DE19900666A1 - Elektrischer Schnellschalter - Google Patents
Elektrischer SchnellschalterInfo
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Abstract
Es wird ein einfacher und kostengünstig herstellbarer Schnellschalter für abzuschaltende Wechselströme angegeben, der mittels einer gaserzeugenden Sprengladung (4) innerhalb einer Halbschwingung beim Nulldurchgang des Stromes diesen abschaltet. Dabei wird ein Schaltkolben (2), der im Schließzustand des Schnellschalters mit einem Abbrandkontaktstift (K1) einer 1. Elektrode (E1) in Gleitkontakt steht, in Richtung einer Hohlelektrode (E2) bewegt. Der Schaltkolben (2) weist ein Kontaktrohr (2') mit einer Auspufföffnung (3) auf, welche im Schließzustand des Schnellschalters durch die Hohlelektrode (E2) verschlossen und in einem Öffnungszustand des Schnellschalters (linke Bildhälfte) zu einer Auspuffkammer (8) hin geöffnet ist. Das Kontaktrohr (2') ist in einer Aussparung der Hohlelektrode (E2) gleitend beweglich. In der 1. Elektrode (E1) können mehrere Sprengladungen (4) untergebracht sein. Zusätzlich können zwischen der 1. Elektrode (E1) und dem Schaltkolben (2) vorgesehene Nennstromkontakte einen Dauerstrom im eingeschalteten Zustand übernehmen. Der Schnellschalter eignet sich besonders als zusätzlicher Schalter zu einem Leistungsschalter, wobei eine Auslösung des Schnellschalters unabhängig von einem Auslösesignal für den Leistungsschalter erfolgen kann.
Description
Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem elektrischen
Schnellschalter nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die
Erfindung betrifft auch eine Verwendung des Schnellschalters.
Mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 nimmt die Erfindung
auf einen Stand der Technik Bezug, wie er aus der DE 35 37 314
Al bekannt ist. Dort ist eine Vorrichtung zum Unterbrechen von
Strom beschrieben, bei der eine elektrische Verbindung durch die
Explosion einer Sprengladung aufgetrennt wird. Ein rohrförmiger
Überbrückungskontakt aus duktilem Material zwischen einer 1. und
2. Elektrode weist innenseitig Einkerbungen als Sollbruchstellen
und außen eine Sprengladung innerhalb einer Druckkammer auf.
Überschreitet der zu überwachende Strom einen vorgebbaren
Stromgrenzwert, so wird die Sprengladung gezündet. Ein dabei
entstehender Lichtbogen wird durch das aus der Druckkammer
ausströmende Mischgas beblasen und beim nächsten
Stromnulldurchgang gelöscht. Nachteilig dabei ist, daß außer der
Sprengladung auch die Elektroden und der Überbrückungskontakt
nach jeder Ausschaltung ersetzt werden müssen. Durch den
Lichtbogen wird elektronegatives Gas, als Bestandteil des
Mischgases, aus der Auskleidung der Innenwand der Druckkammer
ausgelöst, was zu deren Aufbrauch führt.
Aus der DE 196 13 568 A1 ist ein Leistungsschalter für
Betriebsspannungen bis 30 kV bekannt, bei dem 1. und 2.
Elektroden im Schließzustand durch einen beweglichen,
kreiszylindrischen Schaltstift als Überbrückungskontakt
elektrisch leitend verbunden sind. Zwischen den Elektroden ist
der Schaltstift umfangseitig von einer Druckkammer umgeben.
Parallel zur Leistungsstrombahn kann eine mit beweglichen
Nennstromkontakten versehene Nennstrombahn angeordnet sein. Beim
Ausschalten des Leistungsschalters wird zuerst die Nennstrombahn
unterbrochen, wodurch der Strom auf die Leistungsstrombahn
kommutiert, und danach diese. Dabei bildet sich ein Lichtbogen,
der dann gelöscht wird. Der Antrieb für den Schaltstift, welcher
beim Schalten eine Geschwindigkeit im Bereich von 10 m/s-
20 m/s erreichen kann, ist nicht näher angegeben. Der
Schaltstift, der mit einem relativ aufwendigen Schaltantrieb für
Nennstrom-Kontaktfinger verbunden ist, wird beim Schalten einer
hohen Belastung ausgesetzt.
