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DE19856866C5 - Doppelbandpresse zur kontinuierlichen Herstellung von Plattenwerkstoffen - Google Patents

Doppelbandpresse zur kontinuierlichen Herstellung von Plattenwerkstoffen Download PDF

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DE19856866C5 DE1998156866 DE19856866A DE19856866C5 DE 19856866 C5 DE19856866 C5 DE 19856866C5 DE 1998156866 DE1998156866 DE 1998156866 DE 19856866 A DE19856866 A DE 19856866A DE 19856866 C5 DE19856866 C5 DE 19856866C5
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Abstract

Doppelbandpresse zur kontinuierlichen Herstellung von Holzspanplatten und ähnlichen aus durch ein unter Druck und Wärme ausgehärtetes Bindemittel zusammengehaltenen Partikeln bestehenden Plattenwerkstoffen
mit zwei metallischen endlos in einer vertikalen Ebene umlaufenden Formbändern (1, 2), von denen das obere Trum (2') des unteren Formbandes (2) und das untere Trum (1') des oberen Formbandes (1) in einer Preßstrekke (3) übereinanderliegen, sich an einer Stützkonstruktion (26, 27) abstützen und die Schüttung (4') in der Preßstrecke unter der Einwirkung von Druck und Wärme zusammenpressen,
mit in der Stützkonstruktion (26, 27) vorgesehenen Kanälen, durch die Wärmeträgermedium leitbar ist,
und mit zwischen den Formbändern (1, 2) und den Stützplatten (26, 27) in der Preßstrecke (3) mitvorlaufenden endlosen Rollenketten, die den Druck und die Wärme von den Stützplatten (26, 27) auf die Formbänder (1, 2) übertragen,
wobei die Rollenketten (30'') des hinteren Abschnitts (3'') von den Rollenketten (30') des vorangehenden Abschnitts (3') der...

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Doppelbandpresse nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
  • Eine Doppelbandpresse ist z. B. aus der DE 39 04 982 C1 bekannt. In der Preßstrecke sind Stützplatten vorgesehen, an denen die Formbänder über mitlaufende Rollenketten abgestützt sind. Die Stützplatten werden durch starke quer zur Bahn oberhalb bzw. unterhalb der jeweiligen Stützplatte angeordnete Träger abgestützt, die außerhalb der Bahnbreite durch Spindeln zusammengezogen werden.
  • In den Stützplatten sind quer zur Bahn verlaufende Bohrungen vorgesehen, die Kanäle zum Hindurchleiten eines Wärmeträgermediums, meist eines Thermoöls, bilden. Die Kanäle folgen zu vielen in Laufrichtung der Bahn aufeinander. Aufeinanderfolgende Kanäle sind durch an den Rändern der Stützplatten angebrachte U-förmige Rohrkrümmer miteinander verbunden, so daß das Wärmeträgermedium im Zickzack quer zur Bahn verläuft und auf diese Weise auf die Gleichmäßigkeit der Wärmeübertragung verbessert wird. Mehrere in Laufrichtung der Bahn aufeinanderfolgende Querbohrungen bilden eine gemeinsam mit Wärmeträgermedium beschickte Gruppe.
  • Bei der Herstellung von Plattenwerkstoffen, insbesondere Holzspanplatten und ähnlichen Materialien, muß in der ersten Zone der Preßstrecke eine erhebliche Wärme in das Material der Schüttung hineingebracht werden, um die Aushärtereaktion des Bindemittels durchzuführen. Die in der Schüttung enthaltene Feuchtigkeit dient dabei zum Transport der Wärme in die Schüttung und Plastifizierung der Schüttung. In einem hinteren, d. h. nachfolgenden, gegen das Ende der Preßstrecke hin gelegenen Abschnitt muß die Wärmezufuhr nicht mehr so groß sein, sondern kommt es vorwiegend auf die Aufrechterhaltung des Drucks an, damit eingeleitete Bindungen innerhalb des glatten Materials nicht durch vorzeitige Entlastung vor der völligen Aushärtung wieder aufgerissen werden und so die Plattenwerkstoffe zerstören.
