DE19860101A1 - Plattensubstratvorprodukt und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Plattensubstratvorprodukt und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein nicht aus Aluminium
bestehendes Vorprodukt eines Plattensubstrats, das zur
Bereitstellung einer Textur unter Aufplattieren einer
Ni-P-Schicht (Nickel-Phosphor-Schicht) ausgebildet wird,
und genauer auf ein Vorprodukt eines Plattensubstrats und
eines Herstellungsverfahrens dazu zur einfachen und
kostengünstigen Herstellung eines anorganischen Material
substrats wie etwa eines kristallisierten Glassubstrats,
eines Glassubstrats usw., das für eine Festplatte
verwendet wird.
Derzeitige für eine Festplatte verwendete Platten
substrate umfassen ein Aluminiumsubstrat, das eine mit
einer Ni-P-Schicht plattierte Aluminiumscheibe ist, sowie
ein Glassubstrat aus kristallisiertem Glas oder aus Glas
(einschließlich getempertem Glas), das durch direktes
Aufspratzen einer Magnetschicht usw. ausgebildet wird.
Als Substrat für eine große Festplatte mit einem Durch
messer von 5,25 oder 3,5 Zoll (13,3 oder 8,9 cm) wird das
Aluminiumsubstrat verwendet, während als Substrat für
eine kleine Festplatte mit einem Durchmesser von 2,5 Zoll
(6,4 cm) oder weniger das Glassubstrat verwendet wird.
Das Glassubstrat ist gegenüber dem Aluminiumsubstrat mit
Hinsicht auf die für ein Festplattensubstrat verlangten
Leistungskennwerte wie etwa Schlagfestigkeit (Härte) oder
Steifigkeit (Elastizitätsmodul) überlegen und kann eine
bessere Oberflächenrauhigkeit bereitstellen. Allerdings
sind seine Herstellungskosten höher, da das Herstellungs
verfahren eine längere Bearbeitungszeit erfordert. Da die
Herstellungskosten tendenziell mit zunehmender Größe des
Glassubstrats steigen, ist die Verwendung des Glas
substrats darüber hinaus auf ein Substrat für eine kleine
Festplatte mit einem Durchmesser von 2,5 Zoll (6,4 cm)
oder weniger eingeschränkt, die üblicherweise in einen
tragbaren Personalcomputer eingebaut wird, für den
Schlagfestigkeit erforderlich ist.
Mit Bezug auf die Oberflächenkennwerte des für die Fest
platte verwendeten Glassubstrats wird verlangt, daß das
Substrat eine hohe Flachheit, Oberflächenrauhigkeit und
keine Oberflächenfehler wie etwa Grübchen usw. aufweist.
Um ein Glassubstrat herzustellen, das diese verlangten
Kennwerte erfüllt, wird ein Glassubstratmaterial bislang
geschliffen. Da das sich ergebende Vorprodukt eines
Glassubstrats im allgemeinen in bezug auf die verlangten
Kennwerte eine unzureichende Flachheit und Oberflächen
rauhigkeit aufweist, kommt ein Verfahren zum Einsatz, bei
dem das Vorprodukt des Glassubstrats weiter poliert wird.
Das als Endbearbeitungsschritt bei der Herstellung des
Glassubstrats dienende Polieren umfaßt die Schritte
Halten des Glassubstratvorprodukts zwischen den oberen
und unteren Planscheiben, Aufbringen eines Schmiergel
tuchs aus Polyurethan oder Velours auf einer Polierfläche
der Planscheibe (auf der Berührungsfläche mit dem Glas
substratvorprodukt) und Drehen der oberen und unteren
Planscheiben in zueinander entgegengesetzten Richtungen,
während eine Behandlungsflüssigkeit zugeführt wird, um
die Oberfläche des Glassubstrats mit feinen Schleif
körnern aus Cerdioxid (CeO2) als freiem Schleifkorn zu
polieren.
Das heißt, daß der Polierschritt als ein Schritt zur
Korrektur von winzigen, bei dem vorherigen Schleifschritt
erzeugten Unregelmäßigkeiten betrachtet werden kann, um
eine glatte und gute Oberflächenrauhigkeit zu erhalten.
Daher wird bei dem Polierschritt die bei dem vorherigen
Schleifschritt erzielte Flachheit so übernommen, wie sie
ist, so daß es (mit Hinblick auf die Fertigungseffizienz)
praktisch unmöglich ist, beim Polierschritt die Flachheit
zu korrigieren.
Ein mit Ni-P zu plattierendes Grundmaterial erfordert
mäßig stark ausgeprägte Unregelmäßigkeiten. Da ein
Aluminiumgrundmaterial ein Metall darstellt, werden beim
Polieren mit einem Schwammschleifstein usw. lokal keine
Grübchen (Kornmarken) erzeugt, wodurch ein Aluminium
grundmaterial mit einer gewünschten Oberflächenrauhigkeit
erhalten wird. Dagegen sind ein Glasgrundmaterial und ein
kristallisiertes Glasgrundmaterial spröde Materialien,
weswegen mit dem Schwammschleifstein oder durch das
Läppen mit GC-Schleifkörnern zwar eine gewünschte Ober
flächenrauhigkeit erzielt werden kann, jedoch lokal
Grübchen erzeugt werden, wobei die Grübchen nach dem
Plattieren mit Ni-P auf der polierten Oberfläche zurück
bleiben und zu einer unzureichenden Glasplatte führen.
Eine Umsetzung in die Praxis steht daher noch aus.
Als Verfahren zur Herstellung eines Plattensubstrat
vorprodukts aus einem ein derartiges Glassubstrat
vorprodukt einschließenden anorganischen Material
beziehungsweise als Schleifverfahren für ein Platten
substratmaterial sind derzeit zwei technologische
Richtungen bekannt, wobei bei der einen sehr kleine
Zerstörungen und bei der anderen sehr kleine Verformungen
genutzt werden. Die erstgenannte Richtung findet mit
Hinsicht auf eine stärkere Behandlungs- und Entfern
wirkung Verwendung, wobei Läppen mit freiem Schleifkorn
ein typisches Beispiel dafür ist. Demgegenüber findet die
letztgenannte Richtung Verwendung, um die Oberfläche mit
hoher Genauigkeit zu bearbeiten, wobei ein typisches
Verfahren das Schleifen mit einem ortsfesten Schleifstein
umfaßt.
