DE19859801A1 - Vorrichtung und Verfahren zur echtzeitfähigen Verformungsdarstellung - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zur echtzeitfähigen VerformungsdarstellungInfo
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Abstract
Ein Verfahren und ein Messsystem zur echtzeitfähigen Aufnahme von Verformungsbildern einer Prüflingsoberfläche nutzt ein Speckle-Interferometer, mit dem zunächst zur Vorbereitung der nachfolgenden Bildverarbeitung und Auswertung mehrere gegeneinander phasenverschobene Interferogramme erzeugt werden. Aus diesen Interferogrammen wird eine Normierungsmaske, die als Normierungsdatensatz abgespeichert wird, und ein Referenzbild erzeugt, das ebenfalls abgespeichert wird. Nachfolgend wird zur Beobachtung der sich verformenden Objektoberfläche jedes erzeugte Speckelbild mit dem Referenzbild zu einem Differenzbild verarbeitet, das mit der Normierungsmaske verknüpft wird. Die Normierungsmaske kann einen Datensatz mit bildpunktspezifischen Normierungsdaten enthalten. Die Pixel des Differenzbilds werden dann durch den jeweils zugeordneten Wert des Normierungsdatensatzes dividiert, um ein normiertes Streifenbild der verformten Oberfläche zu erzeugen. Die Elemente des Normierungsdatensatzes können in dem Vorbereitungsschritt bedarfsweise invertiert werden, um bei der Normierung auf eine Multiplikationsoperation zurückgreifen zu können. Dies vereinfacht und beschleunigt die Bildung des normierten Differenzbilds aus dem aufgenommenen Bild erheblich.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Ver
fahren zur echtzeitfähigen Ermittlung und Darstellung von
Verformungen oder Verschiebungen von Prüfobjekten.
Bei einigen Messaufgaben ist die Verformung oder
Verlagerung von insbesondere diffus streuenden Objekt
oberflächen präzise zu erfassen, um bspw. den Einfluß
einer Krafteinwirkung auf ein Prüfobjekt zu untersuchen.
Hierbei wird häufig gewünscht, die Verformung des Prüf
objekts bzw. seiner Oberfläche unmittelbar verfolgen zu
können, wobei die Oberflächenstruktur oder -Form gele
gentlich ohne Interesse ist. Dies möglichst unter Praxis
bedingungen, d. h. produktionsnah und mit möglichst kla
rer, gut erkennbarer und gut auswertbarer Darstellung der
Verformung der Oberfläche.
Zur flächenhaften Erfassung von Verschiebungen oder
Dehnungen eines Prüfobjekts mit diffus streuender Ober
fläche sind Streifenprojektionsverfahren, wie z. B. das
Moireverfahren sowie interferometrische Verfahren, wie
bspw. das ESPI-Verfahren (Electronic Speckle Pattern In
terferometry) oder das Shearing-Verfahren bekannt. Wäh
rend das Moireverfahren eher für größere Verformungen
oder Verlagerungen einsetzbar ist, werden die interfero
metrischen Verfahren insbesondere für Messungen mit ge
ringeren Bewegungswegen dafür jedoch größerer Auflösung
eingesetzt. Hinsichtlich der Objektgröße bestehen beim
Speckle-Verfahren keine Einschränkungen.
Aus der US-PS 4.660.978 ist ein Shearing-Interfero
meter mit fest eingestellter Spiegelverkippung zur Be
stimmung von Verwerfungen einer Wellenfront eines opti
schen Strahls bekannt. Das Shearing-Interferometer weist
einen Strahlteiler auf, der den ankommenden Lichtstrahl
mit möglicherweise gekrümmter Wellenfront in zwei Teil
strahlen aufteilt und wieder zusammenführt. Die beiden
Teilstrahlen werden jeweils von Spiegeln reflektiert.
Einer der Spiegel ist mit einer Neigevorrichtung verbun
den, während der andere Spiegel mit einer Verschiebeein
richtung in Verbindung steht. Die von dem Strahlteiler
wieder zusammengeführten Teilstrahlen werden zu einer
Kamera geleitet. Für unterschiedliche Spiegelneigungen
des neigbaren Spiegels wird nun der verschiebbare Spiegel
schrittweise verstellt. Aus den sich an der Kamera er
gebenden Helligkeits- oder Intensitätswerten kann die
Phasenlage des Strahls bestimmt werden, woraus sich Daten
über die Krümmung der Wellenfront berechnen lassen.
Ähnliche Einrichtungen lassen sich zur Untersuchung
von Verformungen von Objektoberflächen nutzen. Bspw. wer
den dazu zwei Zustände eines Prüfobjekts verglichen, in
dem das Objekt in zwei unterschiedlichen Belastungszu
ständen aufgenommen und die Interferogramme der beiden
Zustände subtrahiert werden. Hierdurch ergibt sich ein
Differenzinterferogramm, welches je nach verwendetem
Messprinzip entweder die Verschiebung oder die Dehnung
des Objekts zwischen den beiden Zuständen in Form von
Interferenzlinien darstellt. Der Betrag der Verschiebung
oder Dehnung an einem Bildpunkt des Differenzinterfero
gramms kann dann bspw. durch Abzählen der Interferenzli
nien ausgehend von einem Bildpunkt mit bekannter Ver
schiebung oder Dehnung und unter Berücksichtigung der
verwendeten Lichtwellenlänge bestimmt werden.
