DE1986766U - Kunststeinplatte - Google Patents
KunststeinplatteInfo
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Description
Patentanwalt
P.A. 150 63Ht
DIpl.-ing. HELMUT PFISTER 894 MEMMINGEN/BAYERN
Buxachersfraße 9 ^ . ..__ . _ _ Telefon
683 1 3. MRZ 1 9 6 8
. Postscheckkonto München Nr. 13433? Vorwahl 08331
Bankkonto: Bayerische Vereinsbank Memmingen
21/8
Herr Hans Mauthe, Bauingenieur, Aitrach Kreis Wangen
Kunststeinplatte
Die Erfindung betrifft eine Kunststeinplatte insbesondere in quadratischer Form und in der Sicht fläche angeordneten
Fugen.
Bei Kunststeinplatte^ beispielsweise für Fußbodenbeläge
innerhalb und außerhalb von Gebäuden wird häufig angestrebt,
der Kunststeinplatte das Aussehen einer natürlichen Platte zu •T.eben. Der Vorteil-der Kunststeinplatte besteht in der regal-'
mäßigen Außenkante,' die die Verlegearbeit beschleunigt und erleichtert
und dar.überhinaus auch in der Wetterbeständigkeit; Die regelmäßige Außenbegrenzung einer Kunststeinplatte widerspricht
aber der Forderung, daß die Kunststeinplatte das Aussehen einer Natursteinplatte besitzen soll.
Nun. ist es wohl möglich, in der Kunststeinplatte Musterungen
anzuordnen-^
— 2 —
Für das Auftragsverhältnis gilt die Gebührenordnung der Deutschen Patentanwaltskammer.
Erfüllungsort und Gerichtsstand Memmingen,
ggf. auch besondere Fugen vorzusehen, um dem fertigen Fußbodenbelag
das Aussehen eines Belages aus Naturstein zu geben. Dieses Ziel gelingt aber nur mangelhaft, da die. Fugen zwischen den einzelnen
Kunststeinplatten dem Eindruck eines Maturplattenb,elages widersprechen. .· ■ .
Die Ausbildung jeder Kunststeinplatte in anderer Form, aber derart
j daß die Kunststeinplatten untereinander zusammenpassen führt zu einer großen Zahl von einzelnen Platten verschiedener
Ausbildung, was die Herstellung der Kunststeinplatten und auch die Verlegearbeit erschwert.
Durch die Neuerung soll eine Kunststeinplatte geschaffen werden, die in verlegten Zustand den Eindruck eines Natursteinplattenbelages
vermittelt, wobei es jedoch möglich ist, mit Kunststeinplatten
in. gleicher Ausbildung auszukommen.
Die Kunststeinplatte entsprechend der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet , daß die Fugenanschlüsse:.der Kanten der Platte jeweils an allen Kanten gleichartig und bezüglich der Kantenmitte
symmetrisch angeordnet sind, während die Fugen in der Sichtfläche im übrigen unregelmäßig ausgebildet sind.
Eine Kunststeinplatte entsprechend der Erfindung kann nun gleichartig
oder auch um 9o,l8o oder 27o Grad versetzt aneinandergefügt
werden. Da1 die Fugenanschlüsse an allen vier Kanten gleichartig
ausgebildet sind, findet jede Fuge in der einen Platte einen Anschluß
in der anderen Platte, wodurch erreicht wird, daß das Fugenmuster unregelmäßig über den ganzen Belag verläuft.
■■ ■ _3_
Die regelmäßigen Fugen an den Begrenzungen der einzelnen Platten
können dabei mit einem Material ausgefugt werden, das wenig auffällt und bei der Regelmäßigkeit der -erfindungsgemäßen Platten
ist es auch möglich, diese echten Fugen sehr schmal zu halten. Im äußeren Eindruck überwiegen daher die in der Sichtfläche angeordneten
Fugen und insgesamt wird der Eindruck eines aus natürlichen Platten bestehenden Belags erhalten.
Die Erfindung ist nicht nur bei Kunststeinplatten anwendbar, die eine quadratische Form aufweisen, wenn dies auch das hauptsächlichste
Anwendungsgebiet sein wird. Die Erfindung kann auch bei dreieckigen oder sechseckigen Platten angewandt werden.
