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DE19902226C2 - Verfahren zur Herstellung eines Wuchtgeschosses - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Wuchtgeschosses

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Publication number
DE19902226C2
DE19902226C2 DE1999102226 DE19902226A DE19902226C2 DE 19902226 C2 DE19902226 C2 DE 19902226C2 DE 1999102226 DE1999102226 DE 1999102226 DE 19902226 A DE19902226 A DE 19902226A DE 19902226 C2 DE19902226 C2 DE 19902226C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blank
welding
penetrator core
projectile
penetrator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1999102226
Other languages
English (en)
Other versions
DE19902226A1 (de
Inventor
Thomas Heitmann
Juergen Kolodzey
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall Waffe Munition GmbH
Original Assignee
Rheinmetall W&M GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinmetall W&M GmbH filed Critical Rheinmetall W&M GmbH
Priority to DE1999102226 priority Critical patent/DE19902226C2/de
Publication of DE19902226A1 publication Critical patent/DE19902226A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE19902226C2 publication Critical patent/DE19902226C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/72Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
    • F42B12/74Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the core or solid body
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/04Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of armour-piercing type
    • F42B12/06Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of armour-piercing type with hard or heavy core; Kinetic energy penetrators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Generation Of Surge Voltage And Current (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Wuchtgeschosses mit einem aus einem Schwermetall bestehenden Penetratorkern und einer vorderseitig an dem Penetratorkern befestigten aus einem Leichtmetall oder aus Stahl bestehenden Geschoßspitze.
Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise aus der DE 196 19 341 A1 bekannt. Dabei wird zunächst ein im wesentlichen zy­ linderförmiger Penetratorkernrohling aus Wolfram-Schwermetall und ein ebenfalls im wesentlichen zylinderförmiger aus einem Leichtmetall bestehender Geschoßspitzenrohling durch Reib­ schweißen verbunden und anschließend das Wuchtgeschoß durch ein spanendes Verfahren fertigbearbeitet.
Als nachteilig hat sich der relativ hohe Aufwand erwiesen, der mit dem Reibschweißen verbunden ist. Außerdem hat sich gezeigt, daß es aufgrund der großflächigen Verschweißung von Penetratorkern und Geschoßspitze zu einem Abgleiten des Geschosses an geneigten Panzerplatten kommen kann, obwohl der unversehrte Penetratorkern eine relativ scharfe Anbeißkante aufweist.
Die DE 41 41 560 A1 offenbart ein Wuchtgeschoß mit einem Penetrator, bei dem jedoch der heckseitig angeordnete Leitwerkskörper aus Aluminium mit dem Penetratorkern über eine Reibschweißverbindung verbunden ist. Die Geschoßspitze ist hingegen über eine zapfenförmige Verlängerung des Penetratorkerns mit diesem verbunden. Bei einem Aufprall auf eine geneigte Panzerplatte würde der Penetratorkern daher mit großer Wahrscheinlichkeit in dem vorderen Verbindungsbereich abbrechen und ein nicht reproduzierbares Anbeiß- und Eindringverhalten besitzen.
Aus der DE 32 42 591 A1 ist es bekannt, eine aus einem hohen Wolfram-Anteil bestehende Geschoßspitze durch Hartlöten oder Diffusionssintern an dem Penetratorkern zu befestigen. Bei der Übertragung dieses Befestigungsverfahrens auf eine Geschoßspitze aus Aluminium an einem WSM-Penetrator hat es sich gezeigt, daß durch die Ausbildung von Wärmeeinflußzonen der WSM-Penetratorkern im Verbindungsbereich eine Gefügeänderung erfährt. Dadurch bricht der Penetrator beim Auftreffen des Geschosses auf eine geneigte Panzerplatte wiederum relativ leicht im Verbindungsbereich mit der Geschoßspitze. Es kommt zu einem undefinierten Anbeißverhalten des Penetratorkerns.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem auf kostengünstige Weise Wuchtgeschosse hergestellt werden können, bei denen beim Zielaufprall auch auf geneigte Panzerplatten eine negative Beeinflussung der Geschoßspitze auf das Anbeißverhalten des Penetratorkernes weitgehend vermieden wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
Im wesentlichen liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, die Geschoßspitze nicht durch Reibschweißen, sondern durch Kondensatorentladungs-Schweißen an dem Penetratorkern zu befestigen. Dabei erfolgt keine großflächige Verschweißung der einander zugewandten Flächen von Penetratorkern und Geschoßspitze, sondern lediglich eine Verschweißung im Bereich eines an der Geschoßspitze angeordneten Schweißsteges, wobei der Schweißdruck und die Schweißzeit derart gewählt werden, daß nach dem Schweißvorgang zwischen dem Penetratorkern und der Geschoßspitze beidseitig des Schweißsteges spaltförmige Ausnehmungen verbleiben. Diese Ausnehmungen haben die Wirkung von Sollbruchstellen, so daß nach dem Auftreffen des Wuchtgeschosses auf das Ziel die Geschoßspitze abbricht und ein sehr reproduzierbares Anbeißen des Penetratorkernes an dem Ziel erfolgt.
Als besonders vorteilhaft hat sich das erfindungsgemäße Verfahren erwiesen, wenn der Penetratorkern aus Wolfram-Schwermetall und die Geschoßspitze aus Stahl besteht.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungs­ beispielen. Es zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht eines Penetratorkernrohlings mit an seiner vorderen Stirnfläche angeordnetem Geschoß­ spitzenrohling vor dem Verschweißen der beiden Teile;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 1 mit II bezeichneten Bereiches;
Fig. 3 die Seitenansicht eines Wuchtgeschosses nach der Fertigbearbeitung und
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 3 mit IV bezeichneten Bereiches.
In Fig. 1 ist mit 1 ein aus Wolfram-Schwermetall bestehender zylinderförmiger Penetratorkernrohling bezeichnet, der in einer nicht dargestellten Spannvorrichtung gelagert ist. An der Vorderseite 2 des Penetratorkernrohlings 1 ist ein eben­ falls zylinderförmiger aus Stahl bestehender Geschoßspitzen­ rohling 3 angeordnet, der mittels einer durch Pfeile 4 ange­ deuteten Druckvorrichtung gegen den Penetratorkernrohling 1 gepreßt wird.
Der Geschoßspitzenrohling 3 weist auf seiner mit dem Penetra­ torkernrohling 1 zu verbindenden Seite einen vorstehenden, von seiner Mantelfläche 5 beabstandeten ringförmigen Schweiß­ steg 6 mit dreieckförmigem Querschnitt auf (Fig. 2).
Sowohl der Penetratorkernrohling 1 als auch der Geschoßspitzenrohling 3 ist mit einer Elektrode 7, 8 einer an sich bekannten Schweißmaschine 9, die nach dem Prinzip der transformierten Kondensatorentladung arbeitet, verbunden. Dabei werden spezielle Stromstoßkondensatoren in den Schweiß­ pausen über eine Ladeelektronik spannungsstabilisiert auf einen für die Schweißung entsprechenden Energiewert aufge­ laden.
Bei dem Schweißvorgang selbst werden dann die Stromstoßkon­ densatoren über einen Impulstransformator entladen, wobei der kurze Entladeimpuls fast zu 100% in der durch den Schweiß­ steg 6 definierten relativ schmalen Schweißzone umgesetzt wird. Dabei werden der durch die Druckvorrichtung auf den Geschoßspitzenrohling 3 ausgeübte Druck und die Schweißzeit derart gewählt, daß sich nach dem Schweißvorgang zwischen Penetratorkernrohling 1 und dem Geschoßspitzenrohling 3 beidseitig des verbleibenden Schweißsteges 6 als Sollbruch­ stellen wirkende spaltförmige Ausnehmungen 10, 11 (Fig. 4) verbleiben.
Nach Beendigung des Schweißvorganges wird der aus Penetrator­ kernrohling 1 und Geschoßspitzenrohling 3 bestehende Geschoß­ rohling mittels spanender Verfahren fertigbearbeitet, so daß sich das in Fig. 3 dargestellte aus einem Penetratorkern 12 und einer Geschoßspitze 13 bestehende Wuchtgeschoß 14 ergibt, welches anschließend heckseitig mit einem Leitwerk versehen wird.
Bezugszeichenliste
1
Penetratorkernrohling
2
Vorderseite (Penetratorkernrohling)
3
Geschoßspitzenrohling
4
Pfeil (Druckvorrichtung)
5
Mantelfläche (Geschoßspitzenrohling)
6
Schweißsteg
7
,
8
Elektroden
9
Schweißmaschine
10
,
11
Ausnehmungen
12
Penetratorkern
13
Geschoßspitze
14
Wuchtgeschoß

