DE19903041A1 - Anordnung zur Kompensation von niederfrequenten Magnetfeldern - Google Patents
Anordnung zur Kompensation von niederfrequenten MagnetfeldernInfo
- Publication number
- DE19903041A1 DE19903041A1 DE1999103041 DE19903041A DE19903041A1 DE 19903041 A1 DE19903041 A1 DE 19903041A1 DE 1999103041 DE1999103041 DE 1999103041 DE 19903041 A DE19903041 A DE 19903041A DE 19903041 A1 DE19903041 A1 DE 19903041A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- line
- rail
- compensation
- overhead line
- arrangement according
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 239000004020 conductor Substances 0.000 title description 2
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 claims description 3
- 206010073261 Ovarian theca cell tumour Diseases 0.000 claims 1
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 238000010894 electron beam technology Methods 0.000 description 2
- 241001465754 Metazoa Species 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000005802 health problem Effects 0.000 description 1
- 230000036039 immunity Effects 0.000 description 1
- 230000002452 interceptive effect Effects 0.000 description 1
- 230000001788 irregular Effects 0.000 description 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 230000008439 repair process Effects 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
- B60M1/00—Power supply lines for contact with collector on vehicle
- B60M1/02—Details
- B60M1/06—Arrangements along the power lines for reducing interference in nearby communication lines
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
- B60M3/00—Feeding power to supply lines in contact with collector on vehicles; Arrangements for consuming regenerative power
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
- Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Kompensation niederfrequenter Magnetfelder, insbesondere an Stromversorgungsanlagen für elektrisch betriebene Schienenfahrzeuge, bei denen die Schienenfahrzeuge den von einer Einspeisungsstelle in eine Oberleitung eingespeisten Betriebsstrom abnehmen und über die Schienen zurückführen. DOLLAR A Die Aufgabe der Erfindung, die darin besteht, eine Anordnung zu schaffen, bei der niederfrequente Magnetfelder, die insbesondere in unmittelbarem Umfeld des Verlaufes von Stromversorgungsanlagen für Schienenfahrzeuge auftreten, minimiert werden, so, daß daraus resultierende Störungen an elektrischen und elektronischen Geräten weitestgehend vermieden werden, wird dadurch gelöst, daß im Oberleitungs- und Schienenbereich eine Kompensationsleitung (3) angeordnet ist, deren Stromfluß der Flußrichtung des Betriebsstromes (I) entgegengerichtet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Kompensation nieder
frequenter Magnetfelder, insbesondere an Stromversorgungs
anlagen für elektrisch betriebene Schienenfahrzeuge, bei denen
die Schienenfahrzeuge den von einer Einspeisungsstelle in eine
Oberleitung eingespeisten Betriebsstrom abnehmen und über die
Schienen zurückführen.
Sich negativ auswirkende Beeinflussungen durch niederfrequente
magnetische Felder, die durch stromführende elektrische Leiter
erzeugt werden, sind in der Vergangenheit entweder nicht be
wußt wahrgenommen oder aus Unkenntnis nicht beachtet worden.
Hierbei ist nicht in erster Linie auf gesundheitliche Beein
flussung oder Schädigungen von Mensch oder Tier abzustellen,
sondern auf negative Auswirkungen an elektrischen oder elek
tronischen Geräte.
So wurden vermehrt Fälle bekannt, nach denen festgestellt
werden mußte, daß Computeranlagen und hier insbesondere die
üblicherweise eingesetzten Elektronenstrahlmonitore, die sich
im nahen oder näheren Einflußbereich von niederfrequenten
Magnetfeldern befinden, in unregelmäßigen Abständen Bildstö
rungen aufwiesen. Elektronenstrahlmonitore haben aufgrund
ihres physikalischen Prinzips nur eine Störfestigkeit gegen
über magnetischer Erregung durch Magnetfelder von ca. 1 A/m.
