung
und
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6 einen
Schnitt entlang der Linie VI-VI in 5 in einer
schematischen Darstellung.
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Die 1 bis 6 zeigen
eine Erektionsvorrichtung 1 bzw. Bestandteile der Erektionsvorrichtung 1 für einen
menschlichen Penis 2. Die hier dargestellte Erektionsvorrichtung 1 weist
zumindest einen Verankerungsschaft 3, ein Strömungsmittelreservoir 4,
eine Pumpvorrichtung 5 und ein mit Strömungsmittel auffüllbares,
schlauchähnlich
ausgebildetes Element 6 auf. Die einzelnen Bestandteile
der Erektionsvorrichtung 1 sowie deren Wirkungsweise werden
im folgenden noch näher
beschrieben werden. Das Strömungsmittel
ist hier mit keinem separaten Bezugszeichen versehen worden. Es
ist aber in der 1, 2, 5 und 6 zumindest
teilweise durch die schraffierte Fläche angedeutet.
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Der
Verankerungsschaft 3 ist zusätzlich als Strömungsmittelreservoir 4 ausgebildet
und der Verankerungsschaft 3, die Pumpvorrichtung 5 und
das schlauchähnliche
Element 6 sind im wesentlichen hintereinander angeordnet,
so dass die Pumpvorrichtung 5 im wesentlichen zwischen
dem Verankerungsschaft 3 und dem schlauchähnlichen
Element 6 vorgesehen ist.
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Wie
bereits eingangs erläutert,
sind durch die sequentielle Anordnung der einzelnen Bestandteile, nämlich des
Verankerungsschaftes 3 der gleichzeitig Strö mungsmittelreservoir 4 ist,
der Pumpvorrichtung 5 und dem schlauchähnlichen Element 6 nicht
nur die Strömungswege
für das
Strömungsmittel
minimiert, wodurch die Gefahr von Undichtigkeiten bzw. Leckagen
verhindert ist, sondern es ist insbesondere durch die Anordnung
der Pumpvorrichtung 5 eine für den Benutzer angenehme Betätigung der
Erektionsvorrichtung 1 gewährleistet.
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Wie
aus den 1 und 5 ersichtlich,
ist die Pumpvorrichtung 5 nämlich im Bereich des hinteren
Endes des Penis 2 bzw. bereits in den sich an das hintere
Ende anschließenden
Körperbereich
und nicht am vorderen distalen Ende in der Nähe der Eichel des Penis 2 vorgesehen.
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Folglich
hat die hier dargestellt Erektionsvorrichtung 1 den Vorteil,
dass der operative chirurgische Eingriff gering gehalten werden
kann und zusätzlich
hierdurch auch eine geringere Genesungszeit für den Patienten ermöglicht ist
und auch die Kosten für
die Krankenkassen aufgrund von nur kurzfristigen Krankenhausaufenthalten
verringert sind.
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Die
Erektionsvorrichtung 1 ist nun in den menschlichen Körper bzw.
in den Penis 2 derart implantiertbar, so dass das schlauchähnliche
Element 6 in den Corpus Cavernosum (Schwellkörper) des
Penis 2 und der Verankerungsschaft 3 im Wurzelende des
Corpus Cavernosum vorgesehen ist. Wie die 2 und 6 zeigen
sind zwei schlauchähnliche Elemente 6 vorgesehen.
Entsprechend können
in den Wurzelenden der einzelnen Corpus Cavernosa des Penis 2 dann
auch zwei Verankerungsschäfte 3 bzw.
zwei Pumpvorrichtungen 5 vorgesehen sein. Es ist aber auch
denkbar, soweit dies die Medizintechnik zulässt, dass nur ein Verankerungsschaft 3 und
eine Pumpvorrichtung 5 vorgesehen werden, die dann die Betätigung der
beiden schlauchähnlichen
Elemente 6 entsprechend realisiert.
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Das
schlauchähnliche
Element 6 bzw. die schlauchähnlichen Elemente 6 sind
hier als Gummischläuche
ausgeführt,
wobei jedes schlauchähnliche Element 6 eine
bestimmte Dehnbarkeit aufweist. Dies ist bei der hydraulisch ausgeführten Erektionsvorrichtung 1 deswegen
notwendig, damit beim Befüllen
der schlauchähnlichen
Elemente 6 mit der Flüssigkeit
bzw. dem Strömungsmittel die
entsprechende Steifigkeit des schlauchählichen Elementes 6 bzw.
des Penis 2, also ein Aufrichten des Perus 2 erzielt
werden kann. Hierzu sind die schlauchähnlichen Elemente 6 auf
bestimmte Art und Weise ausgebildet, was insbesondere aus 6 gut
ersichtlich ist.
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Das
schlauchähnliche
Element 6 weist ein mittleres Gewebe 7, vorzugsweise
Nylon und eine das Gewebe 7 umschließende Innenschicht 8 bzw. Außenschicht 9 auf.