Die Erfindung, wie sie im Patentanspruch 1 definiert ist, löst
die Aufgabe, einen elektrischen Schnellschalter der eingangs
genannten Art derart weiterzuentwickeln, daß der konstruktive
Aufwand für Leitungen und Schaltgeräte reduziert wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
abhängigen Patentansprüchen definiert.
Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, daß Elektroden und
Überbrückungskontakt nicht nach jeder Schalthandlung erneuert
werden müssen. Die einfache Konstruktion führt zu
Kosteneinsparungen.
Der erfindungsgemäße Schnellschalter kann vorteilhaft als
Reserveschalter zu einem Leistungsschalter verwendet werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch einen Querschnitt durch die
Kontaktbereiche eines Schnellschalters mit einer
Sprengladung, rechts im eingeschalteten, links im
ausgeschalteten Zustand,
Fig. 2 schematisch einen Querschnitt durch einen
Kontaktbereich eines Schnellschalters mit 3
Sprengladungen und
Fig. 3 schematisch einen Querschnitt durch die rechte Hälfte
der Kontaktbereiche eines Schnellschalters mit
zusätzlichen Nennstromkontakten.
In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Querschnittsansicht durch die
Kontaktbereiche eines Schnellschalters mit einer Symmetrieachse
bzw. Schalterachse (A), rechts in seinem eingeschalteten, links
in seinem ausgeschalteten Zustand.
Im oberen Teil eines kreiszylindrischen Schaltergehäuses (1) ist
eine 1. Elektrode (E1) mit einem Abbrandkontakt bzw.
Abbrandkontaktstift (K1) und einer gaserzeugenden Ladung bzw.
Sprengladung (4), an welcher eine Zündvorrichtung (4')
angebracht ist, gasdicht gegenüber einer darunter befindlichen
Hochdruckkammer (6) angeordnet. Im unteren Bereich des
Schaltergehäuses (1) befindet sich eine 2. Elektrode bzw.
Hohlelektrode (E2) mit einer Entlüftungsleitung (9) zur
Entlüftung einer Niederdruckkammer bzw. Kolbenkammer (7) in eine
Auspuffkammer (8) unterhalb der Hohlelektrode (E2). Ein
rohrförmiger Überbrückungskontakt bzw. Schaltkolben (2) steht in
Einschaltposition des Schnellschalters einerseits über ein
Stromkontaktelement (K2) mit dem Abbrandkontaktstift (K1) in
elektrisch gutleitender Gleitverbindung und andererseits mit der
Innenwand des Schaltergehäuses (1) in gleitender Verbindung.
Dieser Schaltkolben (2) weist ein axiales, elektrisch
gutleitendes Kontaktrohr (2') auf, das in einer zentralen
Öffnung der Hohlelektrode (E2) beweglich angeordnet ist und mit
der Wandung dieser zentralen Öffnung in elektrisch gutleitendem
Kontakt steht. Das Kontaktrohr (2') weist in seinem unteren
Bereich eine Gasaustrittsöffnung bzw. Auspufföffnung (3) auf,
welche in Einschaltposition des Schnellschalters unterhalb der
oberen Fläche der Hohlelektrode (E2) liegt und somit durch diese
verschlossen ist. Gas aus der Hochdruckkammer (6) kann in dieser
Einschaltposition durch die Auspufföffnung (3) nicht entweichen.
Durch Zünden dieser Sprengladung (4) wird durch eine chemische
Reaktion, wie bei einem Sicherheitsluftsack (airbag) eines
Kraftfahrzeuges, kurzzeitig eine große Gasmenge freigesetzt, die
durch Öffnungen bzw. Explosionsgaseintrittsöffnungen (5) in der
1. Elektrode (E1) in die Hochdruckkammer (6) strömt und dort
einen Druck im Bereich von 5 MPa-10 MPa erzeugt. Dieser Druck
treibt den rohrförmigen Schaltkolben (2) in Bewegungsrichtung
eines Pfeiles (B) nach unten. Dabei wird der elektrische Kontakt
zwischen dem Abbrandkontaktstift (K1) und dem
Stromkontaktelement (K2) unterbrochen, so daß sich zwischen dem
Abbrandkontaktstift (K1) und der Innenwand des Kontaktrohres
(2') ein Lichtbogen (10) ausbildet, der im weiteren Verlauf der
Kolbenbewegung verlängert wird. Wenn der Schaltkolben (2) seine
untere Position, vgl. die linke Seite von Fig. 1, erreicht, dann
ist die Auspufföffnung (3) nach außen frei, und die
Explosionsgase aus der Hochdruckkammer (6) können in die
Auspuffkammer (8) entweichen. Dabei wird der Lichtbogen (10)
beblasen und innerhalb einer Halbperiode des zu unterbrechenden
Wechselstromes beim nächsten Stromnulldurchgang zum Erlöschen
gebracht. Die Entlüftungsleitung (9) in der Hohlelektrode (E2)
gewährleistet, daß der Schaltkolben (2) nicht durch das in der
Kolbenkammer (7) komprimierte Gas in seinem Bewegungsablauf
abgebremst wird.
