DE19859668A1 - Verwendung von Bisphosphonaten zur Prophylaxe und zur Behandlung von infektiösen Prozessen - Google Patents
Verwendung von Bisphosphonaten zur Prophylaxe und zur Behandlung von infektiösen ProzessenInfo
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Abstract
Verwendung von Biophosphonsäuren der allgemeinen Formel DOLLAR F1 zur therapeutischen und prophylaktischen Behandlung von infektiösen Prozessen bei Mensch und Tier, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten hervorgerufen werden, und als Fungizid, Bekterizid oder Herbizid bei Pflanzen.
Description
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Bisphosphonaten als
Arzneimittel zur therapeutischen und prophylaktischen Behand
lung von Infektionen bei Mensch und Tier, die durch Viren,
Bakterien, Pilze und Parasiten hervorgerufen werden, und ihre
Verwendung als Fungizid, Bakterizid und Herbizid bei Pflanzen.
Die Verwendung von Bisphosphonsäuren und einigen ihrer Deriva
te in Arzneimitteln ist bereits bekannt. Bislang ist die mi
krobiostatische Wirksamkeit der Bisphosphonsäuren (DE 36 11 522),
ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von Störungen des
Calcium- und Phosphatstoffwechsels (DE 25 34 390, DE 25 34 391,
DE 33 34 211, DE 34 34 667, DE 27 45 083), die cytostati
sche Wirksamkeit (DE 34 25 812), ihre lipidsenkende Wirksam
keit (Arzneimittelforschung 46, 759-62) und ihre Fähigkeit,
Immunzellen zu stimulieren (WO 97/38 696), bekannt.
Es besteht ein starker Bedarf, für die Bereicherung der Be
handlung von Mensch und Tier sowie den Schutz von Pflanzen
Mittel bereitzustellen, die eine starke Wirksamkeit besitzen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Substanz
bereitzustellen, die universell bei Infektionen durch Viren,
Bakterien, Pilze und Parasiten bei Menschen und Tieren und als
Fungizid, Bakterizid und Herbizid bei Pflanzen einsetzbar ist
und die oben angegebenen Bedingungen erfüllt.
Diese Aufgabe wird in völlig überraschender Weise durch die in
Anspruch 1 definierte Stoffgruppe gelöst. Diese Stoffgruppe
zeigt eine antiinfektiöse Wirkung gegen Viren, Bakterien, Pil
ze, ein- und mehrzellige Parasiten als auch eine fungizide,
bakterizide und herbizide Wirkung bei Pflanzen.
Die vorliegende Erfindung betrifft daher die Verwendung von
Bisphosphonsäuren. Als Bisphosphonsäuren und deren Derivate
werden solche der allgemeinen Formel
eingesetzt, worin
A1, A2, A3, A4, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Wasserstoff, substituier tem und unsubstituiertem Alkyl, substituiertem und unsubstitu iertem Aryl, substituiertem und unsubstituiertem Aralkyl, sub stituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem und unsubstituiertem heterocyclischen Rest, Metallen der 1., 2. und 3. Hauptgruppe des periodischen Systems, wie Na, K, Ca, Mg, Al sowie substituiertem und unsubstituiertem Ammonium und Ammoniumverbindungen, die sich von Ethylendiamin oder Ami nosäuren ableiten, besteht,
X, das auch wegfallen kann, aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Alkylen, Alkenylen und Hydroxyalkylen besteht,
R1, R2, die gleich oder verschieden sein können, aus der Grup pe ausgewählt sind, die aus H, OH, -NH2, substituiertem und unsubstituiertem Acyl, substituiertem und unsubstituiertem Al kyl, substituiertem und unsubstituiertem Aryl, substituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem und unsubsti tuiertem Aralkyl, substituiertem und unsubstituiertem he terocyclischen Rest und -SR3, Cl und -NR3R4 besteht, worin R3, R4, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus H, OH, substituiertem und unsubstitu iertem Acyl, substituiertem und unsubstituiertem Alkyl, sub stituiertem und unsubstituiertem Aryl, substituiertem und un substituiertem Aralkyl, substituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl und substituiertem und unsubstituiertem heterocy clischen Rest besteht, und
deren pharmazeutisch verträglichen Salze, Amide, Ester sowie Salze der Ester oder Verbindungen, die bei Applikation die zu verabreichenden Verbindungen als Stoffwechsel- oder Abbaupro dukte bilden.
A1, A2, A3, A4, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Wasserstoff, substituier tem und unsubstituiertem Alkyl, substituiertem und unsubstitu iertem Aryl, substituiertem und unsubstituiertem Aralkyl, sub stituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem und unsubstituiertem heterocyclischen Rest, Metallen der 1., 2. und 3. Hauptgruppe des periodischen Systems, wie Na, K, Ca, Mg, Al sowie substituiertem und unsubstituiertem Ammonium und Ammoniumverbindungen, die sich von Ethylendiamin oder Ami nosäuren ableiten, besteht,
X, das auch wegfallen kann, aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Alkylen, Alkenylen und Hydroxyalkylen besteht,
R1, R2, die gleich oder verschieden sein können, aus der Grup pe ausgewählt sind, die aus H, OH, -NH2, substituiertem und unsubstituiertem Acyl, substituiertem und unsubstituiertem Al kyl, substituiertem und unsubstituiertem Aryl, substituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem und unsubsti tuiertem Aralkyl, substituiertem und unsubstituiertem he terocyclischen Rest und -SR3, Cl und -NR3R4 besteht, worin R3, R4, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus H, OH, substituiertem und unsubstitu iertem Acyl, substituiertem und unsubstituiertem Alkyl, sub stituiertem und unsubstituiertem Aryl, substituiertem und un substituiertem Aralkyl, substituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl und substituiertem und unsubstituiertem heterocy clischen Rest besteht, und
deren pharmazeutisch verträglichen Salze, Amide, Ester sowie Salze der Ester oder Verbindungen, die bei Applikation die zu verabreichenden Verbindungen als Stoffwechsel- oder Abbaupro dukte bilden.
Besonderheiten der obigen Definitionen und geeignete Beispiele
dafür werden nachfolgend angegeben:
"Acyl" ist ein Substituent, der von einer Säure stammt, wie von einer organischen Carbonsäure, Kohlensäure, Carbaminsäure oder der den einzelnen vorstehenden Säuren entsprechenden Thiosäure oder Imidsäure, oder von einer organischen Sulfon säure, wobei diese Säuren jeweils aliphatische, aromatische und/oder heterocyclische Gruppen im Molekül umfassen sowie Carbamoyl oder Carbamimidoyl.
"Acyl" ist ein Substituent, der von einer Säure stammt, wie von einer organischen Carbonsäure, Kohlensäure, Carbaminsäure oder der den einzelnen vorstehenden Säuren entsprechenden Thiosäure oder Imidsäure, oder von einer organischen Sulfon säure, wobei diese Säuren jeweils aliphatische, aromatische und/oder heterocyclische Gruppen im Molekül umfassen sowie Carbamoyl oder Carbamimidoyl.
Geeignete Beispiele für diese Acylgruppen werden nachfolgend
angegeben.
Als aliphatische Acylgruppen werden von einer aliphatischen
Säure stammende Acylreste bezeichnet, zu denen die folgenden
gehören:
Alkanoyl (z. B. Formyl, Acetyl, Propionyl, Butyryl, Isobutyryl, Valeryl, Isovaleryl, Pivaloyl etc.);
Alkenoyl (z. B. Acryloyl, Methacryloyl, Crotonoyl etc.);
Alkylthioalkanoyl (z. B. Methylthioacetyl, Ethylthioacetyl etc.)
Alkansulfonyl (z. B. Mesyl, Ethansulfonyl, Propansulfonyl etc.);
Alkoxycarbonyl (z. B. Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Propoxy carbonyl, Isopropoxycarbonyl, Butoxycarbonyl, Isobutoxycar bonyl etc.);
Alkylcarbamoyl (z. B. Methylcarbamoyl etc.);
(N-Alkyl)-thiocarbamoyl (z. B. (N-Methyl)-thiocarbamoyl etc.);
Alkylcarbamimidoyl (z. B. Methylcarbamimidoyl etc.);
Oxalo;
Alkoxalyl (z. B. Methoxalyl, Ethoxalyl, Propoxalyl etc.).
