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Die
Erfindung betrifft ein Ansaugsystem für eine Brennkraftmaschine mit
zumindest einer Brennkammer, die einen Lufteinlaß und einen Gasauslaß aufweist,
mit einem jeder Brennkammer zugeordneten Lufteinlaßkanal,
der an seinem einen Ende in den Lufteinlaß mündet und der an seinem anderen
Ende eine Lufteintrittsöffnung
aufweist, wobei der Lufteinlaßkanal
gekrümmt
ist und einen radial äußeren Wandungsabschnitt
sowie einen radial inneren Wandungsabschnitt umfaßt, und
wobei die durchströmte Länge des
Lufteinlaßkanals
zwischen der Lufteintrittsöffnung
und dem Lufteinlaß veränderbar
ist.
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Derartige
Ansaugsysteme werden vorzugsweise für Brennkraftmaschinen verwendet,
deren Zylinder eine V-Anordnung einnehmen, können jedoch auch für Reihenmotoren
eingesetzt werden. Bisher sind Sauganlagen bekannt, die an verschiedenen Punkten
Stellglieder haben, um die Luftwege zu verkürzen oder zu verlängern. Häufig wird
mit zwei Umschaltpunkten gearbeitet, wobei in jedem Punkt der Umschaltung
ein Abfall des Wirkungsgrades zu verzeichnen ist.
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Aus
der
DE 19528014 A1 ist
eine Sauganlage mit veränderbares
Saugrohrlänge
für eine
Brennkraftmaschine bekannt.
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Aus
der
DE 3817193 A1 ist eine Ansaugvorrichtung für eine Brennkraftmaschine,
bei der des wirksame Saugrohrquerschnitt veränderbar ist, bekannt.
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Ein
gattungsgemäßes Ansaugsystem
ist beispielsweise aus der
DE
195 06 306 A1 bekannt. Dieses bekannte Ansaugsystem besitzt,
jedem einzelnen Zylinder der Brennkraftmaschine zugeordnet, ein kreisförmig gestaltetes
Einzelsaugrohr, das einen allen Zylindern gemeinsamen Ansaugverteilerraum umgibt.
Jedes Einzelsaugrohr ist an seiner radial inneren Wandung mit einer
Vielzahl von über
den Umfang verteilten Öffnungen
versehen. Radial einwärts ist
auf der radial inneren Wandung eines jeden kreisförmigen Einzelsaugrohrs
ein Drehschieber drehbar gleitend gelagert, der eine radiale Öffnung besitzt,
die je nach Winkelstellung des Drehschiebers mit unterschiedlichen Öffnungen
in der radial inneren Wandung des Einzelsaugrohrs zusammenwirken
kann. Auf diese Weise kann die Länge
des durchströmten Lufteintrittskanals
stufenweise verändert
werden. Da der durchströmte
Querschnitt des jeweiligen Einzelsaugrohrs über die gesamte von der Ansaugluft durchströmte Länge konstant
ist, erfolgt in diesem Ansaugsystem keine Beschleunigung der in
die Brennkammer eingeleiteten Ansaugluft.
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Es
ist daher das Ziel der vorliegenden Erfindung, ein gattungsgemäßes Ansaugsystem
so auszubilden, daß eine
stufenlose Verstellung der durchströmten Länge des Lufteinlaßkanals
ermöglicht
ist, wobei gleichzeitig eine Erhöhung
der Strömungsgeschwindigkeit
der Ansaugluft erfolgt.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß der
Lufteinlaßkanal
eine sich von der Lufteintrittsöffnung
zum Lufteinlaß verjüngende Querschnittsgestalt
besitzt und daß der
radial innere Wandungsabschnitt und der radial äußere Wandungsabschnitt relativ
zueinander verdrehbar ausgebildet sind.
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Durch
die sich verjüngende
Querschnittsgestalt des Lufteinlaßkanals wird die gewünschte Beschleunigung
der Ansaugluft erzielt und durch die relative Verdrehbarkeit des
radial inneren Wandungsabschnitts und des radial äußeren Wandungsabschnitts
wird die Veränderung
der durchströmten Länge des
Lufteinlaßkanals
ermöglicht.
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Mit
der erfindungsgemäßen stufenlosen
Einstellung der Luftmenge in Abhängigkeit
von der Leistung oder vom Drehmoment sind sowohl Sauganlagen für Reihenmotoren
im Längs-
oder im Quereinbau, als auch Motoren in V-Anordnung oder Boxermotoren
ansteuerbar, und bei allen diesen Motoren sind deutliche Wirkungsgradvorteile
zu erzielen.