Im Gegensatz dazu erzeugt eine Oberleitung einer Bahnstrom
versorgungsanlage, in der zum Beispiel ein Strom von 1000 A
fließt, gemessen in einem seitlichen Abstand von bei
spielsweise 10 m von der Stromversorgungsanlage entfernt, noch
eine magnetische Erregung von ca. 8 A/m. Fließt ein Strom von
2 000 A, beträgt die magnetische Erregung in 10 m Entfernung
ca. 16 A/m. Durchgeführte Messungen haben gezeigt, daß Bild
störungen immer dann verstärkt auftreten, wenn sich der Moni
tor beispielsweise im näheren Umfeld einer Stromversorgungs
anlage einer Straßenbahn- oder Eisenbahnlinie befindet und
zwar nur dann, wenn die Anlage stromführend ist, das heißt
eine Bahn auf dieser Strecke fährt. Besonders stark treten
diese negativen Einflüsse auf, wenn die Bahn anfährt, da hier
der Stromfluß am größten ist und demzufolge große magnetische
Felder erzeugt werden. Dabei ist unerheblich, ob sich die Bahn
im direkten Gefährdungsbereich befindet oder nicht. Sie muß
lediglich die Stromführungsanlage in diesem Bereich auch
stromführend halten.
Negativ wirkt sich der Einfluß niederfrequenter Magnetfelder
nachgewiesenermaßen auch in medizinisch-technischen Bereichen
aus, beispielsweise sind EKG-Aufzeichnungsgeräte im Bereich
magnetischer Felder mit einem Erregungswert größer 0,1 A/m bei
50 Hz nicht voll funktionsfähig oder gar nicht einsetzbar.
Bekannt ist, solche Störungen dadurch zu beseitigen oder zu
mindest wesentlich zu reduzieren, daß das Gerät mit einer
Eigenschirmung versehen wird. Größe und Ausführung des Ab
schirmgehäuses und damit dadurch eintretende Mehrkosten sind
dabei maßgeblich abhängig von der Größe des abzuschirmenden
magnetischen Feldes. Nachdem der Einsatz von Computertechnik
sowohl in der Wirtschaft als auch im privaten Bereich ständig
zunimmt und davon auszugehen ist, daß in einem Bürogebäude in
fast jedem Zimmer wenigstens ein Monitor steht, erreichen
Aufwand und Kosten für die Abschirmungsmaßnahmen kaum noch
vertretbare Größen, wenn jeder Bildschirm ein Abschirmungs
gehäuse benötigt, um ein ungehindertes oder weitestgehend
störungsfreies Arbeiten zu ermöglichen. Dabei ist auch noch zu
klären, wer die Kosten für die Abschirmung zu tragen hat.
Sind mehrere Monitore im Bereich des störenden Magnetfeldes
vorhanden, so ist jeder Monitor mit seiner eigenen Schirmung
zu versehen. Eine Raumschirmung kommt aus den gegebenen physi
kalischen Randbedingungen nicht in Betracht.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung zu schaf
fen, bei der niederfrequente Magnetfelder, die insbesondere in
unmittelbarem Umfeld des Verlaufes vom Stromversorgungsanlagen
für Schienenfahrzeuge auftreten, minimiert werden, so daß
daraus resultierende Störungen an elektrischen und elektro
nischen Geräten weitestgehend vermieden werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß im Ober
leitungs- und Schienenbereich eine Kompensationsleitung an
geordnet ist, deren Stromfluß der Flußrichtung des Betriebs
stromes entgegengerichtet ist.
Mit dieser erfindungsgemäßen Anordnung wird wirksam die nega
tive Beeinflussung elektrischer und elektronischer Geräte
unterbunden, da die Größe der magnetischen Felder, die norma
lerweise an Stromversorgungsanlagen für Schienenfahrzeuge
entstehen, auf ein Minimum reduziert wird. Entsprechende Be
rechnungen haben ergeben, daß die magnetische Erregung bereits
bei einem Abstand von 5 m von der Stromversorgungsanlage, in
der ein Strom von beispielsweise 1000 A fließt, nur noch 1,3
A/m beträgt, während dieser Wert im unkompensierten Zustand
24,7 A/m beträgt. Befindet sich der Monitor in 10 m Entfernung
von der Stromversorgungsanlage, so beträgt die magnetische
Erregung im kompensierten Zustand noch 0,32 A/m. Negative
Einflüsse durch das Magnetfeld sind in einem solchen Bereich
somit bereits ausgeschlossen.