Alkanoyl (z. B. Formyl, Acetyl, Propionyl, Butyryl, Isobutyryl, Valeryl, Isovaleryl, Pivaloyl etc.);
Alkenoyl (z. B. Acryloyl, Methacryloyl, Crotonoyl etc.);
Alkylthioalkanoyl (z. B. Methylthioacetyl, Ethylthioacetyl etc.)
Alkansulfonyl (z. B. Mesyl, Ethansulfonyl, Propansulfonyl etc.);
Alkoxycarbonyl (z. B. Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Propoxy carbonyl, Isopropoxycarbonyl, Butoxycarbonyl, Isobutoxycar bonyl etc.);
Alkylcarbamoyl (z. B. Methylcarbamoyl etc.);
(N-Alkyl)-thiocarbamoyl (z. B. (N-Methyl)-thiocarbamoyl etc.);
Alkylcarbamimidoyl (z. B. Methylcarbamimidoyl etc.);
Oxalo;
Alkoxalyl (z. B. Methoxalyl, Ethoxalyl, Propoxalyl etc.).
Bei den obigen Beispielen für aliphatische Acylgruppen kann
der aliphatische Kohlenwasserstoffteil, insbesondere die Al
kylgruppe bzw. der Alkanrest, ggf. einen oder mehrere geeigne
te Substituenten aufweisen, wie Amino, Halogen (z. B. Fluor,
Chlor, Brom etc.), Hydroxy, Hydroxyimino, Carboxy, Alkoxy
(z. B. Methoxy, Ethoxy, Propoxy etc.), Alkoxycarbonyl, Acylami
no (z. B. Benzyloxycarbonylamino etc.), Acyloxy (z. B. Acetoxy,
Benzoyloxy etc.) und dergleichen; als bevorzugte aliphatische
Acylreste mit solchen Substituenten sind z. B. mit Amino, Car
boxy, Amino und Carboxy, Halogen, Acylamino oder dergleichen
substituierte Alkanoyle zu nennen.
Als aromatische Acylreste werden solche Acylreste bezeichnet,
die von einer Säure mit substituierter oder nicht substituier
ter Arylgruppe stammen, wobei die Arylgruppe Phenyl, Tolyl,
Xylyl, Naphthyl und dergleichen umfassen kann; geeignete Bei
spiele werden nachfolgend angegeben:
Aroyl (z. B. Benzoyl, Toluoyl, Xyloyl, Naphthoyl, Phthaloyl etc.);
Aralkanoyl (z. B. Phenylacetyl etc.);
Aralkenoyl (z. B. Cinnamoyl etc.);
Aryloxyalkanoyl (z. B. Phenoxyacetyl etc.);
Arylthioalkanoyl (z. B. Phenylthioacetyl etc.);
Arylaminoalkanoyl (z. B. N-Phenylglycyl, etc.);
Arensulfonyl (z. B. Benzolsulfonyl, Tosyl bzw. Toluolsulfonyl, Naphthalinsulfonyl etc.);
Aryloxycarbonyl (z. B. Phenoxycarbonyl, Naphthyl-oxycarbonyl etc.);
Aralkoxycarbonyl (z. B. Benzyloxycarbonyl etc.);
Arylcarbamoyl (z. B. Phenylcarbamoyl, Naphthylcarbamoyl etc.);
Arylglyoxyloyl (z. B. Phenylglyoxyloyl etc.).
Aroyl (z. B. Benzoyl, Toluoyl, Xyloyl, Naphthoyl, Phthaloyl etc.);
Aralkanoyl (z. B. Phenylacetyl etc.);
Aralkenoyl (z. B. Cinnamoyl etc.);
Aryloxyalkanoyl (z. B. Phenoxyacetyl etc.);
Arylthioalkanoyl (z. B. Phenylthioacetyl etc.);
Arylaminoalkanoyl (z. B. N-Phenylglycyl, etc.);
Arensulfonyl (z. B. Benzolsulfonyl, Tosyl bzw. Toluolsulfonyl, Naphthalinsulfonyl etc.);
Aryloxycarbonyl (z. B. Phenoxycarbonyl, Naphthyl-oxycarbonyl etc.);
Aralkoxycarbonyl (z. B. Benzyloxycarbonyl etc.);
Arylcarbamoyl (z. B. Phenylcarbamoyl, Naphthylcarbamoyl etc.);
Arylglyoxyloyl (z. B. Phenylglyoxyloyl etc.).
Bei den vorstehenden Beispielen für aromatische Acylreste kann
der aromatische Kohlenwasserstoffteil (insbesondere der Aryl
rest) und/oder der aliphatische Kohlenwasserstoffteil (insbe
sondere der Alkanrest) ggf. ein oder mehrere geeignete Substi
tuenten aufweisen, wie solche, die als geeignete Substituenten
für die Alkylgruppe bzw. den Alkanrest bereits angegeben wur
den. Insbesondere und als Beispiel für bevorzugte aromatische
Acylreste mit besonderen Substituenten werden mit Halogen und
Hydroxy oder mit Halogen und Acyloxy substituiertes Aroyl und
mit Hydroxy, Hydroxyimino, Dihalogenalkanoyloxyimino substitu
iertes Aralkanoyl angegeben sowie
Arylthiocarbamoyl (z. B. Phenylthiocarbamoyl etc.);
Arylcarbamimidoyl (z. B. Phenylcarbamimidoyl etc.).
Arylthiocarbamoyl (z. B. Phenylthiocarbamoyl etc.);
Arylcarbamimidoyl (z. B. Phenylcarbamimidoyl etc.).
Als heterocyclischer Acylrest wird ein Acylrest verstanden,
der von einer Säure mit heterocyclischer Gruppe stammt; dazu
gehören:
Heterocyclisches Carbonyl, bei dem der heterocyclische Rest ein aromatischer oder aliphatischer 5-bis 6-gliedriger He terocyclus mit zumindest einem Heteroatom aus der Gruppe Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel ist (z. B. Thiophenyl, Fu royl, Pyrrolcarbonyl, Nicotinoyl etc.);
Heterocyclus-Alkanoyl, bei dem der heterocyclische Rest 5- bis 6-gliedrig ist und zumindest ein Heteroatom aus der Gruppe Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel aufweist (z. B. Thiophen yl-acetyl, Furylacetyl, Imidazolylpropionyl, Tetrazolylacetyl, 2-(2-Amino-4-thiazolyl)-2-methoxyiminoacetyl etc.) und der gleichen.
Heterocyclisches Carbonyl, bei dem der heterocyclische Rest ein aromatischer oder aliphatischer 5-bis 6-gliedriger He terocyclus mit zumindest einem Heteroatom aus der Gruppe Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel ist (z. B. Thiophenyl, Fu royl, Pyrrolcarbonyl, Nicotinoyl etc.);
Heterocyclus-Alkanoyl, bei dem der heterocyclische Rest 5- bis 6-gliedrig ist und zumindest ein Heteroatom aus der Gruppe Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel aufweist (z. B. Thiophen yl-acetyl, Furylacetyl, Imidazolylpropionyl, Tetrazolylacetyl, 2-(2-Amino-4-thiazolyl)-2-methoxyiminoacetyl etc.) und der gleichen.
Bei den obigen Beispielen für heterocyclische Acylreste kann
der Heterocyclus und/oder der aliphatische Kohlenwasserstoff
teil ggf. einen oder mehrere geeignete Substituenten aufwei
sen, wie die gleichen, die als geeignet für Alkyl- und Alkan
gruppen angegeben wurden.
"Alkyl" ist ein gerad- oder verzweigtkettiger Alkylrest mit
bis zu 9 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Ethyl, Propyl, Isopro
pyl, Butyl, Isobutyl, tert.-Butyl, Pentyl, Hexyl und derglei
chen.
Cycloalkyl steht vorzugsweise für ein ggfs. substituiertes C3-
C7-Cycloalkyl; als mögliche Substituenten sind u. a. Alkyl, Al
koxy (z. B. Methoxy, Ethoxy etc.), Halogen (z. B. Fluor, Chlor,
Brom etc.), Nitro und dergleichen geeignet.
