DE19855795A1 - Schneidringverschraubung für Druckmittel-Rohrleitungen - Google Patents
Schneidringverschraubung für Druckmittel-RohrleitungenInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schneidringverschraubung (1) zum Anschluß einer Druckmittel-Rohrleitung (12), insbesondere nach DIN 2353 bzw. ISO 8434-1. Sie besteht aus einem Anschlußstutzen (4), einer mit dem Anschlußstutzen (4) verschraubbaren Überwurfmutter (6) und einem zwischen dem Anschlußstutzen (4) und der Überwurfmutter (6) angeordneten, metallischen Schneidring (20) zum Einschneiden mit mindestens einer Schneidkante (30) in die Rohrleitung (12). Der Schneidring (20) weist mindestens eine umfangsgemäße Dichtfläche (40) zur direkten, metallisch dichtenden Anlage an einer Gegendichtfläche (42) auf. Im Bereich der Dichtfläche (40) ist eine Rillung aus mehreren umlaufenden, nutartigen, derart feinen Rillen (54) gebildet, daß im montierten, gegen die Gegendichtfläche (42) verpreßten Zustand feine, kapillarartige Ringkammern (56) gebildet werden.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schneidringver
schraubung zum Anschluß einer Druckmittel-Rohrleitung, ins
besondere nach DIN 2353 bzw. ISO 8434-1, bestehend aus
einem Anschlußstutzen, einer mit dem Anschlußstutzen ver
schraubbaren Überwurfmutter und einem zwischen dem An
schlußstutzen und der Überwurfmutter angeordneten, metalli
schen Schneidring zum Einschneiden mit mindestens einer
Schneidkante in die Rohrleitung, wobei der Schneidring
mindestens eine umfangsgemäße Dichtfläche zur direkten,
metallisch dichtenden Anlage an einer Gegendichtfläche
aufweist.
Eine derartige lösbare Schneidringverschraubung ist zu
nächst Gegenstand der Normen DIN 2353 und ISO 8434-1. Sie
wird unter Verwendung eines Schneidringes mit ein oder zwei
Schneidkanten zum Anschluß von Druckmedien führenden Rohr
leitungen in vielen Bereichen eingesetzt. Dabei wird der
die Schneidkante(n) aufweisende Abschnitt des Schneidringes
in einen Innenkonus des Anschlußstutzens eingepreßt, wo
durch eine radiale Verformung nach innen zum Einschneiden
der Schneidkante(n) in die Rohrleitung erfolgt. Dabei bil
det der Schneidring eine äußere Dichtfläche zur direkten,
metallisch dichtenden Anlage in dem eine Gegendichtfläche
bildenden Innenkonus des Anschlußstutzens. Eine weitere
metallische Dichtung kann in einem Konusbereich zwischen
dem Schneidring und der Überwurfmutter vorgesehen sein.
Schließlich handelt es sich auch bei der Verbindung zwi
schen dem Schneidring und der Rohrleitung um eine metalli
sche Abdichtung.
Durch ständig steigende Belastungen in Hydraulikanlagen
sowie auch im Hinblick auf bestimmte Umweltauflagen stößt
eine normale, normgemäße Schneidringverschraubung bezüglich
der Dichtigkeit oftmals an ihre Grenzen. Es sind deshalb
bereits zahlreiche Vorschläge zum Erreichen einer besseren
und dauerhafteren Dichtigkeit bekannt.
So beschreibt beispielsweise die DE 43 22 425 A1 eine
solche Rohrverschraubung, bei der der Schneidring in seinem
mit dem Innenkonus des Anschlußstutzens zusammenwirkenden
Bereich einen zusätzlichen, elastischen Dichtring aufweist,
der insbesondere aufgeclipst ist.
Aus der DE 195 19 016 A1 ist es bekannt, als zusätzliche
Umfangsdichtung eine elastische Dichtmasse so einzubringen,
daß sie den Ringspalt im Bereich vor und hinter einem ein
schneidbedingten Schneidaufwurf der Rohrleitung ausfüllt.
Dies wird durch Verpressen der Dichtmasse beim Anziehen
erreicht.
Die DE 195 12 464 A1 beschreibt eine Rohrverschraubung, bei
der axial zwischen der Rohrleitung und einer Anlagefläche
im Anschlußstutzen eine Axialdichtung angeordnet wird.
Diese spezielle Dichtung besteht aus einem formstabilen
Abstandhalter und einem elastischen Dichtring.
Schließlich ist es aus der DE 197 09 464 A1 bekannt, einen
speziellen Schneidring zu verwenden, der am Übergang
zwischen seinem Außenkonus und einer zur Anzugsbegrenzung
vorgesehenen Anschlagfläche eine elastomere Dichtung inner
halb einer Ringnut aufweist.
