DE19903672A1 - Rotations-Bizylinder-Verbrennungsmotor - Google Patents
Rotations-Bizylinder-VerbrennungsmotorInfo
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Description
Die Erfindung beschreibt einen Verbrennungsmotor bei dem
in einem kreisförmigen Endloszylinder ein Kolben kreisförmig
rotiert, der gleichzeitig als Zylinder ausgebildet ist, in dem
ein weiterer Kolben rechtwinklig zum rotierendem Kolben durch
Bewegung Kraftstoff ansaugt, verdichtet und beim Zünden
arbeitet (Fig. 1, 2 und 3).
Die im Rotationskolbenmotor oder auch als Kreiskolbenmotor be
kannte Technik nutzt einen dreieckigen Körper als sich um die
eigene Achse in einem asymmetrischem geschlossenen ovalen Zylinder
arbeitenden Kolben, wobei die Kanten des dreieckigen Kolbens an der
Wandung des asymmetrischen Ovals Verdichtungs- und Brennkammern
bilden. Die Kanten des Kreiskolbens dichten aber unbefriedigend
ab, so daß Kraftstoff und Energieverluste entstehen.
Die Verdichtung des Kraftstoff-Luftgemisches ist u. a. dadurch negativ
beeinflusst. Eine optimale Kompression wie beim Kolbenmotor ist nicht
befriedigend möglich. In der Praxis hat sich höherer Benzinverbrauch
und Reparaturanfälligkeit gezeigt. Beim herkömmlichen Kolben
motor-Verbrennungsmotor ist zwar die Benzinverbrauch durch Optimierung,
insbesondere der kraftstoffzuführenden Aggregate, in jüngster Zeit
erheblich verbessert worden, aber der Energieverlust wegen entstehen
den Gewichtsmassen durch Fliehkräfte, die auf die Kolben wirken sowie
deren abrupte Umkehr im Zylinder, wegen der Umwandlung der Längsbe
wegungen in Drehbewegungen, kostet Energie und begrenzt die Möglich
keit weiterer Ausnutzung des Kraftstoffes durch z. B. noch höhere Dreh
zahlen. Desweiteren ist der herkömmliche Verbrennungsmotor-Viertakter
mit aufwendigen Techniken hinsichtlich der Ventilsteuerungen und der
Ventile selbst mit den zu überwindenten Ventilfederdruck, versehen.
Beim Zweitaktmotor wirkt sich ein höherer Kraftstoffverbrauch und
Schadstoffausstoß ungünstig aus, und der Nachteil des Umwandels von
Längsbewegungen in Drehbewegungen ist ebenfalls durch abrupte Umkehr
bewegung der Kolben mit Kraft- und Materialverschleiß durch Pleuel
stangen gegeben.
Der in den Patentansprüchen angegebenen Erfindung liegt das
Problem zugrunde, möglichst optimal zu vermeiden, Längsbewe
gungen in Drehbewegungen umwandeln zu müssen, aber unbesehen
dessen eine Verdichtung des Kraftstoff-Luftgemisches herbeizuführen,
um eine technisch verbesserte und dabei einfachere und kraftstoff
sparende, Schadstoffausstoß vermindernde Technologie zu erzielen.
Dieses Problem wird durch die in den Patentansprüchen aufgeführten
Merkmale gelösst, indem die Anordnung der Zylinder und Kolben eine
bei der Umwandlung der im Kraftstoffbefindlichen Energie, durch
Drehbewegungen in Kraft umgesetzt wird. Durch diese Anordnung
ergibt sich auch eine optimale Verdichtung des Kraftstoff-Luftge
misches, weil ein Kolben in einem Zylinder, der gleichzeitig auch
die Funktion eines Arbeitskolbens ausführt, rechtwinklig zu diesem,
den Ladevorgang und den Verdichtungs- sowie Ausstossvorgang/Auspuff
ausführt. Hierbei befinden sich sämtliche Teile, die sich im
kreisförmigen Endloszylinder befinden, gemeinsam in Drehbewegung.