Aryl ist ein aromatischer Kohlenwasserstoffrest, wie Phenyl
Naphthyl usw., der ggf. einen oder mehrere geeignete Substitu
enten aufweisen kann wie Alkoxy (z. B. Methoxy, Ethoxy etc.),
Halogen (z. B. Fluor, Chlor, Brom etc.), Nitro und dergleichen.
Zu "Aralkyl" gehören Mono-, Di-, Triphenylalkyle wie Benzyl,
Phenethyl, Benzhydryl, Trityl und dergleichen, wobei der aro
matische Teil ggf. ein oder mehrere geeignete Substituenten
aufweisen kann wie Alkoxy (z. B. Methoxy, Ethoxy etc.), Halogen
(z. B. Fluor, Chlor, Brom etc.), Nitro und dergleichen.
Zu "Alkylen" gehören gerad- oder verzweigtkettige Alkylengrup
pen, die bis zu 9 Kohlenstoffatome aufweisen und durch die
Formel
-(CnH2n)-
wiedergegeben werden können, in der n eine ganze Zahl von 1
bis 9 ist, wie Methylen, Ethylen, Trimethylen, Methylethylen,
Tetramethylen, 1-Methyltrimethylen, 2-Ethylethylen, Pentame
thylen, 2-Methyltetramethylen, Isopropylethylen, Hexamethylen,
und dergleichen; bevorzugte Alkylenreste haben bis zu 4 Koh
lenstoffatome und besonders bevorzugt sind Reste mit 3 Kohlen
stoffatomen wie z. B. Trimethylen.
Zu "Alkenylen" gehören gerad- oder verzweigtkettige Alkenylen
gruppen mit bis zu 9 Kohlenstoffatomen, die durch die Formel
-(CnH2n-2)-
wiedergegeben werden können, in der n eine ganze Zahl von 2
bis 9 ist, wie z. B. Vinylen, Propenylen (z. B. 1-Propenylen, 2-
Propenylen), 1-Methylpropenylen, 2-Methylpropenylen, Buteny
len, 2-Ethylpropenylen, Pentenylen, Hexenylen und dergleichen;
besonders bevorzugt kann der Alkenylenrest bis zu 5 Kohlen
stoffatome aufweisen und insbesondere 3 Kohlenstoffatome wie
z. B. 1-Propenylen.
Zu "Hydroxyalkylen" gehören gerad- oder verzweigtkettige Alky
lenreste, die bis zu 9 Kohlenstoffatome aufweisen, wobei ein
oder mehrere ausgewählte Kohlenstoffatome mit einer Hydroxy
gruppe substituiert ist; diese Reste können durch die Formel
-(CnH2n-z)(OH)z-
wiedergegeben werden, in der n eine ganze Zähl von 1 bis 9 ist
und z eine ganze Zahl von 1 bis 9 ist, für die z ≦ n gilt. Zu
geeigneten Beispielen für solche Hydroxyalkylengruppen gehören
Hydroxymethylen, Hydroxyethylen (z. B. 1-Hydroxyethylen und 2-
Hydroxyethylen), Hydroxytrimethylen (z. B. 1-Hydroxytrimethy
len, 2-Hydroxytrimethylen und 3-Hydroxytrimethylen), Hydroxy
tetra-methylen (z. B. 2-Hydroxytetramethylen), 2-Hydroxy-2-
methyltri-methylen, Hydroxypentamethylen (z. B. 2-Hydroxypenta
methylen), Hydroxyhexamethylen (z. B. 2-Hydroxyhexamethylen)
und dergleichen. Besonders bevorzugt wird ein niederes Hy
droxyalkylen mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen und insbesondere
ein solches mit 3 Kohlenstoffatomen wie z. B. 2-Hydroxytri
methylen.
"Heterocyclischer Rest" ist vorzugsweise ein aromatischer oder
aliphatischer 5-bis 6-gliedriger Heterocyclus mit zumindest
einem Heteroatom aus der Gruppe Stickstoff, Sauerstoff und
Schwefel (z. B. Thiophenyl, Furoyl, Pyrrolcarbonyl, Nicotinoyl
etc.).
Als besonders wirksam haben sich die Bisphosphonsäuren
Amino-hydroxy-methyliden-bisphosphonsäure (AMP),
2-Amino-1-hydroxyethyliden-1,1-bisphosphonsäure (AEP),
3-Amino-1-hydroxypropyliden-1,1-bisphosphonsäure (Pamidronsäu
re),
4-Amino-1-hydroxybutyliden-1,1-bisphosphonsäure (Alendronsäu
re),
6-Amino-1-hydroxyhexyliden-1,1-bisphosphonsäure (AHP),
Amidinomethylen-bisphosphonsäure (AIMP),
3-Methylpentylamino-1-hydroxypropyliden-1,1-bisphosphonsäure
(Ibandronsäure),
2-(3-Pyridinyl)-1-hydroxyethyliden-bisphosphonsäure (Risedron
säure),
1-Hydroxy-2-(imidazol-1-yl)-ethyliden-1,1-bisphosphonsäure
(Zoledronsäure),
Cycloheptylaminomethylendiphosphonsäure (Cimadronsäure),
4-Chlorphenyl-thiomethylen-1,1-bisphosphonsäure (Tiludronsäu
re) sowie deren Derivate erwiesen.
Die Verbindungen sind insbesondere für die therapeutische und
prophylaktischen Behandlung von Infektionen bei Mensch und
Tier geeignet, die durch Viren, Bakterien, ein- und mehrzelli
ge Parasiten und Pilze hervorgerufen werden.
Die Verbindungen sind insbesondere gegen die folgenden einzel
ligen Parasiten (Protozoen) wirksam, gegen Erreger der Malaria
und der Schlafkrankheit sowie der Chagas-Krankheit, der
Toxoplasmose, der Amöbenruhr, der Leishmaniosen, der Trichomo
niasis, der Pneumozystose, der Balantidiose, der Kryptospori
diose, der Sarkozystose, der Akanthamöbose, der Naeglerose,
der Kokzidiose, der Giardiose und der Lambliose.
Sie sind daher insbesondere als Malariaprophylaxe und als Pro
phylaxe der Schlafkrankheit sowie der Chagas-Krankheit, der
Toxoplasmose, der Amöbenruhr, der Leishmaniosen, der Trichomo
niasis, der Pneumozystose, der Balantidiose, der Kryptospori
diose, der Sarkozystose, der Akanthamöbose, der Naeglerose,
der Kokzidiose, der Giardiose und der Lambliose geeignet.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe sind insbesondere gegen die
folgenden Bakterien einsetzbar:
Bakterien der Familie Propionibacteriaceae, insbesondere der Gattung Propionibacterium, insbesondere die Art Propionibacte rium acnes,
Bakterien der Familie Actinomycetaceae, insbesondere der Gat tung Actinomyces,
Bakterien der Gattung Corynebacterium, insbesondere die Arten Corynebacterium diphteriae und Corynebacterium pseudotubercu losis,
Bakterien der Familie Mycobacteriaceae, der Gattung Mycobacte rium, insbesondere die Arten Mycobacterium leprae, Mycobacte rium tuberculosis, Mycobacterium bovis und Mycobacterium avi um,
Bakterien der Familie Chlamydiaceae, insbesondere die Spezies Chlamydia trachomatis und Chlamydia psittaci,
Bakterien der Gattung Listerle, insbesondere die Art Listeria monocytogenes,
Bakterien der Art Erysipelthrix rhusiopathiae,
Bakterien der Gattung Clostridium,
Bakterien der Gattung Yersinia, der Spezies Yersinia pestis, Yersinia pseudotuberculosis, Yersinia enterocolitica und Yer sinia ruckeri,
Bakterien der Familie Mycoplasmataceae, der Gattungen My coplasma und Ureaplasma, insbesondere die Art Mycoplasma pneu moniae,
Bakterien der Gattung Brucella,
Bakterien der Gattung Bordetella,
Bakterien der Familie Neiseriaceae, insbesondere der Gattungen Neisseria und Moraxella, insbesondere die Arten Neisseria me ningitides, Neisseria gonorrhoeae und Moraxella bovis,
Bakterien der Familie Vibrionaceae, insbesondere der Gattungen Vibrio, Aeromonas, Plesiomonas und Photobacterium, insbesonde re die Arten Vibrio cholerae, Vibrio anguillarum und Aeromonas salmonicidas,
Bakterien der Gattung Campylobacter, insbesondere die Arten Campylobacter jejuni, Campylobacter coli und Campylobacter fe tus,
Bakterien der Gattung Helicobacter, insbesondere die Art Heli cobacter pylori,
Bakterien der Familien Spirochaetaceae und der Leptospiraceae, insbesondere der Gattungen Treponema, Borrelia und Leptospira, insbesondere Borrelia burgdorferi,
Bakterien der Gattung Actinobacillus,
Bakterien der Familie Legionellaceae, der Gattung Legionella,
Bakterien der Familie Rickettsiaceae und Familie Bartonella ceae,
Bakterien der Gattungen Nocardia und Rhodococcus,
Bakterien der Gattung Dermatophilus.