Soll der Grenzwert von 0,1 A/m, der für die sichere Funktion
elektrischer oder elektronischer Geräte zum Einsatz in der
Medizintechnik relevant ist, erreicht werden, so müßten diese
Geräte zwischen 15 m und 20 m von der Stromversorgungsanlage
entfernt installiert werden, wo hingegen im unkompensierten
Zustand weit mehr als 50 m Abstand notwendig sind.
Nach einer vorzugsweisen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Anordnung ist die Stromführung der Oberleitung an vorgegebener
Stelle unterbrochen und der Betriebsstrom wird in die mit der
Unterbrechungsstelle verbundene Kompensationsleitung einge
speist. Dabei weißt die Kompensationsleitung eine solche
Streckenführung auf, daß sie von der Unterbrechungsstelle aus
in den Schienenbereich und entgegen der Stromrückführrichtung
entlang der Schienen verläuft, an vorgegebener Stelle in den
Bereich der Oberleitung und von da zurück zur Unter
brechungsstelle führt. Die Kompensationsleitung ist außerdem
im Bereich der Unterbrechungsstelle mit dem weiterführenden
Teil der Oberleitung so verbunden, daß der rückgeführte Be
triebsstrom in diesen Teil der Oberleitung eingespeist wird.
Nach dieser Ausführungsform ist auf kostengünstige Art jede
bereits vorhandene Stromversorgungsstrecke von Schienenfahr
zeugen schnell nachrüstbar, wobei sich der technische Aufwand
in Grenzen hält. Die Führung des Betriebsstromes über einen
Teil der Stromversorgungsstrecke entgegen der eigentlichen
Stromführungsrichtung sowohl im Schienen- als auch im Oberlei
tungsbereich unterbindet sicher das Entstehen großer magneti
scher Felder infolge eines hohen Stromflusses.
Technisch vorteilhaft ist auch, wenn bei Rückstrom des Be
triebsstromes über beide Schienen die Kompensationsleitung im
Schienenbereich etwa mittig zwischen beiden Schienen im Boden
verläuft.
Wird dagegen der Rückstrom des Betriebsstromes über eine fest
gelegte Schiene geführt, so ist von Vorteil, wenn die Kompen
sationsleitung im unmittelbaren Bereich dieser Schiene ver
läuft.
Für die Verlegung der Kompensationsleitung kann beispielsweise
eine notwendige Reparatur des Gleisbettes genutzt werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführung der erfindungs
gemäßen Anordnung wird die Kompensationsleitung im Bereich der
Oberleitung im geringen Abstand zu dieser zur Unterbrechungs
stelle zurückgeführt.
Der Abstand zwischen Oberleitung und Kompensationsleitung
sollte dabei so gering wie möglich gehalten werden, um das
Entstehen magnetischer Felder auf ein Minimum zu reduzieren
beziehungsweise nahezu auszuschließen. Wird ein Abstand klei
ner 10 cm realisiert, so ist davon auszugehen, daß Störungen
durch niederfrequente Magnetfelder ausgeschlossen sind.
Wenn zur Abstandshaltung zwischen Kompensationsleitung und
Oberleitung isolierte Distanzstücke angeordnet sind, so wird
auf technisch einfache Weise gewährleistet, daß der Abstand
zwischen beiden Leitungen immer annähernd gleich bleibt und
die Kompensationsleitung gleichzeitig fixiert wird.
Nach einer anderen Fortbildung der erfindungsgemäßen Anordnung
ist vorgesehen, Oberleitung und Kompensationsleitung in einer
Leitung anzuordnen.
Durch den Einsatz von speziell hierfür gefertigten Kabeln
können niederfrequente magnetische Felder komplett kompensiert
werden.
Von funktioneller Wichtigkeit ist, daß die Kompensationslei
tung so angeordnet ist, daß die Stromabnehmer der Schienen
fahrzeuge nur an der Oberleitung entlang gleiten.