Wird der Messkopf ähnlich wie bei dem oben beschrie
benen Shearing-Verfahren mit einer Phasenschiebeeinheit
ausgerüstet, kann eine erweiterte Auswertung nach dem
Prinzip des Phasenshiftverfahrens durchgeführt werden (W.
Osten "Digitale Verarbeitung und Auswertung von Interfe
renzbildern" Kapitel 6, Akademieverlag ISBN3-OS-501294-
1). Hierbei werden Phasenbilder erzeugt, die jedem Bild
punkt einen bestimmten Phasenwinkel zuordnen. Werden die
Phasenbilder von zwei Zuständen des Objekts subtrahiert,
erhält man ein Phasendifferenzbild. Im Gegensatz zu dem
oben genannten Differenzinterferogramm zeigt das Phasen
differenzbild nicht sinusförmig modulierte Interferenzli
nien, sondern direkt den Phasendifferenzwinkel zwischen
den beiden Zuständen des Objekts.
Bei dem Phasenshiftverfahren muss das zu untersu
chende Objekt zur Aufnahme aufeinander folgender Bilder
des gleichen Objektzustands mit unterschiedlicher Phasen
lage in absoluter Ruhe verharren.
Um hier abzuhelfen, offenbart die DE 38 43 396 C1 ein
Verfahren, das unter der Bezeichnung "Direkte Phasenmes
sung" oder "Räumliches Phasenshiftverfahren" bekannt ist.
Dieses Verfahren benötigt nur noch eine Gitterprojektion
bzw. ein Kamerabild, um 2π-modulierte Phasenbilder zu
berechnen.
Hierbei wird vorausgesetzt, dass die Periodenlänge
im Streifenbild einer konstanten Anzahl von Pixeln ent
spricht und dass die Hintergrundintensität benachbarter
Pixel identisch ist. Dies stellt eine grobe Näherung an
die tatsächlichen Verhältnisse dar, was zu Phasenfehlern
führt.
Bei der Prüfung von technischen Objekten kommt es
darauf an, die Auswertung von Differenzinterferogrammen
zu erleichtern, um Objektfehlstellen oder sonstige durch
die Verformung erkennbare Besonderheiten an dem Prüfob
jekt deutlich erkennbar zu machen. Aus der US-PS
5.091.776 ist es bekannt, ein erhaltenes Differenzbild
vor der Anzeige gleichzurichten, d. h. punktweise den Be
trag der Differenz zu bilden. Der erzeugte Absolutwert
der Differenz kann über einen Verstärker außerdem mit
einem konstanten Faktor multipliziert werden, womit der
Bildkontrast insgesamt beeinflussbar ist.
Ortsabhängig schwankende Lichtverhältnisse können
hier zu einer eingeschränkten Auswertbarkeit der erhalte
nen Bilder führen.
Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine
echtzeitfähige Vorrichtung und ein echtzeitfähiges Ver
fahren zur Ermittlung und Darstellung von Verformungen
von Prüfobjekten zu schaffen, die bzw. das eine verbes
serte Bildqualität liefert.
Diese Aufgabe wird mit dem Verfahren gemäß Anspruch
1 und dem Messsystem gemäß Anspruch 18 gelöst.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in einem
ersten Verfahrensschritt, dem Anfangsschritt, anhand ei
nes Satzes phasenverschobener Bilder des interessierenden
Objektoberflächenbereichs ein Normierungsdatensatz er
zeugt, der für jeden Bildpunkt spezifische Normierungs
information enthält. Dieser Normierungsdatensatz ist spe
zifisch für den im Sichtfeld einer Bildaufnahmeeinrich
tung befindlichen Bereich einer Objektoberfläche. Der
Normierungsdatensatz wird gespeichert und für die weitere
Nachbehandlung der von dem gleichen Oberflächenbereich
aufgenommenen Bilder bereitgehalten und verwendet. Der
Normierungsdatensatz enthält für jeden Bildpunkt Informa
tion über die Amplitude, mit der sich die Bildpunkthel
ligkeit oder Intensität ändert, wenn eine Phasenverschie
bung vorgenommen wird. Damit stellt der Normierungsdaten
satz einen für jeden Bildpunkt spezifischen Verstärkungs-
oder Normierungsfaktor dar. Durch Anwendung dieses
Normierungsdatensatzes auf die erzeugten Differenzbilder,
wird ein zur Darstellung auf einem Monitor geeignetes
Bild erhalten, das an jedem Bildausschnitt einen gleich
guten Kontrast aufweist.
Das Verfahren eignet sich sowohl zur Vermessung von
Objektverformungen in der Streifenlichtmethode, als auch
bspw. mittels Specklemodulation. In beiden Fällen ergibt
sich eine deutliche Verbesserung der Bildqualität gegen
über einem nicht korrigierten Verfahren.
Um eine Verformung eines Prüfobjekts gegenüber einem
Ausgangszustand darzustellen, ist es zweckmäßig, ein Re
ferenzbild abzuspeichern, das zur Differenzbilderzeugung
mit einem jeweils aktuell aufgenommenen Bild herangezogen
wird. Es ist dabei möglich, sich bewegende Objektoberflä
chen aufzunehmen. Bewegt sich das Messobjekt während der
Zeit, die eine Kamera zum Auslesen ihres Bildsensors be
nötigt, stellt dies keine prinzipielle Störung der Bild
aufnahme dar. Es ist deshalb möglich, das Prüfobjekt
fortlaufend mit der Kamera zu beobachten, wobei punkt
weise die Differenz zwischen dem aktuell ankommenden Bild
und dem gespeicherten Referenzbild gebildet wird. Diese
punktweise berechneten Differenzwerte werden mit dem je
weils punktspezifischen Amplitudenwert der Streifen- bzw.