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Es
kann jeweils eine Anordnung von Schaltwellen in nur einem Ansaugluftplenum
vorgesehen sein, es ist aber auch möglich mehrere Schaltwellen nebeneinander
und in Längsrichtung
hintereinander anzuordnen. Eine solche Bauweise reduziert die Bauhöhe und ermöglicht ein
extremes Spektrum für die
Luftwege (extrem lange und sehr kurze Luftwege).
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Der
Stellantrieb für
die Verstellung der Schaltwellen kann direkt mit der Bewegung der
Drosselklappe, mit einem separaten elektrischen Stellmotor oder
mit einer Unterdruckdose über
den im Plenum vorliegenden Unterdruck erfolgen. Die Ansteuerung
der Schaltwellen kann von der Seite erfolgen, auf der die Drosselklappeneinrichtung
gelegen ist, von der gegenüberliegenden
Seite des Plenums oder von außen über einzelne
Steuerräder.
Entsprechend der gewünschten
Luftsteuerung und der erforderlichen Luftmenge kann es erforderlich
sein, daß die Verstellgeschwindigkeit
der Schaltwelle oder die Stellung der Schaltwelle über ein
Zwischengetriebe verändert
wird. Ein solches Zwischengetriebe kann jeweils zwischen den Steuerwellen
für die
Schaltwellen und dem eigentlichen Stellantrieb (Drosselklappe, elektrischer
Stellmotor, Unterdruckdose) angeordnet sein.
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Vorzugsweise
ist der radial äußere Wandungsabschnitt
stationär
in einem Gehäuse
des Ansaugsystems ausgebildet und der radial innere Wandungsabschnitt
ist von einer drehbar im Gehäuse
gelagerten schneckenartigen Schaltwelle gebildet, wobei eine Stelleinrichtung
vorgesehen ist, um die Schaltwelle in vorgebbare Winkelpositionen
zu drehen.
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Die
drehbar gelagerte schneckenartige Schaltwelle, deren Krümmung von
einem Abschnitt mit konstantem Radius im Bereich des Ansaugverteilerraums
und einem Abschnitt mit zunehmendem Radius ausgehend von der Lufteintrittsöffnung im
Bereich des Ansaugverteilerraums in Richtung Lufteinlaß bestimmt
ist, wobei der radial äußere Wandungsabschnitt
einen im wesentlichen gleichbleibenden Radius aufweist, sorgt dafür, daß eine Verdrehung der
schneckenartigen Schaltwelle eine Verlängerung des Lufteinlaßkanals
unter Beibehaltung der sich insgesamt verjüngenden Querschnittsgestalt
des Lufteinlaßkanals
von der Lufteintrittsöffnung
zum Lufteinlaß bewirkt.
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Vorzugsweise
ist die Stelleinrichtung von einem Stellantrieb betätigbar und
der Stellantrieb ist von einem Stellorgan in Abhängigkeit vom Unterdruck im
Ansaugplenum beaufschlagt.
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In
einer alternativen Ausführungsform
ist die Stelleinrichtung vorzugsweise von einem Stellantrieb betätigbar und
der Stellantrieb ist von einem Stellorgan in Abhängigkeit von der Winkelstellung
einer Drosselklappe im Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine beaufschlagt.
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In
einer weiteren alternativen Ausgestaltungsform ist die Stelleinrichtung
von einem Stellantrieb betätigbar
und der Stellantrieb ist von einem Stellorgan in Abhängigkeit
von einem elektrischen Stellsignal beaufschlagt, das von einer elektronischen
Regelungseinheit (Motormanagement) für die Brennkraftmaschine erzeugt
wird.
