DE19900342A1 - Begrenzerschaltung für Differenztreiber - Google Patents
Begrenzerschaltung für DifferenztreiberInfo
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Description
Die Erfindung betrifft das Begrenzen der Spannung von Diffe
renztreibern. Insbesondere betrifft die Erfindung das Gebiet
der digitalen Datenübertragung und darin die Verbesserung der
Zuverlässigkeit der digitalen Datenübertragung über lange
Strecken (Kabel), insbesondere die Reduzierung von struktur-
bzw. musterabhängigen stochastischen Schwankungen des Signals
über lange Strecken (Kabel). Die Erfindung soll eine Begrenzer
schaltung bereitstellen zum Reduzieren von struktur- bzw. mu
sterabhängigen Schwankungen bei der digitalen Datenübertragung
bzw. beim Empfang mittels einer Amplitudenbegrenzung und auch
zum Hochfrequenzfiltern bei einer solchen Übertragung bzw. ei
nem solchen Empfang.
Digitale Daten werden typischerweise zwischen elektronischen
Einrichtungen, wie Telefonen, Faximile-Geräten, Computern und
dergleichen, über einfache elektrische Kabel übertragen. Ein
solches Kabel kann ein einfaches Paar verdrillter Drähte sein,
deren Impedanz bei etwa 50 bis 100 Ohm liegt, was ein hinnehm
barer Wert ist, mit dem im allgemeinen gerechnet wird. Wenn
aber derartige Kabel zur Übertragung von Daten über größere
Strecken (was als Strecken über 30 m definiert werden kann)
verwendet werden sollen und/oder wenn die Übertragungsgeschwin
digkeit groß wird, wird das Kabel selbst eine bestimmende Kom
ponente im Gesamtsystem weil sein wachsender Widerstand Daten
übertragungsfehler am Empfangsende des Kabels verursachen kann,
wobei der Übertragungsfehler insbesondere mit erhöhten Anforde
rungen an die Impuls-Flanken der Bit-Strukturen zusammenhängt.
Im Rahmen einer vereinfachten Darstellung reicht es aus, sich
das Übertragungskabel als ein einfaches Paar von Drähten vorzu
stellen, die an einen Transmitter (Übertrager) angeschlossen
sind, der zu einem Zeitpunkt jeweils an einen Draht des Paares
ein Signal und an den anderen Draht des Paares ein sog. Signal-
Komplement anlegt. Das Signal ist insbesondere binär und zu je
dem Zeitpunkt ist an einem Draht über den Transmitter entweder
ein HOCH-Signal oder ein TIEF-Signal angelegt, während das Kom
plement dieses Signals an den anderen Draht des Paares angelegt
ist. Es versteht sich, daß jeder der Drähte jedes der beiden
Signale übertragen kann. Die beiden Drähte werden typischerwei
se an einen Differenzempfänger angeschlossen, damit die Daten
verarbeitet werden können.
Unter idealen Übertragungs-/Empfangsbedingungen werden die am
Übertragungsende der Strecke angelegten Signale exakt am Emp
fänger reproduziert. Dies wird dann erreicht, wenn die An
stiegszeit und die Abfallzeit der Spannungspulse am Kabel (also
die Flanken für Übergänge von TIEF nach HOCH bzw. von HOCH nach
TIEF) sehr gut definiert und gleichbleibend sind. Dies ist zwar
physikalisch streng genommen unmöglich, weil das Kabel eine
reale physikalische Größe mit ihren eigenen charakteristischen
Impedanzwerten ist, was zu endlichen Anstiegs- und Abfallzeiten
führt, jedoch reicht es für praktische Zwecke aus, daß diese
Zeitspannen kurz sind im Vergleich zur Dauer der einzelnen Pul
se, die das digitale Signal bilden.
Wird aber die Übertragungsstrecke länger - womit eine Verlänge
rung der Anstiegszeiten einhergeht - und werden die Übertra
gungsraten größer - womit eine Verkürzung der Pulslänge einher
geht -, wird es zunehmend schwieriger, sicherzustellen, daß das
vom Empfänger aufgenommene Signal eine eindeutige Korrelation
zu dem Signal hat, welches am Transmitter-Ende des Kabels auf
gegeben worden ist. Es besteht zwar keine Notwendigkeit, daß
diese beiden Signale exakt identisch sind, jedoch ist es erfor
derlich, daß die Korrelation nicht von den Übertragungseinzel
heiten abhängt, wie der besonderen Folge von HOCHs und TIEFs,
die übertragen wird.
