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Die Erfindung bezieht sich auf Füllmaschinen
der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Gattung.
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Bei der bekannten Füllmaschine
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 (
US 47 34 268 )
wird die Luft durch Leitungen in die Füllkammer eingeblasen und über andere
Leitungen aus dieser wieder abgesaugt.
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In manchen dieser Füllmaschinen
kann der Behälterweg
ganz oder teilweise in einen engen Tunnel eingeschlossen sein, um
eine größere Kontrolle über die
Reinheit der Behälter
während
des Füllens etc.
zu erhalten. Diese Tunnel, die den Behälterweg umschließen, sind
jedoch nicht immer optimal: Sie sind z.B. schwierig zu reinigen,
sofern ein Reinigen aufgrund der engen Abmessungen der Tunnel überhaupt
möglich
ist. Folglich können
automatische Reinigungsverfahren für solche Kartontunnel nicht
ohne weiteres verwendet werden. Außerdem ist es im Tunnel schwierig,
wenn nicht unmöglich,
einen vertikalen Luftstrom in der Maschine aufrecht zu erhalten.
Ein weiterer Nachteil des Tunnels ist, daß er die Sichtbarkeit der Behälter auf
dem Behälterweg
einschränkt, so
daß es
nicht einfach ist, einen Zusammenstoß von Kartons zu ermitteln.
Aufgrund der einschränkenden Anordnung
des den Behälterweg
umschließenden Tunnels
ist auch der Zugriff eingeschränkt.
Der Tunnel stellt auch ein physisches Hindernis für das Manipulieren
der Behälter
mit mechanischen Mitteln dar.
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Bekannte Maschinen mit einem Ventilationssystem
für sterile
Luft weisen ebenfalls Nachteile auf. In diesen Maschinen ist es
beispielsweise schwierig, die Luftqualität zu kontrollieren und den
gewünschten Luftdruck
aufrecht zu erhalten. Außerdem
entstehen in manchen Systemen Rückführungswege
des Luftstroms, wodurch Abschnitte mit festen und flüssigen Ansammlungen
in der Maschine und eine erneute Verunreinigung des Luftstroms und
folglich des teilweise verpackten Produkts auftreten können. Ein
anderer Nachteil ist, daß es
nicht möglich
ist, die Oberflächen,
die in direktem Kontakt mit der Luft sind, automatisch zu reinigen
und zu sterilisieren.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Füllmaschinen
bzw. Vorrichtungen zum Füllen
von Behältern
derart weiterzuentwickeln, daß auf
einfache Weise eine bessere Gewährleistung
der sterilen Bedingungen in der Füllkammer, insbesondere in deren
Füllbereich,
erreichbar ist. Die Luftführung
soll vor allem in der Nähe
des Füllrohrs
optimiert werden.
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Die Aufgabe wird durch die Markmale
des Patentanspruchs 1 gelöst.
In den Unteransprüchen sind
bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung beansprucht. Darüber hinaus
sind vorteilhafte Weiterbildungen in der vorliegenden Figurenbeschreibung
näher erläutert und
in den Zeichnungen schematisch dargestellt.
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Mit Weiterbildungen der Erfindung
lassen sich auch die Bedingungen in der Füllkammer auf einfache Weise
und automatisch feststellen, um davon abhängig das Luftführungssystem
steuern zu können.
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In der nachfolgenden Figurenbeschreibung wird
dir Erfindung näher
erläutert.
Mit den Zeichnungen wird folgendes schematisch dargestellt:
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1 ist
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Füllmaschine,
die ein erfindungsgemäßes abgetrenntes
Reinluftsystem aufweist;
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2 ist
eine Seitenansicht der Ausführungsform
der Füllmaschine
von 1 mit dem abgetrennten
Reinluftsystem;
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3 ist
eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform der Füllmaschine
von 1, wobei einige
Bauteile entfernt wurden, um die Ausrichtung einer Ausführungsform
des abgetrennten Reinluftsystems in der Maschine darzustellen;
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4 ist
eine andere perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Füllmaschine,
wobei einige Bauteile entfernt wurden, um die Ausrichtung einer
Ausführungsform
des abgetrennten Reinluftsystems in der Maschine darzustellen;
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5 ist
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des abgetrennten
Reinluftsystems;
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6 ist
eine Seitenansicht einer Ausführungsform
des abgetrennten Reinluftsystems;
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7 ist
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Eintrittswand
zur Verwendung mit dem erfindungsgemäßen abgetrennten Reinluftsystem;
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8 ist
eine Vorderansicht einer Ausführungsform
eines Abschnitts der erfindungsgemäßen Eintrittswand;
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9 ist
eine andere perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des abgetrennten
Reinluftsystems;
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10 ist
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Pumpenabdeckung
zur Verwendung in dem erfindungsgemäßen abgetrennten Reinluftsystem;
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11 stellt
eine Ausführungsform
einer Schraube zur Verwendung in dem erfindungsgemäßen abgetrennten
Reinluftsystem dar;
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12A ist
eine perspektivische Draufsicht auf einen Abschnitt einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen abgetrennten
Reinluftsystems;
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12B ist
eine perspektivische Unteransicht des Abschnitts der Ausführungsform
des abgetrennten Reinluftsystems von 12A;
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13 ist
eine Detailansicht, die eine Anordnung der Pumpenabdeckung von 10 mit dem erfindungsgemäßen abgetrennten
Reinluftsystem darstellt;
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14 ist
eine graphische Darstellung, die die Vertikalgeschwindigkeitsverteilung
der Luft im betrachteten Bereich in einem Anfangsstadium, bei dem
das System mit maximaler Kapazität
arbeitet, darstellt;
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15 ist
eine graphische Darstellung der Vertikalgeschwindigkeitsverteilung
der Luft im betrachteten Bereich in einem späteren Stadium, wenn die Luftfilter
des Systems am Ende ihrer Nutzlebensdauer angelangt sind;
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16 ist
eine schematische, perspektivische Ansicht einer Ausführungsform
des kontinuierlichen Partikelüberwachungssystems;
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17 ist
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Probenehmers
des kontinuierlichen Partikelüberwachungssystems;
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18 ist
eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform des Rahmens einer
Füllmaschine, die
die Ausrichtung einer Ausführungsform
des Systems zur Versorgung mit mikrogefilterter Luft relativ zur
Maschine darstellt;
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19 ist
eine Draufsicht auf eine Ausführungsform
des Systems zur Versorgung mit mikrogefilterter Luft;
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20 ist
eine Seitenansicht – teilweise
im Querschnitt –,
die verschiedene Bauteile einer Ausführungsform des Systems zur
Versorgung mit mikrogefilterter Luft darstellt.
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Wie in 1 bis 3 dargestellt, weist die
Füllmaschine,
die allgemein mit der Referenznummer 100 bezeichnet wird,
eine Mehrzahl von Maschinenstationen auf. In der dargestellten Ausführungsform sind
die Stationen in der Füllmaschine 100 nacheinander
wie folgt angeordnet: eine Kartonmagazinstation 110, eine
Kartonformstation 115, eine Sterilisationsstation 120,
eine Kartonfüllstation 125,
eine Kartonverschweißstation 130,
und eine Station 135 zum Ausstoß der Kartons. Die Kartons
(im dargestellten Beispiel sind es Giebelpackungen) werden von einem
Fördersystem 140 zwischen
der Kartonformstation 115, der Sterilisationsstation 120,
der Kartonfüllstation 125,
der Kartonverschweißstation 130 und der
Kartonausstoßstation 135 transportiert.
Die Stationen werden z.B. von einer Steuereinheit, die sich im Schaltkasten 105 befindet,
gesteuert. Die Steuereinheit überwacht
und steuert den Betrieb der Füllmaschine 100.
Das dargestellte System ist zwar eine Dual-Linien-Maschine, es ist
jedoch klar, daß die
Maschine 100 auch als Maschine mit einer einzigen Verarbeitungslinie
konstruiert sein kann.
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Bei Betrieb der Maschine 100 ist
ein Vorrat an Kartonrohlingen in der Kartonmagazinstation 110 angeordnet.