Das Läppen ist ein typisches Verfahren zum Schleifen
eines Plattensubstratmaterials und wird häufig in einen
primären Läppschritt (Grobläppen) und einen darauf
folgenden sekundären Läppschritt (Feinläppen) unterteilt.
In beiden Fällen wird ein Träger (eine typischerweise aus
Harz bestehende Stelle zum Halten eines Plattensubstrat
materials) mit einem eingepaßten Plattensubstratmaterial
zwischen die aus Eisen bestehenden oberen und unteren
Läppplanscheiben gesetzt. Das Plattensubstratmaterial
wird an beiden Seiten in Pressung gehalten. Die oberen
und unteren Planscheiben werden in zueinander entgegen
gesetzten Richtungen gedreht, um beide Oberflächen des
Plattensubstrats zu läppen, während zwischen ihnen freies
Schleifkorn wie etwa GC (SiC) und eine Bearbeitungs
flüssigkeit zugeführt werden und von der Oberfläche des
Plattensubstratmaterials Späne und Splitter entfernt
werden. Das Verfahren ist insofern vorteilhaft, als für
eine hohe Flachheit, Bearbeitungsgenauigkeit und Bearbei
tungseffizienz gesorgt ist.
Dabei verursacht das Läppen aufgrund eines Aufeinander
treffens (Gleitens) zwischen dem Plattensubstratmaterial
und dem Schleifkorn auf der Plattensubstratmaterialober
fläche winzige Sprödbrüche, wodurch die Oberfläche eines
Plattensubstratmaterials unter einem derartigen Bruch
vorgang geschliffen wird. Auf der Oberfläche des sich
ergebenden Plattensubstratvorprodukts wird durch die
Sprödbrüche ein Bearbeitungsverzug herbeigeführt.
Wenn auf der Oberfläche des Plattensubstratvorprodukts
der Bearbeitungsverzug in unterschiedlichem Ausmaß
zurückbleibt, ist das Plattensubstratvorprodukt verbogen,
so daß keine gute Flachheit mehr zu erzielen ist. Wenn
jedoch beide Ebenen des Plattensubstratmaterials gleich
zeitig bearbeitet werden, kann die auf dem Platten
substratvorprodukt erzeugte Bearbeitungsverformung derart
gestaltet werden, daß sie auf jeder Ebene gleichförmig
und im wesentlichen im gleichen Ausmaß vorhanden ist.
Weil durch das Läppen ein Plattensubstrat mit geringer
Wölbung und hoher Flachheit zur Verfügung gestellt werden
kann, findet es daher als ein Verfahren zur Herstellung
eines Plattensubstratvorprodukts für eine Festplatte
breite Verwendung.
Da das Läppen jedoch bei einer längeren Anwendung einen
partiellen Abrieb verursachen kann, besteht die Möglich
keit, daß auch auf der Läppoberfläche eine Abriebvorbe
lastung hervorgerufen wird, wobei die vorstehend erwähnte
gute Flachheit nicht mehr länger erzielbar ist, sofern
die Läppoberfläche der Läppplanscheibe nicht mit Sorgfalt
gehandhabt wird. Darüber hinaus bringt das Läppen den
Nachteil mit sich, daß durch den Arbeitsablauf bedingt
aufgrund des Sprödbruchvorgangs Grübchen gebildet werden,
die Kornmarken genannt werden.
Diese Grübchen sind winzige Vertiefungen, von denen
angenommen wird, daß sie dann gebildet werden, wenn
während des Läppvorgangs ein verhältnismäßig großes Korn
(Sekundärkorn) über die Oberfläche des Plattensubstrat
materials rollt. Ein Grübchen ist typischerweise 20 bis
30 µm tief. Daher besteht die Notwendigkeit, diese Grüb
chen in dem folgenden Poliervorgang zu entfernen, wobei
dieser üblicherweise für 40 bis 60 Minuten erfolgen muß,
um beide Oberflächen des Plattensubstratvorprodukts zu
polieren. Die Bearbeitungsdauer ist etwa 8- bis 10-mal so
lang wie die Polierdauer bei dem Herstellungsverfahren
für ein Aluminiumsubstrat. Diese lange Bearbeitungsdauer
stellt einen der Hauptgründe für die erhöhten Herstel
lungskosten dar. Von daher ist es erforderlich, ein
Vorprodukt des Plattensubstrats bereitzustellen, das über
das Problem der langen Polierdauer hinaus mit Hinsicht
auf die mit einer Texturierungsbearbeitung verbundenen
Probleme der Kosten und Bearbeitungsgenauigkeit eine
weniger kostenträchtige Texturierungsbearbeitung erlaubt.
Als ein Verfahren zur Unterdrückung eines partiellen
Abriebs der Läppplanscheibe während des Läppens wurde
eine Diamantpellet-Planscheibe entwickelt. Das Problem
der Grübchenbildung ist jedoch noch nicht gelöst. Daher
müssen beide Oberflächen des Plattensubstratvorprodukts
um mindestens 30 bis 40 µm geschliffen werden, um die
Grübchen bei dem folgenden Poliervorgang zu entfernen.
Daher sind die Kosten im wesentlichen die gleichen wie
bei dem das Läppen einsetzenden Verfahren.
Stellt die Schleifbearbeitung dagegen ein Bearbeitungs
verfahren dar, bei dem die Oberfläche des Platten
substratmaterials durch Drehen eines ortsfesten Schleif
steins bei hoher Geschwindigkeit geschliffen wird, wobei
der Schleifstein durch Fixieren eines Schleifkorns wie
etwa Diamant, CBN oder GC mit Metall, Harz oder Glas
ausgebildet wurde, werden bei dieser Schleifbearbeitung
kaum Grübchen gebildet. Werden dennoch Grübchen erzeugt,
weisen sie eine geringe Tiefe auf, so daß die Zeit
erheblich verkürzt wird, um auf der Ebene des Platten
substratvorprodukts verbliebene Unregelmäßigkeitsfehler
bei dem Poliervorgang zu entfernen.
