DE19902516A1 - Regler für ein elektrisches Servolenksystem - Google Patents
Regler für ein elektrisches ServolenksystemInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Regler für ein elektrisches
Servolenksystem, welches dazu dient, eine Lenkunterstützungskraft für das
Lenksystem eines Automobils oder Fahrzeugs bereitzustellen, die von einem
Elektromotor erzeugt wird, insbesondere bezieht sich die Anmeldung auf einen
Regler für ein elektrisches Servolenksystem, welcher Schwankungen des
Motorstromwertes in Abhängigkeit von Temperaturschwankungen kompensiert.
Ein elektrisches Servolenksystem für ein Automobil oder ein Fahrzeug zum
Erzeugen eines Verstärkungsdrehmoments unter Ausnutzung des
Rotationsdrehmoments eines Motors ist so beschaffen, daß es die Antriebskraft
des Motors zur Lenkspindel oder einem Zahnstangenschaft mittels eines
Untersetzungsgetriebes durch einen Übertragungsmechanismus wie einen Riemen
oder ein Getriebe überträgt. Bei dem oben erwähnten elektrischen
Servolenksystem fließt ein starker Strom kontinuierlich durch den Motor, wenn
ein Blockierungszustand für eine lange Zeit auf dem Lenkrad lastet unter einem
stationären Lenkzustand, oder falls die Lenkoperationen, um ein Fahrzeug
einzuparken, für eine lange Zeit wiederholt werden. Der Motor erzeugt daher
Wärme, woraufhin Rauch oder Gerüche freigesetzt werden. Weiterhin kann dies
zu Unfällen wie beispielsweise Verbrennungen führen.
Gewöhnlich ist der Motor oder ein Kühler eines Antriebselements des Motors mit
einem Temperatursensor versehen, und die Temperatur einer Motorwicklung wird
in Übereinstimmung mit der vom Temperatursensor gemessenen Temperatur
abgeschätzt, um Wärmeerzeugung, insbesondere Überhitzung, durch eine
Überbeanspruchung des Motors zu verhindern bzw. um den Motor zu schützen.
Von einer anderen Motorschutzvorrichtung, in der kein Temperatursensor
verwendet wird, wie sie in der ungeprüften japanischen
Patentveröffentlichungsoffenlegungsschrift (Kokai) Nr. Hei 1 (1989) - 186468
beschrieben ist, ist eine Methode zur Begrenzung des Maximalwert des
Motorstroms in Übereinstimmung mit dem Durchschnittswert des Motorstroms in
regelmäßigen Intervallen bekannt.
Wie oben beschrieben wurde, umfaßt ein Regler für ein herkömmliches
elektrisches Servolenksystem eine Funktion zum Verhindern eines Versagens
aufgrund von Überhitzung des Motors. Jegliche Schwankungen der
Motorstromcharakteristik aufgrund Temperaturschwankungen werden jedoch
nicht durch die Steuerung kompensiert. Für den Fall eines elektrischen
Servolenksystems, bei dem ein Motor im Maschinenraum angeordnet ist, kann
eine große Temperaturschwankung wie z. B. zwischen -40°C und 200°C oft
auftreten. Aufgrund dieser Temperaturschwankung ändert sich die elektrische
Charakteristik des Motors, was wiederum die die Ausgangscharakteristik des
Motors drastisch verändert. Daher besteht das Problem, daß die
Lenkunterstützungcharakteristik in Abhängigkeit von Schwankungen der
Umgebungstemperatur des elektrischen Servolenksystems verändert wird.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Fehler und Nachteile
des Standes der Technik zu überwinden und einen Regler für ein elektrisches
Servolenksystem bereitzustellen, welches einen Motorstrombefehlswert korrigiert,
indem es die Motortemperatur des elektrischen Servolenksystems benutzt und die
Schwankungen in der Motorstromcharakteristik in Übereinstimmung mit einer
Temperaturschwankung ausgleicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Regler gemäß
unabhängigen Patentanspruch 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und
Gesichtspunkte der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen.
