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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung betrifft die Interferenzmessung von zylindrischen Oberflächen bei
streifendem Einfall und ist ferner auch auf die Messung von absoluten Abmessungen
dieser Oberflächen
gerichtet.
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Hintergrund
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Interferometer
machen Vergleichsmessungen, wie zwischen Test- und theoretischen
Oberflächen.
Eine Referenzwellenfront repräsentiert
die theoretische Oberfläche,
und eine Testwellenfront gewinnt eine Information von der Testoberfläche. Beide Wellenfronten
fangen identisch an, jedoch wird die Testwellenfront durch ein Zusammentreffen
mit der Testoberfläche
modifiziert (z.B. einer Reflexion von der Testoberfläche). Wenn
sie rekombiniert werden, kann ein Muster einer Interferenz zwischen
den Test- und Referenzwellenfronten interpretiert werden, um Abweichungen
der Testoberfläche
von der theoretischen Oberfläche
zu messen.
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Das
Interferenzmuster liefert im allgemeinen eine sehr genaue Information
hinsichtlich der Oberflächentopologie,
jedoch wenig oder keine Information hinsichtlich der Größe des zugrundeliegenden Gegenstandes,
dessen Oberfläche
gemessen wird. Zum Beispiel können
Variationen kugelförmiger
und zylindrischer Oberflächen
gemessen werden, während
deren Durchmesser unbekannt bleiben. Nicht-Interferenzmessungen
werden üblicherweise zum
Messen des Durchmessers verwendet, jedoch ist auch ein abstandsmessendes
Interferenzmeßverfahren
verwendet wor den. Der Abstand zwischen einem Scheitelpunkt einer
kugelförmigen
Oberfläche und
seinen Mittelpunkt der Krümmung
kann mit einem zweiten Interferometer gemessen werden, indem die
kugelförmige
Oberfläche
verschoben wird und die Anzahl von Streifen (d.h. sinusförmigen Variationen
der Intensität)
zwischen den beiden Positionen gezählt werden. Jedoch fügen das
zweite Interferometer und der Verschiebungsmechanismus Kosten und
Komplexität
hinzu.
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Der
Bereich einer Interferenzmessung in irgendeiner Position wird durch
die Wellenlänge
begrenzt, die normalerweise weniger als ein Mikrometer beträgt.
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Die
effektive Wellenlänge
für eine
Testoberfläche,
die durch Reflexion gemessen wird, beträgt nur halb soviel. Das Interferenzmuster
wird ausgewertet, um eine Phase der interferierenden Wellenfronten
zu bestimmen, die jedem gemessenen Punkt entspricht. Eine Information
aus dem Interferenzmuster liefert Messungen mit außerordentlicher
Genauigkeit, jedoch sind die Phasenwerte der Muster nur innerhalb
einer effektiven Wellenlänge
eindeutig. Oberflächenunstetigkeiten,
die größer als
eine effektive Wellenlänge
sind, können
nicht eindeutig gemessen werden, weil die Anzahl der unterscheidenden
Wellenlängen
nicht bekannt ist.
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Es
ist ein Zwei-Wellenlängen-Interferenzmeßverfahren
verwendet worden, um den Bereich der Interferenzmessung auszudehnen,
im allgemeinen auf Kosten einer verminderten Genauigkeit. Interferenzmuster,
die durch zwei unterschiedliche Wellenlängen erzeugt werden, werden überlagert, um
ein kombiniertes Interferenzmuster zu erzeugen, das äquivalent
zum Interferenzmuster ist, das durch eine sehr viel längere Wellenlänge erzeugt
werden würde.
Die beiden überlagerten
Wellenlängen „λ
1" und „λ
2" hängen mit
der effektiven Wellenlänge „λ
e" der Messung wie
folgt zusam men:
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Obwohl
die Ausdehnung des Meßbereichs hilfreich
zur Messung rauher Oberflächen
ist, bleibt die absolute Größe im allgemeinen
weit außerhalb des
Bereichs. Die weitere Ausdehnung des Meßbereichs wird durch einen
entsprechende Abnahme der Genauigkeit der Messung begrenzt. Zum
Beispiel erzeugt eine 50 prozentige Zunahme des Bereichs eine 50
prozentige Abnahme der Genauigkeit.
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Folglich
werden Interferometer normalerweise zur Messung von Oberflächenvariationen
verwendet, während
Messungen der Gesamtgröße leichter durch
eine Nicht-Interferenzmeßeinrichtung
erzielt werden. Die beiden Arten von Maßen (d.h. Oberflächenvariation
und Größe) weisen
einen unabhängigen
Wert zum Bestimmen der Qualität
des meisten Testoberflächen
auf, so daß es
selten irgendeinen Grund gibt, sie weiter miteinander in Beziehung
zu setzen. Zum Beispiel werden sphärische Optiken getrennt auf
Variationen der sphärischen
Gestalt und des mittleren Radius gemessen. Justierungen der optischen
Befestigungspositionen können
verwendet werden, um Fehler des Radius auszugleichen, jedoch ist
im allgemeinen eine Oberflächenkorrektur für Fehler
der sphärischen
Gestalt erforderlich. Ein Zuordnen von tatsächlichen radialen Abmessungen zur
Variationen der kugelförmigen
Oberfläche
ist im allgemeinen nicht nützlich
und nicht sehr praktisch zu erzielen.
