DE19861129C2 - Verfahren zur Durchführung von Abstimmungen mittels einer Eingabevorrichtung für einen Computer mit einer graphischen Benutzeroberfläche - Google Patents
Verfahren zur Durchführung von Abstimmungen mittels einer Eingabevorrichtung für einen Computer mit einer graphischen BenutzeroberflächeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Durch
führung von Abstimmungen mittels einer Eingabevorrichtung für
einen Computer mit einer graphischen Benutzeroberfläche
Im Stand der Technik sind als Eingabevorrichtungen für Compu
ter mit einer graphischen Benutzeroberfläche Computermäuse,
Joy-Sticks, Track-Balls oder auch Graphik-Tabletts etc. be
kannt. Diesen Eingabevorrichtungen haften eine Reihe unter
schiedlicher Nachteile an.
Zum einen ist es notwendig, daß ein Benutzer die Maus, den
Track-Ball oder den Eingabestift des Graphik-Tabletts zur Be
dienung des Computers in die Hand nehmen muß. Die Maus und
der Eingabestift des Graphik-Tabletts müssen dann über eine
Oberfläche geführt werden, während gleichzeitig der Bild
schirm des Computers beobachtet werden muß, auf dem ein Sym
bol sich entsprechend der Bewegung der Maus oder des Eingabe
stiftes des Graphik-Tabletts verschiebt. Die Koordination der
Bewegung der Maus bzw. des Eingabestiftes des Graphik-Tab
letts mit der Verschiebung des Symbols auf dem Bildschirm be
reitet manchen Benutzern Schwierigkeiten.
Außerdem ist zum Beispiel bei der Wiedergabe des Bildschirm
inhaltes auf Großbildwänden der Computerbediener gezwungen,
sich an einem Tisch oder dergleichen aufzuhalten, über dessen
Oberfläche er die Maus zur Eingabe von Befehlen bewegt. Dies
stellt eine erhebliche Einschränkung bei Präsentationen dar
und führt oftmals dazu, daß eine erste Person an einem Tisch
sitzend den Computer mittels der Maus bedient und eine zweite
Person zur Erläuterung des mittels des Computers auf der
Großbildwand präsentierten Inhaltes notwendig ist.
Auch ein von dem Präsentator in der Hand gehaltener Track-
Ball mit einer drahtlosen (Infrarot-)Schnittstelle zu dem
Computer ist hierbei nur bedingt eine Verbesserung. Dies
liegt daran, daß ungeübte Präsentatoren in der Regel Schwie
rigkeiten haben, mit Hilfe des Track-Balls bei gleichzeitigem
Blick-Kontakt mit der Großbildwand Befehle in den Computer
einzugeben.
Alle diese vorstehend beschriebenen Eingabevorrichtungen ha
ben den Nachteil, daß kein direkter Zugriff auf Symbole in
dem Darstellungsbereich möglich ist. Vielmehr muß eine Trans
formation einer Relativbewegung einer Kugel in einer Maus ge
genüber einer anderen Fläche oder einer Kugel eines Track-
Balls mittels des Fingers des Benutzers erfolgen.
Lediglich wenn der Benutzer direkt, sozusagen auf Armlänge,
Zugang zu dem Bildschirm hat, können berührungssensitive
Bildschirme (touch screens) eingesetzt werden, bei denen eine
Matrix aus (Infrarot-)Lichtstrahlen mit dem Finger oder einem
Stift unterbrochen, oder eine Kontaktfolie mit einem Raster
aus Kontaktstellen mit dem Finger oder einem Stift berührt
wird. Diese Variante scheidet jedoch bei Großbildwänden aus,
auf die der Bildschirminhalt projiziert wird.
Neben der Einschränkung derartiger berührungssensitiver Bild
schirme hinsichtlich ihrer Größe haben alle bisher bekannten
Eingabevorrichtungen den Rand der Bild(schirm)fläche als Be
grenzung. Mit anderen Worten sind bisherige Eingabevorrich
tungen nicht in der Lage, sowohl Befehle einzugeben oder Er
eignisse zu steuern, die auf der Bild-(schirm)fläche des Com
puters abgebildet sind, als auch auf Ereignisse zu reagieren,
die in der Umgebung der Bild-(schirm)fläche des Computers
stattfinden.