Die Aufgabe kann erfindungsgemäß gelöst werden durch einen Regler für ein
Servolenksystem mit einem Drehmomentsensor zum Messen eines
Steuerdrehmomentes an einem Lenkrad; einem Motor zur Bereitstellung eines
Lenkunterstützdrehmoments zum Lenkschaft, der vorzugsweise integral mit dem
Lenkrad bereitgestellt wird; und eine Regeleinheit, um den Motor in
Übereinstimmung mit der Größe des Lenkdrehmoments zu betreiben, so daß die
Regeleinheit den Motorstrombefehlswert in Übereinstimmung mit einer
Motortemperatur korrigiert und den Motorstrom in Übereinstimmung mit dem
korrigierten Motorstrombefehlswert regelt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Motorstrombefehlswert korrigiert
bezüglich der Motortemperatur, so daß die Lenkhilfecharakteristik nicht von
Schwankungen der Charakteristik aufgrund von Schwankungen in der
Motortemperatur beeinträchtigt wird. Daher ist es möglich, die
Lenkhilfecharakteristik so zu steuern, daß sie konstant gehalten wird, sogar wenn
der Motor unter Bedingungen benutzt wird, bei denen große
Temperaturschwankungen oder -unterschiede vorherrschen.
Beim Regler gemäß der vorliegenden Erfindung kann der Motorstrombefehlswert
korrigiert werden aufgrund von Messung der Motortemperatur. Desweiteren kann
die Motortemperatur mit einem Temperatursensor gemessen werden.
Beim Regler nach der vorliegenden Erfindung kann der Motorstrombefehlswert
korrigiert werden, indem eine geschätzte Motortemperatur benutzt wird. In
diesem Fall kann die geschätzte Motortemperatur nach der folgenden Gleichung
berechnet werden:
t = (R-R20) α+ 20(°C).
Hier repräsentiert t die geschätzte Motortemperatur (°C), R20 repräsentiert einen
Widerstand zwischen beiden Anschlüssen des Motors bzgl. einer Temperatur von
20°C, und α repräsentiert einen Temperaturkoeffizienten für eine
Motorwicklung.
In den beigefügten Zeichnungen ist
Fig. 1 ein Blockdiagramm, welches ein elektrisches
Servolenksystem zeigt;
Fig. 2 ein Blockdiagramm, welches den allgemeinen internen
Aufbau einer Regeleinheit zeigt;
Fig. 3 ein Schaltbild, welches den Motorsteuerschaltkreis zeigt;
Fig. 4 ist ein Blockdiagramm, welches ein Strukturbeispiel für eine
Regeleinheit gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 5 ein typisches Diagramm, welches ein Beispiel für eine
Charakteristik einer Drehmomentkonstanten zeigt; und
Fig. 6 ein Blockdiagramm, welches den Hauptteil der vorliegenden
Erfindung zeigt.
