DE19901331A1 - Einrichtung und Verfahren zum Homogenisieren eines Magnetfeldes - Google Patents
Einrichtung und Verfahren zum Homogenisieren eines MagnetfeldesInfo
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Abstract
Das Magnetfeld im Arbeitsvolumen einer Apparatur zum Messen der magnetischen Resonanz, insbesondere der kernmagnetischen Resonanz, wird dadurch homogenisiert, daß Shimplättchen in vorberechneten Positionen um das Arbeitsvolumen angebracht werden und für eine Feineinstellung im eingebauten Zustand um diese Positionen kontinuierlich ausgelenkt werden können, vorzugsweise mittels Piezotranslatoren.
Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und ein Verfahren zur Homogenisie
rung des durch einen Hauptmagneten erzeugten Magnetfeldes im Arbeits
volumen einer Magnetresonanz-Einrichtung, wobei das Arbeitsvolumen von
einer Vielzahl ferromagnetischer Elemente umgeben ist, deren Anzahl, Stär
ken und Positionen so gewählt sind, daß sie in ihrer Gesamtheit Feldinho
mogenitäten des Hauptmagneten im Arbeitsvolumen weitgehend ausglei
chen.
Eine solche Einrichtung und ein solches Verfahren sind beispielsweise be
kannt aus der EP 0 272 411 B1.
Im Gegensatz zur Magnetfeldhomogenisierung mittels sogenannter Shim
spulen, durch die Korrekturströme geschickt werden, hat sich in letzter Zeit
insbesondere in Magneten der bildgebenden Kernresonanz (MRI) das soge
nannte "passive Shimmen" immer mehr durchgesetzt, bei dem die aktiv an
steuerbaren Shimspulen durch passive ferromagnetische bzw. auch perma
nentmagnetische, kleine Plättchen ersetzt werden, die an vorausberechneten
Stellen um das Arbeitsvolumen herum plaziert werden. Bei den üblichen su
praleitenden Tomographiemagneten mit einer Raumtemperaturbohrung wer
den in axialen Führungen an der Wand der Raumtemperaturbohrung stab
förmige Halterungen eingeschoben, in denen an vorgegebenen axialen Posi
tionen jeweils eine vorausberechnete Anzahl von ferromagnetischen "Shim
plättchen" gestapelt und fixiert ist.
Während beispielsweise in den supraleitenden Magneten der hochauflösen
den NMR nach wie vor Shimspulensätze verwendet werden, um das Feld am
Probenort zu homogenisieren, wird im Bereich der Kernspintomographie
(MRI) meist die rechnerisch zwar aufwendigere aber preiswertere und letzt
lich bequemere eingangs genannte Methode des passiven Shimmens ver
wendet, die nur einmal angewendet werden muß und dann keine Stromver
sorgung oder Netzgeräte mehr erfordert.
Allerdings ist selbst bei Verwendung recht kleiner einzelner Shimplättchen
die Feldkorrektur in gewisser Weise "digitalisiert", da an vorgegebenen Posi
tionen nur ein Plättchen mit festem magnetischem Moment hinzugefügt oder
entfernt werden kann. Zudem erfordert dieser Vorgang einen Eingriff im das
Arbeitsvolumen selbst oder doch Umbauarbeiten in unmittelbarer Nähe des
Arbeitsvolumens, so daß das passive Shimmen seine Vorteile nur voll aus
nutzen kann, wenn die Feldhomogenisierung tatsächlich, ggf. in einigen we
nigen Iterationsschritten, ein für alle mal durchgeführt werden kann. In Fällen,
in denen sich die Feldverteilung im Arbeitsvolumen mit der Zeit ändert, z. B.
bereits durch das Einbringen eines Meßobjekts, den zeitweisen Einfluß fer
romagnetischer Objekte in der Umgebung oder auch eine Änderung des
Feldprofils der Hauptspule während der Betriebszeit, insbesondere bei Per
manentmagneten oder resistiven Polschuhmagneten, kann jedoch eine
Nachjustierung wünschenswert sein.