Durch geeignete Bemessung der gaserzeugenden Sprengladung (4)
kann der Druck in der Hochdruckkammer (6) so eingestellt werden,
daß
- 1. die Bewegung des Schaltkolbens (2) und damit die Trennung des Abbrandkontaktstiftes (K1) von dem Stromkontaktelement (K2) in der gewünschten kurzen Zeit von wenigen ms erfolgt und
- 2. daß die durch das Abströmen des Explosionsgases erzeugte Beblasung des Lichtbogens (10) ausreicht, um den Strom zu unterbrechen und ggf. eine gewünschte hohe Lichtbogenspannung zu erzeugen.
Drücke im Bereich von 5 MPa-10 MPa lassen sich leicht
erreichen; sie erlauben Kontakttrennzeiten von einigen ms bei
einer Distanz zwischen 1. Elektrode (E1) und Hohlelektrode (E2)
von etwa 10 cm.
Das Volumen der Auspuffkammer (8) ist so dimensioniert, daß der
Restdruck in der Hochdruckkammer (6) ausreicht, um die
gewünschte dielektrische Festigkeit der offenen Kontaktstrecke
zu gewährleisten.
Nach einer Schaltoperation kann der Schnellschalter durch
Rückstellen des Kontaktrohres (2') und Ersetzen der
gaserzeugenden Sprengladung (4) wieder schaltbereit gemacht
werden. Im einfachsten Fall erfolgt dies durch eine manuelle
Revision. Die Abschaltbereitschaft kann aber auch durch einen
mechanischen Rückstellantrieb und eine automatische
Nachladevorrichtung für die Sprengladung (4) (nicht dargestellt)
automatisiert werden.
Fig. 2 zeigt schematisch in einer Querschnittsansicht eine 1.
Elektrode (E1') mit mehreren gaserzeugenden Sprengladungen (4a,
4b, 4c), welche bei Bedarf separat nacheinander gezündet werden
können und über separate Zuführkanäle an die Hochdruckkammer (6)
angeschlossen sind. Dadurch erübrigt sich für Anwendungsfälle
mit selten auftretenden Schaltfällen eine automatische
Nachladevorrichtung.
Fig. 3 zeigt schematisch in einer Querschnittsansicht die rechte
Hälfte der Kontaktbereiche eines Schnellschalters, bei welchem
zur Erhöhung der Nennstromtragfähigkeit zu
Lichtbogenlöschkontakten (K1', K2) mehrere Fingerkontakte bzw.
Nennstromkontakte (11), von denen nur einer zu sehen ist,
parallelgeschaltet sind. Diese Nennstromkontakte (11) sind
randseitig zwischen einer ruhenden 1. Elektrode (E1") und dem
beweglichen Schaltkolben (2) angeordnet und durch je eine
Druckfeder (12) angedrückt. Der bewegliche Schaltkolben (2)
dient somit zur Nennstromführung. Von diesem Schaltkolben (2)
wird der Strom über mehrere mit dem Schaltkolben (2) starr
verbundene Stege (2a), von denen einer im Querschnitt
dargestellt ist, auf einen Gleitkontakt (13) geleitet, von wo er
auf die ruhende Hohlelektrode (E2) übertragen wird. Die großen
Radien, bei denen die Kontaktübergänge stattfinden, erlauben das
Führen hoher Nennströme.
Um eine sichere Kommutation von den Nennstromkontakten (11) auf
den Abbrandkontaktstift (K1') zu gewährleisten, ist dieser um
eine Überlappungsdistanz (a) von z. B. 1 cm gegenüber dem
Abbrandkontaktstift (K1) gemäß Fig. 1 verlängert.
Für die 2. Nennstromübertragung vom Schaltkolben (2) auf die
Hohlelektrode (E2) können statt der Gleitkontakte (13) auch
Nennstromkontakte (11), wie bei der 1. Nennstromübertragung von
der 1. Elektrode (E1") auf den Schaltkolben (2), verwendet
werden.
