DE19856779A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Durchmessers von Münzen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Durchmessers von MünzenInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bestimmung des Durchmessers von Münzen, die in regelloser Folge auf einer Führungsbahn entlang der Führungskante gefördert werden. Um die Bestimmung des Durchmessers der Münzen zu vereinfachen, werden die Münzen (9) durch den Luftspalt eines der Führungskante (6) zugeordneten U-förmigen Ferritkernes (15) geführt, dessen Spule (14) von einer Wechselspannung beaufschlagt ist, und der Rückfluß des magnetischen Feldes wird bei der jeder Münze (9) zugeordneten Eintauchtiefe (T) ermittelt und aus dem Rückfluß des magnetischen Feldes wird der Durchmesser der Münze (9) bestimmt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur
Bestimmung des Durchmessers von Münzen, die in
regelloser Folge auf einer Führungsbahn entlang der
Führungskante gefördert werden und auf eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist
aus der DE 25 47 685 C2 vorbekannt. Hierbei befindet
sich ein Lichttastkopf mit senkrecht zur Führungskante
und in unterschiedlichen Abständen zu dieser ange
ordneten Lichtleitfasern in der Ebene der Führungs
bahn, wobei die von der entlang der Führungskante auf
der Führungsbahn geförderten Münzen abgedeckten Licht
leitfasern ein Maß für den Durchmesser der Münzen
abgeben. Nachteilig hierbei ist, daß für jede Münze,
die gezählt werden soll, eine Faser vorhanden sien
muß. Damit ist diese Vorrichtung währungsspezifisch
auszubilden, da für jede zu zählende Münze mindestens
eine Faser benötigt wird. Nachteilig ist ferner, daß
der Lichttastkopf mit seinen einzelnen Lichtleitfasern
hochpräzise hergestellt und genauestens gegenüber der
Führungskante in der Führungsbahn justiert werden muß,
da andernfalls Fehler in Anordnung und Montage des
Lichttastkopfes zu ungenauen Meßergebnissen führen
können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Ver
fahren und die Vorrichtung zur Bestimmung des Durch
messers von Münzen zu vereinfachen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß
die Münzen durch den Luftspalt eines der Führungskante
zugeordneten U-förmigen Ferritkernes geführt werden,
dessen Spule von einer Wechselspannung beaufschlagt
ist, und daß der Rückfluß des magnetischen Feldes bei
der jeder Münze zugeordneten Eintauchtiefe ermittelt
und aus dem Rückfluß des magnetischen Feldes der
Durchmesser der Münze bestimmt wird. Der Rückfluß des
magnetischen Feldes des U-förmigen Ferritkernes wird
beim Durchgang einer Münze unterschiedlich stark
beeinflußt, wobei ein Energieentzug erfolgt. Der
Energieentzug ist bei im Durchmesser kleinen Münzen
mit geringer Eintauchtiefe niedriger als bei im
Durchmesser großen Münzen mit großer Eintauchtiefe in
den U-förmigen Ferritkern. In einer angeschlossenen
elektronischen Auswerteeinrichtung wird der Rückfluß
des magnetischen Feldes bzw. die Menge des Energieent
zuges ermittelt, da die elektronische Auswerteeinheit
die an der Spule liegende, von Wechselspannung erzeugte
Energie mißt. Je mehr Energie der Spule entzogen wird,
um so niedriger ist das Signal des magnetischen Feldes
an der Spule. Das Signal variiert mit den unterschied
lichen Eintauchtiefen der Münzen und gibt damit den
Durchmesser der Münzen an, die somit aufgrund Ihres
Durchmessers in der Wertigkeit bestimmt werden können.