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Jedoch
ist es von Vorteil, die tatsächlichen radialen
Abmessungen von gepaarten inneren und äußeren zylindrischen Oberflächen zu
kennen. Zum Beispiel wird der minimale Durchmesser der inneren Oberfläche mit
dem maximalen Durchmesser der äußeren Oberfläche verglichen,
um die Qualität
ihrer Passung zu bewerten. Es können
Nicht-Interferenzmeßeinrichtungen
zu diesem Zweck verwendet werden; jedoch sind diese im allgemeinen
zu langsam, kompliziert oder nicht ausreichend genau.
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Interferometer
mit streifendem Einfall sind kürzlich
durch die Tropel Corporation, dem Rechtsnachfolger dieser Anmeldung
entwickelt worden, um Interferenzmuster zu erzeugen, die gesamte
zylindrische Oberflächen
messen. Frühere
Interferometer, die auf einem Normaleinfall-Interferenzmeßverfahren beruhen,
konnten nur einen Abschnitt der Oberflächenumgebungen aufeinmal betrachten.
Ein Beispiel eines solchen Interferometers mit streifendem Einfall wird
in der WO 96/22505 eingereicht am 7. Juni 1995, im Namen von John
Bruning, beschrieben.
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Vordere
und folgende Beugungsoptiken befinden sich auf bei- den Seiten einer
zylindrischen Testoberfläche
längs einer
gemeinsamen optischen Achse. Die vordere Beugungsoptik teilt eine
ebene primäre
Wellenfront in eine axial-konische Testwellenfront und eine ungestörte ebene
Referenzwellenfront auf. Die axial-konische Testwellenfront wird. vom
gesamten Umfang einer zylindrischen Testoberfläche unter einem konstanten
streifenden Winkel reflektiert. Die folgende Beugungsoptik beugt
die reflektierte Testwellenfront erneut in eine nominal ebene Wellenfront,
die mit der ungestörten
Referenzwellenfront ausgerichtet ist.
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Die
Beugungsoptiken sind dazu bestimmt, ein Null-Interferenzmuster für eine theoretisch
perfekte zylindrische Oberfläche
zu erzeugen, so daß das
sich ergebende Interferenzmuster Abweichungen der tatsächlichen
Testoberfläche
von der theoretischen Oberfläche
registriert. Das Interferenzmuster repräsentiert genau die Topologie
der Testoberfläche,
einschließlich des
Ortes des maximalen und minimalen Durchmessers, liefert jedoch keinerlei
Information über
die Größe des Zylinders,
auf dem die Oberfläche
abgebildet wird. Demzufolge bleibt die absolute Größe dieser
Durchmesser unbekannt.
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Zusamanenfassung
der Erfindung
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Meine
Erfindung sorgt für
eine Messung absoluter Abmessungen zylindrischer Oberflächen, insbesondere
der nächstgelegenen
Durchmesser von gepaarten inneren und äußeren zylindrischen Oberflächen. Mindestens
zwei Messungen werden durch ein Interferometer mit streifendem Einfall
genommen, um diese Abmessungen zu erhalten. Eine der Messungen erzeugt
ein erstes Interferenzmuster, dessen Phasenwerte mit einer bekannten
Abmessung zusammenhängen,
und eine andere der Messungen erzeugt ein zweites Interferenzmuster,
dessen Phasenwerte Variationen einer zylindrischen Testoberfläche entsprechen.
Die Phasenwerte der beiden Interferenzmuster werden miteinander
in Beziehung gesetzt, um den Phasenwerten im zweiten Interferenzmuster
absolute Werte zuzuordnen.
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Unsere
bevorzugte Art, Phasenwerte mit bekannten Abmessungen gleichzusetzen,
beinhaltet die Verwendung eines Master- bzw. Originalzylinders, der eine bekannte
radiale Abmessung, wie einen mittleren Durchmesser aufweist. Der
Originalzylinder wird im Interferometer mit streifendem Einfall angebracht,
und ein erster Teststrahl wird unter streifenden Einfall auf eine
zylindrische Oberfläche
des Originalzylinders gerichtet. Vorzugsweise hüllt der Teststrahl den gesamten
Umfang der zylindrischen Oberfläche
längs ihrer
gesamten Länge
ein; jedoch werden mindestens mehrere winkelmäßig in Beziehung stehende Durchmesser
des Originalzylinders längs
eines Abschnitts seiner Länge überspannt.
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Der
Teststrahl kombiniert sich mit einem Referenzstrahl, was ein erstes
Interferenzmuster erzeugt, das repräsentativ für topographische Variationen
zwischen der zylindrischen Oberfläche des Originalzylinders und
einer zylindrische Oberfläche
eines theoretischen Zylinders ist. Das erste Interferenzmuster wird
ausgewertet, um Positionierungsunterschiede zwischen dem Originalzylinder
und dem theoretischen Zylinder unberücksichtigt zu lassen und um
ein Phasenmaß zu
erhalten, das der bekannten radialen Abmessung der zylindrischen
Oberfläche des
Originalzylinders entspricht.