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung eines Wuchtgeschosses mit einem aus einem Schwermetall bestehenden Penetratorkern (12) und einer vorderseitig an dem Penetratorkern befe­ stigten aus einem Leichtmetall oder aus Stahl bestehen­ den Geschoßspitze (13) mit den Merkmalen:
  • a) es werden zunächst sowohl ein im wesentlichen zy­ linderförmiger Penetratorkernrohling (1) als auch ein im wesentlichen zylinderförmiger Geschoßspit­ zenrohling (3) hergestellt, wobei der Geschoßspit­ zenrohling (3) auf seiner mit dem Penetratorkern­ rohling (1) zu verbindenden Seite einen vorstehen­ den von seiner Mantelfläche (5) beabstandeten ring­ förmigen Schweißsteg (6) mit dreieckförmigem Quer­ schnitt aufweist;
  • b) der Penetratorkern- und der Geschoßspitzenrohling (1; 3) werden durch Kondensatorentladungs-Schweißen verbunden, wobei der Schweißdruck und die Schweiß­ zeit derart gewählt werden, daß nach dem Schweiß­ vorgang zwischen dem Penetratorkern- und dem Ge­ schoßspitzenrohling (1; 3) beidseitig des Schweiß­ steges (6) als Sollbruchstellen wirkende spalt­ förmige Ausnehmungen (10, 11) verbleiben;
  • c) nach Beendigung des Schweißvorganges wird das Wuchtgeschoß (14) fertigbearbeitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Penetratorkernrohling (1) aus Wolfram-Schwermetall und der Geschoßspitzenrohling (3) aus Stahl hergestellt werden.
DE1999102226 1999-01-21 1999-01-21 Verfahren zur Herstellung eines Wuchtgeschosses Expired - Lifetime DE19902226C2 (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3242591A1 (de) * 1982-11-18 1984-05-24 Rheinmetall GmbH, 4000 Düsseldorf Unterkalibriges wuchtgeschoss grossen laenge/durchmesser-verhaeltnisses
DE4141560A1 (de) * 1991-12-17 1993-06-24 Rheinmetall Gmbh Wuchtgeschoss
DE19619341A1 (de) * 1996-05-14 1997-11-20 Rheinmetall Ind Ag Unterkalibriges Wuchtgeschoß und Verfahren zu seiner Herstellung

Patent Citations (3)

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DE19619341A1 (de) * 1996-05-14 1997-11-20 Rheinmetall Ind Ag Unterkalibriges Wuchtgeschoß und Verfahren zu seiner Herstellung

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