Bei fortgesetzter Schleifbearbeitung werden jedoch
Schleifkornspitzen abgeschliffen, so daß eine weitere
Durchführung des Schleifens nicht mehr möglich und
deswegen von Zeit zu Zeit eine Aufbereitung notwendig
ist. Da die Oberflächen des Plattensubstratmaterials
zudem jeweils nacheinander bearbeitet werden müssen, ist
es nicht möglich, für ein gleichmäßiges Ausmaß oder eine
gleichförmige Verteilung der auf jeder Oberfläche des
Plattensubstratmaterials erzeugten Bearbeitungsverformung
zu sorgen, so daß bei dem Plattensubstratvorprodukt eine
unregelmäßige Wölbung oder Verwindung hervorgerufen wird
und die Flachheit verschlechtert ist.
Da diese Wölbung oder Verwindung, wie vorstehend
erläutert wurde, bei der Polierbearbeitung nicht mehr
entfernt oder korrigiert werden kann, hat eine derartige
Schleifbearbeitung bislang keine Anwendung als Verfahren
zur Herstellung eines Plattensubstratvorprodukts für eine
Festplatte gefunden. Angesichts dessen stellte die Anmel
derin der Erfindung ein Verfahren bereit, bei dem durch
Verfestigen von Schleifkörnern eine Bearbeitungsplan
scheibe ausgebildet wird, das Drehzentrum der Werkstück
planscheibe an den Umfang der Bearbeitungsplanscheibe
gesetzt wird und ein Schleifvorgang durchgeführt wird,
indem die Bearbeitungsplanscheibe und die Werkstückplan
scheibe derart in bezug zueinander gleiten gelassen
werden, daß die geometrischen Orte der Kontaktabschnitte
zwischen dem Plattensubstrat auf der Werkstückplanscheibe
und der Bearbeitungsplanscheibe gleichmäßig sein können.
Die Anmelderin der Erfindung erkannte, daß selbst bei
einer Größe von mehr als 2,5 Zoll (6,4 cm) ein Platten
substratvorprodukt für eine Festplatte mit einer
gewünschten Flachheit verwirklicht werden kann und
meldete daher die Erfindung am 9. Juli 1997 unter der
Nummer JP-A-9-183681 zum Patent an. Allerdings führt die
Umsetzung auf das Verfahren des Plattierens mit Ni-P,
Polierens, Texturierens, Aufspratzens eines Magnetfilms
usw. sowie auf käuflich erhältliche Substrate (Ra ≦ 10 Å)
zu einer zu guten Oberflächenrauhigkeit und ruft infolge
eines Haftungsproblems ein Abspanen des Films hervor. Es
zeigte sich also, daß das ins Auge gefaßte Vorprodukt
nicht verwirklicht werden konnte.
Falls der Filmabspanungseffekt nicht auftritt, kann die
Texturierung mit Hilfe vorhandener Technologie unter
Verwendung eines YAG-Lasers durchgeführt werden. Ferner
übertreffen Träger, die durch Aufspratzen eines Magnet
films auf einer Plattierung mit Ni-P erzielt werden, jene
Träger, die durch direktes Aufspratzen eines Magnetfilms
auf ein Glassubstrat erzielt werden, bezüglich der magne
tischen Kennwerte.
Die Erfindung erfolgte in Anbetracht der mit dem Stand
der Technik verbundenen Probleme. Beim Versuch, die
obengenannten Probleme zu lösen, gelangten die Erfinder
zu der Erfindung, indem sie bei einem Verfahren zum
Schleifen einer zu schleifenden Oberfläche eines Platten
substratmaterials einen Sprödbruchvorgang und einen
Vorgang plastischer Verformung sowie einen Ausfunkvorgang
(Abflachungsvorgang) einbrachten, wobei der Sprödbruch
vorgang im ersten Schritt und der Vorgang plastischer
Verformung im zweiten Schritt erfolgen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Verringe
rung der Kosten ein Verfahren zur Herstellung des
Vorprodukts des Plattensubstrats bereitzustellen, durch
das bei dem Schleifvorgang die Erzeugung von winzigen
Grübchen und einer unregelmäßigen Wölbung eines zu
schleifenden Materials verhindert wird, bei dem durch
Beibehalten eines konstanten Schleifwiderstands an der
Oberfläche des Plattensubstratmaterials und gleich
bleibender geometrischer Orte der fixierten Schleifkörner
eine gute Flachheit des Plattensubstratmaterials
aufrechterhalten wird und das zur Verbesserung der
Bearbeitungsgenauigkeit und -effizienz beiträgt.
Erfindungsgemäß ist ein Vorprodukt eines Plattensubstrats
bereitgestellt, dessen beiden Oberflächen durch einen
Schleifstein geschliffen sind, wobei die Flachheit auf
jeder Ebene 10 µm oder weniger und die durch das
Schleifen erzeugte Höhendifferenz der Unregelmäßigkeiten
0,05 bis 1,0 µm beträgt. Außerdem ist es vorzuziehen, daß
die auf jeder Ebene des Plattensubstratvorprodukts ausge
bildeten geometrischen Orte bzw. Spuren des Schleif
vorgangs von der Mitte nach außen verlaufende Radial
kurven darstellen.
Erfindungsgemäß ist darüber hinaus ein Verfahren zur
Herstellung eines Vorprodukts eines Plattensubstrats
bereitgestellt, das die Schritte derartig aufeinander
folgendes Schleifen beider nacheinander zu bearbeitenden
Ebenen eines Plattensubstratmaterials umfaßt, daß im
wesentlichen für das gleiche Ausmaß an auf jeder
geschliffenen Ebene zurückbleibender Bearbeitungs
verformung gesorgt ist, wodurch nach dem Schleifen eine
Flachheit des Plattensubstratvorprodukts von 10 µm oder
weniger aufrechterhalten wird und die durch das Schleifen
erzeugte Höhendifferenz der Unregelmäßigkeiten in einem
Bereich von 0,05 bis 1,0 µm liegt, was einer Oberflächen
rauhigkeit entspricht, die zur Ausbildung einer
Ni-P-Schicht durch Plattierung ausreicht.
