DE19860075A1 - Anordnung zum Verbinden zweier rohrförmiger Elemente - Google Patents
Anordnung zum Verbinden zweier rohrförmiger ElementeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Verbinden zweier rohrförmiger Elemente, insbesondere von Enden zweier Rohre einer Klimaanlage, mit zwei ineinandergreifenden Verschlußteilen, die zum Erreichen einer Verriegelungsstellung gegeneinander verdrehbar sind und in axialer Richtung gegeneinander verlagerbar sind (Bajonettverschluß). DOLLAR A Es ist vorgesehen, daß die Verschlußteile (42, 44) aus jeweils mindestens zwei Teilelementen (46, 48; 50, 52) bestehen, wobei die Teilelemente (46, 48; 50, 52) in radialer Richtung durch zwei ineinandergreifende Hülsen (92, 104) fixiert werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Verbinden
zweier rohrförmiger Elemente, insbesondere von En
den zweier Rohre einer Klimaanlage, mit den im
Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Merkmalen.
Es ist bekannt, beispielsweise zur Herstellung ei
nes Kühlmittelkreislaufes, einzelne Rohre an ihren
Enden miteinander zu verbinden. Hierzu werden bei
spielsweise als Schnellkupplungen ausgebildete Ba
jonettverschlüsse verwendet. Die Bajonettverschlüs
se besitzen üblicherweise zwei einander zugeordne
te, ineinandergreifende Verschlußteile, die zum Er
reichen einer Verriegelungsstellung gegeneinander
verdrehbar und in axialer Richtung gegeneinander
verlagerbar sind.
Bei den bekannten Bajonettverschlüssen ist es nach
teilig, daß die Dichtung ausschließlich über ein
radial geformtes Dichtelement erreicht wird. Diese
Dichtelemente werden dabei üblicherweise als Dicht
scheiben zwischen den beiden Enden der rohrförmigen
Elemente angeordnet. Eine solche Schnellkupplung
ist gegenüber mechanischen Beanspruchungen senk
recht zur Achse der beiden Enden labil.
Weiterhin weisen die verwendeten Dichtscheiben je
zwei Dichtflächen auf, die an entsprechend geform
ten Dichtflächen an den Enden der rohrförmigen Ele
mente anliegen. Diese Dichtflächen sind radial ver
setzt zur Längsmittelachse der rohrförmigen Elemen
te angeordnet, was insbesondere nachteilig ist,
wenn durch die rohrförmigen Elemente ein unter
Druck stehendes Medium gefördert werden soll. Des
weiteren ist die Größe und die räumliche Ausdehnung
der Dichtfläche ein Maß für die Druckstabilität ei
ner solchen Dichtung, das heißt, daß zur Erhöhung
dieser Stabilität bei den bekannten Bajonettver
schlüssen die Dichtflächen in radialer Richtung
vergrößert werden. Die Kupplung wird damit in ra
dialer Richtung verbreitert. Dies führt zu einem
vergrößerten Raumbedarf.
Bekannt sind ferner Bajonettverschlüsse, die zur
Überwindung der erläuterten Nachteile radialer
Dichtelemente axial ausgeformte Dichtungen aufwei
sen. Hierzu wird üblicherweise ein Ende des rohr
förmigen Elements in seinem Innenradius auf den Au
ßenradius des zweiten rohrförmigen Elements aufge
weitet. Anschließend werden die beiden Elemente
axial miteinander verbunden. Somit sind die beiden
Enden als Dichtelemente ausgebildet, wobei ihre In
nen- beziehungsweise Außenfläche die Dichtfläche
der Dichtung bildet. Auf diese Weise wird einer
seits die Stabilität des Bajonettverschlusses ge
genüber Querkräften erhöht und andererseits besteht
durch die Vergrößerung und die axiale Ausrichtung
der Dichtfläche eine erhöhte Druckstabilität. Nach
teilig ist, daß bei den bekannten Bajonettver
schlüssen mit axialer Dichtung zum Lösen der Ver
bindung teils speziell geformte Werkzeuge einge
setzt werden müssen.