Bakterien der Familie Propionibacteriaceae, insbesondere der Gattung Propionibacterium, insbesondere die Art Propionibacte rium acnes,
Bakterien der Familie Actinomycetaceae, insbesondere der Gat tung Actinomyces,
Bakterien der Gattung Corynebacterium, insbesondere die Arten Corynebacterium diphteriae und Corynebacterium pseudotubercu losis,
Bakterien der Familie Mycobacteriaceae, der Gattung Mycobacte rium, insbesondere die Arten Mycobacterium leprae, Mycobacte rium tuberculosis, Mycobacterium bovis und Mycobacterium avi um,
Bakterien der Familie Chlamydiaceae, insbesondere die Spezies Chlamydia trachomatis und Chlamydia psittaci,
Bakterien der Gattung Listerle, insbesondere die Art Listeria monocytogenes,
Bakterien der Art Erysipelthrix rhusiopathiae,
Bakterien der Gattung Clostridium,
Bakterien der Gattung Yersinia, der Spezies Yersinia pestis, Yersinia pseudotuberculosis, Yersinia enterocolitica und Yer sinia ruckeri,
Bakterien der Familie Mycoplasmataceae, der Gattungen My coplasma und Ureaplasma, insbesondere die Art Mycoplasma pneu moniae,
Bakterien der Gattung Brucella,
Bakterien der Gattung Bordetella,
Bakterien der Familie Neiseriaceae, insbesondere der Gattungen Neisseria und Moraxella, insbesondere die Arten Neisseria me ningitides, Neisseria gonorrhoeae und Moraxella bovis,
Bakterien der Familie Vibrionaceae, insbesondere der Gattungen Vibrio, Aeromonas, Plesiomonas und Photobacterium, insbesonde re die Arten Vibrio cholerae, Vibrio anguillarum und Aeromonas salmonicidas,
Bakterien der Gattung Campylobacter, insbesondere die Arten Campylobacter jejuni, Campylobacter coli und Campylobacter fe tus,
Bakterien der Gattung Helicobacter, insbesondere die Art Heli cobacter pylori,
Bakterien der Familien Spirochaetaceae und der Leptospiraceae, insbesondere der Gattungen Treponema, Borrelia und Leptospira, insbesondere Borrelia burgdorferi,
Bakterien der Gattung Actinobacillus,
Bakterien der Familie Legionellaceae, der Gattung Legionella,
Bakterien der Familie Rickettsiaceae und Familie Bartonella ceae,
Bakterien der Gattungen Nocardia und Rhodococcus,
Bakterien der Gattung Dermatophilus.
Damit eignen sich Bisphosphonsäuren und ihre Derivate zur Be
handlung der Diphterie, der Acne vulgaris, der Listeriosen,
des Rotlaufs bei Tieren, der Gasbrand beim Mensch und beim
Tier, Pararauschbrand bei Mensch und Tier, Tuberkulose bei
Mensch und Tier, Lepra, und weitere Mykobacteriosen bei Mensch
und Tier, der Paratuberkulose der Tiere, Pest, mesenterialen
Lymphadenitis und Pseudotuberkulose bei Mensch und Tier, Cho
lera, Legionärskrankheit, Borreliose bei Mensch und Tier, Lep
tospirosen bei Mensch und Tier, Syphilis, Campylobacter-
Enteritiden bei Mensch und Tier, Moraxella-Keratokonjunc
tivitis und Serositis der Tiere, Brucellosen der Tiere und des
Menschen, Milzbrand bei Mensch und Tier, Aktinomykose bei
Mensch und Tier, Streptotrichosen, Psittakose/Ornithose bei
Tieren, Q-Fieber, Ehrlichiose.
Weiter ist der Einsatz nützlich bei der Helicobacter-
Eradikationstherapie bei Ulcera des Magendarmtraktes.
Es können auch Kombination mit einem weiteren Antibiotikum zur
Behandlung der obengenannten Erkrankungen eingesetzt werden.
Für Kombinationspräparate mit anderen Antiinfektiva eignen
sich insbesondere Isoniazid, Rifampicin, Ethambutol, Pyrazina
mid, Streptomycin, Protionamid und Dapson zur Behandlung der
Tuberkulose.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe sind ferner insbesondere bei
Infektionen mit folgenden Viren einsetzbar:
Parvoviridae: Parvoviren, Dependoviren, Densoviren,
Adenoviridae: Adenoviren, Mastadenoviren, Aviadenoviren,
Papovaviridae: Papovaviren, insbesondere Papillomaviren (soge nannte Warzenviren), Polyomaviren, insbesondere JC-Virus, BK- Virus, und Miopapovaviren,
Herpesviridae: Alle Herpesviren, insbesondere Herpes-Simplex- Viren, der Varizellen/Zoster-Viren, menschlicher Zytomegalie virus, Epstein-Barr-Viren, alle humanen Herpesviren, humanes Herpesvirus 6, Humanes Herpesvirus 7, humanes Herpesvirus 8,
Poxviridae: Pockenviren, Orthopox-, Parapox-, Molluscum- Contagiosum-Virus, Aviviren, Capriviren, Leporipoxviren,
alle primär hepatotropen Viren, Hepatitisviren: Hepatitis-A- Viren, Hepatitis-B-Viren, Hepatitis-C-Viren, Hepatitis-D- Viren, Hepatitis-E-Viren, Hepatitis-F-Viren, Hepatits-G-Viren,
Hepadnaviren: sämtliche Hepatitisviren, Hepatitis-B-Virus, He patitis-D-Viren,
Picornaviridae: Picornaviren, alle Enteroviren, alle Poliovi ren, alle Coxsackieviren, alle Echoviren, alle Rhinoviren, He patitis-A-Virus, Aphthoviren,
Calciviridae: Hepatitis-E-Viren,
Reoviridae: Reoviren, Orbiviren, Rotaviren,
Togaviridae: Togaviren, Alphaviren,, Rubiviren, Pestiviren, Rubellavirus,
Flaviviridae: Flaviviren, FSME-Virus, Hepatitis-C-Virus,
Orthomyxoviridae: Alle Influenzaviren,
Paramyxoviridae: Paramyxoviren, Morbillivirus, Pneumovirus, Masernvirus, Mumpsvirus,
Rhabdoviridae: Rhabdoviren, Rabiesvirus, Lyssavirus, viskulä res Stomatitisvirus,
Coronaviridae: Coronaviren,
Bunyaviridae: Bunyaviren, Nairovirus, Phlebovirus, Uukuvirus, Hantavirus,
Arenaviridae: Arenaviren, lymphozytäres Choriomeningitis- Virus,
Retroviridae: Retroviren, alle HTL-Viren, humanes T-cell leu kämie-Virus, Oncornaviren, Spumaviren, Lentiviren, Alle HI- Viren,
Filoviridae: Marburg- und Ebolavirus, Slow-virus-Infektionen, Prionen, Onkoviren, Leukämie-Viren.