  • Bei der aus der DE 39 04 982 C1 bekannten Anlage sind die Formbänder, zwischen denen der Plattenwerkstoff gebildet wird, rollend über die Rollenketten an der ebenen Stützfläche einer Stützkonstruktion abgestützt, die sich oberhalb des oberen und unterhalb des unteren Formbandes in der Preßstrecke befinden. Auch wenn die Stützkonstruktion im hinteren Bereich der Preßstrecke nicht mehr positiv beheizt wird, wird dort durch die vorlaufenden Formbänder mit den Rollenketten und der Bahn des Plattenwerkstoffs viel Wärme in den hinteren Abschnitt der Preßstrecke übertragen.
  • Die in der ersten Zone der Preßstrecke in die Platte hineingebrachte Wärmemenge strahlt in der hinteren Zone der Preßstrecke ungenutzt in die Umgebung ab.
  • Ferner ist aus der DE 25 00 706 B2 eine Doppelbandpresse nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs bekannt. Daraus geht als bekannt hervor, bei einer Doppelbandpresse mit metallischen Formbändern, die sich an einer Stützkonstruktion abstützen, die mit Kanälen für ein Wärmeträgermedium versehen ist, und zwischen den Formbändern und den Stützplatten mit laufenden, endlosen Rollenketten die Rollenketten des hinteren Abschnitts von den Rollenketten des vorangehenden Abschnitts der Preßstrecke zu trennen. Gleiches ist aus DE 29 22 151 A1 bekannt. Nachteilig an einer solchen Konstruktion ist, daß sich das obere Formband und das untere Formband gleichzeitig ausbeulen, so daß es ein vorübergehendes beidseitiges Aufatmen der Bahn gibt, was der Bildung und Aufrechterhaltung der entstehenden Bindung in der Bahn unzuträglich ist.
  • Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, die Energiekosten einer die Doppelbandpresse umfassenden Anlage zu senken.
  • Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch wiedergegebene Erfindung gelöst.
  • Wenn nicht für die gesamte Preßstrecke und jedes Formband jeweils eine durchgehende Rollenkette oder eine Gruppe solcher Rollenketten eingesetzt werden, sondern wenn an einer geeigneten Stelle der Preßstrecke eine Kettentrennung vorgenommen wird, so daß also der erste Abschnitt der Preßstrecke eigene Rollenketten hat und der hintere Abschnitt der Preßstrecke davon getrennte weitere Rollenketten, kann die Übertragung von Wärme in den hinteren Abschnitt der Preßstrecke vermindert werden. Der von durchgehenden Rollenketten sonst in den hinteren Abschnitt der Preßstrecke transportierte Anteil der Wärme verbleibt dadurch zu einem großen Teil in dem ersten Abschnitt der Preßstrecke und geht nicht verloren. Allein durch die Trennung der Rollenketten kann eine Temperatursenkung im hinteren Pressenabschnitt von 20°C und mehr erzielt werden.
  • Auf jegliche Zufuhr von Wärme kann in dem hinteren Abschnitt in vielen Fällen verzichtet werden, da die höhere Temperatur der Formbänder weiterhin Wärme in das Platteninnere transportiert. Die aus dem vorderen Abschnitt durch den sich bildenden Plattenwerkstoff, die beiden Formbänder und die Ketten in den hinteren Abschnitt transportierte Wärme kann durch die Erfindung zumindest teilweise nutzbar gemacht werden, so daß sich die Wärmebilanz der Gesamtanlage verbessert. Der Entzug von Wärme aus dem Wärmeträgermedium des hinteren Abschnittes ist gleichbedeutend mit einer Kühlung desselben. Die Idee der Erfindung besteht darin, die hierbei gewinnbare Wärme nutzbar zu machen. Dabei ergibt sich jedoch noch ein Zusatzeffekt, der die Umweltverträglichkeit des Betriebs der Doppelbandpresse verbessert: durch die niedrigere Temperatur in der hinteren Zone der Preßstrecke werden das Ausdampfen von Formaldehyd, das aus dem Bindemittel stammt, und der Austritt von sonstigen organischen Dämpfen, die feuergefährlich sein können, z. B. aus Wachsen, vermindert.
  • Diese Nutzung kann z. B. zum Zwecke der Heizung der Fabrikanlage, in der die Doppelbandpresse steht, oder der zugehörigen Büros geschehen, also außerhalb des Plattenwerkstoff-Herstellungsverfahrens.