Es sei angemerkt, daß diese Erörterung die meisten Transmis
sionssysteme betrifft, wobei die Definitionen dessen, was HOCH
bzw. TIEF ist, unterschiedlich sein können. Insbesondere be
zieht sich die Erörterung auf Systeme, bei denen ein "HOCH"-
Spannungspegel im allgemeinen als VOH angesprochen wird, wäh
rend ein "TIEF"-Spannungspegel im allgemeinen als VOL angespro
chen ist. Die besonderen Spannungspegel und die Übergänge zwi
schen VOH und VOL hängen von den Einzelheiten der Übertragungs-
/Empfangsschaltkreise ab, die die Übertragungen durchführen.
Bei beispielsweise Systemen mit emitter-gekoppelter Logik (ECL)
und Differenzsystemen mit geringer Spannung (LVDS) sind die
Übergänge zwischen VOH und VOL relativ klein, beispielsweise in
der Größenordnung von 700 mV. Andererseits können bei Systemen
mit Transistor-Transistor-Logik (TTL) die Übergänge zwischen
VOH und VOL wesentlich größer sein, beispielsweise in der Grö
ßenordnung von 2 V oder mehr.
Um eine reproduzierbare Datenübertragung zu erreichen, muß eine
Korrelation bestehen zwischen den HOCH/TIEF- oder TIEF/HOCH-
Kreuzungspunkten am Transmitter und den entsprechenden Kreu
zungspunkten am Empfänger. Wird eine derartige Korrelation
(Beziehung) nicht erreicht, kann ein ankommendes Signal nicht
richtig "übersetzt" werden und es können Informationsbits ver
lorengehen weil sie nicht genau lesbar sind. Auch wenn die zu
gehörigen Kreuzungspunkte (Übergänge) an den zwei Enden des Ka
bels nicht zu genau gleichen Zeitpunkten auftreten, ist es
wichtig, sicherzustellen, daß jede mögliche existierende Verzö
gerung konstant bleibt und insbesondere nicht von den Struktu
ren der HOCHs und TIEFs abhängt, die vom Transmitter aufgegeben
werden.
Fig. 1 zeigt schematisch ein vereinfachtes Übertragungs-
/Empfangssystem entsprechend den vorstehenden Erläuterungen.
Ein Eingangssignal 5 erzeugt am Eingangstreiber 6 ein Signal
und dessen Komplement, bevor diese Signale an das Transmit
terende einer Signalleitung 8 bzw. einer Komplement-Signallei
tung 9 angelegt werden. Die Empfangsenden der Leitung sind mit
einem Eingangstreiber bzw. Übersetzer 7 verbunden, wobei es
sich im allgemeinen um einen Differenztreiber handelt. Durch
diese Schaltungsanordnung werden HOCH/TIEF-Zeichenfolgen, die
eine digitalisierte Information darstellen - wie Sprache, Mu
sik, Bilder etc. - von einem Ort zum anderen übertragen. Die
Übertragungsgüte dieser Zeichenfolge ist hier von Interesse.
Das hier angegangene technische Problem ist der Datenverlust
aufgrund von Schwankungen der Übergangszeitpunkte, welche ih
rerseits auf Variationen der Übergangszeitspannen von HOCH nach
TIEF aufgrund der Zeichenfolgenstruktur beruhen.