Im Verlauf der Herstellung eines erfindungsgemäßen
Plattensubstratvorprodukts ist es dabei vorzuziehen,
jeweils derartige Bearbeitungsbedingungen einzustellen,
daß wenn eine Ebene des Plattensubstratmaterials mittels
eines sich drehenden Schleifstein geschliffen wird, bei
dem ersten Schleifschritt, bei dem ein größerer Teil
einer vorbestimmten Tiefe geschliffen wird, den Schleif
stein bildende Schleifkörner aus dem Schleifstein heraus
gebrochen werden oder dort herausfallen. Darüber hinaus
ist es vorzuziehen, daß der erste Schleifschritt die
Schritte Befestigen des Plattensubstratmaterials auf
einem Werkstücktisch und Drehen sowohl des Werkstück
tischs als auch des Schleifsteins umfaßt, wobei die
Drehzahl des Werkstücktischs in einem Bereich von 60 bis
80% beziehungsweise von 20 bis 40% von der des Schleif
steins liegt.
Darüber hinaus sollte im Anschluß an den ersten Schleif
schritt der zweite Schleifschritt durchgeführt werden,
und zwar unter einer Bearbeitungsbedingung, bei der den
Schleifstein bildende Schleifkörner im wesentlichen nicht
herausgebrochen werden oder herausfallen. Für den Fall,
daß die Flachheit jeder Ebene des Plattensubstrat
materials 10 µm oder weniger beträgt, ist das erfindungs
gemäße Herstellungsverfahren effektiver. Angesichts des
dem Verfahren zugrundeliegenden Mechanismus ist das
Plattensubstratmaterial ein anorganisches Material
substrat und vorzugsweise ein Glassubstrat oder ein
kristallisiertes Glassubstrat.
Erfindungsgemäß ist zudem eine Schleifmaschine zum
Schleifen jeder Ebene eines Plattensubstratmaterials
bereitgestellt, wobei das zu bearbeitende Platten
substratmaterial an einer Werkstückplanscheibe angebracht
und befestigt wird und ein Bearbeitungstopfschleifstein
und die Werkstückplanscheibe in bezug zueinander gleiten
gelassen werden, wobei der Topfschleifstein durch
Verfestigen von Schleifkörnern ausgebildet wird und das
Drehzentrum der Werkstückplanscheibe auf dem Umfang des
Bearbeitungstopfschleifsteins gelegen ist, wobei die
Maschine einen Gleitantriebssteuerungsmechanismus umfaßt,
um den Topfschleifstein und die Werkstückplanscheibe in
bezug zueinander geleiten zu lassen, so daß die geometri
schen Orte der Kontaktabschnitte zwischen dem Platten
substratmaterial auf der Werkstückplanscheibe und dem
Bearbeitungstopfschleifstein gleichmäßig sind.
Das Plattensubstratmaterial für das erfindungsgemäße
Vorprodukt eines Plattensubstrats ist vorzugsweise Glas
oder kristallisiertes Glas, und das für den Schleifstein
verwendete Schleifkorn ist vorzugsweise entweder Diamant,
CBN oder ein glasartiges Korn, die eine bestimmte Korn
größe aufweisen. Diamant ist besonders vorzuziehen.
Da das erfindungsgemäße Plattensubstratvorprodukt auf der
Oberfläche eine gute Flachheit und geringe Höhendifferenz
der Unregelmäßigkeiten aufweist, ist die Belastung bei
einem Poliervorgang verglichen mit den herkömmlichen
Glassubstraten klein und können die Herstellungskosten
für das Plattensubstrat gesenkt werden. Gemäß dem
erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines
Plattensubstratvorprodukts werden darüber hinaus auf dem
Plattensubstratmaterial während des Schleifvorgangs keine
Grübchen und keine unregelmäßige Wölbung erzeugt, wodurch
bei dem zu schleifenden Material eine gute Flachheit
aufrechterhalten werden kann, während das Verfahren zur
Verbesserung der Bearbeitungsgenauigkeit und -effizienz
und zur Verringerung der Kosten beitragen kann.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1, die eine schematische
Schnittansicht eines Beispiels einer Schleifmaschine zur
Herstellung eines Vorprodukts eines Plattensubstrats
zeigt, wird die Erfindung nachstehend ausführlich anhand
von bevorzugten Ausführungsbeispielen beschrieben.
Das Verfahren zur Herstellung eines Vorprodukts eines
Plattensubstrats umfaßt zunächst die Schritte Ausbilden
eines Bearbeitungstopfschleifsteins durch Verfestigen von
Schleifkörnern mit einer Korngröße von #600 bis #3000 und
vorzugsweise von #800 bis #1200, derartiges Anordnen des
Drehzentrums einer Werkstückplanscheibe, daß es auf dem
Umfang des Bearbeitungstopfschleifsteins liegt, derarti
ges Gleitenlassen des Bearbeitungstopfschleifsteins und
der Werkstückplanscheibe in bezug zueinander, daß die
geometrischen Orte der Kontaktbereiche zwischen dem
Plattensubstratmaterial auf der Werkstückplanscheibe und
dem Bearbeitungstopfschleifstein gleichmäßig sind, wobei
aufeinanderfolgend und ohne Unterbrechung ein Schleif
vorgang unter Sprödbruch und ein Schleifvorgang unter
plastischer Verformung stattfinden, um bei der oberen und
unteren Oberfläche des Plattensubstratvorprodukts- im
wesentlichen den gleichen Bearbeitungsverzug herbei
zuführen.
Fig. 1 zeigt eine schematische Schnittansicht eines
Beispiels einer Schleifmaschine für ein Plattensubstrat
material, die zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Vorprodukts eines Plattensubstrats geeignet ist. Wie in
Fig. 1 gezeigt ist, ist bei der Schleifmaschine für das
Plattensubstratmaterial 30 das Drehzentrum P einer
scheibenförmigen Werkstückplanscheibe 6 derart angeord
net, daß es sich auf dem Umfang eines scheibenförmigen
Bearbeitungstopfschleifsteins 2 befindet.
Die Anzahl an Werkstückplanscheiben 6 ist nicht auf eine
bestimmte Anzahl beschränkt. In Anbetracht dessen,
jeweilige Werkstückplanscheiben 6 zusammenschließen zu
müssen, und in Anbetracht der Größe des zu schleifenden
Plattensubstratmaterials 30 werden vorzugsweise mehrere
Werkstückplanscheiben 6 gewählt. Darüber hinaus wird das
Plattensubstratmaterial 30 auf der Werkstückplanscheibe 6
mit Wachs befestigt oder auf der Werkstückplanscheibe 6
mittels einer Unterdruck-Spannvorrichtung oder derglei
chen angebracht, so daß das Drehzentrum P der Werkstück
planscheibe 6 an dem Drehzentrum Q des Plattensubstrat
materials 30 ausgerichtet ist.