Aus der DE 43 21 801 C1 ist eine Vorrichtung zur drahtlosen
Erfassung der Reaktion einer Vielzahl von Personen bekannt.
Diese Vorrichtung hat eine Abfrageeinheit und eine Vielzahl
von Endgeräten. Die Steuerelektronik eines jeden Endgerätes
ermöglicht eine Codeeingabe in den Speicher des Endgerätes
und veranlaßt das Endgerät nach Erfassung eines Abfragesig
nals von der Abfrageeinheit, in einen sendebereiten Zustand
umzuschalten. Aufgrund von speziellen Abfragesignalen oder
Zählwerten einer internen Zeitbasis senden diejenigen Abfra
geeinheiten ein Antwortsignal, deren abgespeicherte Codes dem
speziellen Abfragesignal entsprechen. Durch Messung der Lei
stung aller Empfangssignale ermittelt die Abfrageeinheit die
Zahl der Personen, die den betreffenden Code eingegeben ha
ben.
Die DE 196 07 113 A1 beschreibt ein System zur Erfassung der
Anzahl der von einem Stimmberechtigten bei einer Abstimmung
abgegebenen Stimmen bzw. Enthaltungen. Ein Handgerät, das ei
ne Tastatur mit Abstimmtasten umfaßt, wird mit der Stimmenan
zahl des Stimmberechtigten programmiert und nachfolgend frei
gegeben sowie ausgehändigt. Der Stimmberechtigte kann dann
über das Handgerät, das über eine drahtlose Verbindung mit
einer Haupteinheit verbunden ist, seine Stimmen abgeben.
Die DE 196 80 709 C1 beschreibt ein computergesteuertes
Spielsystem, das eine Rechnereinheit und eine Wiedergabevor
richtung zur Wiedergabe des Spielablaufes in einem Projekti
onsbereich aufweist. Der oder die Spieler können mittels ei
ner Sendeeinrichtung einen elektromagnetischen Strahl, der
eine für die Sendeeinrichtung charakteristische Kennung auf
weist, in den Projektionsbereich aussenden. Eine Detektorein
richtung, die mittels einer Ausrichtevorrichtung auf einen
bestimmten Teilabschnitt des Projektionsbereiches ausgerich
tet wird, erfaßt den elektromagnetischen Strahl und übermit
telt beim Erfassen des Strahls ein der jeweiligen Kennung
entsprechendes Signal an die Rechnereinheit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Durchführung von Abstimmungen mittels einer Eingabevorrich
tung für einen Computer zur Verfügung zu stellen, bei dem die
Abstimmenden unabhängig von ihrem räumlichen Abstand dazu
auf, auf einer Bild-(schirm)fläche abgebildete Abstimmfelder
einwirken können.
Zur Lösung des Problems stellt die Erfindung ein Verfahren
zur Durchführung von Abstimmungen mittels einer Eingabevor
richtung für einen Computer mit einer graphischen Benut
zeroberfläche bereit. Die Eingabevorrichtung umfaßt eine mit
dem Computer verbundene Darstellungsvorrichtung, die zur Wie
dergabe eines durch den Computer erzeugten Inhaltes in einem
Darstellungsbereich eingerichtet ist und eine einen Erfas
sungsbereich erfassenden und mit dem Computer verbindbaren
Bildaufnahmevorrichtung, wobei der Erfassungsbereich zumin
dest einen Teil des Darstellungsbereichs umfaßt. Die Bildauf
nahmevorrichtung erfaßt wenigstens einen von einer zum Aus
senden eines gerichteten elektromagnetischen Strahls einge
richteten Sendereinrichtung in den Erfassungsbereich gerich
teten Strahl und erzeugt ein Signal, das charakteristisch ist
für den Ort, an dem der Strahl in dem Erfassungsbereich auf
eine Oberfläche trifft und/oder für die Strecke und die Rich
tung, die/in der sich ein in dem Erfassungsbereich auf eine
Oberfläche treffender Strahl bewegt. Das charakteristische
Signal dient zur Steuerung des Ablaufs eines Computerpro
gramms in dem Computer mit folgenden Schritten:
- a) Festlegen der Ränder von wenigstens zwei örtlich disjunkten Bereichen (J, N) innerhalb des Erfassungsbereiches;
- b) Erfassen der in jedem der Bereiche (J, N) auftretenden Strahlungsintensitäten von durch Sendereinrichtungen in den Erfassungsbereich gerichteten Strahlen; und
- c) Übermitteln von die jeweiligen Intensitäten wiedergebenden Werten (J_INTENS; N_INTENS) an den Computer.