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Bei
einem erfindungsgemäßen Ansaugsystem
für eine
Brennkraftmaschine mit mehreren nicht in Reihe, sondern versetzt
zueinander angeordneten Brennkammern ist eine erste Drehwelle vorgesehen, die
den Stellantrieb mit der drehbar gelagerten schneckenartigen Schaltwelle
des Ansaugsystems für
eine erste Gruppe von Brennkammern verbindet, und es ist eine zweite,
gegenläufig
zur ersten Drehwelle drehende Drehwelle vorgesehen, die den Stellantrieb
mit der jeweiligen drehbar gelagerten schneckenartigen Schaltwelle
des Ansaugsystems für
eine zweite Gruppe von Brennkammern verbindet. Bei nicht in Reihe,
sondern versetzt zueinander, angeordneten Brennkammern, wie dies
beispielsweise bei einem V-Motor der Fall ist, müssen die beiden Drehwellen
der jeweiligen Gruppe von Brennkammern gegenläufig drehen, das heißt mit unterschiedlichem Drehsinn,
damit jede Brennkammer die gleiche Luftmenge erhält. Im Gegensatz dazu reicht
bei Reihenmotoren grundsätzlich
eine Drehwelle aus, da nur eine Zylinderreihe mit der jeweils angesteuerten
Luftmenge versorgt wird.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand eines Beispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher
erläutert;
in dieser zeigt:
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1 einen
Vertikalschnitt durch ein erfindungsgemäßes Ansaugsystem entlang der
Linie I-I in 3;
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1a bis 1c jeweils
eine Ansicht gemäß 1,
wobei die schneckenartige Schaltwelle unterschiedliche Winkelpositionen
einnimmt;
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2 eine
perspektivische Ansicht einer schneckenartigen Schaltwelle;
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3 eine
teilweise geschnittene Draufsicht auf das erfindungsgemäße Ansaugsystem;
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4 eine
schematische Darstellung eines Unterdruck-Verstellmechanismus' und
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5 eine
teilweise geschnittene Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Ansaugsystem
mit einem alternativen Verstellmechanismus;
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6 eine
alternative Ausführungsform
mit zwei nebeneinander gelegenen und strömungsmechanisch in Reihe geschalteten
Schaltwellen;
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7 eine
weitere alternative Ausführungsform
mit seitlich zueinander versetzt angeordneten Ansaugluftplenen in
der Draufsicht;
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8 eine
Draufsicht auf einen alternative Ausführungsform für den Einsatz
bei einem Reihenmotor.
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In 1 ist
ein erfindungsgemäßes Ansaugsystem
vertikal geschnitten wiedergegeben und in den 1a bis 1c in
drei unterschiedlichen Betriebszuständen dargestellt. Im vorliegenden
Beispiel ist das Ansaugsystem für
eine Brennkraftmaschine mit V-förmig
angeordneten Zylindern gezeigt.
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Das
Ansaugsystem besteht aus einer Anzahl von Ansaugvorrichtungen 1,
von denen jede jeweils einem Zylinder der in den Figuren nur schematisch dargestellten
Brennkraftmaschine 2 zugeordnet ist. Das Ansaugsystem besitzt
ein den Ansaugvorrichtungen aller Zylinder gemeinsames Gehäuse 3,
welches die Außenwandung
der jeweiligen Ansaugvorrichtungen bildet. Wie in 1 und
auch in 3 zu sehen ist, sind einander
benachbarte Ansaugvorrichtungen 1, 1', 1'' jeweils abwechselnd um eine Vertikalachse
gespiegelt entsprechend der Zylinderlage der in diesem Beispiel
V-förmigen
Brennkraftmaschine angeordnet. Da die einzelnen Ansaugvorrichtungen prinzipiell
gleich aufgebaut sind, wird nachfolgend nur die in 1 geschnitten
dargestellte Ansaugvorrichtung 1 beschrieben und diese
Beschreibung gilt für
die anderen Ansaugvorrichtungen entsprechend.
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Die
Ansaugvorrichtung 1 weist einen vom Gehäuse 3 gebildeten äußeren Wandungsabschnitt 10 und
eine innere schneckenartig ausgebildete Schaltwelle 12 auf.
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Der äußere Wandungsabschnitt 10 der
Ansaugvorrichtung 1 besitzt eine über den größten Teil seines Umfangs kreisförmige Kontur
mit im wesentlichen konstantem Radius. Tangential eingesetzt in den äußeren Wandungsabschnitt 10 ist
ein als Ansaugtulpe ausgebildeter Ansaugstutzen 14, der
von der Ansaugvorrichtung 1 zur Brennkraftmaschine 2 verläuft und
eine Fluidverbindung zwischen dem Inneren der Ansaugvorrichtung 1 und
dem Lufteinlaß für die dieser
Ansaugvorrichtung zugeordnete Brennkammer bildet. Der Querschnitt
des Ansaugstutzens 14 verjüngt sich von der Mündung des
Ansaugstutzens 14 in die Ansaugvorrichtung 1 hin
zum Lufteinlaß 16,
sodaß der
Ansaugstutzen 14'' trompetenartig" ausgebildet ist.
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Auf
der Innenseite der Wandung 10 ist ein ringförmig angeordneter,
wannenartiger Umlaufkanal 18 ausgebildet, der von dem in
die Ansaugvorrichtung 1 eingreifenden Wandungsabschnitt 14'' des Ansaugstutzens 14 bis
zu dessen Mündung 14' verläuft und
dort in die Kontur des Ansaugstutzens 14 übergeht.