Specklemodulation normiert und als normiertes Differenz
wertbild dargestellt.
Es ist in vielen Fällen zweckmäßig, aus dem Diffe
renzbild pixelweise ein Betragswertbild zu erzeugen. Dies
verbessert die Darstellung. Der Nulldurchgang des sinus
förmigen Intensitätsverlaufs eines Speckles wird schwarz
und positive wie negative Werte werden mit Grauwerten
dargestellt.
Zur Bestimmung eines anzuzeigenden Bilds des aktuel
len Zustands des Prüfobjekts, wird nur ein aktuelles Ka
merabild und das im Rechner gespeicherte Referenzbild
sowie der Normierungsdatensatz benötigt. Das Verfahren
ist deshalb echtzeitfähig, d. h. von der Kamera aufgenom
mene Bilder können sofort verarbeitet und auf dem Monitor
angezeigt werden. Ein entsprechend leistungsfähiges Rech
nersystem gestattet hohe Bilderneuerungsfrequenzen.
Durch die pixelweise Normierung der Grauwerte des
Ergebnisbilds wird dieses messfähig, d. h. es können in
dem Ergebnisbild Messungen bspw. zur Bestimmung von
Strukturdefekten vorgenommen werden. Außerdem kann das
Bild als Farbbild angezeigt werden. Durch die Beseitigung
der Abhängigkeit des Ergebniswerts DN(x,y) von der Inten
sitätsamplitude IA(x,y) wird überdies jede automatische
Auswertung der korrigierten Interferenzlinienmuster we
sentlich erleichtert, da nun
DN(x,y) = k × sinϕ(x,y)
mit einem konstanten, ortsunabhängigen Wert k für alle
Bildpunkte vorausgesetzt werden darf.
Vorzugsweise werden zur Erzeugung eines Normierungs
datensatzes, d. h. vor Beginn der Wiedergabe der Bewegung
der Objektoberfläche im Interferenzbild oder mittels der
Streifenprojektion, wenigstens drei, vorzugsweise vier
Interferenzmuster oder Streifenprojektionsmuster mit un
terschiedlicher Phasenlage aufgenommen. Dazu wird z. B.
eine Bildaufnahmeeinrichtung genutzt, die eine Lichtquel
le zur Beleuchtung der Objektoberfläche mit kohärentem
Licht aufweist. Von der Objektoberfläche rückgestreutes
diffuses Licht wird bspw. mit einem Interferometer aufge
nommen, das das über ein Objektiv erfaßte Licht in zwei
Teilstrahlen aufteilt, die dann wieder zusammengeführt
und zu einer Kamera geleitet werden. Einer der Teilstrah
len wird bspw. durch gezielte Bewegung eines Spiegels mit
einem geeigneten Aktuator, bspw. einem Piezoantrieb de
finiert verstellt, so dass eine Phasenverschiebung zwi
schen den Teilstrahlen zustande kommt. Es können z. B.
vier Bilder mit jeweils um π2 versetzter Phasenlage auf
genommen werden. Damit liegen für jeden Bildpunkt vier
Helligkeits- oder Intensitätswerte vor, aus denen sich
die Helligkeitsamplitude IA für den betreffenden Bildpunkt
bestimmen lässt. Nur bei dieser zu dem Vorbereitungs
schritt gehörigen Maßnahme muß die Objektoberfläche in
Ruhe bleiben. Ist ein aufgenommenes Bild als Referenzbild
abgespeichert und der Normierungsdatensatz bestimmt, kann
die Objektoberfläche etwas bewegt werden. Das erhaltene
neue Specklemuster wird zur Erzeugung eines Streifen
bilds, das die Bewegung der Objektoberfläche kennzeich
net, punktweise von dem Referenzbild subtrahiert und nach
eventueller Betragbildung punktweise durch den bildpunkt
spezifischen Amplitudenwert dividiert. Die Reihenfolge
von Normierung und Differenzbildung bzw. Betragsbildung
ist unerheblich. Sie kann auch umgekehrt werden.
Werden die Einzelbilder von der Bildaufnahmeeinheit
in Specklemesstechnik gewonnen, können einzelne Bildpunk
te auftreten, deren Helligkeitswert in dem Anfangsschritt
phasenunabhängig ist. Für diese Bildpunkte können bei
einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens und
des Messsystems Ersatzwerte zur Anzeige gebracht werden.
Diese können aus den Nachbarpunkten, bspw. durch Mittel
wertbildung, gebildet werden. Außerdem kann es vorteil
haft sein, das durch Differenzbildung und Normierung er
haltene Ergebnisbild mit einem Tiefpass zu glätten. Auf
diese Weise kann Bildrauschen vermindert werden. Außerdem
ist es möglich, das Ergebnisbild auf den Graubereich zu
skalieren, der auf einem Monitor darstellbar ist.
Vorteilhafte Einzelheiten von Ausführungsformen der
Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, der Beschrei
bung oder Unteransprüchen.