In der EP 0 823 641 A1 wird vorgeschlagen, sowohl passive Shimplättchen
an vorgegebenen Positionen zu verwenden als auch Shimspulen um einer
seits die Anzahl der notwendigen Shimpositionen und andererseits die benö
tigten Shimströme gering zu halten. Dies erfordert den Einbau eines konven
tionellen Shimsystems mit Spulen als auch Halterungen für passive Shims.
Es besteht der Bedarf nach einer Homogenisierungseinrichtung und einem
Homogenisierungsverfahren, das passive Shimelemente verwendet, das
aber eine Feinhomogenisierung mittels dieser Elemente gestattet ohne daß
sie bzw. ihre Haltevorrrichtung, ein- oder umgebaut werden müßten.
Die Aufgabe wird durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst, sowie durch ein Verfahren nach einem der Ansprüche 13 oder 17.
Die Aufgabe wird dadurch vollständig gelöst.
Dadurch, daß nach einer Grobhomogenisierung, bei der nur Shimelemente
an festen Positionen addiert oder subtrahiert werden, eine kontinuierliche
Feinjustierung der einzelnen eingebauten Shimelemente durch Verschieben
mit kleiner Auslenkung folgt, kann die Kompensation von Feldinhomogenitä
ten im Arbeitsvolumen durch diese genauer sein und vor allem kann sie
durchgeführt werden ohne daß einzelne Elemente, Teile oder die Gesamtheit
ihrer Halterungen aus- und/oder eingebaut werden müßten. Dadurch wird es
auch praktikabel, mittels der passiven Shimelemente zeitlich veränderliche
Inhomogenitäten zu kompensieren.
Die nach der Grobhomogenisierung mit Elementen an fixen Positionen ver
bliebenen Inhomogenitäten können in einem ersten Schritt wieder durch
Vermessen des Arbeitsvolumens ermittelt und rechnerisch "bessere" Positio
nen der Elemente gewonnen werden, die zu einer homogeneren Verteilung
führen. Dabei können je nach Auslegung kleine Verschiebungen aller oder
ausgewählter Elemente in eine, zwei oder drei Richtungen zugelassen sein.
Insbesondere bei permanentmagnetischen könnte auch eine Drehung in
Frage kommen. Das Vermessen des Arbeitsvolumens kann in an sich be
kannter Weise über Feldsonden oder auch bildgebende NMR-Verfahren er
folgen.
Anschließend können die Elemente noch um ihre neu gefundene "optimale"
Position mit noch kleineren Amplituden ausgelenkt werden, um zeitabhängi
ge oder probenspezifische Zusatzinhomogenitäten ständig auszugleichen.
Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß der eigentlichen Proben
messung eine Information entnommen wird, die Aufschluß über die momen
tane Feldhomogenität im Arbeitsvolumen gibt oder daß ein kurzer separater
Meßschritt zwischengeschaltet wird, der dies gestattet. Dies könnte bei einer
NMR-Messung z. B. ein zeitabhängiges NMR-Signal (FID, Spin-Echo) sein
oder auch die Breite und/oder Form einer NMR-Linie. Bei bestimmten Mes
sungen können aber auch die Elemente nach einem festen Programm ge
steuert werden, wenn z. B. über eine Pulssequenz mit geschalteten Gradien
ten bestimmte Feldverzerrungen erwartet werden. Insbesondere bei resisti
ven oder Permanentmagneten kann ein Regel- oder Steuerparameter auch
die Temperatur oder Temperaturverteilung eines Polschuhs sein. Auch Be
wegungen des Meßobjekts oder im Meßobjekt können der Auslöser für Ho
mogenitätsverschiebungen sein, insbesondere, wenn sich Materialien oder
Grenzflächen mit unterschiedlicher magnetischer Suszeptibilität verschieben.