Dies ist beispielsweise dadurch realisierbar, daß die Kompen
sationsleitung oberhalb der Oberleitung angeordnet ist. So
kann wirksam verhindert werden, daß Stromabnehmer auch in
nicht vorhersehbaren Situationen mit der Kompensationsleitung
in Berührung kommen.
Erfindungsgemäß ist des weiteren vorgesehen, daß die Strecken
länge der Kompensationsleitung vor und hinter einem zu ent
störenden Gebiet jeweils wenigstens das Zehnfache des Abstan
des zwischen Oberleitung und Schienen beträgt.
Diese Länge ist ausreichend, um Beeinträchtigungen des Um
feldes wirksam zu unterbinden.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbei
spieles näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt
dabei in
Fig. 1 die schematische Darstellung des Stromflusses einer
Stromversorgungsanlage für ein Schienenfahrzeug nach
dem Stand der Technik und
Fig. 2 die schematische Darstellung des Stromflusses mit
angeordneter Kompensationsleitung.
Nach Fig. 1 besteht eine Stromversorgungsanlage für Schienen
fahrzeuge im wesentlichen aus einer in der Zeichnung nicht
dargestellten Stromeinspeisungsstelle, die den Betriebsstrom
I in die Oberleitung 1 der Anlage einspeist. Die Oberleitung
1 wird über entsprechende Stützmasten in genau festgelegtem
Höhenabstand zu den Schienensträngen 2 geführt, wobei auch der
seitliche Abstand zu den beiden Schienensträngen 2 genau fest
gelegt ist. In der Zeichnung ebenfalls nicht dargestellt ist
das Schienenfahrzeug, daß mit entsprechenden Stromabnehmern
ausgestattet ist, die den Strom von der Oberleitung 1 durch
das Fahrzeug leiten und über die Schienenstränge 2 zurückfüh
ren.
Ist beispielsweise eine Bahn im Anfahren begriffen, so fließt
von der Einspeisungsstelle bis zum Stromabnehmer zunächst ein
sehr hoher Betriebsstrom I, der um den stromführenden Teil der
Oberleitung 1 und um den rückführenden Teil der Schienen 2
ein Magnetfeld entsprechender Feldstärke aufbaut, was sich
besonders negativ auf im nahen Umfeld befindliche elektro
nische Geräte auswirken kann. Aber auch im weiteren Umfeld,
bis weit über 50 m Entfernung können noch Störungen an dort
befindlichen Geräten auftreten. Auch bei normalem Fahrbetrieb
der Bahn oder nach Verlassen des gefährdeten Bereiches durch
die Bahn, ist die Störung durch das magnetische Feld vorhanden
und zwar so lange, wie Oberleitung 1 und Schienen 2 stromfüh
rend sind. Die Störung ist erst dann beseitigt, wenn die Bahn
beispielsweise eine neue Einspeisungsstelle passiert hat.
In Fig. 2 ist gezeigt, wie durch den Richtungswechsel des
Betriebsstromes I innerhalb einer bestimmten Strecke durch
Anordnung einer Kompensationsleitung 3 verhindert wird, daß es
zum Entstehen störend wirkender magnetischer Felder kommt.
Dazu ist die Oberleitung 1 vor dem Störungsbereich unterbro
chen und an der Unterbrechungsstelle 4 wird die Oberleitung 1
so mit der Kompensationsleitung 3 verbunden, daß der Betriebs
strom I in die Kompensationsleitung 3 eingespeist wird. Die
Streckenführung der Kompensationsleitung 3 ist so ausgeführt,
daß die Kompensationsleitung 3 von der Unterbrechungsstelle 4
aus in den Schienenbereich führt und dort etwa mittig zwischen
beiden Schienensträngen 2 in Stromflußrichtung der Oberleitung
1 über eine vorausberechnete Strecke entlanggeführt wird. Die
Kompensationsleitung 3 wird nach einer Streckenlänge, die sich
aus der zu schützenden Gebietslänge und zwei Übergangsberei
chen ergibt, die jeweils in etwa die zehnfache Länge des Ab
standes h zwischen Oberleitung 1 und Schienen 2 aufweisen,
wieder in Richtung Oberleitung 1 und über dieser in einem
geringen Abstand D zur Oberleitung 1 zurück zur Unter
brechungsstelle 4 geführt. Dort ist die Kompensationsleitung
3 so mit dem weiterführenden Teil 5 der Oberleitung 1 verbun
den, daß der Betriebsstrom I wieder in die Oberleitung 1 ein
gespeist wird.