Es ist zwar bereits aus der DE 42 24 204 A1 ein Ver
fahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung der Echt
heit von Münzen vorbekannt, bei dem eine mit einem
Eisenkern versehene Spule zu einem Zeitpunkt, in dem
sich eine Münze im Bereich eines Poles der Spule
befindet, mit einem Stromimpuls beaufschlagt und aus
dem Vergleich der selbstinduzierten Abklingspannung
mit für die zu prüfenden Münzen typischen Werten der
Abklingspannung die Echtheit dieser Münzen bestimmt
wird. Dabei wird die Spule mit einem Stromimpuls typi
scher Länge beaufschlagt und für jede der zu bestim
menden Münzen wird die Zeit bestimmt, zu der die
Abklingspannung den Wert einer vorgegebenen Referenz
spannung erreicht hat, wobei geprüft wird, ob zu den
bestimmten Zeiten die Abklingspannung mit dem Wert der
Referenzspannung übereinstimmt. Mit diesem vorbekann
ten Verfahren nebst zugehöriger Vorrichtung kann nur
die Echtheit von Münzen bestimmt werden, nicht jedoch
deren Durchmesser, selbst wenn dort mit einem U-för
migen Eisenkern gemessen wird, dessen Spule klein
gegenüber dem Durchmesser der zu messenden Münze ist.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand einer Vorrichtung
zur Bestimmung des Durchmessers von Münzen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf eine Münzzähl
maschine mit der Vorrichtung,
Fig. 2 die vergrößerte Darstellung der Vor
richtung zur Bestimmung des Durch
messers von Münzen,
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstel
lung mit eingezeichneter Münze und
Fig. 4 ein Blockdiagramm der elektronischen
Auswerteschaltung.
Die in Fig. 1 in Draufsicht dargestellte Münzzähl
maschine umfaßt ein kastenförmiges, rechteckiges
Gehäuse 1 mit einem auf dessen Oberseite angeordneten
flachen Drehteller 2, der um eine vertikale Achse 3 in
Richtung des Pfeiles 4 von einem nicht dargestellten
Antriebsmotor drehangetrieben ist, eine horizontale,
flache Führungsbahn 5 mit senkrecht auf dieser ste
hender Führungskante 6 und ein Anlaufkugellager 7 für
die Münzen, sowie eine durch Ausfallöffnungen 9 ver
schiedener Weiten gekennzeichnete Sortierstrecke für
die Münzen im Bereich der Führungsbahn 5. Eine
elektronische Erkennungseinrichtung 8 ist am Anfang
der Führungsbahn 5 nahe dem, dicht am Drehteller 3
gelagerten Anlaufkugellager 7 angeordnet. Auf dieser
Münzzählmaschine werden die zu zählenden Münzen auf
den von einem Rand 10 umgebenen Drehteller 2 aufge
bracht und von einem Transportriemen 13, der sich
ausgehend vom Bereich oberhalb des Drehtellers 3 über
die gesamte, tangential an den Drehteller 3 anschlie
ßenden Führungsbahn 5 parallel zu und in einem kleinen
Abstand von der Führungskante 6 erstreckt, vom Dreh
teller 2 abgezogen und in regelloser Folge entlang der
Führungskante 6 der Führungsbahn 5 gefördert und
mittels des der Führungsbahn 5 zugeordneten elektro
nischen Erkennungsmoduls 8 erkannt und gezählt.
Um den Durchmesser der Münzen 9 zu bestimmen, gehört
zum elektronischen Erkennungsmodul 8 auch eine Vor
richtung 11 mit angeschlossener elektronischer Aus
werteeinheit 12 (Fig. 4) zur Bestimmung des Durch
messers der Münzen 9. Die Vorrichtung 11 umfaßt einen
mit einer Spule 14 umwickelten U-förmigen Ferritkern
15, der mit den freien Enden 16 seiner Pole 17, 18
senkrecht zur Führungskante 6 gerichtet und in einem
definierten Abstand D zu der Führungskante 6 angeord
net ist. Der eine Pol 18 befindet sich in der Führungs
bahn 5 derart, daß seine Oberfläche bündig mit der
Oberfläche der Führungsbahn 5 liegt, wie es in Fig. 2
und 3 ersichtlich ist. Der andere Pol 17 befindet sich
im Abstand der Weite W des Luftspaltes des U-förmigen
Ferritkernes 15 oberhalb der Führungsbahn 5. Die Weite
W des Luftspaltes ist mindestens so groß wie die
größte Dicke der dicksten Münze 9. Die Spule 14 be
findet sich am die beiden Pole 17, 18 verbindenden
Basisschenkel 19 des U-förmigen Ferritkernes 15.