Der vorgeschaltete Schritt des Neuvermessens des Arbeitsvolumens und
des Auffindens neuer (permanenter) optimaler Positionen der Elemente kann
auch entfallen und es erfolgt nur eine aktuelle Regelung durch Verschieben
aus den ehemals fixen Positionen heraus anhand eines oder mehrerer Pa
rameter während oder zwischen aktuellen Messungen der magnetischen Re
sonanz.
Die Verschiebungen der Elemente sind klein gegen die Abstände der im er
sten Schritt berechneten Positionen der Elemente. Dies hat den Vorteil, daß
zunächst mit bekannten Rechenmethoden das Arbeitsvolumen "geshimmt"
wird. Diese Rechenmethoden berechnen i. a. für fixe Positionen ein jeweils
anzubringendes magnetisches Moment, das dann durch mehrere Shimplätt
chen approximiert wird. Die gefundene Lösung ist bereits zumindest eine
gute Näherung. Davon ausgehend, kann nun eine bessere Lösung durch
Variationen von kleinen Auslenkungen entweder berechnet oder experimen
tell gefunden werden.
Vorzugsweise sind die Auslenkungen der Shims jeweils kleiner als 1/3 des
Abstand zur nächstbenachbarten Shimposition. Diese Auslenkung ist appa
rativ noch zu bewältigen und sie führt mathematisch noch nicht zu weit weg
von der Ausgangslösung, was die Rechenalgorithmen (und ggf. ein manuel
les "Probieren") sicherer macht.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Auslenkungen von einer Konsole ge
steuert werden, die sich im Abstand vom Hauptmagneten befindet, z. B. im
Nachbarraum. Dadurch ist es nicht erforderlich, sich dem Magneten zu nä
hern und in sein Streufeld zu geraten, was den Shimvorgang stören würde.
Vorzugsweise ist die Konsole außerhalb der sog. 5-Gauß-Linie.
Eine besonders bevorzugte Art der Auslenkung der Shims verwendet Pie
zotranslatoren. Diese sind unmagnetisch und werden zwar mit einigermaßen
hohen Spannungen aber nahezu stromlos angesteuert. Daher wird die Feld
verteilung nicht nennenswert gestört. Sie sind zudem sehr genau und repro
duzierbar. Die Piezotranslatoren sind an einer oder mehreren festen Halte
rungen angebracht und tragen ihrerseits Halterungen zur Aufnahmen von
Shims. Grundsätzlich können handelsübliche Translatoren verwendet wer
den mit Auslenkungen vom µm- bis in den cm-Bereich entlang einer, zwei
oder drei Achsen.
Die Shims oder Shimstapel können jedoch auch auf andere Art bewegt wer
den, z. B. über den Druck an einer pneumatischen Leitung zu einem pneu
matischen Translator. Dieser kann seine Position im wesentlichen proportio
nal zum Druck verändern und dadurch eine kontinuierliche Verschiebung
gestatten. Er kann aber auch auf Druckstöße ansprechen, wodurch der Shim
oder Shimstapel in eine eng benachbarte neue Position springt, in der er
dann bis zum nächsten Druckstoß arretiert bleibt. Bei der Bewe
gung/Arretierung kann ausgenutzt werden, daß das Feld des Hauptmagne
ten auf die Shims/Shimstapel eine Kraft ausübt. Die Auslenkung ist jetzt nur
noch quasi-kontinuierlich, d. h. sehr fein digitalisiert. Bewegungen unter sol
chen oder ähnlichen Randbedingungen, bei denen ein Objekt Zahn um Zahn
durch einen Puls verschoben wird, sind im allgemeinen Stand der Technik an
sich bekannt und können auf die vorliegende Aufgabe übertragen, bzw. an
diese angepaßt werden. Insofern ist die Erfindung nicht auf spezielle Ausfüh
rungsformen beschränkt. Es sind auch andere Pulsanregungen als Druckluft
denkbar, insbesondere auch solche, die an sich die Magnetresonanzmes
sung stören, da sie ja nur kurzzeitig wirken müssen.