Parvoviridae: Parvoviren, Dependoviren, Densoviren,
Adenoviridae: Adenoviren, Mastadenoviren, Aviadenoviren,
Papovaviridae: Papovaviren, insbesondere Papillomaviren (soge nannte Warzenviren), Polyomaviren, insbesondere JC-Virus, BK- Virus, und Miopapovaviren,
Herpesviridae: Alle Herpesviren, insbesondere Herpes-Simplex- Viren, der Varizellen/Zoster-Viren, menschlicher Zytomegalie virus, Epstein-Barr-Viren, alle humanen Herpesviren, humanes Herpesvirus 6, Humanes Herpesvirus 7, humanes Herpesvirus 8,
Poxviridae: Pockenviren, Orthopox-, Parapox-, Molluscum- Contagiosum-Virus, Aviviren, Capriviren, Leporipoxviren,
alle primär hepatotropen Viren, Hepatitisviren: Hepatitis-A- Viren, Hepatitis-B-Viren, Hepatitis-C-Viren, Hepatitis-D- Viren, Hepatitis-E-Viren, Hepatitis-F-Viren, Hepatits-G-Viren,
Hepadnaviren: sämtliche Hepatitisviren, Hepatitis-B-Virus, He patitis-D-Viren,
Picornaviridae: Picornaviren, alle Enteroviren, alle Poliovi ren, alle Coxsackieviren, alle Echoviren, alle Rhinoviren, He patitis-A-Virus, Aphthoviren,
Calciviridae: Hepatitis-E-Viren,
Reoviridae: Reoviren, Orbiviren, Rotaviren,
Togaviridae: Togaviren, Alphaviren,, Rubiviren, Pestiviren, Rubellavirus,
Flaviviridae: Flaviviren, FSME-Virus, Hepatitis-C-Virus,
Orthomyxoviridae: Alle Influenzaviren,
Paramyxoviridae: Paramyxoviren, Morbillivirus, Pneumovirus, Masernvirus, Mumpsvirus,
Rhabdoviridae: Rhabdoviren, Rabiesvirus, Lyssavirus, viskulä res Stomatitisvirus,
Coronaviridae: Coronaviren,
Bunyaviridae: Bunyaviren, Nairovirus, Phlebovirus, Uukuvirus, Hantavirus,
Arenaviridae: Arenaviren, lymphozytäres Choriomeningitis- Virus,
Retroviridae: Retroviren, alle HTL-Viren, humanes T-cell leu kämie-Virus, Oncornaviren, Spumaviren, Lentiviren, Alle HI- Viren,
Filoviridae: Marburg- und Ebolavirus, Slow-virus-Infektionen, Prionen, Onkoviren, Leukämie-Viren.
Die erfindungsgemäßen Bisphosphonate sind somit zur Bekämpfung
folgender viraler Infekte geeignet:
Eradikation von Papillomaviren zur Vorbeugung von Tumoren, insbesondere von Tumoren der Geschlechtsorganen verursacht durch Papillomaviren beim Menschen, Eradikation von JC-Viren und BK-Viren, Eradikation von Herpesviren, Eradikation humaner Herpesviren 8 zur Behandlung der Kaposi-Sarkoma, Eradikation von Zytomegalie-Viren vor Transplantationen, Eradikation von Eppstein-Barr-Viren vor Transplantation und zur Vorbeugung von Eppstein-Barr-Viren-assozierten Tumoren, Eradikation von Hepa titisviren zur Behandlung von chronischen Leber-Erkrankungen und zur Vorbeugung von Lebertumoren und Leberzirrhosen, Eradi kation von Coxsackieviren bei Kardiomyopathien, Eradikation von Coxsackieviren bei Diabetes-mellitus-Patienten, Eradikati on von Immunschwäche-Viren in Mensch und Tier, Behandlung von Begleitinfektionen in AIDS-Patienten, Behandlung von Entzün dungen viraler Genese des Respirationstraktes (Larynxpapillo me, Hyberplasien, Rhinitis, Pharyngitis, Bronchitis, Pneumoni en), der Sinnesorgane (Keratokonjunktivitis), des Nervensy stems (Poliomyelitis, Meningoenzephalitis, Enzephalitis, suba kute sklerosierende Panenzephalitis, SSPE, progressive multi fokale Leukoenzephalopathie, Lymphozytäre Choriomeningitis), des Magen-Darm-Traktes (Stomatitis, Gingivostomatitis, Ösopha gitis, Gastritis, Gastroenteritis, Durchfallerkrankungen), der Leber und des Gallensystems (Hepatitis, Cholangitis, hepato zelluläres Karzinom), des lymphatischen Gewebes (Mononukleose, Lymphadenitis), des hämatopoetischen Systems, der Geschlechts organe (Mumpsorchitis), der Haut (Warzen, Dermatitis, Herpes labialis, Fieberbläschen, Herpes Zoster, Gürtelrose), der Schleimhäute (Papillome, Konjunktivapapillome, Hyperplasien, Dysplasien), des Herz-Blutgefäß-Systems (Arteriitis, Myokardi tis, Endokarditis, Perikarditis), des Nieren-Harnweg-Systems, der Geschlechtsorgane (Anogenitale Läsionen, Warzen, Genital warzen, spitzen Kondylome, Dysplasien, Papillome, Zervix dysplasien, Condylomata acuminata, Epidermodysplasia verruci formis), der Bewegungsorgane (Myositis, Myalgien), Behandlung der Maul- und Klauenseuche der Paarhufer, des Colorado- Zeckenfiebers, des Dengue-Syndroms, des hämorrhagisches Fie bers, der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) und des Gelb fiebers.
Eradikation von Papillomaviren zur Vorbeugung von Tumoren, insbesondere von Tumoren der Geschlechtsorganen verursacht durch Papillomaviren beim Menschen, Eradikation von JC-Viren und BK-Viren, Eradikation von Herpesviren, Eradikation humaner Herpesviren 8 zur Behandlung der Kaposi-Sarkoma, Eradikation von Zytomegalie-Viren vor Transplantationen, Eradikation von Eppstein-Barr-Viren vor Transplantation und zur Vorbeugung von Eppstein-Barr-Viren-assozierten Tumoren, Eradikation von Hepa titisviren zur Behandlung von chronischen Leber-Erkrankungen und zur Vorbeugung von Lebertumoren und Leberzirrhosen, Eradi kation von Coxsackieviren bei Kardiomyopathien, Eradikation von Coxsackieviren bei Diabetes-mellitus-Patienten, Eradikati on von Immunschwäche-Viren in Mensch und Tier, Behandlung von Begleitinfektionen in AIDS-Patienten, Behandlung von Entzün dungen viraler Genese des Respirationstraktes (Larynxpapillo me, Hyberplasien, Rhinitis, Pharyngitis, Bronchitis, Pneumoni en), der Sinnesorgane (Keratokonjunktivitis), des Nervensy stems (Poliomyelitis, Meningoenzephalitis, Enzephalitis, suba kute sklerosierende Panenzephalitis, SSPE, progressive multi fokale Leukoenzephalopathie, Lymphozytäre Choriomeningitis), des Magen-Darm-Traktes (Stomatitis, Gingivostomatitis, Ösopha gitis, Gastritis, Gastroenteritis, Durchfallerkrankungen), der Leber und des Gallensystems (Hepatitis, Cholangitis, hepato zelluläres Karzinom), des lymphatischen Gewebes (Mononukleose, Lymphadenitis), des hämatopoetischen Systems, der Geschlechts organe (Mumpsorchitis), der Haut (Warzen, Dermatitis, Herpes labialis, Fieberbläschen, Herpes Zoster, Gürtelrose), der Schleimhäute (Papillome, Konjunktivapapillome, Hyperplasien, Dysplasien), des Herz-Blutgefäß-Systems (Arteriitis, Myokardi tis, Endokarditis, Perikarditis), des Nieren-Harnweg-Systems, der Geschlechtsorgane (Anogenitale Läsionen, Warzen, Genital warzen, spitzen Kondylome, Dysplasien, Papillome, Zervix dysplasien, Condylomata acuminata, Epidermodysplasia verruci formis), der Bewegungsorgane (Myositis, Myalgien), Behandlung der Maul- und Klauenseuche der Paarhufer, des Colorado- Zeckenfiebers, des Dengue-Syndroms, des hämorrhagisches Fie bers, der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) und des Gelb fiebers.
Die Aktivität der Substanzen wird in einem Versuchssystem be
stimmt. Dieses System beruht auf die Messung der Inhibition
des Wachstums von Bakterien, Parasiten, Viren, Pilze oder
Pflanzen in vitro. Hierzu werden zum Teil Versuchsverfahren
verwendet, die dem Fachmann bekannt sind.