Hat die Ladungszeitspanne der Übertragungsleitung Signifikanz
in Bezug auf die Pulsbreite des vom Transmitter an die Leitung
angelegten Signals, dann variiert die Amplitude des HOCH-
Pulses, der vom Empfänger erhalten wird, mit der Signalstruk
tur. Um dies zu erkennen, sei zunächst angenommen, daß das vom
Transmitter angelegte Signal aus einer einfachen Folge von Pul
sen 01010101010101 besteht, also der höchstmöglichen Übertra
gungsfrequenz. Ist die Anstiegszeitspanne der Übertragungslei
tung größer als die Pulslänge, erreicht die vom Empfänger er
haltene Spannung während eines einzigen HOCH-Pulses nicht den
Maximalwert VOH, vielmehr wird die Spannung am Empfänger immer
noch steigen wenn der Übergang von HOCH nach TIEF angelegt
wird. Im Extremfall kann das Übertragungskabel den Transmitter
so weit entladen, daß die vom Empfänger erhaltene Spannung nie
mals einen eindeutigen HOCH-Pegel erreicht, der bei dem be
stimmten VOH-Wert des gegebenen Übertragungs-/Empfangssystem
vorgesehen ist. Dies ist nicht genau die hier interessierende
Situation, vielmehr interessiert hier eine Situation, in der
die Spannung am Empfänger einen Pegel erreicht, der höher ist
als eine minimale VOH aber kleiner als eine ideale VOH, und
zwar in einer Zeitspanne entsprechend einer Pulslänge
(Pulsbreite). Obwohl also die Spannung am Empfänger nicht den
vom Transmitter angelegten Pegel erreicht, ist sie HOCH genug,
um am Empfängerende einen Übergang von TIEF nach HOCH zu verur
sachen. Somit ergibt sich, daß, bis zu einem bestimmten Punkt,
je mehr HOCH-Pulse in Folge übertragen werden, um so höher die
am Empfänger erreichte Spannung ist. Dieses verursacht als sol
ches zwar noch kein Problem, da alles, was über der minimalen
VOH liegt, als HOCH gelesen wird. Das Problem wird dadurch ver
ursacht, daß je höher die Übertragungskabel-Spannung ist wenn
ein Übergang von HOCH nach TIEF angelegt wird, es um so länger
braucht, bis die Spannung auf der Übertragungsleitung auf den
Kreuzungspunkt fällt, d. h. auf die Spannung, bei der der
Empfänger den Übergang nach TIEF feststellt. Beispielsweise
wird der Übergang von HOCH nach TIEF am Empfänger in der Mitte
der Zeichenfolge für die Folge 11110000 zu einem anderen Zeit
punkt erfolgen als bei der Zeichenfolge 01010000. Da im allge
meinen die in Rede stehenden Systeme durch einen internen Sy
stem-Taktgeber getrieben werden, bedeutet dies, daß in Abhän
gigkeit von der besonderen Art der übertragenen Datenfolge der
Zeitpunkt, zu dem ein bestimmter Übergang von HOCH nach TIEF
erfolgt, von der Takt-Übergangszeit um einen Betrag abweichen
wird, der von der vorangegangenen Signalfolge abhängt. Dieses
Hin- und Herschieben um die Takt-Periode wird im allgemeinen
als Schwankung bezeichnet, ein Phänomen, das unbestimmte
Signalpegel zur Folge haben kann, was wiederum den Verlust ei
nes Bits bedeuten kann. Zwar ist der Verlust eines einzigen
Bits nicht unbedingt bedeutsam, es ist jedoch höchst uner
wünscht, hohe Bit-Fehlerraten bei Übertragungen hinzunehmen.