Es versteht sich, daß die Stromkontakte auch anders als
dargestellt ausgeführt sein können. So kann z. B. anstelle eines
aus der 1. Elektrode (E1) hervorragenden Abbrandkontaktstiftes
(K1) eine Aussparung in der 1. Elektrode (E1) vorgesehen sein,
welche randseitig mit einem Stromkontaktelement (K2) des
Schaltkolbens (2) in elektrisch leitender Gleitverbindung steht
(nicht dargestellt). Eine derartige Kontaktaussparung könnte
auch im Abbrandkontaktstift (K1) vorgesehen sein.
Der erfindungsgemäße Schnellschalter kann als zusätzlicher bzw.
Entlastungsschalter (back-up) zu einem nicht dargestellten
Leistungsschalter verwendet werden, dessen Schaltvermögen für
einen zu erwartenden maximalen Kurzschlußstrom nicht ausreicht.
In einer derartigen Situation könnte der Schnellschalter etwa in
der Mitte einer Sammelschiene, gleich zu Beginn eines
Kurzschlusses, einen Teil der eingespeisten Kurzschlußenergie
wegschalten, so daß der vorhandene Leistungsschalter erst nach
Beendigung des Schaltvorganges im Schnellschalter zu schalten
braucht und mit dem reduzierten Kurzschlußstrom nicht mehr
überlastet ist.
Der erfindungsgemäße Schnellschalter kann auch als Sicherungs-
oder Reserveschalter (back-up) zu einem für eine relativ geringe
Leistung ausgelegten, kostengünstigen, "intelligenten"
Leistungsschalter verwendet werden, welcher in Abhängigkeit von
günstigen Phasenbedingungen des abzuschaltenden Stromes
abschaltet. Bei einem Versagen eines derartigen
Leistungsschalters, was z. B. an einer zu langen Lichtbogendauer
erkannt werden kann, wird der Schnellschalter gezündet bzw.
ausgelöst. Dadurch kann die Zuverlässigkeit eines
Überstromschutzes mit kostengünstigen "intelligenten"
Leistungsschaltern erheblich verbessert werden. Wegen des sehr
seltenen Auftretens eines derartigen Versagens des
Leistungsschalters braucht der Schnellschalter in diesem Fall
nur für wenige Schalthandlungen ausgelegt zu sein. In den
meisten Fällen wird eine einmalige Funktion mit anschließender
Revision ausreichend sein.
Vorzugsweise wird ein als Reserveschalter verwendeter
Schnellschalter unabhängig vom normalen Anlagenschutzsystem
ausgelöst, z. B. von einer Auslösevorrichtung, die aus dem
lokalen Stromverlauf gespeist wird (nicht dargestellt), d. h.,
unabhängig von einem Auslösesignal für den Leistungsschalter.
Wenn, etwa in der Nähe eines Generators, durch eine Asymmetrie
und damit fehlende Nulldurchgänge des abzuschaltenden Stromes
keine rechtzeitige Unterbrechung von sehr hohen
Kurzschlußströmen erzielt werden kann, dann kann ein
Schnellschalter mit hohem Bogenspannungsaufbau einen vorzeitigen
Stromnulldurchgang erzwingen und damit eine rechtzeitige
Stromunterbrechung gewährleisten.
Der erfindungsgemäße, einfach aufgebaute Schnellschalter kann
auch als wiedereinschaltbares Sicherungselement in
Hochspannungsanlagen verwendet werden, da er gleichzeitig eine
hohe Nennstromtragfähigkeit und eine hohe
Ansprechempfindlichkeit aufweist. Er kann für den
höchstmöglichen Kurzschlußstrom in der zu schützenden Anlage
ausgelegt werden und diesen, falls erforderlich, nach einer
Halbperiode abschalten.
Der Zeitverzug zwischen dem Eintreffen eines Auslösesignals und
dem Beginn der Bewegung des Schaltkolbens (2) kann aufgrund der
schnellen elektrischen Zündung und der schnellen chemischen
Reaktion wesentlich kleiner als eine Halbperiode gehalten
werden.