In konventionellen Tomographiesystemen mit einem rohrförmigen Raumtem
peraturzugang zum Arbeitsvolumen oder in konventionellen, supraleitenden
analytischen NMR-Magneten aber auch bspw. bei supraleitenden Magneten
zum Messen der Ionenzyklotronresonanz (ICR) können die berechneten
Shimpositionen im wesentlichen auf einer Zylinderoberfläche angeordnet
sein und/oder auch die Halterung für die Shims hat im wesentlichen Kreiszy
lindersymmetrie. Dies ist der Geometrie angepaßt. In Magneten mit Polschu
hen, z. B. einigen ESR-Magneten oder sog. "offenen" Tomographiemagneten
werden die Shims im wesentlichen eben parallel zur Polschuhebene ange
ordnet sein. Dies gilt insbesondere auch für einseitige Magnetkonstruktionen,
bei denen sich das Arbeitsvolumen außerhalb der eigentlichen Magnetstruk
tur befindet.
Vorzugsweise sind die Shims ferromagnetische Plättchen, die in den berech
neten oder vorgegebenen Positionen gestapelt werden können. In der Regel
wird man weitgehend identische Shimplättchen verwenden und zunächst das
gesamte magnetische Moment an einer Shimposition dadurch einstellen, daß
man mehr oder weniger Plättchen stapelt. In Sonderfällen kann man einige
wenige, z. B. bis zu drei oder fünf, unterschiedliche Sorten von Shims ver
wenden, wobei die verschiedenen Sorten unterschiedliche magnetische Mo
mente aufweisen. Man kann auch weichmagnetische Shims an einigen Posi
tionen und permanentmagnetische an anderen Positionen verwenden, ins
besondere wo magnetische Momente entgegen dem Hauptfeld vorteilhaft
sind. Diese Varianten und beliebige Kombinationen davon erhöhen ggf. die
Variabilität der Anordnung und können so an spezielle Gegebenheiten bes
ser angepaßt werden.
Ganz allgemein gilt, daß die Shimpositionen sich an der Geometrie des
Hauptmagneten und den erforderlichen freien Zugängen zum Arbeitsvolu
men orientieren müssen und werden.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch
zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweiligen Kombination sondern
auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Die erfindungsgemäßen Anordnungen bzw. Verfahren können mit an sich
bekannten Shimanordnungen bzw. -verfahren kombiniert bzw. in diese inte
griert werden. Insbesondere können zusätzlich konventionelle Shimspulen
vorhanden sein. Auch ist es nicht nötig, daß alle Shims einer erfindungsge
mäßen Anordnung im geschilderten Sinn geregelt ausgelenkt werden kön
nen.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung im folgenden näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 äußerst schematisch den Hauptmagneten einer Kernspinresonanzap
paratur mit einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Homogenisierungseinrichtung;
Fig. 2 äußerst schematisch eine Detailansicht von auf einer Halteplatte an
gebrachten Piezotranslatoren beispielsweise der ersten Ausfüh
rungsform der Erfindung nach Fig. 1;
Fig. 3 einen pneumatischen Translator einer weiteren Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Homogenisierungseinrichtung.
Fig. 1 zeigt äußerst schematisch einen konventionellen supraleitenden
Hauptmagneten 1 eines Kernspintomographen mit einer axialen 11 Raum
temperaturbohrung 2. Das Arbeitsvolumen 8 befindet sich im zentralen Be
reich der Raumtemperaturbohrung 2 und ist daher in Fig. 1 nur durch den
Aufbruch sichtbar. An der Innenwand der Raumtemperaturbohrung 2 befin
den sich axiale Führungen 7, in die Halterungen 5 eingeschoben werden
können mit möglichen Positionen 9, an denen Shimplättchen 6 gestapelt
werden können. Die Halterungen 5 werden in die Führungen 7 eingeschoben
und arretiert. Es könnte auch eine gemeinsame zylindersymmetrische Halte
rung vorgesehen sein.
