DE19902226C2 - Verfahren zur Herstellung eines Wuchtgeschosses - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines WuchtgeschossesInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F42B12/00—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
- F42B12/72—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Wuchtgeschosses mit einem aus einem Schwermetall bestehenden
Penetratorkern und einer vorderseitig an dem Penetratorkern
befestigten aus einem Leichtmetall oder aus Stahl bestehenden
Geschoßspitze.
Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise aus der DE 196 19 341 A1
bekannt. Dabei wird zunächst ein im wesentlichen zy
linderförmiger Penetratorkernrohling aus Wolfram-Schwermetall
und ein ebenfalls im wesentlichen zylinderförmiger aus einem
Leichtmetall bestehender Geschoßspitzenrohling durch Reib
schweißen verbunden und anschließend das Wuchtgeschoß durch
ein spanendes Verfahren fertigbearbeitet.
Als nachteilig hat sich der relativ hohe Aufwand erwiesen,
der mit dem Reibschweißen verbunden ist. Außerdem hat sich
gezeigt, daß es aufgrund der großflächigen Verschweißung von
Penetratorkern und Geschoßspitze zu einem Abgleiten des
Geschosses an geneigten Panzerplatten kommen kann, obwohl der unversehrte Penetratorkern
eine relativ scharfe Anbeißkante aufweist.
Die DE 41 41 560 A1 offenbart ein Wuchtgeschoß mit einem Penetrator, bei dem jedoch der
heckseitig angeordnete Leitwerkskörper aus Aluminium mit dem Penetratorkern über eine
Reibschweißverbindung verbunden ist. Die Geschoßspitze ist hingegen über eine
zapfenförmige Verlängerung des Penetratorkerns mit diesem verbunden. Bei einem Aufprall
auf eine geneigte Panzerplatte würde der Penetratorkern daher mit großer Wahrscheinlichkeit
in dem vorderen Verbindungsbereich abbrechen und ein nicht reproduzierbares Anbeiß- und
Eindringverhalten besitzen.
Aus der DE 32 42 591 A1 ist es bekannt, eine aus einem hohen Wolfram-Anteil bestehende
Geschoßspitze durch Hartlöten oder Diffusionssintern an dem Penetratorkern zu befestigen.
Bei der Übertragung dieses Befestigungsverfahrens auf eine Geschoßspitze aus Aluminium an
einem WSM-Penetrator hat es sich gezeigt, daß durch die Ausbildung von
Wärmeeinflußzonen der WSM-Penetratorkern im Verbindungsbereich eine Gefügeänderung
erfährt. Dadurch bricht der Penetrator beim Auftreffen des Geschosses auf eine geneigte
Panzerplatte wiederum relativ leicht im Verbindungsbereich mit der Geschoßspitze. Es
kommt zu einem undefinierten Anbeißverhalten des Penetratorkerns.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem
auf kostengünstige Weise Wuchtgeschosse hergestellt werden können, bei denen beim
Zielaufprall auch auf geneigte Panzerplatten eine negative Beeinflussung der Geschoßspitze
auf das Anbeißverhalten des Penetratorkernes weitgehend vermieden wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
Im wesentlichen liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, die Geschoßspitze nicht durch
Reibschweißen, sondern durch Kondensatorentladungs-Schweißen an dem Penetratorkern zu
befestigen. Dabei erfolgt keine großflächige Verschweißung der einander zugewandten
Flächen von Penetratorkern und Geschoßspitze, sondern lediglich eine Verschweißung im
Bereich eines an der Geschoßspitze angeordneten Schweißsteges, wobei der Schweißdruck
und die Schweißzeit derart gewählt werden, daß nach dem Schweißvorgang zwischen dem
Penetratorkern und der Geschoßspitze beidseitig des Schweißsteges spaltförmige
Ausnehmungen verbleiben. Diese Ausnehmungen haben die Wirkung von Sollbruchstellen,
so daß nach dem Auftreffen des Wuchtgeschosses auf das Ziel die Geschoßspitze abbricht
und ein sehr reproduzierbares Anbeißen des Penetratorkernes an dem Ziel erfolgt.
Als besonders vorteilhaft hat sich das erfindungsgemäße Verfahren erwiesen, wenn der
Penetratorkern aus Wolfram-Schwermetall und die Geschoßspitze aus Stahl besteht.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungs
beispielen. Es zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht eines Penetratorkernrohlings mit
an seiner vorderen Stirnfläche angeordnetem Geschoß
spitzenrohling vor dem Verschweißen der beiden Teile;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 1 mit II
bezeichneten Bereiches;
Fig. 3 die Seitenansicht eines Wuchtgeschosses nach der
Fertigbearbeitung und
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 3 mit IV
bezeichneten Bereiches.
In Fig. 1 ist mit 1 ein aus Wolfram-Schwermetall bestehender
zylinderförmiger Penetratorkernrohling bezeichnet, der in
einer nicht dargestellten Spannvorrichtung gelagert ist. An
der Vorderseite 2 des Penetratorkernrohlings 1 ist ein eben
falls zylinderförmiger aus Stahl bestehender Geschoßspitzen
rohling 3 angeordnet, der mittels einer durch Pfeile 4 ange
deuteten Druckvorrichtung gegen den Penetratorkernrohling 1
gepreßt wird.
Der Geschoßspitzenrohling 3 weist auf seiner mit dem Penetra
torkernrohling 1 zu verbindenden Seite einen vorstehenden,
von seiner Mantelfläche 5 beabstandeten ringförmigen Schweiß
steg 6 mit dreieckförmigem Querschnitt auf (Fig. 2).