Eine Münze 9, die vom Drehteller 2 kommend um das
Anlaufkugellager 7 herum mittels des Transportriemens
13 gefördert wird, liegt mit ihrem Rand an der Führ
ungskante 6 an und wird unter Wirkung des Transport
riemens 13 ständig gegen die Führungskante 6 gedrückt.
Die Münze 9 eines bestimmten Durchmessers taucht in
den Luftspalt des U-förmigen Ferritkernes 15 um eine
genau definierte Eintauchtiefe T ein.
An der Spule 14 des U-förmigen Ferritkernes 15 liegt
eine Wechselspannung von mehreren 100 Khz an, wobei
die Spule 14 zwischen den Schenkeln, d. h. Polen 17, 18
des U-Kernes 15 ein elektromagnetisches Wechselfeld
erzeugt. Wenn die Münze 9 zwischen die U-Schenkel bzw.
-Pole 17, 18 des U-förmigen Ferritkernes 15 eintaucht,
wird aus dem elektromagnetischen Ferritteil aufgrund
des Wirbelstromeffektes Energie entzogen. Die Höhe des
Energieentzugs ist in etwa proportional der Eintauch
tiefe T der Münze 9 in den U-förmigen Ferritkern 15
und wird nur in geringem Maße von der Legierung und
der Dicke der Münze 9 beeinflußt. Mittels der elektro
nischen Auswerteeinheit 12, die in der Lage ist, ent
sprechend dem Energieentzug ein proportionales Aus
gangssignal zur Verfügung zu stellen, kann direkt der
Durchmesser der Münze 9 bestimmt werden.
Das in Fig. 4 dargestellte Blockdiagramm der elektro
nischen Auswerteeinheit 12 umfaßt einen HF-Generator
20, einen angeschlossenen Verstärker/Treiber 21, die
über eine Leitung 22 direkt mit der Spule 14 des
U-förmigen Ferritkernes 15 verbunden sind. Das andere
Ende der Spulenwicklung 14 ist geerdet.
An die Verbindungsleitung 22 zwischen HF-Generator 20
bzw. Verstärker/Treiber 21 und Spule 14 des U-förmigen
Ferritkernes 14 ist eine Parallelschaltung aus einem
langsamen Peakdetect- und Hold-Bauelement 23 nebst
nachgeschaltetem Verstärker 24 und einem schnellen
Peakdetect- und Hold-Bauelement 25 nebst nachgeschal
tetem Verstärker 26 angeschlossen, die jeweils mit
einem Mikrocontroller 27 verbunden sind, welcher der
Datenausgabe 28 dient.
Dabei ist die Parallelschaltung aus dem langsamen
Peakdetect- und Hold-Bauelement 23 und dem nachge
schaltetem Verstärker 24 nur vorzugsweise vorhanden
und für die Funktion nicht unbedingt erforderlich.
Diese Parallelschaltung erzeugt einen Leerlaufwert 30,
der vom Meßwert 29 am Ausgang der anderen Paralell
schaltung aus dem schnellen Peakdetect- und Hold-
Bauelement 25 nebst nachgeschaltetem Verstärker 26
subtrahiert wird.