Der Bearbeitungstopfschleifstein 2 wird über eine mit
einem (nicht gezeigten) Motor verbundene Drehwelle 4
drehend angetrieben. Die Werkstückplanscheiben 6 werden
durch Zusammenschluß der jeweiligen Drehwellen 8 mit
einer (nicht gezeigten) von dem Motor ausgehenden Riemen
spannrolle drehend angetrieben, wodurch der Bearbeitungs
topfschleifstein 2 und die Werkstückplanscheibe 6 in
bezug zueinander gleiten gelassen werden. Dabei werden
der Abstand zwischen dem Bearbeitungstopfschleifstein 2
und der Werkstückplanscheibe 6 und die jeweilige Drehzahl
des Bearbeitungstopfschleifsteins 2 und der Werkstück
planscheibe 6 durch einen (nicht gezeigten) Gleit
antriebssteuerungsmechanismus gesteuert, so daß die
Schleiffläche 20, die einen Kontaktbereich des Platten
substratmaterials 30 auf der Werkstückplanscheibe 6 mit
dem Bearbeitungstopfschleifstein 2 darstellt, gleich
bleibend den Verlauf von Radialkurven beschreibt, die
unter Verwendung des Drehzentrums P auf der Werkstück
planscheibe 6 als Achse von der Mitte zum Außenrand hin
verlaufen.
Da dies erlaubt, die geometrischen Orte der Schleifebene
des Bearbeitungstopfschleifsteins in bezug auf den
Schleifwiderstand und das Plattensubstratmaterial 30 auf
der Werkstückplanscheibe gleichmäßig zu halten, führt
dies somit selbst dann, wenn das Plattensubstratmaterial
von einer Oberfläche zu der anderen geschliffen wird, im
Vergleich mit einem herkömmlichen, einen Topfschleifstein
verwendenden Flachdrehschleifverfahren einer Umlauf
bewegungsart dazu, daß infolge des Schleifmechanismus
hauptsächlich Sprödbruch erfolgt. Dadurch kann der auf
jeder Oberfläche des Plattensubstratmaterials 30 erzeugte
Bearbeitungsverzug wie bei dem vorstehend beschriebenen
Läppen im wesentlichen gleichmäßig gestaltet werden.
Folglich wird bei dem sich ergebenden Vorprodukt des
Plattensubstrats eine unregelmäßige Wölbung verhindert,
so daß eine gute Flachheit aufrechterhalten werden kann.
Damit hauptsächlich diese Art von Sprödbruch erfolgt,
müssen die Bearbeitungsbedingungen derart eingestellt
werden, daß Schleifkörner, die den zum Schleifen verwen
deten Schleifstein bilden, herausgebrochen werden oder
herausfallen. Zu diesem Zweck wird das Schleifen
erfindungsgemäß durchgeführt, indem sowohl die drehbare
Werkstückplanscheibe 6 mit dem darauf befestigten
Plattensubstratmaterial 30 als auch der Bearbeitungstopf
schleifstein 2 mit den darin fixierten Schleifkörnern
gedreht werden. Dabei liegt die Drehzahl der Werkstück
planscheibe 6 vorzugsweise innerhalb eines Bereichs von
20 bis 40% beziehungsweise von 60 bis 80% von der des
Bearbeitungstopfschleifsteins 2. Dies ermöglicht die
Einstellung eines Schleifmechanismus, unter dem vor allem
Sprödbruch erfolgt.
Als Bedingung, damit sich derartiger Sprödbruch
einstellt, muß die Vorschubgeschwindigkeit des Bearbei
tungstopfschleifsteins 2 zu dem Plattensubstratmaterial
30 hin berücksichtigt werden. Die Vorschubgeschwindigkeit
kann leicht im Bereich der Drehzahl der Werkstückplan
scheibe 6 festgesetzt werden.
Bei dem vorstehend beschriebenen Schleifverfahren kann,
auch wenn das Plattensubstratmaterial 30 bei hoher
Geschwindigkeit geschliffen wird, der Schleifwiderstand
unter Unterdrückung einer Bildung von Schleifwärme
verringert werden, da die Schleiffläche pro Einheitszeit
klein ist. Obgleich bei der hauptsächlich unter Spröd
bruch erfolgenden Schleifweise eine sehr hohe Flachheit
erhalten werden kann, beträgt unter dem Sprödbruchvorgang
die Höhendifferenz der Unregelmäßigkeiten auf der
Schleifoberfläche nur etwa 8 µm. Zur weiteren Verringe
rung der Höhendifferenz der Unregelmäßigkeiten sollte im
Anschluß an den Sprödbruchvorgang ein Vorgang mit plasti
scher Verformung hinzukommen.
Wird bei dem Schleifschritt eine plastische Verformung
erzeugt, kann dabei der Bearbeitungsverzug manchmal
deutlich ansteigen. Um das Entstehen dieses Bearbeitungs
verzugs zu unterdrücken, ist es vorzuziehen, die Tiefe
beim Schleifen unter plastischer Verformung auf höchstens
5 µm oder weniger zu beschränken. Als Vorgehensweise um
zu verhindern, daß die Flachheit des Plattensubstrat
materials 30 durch die plastische Verformung verschlech
tert wird, sollte die auf der Schleifoberfläche des
Plattensubstratvorprodukts hinterlassene Schleifspur eine
sich von der Mitte zu dem Außenrand hin ausbreitende
Radialkurve beschreiben.
Daß bei dem Schleifbearbeitungsschritt hauptsächlich
plastische Verformung erzielt wird, kann dadurch erreicht
werden, daß die Vorschubgeschwindigkeit des Bearbeitungs
topfschleifsteins 2 gesenkt wird. Durch Kombination des
Sprödbruchvorgangs mit dem Vorgang der plastischen
Verformung und durch Ausführung dieser Vorgänge als
aufeinanderfolgender Ablauf kann die Flachheit erhöht und
die Höhendifferenz der Unregelmäßigkeiten in einem
Bereich von 0,05 µm bis 1 µm gehalten werden. Das
bedeutet, daß bei dem Herstellungsverfahren für das
Plattensubstratmaterial zunächst auf jeden Fall ein durch
Sprödbruch gekennzeichneter Schleifvorgang erfolgt,
wodurch ein Vollsetzen des Bearbeitungstopfschleifsteins
2 unterdrückt wird und die sich anschließende plastische
Verformung effizient erfolgen kann.