Zur Abstandshalterung und zur Fixierung der Kompensations
leitung 3 sind zwischen beiden Leitungen 1, 3 abstandsweise
isolierte Distanzstücke angeordnet, die in der Zeichnung nicht
dargestellt sind. Sie müssen so ausgebildet sein, daß sie das
Entlanggleiten der Stromabnehmer an der Oberleitung nicht
behindern und sicher ausschließen, daß die Stromabnehmer mit
der Kompensationsleitung 3 in Berührung kommen.
Durch die vorbeschriebene Anordnung der Kompensationsleitung
3 im Bereich der Bahnstromversorgungsanlage, in dessen un
mittelbarem Umfeld sich elektrische oder elektronische Geräte
befinden, die in ihrer Funktion durch niederfrequente magneti
sche Felder gestört werden, wird die Erzeugung magnetischer
Felder auf ein Minimum reduziert. Dies geschieht dadurch, daß
durch Umkehr der Durchflußrichtung des Betriebsstromes I so
wohl im Schienen- als auch Oberleitungsbereich die um die
einzelnen Leitungen entstehenden magnetischen Felder kompen
siert werden.
1
Oberleitung
2
Schienen
3
Kompensationsleitung
4
Unterbrechungsstelle
5
weiterführender Teil
I Betriebsstrom
h Abstand zwischen Oberleitung und Schienen
D Abstand zwischen Oberleitung und Kompensationsleitung
I Betriebsstrom
h Abstand zwischen Oberleitung und Schienen
D Abstand zwischen Oberleitung und Kompensationsleitung
Claims (9)
1. Anordnung zur Kompensation niederfrequenter Magnetfelder,
insbesondere an Stromversorgungsanlagen für elektrisch
betriebene Schienenfahrzeuge, bei denen die Schienenfahr
zeuge den von einer Einspeisungsstelle in eine Oberleitung
eingespeisten Betriebsstrom abnehmen und über die Schienen
zurückführen, dadurch gekennzeichnet,
daß im Oberleitungs- und Schienenbereich eine Kompensa
tionsleitung (3) angeordnet ist, deren Stromfluß der Fluß
richtung des Betriebsstromes (I) entgegengerichtet ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stromführung der Oberleitung (1)
an vorgegebener Stelle unterbrochen ist und der Betriebs
strom (I) in die mit der Unterbrechungsstelle (4) verbun
dene Kompensationsleitung (3) eingespeist wird,
daß die Kompensationsleitung (3) eine solche Streckenfüh rung aufweist, daß sie von der Unterbrechungsstelle (4) aus in den Schienenbereich und entgegen der Stromrückführ richtung entlang der Schienen (2) verläuft, an vorgegebe ner Stelle in den Bereich der Oberleitung (1) und von da zurück zur Unterbrechungsstelle (4) führt und
daß die Kompensationsleitung (3) so mit dem weiterführen den Teil der Oberleitung (1) verbunden ist, daß der rück geführte Betriebsstrom (I) in diesen Teil der Oberleitung (1) eingespeist wird.
daß die Kompensationsleitung (3) eine solche Streckenfüh rung aufweist, daß sie von der Unterbrechungsstelle (4) aus in den Schienenbereich und entgegen der Stromrückführ richtung entlang der Schienen (2) verläuft, an vorgegebe ner Stelle in den Bereich der Oberleitung (1) und von da zurück zur Unterbrechungsstelle (4) führt und
daß die Kompensationsleitung (3) so mit dem weiterführen den Teil der Oberleitung (1) verbunden ist, daß der rück geführte Betriebsstrom (I) in diesen Teil der Oberleitung (1) eingespeist wird.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei Rückstrom des Be
triebsstromes (I) über beide Schienen (2) die Kompensa
tionsleitung (3) im Schienenbereich etwa mittig zwischen
beiden Schienen (2) verläuft.