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Ein
Testzylinder wird anstelle des Originalzylinders im selben Interferometer
angebracht. Ein zweiter Teststrahl, der unter streifendem Einfall
auf eine zylindrische Oberfläche
des Testzylinders gerichtet wird, überspannt mindestens zwei winkelmäßig in Beziehung
stehende Durchmesser des Originalzylinders. Der zweite Teststrahl
kombiniert sich mit einem zweiten Referenzstrahl, was ein zweites
Interferenzmuster erzeugt, das repräsentativ für die topographischen Variationen
zwischen der zylindrischen Oberfläche des Testzylinders und der
theoretischen zylindrischen Oberfläche ist. Das zweite Interferenzmuster
wird ebenfalls ausgewertet, um Positionierungsunterschiede zwischen
dem Testzylinder und dem theoretischen Zylinder unberücksichtigt
zu lassen und um ein Phasenmaß einer
radialen Abmessung der zylindrischen Oberfläche des Testzylinders zu erhalten.
Das Phasenmaß der
radialen Abmessung der zylindrischen Oberfläche des Testzylinders wird
mit dem Phasenmaß der
bekannten radialen Abmessung der zylindrischen Oberfläche des
theoretischen Zylinders verglichen, um die radiale Abmessung der
zylindrischen Oberfläche
des Testzylinders mit einem absoluten Wert gleichzusetzen.
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Um
eine eindeutige Entsprechung zwischen ähnlichen Phasenmaßen der
beiden Interferenzmuster bereitzustellen, sollte der mittlere Durchmesser des
Testzylinders dem bekannten Durchmesser des Originalzylinders innerhalb
(plus oder minus) eines Bereiches eines Maßes, das durch benachbarte Streifen
der Interferenzmuster repräsentiert
wird, entsprechen. Jedoch kann eine zusätzliche Variation zwischen
dem Durchmesser des Test- und
Originalzylinders angepaßt
werden, indem man den Betrag der Variation kennt.
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Die
gleichgesetzten Phasenmaße
entsprechen einer Reihenfolge absoluter Werte, die durch den Abstand
getrennt werden, der durch die benachbarten Streifen der Interferenzmuster
repräsentiert wird.
Der Betrag dieses Abstandes beruht auf der effektiven Wellenlänge des
Teststrahls. Eine weitere Messung kann vorgenommen werden, um festzustellen,
welcher der absoluten Werte der tatsächlichen Abmessung des Testzylinders
am nächsten
kommt.
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Vorzugsweise
wird eine weitere Messung mit demselben Interferometer gleichzeitig
mit der Messung des Original- und Testzylinders gemacht. Ein dritter
Teststrahl wird von der zylindrischen Oberfläche des Originals unter einem
streifenden Winkel reflektiert, der sich vom streifenden Winkel
unterscheidet, unter dem der erste Teststrahl von derselben Oberfläche reflektiert
wird. Der dritte Teststrahl kombiniert sich mit einem Referenzstrahl,
was ein drittes Interferenzmuster erzeugt, das Abweichungen der zylindrischen
Oberfläche
des Originalzylinders von einer theoretischen Oberfläche repräsentiert.
Das erste und dritte Interferenzmuster werden kombiniert, um eine
Phasenabbildung zu erzeugen, das einem fünften Interferenzmuster entspricht,
dessen benachbarte Streifen durch ein Mehrfaches des Abstandes zwischen
benachbarten Streifen der ersten und zweiten Interferenzmuster beabstandet
sind.
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Ein
vierter Teststrahl wird von der zylindrischen Oberflä che Testzylinders
unter demselben streifenden Winkel wie der dritte Teststrahl reflektiert und
kombiniert sich mit einem Referenzstrahl, um ein viertes Interferenzmuster
zu erzeugen. Das zweite und vierte Interferenzmuster werden kombiniert,
um eine Phasenabbildung zu erzeugen, die einem sechsten Interferenzmuster
entspricht, dessen benachbarte Streifen ähnlich zu den Streifen des
fünften
Interferenzmuster beabstandet sind. Nachdem Positionierungsfehler
berücksichtigt
worden sind, werden Phasenmaße
von den fünften
und sechsten Interferenzmustern verglichen, die mit den entsprechenden
radialen Abmessungen in Beziehung stehen, um einen Größenunterschied
zwischen dem Original und dem Testzylinder zu bestimmen.
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Messungen
aus den fünften
und sechsten Interferenzmustern sind weniger genau als die entsprechenden
Messungen aus den ersten und zweiten Interferenzmustern, jedoch
ist der Meßbereich
aus den fünften
und sechsten Interferenzmustern sehr viel größer. Die ersten und zweiten
Interferenzmuster werden verwendet, um eine genaue topographische Information
bereitzustellen, und die fünften
und sechsten Interferenzmuster werden nur benötigt, um unter der Reihenfolge
von absoluten Werten zu unterscheiden, die durch Phasenmaße des zweiten
Interferenzmusters repräsentiert
werden können.