In der Zeichnung ist unter anderem ein Ausführungs
beispiel der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 ein Messsystem zur Echtzeitaufnahme der Ver
formung eines Oberflächenabschnitts eines Prüflings, in
schematisierter Darstellung,
Fig. 2 das Messsystem nach Fig. 1, als teilweises
Blockschaltbild,
Fig. 3 einen Ablauf zur Bilderfassung und Aufberei
tung von an einem Prüfling aufgenommenen Interferenzbil
dern als Ablaufplan,
Fig. 4 ein Monitorbild einer verformten Objektober
fläche, ohne Anwendung eines Korrekturdatensatzes auf
erzeugte Differenzbilder, und
Fig. 5 eine Darstellung der Verformung einer Objekt
oberfläche mit Nachbearbeitung eines erhaltenen Diffe
renzbildes mit dem Korrekturdatensatz.
In Fig. 1 ist ein Messsystem 1 veranschaulicht, das
zur Inspektion der Oberfläche eines Prüfobjekts 2 und
deren Verformungen dient. Das Prüfobjekt 2 wird mit La
serlichtquellen 3, 4 möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet.
Die Laserlichtquellen 3, 4 können an einem als Aufnahmee
inheit ausgebildeten Messkopf 5 vorgesehen und ortsfest
an diesem gelagert sein. Der Messkopf 5 kann bedarfsweise
verstellbar gelagert sein.
Zu dem Messkopf 5 gehört ein Objektiv 6, das die von
der Oberfläche des Objekts 2 diffus zurückgestreute
Strahlung aufnimmt und an eine Optik 7 weiterleitet. Die
se ist als Interferometer aufgebaut. Das von dem Objektiv
6 abgegebene Licht gelangt zu einem Strahlteiler 8, der
den ankommenden Lichtstrahl in zwei Teilstrahle aufsplit
tet. Jedem Teilstrahl ist ein Spiegel 9, 10 zugeordnet.
Der Spiegel 10 ist in Strahlrichtung, d. h. im Wesentli
chen parallel zu seiner eigenen normalen Richtung ver
stellbar gelagert. Dazu dient ein Piezo-Stellelement 11.
Die von den Spiegeln 9, 10 zurückgeworfenen Strahlen wer
den von dem Strahlteiler 8 zu einem Strahl überlagert, in
dem sich entsprechend der Form der Objektoberfläche und
der Positionierung des Spiegels 10 Interferenzmuster aus
bilden. Diese werden von einer Kamera 12 mit einem ge
eigneten Objektiv 14 aufgenommen.
Der Messkopf 5 ist an einen Rechner 15 angeschlos
sen, der der Bildverarbeitung und der Steuerung des Mess
kopfs 5 dient. Dazu ist die Kamera 12 über eine Signal
leitung 16 mit dem Rechner 15 verbunden, über die dem
Rechner 15 Bildsignale zugeführt werden. Das Piezo-Stell
element 11 ist über eine Signalleitung 17 mit dem Rechner
15 verbunden. Damit kann der Rechner die Phasenbeziehung
zwischen den Teilstrahlen in dem Interferometer 7 steu
ern.
Zu dem Rechner 5 gehört eine Anzeigeeinrichtung oder
ein Monitor 18 und eine Eingabeeinheit 19. Der Rechner
15, der Monitor 18 und die Eingabeeinheit 19 bilden ins
gesamt ein Bildverarbeitungssystem 20.
Wie sich aus Fig. 2 ergibt, gehört zu dem Rechner
im Wesentlichen eine Recheneinheit 21 und eine Speicher
einheit 22, wobei die Speichereinheit 22 in funktionell
und strukturell unterschiedliche Speichereinheiten unter
teilt sein kann.
Mit dem insoweit beschriebenen Messsystem 1 wird das
Prüfobjekt 2 bzw. dessen Oberfläche folgendermaßen be
obachtet:
Zunächst wird das Prüfobjekt 2 ruhend gelagert und
mit konstanten äußeren Kräften F1, F2 beaufschlagt. Diese
Kräfte können auch Null sein. Das Mess- bzw. Dar
stellungsverfahren wird nun mit einer Anfangsschrittfolge
begonnen, in der ein Normierungsdatensatz erzeugt wird.
Während der Anfangsschrittfolge bleibt die Oberfläche des
Prüfobjekts 2 in Ruhe. Zur Durchführung der Anfangs
schrittfolge wird das Piezo-Stellelement 11 in eine Ruhe
position gebracht, so dass beide Spiegel 9, 10 ruhen. Das
von den Laserlichtquellen 3, 4 abgegebene und von der
Objektoberfläche zurückgestreute Licht interferiert nun
in dem Interferometer 7 und ergibt in der Kamera 12 ein
Specklebild, das von der Recheneinheit 21 übernommen und
zunächst in der Speichereinheit 22 zwischengespeichert
wird. Ist das Bild aufgenommen, gibt die Recheneinheit 21
ein Stellsignal an das Piezo-Stellelement 11 und ver
schiebt dadurch den Spiegel 10 bspw. um eine viertel
Lichtwellenlänge λ/4, das ist π/2. Das von der Kamera 12
erfaßte Interferenzmuster (Specklebild) ändert sich da
durch. Die einzelnen Speckles ändern ihren Helligkeits
wert sinusmoduliert. Es wird nun das π/2-phasenverschobe
ne Specklebild aufgenommen. In einem nächsten zu der
Anfangsschrittfolge gehörigen Schritt wird, sobald das
π/2-Bild aufgenommen ist, das Piezoelement 11 um weitere
π/2 auf den Wert π verstellt. Das nun erzeugte Speckle
bild unterscheidet sich wiederum von den vorerzeugten
Bildern und wird von der Recheneinheit 21 in die Spei
chereinheit 22 überführt. Schließlich wird noch ein um
3π/2-phasenverschobenes Specklebild aufgenommen. Alle
vier Bilder sind nun in der Speichereinheit 22 abgespei
chert. Für jeden Bildpunkt (x,y) liegen somit vier Mess
werte I1, I2, I3, I4 vor. Diese verhalten sich wie folgt:
I1(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sinϕ(x, y)
I2(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sin(ϕ(x,y) + π/2)
I3(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sin(ϕ(x,y) + π)
I4(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sin(ϕ(x,y) + 3π/2)
wobei
I1(x,y) = Intensität des Bildpunkts (x,y) des nicht phasenverschobenen Bilds,
I2(x,y) = Intensität des Bildpunkts (x,y) des um π/2 phasenverschobenen Bilds,
I3(x,y) = Intensität des Bildpunkts (x,y) in dem um π phasenverschobenen Bild, und
I4(x,y) = Intensität des Bildpunkts (x,y) in dem um 3/2 π phasenverschobenen Bild,
I0(x,y) = Hintergrundintensität des jeweiligen Bildpunkts (x,y),
IA(x,y) = Intensitätsamplitude der Specklemodu lation des Bildpunkts (x,y), und
ϕ(x,y) = Phasenwinkel des Bildpunktes (x,y).