Die bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun
anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
Eine allgemeine Struktur für ein elektrisches Servolenksystem nach der
vorliegenden Erfindung wird unten anhand von Fig. 1 beschrieben. Ein Schaft 2
eines Lenkrades 1 ist mit der Spurstange 6 der Laufräder durch ein
Untersetzungsgetriebe sowie universelle Verbindungselemente 4a und 4b und
einen Ritzel-Zahnstange-Mechanismus verbunden. Der Schaft 2 ist mit einem
Drehmomentsensor 10 ausgestattet, um das Lenkdrehmoment des Lenkrades 1 zu
erfassen und mit einem Motor 20, um die Lenkkraft des Lenkrades 1 zu
unterstützen, ist mit dem Schaft 2 durch eine Kupplung 21 und ein
Untersetzungsgetriebe 3 verbunden. Elektrische Energie wird einer Regeleinheit
30 zum Steuern des Servolenksystems von einer Batterie 14 durch einen
Zündschlüssel 11 zugeführt. Die Kontrolleinheit 30 berechnet einen
Steuerunterstützungsbefehlswert I eines Unterstützungsbefehls in
Übereinstimmung mit dem Lenkdrehmoment T, welches vom Drehmomentsensor
10 ermittelt wurde, und einer Fahrzeuggeschwindigkeit v, die von einem
Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 12 ermittelt wurde, und regelt den Strom, der
dem Motor 20 in Übereinstimmung mit dem berechneten
Lenkunterstützungsbefehlswert I zugeführt werden soll. Die Kupplung 21 wird
durch die Regeleinheit 30 ein- bzw. ausgeschaltet, und sie ist im normalen
Betriebszustand eingeschaltet (gekoppelt). Die Kupplung 21 ist weiterhin
ausgeschaltet (entkoppelt), wenn die Regeleinheit 30 entscheidet, daß das
Servolenksystem ausgefallen ist, und wenn die Stromversorgung von der Batterie
14 mit dem Zündschlüssel 11 ausgeschaltet ist.
Die Regeleinheit 30 umfaßt hauptsächlich eine Zentralprozessoreinheit (im
folgenden CPU). Fig. 2 zeigt die allgemeinen Funktionen, die von dem
Programm in der CPU ausgeführt werden. Der Phasenkompensator 31 zeigt
beispielsweise nicht einen als unabhängiges Bauteil arbeitenden
Phasenkompensator, sondern er zeigt eine Phasenkompensationsfunktion, die von
der CPU auszuführen ist.
Funktionen und Wirkungsweise der Regeleinheit 30 werden im folgenden
beschrieben. Das Lenkdrehmoment T, welches vom Drehmomentsensor 10
ermittelt und eingegeben wird, wird durch den Phasenkompensator 31
phasenkompensiert, um die Stabilität des Lenksystem zu verbessern, und ein
phasenkompensiertes Lenkdrehmoment TA wird in eine Einheit 32 zur
Berechnung des Lenkunterstützungsbefehlswertes eingegeben. Weiterhin wird die
Fahrzeuggeschwindigkeit v, die von dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 12
ermittelt wurde, ebenfalls in die Einheit 32 zur Berechnung des
Lenkunterstützungsbefehlswertes eingegeben. Die Einheit 32 zur Berechnung des
Lenkunterstützungsbefehlswertes bestimmt einen Lenkunterstützbefehlswert 1,
welcher der Regelungssollwert für den Strom ist, der dem Motor 20 in
Übereinstimmung mit dem eingegebenen Lenkdrehmoment TA und der
eingegebenen Fahrzeuggeschwindigkeit v zugeführt werden soll, die mit einem
Speicher 33 ausgestattet ist. Der Speicher 33 speichert den
Lenkunterstützungsbefehlswert I entsprechend dem Lenkdrehmoment, wobei die
Fahrzeuggeschwindigkeit v als ein Parameter benutzt wird, und die Einheit 32 zur
Berechnung des Lenkbefehlswertes berechnet den Lenkunterstützungsbefehlswert
I. Der Lenkunterstützungsbefehlswert I wird in einen Substraktor 30A eingegeben
und wird ebenso einem differentiellen Kompensator 34 eines
Vorwärtszufuhrsystem zur Erhöhung der Ansprechgeschwindigkeit zugeführt,
eine Abweichung (I - i) des Substraktors 30A wird in eine Proportional-
Recheneinheit 35 eingegeben, und der proportionale Ausgang der Proportional-
Rechnungseinheit 35 wird in den Addierer 30B eingegeben, und wird ebenfalls
einer Integral-Rechnungseinheit 36 zur Verbesserung der Charakteristik des
Rückkopplungssystems zugeführt. Die Ausgangssignale des differentiellen
Kompensators 34 und der Integral-Rechnungseinheit 36 werden ebenfalls
zusätzlich dem Addierer 30B zugeführt, und ein Stromkontrollwert E, der das
Ergebnis der Addition durch den Addierer 30B ist, wird in den
Motorsteuerschaltkreis 37 als Motorsteuersignal eingegeben. Der Motorstromwert
"i" eines Motors 20 wird von einem Motorstromermittlungsschaltkreis 38
ermittelt, in den Substraktor 30A eingegeben und rückgekoppelt.