Folglich kann der mittlere Durchmesser des Testzylinders um Beträge variieren,
die über
den Bereich der Interferenzmessung hinausgehen, die verwendet wird, um
seine Oberflächentopographie
abzubilden, während
immer noch absolute Maße
der Topographie, wie der maximale oder minimale Durchmesser des Testzylinders
erhalten werden.
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Zeichnungen
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1 ist
ein Diagramm eines Interferometers mit streifendem Einfall zur Verwendung
in meiner Erfindung.
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2 ist
ein Diagramm eines Paares von Beugungsoptiken, die im Interferometer
zur Messung einer inneren zylindrischen Testoberfläche verwendet
werden.
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3 ist
eine axiale Ansicht einer Diffusoroptik, die ein Interferenzmuster
anzeigt, das repräsentativ
für Abweichungen
der Testoberfläche
ist.
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4 ist
ein Diagramm der Beugungsoptiken, das die Messung eines Originalzylinders
zeigt.
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5 ist
ein Diagramm derselben Beugungsoptiken, das die Messung eines Testzylinders zeigt.
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6 ist
ein Diagramm von Ersatzbeugungsoptiken zur gleichzeitigen Messung
des Originalzylinders unter zwei unterschiedlichen streifenden Winkeln.
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7 ist
ein Diagramm der Ersatzbeugungsoptiken zur gleichzeitigen Messung
des Testzylinders unter zwei unterschiedlichen streifenden Winkeln.
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Detaillierte
Beschreibung
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Ein
beispielhaftes Interferometer mit streifendem Einfall 10 zum
Praktizieren meiner Erfindung wird in 1 in einer
Mach-Zehnder-Anordnung dargestellt. Eine Lichtquelle 12,
wie eine Laserdiode oder ein HeNe-Laser, erzeugt einen divergierenden Strahl 14 aus
kohärentem
Licht. Ein Kollimator 16 formt den divergierenden Strahl 14 in
einen parallel gerichteten primären
Strahl 18 um, der eine ebene Wellenfront aufweist. Eine
vordere Beugungsoptik 20, wie ein Zirkulardurchlaßbeugungsgitter
oder binäre
Optik, teilt den primären
Strahl 18 in einen Referenzstrahl 22 und einen
Teststrahl 24 (siehe 2). Der
Referenzstrahl 22 bleibt parallel gerichtet als eine ebene
Wellenfront. Der Teststrahl 24 wird jedoch durch die vordere
Beugungsoptik 20 in einen konvergierenden Strahl umgeformt,
der eine axialkonische Wellenfront aufweist, die aus Strahlen besteht,
die einheitlich gegen eine Referenzachse 26 um einen ersten
Beu gungswinkel „μ" geneigt sind, der
innerhalb axialer Ebenen der Referenzachse 26 gemessen
wird.
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Der
Referenzstrahl 22 und der Teststrahl 24 breiten
sich längs
jeweiliger Wege durch eine hohle Mitte eines beispielhaften Testzylinders 28 zu
einer folgenden Beugungsoptik 30 aus. Der Teststrahl 24 wird
von verschiedenen Stellen an einer inneren zylindrischen Oberfläche 32 des
Testzylinders 28 unter einem konstanten streifenden Winkel „θ" reflektiert, den
ich als einen nicht-normalen Winkel definiere, der gegenüber einer
Testoberfläche
innerhalb eines Bereichs einer Spiegelreflexion geneigt ist. Winkel
eines sogenannten „streifenden
Einfalls" sind komplementär zu diesen „streifenden
Winkeln". Eine folgende
Beugungsoptik 30 formt den reflektierten Teststrahl 24 durch
einen zweiten Beugungswinkel „ν" zurück in eine
parallel gerichtete Form einer ebenen Wellenfront um. Zur Messung
nominal gerader zylindrischer Oberflächen, sind die Beugungswinkel „μ" und „ν" zueinander und zum
konstanten streifenden Winkel „θ" gleich.
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Der
Referenz- und Teststrahl 22 und 24 gehen von der
folgenden Beugungsoptik 30 als ein parallel gerichteter
kombinierter Strahl 34 aus, der aus interferierenden ebenen
Wellenfronten zusammengesetzt ist. Eine bildformende Optik 36 fokussiert
die interferierenden ebene Wellenfronten des kombinierten Strahls 34 als
ein Bild der inneren zylindrischen Oberfläche 32 auf eine Diffusorplatte 38.
Das sich ergebende Interferenzmuster (das als ein Interferogramm
bezeichnet wird) repräsentiert
Abweichungen der Testoberfläche 32 von
einer theoretischen zylindrischen Oberfläche.
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Vorzugsweise
weist die bildformende Optik 36 einen hohen Blendenwert
(f-Nummer) auf, so daß die
gesamte Länge
der inneren zylindrischen Oberfläche 32 annährend gleich
aufgelöst
wird.