Der sog. Bizylinder, der gleichzeitig Kolben ist und in dessen
zylindrischer Aussparung ein weiterer Kolben rechtwinklig zu diesem
Bizylinder arbeitet (Fig. 5), dreht sich im Endloszylinder.
Hierbei, bewirkt durch die, exzentrische Kolbenantriebswalze,
(Fig. 1, Indikator 8, Fig. 6, Indikator 8), wird der Kolben
hin- und her, bzw. auf und ab bewegt.
Die Bizylinder sind für einen Endloszylinder doppelt ausgelegt,
können aber auch zweimal doppelt pro Endloszylinder ausgelegt oder
mit nur einen Bizylinder ausgelegt sein. In diesem Falle befindet
sich gegenüberliegend ein Schwunggewicht (Fig. 7).
Es ergeben sich Takte wie folgt:
- 1. Ansaugen; Der Kolben im Bizylinder begibt sich im Ansaugbereich nach unten und öffnet dabei mit seiner Oberkante die Kraftstoffeinlassöffnung. Der gegenüberliegende Bizylinder im Endloszylinder begibt sich nach oben um im Auspuffbereich zum ausstossen, nachdem im Zündbe reich die Zündung erfolgte. (Fig. 1, Indikator 15, 17).
- 2. Ausstossen; Verdichten; Der Kolben im jetzt weitergelaufenen Bizylinder ver dichtet das Kraftstoff-Luftgemisch, während der Kolben des gegenüberliegenden Bizylinders den Auspuffbereich erreicht hat und ausstösst (Fig. 2, Indikator 30A u. 18).
- 3. Arbeiten; Der bei 1. Ansaugen im Bizylinder oben gewesene Kolben hat mit komprimierten Gemisch den Zündbereich erreicht und bewegt sich wieder in Abwärtsrichtung (Fig. 3, Indikator 16).
Die Steuerung und Einstellung für Zündzeitpunkt, Verdichten und
Ausstossen, erfolgt durch Ausrichten der Verzahnung der Zahnräder
mit den Zahnkränzen für den Antrieb der exzentrischen Kolbenwalzen
antriebswellen (Fig. 7, Indikator 11 u. Fig. 4, Fig. 4A, Ind. 12).
Die Kolben im Bizylinder werden beim Zünden und bei Kraftstoff
einspritzung in Abwärtsbewegung versetzt. Deshalb ist der Er
findungsgegenstand mit einer Vorrichtung ausgestattet, welche be
wirkt, daß der Kolben gezwungen ist, den exzentrischen Kolbenan
triebswalzen bei der Abwärtsbewegung zu folgen.
Die zentrischen Kolbenabrollwalzen sind in einem in der Kolben
höhlung eingebrachten Gehäuse gelagert (Fig. 9, Indikator 27 u. 21).
Zwischen den zentrischen Kolbenabrollwalzen befinden sich als
Achse die Welle (Fig. 9, Ind. 22). In den exzentrischen Kolben
antriebswalzen befindet sich eine doppelte Laufrollenschiene
(Fig. 8 und 9, Indikator 25).
Von einer Laufrollenschiene zur anderen gegenüberliegenden, führt
eine Welle (Fig. 9, Indikator 24A). An jedem Ende der Laufroll
schienenwelle sind die Laufrollen gelagert. Durch eine starre
Schubstange (Fig. 9, Indikator 23) ist die Laufrollenwelle mit der
Welle der zentrischen Kolbenabrollwalzen verbunden.
Die Laufrollenschienen bilden an der Rollfläche der exzentrischen
Kolbenabrollwalzen innenliegende Falze, in denen sich die
Laufrollen (Fig. 6, Ind. 24) an der Laufrollschienenwellen-Enden,
befinden (Fig. 8 u. 9. Ind. 25).
Beim Drehen der zentrischen Kolbenwalzenantriebswelle (Fig. 4 u.
6, Ind. 8) wird bewirkt, daß die exzentrische Kolbenantriebswalze
durch die im Falz(Laufrollenschienen) befindlichen Laufrollen den
Kolben nach sich ziehen, wobei die zentrischen Kolbenabrollwalzen
auf den Laufflächen der exzentrischen Kolbenantriebswalze abrollen
(Fig. 8, Ind. 26).