Die Struktur des Motorsteuerschaltkreises 37 wird im folgenden in Bezugnahme
auf Fig. 3 beschrieben. Der Motorsteuerschaltkreis 37 umfaßt einen FET-Gatter-
Steuerschaltkreis 371 zum Steuern der Gatter der Feldeffekttransistoren (FETs)
FET1 bis FET4 in Übereinstimmung mit dem Stromkontrollwert E, der von dem
Addierer 30B bereitgestellt wird, einen H-Brückenschaltkreis umfassend die
FET1 bis FET4, und eine Zusatzstromversorgung 372 zum Treiben der hohen
Seite der FET1 und FET2. FET1 und FET2 werden in Übereinstimmung mit
einem PWM-Signal eines Schaltverhältnis (Duty Ratio) D1 ein- bzw.
ausgeschaltet, welches in Übereinstimmung mit dem Stromkontrollwert E
bestimmt wird, und die Größe des Stroms Ir, der tatsächlich durch den Motor 20
fließt, wird geregelt. Die FET3 und FET4 werden in Übereinstimmung mit einem
PWM-Signal eines Schaltverhältnisses (Duty Ratio) D2 gesteuert, welches durch
eine Gleichung einer vorherbestimmten linearen Funktion definiert ist ("D2 = a.D1
+ b" unter der Annahme, daß "a" und "b" Konstanten sind), in einem
Bereich, in dem das Schaltverhältnis D1 klein ist, und werden ein- bzw.
ausgeschaltet in Übereinstimmung mit der Drehrichtung des Motors 20, welche
durch den Code eines PWM-Signals bestimmt wird, in einem Bereich, in dem das
Schaltverhältnis D1 groß ist. Wenn beispielsweise der FET3 im leitenden Zustand
ist, fließt elektrischer Strom durch den FET1, den Motor 20, den FET3 und einen
Widerstand R1, und dann fließt der elektrische Strom, welcher eine positive
Richtung aufweist, durch den Motor 20. Wenn andererseits der FET4 im leitenden
Zustand ist, fließt elektrischer Strom durch den FET2, den Motor 20, den FET4
und einen Widerstand R2 und dann fließt der elektrische Strom, welcher eine
negative Richtung aufweist, durch den Motor 20. Daher ist der Stromkontrollwert,
der vom Addierer 30B bereitgestellt wird, ebenfalls ein PWM-Ausgangssignal.
Der Motorstromermittlungsschaltkreis 38 ermittelt die Größe des elektrischen
Stroms, welcher eine positive Richtung aufweist, in Übereinstimmung mit einem
Spannungsabfall über den Widerstand R1 und die Größe des Stroms, welcher eine
negative Richtung aufweist, in Übereinstimmung mit einem Spannungsabfall am
Widerstand R2. Der Motorstromwert i der vom Motorermittlungsschaltkreis 38
ermittelt wurde, wird dem Substraktor 30A eingegeben und zurückgekoppelt.