Zum Beispiel wird zur Bestimmung der Antimalaria Aktivität die
Inhibition des Wachstums von Malaria Parasiten in Blutkulturen
bestimmt.
Die Bestimmung der antibakteriellen Aktivität beruht auf Mes
sung der Hemmung von Bakterienwachstum auf Nährböden und in
Flüssigkulturen.
Die Bestimmung der antiviralen Aktivität beruht auf Inhibition
der Bildung von viralen Elementen in Zellkulturen.
Die Bestimmung der fungiziden Aktivität beruht auf Inhibition
des Wachstums von Pilzen auf Nährböden und in Flüssigkulturen.
Einige der Mikroorganismen, die untersucht werden sollen, kön
nen nur in Tiermodellen untersucht werden. Hier werden die
entsprechenden Modelle angewendet.
Substanzen, die eine Wirksamkeit in den in vitro Meßsystemen
zeigen, werden in in vivo Modellen weiter untersucht. Die an
tiparasitäre, antivirale, fungizide oder antibakterielle Akti
vität wird in den entsprechenden Tiermodelle weiter evaluiert.
Das Screefling nach herbizider Aktivität wird mittels Algensy
stemen und Messung der Isoprenemission von Pflanzen unter
Standardbedingungen bestimmt.
Die Mittel können in Kombination mit anderen Mitteln mit anti
viralen Eigenschaften eingesetzt werden.
Als bevorzugte pharmazeutische Zubereitungen seien Tabletten,
Dragees, Kapseln, Pillen, Granulate, Suppositorien, Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen, Pasten, Salben, Gele, Cremes, Lo
tions, Puder und Sprays genannt. Tabletten, Dragees, Kapseln,
Pillen und Granulate können den oder die Wirkstoffe neben den
üblichen Trägerstoffen enthalten, wie (a) Füll- und Streckmit
tel, z. B. Stärken, Milchzucker, Rohrzucker, Glukose, Mannit
und Kieselsäure, (b) Bindemittel, z. B. Carboxymethylcellulo
se, Alginate, Gelatine, Polyvinylpyrrolidon, (c) Feuchthal
temittel, z. B. Glycerin, (d) Sprengmittel, z. B. Agar-Agar,
Calciumcarbonat und Natriumcarbonat, (e) Lösungsverzögerer,
z. B. Paraffin und (f) Resorptionsbeschleuniger, z. B. quarternä
re Ammoniumverbindungen, (g) Netzmittel, z. B. Cetylalkohol,
Glycerinmonostearat, (h) Adsorptionsmittel, z. B. Kaolin und
Bentonit und (i) Gleitmittel, z. B. Talkum, Calcium- und Ma
gnesiumstearat und feste Polyethylenglykole oder Gemische der
unter (a) bis (i) aufgeführten Stoffe.
Die Tabletten, Dragees, Kapseln, Pillen und Granulate können
mit den üblichen, gegebenenfalls Opakisierungsmittel enthal
tenden Überzügen und Hüllen versehen sein und auch so zusam
mengesetzt sein, daß sie den oder die Wirkstoffe nur oder be
vorzugt in einem bestimmten Teil des Intestinaltraktes gegebe
nenfalls verzögert abgeben, wobei als Einbettungsmassen z. B.
Polymersubstanzen und Wachse verwendet werden können.
Der oder die Wirkstoffe können gegebenenfalls mit einem oder
mehreren der oben angegebenen Trägerstoffe auch in mikrover
kapselter Form vorliegen.
Suppositorien können neben dem oder den Wirkstoffen die übli
chen wasserlöslichen oder wasserunlöslichen Trägerstoffe ent
halten, z. B. Polyethylenglykole, Fette, z. B. Kakaofett und
höhere Ester (z. B. C14-Alkohol mit C16-Fettsäure) oder Gemi
sche dieser Stoffe.
Salben, Pasten, Cremes und Gele können neben dem oder den
Wirkstoffen die üblichen Trägerstoffe enthalten, z. B. tieri
sche und pflanzliche Fette, Wachse, Paraffine, Stärke, Tra
gant, Cellulosederivate, Polyethylenglykole, Silikone, Bento
nite, Kieselsäure, Talkum und Zinkoxid oder Gemische dieser
Stoffe.
Puder und Sprays können neben dem oder den Wirkstoffen die üb
lichen Trägerstoffe enthalten, z. B. Milchzucker, Talkum, Kie
selsäure, Aluminiumhydroxid, Calciumsilikat und Polyamidpulver
oder Gemische dieser Stoffe. Sprays können zusätzlich die üb
lichen Treibmittel, z. B. Chlorfluorkohlenwasserstoffe, ent
halten.
Lösungen und Emulsionen können neben dem oder den Wirkstoffen
die üblichen Trägerstoffe wie Lösungsmittel, Lösungsvermittler
und Emulgatoren, z. B. Wasser, Ethylalkohol, Isopropylalkohol,
Ethylcarbonat, Ethylacetat, Benzylalkohol, Benzylbenzoat, Pro
pylenglykol, 1,3-Butylenglykol, Dimethylformamid, Öle, insbe
sondere Baumwollsaatöl, Erdnußöl, Maiskeimöl, Olivenöl,
Ricinusöl und Sesamöl, Glycerin, Glycerinformal, Tetrahydro
furfurylalkohol, Polyethylenglykole und Fettsäureester des
Sorbitans oder Gemische dieser Stoffe enthalten.
Zur parenteralen Applikation können die Lösungen und Emulsio
nen auch in steriler und blutisotonischer Form vorliegen.
Suspensionen können neben dem oder den Wirkstoffen die übli
chen Trägerstoffe wie flüssige Verdünnungsmittel, z. B. Was
ser, Ethylalkohol, Propylenglykol, Suspendiermittel, z. B.
ethoxylierte Isostearylalkohole, Polyoxyethylensorbit- und
Sorbitan-Ester, mikrokristalline Cellulose, Aluminiummetahy
droxid, Bentonit, Agar-Agar und Tragant oder Gemische dieser
Stoffe enthalten.
Die genannten Formulierungsformen können auch Färbemittel,
Konservierungsstoffe sowie geruchs- und geschmacksverbesserte
Zusätze, z. B. Pfefferminzöl und Eukalyptusöl und Süßmittel,
z. B. Saccharin, enthalten.
Bisphosphonsäuren und ihre Derivate der Formel (I) sollen in
den oben aufgeführten pharmazeutischen Zubereitungen, vorzugs
weise in einer Konzentration von etwa 0,1 bis 99,5 Gew.-%,
vorzugsweise von etwa 0,5 bis 95 Gew.-%, der Gesamtmischung
vorhanden sein.
Die oben aufgeführten pharmazeutischen Zubereitungen können
außer den Verbindungen der Formel (I) auch weitere pharmazeu
tische Wirkstoffe enthalten.
Die Herstellung der oben aufgeführten pharmazeutischen Zube
reitungen erfolgt in üblicher Weise nach bekannten Methoden,
z. B. durch Mischen des oder der Wirkstoffe mit dem oder den
Trägerstoffen.
Die genannten Zubereitungen können bei Mensch und Tier entwe
der oral, rektal, parenteral (intravenös, intramuskulär, sub
kutan), intracisternal, intravaginal, intraperitoneal, lokal
(Puder, Salbe, Tropfen) und zur Therapie von Infektionen in
Hohlräumen, Körperhöhlen angewendet werden. Als geeignete Zu
bereitungen kommen Injektionslösungen, Lösungen und Suspensio
nen für die orale Therapie, Gele, Aufgußformulierungen, Emul
sionen, Salben oder Tropfen in Frage. Zur lokalen Therapie
können ophtalmologische und dermatologische Formulierungen,
Silber- und andere Salze, Ohrentropfen, Augensalben, Puder
oder Lösungen verwendet werden. Bei Tieren kann die Aufnahme
auch über das Futter oder Trinkwasser in geeigneten Formulie
rungen erfolgen. Ferner können Gele, Pulver, Puder, Tabletten,
Retard-Tabletten, Premixe, Konzentrate, Granulate, Pellets,
Tabletten, Boli, Kapseln, Aerosole, Sprays, Inhalate bei
Mensch und Tier angewendet werden. Ferner können die erfin
dungsgemäßen Verbindungen in andere Trägermaterialien wie zum
Beispiel Kunststoffe, (Kunststoffketten zur lokalen Therapie),
Kollagen oder Knochenzement eingearbeitet werden.