Der wannenartige Umlaufkanal 18 besitzt eine im Querschnitt
(senkrecht zur Zeichenebene der 1a bis 1c)
im wesentlichen halbkreisförmige Kontur,
die mit der nachfolgend noch beschriebenen Außenkontur der Schaltwelle 12 einen
rohrförmigen Ringkanal 19 bildet.
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Die
schneckenartige Schaltwelle 12 ist in 2 in
räumlicher
Perspektive dargestellt. Sie besteht aus einem sich über etwa
135° erstreckenden ringförmigen,
wannenartigen Wandungsabschnitt 20, der zusammen mit dem
Umlaufkanal 18 den vorgenannten rohrförmigen Ringkanal 19 bildet,
wobei der Wandungsabschnitt 20 eine im Querschnitt (senkrecht
zur Zeichenebene der 1a bis 1c) im wesentlichen
halbkreisförmige
Kontur aufweist. In dem nicht vom ringförmigen Wandungsabschnitt 20 eingenommenen
Umfangsbereich der Schaltwelle 12 ist ein bogenförmig verlaufender,
rohrförmiger
Ansaugabschnitt 22 ausgebildet, der eine Lufteintrittsöffnung 24 besitzt,
die radial innerhalb des ringförmigen
Wandungsabschnitts 20 in das dort gebildete Ansaugplenum 26 mündet. An
seinem anderen Ende weist der Ansaugabschnitt 22 eine Mündungsöffnung 28 auf,
die je nach Stellung der Schaltwelle in den vom Umlaufkanal 18 und
vom ringförmigen
Wandungsabschnitt 20 gebildeten rohrförmigen Ringkanal 19 oder
unmittelbar in den Ansaugstutzen 14 mündet.
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Die
radial äußere Wandung
des Ansaugabschnitts 22 verläuft bogenförmig mit zunehmendem Durchmesser
ausgehend von einem Durchmesser im Bereich der Lufteintrittsöffnung 24,
der im wesentlichen dem Innendurchmesser des ringförmigen Wandungsabschnitts 20 entspricht,
bis zu einem Durchmesser im Bereich der Mündungsöffnung 28, der im
wesentlichen dem Durchmesser des Umlaufkanals 18 entspricht.
Die radial innere Wandung des Ansaugabschnitts 22 verläuft zwischen
einem Lageraugenabschnitt 30 im Zentrum der Schaltwelle 12 zum
ringförmigen
Wandungsabschnitt 20 im Bereich der Mündungsöffnung 28. Der Querschnitt
des Ansaugabschnitts 22 verjüngt sich dabei von der Lufteintrittsöffnung 24 zur
Mündungsöffnung 28,
sodaß auch
der Ansaugabschnitt 22'' trompetenartig" ausgebildet ist.
Die Wirksamkeit des Ansaugsystems wird insbesondere durch die relativ
lange Lufteinlaßtulpe
(das ist der Abschnitt der Schaltwelle 12 von der Lufteintrittsöffnung 24 bis
zur Mündungsöffnung 28) bewirkt,
die sich verjüngt,
sowie durch den vom Lageraugenabschnitt 30 gebildeten Lufteinlaßradius. Die
Wandung des radial inneren Ansaugabschnitts 22 geht im
Bereich der Lufteintrittsöffnung 24 kontinuierlich
in die Außenkontur
des Lageraugenabschnitts 30 über, sodaß hier eine aerodynamische Idealkontur
gebildet wird. Der Durchmesser der Luftsäule nimmt dadurch kontinuierlich
ab und die schwingende Luftsäule
wird nicht gestört.
Der Weg der Ansaugluft ist in 1 schematisch
durch einen Pfeil dargestellt.
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Da
der Querschnitt der Mündungsöffnung 28 im
wesentlichen dem Querschnitt der Mündung 14' des Ansaugstutzens 14 entspricht,
wird in der in 1 gezeigten Darstellung, in
der die Mündungsöffnung 28 an
der Mündung 14' anliegt, vom
Ansaugstutzen 14 und vom Ansaugabschnitt 22 ein Lufteinlaßkanal 32 geschaffen,
dessen Querschnitt sich, ausgehend von der Mündungsöffnung 28 bis zum
Lufteinlaß,
zunehmend verjüngt
und über
seine gesamte Länge "trompetenartig" ausgebildet ist.
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Die
als Laufrad ausgebildete schneckenartige Schaltwelle 12 ist
im Inneren der Ansaugvorrichtung 1 mittels ihres Lageraugenabschnitts 30 um
eine Längsachse 30' frei drehbar
auf einer ersten Drehwelle 34 gelagert. Dazu ist die erste
Drehwelle 34, die von einem Stellantrieb 36 über ein
Zwischengetriebe 37 in Drehung versetzt wird, drehfest
in den Lageraugenabschnitt 30 eingesetzt. Auf diese Weise
kann die schneckenartige Schaltwelle 12 stufenlos ein Vielzahl
unterschiedlicher Winkelpositionen einnehmen, von denen in den 1a bis 1c drei
Winkelpositionen wiedergegeben sind.