  • Die im hinteren Abschnitt der Preßstrecke entzogene Wärme kann aber auch an einer anderen Stelle des Verfahrens zur Herstellung der Plattenwerkstoffe selbst genutzt werden, z. B. zum Vorwärmen oder Trocknen der Partikel, aus denen die Bahn des Plattenwerkstoffs geformt wird oder zum Erwärmen von Wasser und/oder Thermoöl.
  • Der Aspekt der über die Länge der Preßstrecke unterschiedlichen Beheizung einer kontinuierlich arbeitenden Heizplattenpresse ist auch in der DE 37 43 933 A1 behandelt. In der Preßstrecke sind zu beiden Seiten Heizflächen angeordnet, die in drei verschiedene in Längsrichtung der Presse aufeinanderfolgende Heizzonen aufgeteilt sind. Diese Heizzonen werden unterschiedlich mit Wärmeenergie mittels Durchleiten eines Heizmittels versorgt. Ein abgestuftes Heizprofil entlang der Preßstrecke ist die Folge, wobei zu Beginn der Preßstrecke eine höhere Temperatur als am Ende der Preßstrecke vorliegt. Von einer Unterbrechung von Rollenketten oder Rollstangenanordnungen zur Verminderung des Wärmetransports oder aus anderen Gründen ist nicht die Rede.
  • Die Trennung der Rollenketten in einem vorderen Abschnitt und mindestens einem nachfolgenden Abschnitt hat auch eine Bedeutung unabhängig von der Frage der anderweitigen Nutzung im letzten Abschnitt der Preßstrecke gewonnener Wärme.
  • Es kann nämlich auf diese Weise ein teilweises Abdampfen gasförmiger Bestandteile des Plattenmaterials bereits vor dem Erreichen des eigentlichen Endes der Preßstrecke erfolgen. Dies betrifft nicht nur Wasserdampf, Formaldehyd und dergleichen, sondern auch die erwähnten brennbaren Dämpfe etwa aus in dem Plattenmaterial eingesetzten Wachsen und dergleichen, die, wenn sie insgesamt in großer Menge erst am eigentlichen Ende der Preßstrecke austreten können, sich dort schon entzündet und zu Brandunfällen geführt haben. Auch die reine Absenkung des Dampfdrucks an der Trennstelle durch teilweises Ablassen zur Seite hin, insbesondere aber durch die Temperaturerniedrigung, hat eine große praktische Bedeutung.
  • Ein wichtiges Merkmal der Erfindung sowohl mit als auch ohne Wärmerückgewinnung besteht darin, daß die Unterbrechungen der Rollenketten auf beiden Seiten der Bahn in Laufrichtung der Bahn gegeneinander versetzt sind.
  • Auf diese Weise kann die Bildung einer beidseitigen Aufblähung der Bahn zwischen den Formbändern verhindert und das teilweise Abblasen etwa eingesperrter Gase gewissermaßen stufenweise einmal nach oben, das andere Mal nach unten hin erfolgen.
  • Es spielt keine Rolle, ob die Trennstelle bei den Rollenketten des oberen Formbandes in Laufrichtung der Bahn nach oder vor der Trennstelle des unteren Formbandes gelegen ist.
  • Die Versuche haben gezeigt, daß nach der Erfindung hergestellte Spanplatten deutlich bessere technologische Werte aufweisen als nach bekannten Verfahren hergestellte Spanplatten.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt.
  • 1 zeigt einen Längsschnitt einer bekannten Doppelbandpresse und 2 einen Längsschnitt der erfindungsgemäßen Doppelbandpresse.
  • Die als Ganzes mit 100 bezeichnete Doppelbandpresse der 1 dient zur Herstellung von Holzspanplatten, Holzfaserplatten und anderen plattenförmigen Werkstoffen, die aus mittels eines unter Druck und Wärme aushärtenden Bindemittels gebundenen Partikeln bestehen.
  • Sie umfaßt ein oberes Formband 1 aus Stahlblech von etwa 2 bis 3 mm Stärke und ein ebensolches unteres Formband 2. Zwischen den Formbändern 1, 2 wird in einer Preßstrecke 3 eine Bahn 4 aus einer Schüttung 4' zusammengepreßt, die aus dem mit dem Bindemittel versehenen Partikel-Material besteht, das nach dem Pressen einen der vorgenannten Werkstoffe ergibt.