Die einzelnen Kartonrohlinge werden aufgerichtet und nacheinander
aus dem Magazin 110 genommen und von einem Hülsenaufnahmedorn 145,
der sich in der Kartonformstation 115 befindet, aufgenommen.
Während
sie sich auf dem Dorn 145 befinden, werden die Kartons
zwischen verschiedenen Stationen zum Verschweißen des Bodens gedreht, um
einen Karton, der eine offene Oberseite und einen verschweißten Boden
hat, herzustellen. Der Karton hat also eine offene Oberseite, wenn
er in die Sterilisationsstation 120 gelangt. In der Sterilisationsstation 120 werden
die Kartons mit Wasserstoffperoxid besprüht und dann in einer UV-Lichteinheit 155 mit
UV-Licht bestrahlt, um die Innenseite der Kartons zu sterilisieren,
bevor sie mit dem Produkt gefüllt werden.
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Jeder sterilisierte Karton wird von
der Sterilisationsstation 120 zur Kartonfüllstation 125 transportiert,
wo er mit dem Produkt gefüllt
wird. Das Produkt wird in jeden Karton durch eine Pumpe und ein
Füllrohr
gegeben, die so verbunden sind, daß sie das Produkt von einem
Ausgleichs- oder Zwischenspeicher 160 über eine Ventilanordnung 165 erhalten.
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Wenn ein Karton 150 mit
Produkt gefüllt
ist, wird er an der Kartonverschweißstation 130 geschlossen
und verschweißt.
Die Kartonverschweißstation 130 weist
einen Oberseitenfaltmechanismus auf, der z.B. ein Paar von gegenüberliegenden
Rädern
benutzt, um die Oberseite des Kartons provisorisch zu falten und
zu verschließen.
Die Oberseitenverschweißstation 130 weist
ferner eine Vorrichtung zum Verschweißen der Oberseite auf, z.B.
eine Ultraschallschweißvorrichtung,
die die Oberseite des Kartons hermetisch verschweißt. Nachdem
der Karton gefüllt
und verschweißt
wurde, wird er an der Ausstoßstation 135 aus
der Füllmaschine 100 herausbefördert.
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1 zeigt
ebenfalls eine Station zum Anbringen eines Schraubverschlusses 170,
die optional vorgesehen sein kann, um einen Schraubverschluß an jedem
Karton anzubringen. Die Füllmaschine 100 weist
weiterhin eine Mehrzahl von Türen 180 auf,
die so angeordnet sind, daß die
verschiedenen Stationen umschlossen sind. Die Türen 180 haben vorzugsweise
transparente Abschnitte 185, die es erlauben den Betrieb
der einzelnen Stationen zu beobachten.
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Das abgetrennte Reinluftsystem wird
allgemein mit der Referenznummer 200 bezeichnet und umschließt die Füllstation 125 in
einer Überdruckkammer 202,
in der reine Luft nach unten strömt.
Wie aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich werden wird,
ist der nach unten gerichtete Beinluftstrom besonders um das Füllrohr der
Füllstation
gerichtet, so daß der
Füllprozeß in einer äußerst hygienischen Atmosphäre ausgeführt wird.
Vorzugsweise ist zumindest auch der Oberseitenfaltabschnitt der
Oberseitenverschweißstation
in der Kammer 202 eingeschlossen.
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Wie dargestellt, weist das abgetrennte
Reinluftsystem 200 eine Einlaßöffnung 205 auf, die
Teil eines oberen Luftkanals 210 ist. Der obere Luftkanal 210 ist
mit einem Dachabschnitt 215 verbunden oder ist ein Teil
dieses Abschnitts, der in der Mitte eine Spitze 220 aufweist
sowie Seitenwände 223,
die von der Spitze 220 schräg zu den Seitenkanten der Maschine
abfallen.
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Die Einlaßöffnung 205 ist mit
einer Quelle für gefilterte
Luft verbunden. Die Quelle für
gefilterte Luft kann ein Versorgungssystem 224 für mikrogefilterte Luft
sein, das sich auf der Füllmaschine 100 oben, über dem
Dachabschnitt 215 befindet (s. 1 und 2).
Das Luftversorgungssystem 224 hat einen Auslaß für die gefilterte
Luft, der mit der Einlaßöffnung 205 in Strömungskommunikation
verbunden ist. Der obere Luftkanal 210 ist zur Kammer 202 hin
geöffnet
und weist eine oder mehrere Strukturen auf, die einen unidirektionalen
Strom von steriler Luft nach unten durch die Kammer 202 ermöglichen.
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In der dargestellten Ausführungsform
wird die Kammer 202 durch ein Paar von Seitenwänden definiert,
die aus Glastüren 180 bestehen
(s. 1 und 2), und durch ein Paar von
Querwänden,
die aus einer Eintrittswand 225 und einer Austrittswand 230 bestehen.
Die Eintrittswand 225 ist im wesentlichen vertikal ausgerichtet
und ist am Eingang der Kammer 202, die die Füllstation 125 umschließt, angeordnet. Die
Eintrittswand 225 weist mindestens eine Kartonöffnung 227,
durch die Kartons vom Fördersystem 140 in
die Kammer 202 transportiert werden, auf. Die Austrittswand 230 ist
ebenfalls im wesentlichen vertikal ausgerichtet und ist von der
Eintrittswand 225 beabstandet. Die Austrittswand 230 ist
entsprechend mit einer Auslaßöffnung 232 versehen,
durch die die Kartons vom Fördersystem 140 aus
der Kammer 202 transportiert werden. Die Kammer 202 wird
im oberen Teil durch das Dach 215 und im unteren Teil durch
einen Tisch 234 definiert. So umschließen und definieren die Eintrittswand 225,
die Austrittswand 230, die seitlichen Glastüren 180,
der Tisch 234 und das Dach 215 den Innenraum der
Kammer 202. Ein Füllrohr 240 der
Füllstation 125 ist
vorzugsweise die einzige Komponente des Füllpumpenmechanismus, der sich
in der Kammer 202 befindet. Der Oberseitenfaltabschnitt
der Oberseitenverschweißstation 130 ist vorzugsweise
der einzige Abschnitt dieser Station, der sich in der Kammer 202 befindet.
Wenn die Maschine 100 eine Dual-Linien-Maschine ist, kann
eine Abtrennwand 305 verwendet werden, um die Füllinien
in der Kammer 202 zu trennen.
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Das System 200 weist verschiedene
Strukturen zum Lenken der Luftströme in der Kammer 202 auf.
In der Ausführungsform
wie in 5 dargestellt, ist
ein durch einen Träger 320 gestützter Strömungsprofilkörper 315 im
oberen Luftkanal 210 angeordnet und hat seine Fortsetzung
teilweise im oberen Abschnitt der Kammer 202. Der Strömungsprofilkörper 315 weist vorzugsweise
eine Klappe 325 auf, um das Lenken des Luftstroms zu unterstützen. Die
Klappe ist vorzugsweise feststehend; ihre Ausrichtung wurde durch
umfangreiche Versuche ermittelt. Zusätzlich ist eine Füllflosse 330 an
der Eintrittswand 225 in der Kammer 202 durch
einen Träger 335 angebracht.
Die gebogene Füllflosse 330 lenkt
die Luft so, daß der Luftstrom
in der Nähe
des Füllrohrs 240 erhöht wird.
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Die Funktionsweise des Systems 200 wird nun
mit Bezug auf 6 erläutert. Wie
dargestellt, tritt die sterile Zufuhrluft in das System 200 durch
den Einlaß 205 ein
(s. Pfeil A). Die Zufuhrluft A wird im oberen Luftkanal 210 abgelenkt
und trifft auf den Strömungsprofilkörper 315.