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Sowohl
das Gehäuse 3 des
Ansaugsystems als auch die einzelnen Schaltwellen 12 sind
vorzugsweise als Kunststofformteile ausgebildet, wobei die jeweiligen
Lageraugenabschnitte 30 mit einem Metalleinsatz versehen
sind, um die Verschleißfestigkeit in
diesem Bereich zu erhöhen.
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Während in
den 1 und 1a die Schaltwelle 12 eine
Winkelposition einnimmt, in der der Lufteinlaßkanal 32 zwischen
der Lufteintrittsöffnung 24 und
dem Lufteinlaß 16 eine
minimale Länge einnimmt,
zeigt 1b eine Zwischenposition mit etwa
mittlerer von der Ansaugluft durchströmte Länge des Lufteinlaßkanals 32,
und 1c zeigt eine Stellung der Schaltwelle 12,
in der eine im wesentlichen maximale von der Ansaugluft durchströmte Länge des
Lufteinlaßkanals 32 erzielt
wird. In den in den 1b und 1c gezeigten
Positionen wird der Strömungsweg,
der die Mündungsöffnung 28 des Ansaugabschnitts 22 mit
der Mündung 14' des Ansaugstutzens 14 verbindet,
vom rohrförmigen
Ringkanal 19 gebildet.
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Um
die schneckenartige Schaltwelle 12 in ihren unterschiedlichen
Drehstellungen gegenüber dem äußeren Wandungsabschnitt 10 abzudichten, sind
im Bereich des in die Ansaugvorrichtung 1 eintretenden
Wandungsabschnitts 14'' des Ansaugstutzens 14 und
im Bereich des Außenumfangs,
der Schaltwelle 12 der Mündungsöffung 28 benachbart, Dichtungspakete 38, 40 vorgesehen.
Das Dichtungspaket 38 im Bereich des Wandungsabschnitts 14'' des Ansaugstutzens 14 dient
gleichzeitig als Puffer, um die Schaltwelle 12 in ihrer Bewegung
im Uhrzeigersinn abzufedern und um ein Anschlagen der Mündungsöffnung 28 an
die Mündung 14' zu verhindern.
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In 1 ist
weiterhin ein Frischluftkanal 15 dargestellt, der zwischen
der Wandung des Ansaugstutzens 14 und der Außenwandung
des Gehäuses 3 gelegen
ist und im wesentlichen achsparallel verläuft. Der Frischluftkanal 15,
steht in Fluidverbindung mit dem Luftansaugrohr vor der Drosselklappe,
sodaß über den
Frischluftkanal 15 Frischluft auch bei geschlossener Drosselklappe
(im Leerlaufbetrieb) zugeführt
werden kann. Die Frischluft tritt aus dem Kanal 15 bei
Bedarf unmittelbar in den Ansaugstutzen 14 ein, wozu in 1 schematisch
eine Klappe 17 gezeigt ist, die bei Öffnung eine Verbindung zwischen
dem Frischluftkanal 15 und dem Inneren des Ansaugstutzens 14 freigibt.
Selbstverständlich
kann anstelle der schematisch dargestellten Klappe 17 jede
andere bekannte Art eines Öffnungs-Verschluß-Mechanismus' vorgesehen sein, wobei
dieser Mechanismus gesteuert antreibbar ist und wozu die Steuerung über beispielsweise
das Motormanagement erfolgt.
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In 3 ist
ein erfindungsgemäßes Ansaugsystem
in einer teilweise geschnittenen Draufsicht gezeigt. Dabei ist deutlich
die jeweils halbkreisförmige
Querschnittsgestalt des Umlaufkanals 18 im Gehäuse 3 und
des ringförmigen
Wandungsabschnitts 20 der Schaltwelle 12 zu erkennen,
die abschnittsweise gemeinsam den rohrförmigen Ringkanal 19 bilden.
Die jeweilige Querschnittsgestalt des Umlaufkanals 18 und
des ringförmigen
Wandungsabschnitts 20 kann aber auch so gestaltet sein,
daß sich
für den rohrförmigen Ringkanal 19 ein
elliptischer oder ein im wesentlichen rechteckiger Querschnitt ergibt.