4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei Rückstrom des Betriebs
stromes (I) über eine festgelegte Schiene (2) die Kompen
sationsleitung (3) im unmittelbaren Bereich dieser Schiene
(2) verläuft.
5. Anordnung nach Anspruch 1 und einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kom
pensationsleitung (3) im Bereich der Oberleitung (1) in
geringem Abstand (D) zu dieser zur Unterbrechungsstelle
(4) zurückgeführt wird.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Abstandshaltung zwischen Kompen
sationsleitung (3) und Oberleitung (1) isolierte Distanz
stücke angeordnet sind.
7. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß Oberleitung (1) und Kompensations
leitung (3) in einer Leitung angeordnet sind.
8. Anordnung nach Anspruch 5 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kompensationsleitung (3)
so angeordnet ist, daß die Stromabnehmer der Schienenfahr
zeuge nur an der Oberleitung (1) entlanggleiten.
9. Anordnung nach Anspruch 1 und einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Streckenlänge der Kompensationsleitung (3) im Schienen-
und Rückführbereich über die zu schützende Gebietslänge
hinaus wenigstens noch jeweils die zehnfache Länge des
Abstandes (h) zwischen Oberleitung (1) und Schienen (2)
beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999103041 DE19903041C2 (de) | 1999-01-26 | 1999-01-26 | Anordnung zur Kompensation von niederfrequenten Magnetfeldern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999103041 DE19903041C2 (de) | 1999-01-26 | 1999-01-26 | Anordnung zur Kompensation von niederfrequenten Magnetfeldern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19903041A1 true DE19903041A1 (de) | 2000-08-17 |
| DE19903041C2 DE19903041C2 (de) | 2000-11-30 |
Family
ID=7895441
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999103041 Expired - Fee Related DE19903041C2 (de) | 1999-01-26 | 1999-01-26 | Anordnung zur Kompensation von niederfrequenten Magnetfeldern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19903041C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1031977C2 (nl) * | 2006-06-09 | 2007-12-11 | Univ Delft Tech | Compensatie-inrichting voor een magneetveld. |
| NL2000756C2 (nl) * | 2007-07-17 | 2009-01-20 | Univ Delft Tech | Spoorweginfrastructuur. |
| NL1034189C2 (nl) * | 2007-07-25 | 2009-01-27 | Em Power Systems | Bouwelement voor elektrische voeding van een railvoertuig, en elektrisch voedingssysteem omvattende een dergelijk bouwelement. |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE581791C (de) * | 1931-05-05 | 1933-08-03 | Aeg | Mehrphasenstrom-UEbertragungssystem |
| DE4314718A1 (de) * | 1992-12-30 | 1994-07-07 | Fischer Ag | Elektrisches Leitungssystem |
| DE19642677A1 (de) * | 1996-10-16 | 1998-04-23 | Abb Research Ltd | Drehstrom-Freileitung zur Elektroenergieübertragung |
-
1999
- 1999-01-26 DE DE1999103041 patent/DE19903041C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE581791C (de) * | 1931-05-05 | 1933-08-03 | Aeg | Mehrphasenstrom-UEbertragungssystem |
| DE4314718A1 (de) * | 1992-12-30 | 1994-07-07 | Fischer Ag | Elektrisches Leitungssystem |
| DE19642677A1 (de) * | 1996-10-16 | 1998-04-23 | Abb Research Ltd | Drehstrom-Freileitung zur Elektroenergieübertragung |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| RÜETSCHI, Andreas, ISLER RÜETSCHI, Erika: "Magnetische Felder reduzieren. Bei Hoch- spannungsleitungen und in Wohnungen lassen sich magnetische Felder weitgehend kompen- sieren". In: Bulletin ASE/UCS 1997, H.21, S.34-40 * |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1031977C2 (nl) * | 2006-06-09 | 2007-12-11 | Univ Delft Tech | Compensatie-inrichting voor een magneetveld. |