Wie in Fig. 4 gezeigt ist, wird gemäß der vorliegenden Erfindung die
Regeleinheit 30 geregelt, indem ein Motorstrombefehlswert IRef zur
Lenkunterstützung und zur Kompensationskontrolle in Übereinstimmung mit dem
Lenkdrehmoment T, welches von einem Drehmomentsensor 10 ermittelt wird,
bestimmt wird, so daß der Motorstromwert i, der von dem
Motorstromermittlungsschaltkreis 38 bereitgestellt wird, dem
Motorstrombefehlswert IRef gleich ist. Der Motorstrombefehlswert IRef wird von
einem Maximalstrombegrenzer 40 ausgegeben, der einen oberen Grenzwert von
+Ilmt und einen unteren Grenzwert von -Ilmt aufweist. Ein Substraktor 41
berechnet eine Differenz (IRef - i) zwischen dem Motorstrombefehlswert IRef
und dem Motorstromwert i, und der Differenzstrom (IRef - i) wird dann in die
Stromsteuerung 50 eingegeben. Andererseits wird ein Ausgangssignal des
Phasenkompensators 31 in den Maximalstrombegrenzer 40 eingegeben durch die
Einheit 32 zur Berechnung des Lenkunterstützungsbefehlswertes und eine
Rechnereinheit 42. Eine Winkelgeschwindigkeit ω, die von einem
Motorwinkelgeschwindigkeitsschätzer 43 in Übereinstimmung mit dem
Motorstromwert i, der von dem Motorstromermittlungsschaltkreis 38
bereitgestellt wird und einem Steuerstrom, der von einer Stromsteuerung 50
bereitgestellt wird, geschätzt wird, wird in einen Verlustdrehmomentkompensator
44 und eine konvergente Steuerung 45 eingegeben. Eine Winkelgeschwindigkeit
ω*, die von einem Motorwinkelgeschwindigkeitsschätzer 46 bereitgestellt wird,
wird in den Trägheitskompensator 47 eingegeben. Jedes Ausgangssignal des
Verlustdrehmomentkompensators 44 der Konvergenzsteuerung 45 und des
Trägheitskompensators 47 wird in die Rechnereinheit 42 eingeben. Weiterhin ist
der Motor 20 in Fig. 4 aufgeteilt in eine Motorelektrikcharakteristikeinheit 21
und eine Einheit 22, die das Motordrehmoment konstant hält.
Die Konvergenzsteuerung 45 hält Schwanken bzw. Gieren des Lenkrades heraus,
um die Schwankungs- bzw. Gierkonvergenz des Fahrzeugs zu verbessern. Der
Verlustdrehmomentkompensator 44 gibt ein
Verlustdrehmomentkompensationssignal LT aus, um den Einfluß eines
Verlustdrehmoments des Motors 20 auszugleichen, und leistet eine Unterstützung,
die dem Verlustdrehmoment bzgl. der Richtung entspricht, in die das
Verlustdrehmoment generiert, nämlich der Drehrichtung des Motors 20. Der
Trägheitskompensator 47 leistet eine Unterstützung entsprechend einer Energie,
die durch eine Trägheit des Motors 20 erzeugt wird, und gibt ein
Trägheitskompensationssignal aus, um eine Verschlechterung der
Trägheitscharakteristik und der Steuerantwort zu verhindern. Daher zeigt der
geschätzte Wert ω, der in den Verlustdrehmomentkompensator 44 eingegeben
wird, eine Drehrichtung des Motors, und der geschätzte Wert ω*, der in den
Drehmomentkompensator 47 eingegeben wird, zeigt eine Winkelgeschwindigkeit
an.
Eine Beziehung zwischen dem Motorstromwert i und dem Ausgangsdrehmoment
τ ist wie folgt beschrieben, wobei KT eine Drehmomentkonstante ist:
τ = KT.i.
Im allgemeinen wird ein Lenkunterstützungsdrehmoment unter der Annahme
geregelt, daß die Drehmomentkonstante KT konstant ist und durch Steuern des
Motorstromwert i.
Wie andererseits in Fig. 5 gezeigt ist, wird die Drehmomentkonstante KT des
Motors 20 durch eine Funktion bzgl. der Temperatur T dargestellt. Daher ist der
Einfluß der Temperatur nicht unbeachtlich, insbesondere wenn der Motor unter
Bedingungen benutzt wird, in denen große Temperaturdifferenzen vorherrschen.