I1(x,y) = Intensität des Bildpunkts (x,y) des nicht phasenverschobenen Bilds,
I2(x,y) = Intensität des Bildpunkts (x,y) des um π/2 phasenverschobenen Bilds,
I3(x,y) = Intensität des Bildpunkts (x,y) in dem um π phasenverschobenen Bild, und
I4(x,y) = Intensität des Bildpunkts (x,y) in dem um 3/2 π phasenverschobenen Bild,
I0(x,y) = Hintergrundintensität des jeweiligen Bildpunkts (x,y),
IA(x,y) = Intensitätsamplitude der Specklemodu lation des Bildpunkts (x,y), und
ϕ(x,y) = Phasenwinkel des Bildpunktes (x,y).
Die Intensitätsamplitude IA(x,y) des jeweiligen Bild
punkts (x,y) ergibt sich dann wie folgt:
Bedarfsweise kann die Intensitätsamplitude jedoch auch
aus anderen Kombinationen von Bildern und Phasenverschie
bewinkeln berechnet werden. Bspw. können anstelle der
vier phasenverschobenen Bilder auch lediglich drei Bilder
herangezogen werden.
Ist für jeden Bildpunkt die Intensitätsamplitude IA
bestimmt, bildet diese einen Normierungsdatensatz, der
für jeden Bildpunkt (x,y) ein spezifisches Normierungs
datum enthält. Dieser Normierungsdatensatz wird in der
Speichereinheit 22 abgespeichert. Außerdem wird bspw. das
letzte Bild I4(x,y) als Referenzbild R(x,y) in der Spei
chereinheit 22 abgespeichert. Die Anfangsschrittfolge ist
aus Fig. 3 ersichtlich. Ist sie durchlaufen, kann die
eigentliche Verformungsdarstellung beginnen. Dazu führt
das Bildverarbeitungssystem 20 im sich ständig
wiederholenden Zyklus folgende Programmschritte aus:
- - von der Kamera 12 wird ein neues Bild B(x,y) eingelesen,
- - für alle Bildpunkte werden nun folgende Opera
tionen durchgeführt:
- - Von dem gespeicherten Referenzbild R(x,y) wird das neue von der Kamera 12 gelieferte Bild B(x,y) subtrahiert. Es entsteht da durch punktweise das Differenzbild D(x,y).
- - Jeder Bildpunkt D(x,y) des Differenzbilds wird durch den ihm zugeordneten Intensi tätswert IA(x,y), d. h. den Intensitätswert IA für den gleichen Bildpunkt dividiert. Es entsteht dadurch das normierte Differenz bild DN(x,y). Diese Operationen werden für jeden Bildpunkt einzeln durchgeführt.
- - Das normierte Differenzbild DN(x,y) wird auf den Grauwertbereich skaliert.
- - Schließlich wird das normierte und skalierte Differenzbild auf dem Monitor 18 angezeigt.
Während das Referenzbild R(x,y) und das von der Ka
mera aufgenommene Bild B(x,y) Specklebilder sind, ist das
Differenzbild D(x,y) ein Bild, das, wenn sich das Kamera
bild B(x,y) von dem Referenzbild R(x,y) unterscheidet,
ein klares Streifenmuster zeigt. Sind die Bilder B(x,y)
und R(x,y) identisch, hat keine Verlagerung der Objekt
oberfläche stattgefunden und es wird unabhängig von der
Oberflächengestalt ein Bild gleichmäßiger Färbung er
zeugt, bspw. ein glatt weißes Bild. Eine Verlagerung der
Prüflingsoberfläche zwischen dem Zeitpunkt der Aufnahme
des Referenzbilds R(x,y) und der Aufnahme des Kamerabilds
B(x,y) ergibt das oben genannte Streifenmuster. Die dar
gestellten Streifen können dabei wie Höhenlinien gelesen
werden, wobei die Anzahl der abzählbaren Streifen die
Höhenänderung charakterisiert. Nach Normierung des Diffe
renzbilds D(x,y) ergibt sich das auf dem Monitor 18 dar
zustellende normierte Differenzbild DN(x,y), das auf sei
ner gesamten Fläche einen gleichmäßigen Kontrast gestat
tet. Dies unabhängig von der lokalen Ausleuchtung und den
lokalen Reflexionseigenschaften der Objektoberfläche.