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Eine
Aperturabschattung 42 schließt Licht von anderen Beugungsordnungen
aus, das von der folgenden Beugungsoptik 30 als nichtparallel
gerichtetes Licht ausgeht. Eine Zoomlinse 44 überträgt ein Bild
des Interferogramms von der Diffusorplatte 38 zu einer
Bildaufzeichnungsvorrichtung, wie einer Kamera 46. Das
Bild wird, üblicherweise
durch Verkleinerung, so bemessen, daß es die Aufzeichnungsfläche der
Kamera 46 am besten füllt.
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Die
Kamera 46, die vorzugsweise eine elektronische oder eine
ladungsgekoppelte Vorrichtung (CCD) aufweist, zeichnet das Interferenzmuster
zur Verarbeitung durch einen Computer 48 auf. Eine Anzeigevorrichtung 50,
wie eine Kathodenstrahlröhre, ein
Flachbildschirm oder Drucker, zeigt eine Information über die
zylindrischen Testoberfläche 32 in
einer geeigneten Form an.
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Alternativ
können
die Informationen zur Verwendung in einem anderen Arbeitsgang, wie
einer Rückkopplung
zu einem Herstellungsarbeitsgang, elektronisch gespeichert oder übertragen
werden.
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3 stellt
ein kreisförmiges
Interferenzmuster 52 dar, das auf der Diffusorplatte 38 erscheint.
Ein Referenzpunkt 54 im Interferenzmuster 52 fällt mit
einem Schnittpunkt durch die Referenzachse 26 zusammen.
Beispielhafte Punkte der Reflexion 56, 58, 60,
und 62 von der zylindrischen Testoberfläche 14 entsprechen
Punkten 56', 58', 60' und 62' im Interferenzmuster 52.
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Winkel
um die Referenzachse 26 zwischen den Punkten der Reflexion 56, 58 und 60, 62 von
der zylindrischen Testoberfläche 14 entsprechen ähnlichen
Winkeln zwischen den Punkten 56', 58' und 60', 62' um den Referenzpunkt 54.
Jedoch hängen
axiale Abstände
längs der
Referenzachse 26 zwischen den Punkten der Reflexion 56, 60 und 58, 62 mit
radialen Abständen
zwischen den Punkten 56', 60' und 58', 62' vom Referenzpunkt 54 zusammen.
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Höhenabweichungen
der zylindrischen Testoberfläche 32 von der
theoretischen Testoberfläche
an den Punkten der Reflexion 56, 58, 60,
und 62 erscheinen als unterschiedliche Phasen an den entsprechenden
Punkten 56', 58', 60' und 62' im Interferenzmuster 52.
Genaue Maße
der Phasedifferenzen zwischen den gemessenen Punkten werden durch herkömmliche
Phasenverschiebungstechniken erhalten, in denen Lichtwegdifferenzen
zwischen der Referenzwellenfront 22 und der Testwellenfront 24 durch
ganzzahlige Unterteilungen einer Wellenlänge abgestuft werden. Eine
Intensitätsinformation
wird an jedem Phasenstufe gespeichert, und eine vollständige Phasenabbildung
wird berechnet, indem Fourierreihenverfahren eingeführt werden.
Das Abstufen kann in einer Vielzahl von Arten durchgeführt werden,
wie durch axiales Bewegen einer der Beugungsoptiken 20 oder 30,
vorzugsweise der folgenden Optik 30, oder durch Änderung
der Wellenlänge
der primären
Wellenfront 18.
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Ein
Verstärkungsfaktor „s" für den Betrag
der Höhenabweichung
der Testoberfläche
32,
der durch benachbarte Streifen im Interferenzmuster
52 repräsentiert
wird, wird zur tatsächlichen
Wellenlänge „λ" der Testwellenfront
24 und
dem streifenden Winkel „θ" gemäß der folgenden
Beziehung in Beziehung gebracht:
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Erhöhen des
streifenden Winkels „θ" erhöht die Genauigkeit
der Phasenmessungen, begrenzt jedoch den Bereich der Abweichungen,
die eindeutig durch Maße
der Intensität
allein definiert werden können.
Der Quotient „λ/sin θ", der in der obigen
Beziehung gefunden wird, wird als eine effektive Wellenlänge „λ1" der Testwellenfront 24 bezeichnet.
Lichtwegdifferenzen, die ein Mehrfaches der effektiven Wellenlänge „λ1" betragen, erzeugen
identische Phasen, so daß eine
Annahme der Oberflächenstetig keit benötigt wird,
um die Abweichungen zueinander in Beziehung zu setzen.
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Mein
neues Verfahren ermöglicht
es, daß die Abweichungen
in absoluten Termen angegeben werden können, wie Punkte auf einer
Oberfläche
bekannter Größe. Ein
erster Teil des Verfahrens, der durch 4 dargestellt
wird, beinhaltet das Kalibrieren des Interferometers 10 auf
absolute Abmessungen. Dies wird vorzugsweise unter Verwendung eines
Master- bzw. Originalzylinders 68 ausgeführt, der einen
bekannten mittleren Durchmesser aufweist. Die zylindrische Oberfläche 70 des
Originalzylinders wird ähnlich
zum Testzylinder 28 unter dem konstanten streifenden Winkel „θ" gemessen.
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Die
vordere Beugungsoptik 20 teilt eine ebene primäre Wellenfront 66 in
eine erste ebene Referenzwellenfront 72 und eine erste
axial-konische Testwellenfront 74 auf, die sich beide längs der
Referenzachse 26 ausbreiten. Die erste Testwellenfront 74 wird
vom gesamten Umfang der zylindrischen Oberfläche 70 des Originalzylinders
unter einem konstanten streifenden Winkel „θ" reflektiert. Die folgende Beugungsoptik 30 rekombiniert
die erste Referenz- und Testwellenfront 72 und 74,
wobei ein erstes Interferenzmuster erzeugt wird, das topographische Variationen
zwischen der zylindrischen Oberfläche 70 des Originalzylinders
und einer theoretischen zylindrischen Oberfläche repräsentiert.
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Datenpunkte
von einer Phasenabbildung des ersten Interferenzmuster werden an
eine Oberflächengleichung
für einen
Zylinder angepaßt.
Eine beispielhafte zylindrische Polynom-Gleichung folgt:
wobei „A
ij Koeffizienten
sind, „P
i(z)" Legendre-Polynome
längs der
Länge sind,
und die trigonometrischen Funktionen von „j" und „ϕ" Fourierkomponenten
der Rundheit sind. Die ersten einzelnen Legendre-Polynome werden
unten aufgelistet:
| P0 | 1 |
| P1 | z |
| P2 | (3z2 – 1)/2 |
| P3 | (5z3 – 3z)/2 |
| P4 | (35z4 – 30z2 + 3)/8 |
| P5 | (63z6 – 70z3 + 15z)/8 |
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Eine
weitere Erläuterung
dieser Funktionen wird in einem Artikel von Paul Glenn mit dem Titel "Set of orthonormal
surface error descriptors for near-cylindrical optics" geliefert, veröffentlicht
in Optical Engineering, Juli/August 1984, Ausg. 23, Nr. 4, Seiten
384–390.
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Die
nullte Ordnung der Oberflächengleichung
ist ein konstanter Term, der als „Kolben" bezeichnet wird; die Terme erster Ordnung
umfassen Dezentrierung und Neigung. Diese Terme erster Ordnung unterscheiden
Positionierungsunterschiede zwischen dem Originalzylinder 68 und
einem theoretischen Zylinder, wobei der Term nullter Ordnung übrigbleibt,
um den mittleren Radius des Originalzylinders 68 zu repräsentieren.
Die orthogonale Natur der Oberflächengleichung
gestattet diese unabhängigen Auswertungen
des Kolbens und der Positionierungsunterschiede.
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Aus
den Datenpunkten nur des Interferenzmusters ist der Kolbenterm nur
als ein Maß der
Phase oder ihrer äquivalenten
Oberflächenhöhenabweichung
bekannt. Jedoch ist der mittlere Radius des Originalzylinders bekannt,
so daß das
Phasenmaß, das
den mittleren Radius repräsentiert,
mit dem bekannten mittleren Radius des Originalzylinders gleichgesetzt
werden kann. Alle anderen Phasenmaße können absoluten Messungen durch
deren berechnete Differenz von den bekannten mittleren Radius zugeordnet
werden.
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Ein
zweiter Teil meines Verfahrens, der in 5 dargestellt
wird, beinhaltet die Messung einer zylindrischen Oberfläche 80 eines
Testzylinders 78 unter Verwendung desselben Interferometers 10.
Es ist darauf zu achten, daß die
vorderen und die folgenden Beugungsoptiken 20 und 30 sich
in denselben Positionen längs
der Referenzachse 26 befinden, wie sie für die Messung
des Originalzylinders 68 waren, oder daß jeder Unterschied der Position
genau bekannt ist. Mit der Hilfe der beiden Beugungsoptiken 20 und 30 wird
eine zweite axial-konische Testwellenfront 84 vom gesamten
Umfang der zylindrischen Oberfläche 80 des
Testzylinders reflektiert und mit einer zweiten Referenzwellenfront 82 rekombiniert
zur Erzeugung eines zweiten Interferenzmusters, das topographische
Variationen zwischen der zylindrischen Oberfläche 80 des Testzylinders
und einer theoretischen zylindrischen Oberfläche repräsentiert.
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Dieselbe
Oberflächengleichung
wird verwendet, um die Datenpunkte einer Phasenabbildung anzupassen,
die aus dem zweiten Interferenzmuster hergestellt wird. Die sich
ergebenden Koeffizienten bestimmen quantitativ einen mittleren Radius
des Testzylinders 78 und irgendwelche Positionierungsunterschiede
zwischen dem Testzylinder 78 und dem theoretischen Zylinder.