Der Strömungsprofilkörper 315 teilt
die Luftmenge A im wesentlichen in zwei Wege B und C. Weg B führt in die
Kammer 202; bei Weg C wird die Luft durch die Klappe 325 auf
dem Stömungsprofilkörper 315 im
wesentlich nach unten entlang der Austrittswand 230, wie
durch Pfeil D dargestellt, abgelenkt. Ein Teil der Luft, der sich
auf Weg B befindet, gekennzeichnet durch Pfeil E, wird von der Füllflosse 330 abgefangen
und abgelenkt. Dadurch, daß die
Füllflosse 330 gekrümmt ist,
erhöht sich
die Geschwindigkeit der Luft auf Weg E. Ja die Krümmung der
Füllflosse 330 die
Querschnittsfläche zwischen
der Füllflosse 330 und
der Eintrittswand 225 verkleinert, erhöht sich die Geschwindigkeit
der Luft auf Weg E nach dem Bernoullischem Gesetz. Ein Vertikalluftbad
ist auf einer Höhe
von ungefähr zwei
inch (= ca. 5,08 cm) über
der offenen Kartonoberseite entstanden. Das Luftbad wird durch die
mit V gekennzeichneten Pfeile dargestellt. Die Luft strömt durch
die Unterseite der Füllmaschine,
wie durch die mit F gekennzeichneten Pfeile dargestellt, nach außen.
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Durch die oben beschriebene Anordnung
besteht in der Kammer 202 ein Überdruck. Da die Kartons soeben
sterilisiert wurden und das Produkt vorhanden ist, sind die Füllstation
und der Oberseitenfaltabschnitt der Oberseitenverschweißstation 130 die
Bereiche, die die strengste Hygienekontrolle benötigen. Der Oberseitenfaltabschnitt
der Oberseitenverschweißstation 130 hält die oberen
Enden eines jeden Behälters
wirksam in einem provisorisch verschlossenem Zustand, bis sie durch
eine Ultraschallschweißvorrichtung 332,
die sich außerhalb
der Kammer 202 befindet, endgültig verschweißt werden.
So werden die Kartons in der Kammer 202 gefüllt und
wirksam verschlossen und werden erst wieder durch den Endverbraucher
geöffnet.
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Der kontinuierliche Luftstrom in
der Kammer 202 nach unten, der durch den beschriebenen
Aufbau des abgetrennten Reinluftsystems 200 erreicht wird,
erhöht
die Hygiene in der Kammer 202. Die erhöhte Geschwindigkeit des Luftstroms
in der Nähe des
Füllrohrs 240 (s.
Pfeil E) hat auch den Vorteil, daß lokale Turbulenzen und Luftrückführungen,
die durch den Betrieb der Maschine entstehen, abgefangen werden
können.
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So wird der Karton während des
Füllzyklus beispielsweise
schnell zum Füllrohr 240 hin
angehoben und dann gesenkt, während
er gefüllt
wird. Dieser Füllvorgang
ist für
das Füllen
der Kartons vorteilhaft; die plötzlichen
und ruckartigen Bewegungen der Kartons und der Anhebevorrichtung
erzeugen jedoch lokale Turbulenzen, durch die Verunreinigungen in die
Kammer 202 und den hygienischen Bereich der Füllstation 125 gelangen
können.
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Um solche Turbulenzen abzufangen,
ist die Füllflosse 330 so
konstruiert und angeordnet, daß der Luftstrom
im turbulenten Bereich der sich bewegenden Kartons erhöht wird.
Der durch Pfeil E gekennzeichnete Luftstrom ist ausreichend, um
einen kontinuierlichen, nach unten gerichteten Strom im turbulenten
Bereich aufrecht zu erhalten, so daß keine Verunreinigungen in
die hygienische Füllstation 125 gelangen
können.
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Um den nach unten gerichteten Strom
der Luft in der Kammer 202 weiter zu erhöhen und
gleichzeitig Turbulenzen zu verringern, kann der Tisch 234 ein
Gitter aufweisen, das es ermöglicht,
daß die
sterile Luft von der Kammer 202 zu einem äußeren Abschnitt
der Maschine 100 strömt.
Alternativ kann eine Vakuumquelle so verbunden sein, daß sie die
Luft, die durch das Gitter strömt,
erhält,
wodurch Turbulenzen in der Nähe
des Tisches 234 weiter reduziert werden.
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Der offene Aufbau des Reinluftsystems 200 vermindert
zudem Turbulenzen vom Einlaß 205, durch
die Kammer 202 und aus der Unterseite der Füllmaschine 100.
Die Trennwand 305 trennt ferner die beiden Behälterwege.
Die Anordnung der Trennwand 305 zwischen den beiden Kartonwegen
reduziert in vorteilhafter Weise Querturbulenzen.
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Ein weiterer Vorteil der oben beschriebenen Ausführungsform
des abgetrennten Reinluftsystems 200 ist, daß automatische
Reinigungsverfahren und -ausrüstung
zum Reinigen und Sterilisieren der Stationen und der Füllmaschine 100 verwendet
werden können.
So ist wie z.B. in 2, 3 und 4 dargestellt, ein automatisches Reinigungssystem,
das allgemein mit der Referenznummer 440 bezeichnet wird,
in der Füllmaschine 100 vorgesehen.
Das Reinigungssystem 440 weist eine Mehrzahl von Sprühkugeln 445 und
Sprühdüsen 450 auf.
Während
eines Reinigungsvorgangs besprühen
die Sprühkugeln 445 und die
Sprühdüsen 450 die
Stationen, insbesondere die Füllstation 125 und
die Oberseitenverschweißstation 130,
umfassend mit einer Reinigungslö sung.
Das erfindungsgemäße abgetrennte
Reinluftsystem 200 ist so angeordnet, daß sich seine
Bauteile nicht mit dem automatischen Reinigungssystem 440 stören.
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Zusätzlich schützt der Strömungsprofilkörper 315 das
Versorgungssystem 224 für
mikrogefilterte Luft, wenn es beispielsweise zu einem Zusammenstoß von Kartons
kommt, indem er das Produkt zurück
nach unten in die Kammer 202 lenkt. Dadurch, daß der Einlaß 205 im
Verhältnis
zur Kammer 202 seitlich versetzt ist, kann verhindert werden,
daß Produktspritzer
in das System 224 für
mikrogefilterte Luft gelangen.
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Weitere Strukturen zur Verbesserung
der Hygiene werden mit Bezug auf die verbleibenden Figuren dargestellt
und beschrieben. Zunächst
wird auf 7 Bezug genommen.
Die Eintrittswand 225 weist verschiedene ausgesparte Abschnitte
auf. Insbesondere sind ein Paar von Aussparungen 545 für Pumpen
im oberen Teil der Eintrittswand 225 am Schnittpunkt zum
Dach 215 vorgesehen. Zugangsschlitze 550 sind
im unteren Teil der Eintrittswand 225 vorgesehen, um dem
Fördersystem 140 einen
Durchgang durch die Eintrittswand 225 zu ermöglichen.
Schließlich
befinden sich noch Durchgangsöffnungen 227 für die Kartons
im unteren Teil der Eintrittswand 225.
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Wie in 7, 8 und 9 dargestellt, umfassen die Kartonöffnungen 227 einen
oberen Rand 560 und seitliche Ränder 565, die um die Öffnungen 227 angeordnet
sind. In 7 ist beispielsweise
ein im wesentlicher gerader Schnitt für den Bereich des oberen Rands 560 dargestellt. 8 zeigt eine andere mögliche Form.
Um einen hygienischeren Eingang in die Kammer 202 zu gewährleisten,
sind der obere Rand 560 und die seitlichen Ränder 565 so
geformt, daß sie
ungefähr
das Profil des Kartons nachbilden. Durch eine solche Öffnungsform,
bleibt die Kammer 202 hygienischer, da die Größe des Öffnungsbereichs 227,
durch den Verschmutzungen in die Kammer 202 gelangen können, begrenzt
wird. Zudem ist der obere Rand 560 abgewinkelt, so daß etwaige Flüssigkeit,
die sich darauf befindet, zu einer Seite der Maschine gelenkt wird.
Wie in 9 dargestellt, sind
die Ausgangsöffnungen 232 der
Austrittswand 230 ähnlich
gestaltet. Die Ausgangsöffnungen 232 können im
wesentlichen der Form der Oberseite eines Kartons entsprechen.