Als demgegenüber noch einfachere Alternative kann mit Hilfe
einer Optik-Anordnung und eines optischen Filters, der nur
Licht der Wellenlänge der Lichtzeiger durchläßt, jeweils ein
Wahlbereich oder auch der gesamte Darstellungsbereich auf ei
nen Sensor projiziert werden, der die erfaßte Lichtintensität
in ein entsprechendes elektrisches Signal umwandelt. Dieses
elektrische Signal wird mittels einer Steuerelektronik (mit
einem Microcontroller) in ein Datenformat umgesetzt, das mit
tels einer seriellen oder parallelen Schnittstelle an den
Computer übertragen und in dem Computer ausgewertet werden
kann.
Neben der gleichzeitigen Darbietung zweier oder mehrerer Al
ternativen mit entsprechenden Wahlbereichen, die gleichzeitig
zur Abstimmung angeboten werden, kann auch eine sequentielle
Darstellung der abzustimmenden Sachverhalte in dem Darstel
lungsbereich erfolgen. Dabei werden dann durch den Sensor
sämtliche während eines vorbstimmten Zeitintervalls in dem
Darstellungsbereich erfaßten Lichtflecke aus Lichtzeigern er
faßt, (zum Beispiel mittels eines Sample/Hold-Schaltkreises
oder eines Zählers) aufsummiert und anschließend in einen Da
tenformat umgesetzt, das mittels einer seriellen oder paral
lelen Schnittstelle an den Computer übertragen und in dem
Computer ausgewertet werden kann.
Die Erfindung macht damit die älteste menschliche nonverbale
Kommunikationsweise für die Computertechnik direkt und unmit
telbar nutzbar: Das Zeigen auf Zeichen oder Gegenstände mit
dem Zeigefinger. Dabei wird der menschliche Finger durch den
gerichteten (Licht-)Strahl "verlängert" und für die Technik
einfach identifizierbar und ortbar gemacht. Die Erfindung er
laubt das Auslösen von Befehlen in Computerprogrammen, indem
der Lichtstrahl, zum Beispiel aus einem handelsüblichen
Lichtzeiger oder sog. Laserpointer, auf ein Symbol auf der
Bild(schirm-)Fläche in dem Darstellungsbereich gerichtet
wird. Dabei sieht ein Benutzer den durch den Laserpointer er
zeugten Lichtpunkt direkt auf der Bild(schirm-)Fläche und
kann durch Ändern der Richtung, in die er den Lichtzeiger
hält, den Lichtfleck in dem Darstellungsbereich unmittelbar
beliebig verschwenken. Dies wird von der Bildaufnahmevorrich
tung erfaßt, die ein für die Position oder die Strecke und
die Richtung charakteristisches Signal erzeugt, das dem Com
puter(-Programm) über eine Schnittstelle des Computers bzw.
einer Betriebssystem-Routine des Computers zugeführt wird, um
das Signal in entsprechende Bedienbefehle umzusetzen. Durch
Ausschalten des Lichtzeigers, oder durch schnelles Ein-
/Ausschalten des Lichtzeigers, wobei der Lichtfleck nicht von
der Stelle bewegt wird, können auch Schaltvorgänge wie mit
einer Taste an einer herkömmlichen Computermaus, einem her
kömmlichen Track-Ball oder dergleichen ausgelöst werden.
Damit können nicht nur eine praktisch beliebige Anzahl von
vor dem Darstellungsbereich befindliche Personen mittels ei
nes in ihrer Hand gehaltenen Lichtzeigers Befehle oder andere
(Daten-)Eingaben in den Computer durch Richten eines Licht
strahls auf die Bild(schirm-)wand bewirken. Vielmehr ist es
auch möglich, den Darstellungsbereich mit der Bild
(schirm-)wand hinter einer Schaufenster-Glasscheibe anzuord
nen, so daß Passanten zu jeder beliebigen Zeit mit dem Compu
ter in Interaktion treten können.