Des weiteren ist nachteilig bei den bisher bekann
ten Bajonettverschlüssen, daß für die axiale Fixie
rung der Koppelelemente an den Enden der rohrförmi
gen Elemente teils aufwendige Anordnungen verwendet
werden und daß die Anbringung eines solchen Koppe
lelements aufwendig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine An
ordnung der gattungsgemäßen Art zu schaffen, die
einen einfachen Aufbau aufweist und bei der eine
hohe Dichtwirkung auch mit nur geringen Kräften si
chergestellt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Anordnung mit
den im Anspruch 1 genannten Merkmalen vorgeschla
gen. Dadurch, daß die beiden Verschlußteile aus je
zwei Teilelementen bestehen und diese Teilelemente
in radialer Richtung durch zwei ineinandergreifende
Hülsen fixiert werden, ist das Anbringen (Montage)
des Verschlusses an den Enden zweier rohrförmiger
Elemente sowie das Entfernen (Demontage) des Ver
schlusses ohne zusätzliches Werkzeug, also mit blo
ßen Händen, möglich. Dadurch, daß die Verschlußtei
le jeweils aus mehreren, vorzugsweise aus zwei Tei
lelementen bestehen, ist in vorteilhafter Weise
auch eine nachträgliche Montage und Demontage der
Verschlußteile an einer bereits verlegten Rohrlei
tung möglich. Die Teilelemente der Verschlußteile
sind hierbei vorzugsweise derart gestaltet, daß
diese plan aneinanderliegen und durch die Hülsen in
ihrer Lage fixiert werden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgese
hen, daß die Hülsen in axialer Richtung durch je
weils einen Sicherungsring fixierbar sind. Das Er
reichen der Verriegelungsstellung wird bei einer
bevorzugten Ausführungsform durch eine radiale Ver
lagerung eines beweglichen Stiftes, der in einer
der ineinandergreifenden Hülsen angeordnet ist, an
gezeigt.
In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung
ist vorgesehen, daß ein erstes Verschlußteil eine
Hülse umfaßt, in die ein Steckabschnitt des zweiten
Verschlußteiles einrastbar ist. Hierdurch wird in
einfacher Weise eine form- und kraftschlüssige Ver
bindung der beiden Verschlußteile miteinander er
reicht.
Darüber hinaus ist in bevorzugter Ausgestaltung der
Erfindung vorgesehen, daß ein Dichtelement als
axiales Element ausgebildet ist, das bei der Ver
riegelung des Verschlusses in axialer Richtung ge
staucht wird. In bevorzugter Weise weist das Dicht
element hierzu Formmerkmale auf, die durch die
Dichtflächen axial verlagert werden können, ohne
daß diese dabei radial ausgelenkt werden. Die durch
die axiale Stauchung der Formmerkmale zu überwin
denden Kräfte bei der Überführung der Verschlußtei
le in die Verriegelungsstellung können gleichzeitig
bei der Entriegelung des Bajonettverschlusses ge
nutzt werden, so daß die zum Lösen der Anordnung
von außen aufzubringenden Kräfte relativ gering
sein können. Damit ist auch die Verriegelung und
Entriegelung des Verschlusses ohne zusätzliche
Werkzeuge möglich.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprü
chen genannten Merkmalen.
Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausfüh
rungsbeispiel anhand der Zeichnungen näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Explosionsdarstellung eines Aus
führungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Anordnung;
Fig. 2 eine Schnittdarstellung der Anordnung
gemäß Fig. 1 in einer Entriegelungs
stellung;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung in einer Ver
riegelungsstellung und
Fig. 4a bis 4c Einzelschritte zum Erreichen der Ver-
riegelungsstellung in einer schemati
schen
Schnittansicht.
In Fig. 1 ist eine Explosionsdarstellung einer An
ordnung 10 zum Verbinden zweier rohrförmiger Ele
mente dargestellt. Die Anordnung 10 umfaßt ein er
stes Rohr 12 und ein zweites Rohr 14, wobei hier
jeweils nur die Enden 16 beziehungsweise 18 der
Rohre 12 und 14 dargestellt sind. Das Rohrende 16
besitzt eine erste Dichtfläche 22, die von einem
Flansch 24 gebildet wird. Die Dichtfläche 22 bildet
hierbei eine radiale Ringfläche aus.
Das Ende 18 des zweiten Rohrs 14 besitzt eine Auf
weitung 30, die so ausgebildet ist, daß ein Innen
durchmesser der Aufweitung 30 im wesentlichen
gleich groß ist, wie ein Außendurchmesser des Endes
16 des Rohres 12. Hierdurch wird sichergestellt,
daß das Ende 16 des ersten Rohres 12 in die Aufwei
tung 30 des zweiten Rohres 14 axial verschiebbar
beziehungsweise einschiebbar ist. Das Ende 18 des
Rohres 14 besitzt an seiner Stirnseite einen tel
lerartigen Flansch 36, der eine ringförmige Dicht
fläche 38 ausbildet. Die ringförmigen Dichtflächen
22 und 38 liegen sich somit axial beabstandet, par
allel zueinander verlaufend gegenüber.
