DE19856691A1 - Elektrischer Akkumulator - Google Patents
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Abstract
Bei einem elektrischen Akkumulator, insbesondere einem Bleiakkumulator, mit im Zellendeckel (11) angeordnetem Entgasungsstopfen, ist mit dem Unterteil des Entgasungsstopfens (1, 13) ein Schwappkorb (3) unlösbar verbunden, der an seiner Auflagefläche einen angespritzten Dichtring (5) aufweist. Der Schwappkorb (3) weist an seinem Umfang mehrere sich nach unten erweiternde Schlitze (6) auf, ist an seiner Unterseite mit einem sich nach oben erstreckenden kegelförmigen Boden (7) verschlossen und die senkrechten Schlitze (6) durchstoßen die innere Rücklauffläche (8) des Bodens (7). Der Stopfenkörper (1, 13) weist an seiner Außenkontur ein Schraubgewinde (9) oder Elemente für einen Bajonettverschluß auf.
Description
Gegenstand der Erfindung ist ein elektrischer Akkumulator, insbesondere ein Bleiakkumulator,
mit einem im Zellendeckel angeordneten Entgasungsstopfen.
Übliche Bleiakkumulatoren oder Starterbatterien besitzen ein in mehrere Zellen untergliedertes
Gehäuse sowie einen das Gehäuse abschließenden Deckel, in welchem sich jeweils verschließ
bare Füll- und Kontrollöffnungen befinden. Die der jeweiligen Zellenöffnung zugeordneten Ver
schlußstopfen haben die Aufgabe, in der Batterie entstehende Ladegase aus dieser herauszu
führen und gleichzeitig die in der jeweiligen Zelle frei bewegliche Säure am Austritt zu hindern.
Bekannte Entgasungssysteme sind als Schraubstopfen ausgeführt, die hinsichtlich der äußeren
Abmessungen, des Gewindes sowie der oben am Stopfenkörper angeordneten Dichtung stan
dardisiert sind. Verschlußstopfen der bekannten Art haben sich in der Praxis bewährt, das heißt,
unter normalen Bedingungen im Nutzkraftwagen erfüllen diese Stopfen die Anforderungen hin
sichtlich Entgasung und Säurerückhaltung.
Entgasungsstopfen, die mit Umlenkeinbauten in Form von kapillar-aktiven Spalten versehen
sind, die zum Abfangen von Flüssigkeitströpfchen aus dem Gasstrom von Akkumulatoren die
nen, sind beispielsweise in der DE-PS 12 76 151 beschrieben.
Bekannt sind aus der DE-OS 25 52 809 auch im Inneren von Akkumulatoren angeordnete
Schwappschutzvorrichtungen in Form von in den Elektrolyten eintauchenden Formkörpern, die
eine Vielzahl von Kammern aufweisen, durch welche die Elektrolytoberfläche in viele unabhän
gige Teilbereiche aufgeteilt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Säurerückhaltung und Trocknungswirkung be
kannter Konstruktionen unter dem Einfluß extremer Schüttelbeanspruchung zu verbessern und
auch in Sonderfällen harter Dauerbeanspruchung Entgasung und Säurerückhalt sicher zu ge
währleisten, insbesondere bei Starterbatterien mit Kapazitäten von mehr als 100 Ah für Nutz
kraftwagen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Akkumulator der eingangs genannten Art mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteran
sprüchen zu entnehmen.
Erfindungsgemäß ist mit der Unterseite eines Entgasungsstopfens, der die üblichen Außenab
messungen aufweist und in seinem Inneren beispielsweise mit kapillar-aktiven Spalten zur Ab
scheidung von Säuretröpfchen versehen ist, ein Schwappschutzkorb unlösbar verbunden, wel
cher vorteilhafterweise an seiner Auflagefläche im Gehäusedeckel einen angespritzten Dichtring
besitzt.
Im folgenden ist der Gegenstand der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Entgasungsstopfen, eingeschraubt in eine Zellenöffnung
im Schnitt.
Fig. 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Entgasungsstopfen mit zusätzlichem Rückzündschutz,
eingeschraubt in eine Zellenöffnung im Schnitt.