Außerdem können die einzelnen Benutzer sehr einfach mit ihrem
Lichtzeiger auch an mehreren, in unterschiedlichen Darstel
lungsbereichen parallel ablaufenden Computerprogrammen aktiv
werden. Weiterhin ist die freie Beweglichkeit des Benutzers
oder der Benutzer nicht mehr begrenzt, da der Lichtzeiger
nicht mehr über eine Leitung mit dem Computer in Verbindung
stehen muß.
In dem Darstellungsbereich kann ein zweidimensionales Bild
auf einer Bildschirmwand, ein dreidimensionales Bild in einem
Projektionsraum dargestellt werden. Für zweidimensionale Bil
der eignet sich ein Filmprojektor, ein Videoprojektionsgerät
(sog. Videokanone). Für dreidimensionale Bilder eignen sich
Laserprojektionsgeräte oder Hologrammprojektoren.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die
Sendereinrichtung zum Aussenden eines gerichteten elektroma
gnetischen Strahls, vorzugsweise eines sichtbaren Licht
strahls eingerichtet, wobei der elektromagnetische Strahl mit
einer für die Sendereinrichtung charakteristischen Kennung
versehen sein kann. Der Lichtstrahl kann durch eine Ultra
bright-LED-Anordnung (mit einer davorangeordneten Optik) oder
durch eine Halbleiter-Laser-Anordnung erzeugt werden, wobei
die Kennung (durch Frequenz-, Amplituden-, Phasenmodulation
oder dergl.) aufmoduliert wird. Dabei ist es auch möglich,
eine herkömmliche Glühlampe als sichtbare Hauptquelle für den
Strahl zu verwenden und daneben z. B. einen gebündelten, modu
lierten Infrarot-Lichtstrahl auszusenden. Aus Batteriespar
gründen kann dabei die herkömmliche Glühlampe als sichtbare
Hauptquelle für den Strahl auch entfallen, wenn das Computer
programm dazu eingerichtet ist, einen entsprechenden Licht
fleck auf der Bildschirmwand als Rückmeldung für den Benutzer
zu erzeugen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ei
ne Schnittstelle zwischen der Bildaufnahmevorrichtung und dem
Computer vorgesehen, die das charakteristische Signal in ein
für das Betriebssystem des Computers oder ein in dem Computer
ablaufendes Programm weiterverarbeitbares Datenformat um
setzt.
Für die Ausgestaltung der Bildaufnahmevorrichtung gibt es
mehrere Alternativen. Gemäß einer ersten Ausführungsform ist
die Bildaufnahmevorrichtung eine CCD-Kamera, die einen CCD-
Sensor und ein diesem vorgeschaltetes Optiksystem aufweist.
Vorzugsweise weist das Optiksystem eine Linsen/Blenden-
Anordnung auf.
Vorzugsweise ist dabei der CCD-Sensor mit einer Steuerschal
tung zur zeilen- oder spaltenweisen Auslesung verbunden, wo
bei die Steuerschaltung beim Erfassen eines aus einer Sender
einrichtung in den Erfassungsbereich gerichteten Strahls
durch den CCD-Sensor dessen Koordinaten an einem Datenausgang
für den Computer ausgibt.
Vorzugsweise gibt die Steuerschaltung beim Erfassen eines aus
einer Sendereinrichtung in den Erfassungsbereich gerichte
ten Strahls durch den CCD-Sensor ein "Strahl-Erfaßt"-Signal
an einem Datenausgang für den Computer aus.
Gemäß einer zweiten Ausführungsform weist die Bildaufnahme
vorrichtung einen Bildsensor mit einer photoempfindlichen
Detektor-Matrix und ein diesem vorgeschaltetes Optiksystem
auf.
Vorzugsweise weist das eine Optiksystem Linsen/Blenden-
Anordnung auf.
Vorzugsweise ist dabei die Detektor-Matrix mit einer Steuer
schaltung verbunden, wobei die Steuerschaltung beim Erfassen
eines aus einer Sendereinrichtung in den Erfassungsbereich
gerichteten Strahls durch die Detektor-Matrix dessen Koordi
naten an einem Datenausgang für den Computer ausgibt.