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Weiterhin
ist in 3 zu sehen, daß die erste Drehwelle 34 als
Hohlwelle ausgebildet ist, in welcher eine zweite Drehwelle 42 mit
gegenläufigem
Drehsinn gelagert ist. Die erste Drehwelle 34 ist über entsprechende
Verbindungskeile 34' auf
bekannte Weise mit den jeweiligen Lageraugenabschnitten 30 der zugehörigen Schaltwellen 12 der
einer ersten Reihe von Zylindern zugeordneten Ansaugvorrichtungen 1, 1'' drehfest verbunden. Die zweite
Drehwelle 42 ist mittels entsprechender Keilverbindungen 42' mit den Lageraugenabschnitten 30'' der entsprechenden Schaltwellen 12' der der zweiten
Reihe von Zylindern zugeordneten Ansaugvorrichtungen 1' drehfest verbunden.
Die Keilverbindungen 42' der
inneren zweiten Drehwelle 42 treten dabei durch Fenster 43" hindurch, die
im Umfang der ersten Drehwelle 34 ausgespart sind. Die
beiden Pfeile v und w symbolisieren den unterschiedlichen Drehsinn
der beiden gegenläufigen
Drehwellen 34 und 42.
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Auf
diese Weise wird erreicht, daß mittels
der beiden gegenläufigen
Wellen die jeweils um 180° versetzt
zueinander angeordneten Schaltwellen einander benachbarter Ansaugvorrichtungen
im Sinne einer gleichwirkenden Verlängerung oder Verkürzung des
zugeordneten Lufteinlaßkanals 32 verstellt
werden können.
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Die
Drehwellen 34 und 42 sind Teil einer Stelleinrichtung 48,
die auch den Stellantrieb 36 umfaßt. Der Stellantrieb 36 kann
beispielsweise über eine
Seilrolle und ein entsprechendes Zwischengetriebe von der Drosselklappe 44 beaufschlagt
werden oder über
ein elektronisches Gaspedal (E-Gas-System) mittels eines Servomotors
beaufschlagt werden. Die Drehwellen 34 und 42 bestehen
aus Metall.
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In 3 ist
schematisch auch eine Drosselklappe 44 gezeigt, die in
einem Luftansaugrohr 46 in bekannter Weise angeordnet ist,
wobei das Luftansaugrohr 46 eine Fluidverbindung zum Ansaugplenum 26 im
Inneren des Ansaugsystems 1 bildet. Die Drosselklappe 44 beaufschlagt
ein Stellglied 45 entweder direkt oder über ein Zwischengetriebe, wobei das
Stellglied 45 wiederum den Stellantrieb 36 beaufschlagt.
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Eine
andere Alternative des Antriebs der Stelleinrichtung ist in 4 darstellt.
Dort betätigt eine
Unterdruckdose 50, die in bekannter Weise mit dem Ansaugplenum 26 in
Fluidverbindung steht, eine ringförmige Kulisse 52,
die in einem Kulissenkörper 54 ausgebildet
ist. Der Kulissenkörper 54 steht über eine
Stößelstange 56 mit
einer Membran 58 der Unterdruckdose 50 in Verbindung,
sodaß eine
Verlagerung der Membran 58 innerhalb der Unterdruckdose 50,
die von einer Druckänderung
im Ansaugplenum 26 hervorgerufen wird, unmittelbar eine
Verschiebung der Stößelstange 56 und
damit eine Verschiebung des Kulissenkörpers 54 mit der ringförmigen Kulisse 52 bewirkt.
Der Kulissenkörper 54 umgibt
die Drehwellen 34 und 42, wobei an jeder der Drehwellen 34, 42 ein
Kniehebel 60, 62 angebracht ist, der an seinem
freien Ende jeweils eine Führungsrolle 60', 62' besitzt, die
in der ringförmigen
Kulisse 52 verfahrbar geführt sind. Die Kniehebel 60, 62 sind
dabei bezüglich
einer durch die Stößelstange 56 gehenden Vertikalebene
E spiegelsymmetrisch angeordnet, sodaß eine Verschiebung der Stößelstange
und damit der ringförmigen
Kulisse 52 eine gegenläufige, gleichgröße Verdrehung
der Drehwellen 34 und 42 erzeugt. Die Kulisse 52 ist
in 4 zur Vereinfachung etwa kreisringförmig gezeichnet,
wobei sie in der Praxis jedoch eine elliptische oder hyperbolische, also
nichtkreisförmige
Ringgestalt haben dürfte.