Durch das Gewebe 7, die Innenschicht 8 sowie die
Außenschicht 9 ist
die Dehnbarkeit bzw, die Elastizität des schlauchähnlichen
Elementes 6 bestimmt. Die Elastizität bzw. Dehnbarkeit wird so
gewählt,
daß beim
Befüllen
des schlauchähnlichen
Elementes 6 mit dem Strömungsmittel
die entsprechende Steifigkeit des Penis 2 erzielbar ist.
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Die
im mittleren Abschnitt der Erektionsvorrichtung 1 vorgesehene
Pumpvorrichtung 5 weist einen Einlaß 10, einen Ansaugstutzen 11 und
ein Auslaßventil 12 auf.
Das Auslaßventil 12 ist
hier als Einwegklappenventil ausgeführt. Weiterhin weist die Pumpvorrichtung 5 entsprechend
elastisch ausgebildete Druckflächen 13 auf
die wie in den 1 und 5 ersichtlich
manuell eindrückbar
sind (gestrichelter Zustand), um den Pumpvorgang für das Strömungsmittel
zu realisieren. Die Pumpvorrichtung 5 ist also so angeordnet,
daß diese „von außen" manuell bedienbar
ist.
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Es
kann von Vorteil sein, wenn der Verankerungsschaft 3 und
die Pumpvorrichtung 5 als eine Baueinheit ausgebildet sind,
anders ausgedrückt,
die Pumpvorrichtung 5 integraler Bestandteil des vorderen
Endes des Verankerungschaftes 3 ist und derartig in diese
Baueinheit integriert ist, so daß „nur" die Druckflächen 13 entsprechend
betätigbar
sind bzw. zur manuellen Betätigung „frei liegen". So können die Druckflächen 13 bspw.
als eine Art Membran ausgeführt
werden.
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Es
ist ein Rücklaufventil 14 vorgesehen,
wobei das Rücklaufventil 14 ein
Rückströmen des
Strömungsmittels
vom schlauchähnlichen
Element 6 in das Strömungsmittelreservoir 4 bzw.
in das Innere des Verankerungsschachtes 3 ge währleistet.
Hierzu ist das Rücklaufventil 14 im
Bereich des Auslasses der Pumpvorrichtung 5 angeordnet
und über
einen Rücklaufschlauch 15 mit
dem Strömungsmittelreservoir 4 strömungsverbunden,
was aus 1 und 5 gut zu
erkennen ist. Die Anordnung bzw. konstruktive Ausgestaltung der
einzelnen Elemente, d.h. des Ansaugstutzens 11, des Rücklaufventiles 14 und/oder
Rücklaufschlauches 15 kann
im einzelnen verschiedenartig sein und liegt vzw. im Ermessen des Fachmannes,
wobei auch hier die für
diese einzelnen Elemente verwendeten Materialien eine entscheidende
Rolle spielen können.
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Wie
die 1 und 5 zeigen, ist das Rücklaufventil 14 am
vorderen Ende der Pumpvorrichtung 5 – zwischen Pumpvorrichtung 5 und schlauchähnlichem
Element 6 angeordnet. Das schlauchähnliche Element 6 bzw.
die schlauchähnlichen
Elemente 6 sind mit der Pumpvorrichtung 5 bzw.
mit dem Rücklaufventil 14 mit
Hilfe eines Klebers verbunden.
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Das
Rücklaufventil 14 ist
in den 3 und 4 näher dargestellt. Das Rücklaufventil 14 weist ein
Gehäuse 16 aus
nicht verformbarem Material und eine innerhalb des Gehäuses 16 bewegbar
gelagerte Druckstange 17 auf. Weiterhin weist das Rücklaufventil 14 einen
ersten und zweiten Durchgangskanal 18 und 19 auf,
wobei der erste Durchgangskanal 18 die Strömungsverbindung
des Auslasses der Pumpvorrichtung 5 über das Auslaßventil 12 zum schlauchähnlichen
Element 6 gewährleistet
und der zweite Durchgangskanal 19 die Strömungsverbindung
vom schlauchähnlichen
Element 6 über
den Rücklaufschlauch 15 zum
Strömungsmittelreservoir 4 gewährleistet.
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Der
zweite Durchgangskanal 19 ist nun mit Hilfe der Druckstange 17 öffnen- bzw. verschließbar. Hierzu
ist die Druckstange 17 in einer Führung 20 bewegbar
gelagert, wobei zwischen der hinteren, hier nicht näher bezeichneten
Endwandung der Führung 20 und
dem hinteren Ende der Druckstange 17 eine Feder 21 angeordnet
ist. Das vordere Ende der Druckstange 17 weist – im geschlossenen
Zustand des zweiten Durchgangskanals 19 – einen
aus dem Gehäuse 16 herausragenden
Betätigungsknopf 17a auf.