Es scheint keinen Stand der Technik zu geben, der die vorste
hend erläuterten Schwankungen betrifft. Wie weiter unten näher
erläutert ist, reduziert die vorliegende Erfindung diese
Schwankungen mit einer dioden-basierten Begrenzung (Klemmung,
Koppelung) der Eingangsspannung am Empfänger. Es gibt selbst
verständlich Stand der Technik, der Dioden verwendet, um Ein
gangssignale in Verstärker zu kappen, beispielsweise zum Schutz
gegen elektrostatische Spitzen. Beispielsweise beschreibt das
U. S. Patent 5,589,813 (Nielsen, 1996) die Verwendung eines Paa
res von Dioden als Einrichtung in einem Kommunikationssystem,
die im wesentlichen einen Schutz gegen eine elektrostatische
Entladung (ESD) bietet. Nielsen bietet somit einen Stromweg für
Spannungsübergänge, die entweder auftreten oder auch niemals
auftreten können. Dies hat nichts zu tun mit der Verwendung von
Dioden zur Vermeidung der musterabhängigen Schwankungen auf
Übertragungsleitungen, die ohne diese Einrichtungen regelmäßig
auftreten würden. Nielsen verwendet überdies einen Kondensator
in Reihe mit den Dioden, wobei der Kondensator eine Öffnung des
Schaltkreises einschließlich des Dioden-Stromweges nach einem
Übergang von HOCH und TIEF-Signalen bewirkt, wodurch eine wei
tere Signalübertragung durch den offenen Stromweg verhindert
wird. Was hingegen für die Zwecke der vorliegenden Erfindung
gebraucht wird, ist eine Schaltung, die aktiv Spannungssignale
mit zu großer Amplitude begrenzt (blockiert), die insbesondere
eine musterabhängige Schwankung bedeuten. Mit anderen Worten:
gebraucht wird eine Schaltung, die die relative maximale Ampli
tude zwischen den komplementären Signalen begrenzt, die von dem
Differenzialpaar der Übertragungslinien geliefert werden. Dabei
soll der Schaltkreis während Signalübergängen und während be
stimmter Muster von entweder HOCH- oder TIEF-Übertragungen
wirksam bleiben. Weiterhin ist dabei bevorzugt die Schaltung so
ausgestaltet, daß sie zusätzlich zum Begrenzen (Klemmen) eine
vorteilhafte Hochfrequenzfilterung bewirkt. Besonders bevorzugt
wird die genannte Schaltung so ausgestaltet, das sie in einfa
cher Weise mit vorhandenen Differenzverstärkern kompatibel und
in einfacher Weise herzustellen ist.
Dementsprechend ist es Aufgabe der Erfindung, Mittel und Ver
fahren bereitzustellen, mit denen musterabhängige Schwankungen
am Empfängerende einer Übertragungsstrecke für digitale Daten
reduziert werden können.
Eine dies technische Problem lösende Schaltung ist mit bevor
zugten Ausgestaltungen in den Patentansprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung stellt eine Schaltung bereit, die die relative
Maximalamplitude zwischen komplementären Signalen begrenzt, die
von einem Differentialpaar von Übertragungsleitungen abgegeben
werden. Die Erfindung erreicht die Reduzierung der Schwankungen
mit einer einfachen Schaltung, die geeignet ist, in bestehenden
Systemen nachgerüstet zu werden, die aber auch direkt in
Empfängern für hochfrequente Digitaldaten vorgesehen werden
kann. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung lei
stet die vorgeschlagene Schaltung auch eine gewisse Hochfre
quenzfilterung zusätzlich zur Verringerung der musterabhängigen
Schwankungen.
Die Erfindung ist eine einfache, dioden-basierte Baueinheit,
die mit bestehenden Differenztreibern, wie sie weithin beim
Empfang und der Wandlung von übertragenen digitalen Daten ver
wendet werden, verbindbar ist. Der Einsatz der erfindungsgemä
ßen Schaltung ist insbesondere vorgesehen (aber nicht hierauf
begrenzt) für Übertragungssysteme mit relativ langen Strecken.
In ihrer einfachsten Form weist eine erfindungsgemäße Schal
tungsgruppe ein Paar entgegengesetzter Dioden in einer Schal
tung auf, die bei Einfügung in die Übertragungsleitung bewirkt,
daß beide Dioden über die zwei Drähte geschaltet sind, welche
das Übertragungsleitungspaar bilden. Vorzugsweise, aber nicht
notwendigerweise, erfolgt diese Einfügung zwischen dem Empfän
gerende der Übertragungsleitung und dem Eingang des Empfängers,
nahe dem Eingangstreiber. Neben dieser Einfügung in die Über
tragungsschaltung ist es auch möglich, die erfindungsgemäße
Schaltung als integralen Teil des Empfänger-Eingangstreibers
herzustellen. Die Standard I-V-Charakteristiken herkömmlicher
Dioden reichen aus, um die Zwecke der Erfindung zu erreichen.