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Eine
alternative Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Ansaugsystems
ist in 5 dargestellt. Dort sind die Ansaugvorrichtungen 1, 1' lateral zueinander
versetzt angeordnet, so daß die
Drehachsen 64, 66 der zugeordneten Schaltwellen
nicht auf einer gemeinsamen Achse liegen, sondern bezüglich einer
Mittelebene F seitlich versetzt liegen. Angetrieben werden die Drehachsen 64 und 66 jeweils
durch außenliegende
Drehwellen 68, 70, die jeweils über ein
Zwischengetriebe 72, 74 mit der zugeordneten Drehachse 64, 66 gekoppelt
sind. Die Drehwellen 68 und 70 sind jeweils einer
Reihe von Zylindern zugeordnet und entsprechen ihrer Funktion den Drehwellen 34 und 42 der
ersten Ausführungsform.
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In 6 ist
eine alternative Ausführungsform dargestellt,
bei der zwei Schaltwellen der in Verbindung mit 1 beschriebenen
Art nebeneinander angeordnet sind und bei der zwei parallel gelegene Ansaugluftplenen
vorgesehen sind. Diese Bauart ist dann vorteilhaft, wenn für den Einbau
nur eine geringe Höhe
vorhanden ist.
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Der
in 6 rechts dargestellte erste Gehäuseabschnitt 76 nimmt
eine erste Schaltwelle 80 auf und der in 6 links
dargestellte zweite Gehäuseabschnitt 78 nimmt
eine zweite Schaltwelle 82 auf. Der zweite Gehäuseabschnitt 78 geht
in den Ansaugstutzen 84 über. Der erste Gehäuseabschnitt 76 und
der zweite Gehäuseabschnitt 78 sind über einen rohrförmigen Verbindungskanal 86 miteinander
verbunden, wobei die Mündung
des Verbindungskanals 86 in den zweiten Gehäuseabschnitt 78 von
einer Klappe 88 verschließbar ist. Die Klappe 88 ist
von der Mündung 82' der zweiten
Schaltwelle 82 betätigbar. Die
beiden Schaltwellenanordnungen sind bezüglich ihrer Endanschlagpositionen
winkelmäßig um etwa 90° versetzt
angeordnet.
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Die
erste Schaltwelle 80 steuert den langen Luftweg vom Ansaugplenum
zum Ansaugstutzen 84 bis zu dem Punkt, an dem die Mündung 80' der ersten
Schaltwelle 80 an den rohrförmigen Verbindungskanal 86 anstößt. Der
Antrieb der ersten Schaltwelle 80 und der zweiten Schaltwelle 82 ist
so aufeinander abgestimmt, daß in
dem Zeitpunkt, in dem die Mündung 80' der ersten
Schaltwelle 80 an dem Verbindungskanal 86 anliegt,
die zweite Schaltwelle 82 in Berührung mit der Klappe 88 gerät, diese
bei Weiterdrehung der zweiten Schaltwelle 82 anhebt und
dadurch die Öffnung
des Verbindungskanals 86 verschließt, sodaß ab diesem Augenblick nur
noch der kurze Luftweg durch die zweite Schaltwelle 82 zur Verfügung steht.
Auf diese Weise ist eine stufenlose Luftwegsteuerung von einem sehr
langen Luftweg zu einem äußerst kurzen
Luftweg möglich.
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Die
erste Schaltwelle 80 und die zweite Schaltwelle 82 können getrennt
vom elektrischen Motormanagement oder einem anderen Stellglied angesteuert
werden. Auch können
beide Schaltwellen 80, 82 über ein außenliegendes Zahnrad eines gemeinsamen
Getriebes angesteuert werden, wodurch nur eine Steuerwelle erforderlich
ist und die andere Welle nur das zweite Laufrad in Position hält.
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In 7 ist
eine alternative Ausführungsform dargestellt,
bei der die Schaltwellen 90, 92 zweier benachbarter
Zylinder eines V-Motors aufgrund der Motorbreite seitlich zueinander
versetzt so angeordnet sind, daß ihre
jeweiligen Antriebswellen 90', 92' einen seitlichen
Abstand zueinander aufweisen. Hierbei können zwei getrennte Ansaugluftplenen
oder ein gemeinsames breites Ansaugluftplenum vorgesehen sein.
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8 zeigt
schematisch die Anordnung dreier Schaltwellen 94, 96, 98 dreier
nebeneinander liegender Zylinder eines Reihenmotors in der Draufsicht.
Der Aufbau des Ansaugsystems für
einen Reihenmotor entspricht dabei grundsätzlich dem vorstehend für einen
V-Motor beschriebenen Typ, wobei jedoch die in Bezug auf 3 dargestellte
gespiegelte Ausrichtung zweier benachbarter Schaltwellen nicht erforderlich
ist.