Grundsätzlich ist 'auch eine Anwendung bei rechteckigen Platten
möglich, wenn nur die kurze zur längeren Rechteckseite ein solches
Verhältnis aufweist, daß die gleichartige und symmetrische Ausbildung der Fugenanschlüsse möglich ist. Insbesondere gilt dies
bei Rechteckplatten im Verhältnis 2:1.
Da bei der Erfindung eine beispielsweise um 9o Grad gedrehte
Platte wie eine Platte eines anderen Musters wirkt, besitzt eine
einzige Platte die Funktion von vier verschiedenen Platten. Es
ist klar, daß bei der Erfindung auch verschiedene Platten gleicher
Fugenanschiüsse miteinander kombiniert werden können, wodurch sich der Eindruck eines Natursteinplattenbelages noch verstärken
läßt. . : -■■.' ..-.-...■ .■■■■.;
3ei der bevorzugten Ausbildungsform der Erfindung bestellt die Kunststeinplatte aus zwei Schichten, von denen die eine Schicht
der Hinterbeton ist, während die andere Schicht aus mehreren untereinander unverbundenen Schichtteilen besteht, die unregelmäßige
Randbegrenzungen aufweisen. Die Schichtteile sind aus einem Material gebildet .,/das einen Naturstein imitiert. Die
Fugen sind annähernd gleich breit und mit Mörtelmaterial ausgefüllt..
Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Fugen der Sichtfläche der Platte an den Anschlüssen
etwas über die regelmäßigen Kanten der Platte vorstehen. Der Hinterbeton1 unter diesen vorstehenden Fugenanschlüssen kann
'ebenfalls etwas vorstehend ausgebildet sein.
Die vorstehenden Fugenanschlüsse haben die Wirkung, daß der
'Minimälabstand zwischen den regelmäßigen Begrenzungen bzw. den
Kanten der Platten festliegt. Dieser Abstand entspricht der
doppelten 3reite des Betrages, mit dem die Anschlüsse über die regelmäßigen Kanten vorstehen. Auf diese Weise gehen die Fugen
der Sichtfläche -ohne Unterbrechung ineinander über, insbesondere
werden diese Fugen nicht durch das Mörtelmaterial unterbrochen, das zur Ausfüllung der echten Fugen zwischen den einzelnen Platten
notwendig ist. Das Mörtelmaterial oder dergleichen, mit dem die echten Fugen zwischen den Platten.ausgefüllt werden, wird bezüglich der Farbe usw.--allein nach der Farbe oder Beschaffenheit des
d.ie Haturplatten imitierenden Materials ausgewählt.
-D-
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung
schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf einen Ausschnitt aus einem Plattenbelag,
der von einer erfindungsgemäßen Kunststeinplatte gebildet ist,,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Teil einer erfindungsgemäßen Platte in vergrößerter Darstellung,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Darstellung der Fig. 2 entsprechend
der Schnittlinie IH-III3
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel entsprechend der Erfindung und ; -
Fig. 5 eine teilweise Draufsicht auf eine Variante entsprechend
der Erfindung. . '
Der in der Fig. 1 dargestellte Belag besteht aus den Platten 13,
die völlig gleichartig ausgebildet sind. Die links der mittleren Platte angeordnete Platte ist 'dabei lediglich um 90 Grad im Uhrzeigersinn
gedreht, die rechts der mittleren Platte ist gegenüber der mittleren Platte um 90 Grad entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht
.
Der gleichmäßige Anschluß der einzelnen Fugen 14 in den Sicht-
■- flächen 15 wird dadurch erhalten, daß die Fugenanschlüsse 1 bis
jeweils so gelegt sind, daß diese Anschlüsse von den Ecken 19 und sinngemäß von den Xantenmitten gleiche Abstände aufweisen, und
zwar an allen vier Kanten 9 bis 12. Auf diese Weise kann jede
Kante der einen Platte mit einer gleichen oder anderen Kante der anderen Platte kombiniert werden.
Die echten Fugen 20 zwischen den einzelnen Platten 13 treten gegenüber den. Fugen Ik zurück.