Der Entgasungsstopfen gemäß Fig. 1 besitzt einen Stopfenkörper (1) mit eingeknüpftem
Stopfendeckel (2) und einem Schwappkorb (3), der mit dem Stopfenkörper (1) unlösbar, vor
zugsweise durch Reibverschweißung, verbunden ist. Der Stopfenkörper (1) ist an seiner Außen
seite mit einem Schraubgewinde (9) versehen, über welches er im Gehäusedeckel (11) befe
stigt ist. Am oberen äußeren Umfang des Stopfenkörpers (1) ist eine Rändelung (10) ange
bracht, die das Einschrauben des Stopfens erleichtern. Gegebenenfalls kann anstelle des
Schraubgewindes (9) ein Bajonettverschluß verwendet werden. Stopfenkörper (1) und Stopfen
deckel (2) bilden im Inneren ein Labyrinth zur Gastrocknung und zum Abscheiden sowie zum
Rückführen von mit dem Gasstrom mitgerissenen Säuretröpfchen. Die Entgasung des Stopfens
erfolgt über ein Loch (4) im Stopfendeckel (2). Am Schwappkorb (3) ist ein umlaufender Dicht
ring (5) unverlierbar angespritzt. Dieser Dichtring kann gegebenenfalls oberhalb des Gewindes
oder Bajonettverschlusses am Stopfenkörper (1, 13) vorgesehen werden. Der Schwappkorb (3)
ist an seinem Umfang mit mehreren sich nach unten kegelförmig erweiternden Schlitzen (6)
versehen, die die innere Rücklauffläche (8) des Bodens (7) durchstoßen. An der Unterseite ist
der Schwappkorb (3) mit einem sich nach oben erstreckenden kegelförmigen Boden (7) ver
schlossen. Die inneren Rücklaufflächen (8) des Bodens (7) und die Schlitze (6) enden auf einer
Ebene an der Unterseite des Schwappkorbes (3) und gewährleisten im Zusammenspiel ein so
fortiges Zurücklaufen der bei der Schüttelbeanspruchung möglicherweise eingedrungenen Säu
re.
Der Schwappkorbstopfen gemäß Fig. 2 besteht aus einem Stopfenkörper (13) mit innenliegen
der Fritte (14), einem inneren Labyrintheinsatz (15) und einem Schwappkorb (3), der mit dem
Stopfenkörper (13) unlösbar vorzugsweise durch Reibverschweißung verbunden ist. Der Stop
fenkörper (13) ist nach obenhin verlängert, um den Raum bis zur maximalen Batteriehöhe (Hö
he über den Endpolen) zu nutzen. Das bringt den Vorteil des größtmöglichen Abstandes der
Entgasungsöffnung (20) zum Batteriesäurestand. Außerdem ermöglicht es die Unterbringung
der Fritte (14) im trockenen Bereich des Stopfenkörpers (13). Die Fritte (14) ist im Stopfeninne
ren in einer ringförmigen Vertiefung (17) plaziert und wird durch den mit dem Stopfenkörper (13)
reibverschweißten Labyrintheinsatz (15) in ihrer Position gehalten und randdicht eingeschweißt.
Die Kammer (18) oberhalb der Fritte ist durch definiert angeordnete ringförmige oder parallele
Stege (19) in ihrem Volumen verkleinert. Der Stopfen entgast über eine sich seitlich am Stop
fenkörper befindende Öffnung (20). Der Labyrintheinsatz (15) besitzt einen sich nach oben ver
jüngenden Schornstein (21) mit zwei ringförmig angeordneten nach außen geneigten Stufen
(22). Die Neigung der Stufen beträgt mindestens ca. 10°, sie liegt im Bereich von 10 bis 20°. Die
Stufen (22) weisen versetzt angeordnete Unterbrechungen (23) auf. Der Raum oberhalb der
Stufen (22) ist mit dem Inneren des Labyrintheinsatzes (15) durch zu den Unterbrechungen (23)
um ca. 90° versetzte Löcher (26) in unterschiedlichen Höhen verbunden. Oberhalb der oberen
Stufe (22) ist ein Durchtrittsloch (24) in den Gassammelraum (25) unterhalb der Fritte (14) vor
gesehen. Zur zusätzlichen Abschottung des Durchtrittsloches (24) ist im Bereich der oberen
Stufe (22) eine Trennwand (16) angebracht. Der Abstand der Stufen voneinander liegt minde
stens bei 5 mm, die Breite der Stufen soll mindestens 5 mm betragen. Die Außenflächen des
Labyrintheinsatzes (15) sind vorzugsweise aufgerauht. Das Zusammenspiel der Gasdurchtritts
löcher (24+26) sowie der geneigten, versetzt unterbrochenen Stufen (22+23) gewährleistet,
daß mit dem Gasstrom mitgerissene Säurenebel sich vollständig abscheiden, Säuretropfen zu
rücklaufen und die Batteriegase vorgetrocknet die Fritte (14) durchströmen können. Am
Schwappkorb (3) ist ein umlaufender Dichtring (5) unverlierbar angespritzt. Der Schwappkorb
(3) ist an seinem Umfang mit mehreren sich nach unten kegelförmig erweiternden Schlitzen (6)
versehen. Unten ist der Schwappkorb (3) mit einem sich nach oben erstreckenden kegelförmi
gen Boden (7) verschlossen. Die inneren Rücklaufflächen (8) des Bodens (7) und die Schlitze
(6) enden auf einer Ebene an der Unterseite des Schwappkorbes (3) und gewährleisten im Zu
sammenspiel ein sofortiges Zurücklaufen der bei der Schüttelbeanspruchung möglicherweise
eingedrungenen Säure.