Sowohl der Penetratorkernrohling 1 als auch der
Geschoßspitzenrohling 3 ist mit einer Elektrode 7, 8 einer an
sich bekannten Schweißmaschine 9, die nach dem Prinzip der
transformierten Kondensatorentladung arbeitet, verbunden.
Dabei werden spezielle Stromstoßkondensatoren in den Schweiß
pausen über eine Ladeelektronik spannungsstabilisiert auf
einen für die Schweißung entsprechenden Energiewert aufge
laden.
Bei dem Schweißvorgang selbst werden dann die Stromstoßkon
densatoren über einen Impulstransformator entladen, wobei der
kurze Entladeimpuls fast zu 100% in der durch den Schweiß
steg 6 definierten relativ schmalen Schweißzone umgesetzt
wird. Dabei werden der durch die Druckvorrichtung auf den
Geschoßspitzenrohling 3 ausgeübte Druck und die Schweißzeit
derart gewählt, daß sich nach dem Schweißvorgang zwischen
Penetratorkernrohling 1 und dem Geschoßspitzenrohling 3
beidseitig des verbleibenden Schweißsteges 6 als Sollbruch
stellen wirkende spaltförmige Ausnehmungen 10, 11 (Fig. 4)
verbleiben.
Nach Beendigung des Schweißvorganges wird der aus Penetrator
kernrohling 1 und Geschoßspitzenrohling 3 bestehende Geschoß
rohling mittels spanender Verfahren fertigbearbeitet, so daß
sich das in Fig. 3 dargestellte aus einem Penetratorkern 12
und einer Geschoßspitze 13 bestehende Wuchtgeschoß 14 ergibt,
welches anschließend heckseitig mit einem Leitwerk versehen
wird.
1
Penetratorkernrohling
2
Vorderseite (Penetratorkernrohling)
3
Geschoßspitzenrohling
4
Pfeil (Druckvorrichtung)
5
Mantelfläche (Geschoßspitzenrohling)
6
Schweißsteg
7
,
8
Elektroden
9
Schweißmaschine
10
,
11
Ausnehmungen
12
Penetratorkern
13
Geschoßspitze
14
Wuchtgeschoß
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines Wuchtgeschosses mit
einem aus einem Schwermetall bestehenden Penetratorkern
(12) und einer vorderseitig an dem Penetratorkern befe
stigten aus einem Leichtmetall oder aus Stahl bestehen
den Geschoßspitze (13) mit den Merkmalen:
- a) es werden zunächst sowohl ein im wesentlichen zy linderförmiger Penetratorkernrohling (1) als auch ein im wesentlichen zylinderförmiger Geschoßspit zenrohling (3) hergestellt, wobei der Geschoßspit zenrohling (3) auf seiner mit dem Penetratorkern rohling (1) zu verbindenden Seite einen vorstehen den von seiner Mantelfläche (5) beabstandeten ring förmigen Schweißsteg (6) mit dreieckförmigem Quer schnitt aufweist;
- b) der Penetratorkern- und der Geschoßspitzenrohling (1; 3) werden durch Kondensatorentladungs-Schweißen verbunden, wobei der Schweißdruck und die Schweiß zeit derart gewählt werden, daß nach dem Schweiß vorgang zwischen dem Penetratorkern- und dem Ge schoßspitzenrohling (1; 3) beidseitig des Schweiß steges (6) als Sollbruchstellen wirkende spalt förmige Ausnehmungen (10, 11) verbleiben;
- c) nach Beendigung des Schweißvorganges wird das Wuchtgeschoß (14) fertigbearbeitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Penetratorkernrohling (1) aus Wolfram-Schwermetall
und der Geschoßspitzenrohling (3) aus Stahl hergestellt
werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999102226 DE19902226C2 (de) | 1999-01-21 | 1999-01-21 | Verfahren zur Herstellung eines Wuchtgeschosses |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999102226 DE19902226C2 (de) | 1999-01-21 | 1999-01-21 | Verfahren zur Herstellung eines Wuchtgeschosses |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19902226A1 DE19902226A1 (de) | 2000-08-03 |
| DE19902226C2 true DE19902226C2 (de) | 2002-05-02 |
Family
ID=7894912
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999102226 Expired - Lifetime DE19902226C2 (de) | 1999-01-21 | 1999-01-21 | Verfahren zur Herstellung eines Wuchtgeschosses |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19902226C2 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3242591A1 (de) * | 1982-11-18 | 1984-05-24 | Rheinmetall GmbH, 4000 Düsseldorf | Unterkalibriges wuchtgeschoss grossen laenge/durchmesser-verhaeltnisses |
| DE4141560A1 (de) * | 1991-12-17 | 1993-06-24 | Rheinmetall Gmbh | Wuchtgeschoss |
| DE19619341A1 (de) * | 1996-05-14 | 1997-11-20 | Rheinmetall Ind Ag | Unterkalibriges Wuchtgeschoß und Verfahren zu seiner Herstellung |
-
1999
- 1999-01-21 DE DE1999102226 patent/DE19902226C2/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3242591A1 (de) * | 1982-11-18 | 1984-05-24 | Rheinmetall GmbH, 4000 Düsseldorf | Unterkalibriges wuchtgeschoss grossen laenge/durchmesser-verhaeltnisses |
| DE4141560A1 (de) * | 1991-12-17 | 1993-06-24 | Rheinmetall Gmbh | Wuchtgeschoss |
| DE19619341A1 (de) * | 1996-05-14 | 1997-11-20 | Rheinmetall Ind Ag | Unterkalibriges Wuchtgeschoß und Verfahren zu seiner Herstellung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19902226A1 (de) | 2000-08-03 |
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Legal Events
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Owner name: RHEINMETALL WAFFE MUNITION GMBH, 29345 UNTERLU, DE |
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