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Ein Paar von Pumpenabdeckungen 570 sind mit
der Eintrittswand 225 an den Pumpenaussparungen 545 verbunden.
Eine Ausführungsform
einer Pumpenabdeckung 570 ist in 10 dargestellt. Die Pumpenabdeckung 570 ist
so ausgerichtet, daß sie einen
Teil der Füllstation 125 umschließt, nämlich die Füllpumpe,
während
sich das Füllrohr 240 durch
die Pumpenabdeckung 570 in die Kammer 202 erstrecken
kann. Auf diese Art und Weise ist es nicht möglich, daß die im allgemeinen nicht
hygienischen beweglichen Teile der Füllpumpe die Kammer 202 mit festen
Teilchen verschmutzen.
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Die Pumpenabdeckung 570 weist
eine Ummantelung 580 auf, die die Füllpumpe und eine Füllrohröffnung 610,
die sich im unteren Teil 585 befindet, umschließt. Wie
dargestellt, weist der untere Teil 585 abgewinkelte Abschnitte 590 und
einen im wesentlichen horizontalen Abschnitt 595 auf. Eine
obere Anschlußstelle 600 ist
an einem Ende der Ummantelung 580 angebracht und grenzt
an das Dach 215.
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Die Füllrohröffnung 610 ist im
horizontalen Bereich 595 ausgebildet. Die Öffnung 610 ist
so dimensioniert, daß das
Füllrohr
hindurch paßt.
Die Öffnung 610 kann überbemessen
sein, um To leranzen der Position der Füllpumpe in Bezug auf die Pumpenabdeckung 570 zu
ermöglichen.
Um etwaige Lücken
zwischen dem Füllrohr 240 und
der Öffnung 610 auszugleichen,
kann eine Dichtung (nicht dargestellt) verwendet werden, die eine
Abdichtung zwischen dem äußeren Umfang
des Füllrohrs 240 und
dem inneren Umfang der Öffnung 610 darstellt.
Alternativ oder zusätzlich
kann eine flexible Füllrohrbüchse vorgesehen
sein.
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Die Spitze 220 des Dachabschnitts 215 ist ungefähr in der
Mitte angeordnet, um eine Neigung vom Zentrum zu jeder Seitenkante
bereitzustellen. Die geneigten Flächen werden vorzugsweise so
einer Finishing-Bearbeitung unterzogen, daß eine Längsausrichtung, wie durch den
Pfeil G dargestellt, erreicht wird. Die Längsausrichtung kann durch parallele
Rillen in der Längsrichtung
G hergestellt werden. Es können
dazu Schleifen oder andere bekannte Finishing-Verfahren verwendet
werden. Die Kombination der Neigung und der Längsausrichtung erleichtert
das Entfernen von Fluid und anderen verschütteten Flüssigkeiten, die auf den Dachabschnitt 215 fallen
können,
nach unten zu den Kanten des Daches 215. Im Dachabschnitt 215 ist
ein Paar von Aussparungen 650 ausgebildet. Eine Anschlußstelle 660 ist
um die Aussparungen 650 im Dachabschnitt 215 angebracht.
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Die Pumpenabdeckung 570 grenzt
an den Aussparungen 650 und den Anschlußstellen 660 an das
Dach 215. Um akkumulierte Toleranzen zu kompensieren, ist
die Pumpenabdeckung 570 vorzugsweise nicht direkt mit dem
Dachabschnitt 215 verbunden. Statt dessen ist eine Labyrinthdichtungsanordnung 715,
wie in 13 dargestellt,
vorgesehen.
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Die Anschlußstelle 660 auf dem
Dachabschnitt 215 weist einen Rand 720 in Form
eines umgedrehten J auf. Die obere Anschlußstelle 600 der Ummantelung 580 der
Pumpenabdeckung 570 befin det sich unter dem Rand 720 in
Form eines umgedrehten J. Zwischen der oberen Anschlußstelle 600 und
dem Rand 720 ist eine Lücke 725 vorgesehen. Die
Lücke 725 ermöglicht es,
daß Luft,
bedingt durch den Überdruck
in der Kammer, aus der Kammer 202 strömen kann. Dieser Strom nach
außen
wird durch Pfeil P dargestellt. Die Labyrinthdichtungsanordung 715 ermöglicht es,
daß Luft
ausströmen
kann; es ist aber nicht möglich,
daß durch
diesen Abschnitt Verschmutzungen in die Kammer 202 gelangen
können. Wie
durch die Pfeile Q dargestellt, können Verschmutzungen von außen nicht
in die Kammer 202 gelangen.
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Es wird nun erneut Bezug auf 5 und 6 genommen. Hier ist ein Hebemechanismus 800 zum Anheben
und Absenken einer Türfüllung 805 in
der Austrittswand 230 dargestellt. Die Türfüllung 805 wird
regelmäßig angehoben
und abgesenkt, um die Bauteile der Oberseitenverschweißstation 130 zu warten.
Der Hebemechanismus 800 wird beispielsweise so betrieben,
daß er
die Türfüllung 805 weit
genug anhebt, um für
die Ultraschallschweißvorrichtung 332 genügend Abstand
bereitzustellen, daß diese
in einem Bogen nach oben schwenken kann, um die Wartung und den
Zusammenbau zu erleichtern. Dies wird auch automatisch während des
Reinigens zyklisch wiederholt, um einen Zugang zur Reinigung der
Schweißvorrichtung 332 zu
ermöglichen.
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Wie in 6 dargestellt,
weist die Trennwand 305, die eine hygienische Abgrenzung
zwischen den beiden Behälterwegen
darstellt, weiterhin eine bogenförmige
Aussparung 815 auf. Zur Vorbereitung für einen Reinigungsvorgang oder
eine Wartung kann die Türfüllung 805 unter
Verwendung des Hebemechanismus 800 angehoben werden. Nachdem
die Türfüllung 805 angehoben
wurde, ermöglicht
es der bogenförmige
Ausschnitt 815 der Verschweißstation 130, zum
Reinigen oder zur Wartung gegebenen falls in einem Bogen, der dem
bogenförmigen
Ausschnitt 815 entspricht, nach oben zu schwenken.
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Es wird nun erneut auf 2 Bezug genommen. Die Vorrichtung
und die Anordnung des abgetrennten Reinluftsystems stellen abgetrennte
Druckzonen in der Füllmaschine 100 bereit.
Eine solche Anordnung stellt verschiedene Hygienestufen in der Füllmaschine 100 bereit.
Der relative Druck ist beispielsweise in den Bereichen wie in 2 dargestellt von links
nach rechts wie folgt:
Der Druck in der Kartonausstoßstation 135 entspricht ungefähr dem Umgebungsdruck;
der Druck im Bereich der Kartonverschweißstation 130 ist höher als der
Umgebungsdruck, der Druck im Bereich der Kartonfüllstation 125 ist
bei einem relativen Maximum und ist deshalb höher als in der Kartonverschweißstation 130,
der Sterilisationsstation 120 und der Kartonformstation 115;
der Druck in der Kartonmagazinstation 110 entspricht schließlich wieder
dem Umgebungsdruck. So wird der Druck in der Kartonfüllstation 125,
in der die größte Hygiene
erforderlich ist, auf einem relativen Maximum gehalten; in der Kammer 202 ist
ein positives, vertikal nach unten gerichtetes Luftbad vorhanden.
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Wie oben beschrieben ist die Füllmaschine 100 entsprechend
in einem Vertikalluftbad. Zusätzlich
ist für
die Bereiche, in denen die größte Hygiene erforderlich
ist, ein maximaler nach unten gerichteter Luftstrom vorgesehen. 14 und 15 stellen die Vertikalgeschwindigkeitsverteilung
der Luft von der Schnittstelle zwischen der Sterilisationsstation 120 und
der Kartonfüllstation 125 bis
zur Kartonoberseitenverschweißstation 130 graphisch
dar. Die betrachteten Bereiche werden auch durch die zentrale Trennwand 305 und
die Tür 180 abgetrennt.