| EP1864848A1 (de) * | 2006-06-09 | 2007-12-12 | Technische Universiteit Delft | Ausgleichsvorrichtung für ein Magnetfeld |
| NL2000756C2 (nl) * | 2007-07-17 | 2009-01-20 | Univ Delft Tech | Spoorweginfrastructuur. |
| EP2017118A1 (de) * | 2007-07-17 | 2009-01-21 | Technische Universiteit Delft | Schieneninfrastruktur |
| NL1034189C2 (nl) * | 2007-07-25 | 2009-01-27 | Em Power Systems | Bouwelement voor elektrische voeding van een railvoertuig, en elektrisch voedingssysteem omvattende een dergelijk bouwelement. |
| WO2009014426A1 (en) * | 2007-07-25 | 2009-01-29 | Em Power Systems B.V. | Construction element for supllying electrical power to a rail vehicle and electrical power supply system comprising such a construction element |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19903041C2 (de) | 2000-11-30 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2324542B1 (de) | Schleifleitung, stromabnehmer und schleifleitungssystem | |
| EP0828629B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur kopplung von elastischen und starren fahrleitungssystemen | |
| EP2363314B1 (de) | Vorrichtung zur Kopplung von elastischen und starren Fahrleitungssystemen | |
| WO2009000809A2 (de) | Schienenfahrzeug mit einem wagenkasten sowie verfahren zum schutzerden eines solchen wagenkastens | |
| AT516852A4 (de) | Kabelführung für Wagenübergangsleitungen | |
| DE102013221138A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung eines Rückleiterkabels eines Bahngleises | |
| EP0654391B1 (de) | Schienenblockmodul | |
| DE19903041C2 (de) | Anordnung zur Kompensation von niederfrequenten Magnetfeldern | |
| DE3246593A1 (de) | Gleisverfahrbare gleisbaumaschine mit fuehrerstand | |
| DE2915653C2 (de) | Betonschwelle für eine Gleisanlage | |
| DE1605427A1 (de) | Schaltungsanordnung zum Erzeugen und UEbertragen von Achszaehlimpulsen in Achszaehlanlagen | |
| DE102004012746A1 (de) | Magnetanordnung für ein Magnetschwebefahrzeug | |
| DE102004012748A1 (de) | Magnetanordnung für ein Magnetschwebefahrzeug | |
| DE102017212730A1 (de) | Verfahren und Einrichtung zur Fehlerortung entlang einer Energieversorgungsstrecke bei Gleichstromsystemen | |
| DE19519644A1 (de) | Vorrichtung für die Stromversorgung einer Hängetransportanlage | |
| EP1810794B1 (de) | Tragvorrichtung für ein Schlauchpaket von Versorgungsleitungen eines Arbeitsroboters | |
| DE102005027672A1 (de) | Röntgenvorrichtung mit einer an einem Deckenstativ angebrachten Röntgenquelle | |
| WO2016198377A1 (de) | Elektrische schaltung und elektrisches fahrzeug | |
| DE29622180U1 (de) | Schaltvorrichtungen wie Schütze | |
| EP1489717A1 (de) | Verfahren zur Versorgung von Gleiskomponenten mit elektrischer Energie | |
| DE19958080C1 (de) | Steuerbarer Bahnrückstromleiter | |
| EP3957517B1 (de) | Oberleitungsanlage mit kreuzenden fahrdrähten | |
| DE10233780B4 (de) | Industrielle Anlage sowie Leitungsträger zur Verwendung in einer solchen | |
| EP0525532B1 (de) | Leitungsführung zum Anschliessen von Elektromotoren einer Krananlage, insbesondere einer Container-Krananlage | |
| DE2755046C2 (de) | Schaltungsanordnung für durch Gleisstromkreise überwachte Gleisabschnitte im Eisenbahnsicherungswesen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |