DE1987620U - Rad fur Spielzeuge oder leichte Gebrauchsfahrzeuge - Google Patents
Rad fur Spielzeuge oder leichte GebrauchsfahrzeugeInfo
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Description
C 3468
ROTTOLIN-WERK, Julius Rotter & Co.,
Bayreuth, Friedrich-Ebert-Straße 78-84
Die Neuerung betrifft ein Rad für Spielzeuge oder leichte Gebrauchsfahrzeuge
mit zwei ringförmigen Felgenhälften und einemimit einer
Lauffläche versehenen Ringwulst, bei dem die beiden Felgenhälften
und· der Ringwulst durch eine ringförmige Steckverbindung zusammengehalten
und zu einem geschlossenen Radkörper verbunden sind.
H/fel
Durch die deutsche Patentschrift 690 464 ist ein zweiteiliges Spielzeugrad
bekannt, bei dem zwei aneinander liegende und die Felge bildende Radscheiben
vorgesehen sind, die mit je einer Naberibüchse versehen sind» Diebeiden Nabenbüchsen können ineinander gepreßt werden, so daß eine verstärkte
Nabe mit größerer Wandstärke gebildet wird und gleichzeitig die beiden Radscheiben
miteinander verbunden werden.
Nach der deutschen Patentschrift 647 284 ist ein Rad für Spielzeugzwecke
bekannt, bei dem ebenfalls zwei, eine Felge bildende Scheiben vorgesehen
sind, die jeweils mit ineinander passenden wulstartigen Einsenkungen und Auspressungen versehen sind, so daß durch ein Aneinanderpressen der beiden
Scheiben eine geschlossene Felge entsteht, die an ihrem äußeren Umfang
eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Reifens aufweist, denselben aber nicht festhält.
Der Nachteil der bekannten Spielzeugräder besteht vor allem darin, daß,
soweit überhaupt ein gesonderter Reifen vorgesehen ist, dieser gegen unerwünschte
Verschiebungen gegenüber der Felge nicht gesichert ist. So wird
nämlich der Reifen bei dem nach der deutschen Patentschrift 647 284 be>kannten
Spielzeugrad an Verschiebungen, insbesondere an einem Verdrehen,
nur durch den Seitendruck der beidseitig anliegenden äußeren Ränder der
beiden Felgenhälften gehindert, d. h. zur Erzeugung einer bestimmten Anpreß-
und somit Reibungskraft, die den Reifen an einer Verdrehung hindert,
ist ein bestimmter axialer Abstand der beiden äußeren Felgenränder erforderlich.
Dieser Abstand ist aber durch die ineinander passenden wulstartigen Einsenkungen und Auspressungen vorgegeben, die die ringförmige Steckverbindung
der beiden aneinander anliegenden Felgenhälften bilden, d„ h. es
liegt eine Doppelpassung vor, weshalb entweder sehr genaue Herstellungstoleranzen gingehalten werden müssen oder aber unerwünschte Verschiebungen des Reifens gegenüber der Felge nicht vermieden werden können. Ein
weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß zur Herstellung des massiven Reifens sehr viel Material benötigt wird.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es nun Aufgabe der Neuerung,
den vorgenannten Nachteilen der bekannten Räder abzuhelfen und ein verbessertes Rad für Spielzeuge oder leichte Gebrauchsfahrzeuge in Vorschlag zu
bringen, das unter Gewährleistung einer einfachen Herstellung und Montage möglichst leicht ist, nur wenig Werkstoff zur Herstellung des Reifens benötigt
und bei dem außerdem der Reifen an einem Verdrehen gegenüber der Felge gehindert ist. Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst,
daß bei einem Reifen der genannten Art, der einen die Reifenlauffläche bildenden
Ringwulst aufweist, der Ringwulst an jeder seiner beiden Seitenflächen einen ringförmigen Schlitz hat und daß die beiden Felgenhälften jeweils
mit einem Ring versehen sind, durch dessen Einschieben in den jeweils zugeordneten Schlitz die beiden Felgenhälften und der Ringwulst zu
einem geschlossenen Radkörper zusammensteckbar sind.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist jede Felgenhälfte
eine ringförmige Seitenfläche an ihrem äußeren Umfang auf, die die
Formgebung der Seitenwandung eines Reifens hat und zusammen mit dem Ringwulst einen geschlossenen Reifen bildet. Die ringförmige Seitenfläche
am äußeren Umfang einer jeden Felgenhälfte kann die Seitenwand des Reifens ganz oder teilweise bilden.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform besteht der in den
Schlitz: des Ringwulstes einschiebbare Ring einer Felgenhälfte aus derem
in axialer Richtung umgebogenen äußeren Rand. Es ist zweckmäßig, wenn
die Breite des Ringes gleich der Tiefe des Schlitzes ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Schlitze in
dem Ringwulst und die mit ihm in Eingriff stehenden Ringe der beiden Felgenhälften konzentriseh zur Drehachse des Rades angeordnet.