Vorrausgesetzt, daß der
mittlere Radius des Testzylinders 78 sich innerhalb des Äquivalents
eines Streifens befindet (siehe den Verstärkungsfaktor oben), dann passen
die Phasendifferenzen zwischen den Kolbentermen der Oberflächengleichungen
zur Oberfläche 70 des
Originalzylinders, und die Oberfläche 80 des Testzylinders
repräsentiert
die tatsächlichen
Differenzen zwischen ihren mittleren Radien.
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Folglich
wird der mittlere Radius des Testzylinders 78 aus seiner
gemessenen Differenz vom bekannten mittleren Radius des Originalzylinders 68 berechnet.
Mit der absolut bekannten Abmessung des Kolbenterms sind die Abmessungen
aller anderen gemessenen Punkte auf der Oberfläche des Testzylinders ebenfalls
absolut bekannt. Es wird eine Begutachtung dieser absoluten Abmessungen
durchgeführt,
um andere relevante Informationen einschließlich des minimalen oder maximalen
Durchmessers des Testzylinders zu bestimmen.
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Während die
Genauigkeit, mit der die absoluten Abmessungen bekannt sein können, sehr
hoch ist, kann der Bereich der Testzylindergrößen, die eindeutig gemessen
werden können,
zu eng sein, um Herstellungsvariationen unterzubringen. Zum Beispiel
beträgt
der Verstärkungsfaktor
für sichbares Licht
(z.B. 633 nm) bei einem streifenden Winkel von fünf Grad weniger als vier Mikrometer
pro Streifen. Mittlere Durchmesservariationen über acht Mikrometer hinaus
sind in diesem Beispiel ununterscheidbar von jenen, die kleiner
als acht Mikrometer sind.
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Ein
dritter Teil meines Verfahrens, das durch die 6 und 7 dargestellt
wird, sorgt für
eine beträchtliche
Ausweitung des Bereichs der Testzylindergrößen, die absolut gemessen werden
können. Sobald
es auf einen Originalzylinder 68 kalibriert ist, repräsentiert
jedes Phasenmaß eine
Reihenfolge von möglichen
absoluten radialen Abmessungen, die durch einen Abstand getrennt
sind, der einem Streifen entspricht (z.B. annährend 4 Mikrometer). Eine andere
Messung wird vorgenommen, um die annährende Größe des Testzylinders 78 zu
bestimmen, um festzustellen, welcher der möglichen absoluten radialen
Abmessungen der tatsächlichen
radialen Abmessung des Testzylinders 78 am nächsten liegt.
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Eine
getrennte Messung könnte
für diesen Zweck
gemacht werden, wie mit einer mechanischen Lehre. Ich bevorzuge
jedoch, die Messung auf demselben Interferometer 10 gleichzeitig
mit den Messungen des Originalzylinders 68 und des Testzylinders 78 vorzunehmen,
was Zeit spart und zuverlässiger
ist.
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Um
diese zusätzlichen
Messungen durchzuführen,
werden vordere und folgende Ersatzbeugungsoptiken 90 und 100 mit
mehreren ringförmigen Beugungszonen 92, 94 und 102, 104 vorgesehen. Die
inneren ringförmigen
Zonen 92 und 102 weisen eine Teilung auf, die
erforderlich ist, erste und zweite Testwellenfronten 114 und 124 durch
gemeinsame Beugungswinkel „μ1" und „ν1" zu beugen, um die
ersten und zweiten Testwellenfronten 114 und 124 von den
Original- und Testoberflächen 70 und 80 unter
einem konstanten streifenden Winkel „θ1" zu reflektieren.
Die äußeren ringförmigen Zonen 94 und 104 weisen
eine Teilung auf, die erforderlich ist, dritte und vierte Testwellenfronten 118 und 128 durch
gemeinsame Beugungswinkel „μ2" und „ν2" zu beugen, die gleich
dem streifenden Winkel „θ2" sind,
mit dem die Testwellenfronten 118 und 128 von
den Original- und Testoberflächen 70 und 80 reflektiert
werden. Der streifende Winkel „θ2" unterscheidet
sich vom streifenden Winkel „θ1",
um die effektiven Wellenlängen „λ2" der dritten und
vierten Testwellenfronten 118 und 128 bezüglich den
effektiven Wellenlängen „λ1" der ersten und zweiten
Testwellenfronten 114 und 124 zu variieren.
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Die
ersten und zweiten Testwellenfronten 114 und 124 werden
mit den ersten und zweiten Referenzwellenfronten 112 und 122 kombiniert,
um erste und zweite Interferenzmuster zu erzeugen, die ähnlich zu
den Interferenzmustern sind, die durch die ersten und zweiten Testwellenfronten 74 und 84 der 4 und 5 erzeugt
werden. Die dritten und vierten Testwellenfronten 118 und 128 werden
mit dritten und vierten Referenzwellenfronten 116 und 126 kombiniert,
um dritte und vierte Interferenzmuster der Original- und Testoberflächen 70 und 80 zu
erzeugen.
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Während der
Messung des Originalzylinders
68 werden die ersten und
dritten Interferenzmustern kombiniert, um eine Phasenabbildung zu
erzeugen, die einem fünften
Interferenzmuster entspricht, dessen benachbarte Streifen ein Mehrfaches
der Höhenabweichungen
repräsentieren,
die durch benachbarte Streifen des ersten Interferenzmuster repräsentiert werden.