Die notwendige Menge der einzelnen Derivate zur Erzielung des
gewünschten Effektes unterscheiden sich sehr stark. Im allge
meinen hat es sich sowohl in der Human- als auch in der Vete
rinärmedizin als vorteilhaft erwiesen, den oder die Bisphos
phonate der Formel (I) in Gesamtmengen von etwa 0,005 bis etwa
200 mg/kg Körpergewicht je 24 Stunden, gegebenenfalls in Form
mehrerer Einzelgaben, zur Erzielung der gewünschten Ergebnisse
zu verabreichen. Eine Einzelgabe enthält den oder die Wirk
stoffe vorzugsweise in Mengen von etwa 0,002 bis etwa 50 mg/kg
Körpergewicht. Es kann jedoch erforderlich sein, von den ge
nannten Dosierungen abzuweichen, und zwar in Abhängigkeit von
der Art und dem Körpergewicht des zu behandelnden Patienten,
der Art und der Schwere der Erkrankung, der Art der Zuberei
tung und der Applikation des Arzneimittels sowie dem Zeitraum
bzw. Intervall, innerhalb welchem die Verabreichung erfolgt.
So kann es in einigen Fällen ausreichend sein, mit weniger als
der obengenannten Menge Wirkstoff auszukommen, während in an
deren Fällen die oben angeführte Wirkstoffmenge überschritten
werden muß. Die Festlegung der jeweils erforderlichen optima
len Dosierung und Applikationsart der Wirkstoffe kann durch
den Fachmann aufgrund seines Fachwissens erfolgen.
Bei der Behandlung von Tieren können die erfindungsgemäß zu
verwendenden Verbindungen in den üblichen Konzentrationen und
Zubereitungen zusammen mit dem Futter bzw. mit Futterzuberei
tungen oder mit dem Trinkwasser gegeben werden.
Claims (8)
1. Verwendung von Bisphosphonsäuren der allgemeinen Formel
worin
A1, A2, A3, A4, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Wasserstoff, substitu iertem und unsubstituiertem Alkyl, substituiertem und un substituiertem Aryl, substituiertem und unsubstituiertem Aralkyl, substituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem und unsubstituiertem heterocyclischen Rest, Metallen der 1., 2. und 3. Hauptgruppe des periodischen Sy stems, wie Na, K, Ca, Mg, Al sowie substituiertem und un substituiertem Ammonium und Ammoniumverbindungen, die sich von Ethylendiamin oder Aminosäuren ableiten, besteht,
X, das auch wegfallen kann, aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Alkylen, Alkenylen und Hydroxyalkylen besteht,
R1, R2, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus H, OH, -NH2, substituiertem und unsubstituiertem Acyl, substituiertem und unsubstitu iertem Alkyl, substituiertem und unsubstituiertem Aryl, substituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl, substitu iertem und unsubstituiertem Aralkyl, substituiertem und un substituiertem heterocyclischen Rest und -SR3, Cl und -NR3R4 besteht, worin
R3, R4, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus H, OH, substituiertem und unsubstituiertem Acyl, substituiertem und unsubstituiertem Alkyl, substituiertem und unsubstituiertem Aryl, substitu iertem und unsubstituiertem Aralkyl, substituiertem und un substituiertem Cycloalkyl und substituiertem und unsubsti tuiertem heterocyclischen Rest besteht, und
deren pharmazeutisch verträglichen Salzen, Amiden, Estern sowie Salzen der Ester oder Verbindungen, die bei Applika tion die zu verabreichenden Verbindungen als Stoffwechsel- oder Abbauprodukte bilden, zur therapeutischen und prophy laktischen Behandlung von infektiösen Prozessen bei Mensch und Tier, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten hervorgerufen werden und als Fungizid, Bakterizid oder Her bizid bei Pflanzen.
worin
A1, A2, A3, A4, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Wasserstoff, substitu iertem und unsubstituiertem Alkyl, substituiertem und un substituiertem Aryl, substituiertem und unsubstituiertem Aralkyl, substituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem und unsubstituiertem heterocyclischen Rest, Metallen der 1., 2. und 3. Hauptgruppe des periodischen Sy stems, wie Na, K, Ca, Mg, Al sowie substituiertem und un substituiertem Ammonium und Ammoniumverbindungen, die sich von Ethylendiamin oder Aminosäuren ableiten, besteht,
X, das auch wegfallen kann, aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Alkylen, Alkenylen und Hydroxyalkylen besteht,
R1, R2, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus H, OH, -NH2, substituiertem und unsubstituiertem Acyl, substituiertem und unsubstitu iertem Alkyl, substituiertem und unsubstituiertem Aryl, substituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl, substitu iertem und unsubstituiertem Aralkyl, substituiertem und un substituiertem heterocyclischen Rest und -SR3, Cl und -NR3R4 besteht, worin
R3, R4, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus H, OH, substituiertem und unsubstituiertem Acyl, substituiertem und unsubstituiertem Alkyl, substituiertem und unsubstituiertem Aryl, substitu iertem und unsubstituiertem Aralkyl, substituiertem und un substituiertem Cycloalkyl und substituiertem und unsubsti tuiertem heterocyclischen Rest besteht, und
deren pharmazeutisch verträglichen Salzen, Amiden, Estern sowie Salzen der Ester oder Verbindungen, die bei Applika tion die zu verabreichenden Verbindungen als Stoffwechsel- oder Abbauprodukte bilden, zur therapeutischen und prophy laktischen Behandlung von infektiösen Prozessen bei Mensch und Tier, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten hervorgerufen werden und als Fungizid, Bakterizid oder Her bizid bei Pflanzen.
2. Verwendung von Bisphosphonsäuren der Formel (I),
worin
A1, A2, A3, A4, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Wasserstoff, substitu iertem und unsubstituiertem Alkyl, substituiertem und un substituiertem Aryl, substituiertem und unsubstituiertem Aralkyl, substituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem und unsubstituiertem heterocyclischen Rest, den Metallen der 1., 2. oder 3. Hauptgruppe des periodi schen Systems, wie Na, K, substituiertem und unsubstituier tem Ammonium und Ammoniumverbindungen, die sich von Ethy lendiamin oder Aminosäuren ableiten, besteht,
X, das auch wegfallen kann, aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Alkyl, (CH2)0-6, insbesondere (CH2)1-5 und Amidino be steht,
R1 aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus H, OH, NH2, -CH3 besteht, und
R2 aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus
besteht,
zur therapeutischen und prophylaktischen Behandlung von in fektiösen Prozessen bei Mensch und Tier, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten hervorgerufen werden und als Fungizid, Bakterizid oder Herbizid bei Pflanzen.
worin
A1, A2, A3, A4, die gleich oder verschieden sein können, aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Wasserstoff, substitu iertem und unsubstituiertem Alkyl, substituiertem und un substituiertem Aryl, substituiertem und unsubstituiertem Aralkyl, substituiertem und unsubstituiertem Cycloalkyl, substituiertem und unsubstituiertem heterocyclischen Rest, den Metallen der 1., 2. oder 3. Hauptgruppe des periodi schen Systems, wie Na, K, substituiertem und unsubstituier tem Ammonium und Ammoniumverbindungen, die sich von Ethy lendiamin oder Aminosäuren ableiten, besteht,
X, das auch wegfallen kann, aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Alkyl, (CH2)0-6, insbesondere (CH2)1-5 und Amidino be steht,
R1 aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus H, OH, NH2, -CH3 besteht, und
R2 aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus
besteht,
zur therapeutischen und prophylaktischen Behandlung von in fektiösen Prozessen bei Mensch und Tier, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten hervorgerufen werden und als Fungizid, Bakterizid oder Herbizid bei Pflanzen.