  • Das obere Formband 1 läuft um quer zur Bahn angeordnete Rollen oder Trommeln 5, 6 um und kann zwischen diesen Trommeln 5, 6 hydraulisch gespannt werden. Entsprechend läuft das Formband 2 über quer zur Bahn 4 angeordnete Trommeln 11, 12 um, die ebenfalls eine hydraulische Spannung des Formbandes 2 erzielen. Die Formbänder 1, 2 werden über die Trommeln angetrieben.
  • Die Formbänder 1, 2 laufen in dem durch die Pfeile 16 angedeuteten Sinn durch die Vorrichtung. In der Preßstrecke 3 bewegen sich das untere Trum 1' des oberen Formbandes 1 und das obere Trum 2' des unteres Formbandes 2 gleichlaufend dicht übereinander. Die auf der in der Zeichnung linken Seite auf ein nicht dargestelltes Förderband aufgebrachte Schüttung 4' wird in die Preßstrecke 3 hineingezogen und zwischen den Trums 1', 2' zusammengepreßt. Von dem Förderband geht die Schüttung 4' auf ein rollendes Tablett 7 über, welches die Schüttung auf das untere Formband 2 kurz vor dem oberen Scheitel der Trommel 11 übergibt. Die auslaufende fertiggepreßte und ausgehärtete Bahn 4 des Plattenwerkstoffs wird auf der gemäß der Zeichnung rechten Seite durch geeignete nicht dargestellte Vorrichtungen geteilt und hinweggefördert.
  • In der Preßstrecke 3 ist im Innenbereich des Formbandes 1 oberhalb dessen unteren Trums 1' eine obere Stützkonstruktion 17 vorgesehen, die mit einer im Innenbereich des unteren Formbandes 2 unterhalb deren oberen Trums 2' vorgesehenen unteren Stützkonstruktion 18 zusammenwirkt. Die Stützkonstruktionen 17, 18 stützen die der Bahn 4 zugewandten Bereiche der Formbänder 1, 2 gegen die Bahn 4 ab und pressen sie mit großer Kraft gegeneinander.
  • Die Stützkonstruktionen 17, 18 bestehen jeweils aus einzelnen Trägern 19, 20, die jeweils paarweise übereinanderliegend oberhalb und unterhalb der Formbänder 1, 2 und der Bahn 4 angeordnet sind. Jedes Trägerpaar 19, 20 ist durch nicht dargestellte seitlich außerhalb der Preßstrecke 3 gelegene starke Spindeln miteinander verklammert, so daß einzelne kräftemäßig in sich abgeschlossene Druckglieder gebildet sind.
  • Zwischen den Trägern 19, 20 und den Formbändern 1, 2 befinden sich starke Stützplatten 26, 27, die die von den einzelnen Trägem 19, 20 ausgeübte Kraft ebenflächig auf die Formbänder 1, 2 und damit die Bahn 4 übertragen. Die Stützplatten 26, 27 weisen quer zur Bahn 4 verlaufende über die Breite durchgehende Kanäle auf, durch die ein Wärmeträgermedium hindurchleitbar ist. Die Kanäle folgen in Laufrichtung 16 dicht aufeinander und sind an den Enden durch Rohrkrümmer miteinander verbunden, so daß Gruppen von Kanälen von einem gemeinsamen Wärmeträgermedium mäanderförmig durchflossen werden.
  • Zwischen den einander zugewandten Seiten der Stützplatten 26, 27 und den Formbändern 1, 2 sind Rollenketten 30 angeordnet, auf denen die Formbänder 1, 2 an den Stützplatten 26, 27 abrollen und die endlos in einer vertikalen Längsebene um die Stützplatten 26, 27 innerhalb der Formbänder 1, 2 umlaufen. Die Rollen der Rollenketten 30 übertragen sowohl den Druck als auch die Wärme der Stützplatten 26, 27 auf die Formbänder 1, 2 und damit die sich bildende Bahn 4. Die Formbänder 1, 2 erfahren also in der Preßstrecke 3 eine rein rollende Abstützung.