1
Schaltergehäuse
2
Schaltkolben, Überbrückungskontakt
2
' Kontaktrohr von
2
2
a Steg von
2
3
Gasaustrittsöffnung, Auspufföffnung von
2
4
,
4
a-
4
c gaserzeugende Ladungen, Sprengladungen
4
' Zündvorrichtung für
4
5
Öffnungen, Explosionsgaseintrittsöffnungen
6
Hochdruckkammer
7
Niederdruckkammer, Kolbenkammer
8
Auspuffkammer
9
Entlüftungsleitung in E2
10
Lichtbogen
11
Fingerkontakt, Nennstromkontakt
12
Druckfeder
13
Gleitkontakt, Druckfeder
A Symmetrieachse von
A Symmetrieachse von
1
, Schalterachse
a Überlappungsdistanz von K1' bezüglich K1
B Pfeil, Bewegungsrichtung von
a Überlappungsdistanz von K1' bezüglich K1
B Pfeil, Bewegungsrichtung von
2
beim Öffnen des
Schnellschalters
E1, E1', E1" 1. Elektrode
E2 2. Elektrode, Hohlelektrode
K1, K1' Abbrandkontaktstifte von E1, Lichtbogenlöschkontakte
K2 Stromkontaktelement von
E1, E1', E1" 1. Elektrode
E2 2. Elektrode, Hohlelektrode
K1, K1' Abbrandkontaktstifte von E1, Lichtbogenlöschkontakte
K2 Stromkontaktelement von
2
Claims (7)
1. Elektrischer Schnellschalter
- a) mit einer feststehenden 1. Elektrode (E1, E1', E1") und
- b) mit einer von dieser beabstandeten feststehenden 2. Elektrode (E2),
- c) ferner mit einem elektrisch leitenden Überbrückungskontakt (2), der im Schließzustand des Schnellschalters die 1. Elektrode (E1, E1', E1") mit der 2. Elektrode (E2) elektrisch leitend verbindet,
- d) ferner mit mindestens einer gaserzeugenden Sprengladung (4, 4a-4c) zum Löschen eines Lichtbogens (10),
- a) daß der Überbrückungskontakt ein Schaltkolben (2) mit einem Kontaktrohr (2') ist,
- b) welches in eine Aussparung in der 2. Elektrode (E2) hineinragt und darin gleitend beweglich ist,
- c) welches Kontaktrohr (2') umfangseitig mindestens eine Auspufföffnung (3) aufweist,
- d) die im Schließzustand des Schnellschalters durch die 2. Elektrode (E2) verschlossen und
- e) in einem Öffnungszustand des Schnellschalters zu einer Auspuffkammer (8) geöffnet ist.
2. Elektrischer Schnellschalter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet,
- a) daß die 1. Elektrode (E1, E1', E1") ein Abbrandkontaktelement (K1, K1') aufweist, das im Schließzustand des Schnellschalters mit einem Stromkontaktelement (K2) des Schaltkolbens (2) in elektrisch leitender Gleitverbindung steht und
- b) daß der Schaltkolben (2) dieses Abbrandkontaktelement (K1, K1') gegenüber einem Schaltergehäuse (1) des Schnellschalters gasdicht abschließt.
3. Elektrischer Schnellschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet,
- a) daß der Schaltkolben (2) einerseits eine Hochdruckkammer (6) und
- b) andererseits eine Kolbenkammer (7) begrenzt, welche über eine Entlüftungsleitung (9) in der 2. Elektrode (E2) mit der Auspuffkammer (8) in Verbindung steht.
4. Elektrischer Schnellschalter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine
Sprengladung (4, 4a-4c) in einer Aussparung der 1.
Elektrode (E1, E1', E1") gelagert ist.
5. Elektrischer Schnellschalter nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Sprengladung (4, 4a-4c) über
einen separaten Zuführungskanal mit einer bzw. der
Hochdruckkammer (6) in Verbindung steht.
6. Elektrischer Schnellschalter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die 1. Elektrode (E1,
E1', E1") im Schließzustand des Schnellschalters über
mindestens einen Nennstromkontakt (11) mit dem Schaltkolben
(2) in elektrisch leitender Gleitverbindung steht.
7. Verwendung eines elektrischen Schnellschalters nach einem
der vorhergehenden Ansprüche als zusätzlicher Schalter zu
mindestens einem Leistungsschalter, wobei eine Auslösung des
Schnellschalters in Abhängigkeit von einem Versagen des
Leistungsschalters erfolgt.
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| DE19900666A1 true DE19900666A1 (de) | 2000-07-13 |
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Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
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| DE (2) | DE19900666A1 (de) |
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