Erfindungsgemäß sind die gestapelten Shimplättchen jeweils auf einem Pie
zotranslator montiert, der sie bezogen auf die Achse 11 in radialer Richtung
verschieben kann. Die Piezotranslatoren sind über Leitungen 4 mit einer
Konsole 10 verbunden, was es gestattet, definierte Hochspannungen an je
den Translator anzulegen und dadurch von der entfernten Konsole aus die
radiale Verschiebung der Shimplättchenstapel 6 einzustellen. Üblicherweise
wird sich die Konsole in einem separaten Vorraum des Untersuchungsraums
befinden, in dem der Hauptmagnet 1 steht.
Anstelle oder in Kombination mit der radialen Verschiebung können dis
Translatoren auch eingerichtet sein, die Shimplättchenstapel entlang der
Achse 11 oder in Umfangsrichtung um die Achse 11 zu verschieben. Die
Amplitude der Verschiebung ist jeweils klein, i. a. kleiner, vorzugsweise deut
lich kleiner, als die entsprechende Ausdehnung der Shimplättchenstapel 6 in
die jeweilige Richtung.
Die Anordnung der Shimplättchenstapel 26 ist in Fig. 2 auszugsweise detail
lierter, aber immer noch schematisch, dargestellt. Auf einer Trägerplatte 25
ist jeweils ein Piezotranslator 23 montiert, der beispielsweise eine Verschie
bung senkrecht zur Trägerplatte 25 erlaubt. Jeder Piezotranslator 23 trägt in
einer Halterung 22 einen Stapel 26 identischer ferromagnetischer Shimplätt
chen, die durch das Hauptmagnetfeld aufmagnetisiert sind. Durch Anlegen
einer Hochspannung über Leitungen 24 dehnt sich der Translator 26 aus
oder zieht sich wieder zusammen und verschiebt dadurch in definierter Wei
se den Plättchenstapel 26. Die Trägerplatte 25 kann Teil eines Trägerrohrs
(siehe Fig. 1) sein aber auch eine von zwei im wesentlichen ebenen Shim
trägerplatten eines Polschuhmagneten. Bei einseitigen Hauptmagneten, die
einen weitgehenden freien Zugang in einem Halbraum um das Arbeitsvolu
men gestatten, kann auch nur eine Shimträgerplatte vorgesehen sein. Je
nach Aufbau des Hauptmagneten wird man ganz allgemein die Shimele
mente an Positionen um das Arbeitsvolumen plazieren, die einen ge
wünschten freien Zugang nicht oder nur wenig behindern. Daher sind auch
Konfigurationen denkbar, in denen die Shims nicht in Ebenen bzw. auf Zylin
dern angeordnet sind, sondern insbesondere bei kompliziert aufgebauten
Hauptmagneten in Positionen, in denen sie wenig stören.
Fig. 3 zeigt einen Aufbau, in dem die Shimelemente 36 pneumatisch (oder
hydraulisch) über einen von der Konsole über eine Leitung 34 regelbaren
Druck p1, gegen den Druck einer Feder 31 verschoben werden. Die Feder 31
kann unmagnetisch sein aber auch ferromagnetisch und ihr druckabhängiger
Einfluß bei der Kompensation berücksichtigt werden. Die Form der Feder
kann variieren, insbesondere kann auch die magnetische Kraft des Haupt
magnetfelds auf die Shimelemente 36 als Rückstellkraft (mit) ausgenutzt
werden. Es versteht sich, daß Fig. 3 nur eine von vielen möglichen Ausfüh
rungsformen einer pneumatischen Verschiebung der Shimelemente explizit
zeigt. Dem Fachmann werden sich viele Abwandlungen erschließen, die in
den Rahmen der Erfindung fallen.