Ferner ist ein Dichtelement 34 vorgesehen, das im
wesentlichen ringförmig ausgebildet ist, wobei der
Innendurchmesser des Dichtelements 34 in etwa
gleich groß ist, wie der Außendurchmesser des Endes
16 des Rohres 12. Hierdurch kann das Dichtelement
34 auf das Ende 16 aufgeschoben werden. Bei nach
folgend aufgestecktem Rohr 14 ist das Dichtelement
34 somit zwischen den radialen, ringförmigen Dicht
flächen 22 und 38 angeordnet und liegt an diesen
Dichtflächen 22, 38 an beziehungsweise ist zwischen
diesen Dichtflächen 22, 38 klemmend gehalten.
Die Anordnung 10 umfaßt ferner einen Bajonettver
schluß 40, der aus zwei Verschlußteilen 42 bezie
hungsweise 44 besteht. Das Verschlußteil 42 besteht
aus zwei Teilelementen 46 und 48, die jeweils etwa
halbkreisförmig ausgebildet sind. Jedes der Teile
lemente 46 und 48 besitzt eine plane Kontaktfläche
54 beziehungsweise 56, die bei einem nachträglichen
Aufbringen auf das Rohr 12 und 14 aneinanderliegen.
Zur Fixierung der beiden Teilelemente 46 und 48
dient eine Hülse 92, deren Innendurchmesser gleich
groß ist, wie der Außendurchmesser des ersten Ver
schlußteiles 42. Bei der weiteren Beschreibung wird
davon ausgegangen, daß das Verschlußteil 42 eine
aus den Teilelementen 46 und 48 bestehende Einheit
bildet.
Das Verschlußteil 42 besitzt eine axiale Durch
gangsöffnung 58, deren Innendurchmesser dem Außen
durchmesser des Rohres 12 entspricht, wobei im Zu
sammenhang mit der hier vorliegenden Erfindung un
ter dem Begriff "entspricht" gleich große Durchmes
ser verstanden werden. Ferner weist das Verschluß
teil 42 auf der Außenseite des Bereichs, der die
axiale Durchgangsöffnung 58 trägt, eine Verjüngung
57 auf, mit einer radialen Vertiefung 59. Die Ver
tiefung 59 kann einen Sicherungsring 102 aufnehmen,
der die axiale Position der Hülse 92 fixiert. Dazu
weist die Hülse 92 an ihrem einen Ende 93 auf einer
Innenfläche 94 einen Vorsprung 100 auf, der vor
zugsweise radial ausgeformt ist. Der Vorsprung 100
weist einen Innendurchmesser auf, der kleiner ist
als der Außendurchmesser des Sicherungsringes 102
und der dem Außendurchmesser der Verjüngung 57 ent
spricht. Somit ist die relative axiale Lage der
Hülse 92 zu dem ersten Verschlußteil 42 fixiert.
Die Hülse 92 weist weiterhin einen Vorsprung 91
auf, der von der Innenfläche 94 parallel zur Achse
des Rohres 12 anwächst und eine Nut 89 aufweist.
Der Vorsprung 91 besitzt eine Innenfläche 87, die
derart ausgestaltet ist, daß sie formschlüssig an
einer Mantelfläche 61 des Verschlußteils 42 liegt
und damit eine radiale Verdrehung der Hülse 92 und
des Verschlußteils 42 verhindert. Die Mantelfläche
61 weist ferner eine Nut 63 auf, an der nach Monta
ge des Bajonettverschlusses 40 die Nut 89 der Hülse
92 liegt, so daß die Hülse 92 in einer definierten
Position zum Verschlußteil 42 angeordnet ist.
Das Verschlußteil 42 umfaßt ferner eine Hülse 60
mit einer Hülseninnenfläche 62. An der Hülseninnen
fläche 62 sind radial nach innen gerichtete Vor
sprünge 64 angeordnet. Durch die Hülse 62 wird
praktisch ein Innenraum des Bajonettverschlusses 40
ausgebildet.