Mit anderen Worten, für die Zwecke der vorliegenden Erfindung
ist es erforderlich, eine Einrichtung vorzusehen, die für alle
im gegebenen Fall in Frage kommenden Spannungen in einer Rich
tung (der Sperrichtung der Diode) blockiert, d. h. keinen Strom
leitet, während für alle Spannungen in der anderen Richtung
(der Vorwärtsrichtung der Diode) oberhalb einer bestimmten
Schwellenwertspannung VT die Einrichtung leitend ist. Dies be
grenzt die Spannungen auf jedem Transmissionsleitungspaar, so
daß die Spannung auf einer Leitung niemals um mehr als VT über
der Spannung auf der anderen Leitung liegt. Die beiden Dioden
funktionieren zusammen; eine von beiden ist jeweils "aktiv" in
dem Sinne, daß sie das HOCH-Signal in dem Draht begrenzt, der
mit ihrem Anodenende verbunden ist. In der gleichen Zeitspanne
ist die andere Diode nicht-leitfähig. Die Differenz der
Signalamplituden zwischen dem Differenzübertragungspaar ist als
Funktion der Struktur der Dioden auswählbar.
Zwar läßt sich die Erfindung in Form einzelner Dioden am besten
erläutern, jedoch kann die Diodenanordnung gemäß der vorliegen
den Erfindung durch jede Einrichtung verwirklicht werden, die
ein Schwellenpotential mit der oben beschriebenen I-V-
Charakteristik aufweist. Neben einfachen Dioden können auch an
dere Halbleitereinrichtungen, wie dioden-verdrahtete Transisto
ren oder Mehrfachdioden, die in Reihe oder parallel geschaltet
sind, eingesetzt werden. Beim Betrieb wird die diodenartige
Einrichtung einer bestimmten Übertragungsleitung aktiviert wenn
ihr Leitungs-Schwellenwert erreicht ist. Am häufigsten wird
dies derart geschehen, daß die Diode in Durchlaßrichtung vorge
spannt wird, die erforderlich ist, um den Amplitudenausschlag
(Pegelabstand) zwischen dem Übertragungspaar zu begrenzen. Da
jeweils die eine oder die andere Übertragungsleitung eines Ver
bindungspaares oder eines verdrillten Drahtpaares jeweils auf
HOCH-Potential liegen wird, ist jeweils eine der zwei anti
parallelen Dioden wirksam, während die andere nicht wirksam
ist. Die Begrenzungsschaltung gemäß der vorliegenden Erfindung
ist deshalb im wesentlichen immer in Abhängigkeit von der gege
benen Zeichenfolge aktiv.
Die diodenartige Einrichtung kann so maßgeschneidert werden,
daß sie bei einem Potential ihre Begrenzungswirkung hat, das
für ein bestimmtes Transmissionssystem geeignet ist, in dem die
Einrichtung verwendet wird und von dem sie ein Teil ist. Es ist
der Einschalt-Schwellenwert der verwendeten diodenartigen Ein
richtung, der das Ausmaß der Begrenzung (Verriegelung) be
stimmt. Der Schwellenwert kann z. B. so klein sein wie 400 mV
oder sehr viel größer als dies, je nach dem besonderen Übertra
gungssystem. Zu diesem Zweck können eine oder mehrere Dioden
hinzugefügt werden zu einer oder beiden der diodenartigen Ein
richtungen, die quer über das Übertragungsleitungspaar geschal
tet sind. Eine Möglichkeit, das ausgewählte Begrenzungspoten
tial festzulegen ist, den Wert entsprechend der Maximalamplitu
de der höchsten Frequenz des Übertragungsmusters, z. B.
0101010101 festzulegen, so daß die Potentialschwingung keine
Zeit findet, unakzeptabel anzuwachsen.
Die Erfindung reduziert also die musterabhängigen Schwankungen
durch Begrenzung bzw. Festlegung der Amplitudendifferenz zwi
schen den Potentialen auf dem Übertragungsleitungspaar. Ein
Vorteil einer einfachen Verwirklichung der erfindungsgemäßen
Schaltung liegt in der mit den verwendeten diodenartigen Ein
richtungen verbundenen Kapazität, die bewirkt, daß hochfrequen
tes Rauschen ausgefiltert wird, so daß es nicht am Empfän
gereingang erscheint. Auf diese Weise wirkt die Einrichtung wie
ein Filter mit ziemlich geringem Hochfrequenzrauschen (geringen
Streukapazitäten in der Größenordnung von wenigen pF).