Der (nicht gezeigte) Gleitantriebssteuerungsmechanismus
der erfindungsgemäßen Schleifmaschine sollte vorzugsweise
eine Regelung durchführen, bei der der Abstand zwischen
dem Bearbeitungstopfschleifstein und der Werkstückplan
scheibe, die Drehzahl des Bearbeitungstopfschleifsteins
und der Werkstückplanscheibe oder dergleichen gemessen
und das Ergebnis zu einer (nicht gezeigten) Gleit
antriebseinheit rückgeführt wird.
Da der bei dem Plattensubstratvorprodukt verbleibende,
vom Einspannzustand auf der Werkstückplanscheibe
abhängige oder aufgrund der Schleifwärme entstandene
Verzug die Bearbeitungsgenauigkeit erheblich beeinflußt,
ist es zudem notwendig, der Kontrolle beim Einbau des
Plattensubstratmaterials und der Vorgehensweise bei der
Abführung der Schleifwärme ausreichende Aufmerksamkeit zu
schenken, damit das Vorprodukt des Plattensubstrats mit
einer gleichmäßigen Dicke und Wölbung und einer sehr
genau eingestellten Flachheit erhalten wird.
Das Schleifen erfolgt üblicherweise auf nasse Weise, so
daß Einrichtungen wie etwa eine Düse zur Zuführung von
Schleifflüssigkeit zu einem Schleifbereich und eine
Umwälzleitung oder dergleichen vorzusehen sind. Die
Schleifflüssigkeit hängt von der Art des den Bearbei
tungstopfschleifstein bildenden Schleifkorns ab. Für
Diamant oder einen glasartigen Schleifstein ist eine
wasserlösliche Schleifflüssigkeit mit gutem Kühlvermögen
vorzuziehen, während für einen CBN-Schleifstein eine
wasserunlösliche Schleifflüssigkeit vorzuziehen ist.
Dabei weist der bei der Erfindung verwendete Bearbei
tungstopfschleifstein vorzugsweise eine hohe Steifigkeit
auf, um ein Plattensubstratmaterial, das in Tangential
richtung einen wesentlichen höheren Schleifwiderstand als
in Normalenrichtung aufweist, mit hoher Genauigkeit zu
schleifen. Daher bestehen die den Bearbeitungstopf
schleifstein bildenden Schleifkörner vorzugsweise aus
entweder Diamant-, CBN-, oder glasartigen Körnern. In der
Praxis sind Diamantkörner eher vorzuziehen. Darüber
hinaus stellt der bei der Erfindung verwendete Bearbei
tungstopfschleifstein vorzugsweise entweder einen
porösen, pelletartigen bzw. grob gepreßten oder segment
artigen Schleifstein dar, um eine leichte Entfernung von
Spänen und eine leichte Zuführung von Schleifflüssigkeit
zu einem gerade geschliffenen Bereich zu erlauben.
Da das Vorprodukt des Plattensubstrats bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren unter einer auf seinen Ober
flächen Radialkurven beschreibenden Schleifführung
hergestellt wird und unter Verhinderung von Grübchen
bildung auf der Schleifoberfläche eine Höhendifferenz der
Unregelmäßigkeiten zwischen etwa 0,05 und 1,0 µm
aufweist, kann die Schleiftiefe somit bei dem folgenden
Polierschritt auf etwa 10 µm auf beiden Seiten beschränkt
werden.
Da sich bei dem Polierschritt die Schleiftiefe verringern
läßt, kann das Polieren daher kostengünstig durchgeführt
werden, während die Flachheit des Plattensubstrat
vorprodukts aufrechterhalten werden kann, ohne daß ein
Abwalzen oder Abkratzen hervorgerufen wird. Folglich ist
das Plattensubstratvorprodukt aus beispielsweise
geschliffenem Glas oder kristallisiertem Glas als
Vorläufer eines Plattensubstrats für eine Festplatte
geeignet, das einen Durchmesser von 3 Zoll (7,6 cm) oder
mehr aufweist.
Die Erfindung wird nun detaillierter anhand von konkreten
Ausführungsbeispielen und Vergleichsbeispielen
beschrieben.
Das Schleifen erfolgte unter den in Tabelle 1 aufgeführ
ten Schleifbedingungen unter Einsatz der nachstehend
angegebenen Schleifkorngröße und unter Verwendung eines
kristallisierten Glassubstratmaterials als das zu
schleifende Plattensubstratmaterial, wobei das Glas
substrat ringförmig war (Durchmesser: 65 mm, Dicke: 0,83
mm) und durch zweistündiges Erwärmen bei 750°C kristalli
siert wurde. Um einen Vergleichswert zu erhalten,
erfolgte ein Polieren unter Verwendung von Ceroxid.
Nachdem jeweils die Oberflächenrauhigkeit des Glas
substratvorprodukts überprüft worden war, das durch
Schleifen mit der jeweiligen Schleifkorngröße erhalten
wurde, wurde die Oberfläche dann auf übliche Weise mit
einer Ni-P-Schicht plattiert. Nach Durchführung einer
Nachbehandlung erfolgte ein Texturausbildungsvorgang.
Dabei wurde die Haftung der Ni-P-Schicht überprüft.
Tabelle 2 zeigt die Prüfergebnisse mit einer allgemeinen
Beurteilung des Gesamtverfahrens. Außerdem zeigt Tabelle
2 die Meßergebnisse für das Schleifausmaß bei dem
Schleifvorgang. Bei den Beurteilungsergebnissen bezeich
net O keine Probleme bei der praktischen Verwendung;
bezeichnet x ein konkretes Problem, d. h. ein nicht
zufriedenstellendes Ergebnis; und bezeichnet Δ ein
möglicherweise akzeptables Ergebnis, das jedoch nicht
vollständig zufriedenstellend ist.
Zu beachten: Beispiele 1 und 8 beziehen sich auf
Vergleichsbeispiele und Beispiele 2 bis 7 auf erfindungs
gemäße Ausführungsbeispiele.