Für die Erfindung ist es nicht entscheidend wichtig, daß in
jeder der Kanten 9 bis 12 zwei Anschlüsse vorgesehen sind. Es kann auch· nur ein Fugenanschluß oder es können mehrere Fugen-.anschlüsse
vorgesehen werden. Die Fugen Ik in der Sichtfläche 15 können geradlinig sein, sie können aber auch, wie in der.Fig. k
dargestellt, unregelmäßig verlaufen, viobei die Fugenbreite Schwankungen
innerhalb eines bestimmten Bereiches unterworfen sein kann.
Die Fig. 3 zeigt den Aufbau der Platte. Der Unterbeton 16 ist fest
mit der Schicht 17 verbunden., die die Schichtteile 18 aufweist,
welche von den Fugen Ik voneinander getrennt werden. Die Schichtteile
l8 entsprechen den einzelnen, imitierten Natursteinplatten .bzw. Plattenteilen der Platte 13. Die Fig. 3 gibt diejenige Lage
der Platte an, wie diese in an sich bekannter. Weise in einer Form
hergestellt wird.
Die Fig. 5 deutet an,-wie die Fugenanschlüsse etwas vorstehend ausgebildet
werden können, um auf diese Weise eine Unterbre'chung des Verlaufs der Fugen 1k durch die echten Fugen 20 völlig auszuschließen.
"■"■■■-'- .--■■.- -: . ■
Claims (3)
1. Kunststeinplatte insbesondere in quadratischer Form und in der Sichtfläche angeordneten Fugen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fugenanschlüsse (1 bis 8) an der Kante (9 bis 12) der
Platte (13) an allen Kanten (9 bis 12) gleichartig und zu den
Kantenmitten symmetrisch angeordnet sind, während die Fugen (14) in der Sichtfläche (15) im übrigen unregelmäßig angeordnet
sind.
2. Kunststeinplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ,jede Platte (13) aus zwei Schichten (Id, 17) besteht,
wobei die eine Schicht (lo) der Hinterbeton ist,, während die
andere Schicht (17) aus mehreren untereinander unverbundenen
. Schichtteilen (l8) besteht, die unregelmäßige Randbegrenzungen
aufweisen, aus einem Naturstein imitierenden Material
bestehen und wobei die Fugen (l4) annähernd gleicher Breite
zwischen den Schichtteilen (l8) mit Mörtelmaterial ausgefüllt sind.
-2-
3. Kunststeinplatte nach einem oder beiden der vorhergehenden
Ansprüche ä dadurch gekennzeichnet, daß die Fugen (14) der
Sichtfläche (15) an den Pugenanschlussen (1 bis 8) etwas über die regelmäßigen Kanten (9 bis 12) der Platte (13)
vorstehen. .
J(. Kunststeinplatte nach Ansprüche 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hinterbeton (16) unter den vorstehenden Pugenanschlussen (1 bis 8) ebenfalls über die regelmäßigen Kanten
■ (9 bis 12) der Platte (13) vorsteht.
Der Patentanwalt
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1986766U true DE1986766U (de) | 1968-06-06 |
Family
ID=1215864
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1986766D Expired DE1986766U (de) | Kunststeinplatte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1986766U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8908510U1 (de) * | 1989-02-16 | 1989-09-14 | Hofmann, Hermann, 6336 Solms | Pflasterplatte bzw. Pflasterstein aus einem Natursteinmaterial, vorzugsweise Basalt |
| DE4431170A1 (de) * | 1994-09-01 | 1996-03-14 | Uni Int Bausysteme Gmbh | Bodenbelagelement mit untergliederter Nutzseite |
-
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- DE DENDAT1986766D patent/DE1986766U/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8908510U1 (de) * | 1989-02-16 | 1989-09-14 | Hofmann, Hermann, 6336 Solms | Pflasterplatte bzw. Pflasterstein aus einem Natursteinmaterial, vorzugsweise Basalt |
| DE4431170A1 (de) * | 1994-09-01 | 1996-03-14 | Uni Int Bausysteme Gmbh | Bodenbelagelement mit untergliederter Nutzseite |
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