In Fig. 5 repräsentiert eine Charakteristik A eine Drehmomentkonstante KT20, für
einen Fall, bei dem die Temperatur 20°C beträgt. Wenn die Temperatur ansteigt,
wird die Steigung der Charakteristik A erhöht wie eine Charakteristik B. Wenn
die Temperatur absinkt, wird die Steigung der Charakteristik A verringert wie
eine Charakteristik C. Daher wird eine Beziehung zwischen der
Drehmomentkonstanten KT und der Temperatur t wie folgt beschrieben, wobei β
eine Temperaturkonstante der Drehmomentkonstanten ist:
KT (t) = {1 + 0.002 (t-20)/β}.KT20 (1).
Der folgende Korrekturkoeffizient a wird eingeführt, um eine Variation in der
Drehmomentkonstanten KT, der durch die Temperatur verursacht wird, zu
korrigieren.
a = 1/ {1+0.002(t-20)/β}.
Dann wird ein korrigierter Motorstrombefehlswert IRef* erhalten, indem der
Motorstrombefehlswert IRef unter Benutzung des Korrekturkoeffizienten a
korrigiert wird, wie in der folgenden Gleichung beschrieben ist.
IRef* = IRef.a (2).
Wenn weiterhin die Bedingung erfüllt ist, daß der Motorstrombefehlswert IRef
gleich dem Motorstromwert i von der Stromkontrolle ist, wird das
Ausgangsdrehmoment τ des Motors 20 wie folgt beschrieben:
τ = KT((t).IRef* (3).
Wenn hier in die Gleichung (3) die Gleichungen (1) und (2) eingesetzt werden,
folgt
τ = KT20.IRef (4).
Da die Drehmomentkonstante KT bzgl. der Temperatur 20°C nicht von der
Temperatur abhängt, ist es möglich, eine Temperaturschwankung des
Ausgangsdrehmomentes τ zu korrigieren. In diesem Fall wird die
Lenkunterstützungscharakteristik in Übereinstimmung mit einer
Drehmomentkonstanten KT20 gesetzt.
Weiterhin wird der obere Grenzwert für den Motorstrombefehlswert IRef auf
+Ilmt begrenzt, und dessen unterer Grenzwert wird auf -Ilmt begrenzt durch den
Maximalstrombegrenzer 40. Ein Maximalwert des Motorausgangsdrehmoments τ
wird durch eine Korrektur der Drehmomentkonstanten, wie in Gleichung 4
beschrieben, korrigiert. Wenn beispielsweise die Temperatur des Motors größer
als 20°C ist, dann wird die Drehmomentkonstante KT kleiner. Dann wird der
Korrekurkoeffizient a gleich oder größer als 1, und der Maximalwert des
Motorstrombefehlswertes IRef wird IRef.a. Auf diese Weise ist es möglich zu
verhindern, daß der Maximalwert des Motorausgangsdrehmomentes τ verringert
wird. Wie in Fig. 6 gezeigt ist, wird der Motorstrombefehlswert IRef durch
Benutzung des Korrekturkoeffizienten a verändert, und dann wird der korrigierte
Motorstrombefehlswert IRef* in den Subtraktor 41 eingegeben. Die Temperatur
des Motors wird beispielsweise durch die folgende Gleichung (5) abgeschätzt.
Bezüglich Gleichung (5) wird eine Referenztemperatur als 20°C gesetzt. Es ist
jedoch möglich, die Referenztemperatur auf einen beliebigen Wert zu setzen.
t = (R-R20)/α+20(°C) (5).
Hierin repräsentiert R20 einen Widerstand, zwischen den beiden Anschlüssen des
Motors in einem Fall, bei dem die Temperatur 20°C beträgt, und α repräsentiert
einen Temperaturkoeffizienten der Motorwicklung. Weiterhin kann die
Temperatur mit einem Temperaturfühler gemessen werden.