Dies ist insbesondere anhand der Fig. 4 und 5 ersicht
lich. In Fig. 4 ist das Differenzbild D(x,y) dar
gestellt, während Fig. 5 das normierte Differenzbild
DN(x,y) wiedergibt. Die Lesbarkeit ist klar verbessert.
Bei einem etwas abgewandelten Verfahren wird aus dem
Differenzbild DN(x,y) vor oder nach der Normierung ein
Absolutwertbild erzeugt, indem punktweise der Betrag des
Differenzbilds |D(x,y)| gebildet wird. Dieses wird dann,
falls es nicht schon normiert ist, zur Erzeugung des nor
mierten Differenzbilds DN(x,y) normiert.
Die Kamera 12 gibt die Specklebilder der Objektober
fläche mit festgelegter Frequenz ab. Jedes von der Kamera
12 abgegebene Bild wird nach dem oben erläuterten Algo
rithmus bearbeitet und auf dem Monitor 18 angezeigt. Be
wegt sich die Objektoberfläche während der Aufnahme des
Bilds, stört dies die Bildverarbeitung und die Bildwie
dergabe nicht. Werden die einzelnen Bildpunkte zueinander
zeitversetzt aufgenommen und ergibt sich während der
Bildaufnahme eine Bewegung der Prüflingsoberfläche, wer
den auf dem Monitor 18 in unterschiedlichen Bildbereichen
zu verschiedenen Zeitpunkten aufgenommene Verformungen
angezeigt und wiedergegeben. Bei einer hohen Bildabtast
frequenz und einer hohen Bildwiedergabefrequenz von bspw.
10, 16 oder 25 Hertz stört dies die Bildbeobachtung
nicht. Damit eignet sich das Messsystem 1 zur Beobachtung
von Verformungen von Werkstückoberflächen in Echtzeit.
Wird der Prüfling nun, wenn sich das Messsystem in
der in Fig. 3 unten dargestellten Schleife zur Echtzeit
bildwiedergabe befindet, mit wechselnden Kräften F1, F2
beaufschlagt, können die entstehenden Verformungen der
Prüflingsoberfläche als auf dem Monitor 18 entstehendes
Streifenmuster beobachtet werden. Mit zunehmender Verfor
mung nimmt die Anzahl und Dichte der Streifen zu. Es kann
somit direkt verfolgt werden, wie Verformungen entstehen.
Dabei ist während der Echtzeitbildwiedergabe keine Pha
senverschiebung mit den Spiegeln 9, 10 vorzunehmen. Für
jede Einzelbilddarstellung genügt die Aufnahme eines ein
zigen Kamerabildes.
In den von der Kamera 12 gelieferten Specklebildern
B(x,y) existieren Punkte oder Pixel, die ihren Hellig
keitswert bei einer Verschiebung des Spiegels 10 nicht
ändern. Diese speziellen Bildpunkte werden schon in der
Anfangsschrittfolge aufgefunden und bei einer bevorzugten
Ausführungsform des Verfahrens einer gesonderten Behand
lung unterworfen. Die Bildpunkte, die bei der Aufnahme
der phasenverschobenen Bilder keine Intensitätsmodulation
zeigen, haben die Intensitätsamplitude Null. In diesem
Fall wird dem betreffenden Bildpunkt ein Helligkeits-
oder Intensitätswert zugeordnet, der aus umliegenden
Bildpunkten errechnet worden ist. Bspw. kann das arithme
tische Mittel gewählt werden. Hierdurch erhält man im
Ergebnis eine flächig geschlossene Bildinformation, die
nicht durch Fehlstellen perforiert ist. Die Fehlstellen
sind spezifisch für den jeweiligen Objektoberflächenbe
reich, der beobachtet wird. Sie sind auch für die nach
folgende Echtzeitbildwiedergabe an den gleichen Stellen
vorhanden, wie bei der Aufnahme des Referenzbildes. Zur
Beseitigung der Fehlstellen können für die betreffenden
Bildpunkte Ersatzwerte aus den umliegenden Bildpunkten
gebildet werden. Bspw. kann wiederum das arithmetische
Mittel verwendet werden. Die Fehlstellenkorrektur kann
bei der Speckleinterferometrie nur im Differenzbild vor
genommen werden. Im Referenzbild R und im Bild B ist die
Nachbarschaftsbeziehung der Bildpunkte undefiniert.
Ein Verfahren und ein Messsystem zur echtzeitfähigen
Aufnahme von Verformungsbildern einer Prüflingsoberfläche
nutzt ein Speckle-Interferometer, mit dem zunächst zur
Vorbereitung der nachfolgenden Bildverarbeitung und Aus
wertung mehrere gegeneinander phasenverschobene Interfe
rogramme erzeugt werden. Aus diesen Interferogrammen wird
eine Normierungsmaske, die als Normierungsdatensatz abge
speichert wird, und ein Referenzbild erzeugt, das eben
falls abgespeichert wird. Nachfolgend wird zur Beobach
tung der sich verformenden Objektoberfläche jedes erzeug
te Specklebild mit dem Referenzbild zu einem Differenz
bild verarbeitet, das mit der Normierungsmaske verknüpft
wird. Die Normierungsmaske kann einen Datensatz mit bild
punktspezifischen Normierungsdaten enthalten. Die Pixel
des Differenzbilds werden dann durch den jeweils zugeord
neten Wert des Normierungsdatensatzes dividiert, um ein
normiertes Streifenbild der verformten Oberfläche zu er
zeugen. Aus den Elementen des Normierungsdatensatzes kön
nen in dem Vorbereitungsschritt bedarfsweise Reziprok
werte gebildet werden, um bei der Normierung auf eine
Multiplikationsoperation zurückgreifen zu können. Dies
vereinfacht und beschleunigt die Bildung des normierten
Differenzbildes DN(x,y) aus dem aufgenommenen Bild B(x,y)
erheblich. Die Bildung der Reziprokwerte, die mit einer
Divisionsoperation verbunden ist und vergleichsweise mehr
Rechenaufwand erfordert, muß zur Erzeugung des Normie
rungsdatensatzes zu Beginn jeder Echtzeitdarstellung le
diglich ein einziges Mal durchgeführt werden.