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Bei
Boxermotoren sind grundsätzlich
zwei getrennte Ansaugluftplenen vorgesehen, sodaß in jedem Plenum der Luftweg
separat über
dort vorgesehene Schaltwellen gesteuert werden muß, wobei
die Steuerung der beiden Schaltwellenanordnungen in jedem Plenum
aber aufeinander abgestimmt gleichzeitig erfolgen muß, ähnlich wie
dies in 7 schematisch dargestellt ist.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Ansaugsystem ist
es möglich,
eine optimale Anpassung der Länge des
Lufteinlaßkanals
eines jeden Zylinders einer Brennkraftmaschine an den entsprechenden
Betriebszustand anzupassen, wobei bei niedrigen Drehzahlen oder geringer
Motorleistung ein langer Lufteinlaßkanal gebildet und damit ein
langer Strömungsweg
für die
anzusaugende Luft geschaffen wird. Wird über das Gaspedal eine höhere Leistung angefordert
(höhere
Drehzahlen), so wird die Schaltwelle in Abhängigkeit von der Drosselklappenstellung
in Richtung auf den Ansaugstutzen gedreht (in der Darstellung in 1 im
Uhrzeigersinn), sodaß der
Strömungsweg
für die
Ansaugluft, also die Länge des
Lufteinlaßkanals 32,
stufenlos verkürzt
wird. Dadurch wird eine kontinuierliche Leistungsanpassung ermöglicht und
Leistungseinbrüche,
wie sie bei mehrstufig arbeitenden Systemen auftreten, werden vermieden.
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Die
Erfindung ist nicht auf das obige Ausführungsbeispiel beschränkt, das
lediglich der allgemeinen Erläuterung
des Kerngedankens der Erfindung dient. Im Rahmen des Schutzumfangs
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung
vielmehr auch andere als die oben beschriebenen Ausgestaltungsformen
annehmen. Die Vorrichtung kann hierbei insbesondere Merkmale aufweisen,
die eine Kombination aus den jeweiligen Einzelmerkmalen der Ansprüche darstellen.
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Bezugszeichen
in den Ansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen dienen lediglich dem besseren
Verständnis
der Erfindung und sollen den Schutzumfang nicht einschränken.
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- 1
- Ansaugvorrichtung
- 1'
- Ansaugvorrichtung
- 1''
- Ansaugvorrichtung
- 2
- Brennkraftmaschine
- 3
- Gehäuse
- 10
- Äußerer Wandungsabschnitt
- 12
- Schneckenartigen
Schaltwelle
- 12'
- Schaltwelle
- 14
- Ansaugstutzen
- 14'
- Mündung
- 14''
- Wandungsabschnitt
- 15
- Frischluftkanal
- 16
- Lufteinlaß
- 17
- Klappe
- 18
- Umlaufkanal
- 19
- Rohrförmiger Ringkanal
- 20
- Ringförmiger Wandungsabschnitt
- 22
- Ansaugabschnitt
- 24
- Lufteintrittsöffnung
- 26
- Ansaugplenum
- 28
- Mündungsöffnung
- 30
- Lageraugenabschnitt
- 30'
- Längsachse
- 30''
- Lageraugenabschnitt
- 32
- Lufteinlaßkanal
- 34
- Erste
Drehwelle
- 34'
- Keilverbindung
- 34''
- Fenster
- 36
- Stellantrieb
- 37
- Zwischengetriebe
- 38
- Dichtungspaket
- 40
- Dichtungspaket
- 42
- Zweite
Drehwelle
- 42'
- Keilverbindung
- 44
- Drosselklappe
- 45
- Stellglied
- 46
- Luftansaugrohr
- 48
- Stelleinrichtung
- 50
- Unterdruckdose
- 52
- Ringförmige Kulisse
- 54
- Kulissenkörper
- 56
- Stößelstange
- 58
- Membran
- 60
- Kniehebel
- 60'
- Führungsrolle
- 62
- Kniehebel
- 62'
- Führungsrolle
- 64
- Drehachse
- 66
- Drehachse
- 68
- Drehwelle
- 70
- Drehwelle
- 72
- Zwischengetriebe
- 74
- Zwischengetriebe
- 76
- erster
Gehäuseabschnitt
- 78
- zweiter
Gehäuseabschnitt
- 80
- erste
Schaltwelle
- 82
- zweite
Schaltwelle
- 82'
- Mündung
- 84
- Ansaugstutzen
- 86
- Verbindungskanal
- 88
- Klappe
- 90
- Schaltwelle
- 90'
- Antriebswelle
- 92
- Schaltwelle
- 92'
- Antriebswelle
- 94
- Schaltwelle
- 96
- Schaltwelle
- 98
- Schaltwelle