Vorzugsweise gibt die Steuerschaltung beim Erfassen eines aus
einer Sendereinrichtung in den Erfassungsbereich gerichte
ten Strahls durch die Detektor-Matrix ein "Strahl-Erfaßt"-
Signal an einem Datenausgang für den Computer aus.
Gemäß einer dritten Ausführungsform weist die Bildaufnahme
vorrichtung einen Bildsensor mit einer Lateraleffektdiode und
ein diesem vorgeschaltetes Optiksystem auf.
Vorzugsweise weist das Optiksystem eine Linsen/Blenden-
Anordnung auf.
Vorzugsweise ist dabei die Lateraleffektdiode mit einer Steu
erschaltung verbunden, wobei die Steuerschaltung mit den Aus
gängen der Lateraleffektdiode verbundene Analog/Digital-
Wandler aufweist, die deren Ausgangssignale in X, Y-Koordi
naten umwandeln.
Vorzugsweise gibt ein Komparator beim Erfassen eines aus ei
ner Sendereinrichtung in den Erfassungsbereich gerichteten
Strahls durch die Lateraleffektdiode ein "Strahl-Erfaßt"-
Signal sowie dessen Koordinaten an einem Datenausgang für den
Computer aus.
Lateraleffektdioden bestehen im wesentlichen aus einer groß
flächigen rechteckigen Photodiode mit Elektroden an den Sei
ten. Abhängig von der Lage des auf die Fläche treffenden
Lichtstrahls wird ein entsprechender Strom an den verschiede
nen Elektroden ausgegeben. Die Differenzströme sind somit ein
Maß für die Lage des auf die Fläche treffenden Lichtstrahls,
bzw. des dadurch hervorgerufenen Lichtflecks. Damit kann un
abhängig von der Größe des Lichtflecks dessen Position oder
deren Änderung sehr genau und mit hoher Geschwindigkeit de
tektiert werden.
Grundsätzlich sind auch andere Ausgestaltungen von Bildauf
nahmevorrichtungen möglich. Es ist lediglich erforderlich,
daß die Bildaufnahmevorrichtung in der Lage ist, den Erfass
ungsbereich mit einer Auflösung zu erfassen, die eine genü
gend genaue Orts- bzw. Vektorbestimmung (nach Betrag und
Richtung) des Lichtflecks auf der Oberfläche in dem Erfass
ungsbereich erlaubt.
Zur ordnungsgemäßen Funktion der Erfindung ist eine Kalibrie
rung der Bildaufnahmevorrichtung relativ zu der Bildschirmwand
in dem Darstellungsbereich erforderlich. Diese Kalibrie
rung kann in der Weise erfolgen, daß ein Testbild in den Dar
stellungsbereich projiziert wird, wobei das Computerprogramm
Koordinaten bestimmter auffälliger Punkte in diesem Testbild
kennt. Auf diese Punkte wird mittels einer Sendereinrichtung
ein Lichtstrahl gerichtet, während der Computer - von dem
Computerprogramm gesteuert - anzeigt, in welche Richtung die
Bildaufnahmevorrichtung solange kontrolliert (von Hand oder
mittels entsprechender Stellmotoren) verschwenkt werden muß,
bis der auf diesen Punkt gerichtete Lichtstrahl erfaßt wird.
Fig. 1 zeigt ein schematisches Blockschaltbild einer Eingabe
vorrichtung für das erfindungsgemäße Verfahren zur Durchfüh
rung von Abstimmungen.
Fig. 2 zeigt eine Bildaufnahmevorrichtung der Eingabevorrich
tung nach Fig. 1 in einer ersten Ausführungsform im Detail.
Die in Fig. 1 gezeigte Eingabevorrichtung ist bestimmt für
einen Computer in Form eines PC 10, der eine Tastatur 12, ei
ner herkömmlichen Computermaus 14 und einen Monitor 16 auf
weist. In dem Computer 10 ist ein Betriebssystem mit einer
graphischen Benutzeroberfläche installiert. Damit kann ein
Benutzer durch Verschieben der Computermaus 14 auf einer
(Tisch-)Oberfläche ein Zeigersysmbol auf dem Monitor 16 ver
schieben und durch Betätigen einer Taste 14' an der Computer
maus 14 einen Befehl oder eine Aktion in dem Betriebssystem
des Computers oder einem in dem Computer ablaufenden Anwen
derprogramm auslösen.