Beim Einschrauben des Entgasungsstopfens in die Zellenöffnung (11) dichtet der sich am
Schwappkorb (3) befindende Dichtring (5) auf einer ringförmigen Stufe (12) in der Zellenöffnung
ab. Das Stopfengewinde (9) und die Rändelung (10) am Stopfenkörper (1+13) werden von der
bei der Schüttelbewegung schwappenden Säure nicht erreicht. Die Wartung des Akkumulators
wird dadurch erleichtert, daß alle sicherheitsrelevanten Bestandteile wie Schwappkorb (3) und
Dichtring (5) unverlierbar mit dem Stopfenkörper (1+13) verbunden sind und der Entgasungs
stopfen in jeweils einem Arbeitsgang entfernt und wieder eingesetzt werden kann.
Claims (8)
1. Elektrischer Akkumulator, insbesondere Bleiakkumulator, mit im Zellendeckel angeordnetem
Entgasungsstopfen, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Unterteil des Entgasungs
stopfens (1, 13) ein Schwappkorb (3) unlösbar verbunden ist.
2. Elektrischer Akkumulator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwappkorb
(3) an seinem Umfang mehrere sich nach unten erweiternde Schlitze (6) aufweist, an seiner
Unterseite mit einem sich nach oben erstreckenden kegelförmige Boden (7) verschlossen
ist, und daß die senkrechten Schlitze (6) die innere Rücklauffläche (8) des Bodens (7)
durchstoßen.
3. Elektrischer Akkumulator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwappkorb (3) an seiner Auflagefläche einen angespritzten Dichtring (5) aufweist.
4. Elektrischer Akkumulator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stopfenkörper (1, 13) an seiner Außenkontur ein Schraubgewinde (9) oder Elemente für
einen Bajonettverschluß aufweist.
5. Elektrischer Akkumulator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der obere Stopfenkörper (13) eine nach außen geschlossene Kontur aufweist, welche die
Gesamthöhe der Batterie einschließlich der Endpolhöhe ausnutzt und in dessen Innenraum
eine im Gasstrom horizontal angeordnete, randdicht mit einem Labyrintheinsatz (15) sowie
dem Stopfenkörper (13) verschweißte Fritte (14) angeordnet ist und die Kammer (18) ober
halb der Fritte (14) durch ringförmige oder parallele Stege (19) in ihrem Volumen verkleinert
ist.
6. Elektrischer Akkumulator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Labyrinthein
satz (15) aus einem Zylinder mit mindestens zwei konzentrischen Stufen (22) mit nach au
ßen geneigten Flächen gebildet wird, daß diese Stufen (22) versetzt angeordnete Unter
brechungen (23) aufweisen und daß sich zu den Unterbrechungen (23) jeweils um ca. 90°
versetzte Löcher (26) im zylindrischen, sich nach oben verjüngenden Schornstein (21) befin
den.
7. Elektrischer Akkumulator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der
Stufen (22) einen Winkel von mindestens 10° aufweist.
8. Elektrischer Akkumulator nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenflächen des Labyrintheinsatzes (15) aufgerauht sind.
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