Als Ausgleichsgewichte gegen Unwucht befinden sich auf der
zentrischen Kolbenwalzenantriebswelle zwei exzentrische Ausgleichs
schwungscheiben (Fig. 4, Ind. 10).
Mit der Erfindung werden die Vorteile der Möglichkeit des Betreibens
eines Verbrennungsmotores mit höheren Drehzahlen und damit höherer
Kraftentwicklung bei Einsparung von Kraftstoff und Schadstoff
minderung erreicht. Hierzu trägt der Umstand des Entfallens
der Umwandlung von Hin- und Herbewegungen in Drehbewegungen und
gleichzeitiger optimaler Kompression des Kraftstoff-Luftgemisches
sowie des Entfallens von Pleuel, Ventilfedern, im Falle des Patent
anspruches 1 Entfall von den Ventilen und deren Steuerungsein
richtungen, bei.
Ein weiterer Vorteil wird dadurch erreicht, indem der Motor frei von
komplizierten und störungsanfälligen Techniken optimale Leistung er
bringt. Damit wird ein großer Vorteil der Betriebswirtschaftlichkeit
und Wirtschaftlichkeit hinsichtlich Anschaffungskosten erzielt.
Die weitere Ausgestaltung der Erfindung mit Kompressor oder bei
Dieselantrieb mit dem bekannten Hochdrucksystem "Common-Rail-
Technologie", kann der Erfindung eine noch optimale Leistung
verleihen. Im Zusammenhang der Nutzung von Wasserstoff als Antriebs
kraftstoff für Verbrennungsmotoren, kommt diese Erfindung der An
wendung von Wasserstoff sehr entgegen. Das betrifft insbesondere
die Anwendung der in der DE 195 04 142 A1, 1995 und der 26 17 361, 1976
beschriebenen Erfindung über einfache Herstellung und Anwendung von
Wasserstoff in Verbrennungsmotoren.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
Fig. 10 dargestellt. Es handelt sich um die Möglichkeit der diversen
Anordnungspositionen (z. B. liegend) der Erfindung bei mobilen oder sta
tionären Einsatz. Desweiteren zeigt die Zeichnung eine der diversen
Möglichkeiten der Anordnung von Ölpumpe (Fig. 10, Ind. 34), Schmier
ölverteilung (Fig. 10, Ind. 34) und Ölwanne (Fig. 10, Ind. 33).
Beim Einsatz als Flugmotor kann die Ölverteilung bzw. die
Schmierung des Motors im allgemeinen wie die bei Sternmotoren
angewandt werden, wie auch bei jedem anderen Einsatz der Erfindung.
Ausgestaltet kann die Erfindung auch mit mehreren Zündkerzen sowie
Ausstoss/Auspufföffnungen pro kreisförmigen Endloszylinder sein.
Diese Möglichkeit ergibt sich aus der gewollten unabhängig vonein
ander zu regelnden Lade-Zünd- und Ausstosszeitpunkte und Positionen
im kreisförmigen Endloszylinder, unabhängig zu regeln für jeden
Bizylinder über dessen Zahnradantrieb für die exzentrische Kolben
abrollwalze.
1
Kreisförmiger Endlosrotationszylinder
2
Bizylinder
3
Kolben
4
Motorachswelle
5
Kühlwassermandel
6
Kühlwasserraum
7
zentrische Kolbenabrollwalzen
8
exzentrische Kolbenantriebswalzen
9
zentrische Kolbenwalzenantriebswelle
10
exzentrische Ausgleichsschwungscheiben für
exzentrische Kolbentriebwalze
11
Zahnrad für Trieb der zentrischen Kolbenwalzenantriebswelle
12
Zahnkranz für Antrieb des Zahnrades für Trieb der
exzentrischen Kolbenwalzenantriebswelle.