Das Verschlußteil 44 besteht ebenfalls aus zwei im
wesentlichen halbkreisförmigen Teilelementen 50 und
52. Jedes der Teilelemente 50 und 52 besitzt zwei
plane Kontaktflächen 68 und 70, die beim Aufbringen
des Verschlußteils 44 aneinanderliegen. Somit ist
auch das Verschlußteil 44 nachträglich auf das Rohr
14 aufbringbar. Das Verschlußteil 44 wird dabei in
radialer Richtung durch eine Hülse 104 fixiert. Die
Hülse 104 weist einen Innendurchmesser auf, der dem
Außendurchmesser des Verschlußteiles 42 entspricht.
Die Hülse 104 besitzt ferner eine Mantelfläche 106,
deren Durchmesser dem Innendurchmesser der ersten
Hülse 94 entspricht.
Das Verschlußteil 44 besitzt eine Durchgangsöffnung
76, deren Innendurchmesser im wesentlichen dem Au
ßendurchmesser der Aufweitung 30 des Rohres 14 ent
spricht. Somit ist das Verschlußteil 44 zu der Auf
weitung 30 und dem Flansch 36 axial beweglich.
Ferner weist das Verschlußteil 44 an seinem Ende 73
eine Verjüngung 74 auf, mit einer radialen Vertie
fung 75. Die Vertiefung 75 kann dabei wiederum ei
nen Sicherungsring 102 aufnehmen, dessen Außen
durchmesser wiederum größer ist als der Innendurch
messer eines Vorsprunges 108, der sich an dem Ende
105 der zweiten Hülse 104 radial nach innen er
streckt. Der Innendurchmesser in dem Bereich der
Hülse 104 - die den Vorsprung 108 aufweist - ent
spricht dem Außendurchmesser der Verjüngung 74 des
Verschlußteiles 44. Somit ist die Hülse 104 in
axialer Richtung fixiert.
Die Hülse 104 weist weiterhin einen Vorsprung 110
auf, der von einer Innenfläche 112 parallel zur
Achse des Rohrs 14 anwächst. Der Vorsprung 10 be
sitzt eine Innenfläche 114, die derart ausgebildet
ist, daß sie formschlüssig an einer Mantelfläche 53
des Verschlußteils 44 liegt und damit eine radiale
Verdrehung der Hülse 104 und des Verschlußteils 44
verhindert.
Das Teilelement 50 des Verschlußteiles 44 weist
ferner im Bereich eines Steckabschnittes 77 eine
Vertiefung 78 auf, deren Mantelfläche 80 dem Innen
durchmesser des Vorsprunges 64 des ersten Ver
schlußteiles entspricht.
Das Teilelement 52 weist im Bereich des Steckab
schnittes 77 eine radial verlaufende Ringfläche 82
auf. Die Ringfläche 82 besitzt einen - zu den Dicht
flächen 22 und 38 gesehen - parallel verlaufenden
ersten Abschnitt 84, der in einen zweiten, zu den
Dichtflächen 22 und 38 konisch beziehungsweise
schräg verlaufenden Abschnitt 86 übergeht. Schließ
lich folgt ein wiederum parallel verlaufender Ab
schnitt 88, der an einem axial verlaufenden, einen
Anschlag bildenden Vorsprung 90 endet.
Der Steckabschnitt 77 besitzt insgesamt eine solche
axiale Länge, daß beim Einstecken in die Hülse 62
des Verschlußteiles 42 dieser mit seiner Ringfläche
82 hinter die Vorsprünge 64 greifen kann. Der In
nendurchmesser des Steckabschnittes 77 ist größer
gewählt als ein Außendurchmesser der Flansche 24
und 36.
Die erste Hülse 92 weist ferner wenigstens eine
Bohrung 95 auf, in die ein radial verlagerbarer
Stift 96 angeordnet ist, der als Indikatorelement
dient. Der Stift 96 weist an seiner radial nach in
nen angeordneten Seite eine Rundung 98 auf. In der
Entriegelungsstellung ragt die Rundung 98 über die
Innenfläche 94 der Hülse 92.
In Fig. 2 ist die Anordnung 10 in einer teilweise
aufgeschnittenen Darstellung in einer Entriege
lungsstellung gezeigt, während Fig. 3 die Anord
nung 10 in einer Verriegelungsstellung zeigt. Glei
che Teile wie in Fig. 1 sind mit gleichen Bezugs
zeichen versehen, so daß diese nicht nochmals er
läutert werden.