Aus den in Tabelle 2 gezeigten Ergebnissen geht hervor,
daß ein Glassubstratvorprodukt mit einer höheren Haftung
der durch Plattierung ausgebildeten Ni-P-Schicht und
einem kleineren Ausmaß an bei dem Schleifvorgang erzeug
ten Bearbeitungsunterschieden erhalten werden kann, wenn
eine der Schleifkorngrößen #600 bis #3000 verwendet wird.
Durch das Polieren mit Ceroxid kann keine gute Haftung
erzeugt werden.
Es wird daher angestrebt, mit Hinsicht auf ein großes und
kostengünstiges Plattensubstrat ein mit einer
Ni-P-Schicht plattiertes Vorprodukt eines Plattensubstrats mit
kleinstmöglichem Polierumfang herauszubilden. Wie in der
Tabelle 2 eindeutig gezeigt ist, stellt das erfindungs
gemäße Verfahren ein hervorragendes Schleifverfahren dar,
das sämtliche aufgeführten Erfordernisse erfüllt.
Wie vorstehend beschrieben ist, kann bei dem erfindungs
gemäßen Vorprodukt eines Plattensubstrats der Polier
umfang in dem anschließenden Schritt verringert und eine
starke Haftung der aufplattierten Ni-P-Schicht erzielt
werden. Die zum Polieren benötigte Zeit wird daher
erheblich verkürzt und bei dem Texturierungsvorgang an
Kosten gespart, wodurch für das Plattensubstrat insgesamt
ein erheblicher Kostenvorteil entsteht. Darüber hinaus
kann bei geringen Kosten ein Glassubstrat mit einer Größe
von mehr als 2,5 Zoll (6,4 cm) bereitgestellt werden, das
bislang nicht zur Verfügung stand. Da bei dem erfindungs
gemäßen Verfahren zur Herstellung eines Plattensubstrat
vorprodukts verhindert werden kann, daß sich während des
Schleifens Grübchen und eine unregelmäßige Wölbung
bilden, indem an einer Oberfläche eines Plattensubstrat
materials oder des zu schleifenden Materials der Schleif
widerstand und die geometrischen Orte der fixierten
Schleifkörner gleichmäßig gehalten werden, kann bei dem
Plattensubstratvorprodukt eine gute Flachheit aufrecht
erhalten werden.
Dadurch, daß eine Bearbeitungsplanscheibe 2 durch
Verfestigen von Schleifkörnern mit einer bestimmten
Korngröße ausgebildet und auf eine derartige Weise ange
ordnet wird, daß das Drehzentrum P der Werkstückplan
scheibe 6 auf dem Umfang der Bearbeitungsplanscheibe 2
gelegen ist, und daß dann ein Schleifvorgang durchgeführt
wird, indem die Bearbeitungsplanscheibe 2 und die Werk
stückplanscheibe 6 in bezug zueinander gleiten gelassen
werden, so daß die geometrischen Orte eines Kontakt
bereichs 20 der Bearbeitungsplanscheibe 2 zu einem
Plattensubstratmaterial 30 auf der Werkstückplanscheibe 6
gleichmäßig sind, wird also ein Vorprodukt eines Platten
substrats, das die Herstellung eines ein anorganisches
Material wie etwa Glas umfassenden Plattensubstrats
ermöglicht, das eine sehr genau eingestellte Flachheit
und Oberflächenrauhigkeit aufweist, frei von Oberflächen
fehlern wie etwa Grübchen ist und zu geringen Kosten
hergestellt werden kann, sowie ein Verfahren zu dessen
Herstellung bereitgestellt.
Claims (11)
1. Vorprodukt eines Plattensubstrats, dessen beiden
Oberflächen durch einen Schleifstein geschliffen sind,
wobei
die Flachheit jeder Ebene 10 µm oder weniger beträgt und
die Höhendifferenz von durch das Schleifen erzeugten Unregelmäßigkeiten in einem Bereich von 0,05 bis 1,0 µm liegt.
die Flachheit jeder Ebene 10 µm oder weniger beträgt und
die Höhendifferenz von durch das Schleifen erzeugten Unregelmäßigkeiten in einem Bereich von 0,05 bis 1,0 µm liegt.
2. Vorprodukt eines Plattensubstrats nach Anspruch 1,
wobei
die auf jeder Ebene des Plattensubstratvorprodukts
ausgebildeten Spuren des Schleifvorgangs von der Mitte
aus nach außen verlaufende Radialkurven sind.
3. Verfahren zur Herstellung eines Vorprodukts eines
Plattensubstrats, mit dem Schritt derartig aufeinander
folgendes Schleifen beider nacheinander zu bearbeitenden
Ebenen eines Plattensubstratmaterials, daß im wesent
lichen für das gleiche Ausmaß an auf jeder geschliffenen
Ebene zurückbleibender Bearbeitungsverformung gesorgt
ist, wobei
nach dem Schleifen eine Flachheit des Platten
substratvorprodukts von 10 µm oder weniger aufrecht
erhalten wird.
4. Verfahren zur Herstellung eines Vorprodukts eines
Plattensubstrats nach Anspruch 3, wobei
beim Schleifen einer Ebene des Plattensubstrat
materials mittels eines sich drehenden Schleifsteins in
einem ersten Schleifschritt, bei dem ein größerer Teil
einer vorbestimmten Tiefe geschliffen wird, den Schleif
stein bildende Schleifkörner vorzugsweise aus dem
Schleifstein herausgebrochen werden oder dort heraus
fallen.
5. Verfahren zur Herstellung eines Vorprodukts eines
Plattensubstrats nach Anspruch 3 oder 4, wobei
der erste Schleifschritt die Schritte Befestigen des
Plattensubstratmaterials auf einem Werkstücktisch sowie
Drehen sowohl des Werkstücktischs als auch das Schleif
steins und Schleifen jeder Ebene des Plattensubstrat
materials umfaßt, wobei die Drehzahl des Werkstücktischs
in einem Bereich von 60 bis 80% beziehungsweise von 20
bis 40% der Drehzahl des Schleifsteins liegt.
6. Verfahren zur Herstellung eines Vorprodukts eines
Plattensubstrats nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei
auf den ersten Schleifschritt folgend ein zweiter
Schleifschritt unter einer Bearbeitungsbedingung erfolgt,
bei dem den Schleifstein bildende Schleifkörner im
wesentlichen nicht herausgebrochen werden oder heraus
fallen.