13
Kraftstoffzufuhrleitung
14
Vorrichtung für Kolbenbewegung
15
Zündkerze
16
Zündung
17
Kraftstoff-Füllung im Bizylinder
18
Auspuff
19
Kolbenringe
20
Ölabstreifring
21
Wellenlager für symmetrische Kolbenabrollwalzen
22
Welle für symmetrische Kolbenabrollwalzen
23
Schubstange
24
Laufrollen
24
A Laufrollschienenwelle
25
Laufrollenschiene
26
Abrollfläche
27
Gehäuse für zentrische Kolbenabrollwalzen- und Lager
28
Laufbüchse im Bizylinder
29
Kolbenringdurchführung im Bizylinder
30
Kraftstoffeinlass-Öffnung geschlossen durch Kolbenoberkante
30
A Verdichtung des Kraftstoffluftgemisches
31
Kompressor
32
Bizylindereinlassventil
33
Ölwanne
34
Ölpumpe
35
Ölverteilungsleitungen
36
Öleinfüllstutzen
37
Ölablaß
Claims (4)
1. Rotations-Bizylinder-Verbrennungsmotor für mobilen und
stationären Einsatz,
gekennzeichnet dadurch,
daß ein oder mehrere Kolbenzylinder, als Bizylinder bezeichnet,
(Fig. 5) die horizontal mit der Motorachswelle eines kreis
förmigen Endloszylinders (Fig. 4 u. 6) verbunden sind, in diesem
kreisförmigen Endloszylinder rotieren, während ein sich in
jeden der Bizylindern befindlicher Kolben hin und her bewegt, um
Kompression von angesaugten oder eingespritzten Kraftstoff-Luft
gemisch zu erzeugen, damit beim Verbrennen des komprimierten
Kraftstoff-Luftgemisches die Energie frei wird, um die Bizylinder
rotierend im Endloszylinder zu bewegen.
2. Rotations-Bizylinder-Verbrennungsmotor für mobilen und
stationären Einsatz nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß Rotations-Bizylinder-Verbrennungsmotor
Bizylinder mit Kolben aufweist, der in seiner Längsrichtung dem
kreisförmigen Endloszylinder gekrümmt angepasst ist und dadurch
gekennzeichnet, daß eine zylindrische Laufbüchse für den Kolben
rechtwinklig durch seine Achse verläuft, wobei der Kolben mit
einer Vorrichtung ausgestattet ist, die bewirkt, daß der Kolben in
seiner Bewegung zur Achse des kreisförmigen Zylinders auch ohne
der Kraft der Wärmeausdehnung beim Zündvorgang für die Ver
brennung oder durch den Druck der Kraftstoffzufuhr bei Kraftstoff
einspritzung, zu seiner Ausgangsposition gelangt, auch bei Funktion
des Motors als Saugmotor (Fig. 9).
3. Rotations-Bizylinder-Verbrennungsmotor für mobilen und
stationären Einsatz nach Patentanspruch 1,
gekennzeichnet dadurch,
daß beim Rotations-Bizylinder-Verbrennungsmotor die sich
im kreisförmigen Endloszylinder befindlichen rotierenden
Bizylinder gleichzeitig Kolbenfunktion im kreisförmigen
Endloszylinder mit Vortrieb aufweisem, durch der Formgebung
der Bizylinder mit ihren eigenen Kolbenringen, und daß die
Kraftstoffzufuhr als Kraftstoff Benzin, Gas, Wasserstoff,
Diesel oder Schweröl u. dgl., durch die Motorachswelle, mit
der die Bizylinder verbunden sind sowie durch die Wandung der
Bizylinder, in den Brennraum gelangen (Fig. 6).
4. Rotations-Bizylinder-Verbrennungsmotor für mobilen und
stationären Einsatz nach Patentanspruch 1, 2 u. 3,
gekennzeichnet dadurch,
daß der Rotations-Bizylinder-Verbrennungsmotor
im kreisförmigen Endloszylinder einen rotierenden
Kolben aufweist, bei dem in einer zylindrischen Aus
sparung das Kraftstoffluftgemisch über ein Ventil, geregelt
in benötigter Menge, eingepresst wird, wobei es sich
um einen Kraftstoff mit sehr niedrigen Zündpunkt handelt,
wie Wasserstoff-Sauerstoffgemisch (Fig. 11, 12, und 13).
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