Claims (26)
1. Verfahren zur echtzeitfähigen Ermittlung und Dar
stellung von Verformungen an bzw. Verschiebungen von
Prüfobjekten, bei dem
in einer Anfangsschrittfolge ein Normierungsdaten satz (IA(x,y)) erzeugt wird, der Normierungsinformation für jeden Bildpunkt (x, y) enthält,
aus wenigstens zwei nacheinander aufgenommenen, aus Bildpunkten (x,y) bestehenden Bildern (R(x,y), B(x,y)) ein Differenzbild (D(x,y)) erzeugt wird und
die Helligkeitswerte der Bildpunkte (x, y) des Dif ferenzbildes (D(x,y)) mit dem Normierungsdatensatz (IA(x,y)) korrigiert werden.
in einer Anfangsschrittfolge ein Normierungsdaten satz (IA(x,y)) erzeugt wird, der Normierungsinformation für jeden Bildpunkt (x, y) enthält,
aus wenigstens zwei nacheinander aufgenommenen, aus Bildpunkten (x,y) bestehenden Bildern (R(x,y), B(x,y)) ein Differenzbild (D(x,y)) erzeugt wird und
die Helligkeitswerte der Bildpunkte (x, y) des Dif ferenzbildes (D(x,y)) mit dem Normierungsdatensatz (IA(x,y)) korrigiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass die Bilder Interferenzmuster sind, die mit dem
von der Objektoberfläche reflektierten oder gestreuten
Licht erzeugt sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass die Bilder Streifenprojektionsmuster sind, die
durch Streifenlichtbeleuchtung der Objektoberfläche er
zeugt sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass ein Referenzbild (R(x,y)) aufgenommen und abge
speichert wird und dass laufend weitere Bilder (B1(x,y),
B2(x,y), B3(x,y) . . .) aufgenommen werden, die mit dem
Referenzbild (R(x,y)) jeweils zu einem Differenzbild
(D(x,y) oder |D(x,y)|) oder verarbeitet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, dass die Differenzbilder (D(x,y) oder |D(x,y)|) je
weils mit dem Normierungsdatensatz (IA(x,y)) oder
1/IA(x,y)) korrigiert als Ergebnisbild und nacheinander
auf einem Monitor wiedergegeben werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass zur Korrektur des erzeugten Differenzbildes der
Helligkeitswert jedes Bildpunkts durch einen dem Bild
punkt (x,y) zugeordneten Wert (IA(x,y) oder /IA(x,y)) di
vidiert oder multipliziert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass zur Erzeugung des Normierungsdatensatzes
(IA(x,y)) nacheinander wenigstens drei Interferenzmuster
oder Streifenprojektionsmuster in unterschiedlicher Pha
senlage aufgenommen werden, wobei das Interferenzmuster
bzw. das Streifenmuster jeweils punktweise eine Hellig
keit aufweist, die sinusförmig von der Phasenlage des
Lichts abhängig ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, dass zur Erzeugung des Normierungsdatensatzes nach
einander vier Bilder mit um jeweils π/2 versetzter Pha
senlage aufgenommen werden, wobei gilt:
I1(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sinϕ(x,y)
I2(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sinϕ(x,y) + π/2)
I3(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sin(ϕ(x,y) + π)
I4(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sin(ϕ(x,y) + 3π/2).
I1(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sinϕ(x,y)
I2(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sinϕ(x,y) + π/2)
I3(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sin(ϕ(x,y) + π)
I4(x,y) = I0(x,y) + IA(x,y) sin(ϕ(x,y) + 3π/2).
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, dass aus den vier Helligkeitswerten (I1(x,y)) bis
(I4(x,y)) bildpunktweise der an dem Bildpunkt anzutreffen
de Amplitudenwert IA(x,y) bestimmt wird, indem die Quadra
te aus den Differenzen um π versetzter Meßwerte addiert
werden und aus der Summe die Wurzel gezogen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, dass zu jedem Amplitudenwert IA(x,y) der Reziprokwert
1/IA(x,y) gebildet und in dem Korrekturdatensatz als Kor
rekturwert abgespeichert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass der Normierungsdatensatz während einer Folge
nacheinander bei bewegter Objektoberfläche aufgenommener
Bilder unverändert bleibt.
12. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, dass das Referenzbild (R(x,y)) während einer Folge
nacheinander bei bewegter Objektoberfläche aufgenommener
Bilder (B1(x,y), B2(x,y), B3(x,y), . . .) unverändert
bleibt.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass an Bildpunkten (x,y), bei denen die Helligkeit
phasenunabhängig unverändert bleibt, Ersatzwerte gebildet
werden, die zu visuellen Darstellung des Ergebnisbilds
verwendet werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, dass die Ersatzwerte aus den Umgebungspunkten, vor
zugsweise durch Mittelwertbildung gebildet werden.
15. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, dass das Ergebnisbild vor der Anzeige tiefpassgefil
tert wird.
16. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, dass das Ergebnisbild so skaliert wird, dass der von
einem Bildwiedergabesystem darstellbare Graubereich
vollständig ausgenutzt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass das normierte und gefilterte
Ergebnisbild zur rechnergestützten Bestimmung von Eigen
schaften des Prüfobjekts, insbesondere Strukturdefekten,
herangezogen wird.
18. Messsystem (1) zur echtzeitfähigen Ermittlung
und Darstellung von Verformungen an bzw. Verschiebungen
von Prüfobjekten (2),
mit einer Aufnahmeeinheit (5), die ein von der Ober flächenform und/oder der Oberflächenbeschaffenheit des Prüfobjekts (2) abhängiges Muster erfasst und dem Muster entsprechende Signale erzeugt, die von einer Verformung und/oder Verlagerung der Oberfläche des Prüfobjekts (2) abhängig sind,
mit einer Bildverarbeitungseinheit (20), die eine Recheneinheit (21) und eine Speichereinheit (22) aufweist und die aus einem ersten Bild oder einer ersten Bildserie einen Korrekturdatensatz (IA(x,y)) erzeugt, der in der Speichereinheit (22) abgelegt wird und mit dem die Re cheneinheit (21) jedes weitere aufgenommene Bild (B(x,y)) punktweise verknüpft, und
mit einer Anzeigeeinrichtung (18), auf der die von der Aufnehmeeinheit (5) aufgenommenen und von der Rechen einheit (21) nachbearbeitet Bilder dargestellt werden.
mit einer Aufnahmeeinheit (5), die ein von der Ober flächenform und/oder der Oberflächenbeschaffenheit des Prüfobjekts (2) abhängiges Muster erfasst und dem Muster entsprechende Signale erzeugt, die von einer Verformung und/oder Verlagerung der Oberfläche des Prüfobjekts (2) abhängig sind,
mit einer Bildverarbeitungseinheit (20), die eine Recheneinheit (21) und eine Speichereinheit (22) aufweist und die aus einem ersten Bild oder einer ersten Bildserie einen Korrekturdatensatz (IA(x,y)) erzeugt, der in der Speichereinheit (22) abgelegt wird und mit dem die Re cheneinheit (21) jedes weitere aufgenommene Bild (B(x,y)) punktweise verknüpft, und
mit einer Anzeigeeinrichtung (18), auf der die von der Aufnehmeeinheit (5) aufgenommenen und von der Rechen einheit (21) nachbearbeitet Bilder dargestellt werden.
19. Messsystem nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Anzeigeeinheit (21) die von der Re
cheneinheit (21) nachbearbeiteten Bilder (DN(x,y)) sofort
anzeigt.
20. Messsystem nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Bildverarbeitungseinheit (20) ein Re
ferenzbild (R(x,y)) erzeugt, mit dem alle weiteren aufge
nommenen Bilder (B(x,y)) zu verknüpfen sind, vorzugswei
se, indem punktweise die Differenz zwischen dem aufgenom
menen Bild (B(x,y)) und dem Referenzbild (R(x,y)) gebil
det wird, wonach das Differenzbild (D(x,y)) punktweise
mit dem Korrekturdatensatz (IA(x,y)) verknüpft wird.
21. Messsystem nach Anspruch 20, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Korrekturdatensatz (IA(x,y)) von der
Recheneinheit (21) auf jedes Differenzbild (D(x,y)) ange
wendet wird.
22. Messsystem nach Anspruch 21, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Recheneinheit (21) die den Bildpunkten
(x,y) des Differenzbildes (D(x,y)) zugeordneten Hellig
keitswerte durch den jeweils zugeordneten Wert des Kor
rekturdatensatzes (IA(x,y)) dividiert oder mit einem vor
zugsweise vorab berechneten Reziprokwert (1/IA(x,y)) mul
tipliziert.
23. Messsystem nach Anspruch 22, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Recheneinheit (21) den Korrekturdaten
satz nach Anspruch 9 oder 10 bildet.
24. Messsystem nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Aufnahmeeinheit (5) ein Interferometer
(7) ist.
25. Messsystem nach Anspruch 24, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Interferometer (7) eine Phasenmodula
tionseinrichtung (10, 11) aufweist.
26. Messsystem nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Aufnahmeeinheit (5) eine Streifenbe
leuchtungseinrichtung aufweist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19859801A DE19859801C2 (de) | 1998-12-23 | 1998-12-23 | Verfahren zur echtzeitfähigen Ermittlung und Darstellung von Verformungen oder Verschiebungen von Prüfobjekten und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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|---|---|---|---|
| DE19859801A DE19859801C2 (de) | 1998-12-23 | 1998-12-23 | Verfahren zur echtzeitfähigen Ermittlung und Darstellung von Verformungen oder Verschiebungen von Prüfobjekten und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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|---|---|
| DE19859801A1 true DE19859801A1 (de) | 2000-07-06 |
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|---|---|---|---|
| DE19859801A Expired - Fee Related DE19859801C2 (de) | 1998-12-23 | 1998-12-23 | Verfahren zur echtzeitfähigen Ermittlung und Darstellung von Verformungen oder Verschiebungen von Prüfobjekten und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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