Bevorzugt werden sämtliche Teile des neuerungsgemäßen Rades aus Kunststoff hergestellt.
Weitere Einzelheiten und Merkmale sind aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen und anhand der beiliegenden Zeichnung ersichtlich.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erste bevorzugte Ausführungsform
eines neuerungsgemäß ausgebildeten Rades;
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine zweite bevorzugte Ausführungsform
eines neuerungsgemäß ausgebildeten Rades;
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine dritte bevorzugte Ausführungsform
eines neuerungsgemäß ausgebildeten Rades;
Bei der in Fig. 1 der Zeichnung dargestellten Ausführungsform sind zwei
Felgenhälften 1 und 2 vorgesehen, deren äußere Ränder in axialer Richtung umgebogen sind und jeweils einen Ring 3 bilden. Hierbei ist unter
der Bezeichnung " Felgenhälfte" im neuerungsgemäßen Sinn auch eine
solche "Felgenhälfte11 zu verstehen, die nicht nur aus der eigentlichen
Felge im herkömmlichen Sinn besteht, sondern eine ringförmige Seitenfläche
an ihrem äußeren Umfang aufweist, die die Seitenwand des Reifens ganz oder teilweise bildet. Jede der beiden Felgenhälften 1 und 2
weist an ihrem äußeren Umfang eine Ringfläche 4 auf, die in ihrer
Formgebung der Seitenwandung eines bekannten Reifens, insbesondere
Druckluftreifens, entspricht. Die Lauffläche des Reifens wird von einem
ringförmigen Wulst 5 gebildet, der an seinen beiden Seitenflächen je~
weils mit einem Schlitz 6 versehen ist, der in seiner Tiefe in etwa
der axialen Breite des zugeordneten Ringes 3 entspricht. Am äußeren
Umfang des Ringwulstes 5 ist eine Profilierung 7 vorgesehen.
Herstellung und Montage des in Fig. I dargestellten neuerungsgemäß
ausgebildeten Rades erfolgen derart, daß die beiden Felgenhälften 1 durch
seitlichen Druck mit ihren beiden äußeren Ringen 3 in die entsprechenden Schlitze 6 des Ringwulstes 5 eingeschoben werden. Hierdurch sind
die beiden Felgenhälften 1 und 2 und der Ringwulst 5 zu einem geschlossenen
Radkörper miteinander verbunden, wobei der innere Teil der beiden
Felgenhälften 1 und 2 die eigentliche Felge bildet, denn die äußeren Ringflächen 4 der beiden Felgenhälften 1 und 2 sind entsprechend ihrer Formgebung
sinngemäß dem eigentlichen Reifen zuzuordnen.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist jede 'Felgenhälfte
mit einer zylindrischen Nabe 8 bzw. 9 versehen, deren einander gegenüberliegende Enden so geformt sind, daß sie aufeinander geschoben
werden, wenn die beiden Felgenhälften 1 und 2 mit dem Ringwulst 5
verbunden werden. Die beiden einander überlappenden und einander gegenüberliegenden
Enden der Naben 8 und 9 kennen, falls gewünscht, auch
als zusätzliche Steckverbindung ausgebildet werden. Wichtig ist jedoch,
daß die beiden Naben 8 und 9 der beiden Felgenhälften 1 und 2 eine durchgehende
Nabe bilden, die einen guten Leerlauf oder ein Festsitzen des
Rades auf einer Achse gewährleistet.
Zum Eindrücken einer Radkappe oder einer Zierscheibe ist eine Ausnehmung 10 vorgesehen.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 unterscheidet sieh von der nach Fig.
im wesentlichen nur dadurch, daß anstelle der nach Fig.1 vorgesehenen
Ausnehmung 10 die eine der beiden Felgenhälften, nämlich die Felgenhälfte
2, nicht eine Ausnehmung zur Aufnahme einer Radkappe oder Zierscheibe
hat, sondern diese Formgebung schon von Haus aus aufweist.
Im übrigen sind einander entsprechende Teile in den Fig. 1 und 2 mit
denselben Bezugszeichen versehen.