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung mit weite
ren Einzelheiten erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung einer herkömmlichen
Übertragungsschaltung mit einem Ausgangstreiber,
einem Übertragungsleitungspaar und einem Ein
gangstreiber;
Fig. 2 eine vereinfachte schematische Darstellung einer
erfindungsgemäßen Begrenzerschaltung, die mit ei
nem Ausgangstreiber, einem Übertragungsleitungs
paar und einem Eingangstreiber zusammenwirkt;
Fig. 3 ein vereinfachtes Diagramm einer Begrenzerschal
tung aus einem Paar entgegengesetzt gerichteter
Dioden;
Fig. 4 eine vereinfachte Darstellung einer anderen Aus
führungsform einer Begrenzerschaltung mit aufge
stockten Dioden;
Fig. 5 ein vereinfachtes Ersatzschaltbild einer Be
grenzerschaltung mit einer parasitären Kapazität,
die mit durch die den begrenzenden Dioden bedingt
ist; und
Fig. 6 eine schematische Darstellung der Wirkung der Be
grenzerschaltung auf ein Signal, das von einem
Ausgangstreiber über ein Übertragungsleitungspaar
an einen Empfänger übertragen wird.
Wie Fig. 2 zeigt, weist eine Treiber-Begrenzerschaltung 10 ein
parallel geschaltetes Paar von entgegengesetzt gerichteten di
odenartigen Einrichtungen 11 und 12 auf. Der Begriff
"diodenartige Einrichtung" ist als Diode zu verstehen oder als
ein entsprechend einer Diode wirkendes Bauteil. Nachfolgend
wird nur noch kurz von "Dioden" gesprochen. Die Dioden 11 und
12 sind anti-parallel (entgegengesetzt) gerichtet und zwischen
zwei komplementäre Übertragungsleitungen 13 und 14 geschaltet,
die von einem Übertragungsausgangstreiber 15 zu einem Empfänger
16 führen. Die komplementären Übertragungsleitungen 13 und 14
können irgendeine Art von Differenzleitungen, z. B. ein ver
drilltes Drahtpaar sein, mit dem elektrische Signale von einem
Ort zum anderen übertragen werden. Die Treiber-Begrenzerschal
tung 10 kann mit jeder Art Differenztreiber eingesetzt werden,
darunter beispielsweise jede Art von Wandler, wie ein ECL zu
TTL-Wandler, ein ECL zu CMOS-Wandler, oder ein Puffer für den
Ausgangslastfaktor. Die Begrenzerschaltung 10 ist eine aktive
Einrichtung zum Begrenzen (Beschneiden) der Potentiale, die bei
Signalübertragung auf den Leitungen 13 und 14 zum Empfänger 16
auftreten, so daß die Amplitudendifferenz zwischen den komple
mentären Signalen wohldefiniert bleibt. Im Zusammenhang mit der
Erfindung bedeutet der Begriff "aktive Einrichtung", daß die
Treiber-Begrenzerschaltung 10 bei der überwiegenden Mehrzahl
aller typischen Übertragungsbedingungen wirksam ist.
Wenn im Betrieb die Übertragungsleitung 13 eine Folge von HOCH-
Signalen und die Übertragungsleitung 14 eine komplementäre Fol
ge von TIEF-Signalen überträgt, dann ist die Diode 12 so ausge
wählt, daß sie die HOCH-Signale auf den Einschalt-Schwellen
wert der Diode 12 begrenzt, wobei ihre Anode mit der Leitung 13
verbunden ist. Unter diesen Bedingungen ist die Diode 11 im we
sentlichen ausgeschaltet. Die Funktion der Dioden 11 und 12 ist
umgekehrt, wenn ein Übergang der Ausgangssignale von HOCH nach
TIEF auf den Übertragungsleitungen 13 und 14 stattfindet. Die
Dioden 11 und 12 stellen sicher, daß die Amplitude der auf den
Übertragungsleitungen 13 und 14 übertragenen Signale während
der Übertragung einer Folge von Signalen mit gleichem Poten
tial, z. B. 0000011111 im Gegensatz zu einer Signalfolge wie
0101010101, nicht zu stark über eine gewünschte Amplitudendif
ferenz hinausschwingt. Wie oben bereits erwähnt ist, kann die
maximale Amplitudenschwingung, die mit einer Signalfolge höch
ster Frequenz 0101010101 einhergeht als Vergleichswert zum Ein
stellen des Begrenzungspotentials hergenommen werden, welches
mit der Begrenzerschaltung 10 erreicht werden soll.