Um einer größeren Anzahl von Personen den auf dem Monitor 16
angezeigten Inhalt darstellen zu können, ist der Computer 10
über seinen Video-Ausgang mit einem Projektor 18 verbunden,
der den Inhalt auf einen Darstellungsbereich 20 projiziert.
Des weiteren ist mit dem Computer 10 über dessen serielle
Schnittstelle eine Bildaufnahmevorrichtung 30 verbunden, die
einen wesentlichen Teil der Eingabevorrichtung darstellt. Die
Bildaufnahmevorrichtung 30 erfaßt einen Erfassungsbereich 22
vollständig. Dieser Erfassungsbereich 22 ist größer als der
Darstellungsbereich 20. Damit kann die Bildaufnahmevorrich
tung 30 sowohl Ereignisse aufnehmen, die auf dem Darstel
lungsbereich 20 stattfinden, als auch solche Aktionen, die
sich in dessen Umgebung ereignen. Der Darstellungsbereich 20
kann in Form einer Bildwand ausgestaltet sein.
Eine solche Aktion oder ein solches Ereignis ist ein gerich
teter Lichtstrahl 5 aus einer Sendereinrichtung 40 in Form
eines Lichtzeigers oder sogenannten Laserpointers, der auf
einem Gegenstand 42, 44 oder einer anderen Oberfläche in dem
Erfassungsbereich einen Lichtfleck L erzeugt, wenn eine der
den Darstellungsbereich 20 betrachtenden Personen einen sol
chen Laserpointer in den Erfassungsbereich 22 richtet und be
tätigt.
Die Bildaufnahmevorrichtung 30 erfaßt den Strahl S bzw. den
dadurch erzeugten Lichtfleck L und erzeugt ein Signal, das
charakteristisch ist für den Ort, an dem der Strahl S in dem
Erfassungsbereich 22 auf eine Oberfläche trifft und/oder für
die Strecke und die Richtung, die/in der sich ein in dem Er
fassungsbereich 22 auf eine Oberfläche treffender Strahl S
bewegt.
Dieses Signal wandelt eine der Bildaufnahmevorrichtung 30 zu
geordnete Schnittstelle 32 mit einem Microcontroller in ein
für das Betriebssystem des Computers oder ein in dem Computer
10 ablaufendes Programm weiterverarbeitbares Datenformat um.
Die Bildaufnahmevorrichtung 30 ist in dieser Ausführungsform
eine CCD-Kamera, die einen CCD-Sensor 34 und ein diesem vor
geschaltetes Optiksystem mit einer Linsen/Blenden-Anordnung
36 aufweist.
Die Details der Bildaufnahmevorrichtung 30 sind in Fig. 2
veranschaulicht. Der CCD-Sensor 34 ist mit einer Steuerschal
tung 50 zum zeilen- oder spaltenweisen Auslesen verbunden.
Die Steuerschaltung 50 gibt beim Erfassen eines Lichtflecks L
von einem in den Erfassungsbereich 22 gerichteten Strahl S
durch den CCD-Sensor 34 dessen Koordinaten (X, Y) sowie ein
"Strahl-Erfaßt"-Signal (SE) an einem Datenausgang für den
Computer 10 aus. Dazu dient ein Komparator 52, dessen einer
nicht-inventierender Eingang mit dem Ausgang des CCD-Sensors
34 verbunden ist und dessen zweiter inventierender Eingang
mit einem Stellglied 54, das entweder ein Potentiometer oder
ein vom Computer 10 aus programmierbarer D/A-Wandler 56 ist,
verbunden ist. Damit kann die Intensität eingestellt werden,
die ein Lichtfleck haben muß, damit er als solcher - gegen
über anderen Lichtqellen - erkannt wird. Zur Bestimmung des
Ortes des Lichtfleckes liest die Steuerschaltung 50 den CCD-
Sensor 34 zeilenweise Zelle für Zelle aus. Sobald der Kompa
rator 52 eine positive Signalflanke an seinem Ausgang aus
gibt, wird der Auslesevorgang beendet. Die Anzahl der ausge
lesenen Zellen dividiert durch die Anzahl der Zellen pro Zei
le ergibt die Y-Koordinate und der ganzzahlige Rest die X-
Koordinate der Position des Lichtflecks L, wie er auf die
Sensoroberfläche projiziert wird.