  • Die Preßstrecke 3 ist in zwei in Laufrichtung 16 der Bahn 4 aufeinanderfolgende Abschnitte 3' und 3'' unterteilt. In dem ersten Abschnitt 3' wird durch die Beheizung des Wärmeträgermediums die Wärme zugeführt, die eine gewisse Dampfbildung in der zusammengepreßten Schüttung 4' und die Aushärtung des darin befindlichen Bindemittels bewirkt. Das Wärmeträgermedium, z. B. ein Thermoöl, wird in einem Wärmetauscher 40 aufgeheizt und umgewälzt, so daß das gerade aufgeheizte Wärmeträgermedium im Sinnes des Pfeiles 41 am Beginn des ersten Abschnittes 3' zugeführt und im Sinne des Pfeiles 42 am Ende des ersten Abschnittes wieder aus den Kanälen der Stützplatten 26, 27 entnommen und in einem geschlossenen Kreislauf in den Wärmetauscher 40 zurückgeführt wird. Der Wärmetauscher kann, wie dargestellt seinerseits durch ein in einem Heizaggregat 43 mit Heizregistern 44 aufgeheiztes weiteres Wärmeträgermedium beaufschlagt werden, oder aber selbst die Heizung enthalten.
  • In dem hinteren, d. h. in Laufrichtung 16 der Bahn 4 nachfolgenden Abschnitt 3'' der Preßstrecke 3 muß der mechanische Druck aufrechterhalten werden, bis das Bindemittel ausgehärtet und der Dampfdruck ausreichend reduziert ist, da sonst die gerade gebildeten Bindungen in dem Bindemittel wieder aufreissen. Durch die Stützplatten 26'', 27'' dieses Abschnittes wird ebenfalls ein Wärmeträgermedium derart umgewälzt, daß es zu Beginn des Abschnittes 3'' im Sinne des Pfeiles 51 zugeführt und am Ende des Abschnittes 3'' im Sinne des Pfeiles 52 wieder entnommen wird.
  • Auch hier durchströmt das Wärmeträgermedium einen Wärmetauscher 50, in welchem ihn aber keine Wärme zugeführt, sondern im Gegenteil ein Teil der in dem ersten Abschnitt 3' zugeführten Wärme, die durch die Bewegung der Formbänder 1, 2, der Rollenketten 30 und der Bahn 4 in den hinteren Abschnitt 3'' gelangt ist, wieder entzogen wird. Die entzogene Wärme entspannt den Dampf und verringert so den Dampfdruck.
  • Die in dem Wärmetauscher 50 entzogene Wärme wird in einem in der Zeichnung nur symbolisch angedeuteten Aggregat 53 genutzt, sei es zu Heizzwecken, sei es um an einer auf der linken Seite der Zeichnung vorgeschalteten Stelle des Verfahrensablaufs zum Anwärmen der Partikel, zum Trocknen der Partikel, zum Erwärmen von Wasser und/oder Thermoöl oder für ähnliche Zwecke eingesetzt zu werden. Auf diese Weise wird die Wärmebilanz der Gesamtanlage verbessert und auch ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet, insofern das Austreten von Stoffen wie Formaldehyd und dergleichen vermindert wird.
  • Die quer zur Bahn 4 in den Stützplatten ausgebildeten Kanäle können unterschiedlich zu in Laufrichtung 16 aufeinanderfolgenden Gruppen verbunden sein. Die Hindurchleitung eines weiteren Wärmeträgermediums, welches nicht beheizt wird, durch den zweiten Abschnitt 3'' kann also auch dann erfolgen, wenn die Stützplatten 26, 27 und die Rollenketten 30 über die gesamte Länge der Preßstrecke 3 durchgehend ausgebildet sind.
  • In den dargestellten Ausführungsbeispielen der 1 und 2 jedoch sind die Abschnitte 3', 3'' nicht nur hinsichtlich ihrer Beschickung mit Wärmeträgermedium, sondern auch mechanisch voneinander getrennt. In dem ersten Abschnitt 3' liegen nämlich eigene Stützplatten 26', 27' einander oberhalb und unterhalb der Bahn 4 gegenüber, die vom Einlauf bis zu Trennstellen 28, 29 am Ende des ersten Abschnittes 3' reichen und von zugehörigen endlosen Rollenketten 30' umlaufen sind.