In den Rahmen der Erfindung fallen auch Ausführungsformen, bei denen die
Shimelemente durch einen Puls, insbesondere einen Druckpuls, sukzessive
aus einer jeweils diskreten Position in eine nächste, eng benachbarte dis
krete Position befördert werden (z. B. sägezahnartige Verankerungen). Bei
dieser Art der Verschiebung kann wiederum das Hauptmagnetfeld für die
Haltekraft in der jeweils fixen Position ausgenutzt werden. Die Verschiebung
ist vorzugsweise als Funktion aufeinanderfolgender Pulse periodisch, d. h.
nach Erreichen einer maximalen Verschiebung wird die Richtung umgekehrt
oder die Shimplättchen springen in die Ausgangsposition zurück.
Claims (21)
1. Anordnung zur Homogenisierung des durch einen Hauptmagneten
erzeugten Magnetfeldes im Arbeitsvolumen einer Magnetresonanz-
Einrichtung, wobei das Arbeitsvolumen von einer Vielzahl in eine oder
mehrere Halterungen eingebauter, ferromagnetischer Elemente
(Shims) umgeben ist, deren Anzahl, Stärken und Positionen so be
rechnet sind, daß sie in ihrer Gesamtheit Feldinhomogenitäten des
Hauptmagneten im Arbeitsvolumen weitgehend ausgleichen,
dadurch gekennzeichnet, daß
für eine aktuelle Feinkorrektur zumindest einige der Shims im einge
bauten Zustand um ihre berechneten Positionen mit einer kleinen
Auslenkung entlang mindestens einer Richtung verschiebbar sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kleine
Auslenkung im wesentlichen kontinuierlich erfolgen kann.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kleine
Auslenkung über sprungartige Verschiebungen in feste Positionen
erfolgen kann.
4. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die maximale Auslenkung der Shims jeweils kleiner
ist als 1/3 des Abstands zur nächstbenachbarten berechneten Shim
position.
5. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, über die die Auslenkungen
von einer Konsole im Abstand vom Hauptmagneten gesteuert werden.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel
an die Halterungen montierte und die Shims tragende Piezotranslato
ren mit elektrischen Zuleitungen umfassen.
7. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel
pneumatische oder hydraulische Translatoren mit Druckzuleitungen
umfassen.
8. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die berechneten Positionen der Shims im wesentli
chen auf einer Zylinderoberfläche angeordnet sind.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich
net, daß die berechneten Positionen der Shims im wesentlichen in ei
ner oder zwei Ebenen angeordnet sind.
10. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Shims ferromagnetische Plättchen umfassen,
die in ihren Positionen durch den Hauptmagneten in Richtung des
Magnetfelds im Arbeitsvolumen magnetisiert werden.
11. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Shims permanentmagnetische Plättchen um
fassen, deren Magnetisierung nach Stärke und Richtung weitgehend
unabhängig vom Magnetfeld des Hauptmagneten ist.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß insgesamt weniger als fünf, insbesondere weniger als
drei, vorzugsweise genau eine Klasse von Shimplättchen verwendet
wird, innerhalb derer alle Shimplättchen identische Eigenschaften ha
ben.