Diese Daten werden dann entweder über eine parallele oder ei
ne serielle Schnittstelle an den Computer übermittelt, in dem
ein entsprechendes Treiberprogramm vorgehalten wird.
Zur Verbesserung der Genauigkeit können auch zwei im Abstand
zueinander angeordnete Bildaufnahmevorrichtungen 30 vorgese
hen sein, die über jeweils eine Schnittstelle mit dem Compu
ter verbunden sind. In diesem Fall ist es notwendig, daß das
Treiberprogramm die Daten aus beiden Bildaufnahmevorrichtun
gen 30 ausliest und daraus ein asynchrones Mauszeiger-Posi
tionierungs-Ereignis erzeugt und an das Betriebssystem des
Computers sendet.
Claims (14)
1. Verfahren zur Durchführung von Abstimmungen mittels einer
Eingabevorrichtung für einen Computer (10) mit einer graphi
schen Benutzeroberfläche, mit
- - einer mit dem Computer (10) verbundenen Darstellungsvor richtung (18), die zur Wiedergabe eines durch den Computer (10) erzeugten Inhaltes in einem Darstellungsbereich (20) eingerichtet ist,
- - einer einen Erfassungsbereich (22) erfassenden und mit dem Computer verbindbaren Bildaufnahmevorrichtung (30), wobei der Erfassungsbereich (22) zumindest einen Teil des Darstellungs bereichs (20) umfaßt,
- - wobei die Bildaufnahmevorrichtung (30) wenigstens einen von einer zum Aussenden eines gerichteten elektromagnetischen Strahls (S) eingerichteten Sendereinrichtung (40) in den Er fassungsbereich (22) gerichteten Strahl (S) erfaßt und ein Signal erzeugt, das charakteristisch ist für den Ort, an dem der Strahl (S) in dem Erfassungsbereich (22) auf eine Ober fläche trifft und/oder für die Strecke und die Richtung, die/in der sich ein in dem Erfassungsbereich (22) auf eine Oberfläche treffender Strahl (S) bewegt, und wobei
- - das charakteristische Signal zur Steuerung des Ablaufs ei
nes Computerprogramms in dem Computer (10) dient, mit folgen
den Schritten:
- a) Festlegen der Ränder von wenigstens zwei örtlich disjunkten Bereichen (J, N) innerhalb des Erfassungsbereiches (22);
- b) Erfassen der in jedem der Bereiche (J, N) auftretenden Strahlungsintensitäten von durch Sendereinrichtungen (40) in den Erfassungsbereich (22) gerichteten Strahlen (S); und
- c) Übermitteln von die jeweiligen Intensitäten wiedergebenden Werten (J_INTENS; N_INTENS) an den Computer (10).