  • In 1 beginnen an den Trennstellen 28, 29 von den Stützplatten 26', 27' getrennte Stützplatten 26'', 27'', die bis zum Ende der Preßstrecke 3 bzw. des hinteren Abschnittes 3'' derselben reichen und von eigenen Rollenketten 30'' umlaufen sind. Die Trennstellen 28, 29, an denen die Formbänder 1, 2 aus dem ersten Abschnitt 3' in den hinteren Abschnitt 3'' übergehen, werden so kurz gemacht, wie es konstruktiv nur möglich ist. Wegen der erforderlichen Umlenkung der Rollenketten 30', 30'' über einen Radius können die unterstützungsfreien Abschnitte an den Trennstellen 28, 29 allerdings nicht beliebig kurz gemacht werden und betragen etwa 150 mm, was für den Ausfall des Plattenwerkstoffs noch keine Rolle spielt. Mit 28 ist die Trennstelle zwischen den Rollenketten 30', 30'' oberhalb der Bahn 4, d. h. für das Formband 1 bezeichnet, mit 29 die Trennstelle für die Rollenketten 30', 30'' unterhalb der Bahn 4, d. h. für das Formband 2.
  • Durch die Unterteilung an den Trennstellen 28, 29 verbleiben die vorderen Rollenketten 30' ganz in dem ersten Abschnitt 3' und können keine Wärme in den hinteren Abschnitt 3'' übertragen.
  • Die Wärme, die durch die Formbänder 1, 2 und die Bahn 4 dem stationären Betrieb dennoch in den hinteren Abschnitt gelangt, wird zum Teil in dem Wärmetauscher 50 dem die Stützplatten 26'', 27'' durchströmenden Wärmeträgermedium entzogen und einer Nutzung zugeführt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel 100 der 1 liegen die Trennstellen 28, 29, in Laufrichtung 16 der Bahn 4 gesehen, an der gleichen Stelle übereinander.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel 200 der 2 jedoch liegt die Trennstelle 28' für die Rollenketten 30', 30'' des oberen Formbandes 1 in Laufrichtung 16 gegenüber der Trennstelle 29' des unteren Formbandes 2 versetzt. 28' und 29' liegen also nicht übereinander, sondern weisen in Laufrichtung der Bahn 4 einen Abstand voneinander auf, der mindestens so groß ist, daß zwischen den Trennstellen 28' und 29' eine kurze Strecke 25 verbleibt, in der die Bahn 4 wie in der übrigen Preßstrecke 3 von beiden Seiten mittels der Rollenketten 30', 30'' abgestützt ist. Die Richtung der Versetzung spielt eine geringere Rolle. Wichtig ist nur, daß die unterstützungsfreien Abschnitte oben und unten nicht an der gleichen Stelle liegen und daß ein Abblasen von Dämpfern aller Art aus dem Plattenmaterial nicht auf einmal, sondern in zwei Schritten vor sich gehen kann.
  • Im übrigen ist das Ausführungsbeispiel gemäß 2 ohne Wärmerückgewinnung dargestellt.

Claims (1)

  1. Doppelbandpresse zur kontinuierlichen Herstellung von Holzspanplatten und ähnlichen aus durch ein unter Druck und Wärme ausgehärtetes Bindemittel zusammengehaltenen Partikeln bestehenden Plattenwerkstoffen mit zwei metallischen endlos in einer vertikalen Ebene umlaufenden Formbändern (1, 2), von denen das obere Trum (2') des unteren Formbandes (2) und das untere Trum (1') des oberen Formbandes (1) in einer Preßstrekke (3) übereinanderliegen, sich an einer Stützkonstruktion (26, 27) abstützen und die Schüttung (4') in der Preßstrecke unter der Einwirkung von Druck und Wärme zusammenpressen, mit in der Stützkonstruktion (26, 27) vorgesehenen Kanälen, durch die Wärmeträgermedium leitbar ist, und mit zwischen den Formbändern (1, 2) und den Stützplatten (26, 27) in der Preßstrecke (3) mitvorlaufenden endlosen Rollenketten, die den Druck und die Wärme von den Stützplatten (26, 27) auf die Formbänder (1, 2) übertragen, wobei die Rollenketten (30'') des hinteren Abschnitts (3'') von den Rollenketten (30') des vorangehenden Abschnitts (3') der Preßstrecke (3) getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennstellen (28', 29') der Rollenketten (30', 30'') auf den beiden Seiten der Bahn (4) in Laufrichtung (16) der Bahn gegeneinander versetzt sind.
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