Bei Betätigung
des Betätigungsknopfes 17a ist die
Druckstange 17 derartig verschiebbar, so daß der zweite
Durchgangskanal 19 freigegeben wird. Hierzu weist die Druckstange 17 eine
Durchgangsöffnung bzw.
hier eine Nut 22 auf, die im wesentlichen korrespondierend
zum zweiten Durchgangskanal 19 ausgebildet ist, so daß – bei entsprechender
Betätigung der
Druckstange 17 – die
Durchgangsöffnung
bzw. hier die Nut 22 ein Durchströmen des zweiten Durchgangskanals 19 mit
Strömungsmittel
gewährleistet. Die
Durchströmung
des ersten Durchgangskanals 18 wird durch die Druckstange 17,
unabhängig
davon in welcher Position sich die Druckstange 17 befindet, nicht
behindert. Ein Rückfluß des Strömungsmittels aus
dem schlauchähnlichen
Elementes 6 in die Pumpvorrichtung 5 wird aber
durch das Auslaßventil 12 blockiert.
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Es
ist von Vorteil, wenn die Außenflächen der einzelnen
Bestandteile der Erektionsvorrichtung 1 einen für den menschlichen
Körper
verträglichen
Silikonkautschuk aufweisen. Dies vermindert zusätzlich die Genesungszeit für den Patienten
nach Durchführung
der Implantation.
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Zusammenfassend
darf im folgenden noch mal die Wirkungsweise der Erektionsvorrichtung 1 beschrieben
werden:
Soll nun die Steifigkeit des in 1 hier schlaff
dargestellten Penis 2 erhöht werden, so wird die Pumpvorrichtung 5 entsprechend
betätigt.
Hierzu werden manuell über
einen auszuübenden
Fingerdruck die Druckflächen 13 der
Pumpvorrichtung 5 eingedrückt, was in 1 und 5 gestrichelt
schematisch dargestellt ist. Hierbei wird über den Auslass der Pumpvorrichtung 5 beim
Eindrücken
der Druckflächen 13 Strömungsmittel
in das schlauchähnliche
Element 6 abgegeben. Über
den Ansaugstutzen 11 bzw. den Einlaß 10 der Pumpvorrichtung 5 wird,
da der Ansaugstutzen 11 sich in das Innere des Verankerungsschaftes 3 also
in das Strömungsmittelreservoir 4 erstreckt,
entsprechendes Strömungsmittel
in das Innere der Pumpvorrichtung 5 eingesaugt und über das Auslaßventil 12 in
das schlauchähnliche
Element 6 abgegeben. Da das schlauchähnliche Element 6,
d. h. das Gewebe 7 bzw. die Innen- und Außenschicht 8 und 9 eine
bestimmte Dehnbarkeit bzw. Elastizität des schlauchähnlichen
Elements 6 gewährleisten und
ein im wesentlichen nicht komprimierbares Strömungsmittel verwendet wird
(Wasser oder ein Silikongel), richtet sich der Penis 2 auf,
wie in 5 gezeigt, da das schlauchähnliche Element 6 entsprechend
mit Strömungsmittel
befüllt,
d.h. druckbeaufschlagt wird. Auch ein Vergleich zwischen den 2 und 6 zeigt
hier einerseits das schlauchähnliche Element 6 im
drucklosen und andererseits im druckbeaufschlagten Zustand.
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Soll
nun die Steifheit des Perus 2 verringert werden, also wieder
der drucklose Zustand realisiert werden, so muß gewährleistet sein, daß das Strömungsmittel
aus dem schlauchähnlichen
Element 6 wieder in das Strömungsmittelreservoir 4 zurückströmen kann.
Hierzu ist zwischen der Pumpvorrichtung 5 und dem schlauchähnlichen
Element 6 ein Rücklaufventil 14 angeordnet,
das entsprechend betätigbar
ist. Auf den entsprechenden Fingerdruck, der auf dem Betätigungsknopf 17a der
Druckstange 17 ausgeübt
werden kann, kann die Druckstange 17 entsprechend innerhalb
des Gehäuses 16 verschoben werden,
so daß der
zweite Durchgangskanal 19 mit der hier dargestellten Nut 22 der
Druckstange 17 korrespondiert, um den zweiten Durchgangskanal 19 freizugeben.
Wenn dies der Fall ist, strömt
das Strömungsmittel
aus dem druckbeaufschlagten Inneren des schlauchähnlichen Elementes 6 über den
zweiten Durchgangskanal 19 und den Rücklaufschlauch 15 in
das Strömungsmittelreservoir 4,
das durch das Innere des Verankerungsschaftes 3 gebildet
wird, zurück
und der Penis 2 verändert
seine in 5 dargestellte Lage wieder zu
der in 1 dargestellten Lage.
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Die
erfindungsgemäße Erektionsvorrichtung 1 weist
mehrere Vorteile auf, ist für
den Benutzer angenehm betätigbar
und verringert aufgrund der sequentiellen hintereinander geschalteten
Anordnung der einzelnen Bestandteile die Strömungswege für das Strömungsmittel, so daß Undichtigkeiten
bzw. Leckagen im wesentlichen vermieden werden können. Weiterhin bleibt der
Bereich des Skrotums unberührt,
wodurch der chriurgische Eingriff gering gehalten wird.