Die effektive Wellenlänge „λ
e" der kombinierten
effektiven Wellenlängen „λ
1" und „λ
2" der ersten und dritten
Testwellenfronten
114 und
118 wird durch dieselbe
Gleichung gegeben, die das Zwei-Wellenlängen-Interferenzmeßverfahren
wie folgt beschreibt:
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Jedoch
sind im Gegensatz zum gewöhnlichen
Zwei-Wellenlängen-Interferenzmeßverfahren die
tatsächlichen
Wellenlängen
der ersten und dritten Testwellenfronten 114 und 118 vorzugsweise
identisch. Der Verstärkungsfaktor
der Höhenabweichung pro
Streifen der kombinierten Interferenzmuster ist gleich einer Hälfte der
effektiven Wellenlänge „λe".
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Dieselbe
Polynom-Oberflächengleichung, die
vorhergehend beschrieben wurde, wird noch einmal an die Phasenmaße des fünften Interferenzmusters
angepaßt,
was ein Phasenmaß in
Grad oder seine äquivalente
Höhenabweichung
ergibt, die dem Kolbenterm entspricht.
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Während der
Messung des Testzylinders 78 werden die zweiten und vierten
Interferenzmuster kombiniert, um eine Phasenabbildung zu erzeugen, die
ein sechstes Interferenzmuster repräsentiert, das Abweichungen
zwischen der Testoberfläche 80 und einer
theoretischen Oberfläche ähnlich zu
den einzelnen zweiten und vierten Interferenzmustern mißt, jedoch
in einem sehr viel größeren Maßstab (d.h.
Verstärkungsfaktor).
Der vergrößerte Maßstab entspricht
jedoch dem Maßstab
des fünften
Interferenzmusters, das durch Kombinieren des ersten und dritten
Interferenzmusters erzeugt wird.
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Phasenwerte
des sechsten Interferenzmusters werden ebenfalls an dieselbe Oberflächengleichung
angepaßt,
die Positionierungsunterschiede zwischen dem Test- und theoretischen
Zylinder trennt und dem mittleren Radius des Testzylinders 78 ein
Phasenmaß zuordnet.
Vorrausgesetzt, daß der mittlere
Radius des Testzylinders 78 dem mittleren Radius des Originalzylinders 68 innerhalb
einer radialen Abweichung entspricht, die durch einen Streifen der
kombinierten Interferenzmuster repräsentiert wird, dann mißt die Differenz
zwischen den Kolbenwerten aus den fünften und sechsten Interferenzmustern
die tatsächliche
Differenz zwischen den mittlere Radien der Test- und Originalzylinder 68 und 78.
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Sobald
diese Differenz bekannt ist, kann die nächstgelegene absolute radiale
Abmessung, die dem Kolbenterm aus dem zweiten Interferenzmuster entspricht,
gewählt
werden. Folglich wird die Testoberfläche 80 absolut mit
der Genauigkeit der ersten und zweiten Interferenzmuster gemessen,
während die
kombinierten fünften
und sechsten Interferenzmuster nur dazu verwendet werden, die Gesamtgrößenzweideutigkeiten
außerhalb
des Bereichs eindeutiger Phasen der ersten und zweiten Interferenzmuster
aufzulösen.
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Vorzugsweise
sind die Innenzonen 92 und 102 der Beugungsoptiken 90 und 100 so
bemessen, daß die
zweite Testwellenfront 124 im wesentlichen die gesamte
zylindrische Oberfläche
des Testzylinders 80 umfaßt, um eine umfassende Messung
der Oberflächentopologie
zu liefern. Jedoch können
die Außenzonen 94 und 104 derselben
Optiken sehr viel enger sein, da es ihr Hauptzweck ist, nur die
Phasenvieldeutigkeiten der Messungen durch die Innenzonen 92 und 102 aufzulösen. Jedoch
können
mit einer geeigneten Bemessung die Funktionen der Innen- und Außenzonen
umgekehrt werden. Weitere Details zusammengesetzter Beugungsoptiken,
die für
diese Zwecke nützlich
sind, werden in der WO 97/05448, eingereicht am 31. Juli 1995 offenbart,
die hiermit als Referenz aufgenommen ist.
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Obwohl
der mittlere Durchmesser des Originalzylinders vorzugsweise bekannt
ist, kann irgendein bestimmter Durchmesser des Originalzylinders
verwendet werden. Der Ort des bestimmten Durchmessers wird mit dem
Ort eines entsprechenden Durchmessers des theoretischen Zylinders gleichgesetzt.
Die Phasenmaße
des bestimmten Durchmesser werden mit dem Phasenmaß des Kolbenterms
in Beziehung gebracht, um den mittleren Durchmesser des Originalzylinders
zu bestimmen, das als eine Referenz verwendet werden kann, um absolute
Abmessungen Phasenmaßen
von entsprechend gemessenen Testzylindern zuzuordnen.