7. Verfahren zur Herstellung eines Vorprodukts eines
Plattensubstrats nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei
die Flachheit jeder Ebene des Plattensubstrat materials 10 µm oder weniger beträgt und
die Oberflächenrauhigkeit (Ry) 0,05 bis 1,0 µm beträgt.
die Flachheit jeder Ebene des Plattensubstrat materials 10 µm oder weniger beträgt und
die Oberflächenrauhigkeit (Ry) 0,05 bis 1,0 µm beträgt.
8. Verfahren zur Herstellung eines Vorprodukts eines
Plattensubstrats nach einem der Ansprüche 3 bis 7, wobei
das Plattensubstratmaterial ein anorganisches
Materialsubstrat ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines Vorprodukts eines
Plattensubstrats nach Anspruch 8, wobei
das anorganische Materialsubstrat ein Glassubstrat
oder ein kristallisiertes Glassubstrat ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Vorprodukts eines
Plattensubstrats nach Anspruch 8, wobei
das Vorprodukt eines Plattensubstrats mittels einer Plattensubstratmaterial-Schleifmaschine zum Schleifen jeder Ebene eines Plattensubstratmaterials hergestellt wird, die
eine Werkstückplanscheibe (6);
eine auf der Werkstückplanscheibe (6) bereit gestellte Einrichtung zum Anbringen und Befestigen des zu bearbeitenden Plattensubstratmaterials (30) auf der Werkstückplanscheibe (6); und
eine Einrichtung zum in bezug zueinander stehenden Gleitenlassen der Werkstückplanscheibe (6) und des Bearbeitungstopfschleifsteins (2) umfaßt, wobei
ein Drehzentrum (P) der Werkstückplanscheibe (6) auf einem Umfang des Bearbeitungstopfschleifsteins (2) gelegen ist;
die Einrichtung zum in bezug zueinander stehenden Gleitenlassen des Bearbeitungstopfschleifsteins (2) und der Werkstückplanscheibe (6) einen derartigen Antriebs steuerungsmechanismus umfaßt, daß die geometrischen Orte von Kontaktabschnitten (20) zwischen dem Plattensubstrat material (30) auf der Werkstückplanscheibe (6) und dem Bearbeitungstopfschleifstein (2) gleichmäßig sein können; und
die Schleifkörner einer Korngröße von #600 bis #3000 entsprechen.
das Vorprodukt eines Plattensubstrats mittels einer Plattensubstratmaterial-Schleifmaschine zum Schleifen jeder Ebene eines Plattensubstratmaterials hergestellt wird, die
eine Werkstückplanscheibe (6);
eine auf der Werkstückplanscheibe (6) bereit gestellte Einrichtung zum Anbringen und Befestigen des zu bearbeitenden Plattensubstratmaterials (30) auf der Werkstückplanscheibe (6); und
eine Einrichtung zum in bezug zueinander stehenden Gleitenlassen der Werkstückplanscheibe (6) und des Bearbeitungstopfschleifsteins (2) umfaßt, wobei
ein Drehzentrum (P) der Werkstückplanscheibe (6) auf einem Umfang des Bearbeitungstopfschleifsteins (2) gelegen ist;
die Einrichtung zum in bezug zueinander stehenden Gleitenlassen des Bearbeitungstopfschleifsteins (2) und der Werkstückplanscheibe (6) einen derartigen Antriebs steuerungsmechanismus umfaßt, daß die geometrischen Orte von Kontaktabschnitten (20) zwischen dem Plattensubstrat material (30) auf der Werkstückplanscheibe (6) und dem Bearbeitungstopfschleifstein (2) gleichmäßig sein können; und
die Schleifkörner einer Korngröße von #600 bis #3000 entsprechen.
11. Verfahren zur Herstellung eines Vorprodukts eines
Plattensubstrats nach Anspruch 10, wobei
die Schleifkörner Diamant-, CBN- oder glasartige
Körner sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP9361397A JPH11188588A (ja) | 1997-12-26 | 1997-12-26 | ディスク基板中間体およびその製造方法 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19860101A1 true DE19860101A1 (de) | 1999-07-22 |
Family
ID=18473414
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19860101A Withdrawn DE19860101A1 (de) | 1997-12-26 | 1998-12-23 | Plattensubstratvorprodukt und Verfahren zu dessen Herstellung |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPH11188588A (de) |
| KR (1) | KR19990063400A (de) |
| CN (1) | CN1221174A (de) |
| DE (1) | DE19860101A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006015761A1 (de) * | 2004-08-02 | 2006-02-16 | Carl Zeiss Vision Gmbh | Verfahren und vorrichtung zur bearbeitung von oberflächen von optischen werkstücken |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP4795529B2 (ja) * | 2000-12-07 | 2011-10-19 | 株式会社東芝 | セラミック基板、薄膜回路基板およびセラミック基板の製造方法 |
| EP3479936A1 (de) | 2017-11-03 | 2019-05-08 | Siemens Aktiengesellschaft | Drehen von werkstücken auf einer werkzeugmaschine |
-
1997
- 1997-12-26 JP JP9361397A patent/JPH11188588A/ja active Pending
-
1998
- 1998-12-23 DE DE19860101A patent/DE19860101A1/de not_active Withdrawn
- 1998-12-24 KR KR1019980058052A patent/KR19990063400A/ko not_active Ceased
- 1998-12-28 CN CN98126347A patent/CN1221174A/zh active Pending
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|---|---|---|---|---|
| WO2006015761A1 (de) * | 2004-08-02 | 2006-02-16 | Carl Zeiss Vision Gmbh | Verfahren und vorrichtung zur bearbeitung von oberflächen von optischen werkstücken |
| DE102004037454A1 (de) * | 2004-08-02 | 2006-02-23 | Carl Zeiss Ag | Verfahren zur Bearbeitung von Oberflächen von Werkstücken |
| US7765903B2 (en) | 2004-08-02 | 2010-08-03 | Carl Zeiss Smt Ag | Method and device for processing optical workpiece surfaces |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPH11188588A (ja) | 1999-07-13 |
| KR19990063400A (ko) | 1999-07-26 |
| CN1221174A (zh) | 1999-06-30 |
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