Aus Fig. 2 wird deutlich, daß im entriegelten Zu
stand der Stift 96 radial soweit nach innen verla
gert ist, daß er nicht über die Außenfläche der
Hülse 92 hinausragt. Der Stift 96 ist also voll
ständig in der Bohrung 95 versenkt.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Verriegelungsstellung
greift das Ende 16 des Rohres 12 in die Aufweitung
30 des Rohres 14 ein. Gleichzeitig greift der
Steckabschnitt 77 des Verschlußteiles 44 in die
Hülse 60 des Verschlußteiles 42 ein. Anhand der in
den Fig. 4a bis 4c noch näher erläuterten
Schritte erfolgt bei der Überführung von der Ent
riegelungsstellung gemäß Fig. 2 in die Verriege
lungsstellung gemäß Fig. 3 eine Verdrehung der
Verschlußteile 42 und 44 zueinander, wobei diese
sich gleichzeitig axial annähern. Die axiale Annä
herung der Verschlußteile 42 und 44 wird durch den
Verlauf der Ringfläche 82 definiert. Beim Einstec
ken des Steckabschnitts 77 in die Hülse 60 greifen
die Vorsprünge 64 in den Bereich der Vertiefung 78
des Steckabschnitts 77 ein. Der Vorsprung 64 liegt
dann bei einer Drehung des Verschlußteiles 44 an
der Ringfläche 82 an.
Die Verdrehung der Verschlußteile 42 und 44 zuein
ander erfolgt solange, wie der Vorsprung 64 entlang
der Ringfläche 82 geführt werden kann. Dabei wird
in dem konisch verlaufenden Abschnitt 86 ein axia
les Aufeinanderzubewegen der Verschlußteile 42 und
44 erreicht. Die endgültige Verriegelungsstellung
ist dann erreicht, wenn der Vorsprung 64 an dem
Vorsprung 90 anliegt. In der Verriegelungsstellung
greift ebenfalls die Hülse 104 in die Hülse 92 ein.
Bei der axialen Annäherung der Verschlußteile 42
und 44 zueinander während der Verdrehung, erreicht
die Hülse 104 den Bereich der Hülse 92, in dem der
Stift 96 angeordnet ist. Bei fortschreitender Ver
drehung der Verschlußteile 42 und 44 zueinander,
bei der die Rundung 98 des Stifts 96 entlang der
Rampe 72 gleitet, wird der Stift 96 radial nach au
ßen verschoben, so daß er über die Außenflä
che/Mantelfläche 101 der Hülse 92 ragt. Damit dient
der Stift 96 zur Indikation der Verriegelungsstel
lung der Anordnung 10. In der ordnungsgemäßen Ver
riegelungsstellung ist der Stift 96 ertastbar oder
visuell erkennbar.
Während sich die Verschlußteile 42 und 44 axial
aufeinander zu bewegen und damit die Flansche 24
und 36 sich einander annähern, gelangt das Dicht
element 34 in Anlagekontakt mit den Dichtflächen 22
und 38.
Die Fig. 4a bis 4c zeigen nochmals anschaulich
das Führen der Anordnung 10, das heißt, der Ver
schlußteile 42, 44, von der Entriegelungsstellung
in die Verriegelungsstellung. In Fig. 4a ist die
Entriegelungsstellung mit dem auf dem Ende 16 des
Rohres 12 angeordneten Verschlußteil 42 und dem auf
dem Ende 18 des Rohres 14 angeordneten Verschluß
teil 44 gezeigt.