In Fig. 3 der Zeichnung ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform
eines rieuerungsgemäßen Rades dargestellt, die im wesentlichen der Ausführungsform
nach Fig. 1 entspricht, weshalb einander entsprechende
Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind. Ein Unterschied
besteht nur insofern, als der Ringwulst 5 auf der einen Seite nach innen
gezogen und an dieser Stelle verstärkt ist.
Ein neuerungsgemäßes Rad für Spielzeuge oder leichte Gebrauchsfährzeuge
weist wesentliche Vorteile auf.
Durch die beiden direkt in den mit der Lauffläche versehenen Ringwulst
eingreifenden Felgenhälften wird mit Sicherheit einwandern des Ringwulstes
auf der Felge vermieden, denn der Ringwulst, der vorzugsweise
aus Kunststoff besteht, ist gegenüber den eingepreßten Ringen der beiden
Felgenhälften verspannt. Die Fertigungstoleranzen können sehr gering
sein, da keine Doppelpassungen vorhanden sind, denn die beiden Felgenhälften liegen nicht gegeneinander an, wie bei den bekannten Spielzeugrädern.
Außerdem wird der Ringwulst nicht, wie in herkömmlicher Weise,
durch seitlichen Anpreßdruck der beiden Felgenhälften festgehalten. Zur
Vermeidung des Erfordernisses einer genauen Fertigung kann auch im
Bereich der Naben der beiden Felgenhälften ein gewisses Spiel zwischen
den beiden einander überlappenden und einander gegenüberliegenden Enden
vorgesehen werden. Weiterhin ist es auch möglich, dieses Spiel nicht
im Bereich der Nabe vorzusehen, sondern zwischen den Schlitzen im Ringwulst und den Ringen 3, so daß eine ununterbrochene innere Nabenfläche
gegeben ist.
Die neuerungsgemäße Ringförmige Steckverbindung weist einen sehr
großen Durchmesser auf, was für eine gute Zentrierung und Befestigung
der miteinander zu verbindenden Teile günstig ist. Auch die Festigkeit
. .1 V
des nach dem Zusammenschieben der einzelnen Teile entstehenden geschlossenen Radkörpers wird hierdurch sehr günstig beeinflußt.
Ein besonders großer Vorteil eines neuerungsgemäß ausgebildeten Rades
ist darin zu sehen, daß für die Herstellung des Reifens nur sehr wenig
Werkstoff benötigt wird, da die Reifenseitenwände ganz oder teilweise
von den entsprechend geformten äußeren Ringflächen 4 der beiden Felgenhälften 1 und 2 gebildet werden, so daß der Ringwulst 5 praktisch nur
die Lauffläche bildet. Bedingt hierdurch ergibt sich eine erhebliche Ersparnis an Mäterialkosten sowie eine Gewichtsersparnis des fertig montierten Rades.
Zweckmäßigerweise werden sowohl die Felgenhälften als auch der Ringwulst
aus Kunststoff hergestellt, wobei jedoch der Werkstoff für die Felgenhälften
eine größere Festigkeit aufweisen soll.
Claims (3)
1. Rad für Spielzeuge oder leichte Gebrauchsfahrzeuge mit zwei ringförmigen
Felgenhälften und einem mit einer Lauffläche versehenen Ringwulst, bei dem die beiden Felgenhälften und der Ringwulst durch eine
ringförmige Steckverbindung zusammengehalten und zu einem geschlossenen Radkörper verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringwulst
(5) in jeder seiner beiden Seitenflächen einen ringförmigen Schlitz (6) aufweist und daß die beiden Felgenhälften (1,2) jeweils mit einem
Ring (3) versehen sind, durch dessen Einschieben in den jeweils zugeordneten
Schlitz (6) die beiden Felgenhälften (1,2) und der Ringwulst (5)
zu einem geschlossenen Radkörper zusammensteckbar sind.
2. Rad gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Felgenhälfte
(1,2) eine ringförmige Seitenfläche (4) an ihrem äußeren Umfang
aufweist, die die Formgebung der Seitenwandung eines Reifens hat und
zusammen mit dem Ringwulst (5) einen geschlossenen Reifen bildet.
3. Rad gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige
Seitenfläche (4) die Seitenwand des Reifens ganz oder teilweise bildet.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1987620U true DE1987620U (de) | 1968-06-12 |
Family
ID=1216711
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1987620D Expired DE1987620U (de) | Rad fur Spielzeuge oder leichte Gebrauchsfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1987620U (de) |
-
0
- DE DENDAT1987620D patent/DE1987620U/de not_active Expired
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