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14 zeigt
die Vertikalgeschwindigkeit der Luft im betrachteten Bereich in
einem Anfangsstadium, in dem das System mit maximaler Kapazität arbeitet. 15 zeigt dagegen die Vertikalgeschwindigkeit
der Luft im betrachteten Bereich zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Luftfilter
des Systems am Ende ihrer Nutzlebensdauer angelangt sind. Ein Vergleich
der beiden Figuren zeigt, wie die Vertikalgeschwindigkeit der Luft
mit Verschlechterung der Filter sinkt. Die Geschwindigkeitsverteilung
bleibt aber grundsätzlich
proportional, so daß die
Geschwindigkeit der Luft in den kritischen Bereichen (z.B. in der
Nähe des
Füllrohrs)
am größten ist.
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Das Reinluftsystem 200 weist
in vorteilhafter Weise die sterile Kammer 202 mit einer
fast sterilen Umgebung für
den Abfüllvorgang
auf, es können aber
dennoch Probleme auftreten, die überwacht werden
müssen.
Deshalb ist ein kontinuierliches, automatisches Partikelüberwachungssystem
vorgesehen. 3, 5, 6, 16 und 17 zeigen eine Ausführungsform
eines kontinuierlichen, automatischen Partikelüberwachungssytems, das allgemein
mit der Referenznummer 350 bezeichnet wird. 16 zeigt insbesondere schematisch
eine Ausführungsform
des automatischen und kontinuierlichen Partikelüberwachungssystems 350 und
die relative Ausrichtung der Bauteile des Systems. Die primären Bauteile
des Systems weisen eine Partikelzähleinrichtung 360 auf.
Die Partikelzähleinrichtung 360 ist
vorzugsweise in einer in sich geschlossenen Gehäuseeinheit 365 angeordnet.
Die Zähleinrichtung 360 weist
ebenfalls eine Vakuumpumpe 370 und eine Interfaceverbindung 380 zu
einer PLC-Steuerung (PLC) 385, die sich im Schaltkasten 105 der
Füllmaschine
befindet (s. 2) auf.
Die Partikelzähleinrichtung 360 ist
vorzugsweise auf 24 V ausgelegt.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
erzeugt die Pumpe 370 ein Vakuum, das einen dosierten Strom
von 1 cubic foot per minute (cfm) (= ca. 0,0283 m3 pro
Minute) in die Partikelzähleinrichtung gewährleistet.
Dieser Strom wird in 16 durch
die mit V bezeichneten Pfeile dargestellt. Der dosierte Strom kann
zwischen 0, 1 und 2, 0 cfm (= ca. 2,83×10–3 m3 und 0, 566 m3 pro
Minute) liegen. Das von der Pumpe 370 erzeugte Vakuum saugt
eine Aerosolprobe durch einen mit der Partikelzähleinrichtung 360 verbundenen
Probenehmer 390 in die Partikelzähleinrichtung 360.
Der Probenehmer 390 ist zum Strömungsaustausch mit der Partikelzähleinrichtung 360 über die
Partikelprobeleitung 395 verbunden. Die Partikelprobeleitung 395 hat
vorzugsweise einen Durchmesser von 0,25 inch (=0,635 cm) und ist
eine dichte Röhrenleitung.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
weist die Partikelzähleinrichtung 360 verschiedene
Merkmale auf. Die Partikelzähleinrichtung 360 weist
vorzugsweise Laserdioden auf. Die Partikelzähleinrichtung 360 funktioniert
vorzugsweise unter Verwendung einer Zeitmittlung zum Zählen des
Partikelstands. Die Zeitmittlung ist ein vorteilhaftes Merkmal der
Partikelzähleinrichtung.
Wenn eine Zeitmittlung während
des Zählens
der Partikel verwendet wird, ist die Partikelzähleinrichtung weniger anfällig für nicht repräsentative,
vorübergehende,
durch das Aerosol erzeugte Signalspitzen, die eine akkurate Partikelzählung verzerren
können.
Zusätzlich
sind Alarmgrenzen zum Anzeigen einer zu großen Partikelanzahl vorgesehen.
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Die Interfaceverbindung 380 zur
PLC 385 stellt Informationen über die Leistung, Eingabe/Ausgabe-Informationen
(I/O) und Feedback-Informationen zwischen dem Partikelüberwachungssystem 350 und
der PLC 385 bereit. Die PLC 385 wird dazu verwendet, zur
Steuerung der Füllmaschine 100 in
Reaktion auf die Information der Partikelzähleinrichtung 360 beizutragen.
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Der Probenehmer der Partikelzähleinrichtung
wird typischerweise in einer isoaxialen Richtung (in einer Linie
mit der vorherrschenden Strömungsrichtung)
angeordnet. In der Umgebung der Füllmaschine 100 kann
eine solche Anordnung jedoch dazu führen, daß unerwünschte Verschmutzungen in die Partikelzähleinrichtungen
gelangen. Es können
beispielsweise Reinigungsflüssigkeit
oder Produkt in den Probenehmer gelangen und die empfindlichen Partikelzähleinrichtungen 360 beschädigen.
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In der Vergangenheit mußten die
Bediener deshalb die Probenehmer vor einem Reinigungsvorgang abdecken,
um Schaden an der Partikelzähleinrichtung 360 zu
verhindern. Die Abdeckungen mußten
dann zu einem späteren
Zeitpunkt, wenn das Reinigen beendigt war, wieder abgenommen werden, wodurch
eine unhygienische Situation entsteht. Das vorliegende automatische
und kontinuierliche Partikelüberwachungssystem
löst die
Probleme der bekannten Partikelüberwachungssysteme.
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Wie in 6 und 16 dargestellt, befinden sich
die Probenehmer 390 in der Ausführungsform in einer anisoaxialen,
anisokinetischen Anordnung in der Füllmaschine 100. Die
Anordnung der Probenehmer 390 in der Nähe des Füllsystems 125 ist
vorteilhaft, weil in diesem Bereich die größte Hygiene erforderlich ist,
da das Produkt der Luft ausgesetzt wird, während es vom Füllrohr 240 in
den Behälter
gefüllt wird.
Die Probenehmer 390 sind weiterhin speziell so konstruiert,
daß sie
die empfindlichen Partikelzähleinrichtungen
vor einem unbeabsichtigten Eindringen von Produkt, Wasser oder Reinigungschemikalien
schützen.
Wie dargestellt, befindet sich der Probenehmer
390 in der
sterilen Kammer 202 in der Nähe des Füllsystems 125 der
Füllmaschine 100 (s. 6).
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Wie oben ausgeführt, sind die Probenehmer 390 so
geformt und angeordnet, daß sie
Luftproben von der sterilen Kammer 202 auf eine anisoaxiale und
anisokinetische Weise entnehmen, aber dennoch einen akzeptablen
Ansaugwirkungsgrad aufweisen, der sich vom Wirkungsgrad von In-line-Probenehmern
nur minimal unterscheidet. Es wurden ausführliche Berechnungen angestellt
und Versuche durchgeführt,
um nachzuweisen, daß die
Probenehmeranordnung auf einem akzeptablen Niveau arbeitet. Der
Probenehmer 390 arbeitet typischerweise für Partikelzählungen
bei einem aerodynamischen Partikeldurchmesser, der größer oder
gleich 0,3 μm
ist. Da der Probenehmer auf eine anisokinetische und anisoaxiale
Weise angeordnet ist, ist der Ansaugwirkungsgrad nicht bei 100.
Der Erfinder der vorliegenden Anmeldung hat jedoch theoretische
Berechnungen angestellt, um den Ansaugwirkungsgrad des gesamten
Systems zu evaluieren. Die Berechnungen berücksichtigen die theoretischen
Ansaugwirkungsgrade einschließlich
des Einflusses des Probenehmers, Leitungsverluste usw. Die Berechnungen
zeigen, daß die
Auswirkungen der anisoaxialen und anisokinetischen Probenentnahme
bei der hier wichtigen Partikelgröße im Bezug auf Leitungsverluste
vernachlässigbar
sind.