Der Sensor besteht aus dem U-förmigen Ferritkern 15,
der mit einer Spule 14 aus HF-Litze bewickelt ist. Da
Ferrit bruchempfindlich ist, wird, der Sensor vorzugs
weise in eine passende Kunststoff-Form eingesetzt. Der
Ferritkern 15 wird zur Erfassung des Durchmessers der
Münze 9 gemäß Fig. 2 und 3 in die Laufplatte der
Führungsbahn 5 von Münzzählmaschinen eingesetzt. Der
Sensor wird so ausgerichtet, daß beim Vorbeiführen
einer Münze 9 um einen Referenzpunkt die Münze 9 ent
sprechend ihrem Durchmesser in den Sensor eintaucht,
wie es in Fig. 3 dargestellt ist.
Die Vorteile des Verfahrens bzw. der Vorrichtung sind:
- 1. Es wird ein proportionales, lineares Ausgangssignal zur Verfügung gestellt, aufgrund dessen die Vorrich tung zur Bestimmung des Durchmessers von Münzen 9 in Form des U-förmigen Ferritkernes 15 bei ein- und der selben Bauform auch für unterschiedliche Währungen eingesetzt werden kann.
- 2. Das Verfahren und die Vorrichtung sind sehr kosten günstig, weil für die meisten Währungen nur eine Stan dard-Bauform der Vorrichtung eingesetzt werden muß, da die elektronische Auswerteeinheit 12 nur ein Sensor signal verarbeiten muß und weil die verwendeten elek tronischen Bauelemente der elektronischen Auswerte einheit 12 kostengünstige Bauelemente sind.
- 3. Der Abgleich bzw. die Zuordnung der Münzen 9 zu den Ausgangssignalen erfolgt elektronisch per Software. Aufwendige mechanische Justagen und Einstellungen sind bei dieser Vorrichtung nicht mehr notwendig. Die Vor richtung kann in Verbindung mit der Führungsbahn 5, in welche diese eingebaut wird, vorabgeglichen werden. Die somit entstandene Baugruppe muß dann nur noch in die Münzzählmaschine montiert werden.
1
Gehäuse
2
Drehteller
3
Achse
4
Pfeil
5
Führungsbahn
6
Führungskante
7
Anlaufkugellager
8
Erkennungseinrichtung
9
Ausfallöffnung
10
Rand
11
Vorrichtung
12
Auswerteeinheit
13
Transportriemen
14
Spule
15
Ferritkern
16
Ende
17
,
18
Pol
19
Basisschenkel
20
HF-Generator
21
Verstärker/Treiber
22
Leitung
23
Peakdetect- u. Hold-Bauelement
24
Verstärker
25
Peakdetect- u. Hold-Bauelement
26
Verstärker
27
Microcontroller
28
Datenausgabe
29
,
30
Meßwert
Claims (2)
1. Verfahren zur Bestimmung des Durchmessers von
Münzen, die in regelloser Folge auf einer Führungs
bahn entlang der Führungskante gefördert werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Münzen (9) durch den Luftspalt eines der
Führungskante (6) zugeordneten U-förmigen Ferrit
kernes (15) geführt werden, dessen Spule (14) von
einer Wechselspannung beaufschlagt ist, und daß
der Rückfluß des magnetischen Feldes bei der jeder
Münze (9) zugeordneten Eintauchtiefe (T) ermittelt
und aus dem Rückfluß des magnetischen Feldes der
Durchmesser der Münze (9) bestimmt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit
einer Spule (14) bewickelte Ferritkern (15) mit den
freien Enden (16) seiner Pole (17, 18) senkrecht zur
Führungskante (6) gerichtet und in einem definier
ten Abstand (D) zu dieser angeordnet ist, wobei der
eine Pol (18) in der Führungsbahn (5) und der an
dere Pol (17) im Abstand der Weite (W) des Luft
spaltes oberhalb der Führungsbahn (5) angeordnet
ist und die Weite (W) des Luftspaltes mindestens
der größten Dicke der dicksten Münze (9) entspricht.
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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