13. Verfahren zur Homogenisierung des durch einen Hauptmagneten er
zeugten Magnetfeldes im Arbeitsvolumen einer Magnetresonanz-
Einrichtung, wobei das Arbeitsvolumen von einer Vielzahl in eine oder
mehrere Halterungen eingebauter, ferromagnetischer Elemente
(Shims) umgeben wird, die in ihrer Gesamtheit Feldinhomogenitäten
des Hauptmagneten im Arbeitsvolumen weitgehend ausgleichen sol
len,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- a) die Feldverteilung im Arbeitsvolumen wird gemessen;
- b) mit Hilfe dieser Feldverteilung werden Anzahl, Stärken und Po sitionen von Shims so berechnet, daß sie in ihrer Gesamtheit die Feldinhomogenitäten des Hauptmagneten im Arbeitsvolu men weitgehend ausgleichen;
- c) die Shims werden in die berechneten Positionen gebracht und in einer oder mehreren Halterungen relativ zum Arbeitsvolumen fest arretiert;
- d) die Feldverteilung wird im Arbeitsvolumen erneut vermessen;
- e) es werden zumindest für einige der Shims jeweils kleine Aus lenkungen entlang mindestens einer Richtung aus ihren in Schritt b) berechneten Positionen bestimmt, die die in Schritt d) ermittelten verbliebenen Feldinhomogenitäten weiter reduzie ren;
- f) für eine Feinkorrektur werden zumindest einige der Shims im eingebauten Zustand aus ihrer in Schritt b) berechneten Posi tionen um die in Schritt e) ermittelten jeweils kleinen Auslen kungen verschoben.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
schiebung im wesentlichen kontinuierlich erfolgt.
15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
schiebung über sprungartige Verschiebungen in feste Positionen er
folgt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß während oder zwischen aktuellen Magnetresonanzmes
sungen eines Objekts im Arbeitsvolumen sich der weitere Schritt an
schließt:
- a) aufgrund eines oder mehrerer durch Magnetresonanzmessung ermittelten Parameters, der von Feldinhomogenitäten abhängt, werden zumindest einige der in Schritt e) berechneten Auslen kungen für eine aktuelle Feinstkorrektur weiter optimiert.
17. Verfahren zur Homogenisierung des durch einen Hauptmagneten er
zeugten Magnetfeldes im Arbeitsvolumen einer Magnetresonanz-
Einrichtung, wobei das Arbeitsvolumen von einer Vielzahl in eine oder
mehrere Halterungen eingebauter, ferromagnetischer Elemente
(Shims) umgeben wird, die in ihrer Gesamtheit Feldinhomogenitäten
des Hauptmagneten im Arbeitsvolumen weitgehend ausgleichen sol
len,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- a) die Feldverteilung im Arbeitsvolumen wird gemessen;
- b) mit Hilfe dieser Feldverteilung werden Anzahl, Stärken und Po sitionen von Shims so berechnet, daß sie in ihrer Gesamtheit die Feldinhomogenitäten des Hauptmagneten im Arbeitsvolu men weitgehend ausgleichen;
- c) die Shims werden in die berechneten Positionen gebracht und in einer oder mehreren Halterungen relativ zum Arbeitsvolumen fest arretiert;
- d) aufgrund eines oder mehrerer durch Magnetresonanzmessung ermittelten Parameter, die von Feldinhomogenitäten abhängen, werden für eine Feinkorrektur zumindest für einige der Shims jeweils kleine Auslenkungen entlang mindestens einer Richtung aus ihren in Schritt b) berechneten Positionen bestimmt, die die Feldinhomogenitäten weiter reduzieren;
- e) es werden zumindest einige der Shims im eingebauten Zustand aus ihrer in Schritt b) berechneten Positionen um die in Schritt i) ermittelten jeweils kleinen Auslenkungen verschoben.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Auslenkungen über die elektrischen Spannungen an
Piezotranslatoren geregelt werden, die die Shims verschieben.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Auslenkungen über den Druck an pneumatischen
Translatoren geregelt werden, die die Shims verschieben.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß während einer aktuellen Magnetresonanzmessung die
Auslenkungen eines oder mehrerer Shims um ihre berechneten Posi
tionen verschoben werden, um durch die Messung selbst verursachte
Homogenitätsstörungen "online" auszugleichen.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Aus
lenkungen nach einem vorbestimmten Programm gesteuert werden.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
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