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Es wurde der Ansaugwirkungsgrad des
bevorzugten Probenehmers 390 berechnet, so daß der Probenehmer
so ausgerichtet werden kann, daß er die
Partikelzähleinrichtungen 360 vor
Produktspritzern und Reinigungschemikalien usw, schützt und
es ihm möglich
ist, Flüssigkeit
abzulassen und dabei dennoch einen akzeptablen Ansaugwirkungsgrad aufzuweisen.
Der zwangsweise nach unten gerichtete Luftstrom in der sterilen
Kammer (in 6 und 16 durch die Pfeile E dargestellt),
hat die bestimmte Partikelanzahl, die von den Partikelzähleinrichtungen 360 unter
Verwendung der Probenehmer 390, die in der sterilen Kammer 202 angeordnet
sind, gemessen wird.
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Um eine gegenseitige Beeinflussung
mit dem automatischen Reinigungs- und Sterilisationssystem 440 zu
verhindern, kann die Gehäuseeinheit 365 der
Partikelzähleinrichtung
außerhalb
der sterilen Kammer 202 angeordnet sein. In der bevorzugten Ausführungsform,
wie in 3 und 6 dargestellt, ist das Gehäuse 365 über der
sterilen Kammer 202 zwischen dem Reinluftsystem 200 und
dem Reinluftversorgungssystem 224 angebracht.
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Ein weiteres Merkmal zur Reduzierung
von Verlusten während
der Probenentnahme ist, daß die Probeleitungen 395 zwischen
dem Probenehmer 390 und der Partikelzähleinrichtung 360 relativ
kurz gehalten sind, um einen besseren gesamten Entnahmewirkungsgrad
zu erhalten. Die kurzen Probeleitungen 395 tragen also
dazu bei, Verminderungen beim Ansaugwirkungsgrad aufgrund der anisoaxialen
und anisokinetischen Anordnung zu kompensieren.
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Mit Bezug auf 17 werden nun Merkmale der bevorzugten
Ausführungsform
des Probenehmers 390 dargestellt. Der Probenehmer 390 weist beispielsweise
einen gebogenen Rohrkörper
mit einer Aufnahmeöffnung 400 auf,
in die die Partikel durch das Vakuum, das von der in der Partikelzähleinrichtung 360 angeordneten
Pumpe 370 erzeugt wird, angesaugt werden. Der Probenehmer
weist auch eine Montageplatte 405 und einen Abschnitt 410 zur
Verbindung mit der Probeleitung 395 auf. Dieser Abschnitt 410 ist
mit der Probeleitung 395 verbunden. Die Montageplatte 405 weist
eine Sicherungsvorrichtung 420, wie z.B. eine Schraube
auf. Die Sicherungsvorrichtung ermöglicht es, daß der Probenehmer 390 in
einer festen Position bleibt. Um dieses Merkmal weiter zu verbessern,
weist die Montageplatte 405 auch einen Paßstift 430 auf.
Der Paßstift 430 wird
in ein vorher ausgewähltes,
entsprechendes Fixierloch (nicht dargestellt) eingeführt, um sicherzustellen,
daß der
Probenehmer 390 an der richtigen Stelle und in der richtigen
Ausrichtung in der Füllmaschine 100 angebracht
ist, um den Ansaugwirkungsgrad aufrecht zu halten und die Partikelzähleinrichtungen
zu schützen.
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Viele Füllmaschinen, wie auch die dargestellte,
weisen mehr als einen Behälterförderweg
auf. In 1 sind zwei
Färderlinien 140,
die in der Ausführungsform
der Füllmaschine 100 verwendet
werden, dargestellt. Deshalb ist die Trennwand 305, wie
in 16 dargestellt, in
der sterilen Kammer 202 der Füllmaschine 100 angeordnet.
Gleiche Partikelüberwachungssysteme 350 sind
auf jeder Seite der Trennwand 305 angebracht und stellen
deshalb eine unabhängige
Partikelüberwachung
für jeden
Förderweg 140 bereit.
Dies ist vorteilhaft, da ein Weg verschmutzt sein kann, während der
andere betriebsbereit ist und nicht abgeschaltet werden muß.
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Wie oben beschrieben, ist die Ausführungsform
des kontinuierlichen und automatischen Partikelüberwachungssystems 350 zudem
auch deshalb vorteilhaft, weil es mit der Steuereinheit 105 der
Füllmaschine 100 verbunden
ist. Wenn eine vorher gewählte
Partikelkonzentration überschritten
wird, ertönt
ein Alarm und die Maschine wird automatisch abgeschaltet. Folglich
kann der Bediener den Betrieb der Füllmaschine 100 genau
beobachten und die nötige
Qualitätskontrolle
für die
Füllvorgänge gewährleisten.
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Ein zusätzlicher Vorteil des kontinuierlichen Partikelüberwachungssystems 350 ist,
daß es
die Partikelkonzentration wäh rend
des Betriebes überwachen
kann und dann während
des automatischen Reinigens und Sterilisierens der Stationen der
Füllmaschine 100 in
eine Ruhestellung gebracht werden kann.
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Es wird nun Bezug auf 18 genommen. Das Versorgungssystem 224 für mikrogefilterte
Luft wird allgemein mit der Referenznummer 224 bezeichnet.
Es weist einen Einlaß 206 und
einen Auslaß 226 auf.
Der Einlaß 206 wird
durch die Einlaßtür 242 abgedeckt.
Die Einlaßtür 242 hat
vorzugsweise eine Mehrzahl von Luftschlitzen 244, um den
Eintritt von Luft in das Reinluftversorgungssystem 224 zu
ermöglichen.
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Das Reinluftversorgungssystem 224 weist ein
Gehäuse 245 auf.
Das Gehäuse 245 ist
vorzugsweise aus gerauhtem oder glattem rostfreiem Stahl 304,
der äußerst wenig
Nahtstellen aufweist. Das Gehäuse 245 erstreckt
sich vom Einlaß 206 bis
zum Auslaß 226.
Eine Auslaßtür 246 ist
in der Nähe
der Auslasses 226 angeordnet und weist solche Luftschlitze 244 wie
an der Einlaßtür 242 auf.
So umschließen
und definieren das Gehäuse 245,
die Auslaßtür 246 und
die Einlaßtür 242 eine
innere Kammer 248. Die innere Kammer 248 des Gehäuses 245 wird im
folgenden mit Bezug auf 19 beschrieben. Eine
einstellbare Luftklappe 249 ist ebenfalls in 18 bis 20 dargestellt. Die Anordnung und die Funktionsweise
der Luftklappe wird im nachfolgenden mit Bezug auf 20 beschrieben.
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Das System weist die Einlaßtüren 242 mit den
Luftschlitzen, die den Einlaß 206 abdecken,
auf. Die Einlaßtüren 242 mit
den Luftschlitzen weisen einen ästhetisch
ansprechenden Außenabschnitt
mit inneren Luftschlitzen in Form eines umgedrehten V auf; diese
Kombination macht es für
auf sie gesprühte
Flüssigkeit
unmöglich,
in die Einlaßtüren 242 zu gelangen.
Eine erste Mehrzahl von Filtern 250, die quer zum hereinkommenden
Luft strom, der durch die Pfeile A gekennzeichnet wird, angeordnet
ist, ist am Einlaß 206 des
Reinluftversorgungssystems 224 vorgesehen. An der Einlaßtür 242 sind
vorzugsweise Koaleszenzfilter 252 angebracht. Durch die
Kombination von Koaleszenzfiltern 252 und Luftschlitzen 244 mit
einer Labyrinthdichtungsanordnung 255 (wie nachfolgend
mit Bezug auf 20 beschrieben)
wird am Einlaß der
Tür 242 Kondenswasserdampf
gesammelt, bevor die Feuchtigkeit die nachfolgenden Filter blockiert
und möglicherweise
schwächt.