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei
- - eine Schnittstelle zwischen der Bildaufnahmevorrichtung (30) und dem Computer (10) das charakteristische Signal in ein für das Betriebssystem des Computers (10) oder ein in dem Computer (10) ablaufendes Programm weiterverarbeitbares Da tenformat umsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei
- - die Bildaufnahme durch eine CCD-Kamera erfolgt, die einen CCD-Sensor (34) und ein diesem vorgeschaltetes Optiksystem (36) aufweist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das Optiksystem (36) eine
Linsen/Blenden-Anordnung aufweist.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, wobei
- - der CCD-Sensor (34) mit einer Steuerschaltung (50) zur zei len- oder spaltenweisen Auslesung verbunden ist, und wobei die Steuerschaltung (50) beim Erfassen eines aus einer Sen dereinrichtung (40) in den Erfassungsbereich gerichteten Strahls (S) durch den CCD-Sensor (34) dessen Koordinaten (X, Y) an einem Datenausgang für den Computer (10) ausgibt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Steuerschaltung (50)
beim Erfassen eines aus einer Sendereinrichtung (40) in den
Erfassungsbereich (22) gerichteten Strahls (S) durch den CCD-
Sensor (34) ein "Strahl-Erfaßt"-Signal an einem Datenausgang
für den Computer (10) ausgibt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei
- - die Bildaufnahme durch einen Bildsensor mit einer photo empfindlichen Detektor-Matrix und einem dieser vorgeschalte ten Optiksystem (36) erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Optiksystem (36) eine
Linsen/Blenden-Anordnung aufweist.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, wobei
- - die Detektor-Matrix mit einer Steuerschaltung (50) verbun den ist, und wobei die Steuerschaltung (50) beim Erfassen ei nes aus einer Sendereinrichtung (40) in den Erfassungsbereich (22) gerichteten Strahls (S) durch die Detektor-Matrix dessen Koordinaten (X, Y) an einem Datenausgang für den Computer (10) ausgibt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Steuerschaltung (50)
beim Erfassen eines aus einer Sendereinrichtung (40) in den
Erfassungsbereich (22) gerichteten Strahls (S) durch die De
tektor-Matrix ein "Strahl-Erfaßt"-Signal an einem Datenaus
gang für den Computer (10) ausgibt.
11. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei
- - die Bildaufnahme durch einen Bildsensor mit einer Lateral effektdiode und ein diesem vorgeschaltetes Optiksystem (36), erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Optiksystem (36)
eine Linsen/Blenden-Anordnung aufweist.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei
- - die Lateraleffektdiode mit einer Steuerschaltung (50) ver bunden ist, und wobei die Steuerschaltung (50) mit den Aus gängen der Lateraleffektdiode verbundene Analog/Digital- Wandler aufweist, die deren Ausgangssignale in X, Y-Koordi naten umwandeln.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei ein Komparator (52)
beim Erfassen eines aus einer Sendereinrichtung (40) in den
Erfassungsbereich (22) gerichteten Strahls (S) durch die La
teraleffektdiode ein "Strahl-Erfaßt"-Signal sowie dessen Ko
ordinaten (X, Y) an einem Datenausgang für den Computer (10)
ausgibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19880483A DE19880483C1 (de) | 1998-10-21 | 1998-10-21 | Eingabevorrichtung für einen Computer |
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| DE19880483A DE19880483C1 (de) | 1998-10-21 | 1998-10-21 | Eingabevorrichtung für einen Computer |
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| DE19861129C2 true DE19861129C2 (de) | 2001-09-13 |
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ID=7893413
Family Applications (1)
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| DE19861129A Expired - Fee Related DE19861129C2 (de) | 1998-10-21 | 1998-10-21 | Verfahren zur Durchführung von Abstimmungen mittels einer Eingabevorrichtung für einen Computer mit einer graphischen Benutzeroberfläche |
Country Status (1)
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|---|---|
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE4321801C1 (de) * | 1993-06-30 | 1994-07-14 | Fraunhofer Ges Forschung | Vorrichtung zur drahtlosen Erfassung der Reaktion einer Vielzahl von Personen |
| DE19607113A1 (de) * | 1996-02-26 | 1997-08-28 | Wolfgang Beyersdorf | System zur Erfassung der Anzahl von bei einer oder mehreren Abstimmung/en präsenten Stimmberechtigten sowie Erfassung und Auswertung mit oder ohne Gewichtung der von dem Stimmberechtigten abgegebenen Stimmen bzw. Enthaltungen |
| DE19680709C1 (de) * | 1996-07-05 | 1998-02-19 | Rosch Geschaeftsfuehrung Gmbh | Computergesteuertes Spielsystem |
-
1998
- 1998-10-21 DE DE19861129A patent/DE19861129C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4321801C1 (de) * | 1993-06-30 | 1994-07-14 | Fraunhofer Ges Forschung | Vorrichtung zur drahtlosen Erfassung der Reaktion einer Vielzahl von Personen |
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| DE19680709C1 (de) * | 1996-07-05 | 1998-02-19 | Rosch Geschaeftsfuehrung Gmbh | Computergesteuertes Spielsystem |
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| Publication number | Publication date |
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| DE19861129A1 (de) | 2000-05-11 |
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