Bei einer erfindungsgemaßen Steuerung eines elektrischen Servolenksystems wird
der Motorstrombefehlswert mit einer Motortemperatur korrigiert, so daß eine
Lenkunterstützungscharakteristik nicht durch Schwankungen in einer
Charakteristik beeinflußt werden, die durch Schwankungen der Motortemperatur
bedingt sind. Es ist daher sogar in dem Fall möglich Schwankungen der
Lenkunterstützungscharakteristik zu verhindern, wenn der Motor unter
Bedingungen benutzt wird, bei denen einen große Temperaturdifferenz auftritt.
Claims (7)
1. Regler für ein elektrisches Servolenksystem umfassend:
einen Drehmomentsensor zum Ermitteln eines Lenkdrehmoments eines Lenkrades;
einen Motor zum Bereitstellen eines Lenkunterstützungsdrehmomentes an einen Lenkschaft; und
eine Steuereinheit zum Betreiben des Motors in Übereinstimmung mit einer Größe des Lenkdrehmoments,
so daß die Steuereinheit einen Motorstrombefehlswert korrigiert in Übereinstimmung mit einer Temperatur des Motors und den Motorstrom kontrolliert in Übereinstimmung mit dem korrigierten Motorstrombefehlswert.
einen Drehmomentsensor zum Ermitteln eines Lenkdrehmoments eines Lenkrades;
einen Motor zum Bereitstellen eines Lenkunterstützungsdrehmomentes an einen Lenkschaft; und
eine Steuereinheit zum Betreiben des Motors in Übereinstimmung mit einer Größe des Lenkdrehmoments,
so daß die Steuereinheit einen Motorstrombefehlswert korrigiert in Übereinstimmung mit einer Temperatur des Motors und den Motorstrom kontrolliert in Übereinstimmung mit dem korrigierten Motorstrombefehlswert.
2. Regler nach Anspruch 1, wobei der Lenkschaft integral mit dem Lenkrad
vorgesehen ist.
3. Regler nach Anspruch 1 oder 2, worin der Motorstrombefehlswert durch
Messung einer Motortemperatur korrigiert wird.
4. Regler nach einen der Ansprüche 1 bis 3, worin die Motortemperatur mit
einem Temperaturfühler gemessen wird.
5. Regler nach einen der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Motorstrombefehlswert
mit einer geschätzten Temperatur des Motors korrigiert wird.
6. Regler nach Anspruch 5, wobei die geschätzte Temperatur des Motors nach
der Gleichung
t = (R-RT)/α+T(°C)
berechnet wird, wobei t die geschätzte Temperatur des Motors repräsentiert (°C) und RT einen Widerstand zwischen den Anschlüssen des Motors bei einer Temperatur von T in °C repräsentiert, und wobei α einen Temperaturkoeffizienten der Motorwindung wiedergibt.
t = (R-RT)/α+T(°C)
berechnet wird, wobei t die geschätzte Temperatur des Motors repräsentiert (°C) und RT einen Widerstand zwischen den Anschlüssen des Motors bei einer Temperatur von T in °C repräsentiert, und wobei α einen Temperaturkoeffizienten der Motorwindung wiedergibt.
7. Regler nach Anspruch 6, wobei T = 20°C und RT = R20, und wobei R20
einen Widerstand zwischen den Anschlüssen des Motors bei einer
Temperatur von 20°C repräsentiert.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP01151498A JP3991416B2 (ja) | 1998-01-23 | 1998-01-23 | 電動パワーステアリング装置の制御装置 |
| JP11514/98 | 1998-01-23 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19902516A1 true DE19902516A1 (de) | 1999-08-05 |
| DE19902516B4 DE19902516B4 (de) | 2007-03-22 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19902516A Expired - Lifetime DE19902516B4 (de) | 1998-01-23 | 1999-01-22 | Regler für ein elektrisches Servolenksystem |
Country Status (4)
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|---|---|
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| JP (1) | JP3991416B2 (de) |
| KR (1) | KR100286485B1 (de) |
| DE (1) | DE19902516B4 (de) |
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|---|---|---|---|---|
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