Die Koaleszenzfilter 252 schützen das Reinluftversorgungssystem 224 in
einer feuchten oder nassen Umgebung.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
weist die erste Mehrzahl von Filtern 250 einen ersten ASHRAE-Vorfilter 260 auf,
der einen Sammelwirkungsgrad von ca. 30% bis 60% hat. Ein zweiter
ASHRAE-Vorfilter 265 mit einem Sammelwirkungsgrad von ca.
90% bis 95% ist ebenfalls nach dem ersten ASHRAE-Vorfilter 260 am
Einlaß 206 des
Gehäuses 245 angebracht.
Ein Rahmen des 95%-ASHRAE-Vorfilters 265 kann
am Gehäuse
mit einer geschäumten
Dichtung dicht angebracht sein. Die Kombination aus zwei Stufen
von ASHRAE-Vorfiltern 260 und 265 sammelt den
größten Teil
des Schimmels und der Hefepilze, bevor diese die Endfilter erreichen können.
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Die ASHRAE-Vorfilter 260 und 265 enthalten zusätzlich ein
antimikrobielles Mittel, um das Ausbreiten von Schimmel auf den
Filtermedien zu verhindern. Das antimikrobielle Mittel kann in die
Filter 260 und 265 imprägniert sein. Die ASHRAE-Vorfilter 260 und 265 können mit
einem antimikrobiellen Spray behandelt werden oder ein BioStat-Gewebe
enthalten.
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Folglich wird der gesammelte Schimmel
gehemmt und dann durch das regelmäßige Auswechseln der ASHRAE-Vorfilter 260 und 265 beseitigt, was
die Lebensdauer der Endfilter erhöht, indem sie vor einem möglichen
Durchwachsen des Schimmels geschützt
werden.
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In dem Gehäuse 245 des Versorgungssystem 224 für mikrogefilterte
Luft ist auch eine Gebläsekammer 280 vorgesehen.
Ein Gebläse 285 wird
in der Gebläsekammer 280 vorzugsweise
auf eine bekannte stoßdämpfende
Art und Weise angebracht, um Vibrationen zu reduzieren. Das Gebläse 285 ist vorzugsweise
ein direkt angetriebenes Hochleistungsgebläse, das so ausgelegt ist, daß es 2.000
cfm + 20%(= 56,6 m3 pro Minute) über dem
erforderlichen statischen Druckbereich erzeugen kann.
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Das Gebläse 285 weist weiterhin
eine Ausströmöffnung 290 auf,
die zum Strömungsaustausch mit
einer Öffnung 295 in
einer Trennwand 300 verbunden ist. Die Luft, die durch
die Koaleszenzfilter 252 und den ersten und den zweiten
ASHRAE-Vorfilter 260 und 265 vorgefiltert wurde,
verläßt über das Gebläse die Ausströmöffnung 290 und
prallt, wie in 19 und 20 dargestellt, auf eine
Diffusorplatte 306. Die Diffusorplatte 306 ist
vor dem Gebläse 285 angeordnet,
um die Luft zu verteilen. Der Diffusor 306 besteht vorzugsweise
aus perforiertem Metall, z.B. aus 16-Gauge rostfreiem Stahl 304,
der in eine vorbestimmt Form gebracht ist und entsprechend im Gehäuse 245 angeordnet
wird. 19 zeigt einen
Abschnitt mit einer Mehrzahl von Perforierungen 310, die
in dem Diffusor 306 ausgebildet sind. Die Perforierungen
bestehen aus ca. 0,25 inch (= 0,635 cm) großen Löchern, die von der Lochmitte
aus gemessen 0,375 inch (=0,9525 cm) von einander beabstandet sind,
um eine Porosität
von ungefähr
40% bereitzustellen.
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Wie in 19 dargestellt,
strömt
die gestreute Luft, wie durch die mit D gekennzeichneten Pfeile dargestellt,
durch eine zweite Mehrzahl von Filtern, die DOP-Vorfilter 316 mit
einem Sammelwirkungsgrad von 95% aufweisen. Die 95%-DOP-Vorfilter 316 haben
einen Sammelwirkungsgrad von 95% für Partikel mit einem Durchmesser
von 0,3 μm.
Die 95%-DOP-Vorfilter 316 können im Gehäuse ebenfalls mit Dichtmitteln
angebracht werden, die dem Fachmann bekannt sind. Die 95%-DOP-Vorfilter 316 können beispielsweise
mit einem Schaum als Dichtung mit einem Rahmen aus rostfreiem Stahl 304 dicht
verbunden werden. Die 95%-ASHRAE-Vorfilter 265 werden ebenfalls
mit Schaum abgedichtet. Die Vorfilter 260, 265 und 316 werden
vorzugsweise aus einem wasserabweisenden Material, z.B. Glasfaser hergestellt.
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Ein Luftzwischenraum 321 ist
zwischen dem 95%-DOP-Vorfiltern 316 und den Endfiltern 331 dargestellt.
Die Endfilter 331 werden vorzugsweise mit einer bekannten
Gel/Messer-Dichtung angebracht, um eine luftdichte Abdichtung der
Endfilter 331 im Gehäuse 245 bereitzustellen.
Die Endfilter 331 haben vorzugsweise einen Sammelwirkungsgrad
von mindestens 99,99999% für
Partikel mit einem Durchmesser von 0,12μm. Falten sind in vertikaler
Ausrichtung im Endfilter 331 angeordnet.
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In einer besonderen Ausführungsform
haben die bevorzugten Filter die im folgenden aufgelisteten Größen und
Sammelwirkungsgrade und können
von bekannten Herstellern bezogen werden. Vorfilter sind: Koaleszenzvorfilter 252 (24" × 24" × 2" = 60,96cm × 60,96cm × 5,08cm).
50%-ASHRAE-Vorfilter 260 mit
steifen Falten (24" × 24" × 2" = 60,96cm × 60,96cm × 5,08cm);
95%-ASHRAE
Econocell II Vorfilter 265 (24" × 24" × 5,875" = 60,96cm × 60,96cm × 14,92cm);
95%-DOP Pureform
Separatorless Filters 316 (24" × 24" × 5,875" = 60,96cm × 60,96cm × 14,9225 cm), (95% bei 0,3 μm);
und
Endfilter 331 VLSI II Pureform Separatorless Filters (24" × 24" × 11,5" = 60,96cm × 60,96cm × 29,21cm),
(99,99999% bei 0,12 μm),
wenn diese nicht verfügbar,
ist auch ein ULPA-Filter mit einem spezifischen Sammelwirkungsgrad
von 99,9995% oder mehr bei einem Partikeldurchmesser von 0,12μm anwendbar.
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Die obige Ausführungsform eines Versorgungssystems 224 für mikrogefilterte
Luft stellt einen Filtrationsgrad bereit, der eine Versorgung mit
Luft hoher Qualität
auch in einer schwierigen (schmutzigen) Umgebung sichert. Die Luftqualität der Luft,
die in die Füllmaschine
eintritt, kann beispielsweise durch die folgenden Luftkonzentration
der umgebenden Luft berechnet werden. Es wird davon ausgegangen,
daß bei
einer Eingangskonzentration zwischen 1×106 und
5×108 Partikeln pro ft3 (=0,0283
m3) (bei Partikeln ≥ 3μm) die Ausgangskonzentration
aus dem Reinluftmodul 0,005 bis 2,5 Partikel pro ft3 (=0,0283
m3) für
Partikel, die einen aerodynamischen Durchmesseer von größer oder
gleich 0,3 μm
haben, beträgt.
Die erwartete Ausgangskonzentration ist somit mindestens 100 mal
geringer, als die 300 Partikel pro ft3 (=0,0283
m3), die für eine Klasse 10 Umgebung (nach
Federal Standard 290-E) vorgeschrieben werden.
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Es wird erneut auf 18 Bezug genommen. Das Gehäuse 245 ist
so konstruiert und angeordnet, daß einem Bediener visueller
und physischer Zugriff zu den inneren Bauteilen des Versorgungssystems 224 für mikrogefilterte
Luft, das sich im Gehäuse 245 befindet,
ermöglicht
wird. Zu diesem Zweck ist eine transparente Sichtöffnung 351 für das Gebläse 285 vorgesehen.