Entsprechend der Fig. 4b wird das Verschlußteil 44
mit seinem Steckabschnitt 77 in die Hülse 60 des
Verschlußteiles 40 eingeführt. Gleichzeitig gelangt
das Ende 16 des Rohres 12 in die Aufweitung 30 des
Rohres 14 und die Hülse 104 in die Hülse 92. Das
Einschieben des Verschlußteiles 44 in das Ver
schlußteil 42 erfolgt in einer definierten Positi
on, in der der Vorsprung 64 in die Vertiefung 78
eingreifen kann und dort axial hindurchgeschoben
wird. Nachdem der Vorsprung 64 sich entlang der
Mantelfläche 80 der Vertiefung in axialer Richtung
bis auf die Höhe der Ringfläche 82 bewegt hat, er
folgt die Verdrehung der Verschlußteile 42 und 44
zueinander. Hierbei wird der Vorsprung 64 an der
Ringfläche 82 entlanggeführt, so daß - wie bereits
erläutert - bei dem Abschnitt 86 zusätzlich eine
axiale Bewegung erfolgt. Während der Verdrehung der
Verschlußteile 42, 44 zueinander gleitet die Run
dung 98 des Stiftes 96 auf der Rampe 72 und wird
dadurch durch die Bohrung 95 radial nach außen ge
schoben. Der Abschnitt 88 der Ringfläche 82 ver
läuft wiederum parallel der Drehbewegung, das
heißt, hier erfolgt keine axiale Bewegung mehr. Der
Vorsprung 64 wird bis zu dem Vorsprung 90 geführt
und liegt dort spannungsfrei an. Eine entgegenge
setzte Verdrehung der Verschlußteile 42 und 44 zu
einander, und somit eine Entriegelung der Anordnung
10, kann erfolgen, wenn der Vorsprung 64 wieder in
den Bereich des konisch verlaufenden Abschnittes 86
geführt wird. Da das Dichtelement 34 üblicherweise
aus einem elastischen Material besteht, das bei der
Verriegelung in axialer Richtung ge
staucht/zusammengepreßt wird, kann hierüber eine
Rückstellkraft für den Entriegelungsvorgang aufge
bracht werden. In dem Bereich des konisch verlau
fenden Abschnittes 86 wird dadurch die Entriegelung
der Anordnung unterstützt, so daß keine zusätzli
chen Werkzeuge benötigt werden.
Claims (12)
1. Anordnung zum Verbinden zweier rohrförmiger Ele
mente, insbesondere von Enden zweier Rohre einer
Klimaanlage, mit zwei ineinandergreifenden Ver
schlußteilen, die zum Erreichen einer Verriege
lungsstellung gegeneinander verdrehbar und in axia
ler Richtung gegeneinander verlagerbar sind
(Bajonettverschluß), dadurch gekennzeichnet, daß
die Verschlußteile (42, 44) aus jeweils mindestens
zwei Teilelementen (46, 48; 50, 52) bestehen, wobei
die Teilelemente (46, 48; 50, 52) in radialer Richtung
durch zwei ineinandergreifende Hülsen (92, 104) fi
xiert werden.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Hülsen (92, 104) an ihren Enden
(93, 105) radial nach innen gerichtete Vorsprünge
(100, 108) aufweisen.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Verschlußteile (42, 44) an ihren Enden
(55, 73) Verjüngungen (57, 74) aufweisen.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Verjüngungen (57, 74) eine radial ver
laufende Vertiefung (59, 75) aufweisen.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsen
(92, 104) durch jeweils einen Sicherungsring (102),
der in die Vertiefungen (57, 59) greift, in axialer
Richtung fixiert werden.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hülse
(92) wenigstens eine Bohrung (95) mit einem radial
beweglich gelagerten Stift (96) aufweist.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Verdre
hung der Verschlußteile (42, 44) zueinander der
Stift (96) radial verlagerbar ist.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtelement
(34) derart ausgebildet ist, daß während der Ver
riegelung eine axiale Stauchung erfolgt.
9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (16, 18)
der Rohre (12, 14) Flansche (24, 36) ausbilden, die
die Dichtflächen (22, 38) aufweisen.
10. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Flansche
(24, 36) an ihren den Dichtflächen (22, 38) abgewand
ten Ringflächen formschlüssig an den Verschlußtei
len (42, 44) anliegen.
11. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsen
(92, 104) parallel zur Achse der Rohre (12, 14) Vor
sprünge (91, 110) mit Innenflächen (87, 114) aufwei
sen.
12. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußteile
(42, 44) Mantelflächen (53, 61) aufweisen, die form
schlüssig an den Innenflächen (87, 114) anliegen.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19860075A DE19860075A1 (de) | 1998-12-23 | 1998-12-23 | Anordnung zum Verbinden zweier rohrförmiger Elemente |
| DE69911362T DE69911362T2 (de) | 1998-12-23 | 1999-11-22 | Anordnung zum Verbinden zweier rohrförmiger Elemente |
| ES99123074T ES2205682T3 (es) | 1998-12-23 | 1999-11-22 | Disposicion para conectar dos elementos tubulares. |
| EP99123074A EP1013981B1 (de) | 1998-12-23 | 1999-11-22 | Anordnung zum Verbinden zweier rohrförmiger Elemente |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19860075A DE19860075A1 (de) | 1998-12-23 | 1998-12-23 | Anordnung zum Verbinden zweier rohrförmiger Elemente |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19860075A1 true DE19860075A1 (de) | 2000-06-29 |
Family
ID=7892678
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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