Bei einem einfachen Ausführungsbeispiel der Begrenzerschaltung
10 sind die diodenartigen Einrichtungen 11 und 12 einfach gemäß
Fig. 3 eine erste Diode 17 und eine zweite Diode 18, die in
entgegengesetzter Richtung geschaltet sind. Die Dioden 17 und
18 sind hinsichtlich ihrer technischen Daten so gewählt, daß
sie eine Begrenzung auf ein gewünschtes Potential bewirken.
Beispielsweise können die Dioden 17 und 18 einfache p-n-Über
gänge aufweisen mit Einschalt-Schwellenwerten bei etwa 400 mV,
was z. B. für LVDS-Schaltungen geeignet ist, oder die Einschalt-
Schwellenwerte können bei etwa 700 mV liegen, was für ECL-
Systeme geeignet ist. Beide Dioden 17 und 18 können die glei
chen Schwellwert-Charakteristiken haben oder sie können unter
schiedlich sein, je nach den im Einzelfall geforderten Begren
zungsbedingungen.
Die in Fig. 2 gezeigten diodenartigen Einrichtungen 11 und 12
können jeweils mehr als eine Diode aufweisen, was in Fig. 4
gezeigt ist, worin die diodenartige Einrichtung 11 eine erste
Diode 17 aufweist, während die diodenartige Einrichtung 12 ein
Paar von Dioden 19 und 20 enthält. Jede Komponente der dioden
artigen Einrichtungen 11 und 12 kann gleichwertig sein oder es
können einzelne Komponenten gemischt werden, so daß die Gesamt-
Charakteristik der Begrenzerschaltung 10 die gewünschten Eigen
schaften hat. Beispielsweise kann die Diode 19 eine Schwellen
wert-Einschaltspannung von etwa 700 mV haben, während die Diode
20 einen Einschalt-Schwellenwert von nur 400 mV aufweist. Ein
Vorteil der Begrenzerschaltung 10 liegt darin, daß ihre aktive
und selektive Begrenzungswirkung erreichbar ist durch diodenar
tige Einrichtungen 11 und 12 mit geeigneten charakteristischen
Daten. Fachleute der Halbleiterherstellung wissen, wie derarti
ge Dioden herstellbar sind. Die Begrenzerschaltung 10 kann so
ausgelegt werden, daß sie praktisch jede gewünschte Amplituden
differenz fixiert, wobei vorzugsweise - aber nicht notwendiger
weise - die Maximalamplitude gewählt wird, die der Zeichenfolge
mit höchster Frequenz entspricht. Die Auslegung der Begrenzer
schaltung kann auf andere Systemparameter erstreckt werden.
Die diodenartigen Einrichtungen 11 und 12 können Teil einer
diskreten Baugruppe sein oder sie können auch (z. B. integra
les) Teil des Ausgangstreibers 15 oder des Empfängers 16 sein.
Wie Fig. 5 schematisch zeigt, enthält der Begrenzerschaltkreis
10 eine parasitäre Kapazität 21, die der Äquivalenzkapazität
der diodenartigen Einrichtungen 11 und 12 entspricht. Die Fig.
5 mit der Kapazität 21 ist ein reines Ersatzschaltbild, d. h.
es ist kein besonderes Bauteil als Kapazität in der Begrenzer
schaltung 10 erforderlich. Eine Kapazität 21 kann nicht vermie
den werden, wenn Halbleiterbauteile verwendet werden und in je
dem Falle ergibt sich hier der zusätzliche Vorteil einer gewis
sen Hochfrequenzfilterung. Dies bedeutet, daß die Kapazität 21,
die z. B. im Bereich von 5 bis 20 pF liegen kann wenn die
diodenartigen Einrichtungen 11 und 12 so ausgelegt sind, daß
sie typische Übertragungspotentiale begrenzen, die Übertragung
von Störsignalen blockiert, die eine höhere Frequenz haben als
die Signalfrequenz, für die das Übertragungssystem ausgelegt
ist. Widerstände können in den Schaltungsleitungen, einschließ
lich der Dioden 11 und 12, hinzugefügt werden, um den Übergang
entweder von HOCH nach TIEF oder von TIEF nach HOCH in einer
bestimmten Weise, die der Fachmann kennt, zu formen.