Weitere Sichtöffnung
sind nach Bedarf vorgesehen. Insbesondere ist, wie in 18 dargestellt, eine weitere
Sichtöffnung
356 im Gehäuse 245 ausgebildet,
um eine visuelle Kontrolle des Endfilters 331 und der Umsteuerluftklappe 249 zu
ermöglichen.
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Vorzugsweise ist auch ein physischer
Zugriff auf die inneren Bauteile des Versorgungssystem 224 für mikrogefilterte
Luft vorgesehen. 20 zeigt – teilweise
im Querschnitt – eine
Ausführungsform
des Versorgungssystems 224 für mikrogefilterte Luft mit verschiedenen
Bauteilen. Auf die Koaleszenzfilter 252 und die ASHRAE-Vorfilter 260 und 265 kann
beispielsweise von der Seite durch die Einlaßtüren 242 zugegriffen
werden. Zugriff auf das Gebläse 285 kann
durch die Einlaßtüren 242 und
eine abnehmbare obere Platte 361, die eine Öffnung auf
der Oberseite des Gehäuses
abdeckt, ermöglicht
werden. Die 95%-DOP-Filter 316 können über eine
zweite obere Zugriffsplatte 371 gewartet werden. Zugriff
auf die Endfilter 331 ist entsprechend über eine dritte obere Zugriffsplatte 376 möglich. Das
Gehäuse 245 ermöglicht dem
Bediener somit Zugriff auf die inneren Bauteile, es schützt aber
dennoch die Filter vor negativen Umwelteinflüssen, Drainage von oben, tröpfelndem Kondensat
sowie vor Produktspritzern und physischer Beschädigung.
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20 zeigt
eine zusätzliche
Anordnung, die sogar verhindert, daß bei direktem Aufsprühen von
Flüssigkeit
auf die Einlaßtüren 242 oder
die Auslaßtüren 246,
diese ins Innere gelangen kann. Insbesondere bilden Luftschlitze 244 in
den Türen
242 und 246 in
Kombination mit einer Mehrzahl von Deflektoren 381 in Form
eines umgedrehten V, die sich innerhalb der Türen 242 und 246 befinden,
eine Labyrinthdichtungsandordnung. Diese Anordnung der Luftschlitze 244 und
der Deflektoren 381 in den Türen bilden eine Blockade, um
bei direkte Aufsprühen
von Wasser, Reinigungslösung
oder einer anderen Flüssigkeit
zu verhindern, daß diese
durch die Türen 242 und 246 in
das Gehäuse 245 gelangen.
Zusätzlich
ist ein Maschennetz 386 über den Luftschlitzen 244 angebracht,
um zu verhindern, daß Insekten,
kleine feste Teile und Partikel in das Gehäuse gelangen.
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20 zeigt
ebenfalls die Umsteuerluftklappe 249, die sich im Gehäuse 245 befindet.
Die Klappe 249 hat vorzugsweise zwei Positionen. Beide Möglichkeiten
sind in 20 dargestellt.
In einer ersten, geöffneten
Position, die während
des normalen Betriebs der Füllmaschine 100 vorgesehen
ist, ist die Luftklappe 249 vorzugsweise ungefähr in einem
60° Winkel
entlang einer abgewinkelten Oberfläche 390 angeordnet.
Wenn sie in dieser geöffneten
Position ist, lenkt die Klappe die gefilterte Luft (wie durch die mit
C gekennzeichneten Pfeile in 19 dargestellt) nach
unten in die sterile Kammer 180 der Füllmaschine 100.
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Die Luftklappe 249 hat ebenfalls
eine zweite, geschlossene Position, die gewählt werden kann, um die empfindlichen
Filter während
des Reinigens der Füllmaschine 100 zu
isolieren; diese Position kann auch in Abschaltzeiten gewählt werden.
Wenn diese zweite geschlossene Position gewählt wird, ist die Luftklappe 249 in
einer horizontalen Position, die den Ausgang 226, wie in 20 dargestellt, verschließt. Die
Luftklappe 249 schützt
die Filter des Versorgungssystems 224 für mikrogefilterte Luft, indem
es den Auslaß 226 wirksam verschließt und die
Reinigungsflüssigkeit
zurück
in die Füllmaschine 100 lenkt.
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Um die Wahl zwischen den beiden Luftklappenpositionen
zu ermöglichen,
ist die Umsteuerluftklappe 249 mit einem Steller versehen,
z.B. einem pneumatisch betriebenen Steuerarm 400. Für die Position
der Luftklappe 249 kann ein gleichzeitiges Umlenken der
Reinigungsflüssigkeit
und Schutz der Filter oder normaler Betrieb gewählt werden. Wie dargestellt,
sind die Luftklappe 249 und der Steller 400 innerhalb
des Gehäuses
befestigt. Der Steller 400 kann jedoch auch außerhalb
befestigt sein. Es ist ferner ein Sensor 410 vorgesehen,
um die Position der Luftklappe 249 zu ermitteln oder zu
validieren. Die Position der Luftklappe kann auch visuell durch
eine weitere Sichtöffnung 356 (s. 1) ermittelt werden. Die
Umsteuerluftklappe 249 erleichtert die automatische Reinigung
der Füllmaschine 100.
Die pneumatische betriebene Luftklappe 249, die während der Reinigungszyklen
geschlossen ist, schützt
die Endfilter 331 wie im nachfolgenden ausgeführt vor
Besprühen
mit der Reinigungslösung.
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20 stellt
weiterhin eine Mehrzahl von Druckmessern dar, die dazu dienen, den
Betrieb der Filter zu überwachen,
indem Druckänderungen über die
Filter erfaßt
werden. Das Öffnen
der Filtertüren kann
durch die Druckmesser erfaßt
werden. Die Mehrzahl von Druckmessern weist einen ersten Messer 435 auf,
der so verbunden ist, daß er
dem Bediener visuell den Druck in der sterilen Kammer 202 anzeigt.
Einstellbare maximale und minimale Alarmniveaus sind in den Druckmessern
enthalten, die mit einer PLC-Steuerung (PLC) 441 im Schaltkasten 105 (s. 2) der Maschine 100 eine
Schnittstelle bilden, um die Maschine zu informieren, wenn die akzeptablen
Niveaus erreicht sind.
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Es ist ebenfalls ein zweiter Druckmesser/Sensor
zum Ermitteln einer Druckänderung über den
99,99999%-PSL-Endfilter 331 vorgesehen. Drucköffnungen
stellen den Einlaß zu
den Druckmessern dar. Ein zweiter Druckmesser 445 ist entsprechend
so verbunden, daß er
eine Druckänderung über den
99,9999/PSL-Filter 331 anzeigt. Ebenso ist ein dritter
Druckmesser 455 so verbunden, daß er eine Druckänderung über den
95% DOP-Vorfilter 316 anzeigt. Zusätzlich ist ein vierter Druckmesser 465 vorgesehen,
um eine Druckänderung über den 95%-ASHRAE-Vorfilter 265 zu
erfassen und anzuzeigen.
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Die angezeigten Druckangaben ermöglichen es
dem Bediener, die Funktion der inneren Bauteile im Gehäuse zu überwachen.
Eine Druckänderung über die
Vorfiltern kann angeben, daß Filter
ausgewechselt werden müssen,
daß es
eine größere Leckstelle
gibt oder daß ein
Filter fehlt. Eine Druckänderung über den
Endfilter kann ähnliche
Probleme anzeigen. Zusätzlich
kann das Einbauen eines Filter von schlechter Qualität, z.B.
eines HEPA-Filters anstatt eines VLSI II Filters, wie in der bevorzugten
Ausführungsform
angegeben, durch den zweiten Druckmesser 445 angezeigt
werden. Zusätzlich
können verschiedene
Alarmstufen für
jeden Filter vorhanden sein. Wie in 20 dargestellt,
sind die Druckmesser 435, 445, 455 und 465 auf
einer äußeren Platte 475 in
einem Winkel angebracht, in dem sie für den Bediener gut sichtbar
sind.