3. Verwendung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bisphosphonate aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus
Amino-hydroxy-methyliden-bisphosphonsäure,
2-Amino-1-hydroxyethyliden-1,1-bisphosphonsäure,
3-Amino-1-hydroxypropyliden-1,1-bisphosphonsäure,
4-Amino-1-hydroxybutyliden-1,1-bisphosphonsäure,
6-Amino-1-hydroxyhexyliden-1,1-bisphosphonsäure,
Amidinomethylen-bisphosphonsäure,
3-Methylpentylamino-1-hydroxypropyliden-1,1-bisphosphon
säure,
2-(3-Pyridinyl)-1-hydroxyethyliden-bisphosphonsäure,
1-Hydroxy-2-(imidazol-1-yl)-ethyliden-1,1-bisphosphonsäure,
Cycloheptylaminomethylendiphosphonsäure,
4-Chlorphenyl-thiomethylen-1,1-bisphosphonsäure sowie deren
Derivaten besteht.
4. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Be
handlung von Infektionen, verursacht durch Bakterien, Vi
ren, Pilze und ein- oder mehrzellige Parasiten.
5. Verwendung nach Anspruch 4 zur Vorbeugung und Behandlung
von Infektionen verursacht durch einzellige Parasiten, näm
lich Erreger der Malaria, der Schlafkrankheit, der Chagas-
Krankheit, der Toxoplasmose, der Amöbenruhr, der Leishma
niosen, der Trichomoniasis, der Pneumozystose, der Balanti
diose, der Kryptosporidiose, der Sarkozystose, der Akantha
möbose, der Naeglerose, der Kokzidiose, der Giardiose und
der Lambliose.
6. Verwendung nach Anspruch 4 zur Behandlung von Infekten, die
durch Bakterien hervorgerufen werden, die aus der Gruppe
ausgewählt sind, die aus Bakterien der Familie Propionibac
teriaceae, insbesondere der Gattung Propionibacterium, ins
besondere die Art Propionibacterium acnes, Bakterien der
Familie Actinomycetaceae, insbesondere der Gattung Acti
nomyces, Bakterien der Gattung Corynebacterium, insbesonde
re die Arten Corynebacterium diphteriae und Corynebacterium
pseudotuberculosis, Bakterien der Familie Mycobacteriaceae,
der Gattung Mycobacterium, insbesondere die Arten Mycobac
terium leprae, Mycobacterium tuberculosis, Mycobacterium
bovis und Mycobacterium avium, Bakterien der Familie
Chlamydiaceae, insbesondere die Spezies Chlamydia trachoma
tis und Chlamydia psittaci, Bakterien der Gattung Listeria,
insbesondere die Art Listeria monocytogenes, Bakterien der
Art Erysipelthrix rhusiopathiae, Bakterien der Gattung
Clostridium, Bakterien der Gattung Yersinia, der Spezies
Yersinia pestis, Yersinia pseudotuberculosis, Yersinia
enterocolitica und Yersinia ruckeri, Bakterien der Familie
Mycoplasmataceae, der Gattungen Mycoplasma und Ureaplasma,
insbesondere die Art Mycoplasma pneumoniae, Bakterien der
Gattung Brucella, Bakterien der Gattung Bordetella, Bakte
rien der Familie Neiseriaceae, insbesondere der Gattungen
Neisseria und Moraxella, insbesondere die Arten Neisseria
meningitides, Neisseria gonorrhoeae und Moraxella bovis,
Bakterien der Familie Vibrionaceae, insbesondere der Gat
tungen Vibrio, Aeromonas, Plesiomonas und Photobacterium,
insbesondere die Arten Vibrio cholerae, Vibrio anguillarum
und Aeromonas salmonicidas, Bakterien der Gattung Campy
lobacter, insbesondere die Arten Campylobacter jejuni,
Campylobacter coli und Campylobacter fetus, Bakterien der
Gattung Helicobacter, insbesondere die Art Helicobacter py
lori, Bakterien der Familien Spirochaetaceae und der Lep
tospiraceae, insbesondere der Gattungen Treponema, Borrelia
und Leptospira, insbesondere Borrelia burgdorferi, Bakteri
en der Gattung Actinobacillus, Bakterien der Familie Legio
nellaceae, der Gattung Legionella, Bakterien der Familie
Rickettsiaceae und Familie Bartonellaceae, Bakterien der
Gattungen Nocardia und Rhodococcus, und Bakterien der Gat
tung Dermatophilus besteht.
7. Verwendung nach einem der Anspruch 4 zur Behandlung von In
fekten, die durch Viren hervorgerufen werden, die aus der
Gruppe ausgewählt sind, die aus Viren der Gattung Parvovi
ridae, insbesondere Parvoviren, Dependoviren, Densoviren,
Viren der Gattung Adenoviridae, insbesondere Adenoviren,
Mastadenoviren, Aviadenoviren, Viren der Gattung Papovavi
ridae, insbesondere Papovaviren, insbesondere Papillomavi
ren (sogenannte Warzenviren), Polyomaviren, insbesondere
JC-Virus, BK-Virus, und Miopapovaviren, Viren der Gattung
Herpesviridae, insbesondere Herpes-Simplex-Viren, der Vari
zellen/Zoster-Viren, menschlicher Zytomegalievirus,
Epstein-Barr-Viren, humanes Herpesvirus 6, humanes Herpes
virus 7, humanes Herpesvirus 8, Viren der Gattung Poxviri
dae, insbesondere Pockenviren, Orthopox- Parapox-, Mollu
scum-Contagiosum-Virus, Aviviren, Capriviren, Leporipoxvi
ren, primär hepatotropen Viren, insbesondere Hepatitisvi
ren, wie Hepatitis-A-Viren, Hepatitis-B-Viren, Hepatitis-C-
Viren, Hepatitis-D-Viren, Hepatitis-E-Viren, Hepatitis-F-
Viren, Hepatits-G-Viren, Hepadnaviren, insbesondere sämtli
che Hepatitisviren, wie Hepatitis-B-Virus, Hepatitis-D-
Viren, Viren der Gattung Picornaviridae, insbeondere Picor
naviren, alle Enteroviren, alle Polioviren, alle Coxsackie
viren, alle Echoviren, alle Rhinoviren, Hepatitis-A-Virus,
Aphthoviren, Viren der Gattung Calciviridae, insbesondere
Hepatitis-E-Viren, Viren der Gattung Reoviridae, insbeson
dere Reoviren, Orbiviren, Rotaviren, Viren der Gattung To
gaviridae, insbesondere Togaviren, Alphaviren, Rubiviren,
Pestiviren, Rubellavirus, Viren der Gattung Flaviviridae,
insbesondere Flaviviren, FSME-Virus, Hepatitis-C-Virus, Vi
ren der Gattung Orthomyxoviridae, insbesondere Influenzavi
ren, Viren der Gattung Paramyxoviridae, insbesondere Pa
ramyxoviren, Morbillivirus, Pneumovirus, Masernvirus,
Mumpsvirus, Viren der Gattung Rhabdoviridae, insbesondere
Rhabdoviren, Rabiesvirus, Lyssavirus, viskuläres Stomati
tisvirus, Viren der Gattung Coronaviridae, insbesondere Co
ronaviren, Viren der Gattung Bunyaviridae, insbesondere
Bunyaviren, Nairovirus, Phlebovirus, Uukuvirus, Hantavirus,
Viren der Gattung Arenaviridae, insbesondere Arenaviren,
lymphozytäres Choriomeningitis-Virus, Viren der Gattung Re
troviridae, insbesondere Retroviren, alle HTL-Viren, huma
nes T-cell Leukämie-Virus, Oncornaviren, Spumaviren, Lenti
viren, alle HI-Viren, Viren der Gattung Filoviridae, insbe
sondere Marburg- und Ebolavirus, Slow-Viren, Prionen, Onko
viren und Leukämie-Viren besteht.
8. Verwendung in einem pharmazeutischen Präparat zur prophy
laktischen und therapeutischen Behandlung von infektiösen
Prozessen, die durch Bakterien, Pilze, Viren oder Pararsi
ten hervorgerufen werden, dadurch gekennzeichnet, daß das
Präparat eine Verbindung gemäß der Formel (I) entsprechend
Anspruch 1 und einen pharmazeutisch akzeptablen Träger ent
hält.
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