Die parasitäre Kapazität der Dioden bewirkt nicht nur die ge
nannte Hochfrequenzfilterung, sondern auch eine Glättung der
Wellenform des am Empfänger ankommenden Signals.
Fig. 6 zeigt das Problem der musterabhängigen Schwankungen und
seine Lösung durch Hinzufügung einer Begrenzungsschaltung 10 zu
dem Schaltkreis mit dem Ausgangstreiber 15, dem Empfänger 16
und den Übertragungsleitungen 13 und 14. Wie schematisch darge
stellt ist, ergibt eine erste HOCH-Potentialamplitude 22, die
aus einer Übertragung einer Folge von drei HOCH-Signalen bei
einer unbegrenzten Übertragungsleitung entsteht, beim Übergang
von HOCH nach TIEF einen unerwünschten Kreuzungspunkt an der
Stelle 23. Die schematische Fig. 6 enthält also auf der
Abszisse eine Zeit-Koordinate. In Abhängigkeit von der Zeit
spanne, die bis zum Erreichen des unerwünschten Kreuzungspunk
tes 23 vergeht, können Informationsbits auf dem Weg vom Treiber
15 zum Empfänger 16 verlorengehen. Durch Hinzufügung der Be
grenzerschaltung 10 im Übertragungssystem wird aber eine HOCH-
Potentialamplitude 24 aufrechterhalten, unabhängig von der An
zahl der in Folge übertragenen Potentiale. Dadurch, daß die
zweite HOCH-Potentialamplitude 24 auf einem konstanten Wert ge
halten wird, wird der gewünschte unverschobene Kreuzungspunkt
25 erreicht. Dementsprechend müßte eine erste TIEF-Potential
amplitude 26, die das Komplement der, ersten HOCH-Potential
amplitude 22 ist, die aufgesammelten Ladungen der HOCH-Übertra
gungsleitung beim Übergang von VOL nach VOH überwinden, was
eben durch die beschriebene Schaltung verhindert ist.
Claims (6)
1. Schaltung zum aktiven Begrenzen des Potentials eines digi
talen Signals und seines Komplements, die von einem Transmitter
(15) über eine erste Übertragungsleitung (13) und eine zweite
Übertragungsleitung (14) zu einem Differenztreiber (16) über
tragen werden, mit folgenden Merkmalen:
- a) einer ersten diodenartigen Einrichtung (11) mit einer Anode, die mit der ersten Übertragungsleitung (13) ver bindbar ist, und einer Kathode, die mit der zweiten Über tragungsleitung (14) verbindbar ist; und
- b) einer zweiten diodenartigen Einrichtung (12) mit einer Anode, die mit der zweiten Übertragungsleitung (14) ver bindbar ist, und einer Kathode, die mit der ersten Über tragungsleitung (13) verbindbar ist.
2. Schaltung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste diodenartige Einrichtung eine erste Diode (17) und
die zweite diodenartige Einrichtung eine zweite Diode (19) in
Reihe mit einer dritten Diode (20) aufweist.
3. Schaltung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Diode, die zweite Diode und die dritte Diode jeweils
Schwellenwert-Einschaltspannungen von etwa 700 mV haben.
4. Schaltkreis gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Diode einen Einschalt-Schwellenwert von etwa 400 mV
und die zweite Diode und die dritte Diode jeweils einen Ein
schalt-Schwellenwert von etwa 700 mV aufweisen.
5. Schaltung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die erste diodenartige Einrichtung
und die zweite diodenartige Einrichtung jeweils mit einem Dif
ferenztreiber von ECL nach TTL verbunden sind.
6. Schaltung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die erste diodenartige Einrichtung und die
zweite diodenartige Einrichtung jeweils mit einem Differenz
treiber von ECL nach CMOS verbunden sind.
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