Durch zusätzliche elastische Dichtungen kann zwar bei vie
len Anwendungen eine Dichtungsverbesserung erreicht werden,
allerdings führt dies zu einem höheren Aufwand bezüglich
Herstellung und Montage. Zudem können elastische Dichtungs
materialien - je nach Anordnung - beim für den Einschneid
vorgang notwendigen Verpressen zu einem Wegfließen neigen,
so daß sie vielfach doch keine echte Dichtungsverbesserung
bewirken können.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, bei einer
gattungsgemäßen Schneidringverschraubung die Dauerdichtig
keit auch für extreme Einsatzsituationen sowie auch mit
besonders einfachen und kostengünstigen Mitteln zu verbes
sern.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß im Bereich
der metallischen Dichtfläche eine Rillung aus mehreren um
laufenden, nutartigen, derart feinen (sozusagen "mikrofei
nen") Rillen gebildet ist, daß im montierten, gegen die
Gegendichtfläche verpreßten Zustand feine, kapillarartige
Ringkammern zwischen der Dicht- und der Gegendichtfläche
gebildet werden.
Erfindungsgemäß handelt es sich somit im Bereich der metal
lischen Dichtfläche sozusagen um eine "Kapillar-Rillung",
wobei sich die sehr feinen, kapillarartigen Ringkammern bei
Druckbeaufschlagung gegebenenfalls mit Druckmittel füllen
und hierdurch druckausgleichend wirken können. Die mikro
feine Kapillar-Rillung bildet praktisch eine Art Labyrinth
dichtung. Zudem wird durch die Rillen auch die eigentliche
wirksame metallische Dichtfläche reduziert, so daß - bei
einer bestimmten Anzugskraft - die Flächenpressung erhöht
wird. Insgesamt wird hierdurch eine deutlich bessere Dicht
wirkung erreicht. Im Vergleich zu zusätzlichen elastischen
Dichtungen ist die erfindungsgemäße Lösung sehr kosten
günstig, und es werden die bei elastischen Dichtungsmate
rialien auftretenden Fließprobleme vermieden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung
sind in den Unteransprüchen sowie der folgenden Beschrei
bung enthalten.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von zwei in der
Zeichnung veranschaulichten, bevorzugten Ausführungsbei
spielen genauer erläutert werden. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Halb-Axialschnitt durch eine erfindungs
gemäße Schneidringverschraubung in einer ersten
Ausführungsform,
Fig. 2 einen vergrößerten Halb-Axialschnitt des Schneid
rings der Ausführung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine stark vergrößerte Detailansicht des Bereichs
X in Fig. 2,
Fig. 4 einen Teil-Axialschnitt durch die Verschraubung
nach Fig. 1 in einem Zustand während der Montage
vor dem Kraftanzug der Überwurfmutter,
Fig. 5 eine Darstellung analog zu Fig. 4 im montierten
Zustand nach dem Kraftanzug,
Fig. 6 eine Ansicht entsprechend Fig. 5 einer zweiten
Ausführungform der erfindungsgemäßen Schneidring
verschraubung und
Fig. 7 eine stark vergrößerte Ansicht des Schneidrings
im Bereich X gemäß Fig. 6.
In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche
Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen und
brauchen daher auch jeweils nur einmal beschrieben zu
werden.
Eine erfindungsgemäße Schneidringverschraubung 1 besteht
aus einem Grundkörper 2 mit mindestens einem ein Außen
gewinde aufweisenden Anschlußstutzen 4 sowie aus einer auf
den Anschlußstutzen 4 aufgeschraubten bzw. aufschraubbaren
Überwurfmutter 6. Bei dem Grundkörper 2 kann es sich - wie
in Fig. 1 dargestellt - beispielsweise um eine Art Adapter
handeln, der auf seiner dem Anschlußstutzen 4 gegenüber
liegenden Seite einen Gewindeanschluß 8 zum Einschrauben in
ein beliebiges Aggregat aufweist. Allerdings kann der An
schlußstutzen 4 auch unmittelbar an einem Aggregat ausge
bildet sein. Der Anschlußstutzen 4 besitzt eine Aufnahme
öffnung 10 für ein Ende einer - insbesondere aus Stahl oder
einem anderen Metall bestehenden - Rohrleitung 12. Die Auf
nahmeöffnung 10 ist zweckmäßig durch eine Bohrung gebildet,
die über eine radiale Ringstufe 14 in einen im Durchmesser
reduzierten, sich weiter in den Grundkörper 2 erstreckenden
und vorzugsweise mit dem Innendurchmesser der Rohrleitung
12 etwa fluchtenden Kanal 16 übergeht. Dabei bildet die
Ringstufe 14 einen Anschlag für das Ende der Rohrleitung
12. Hierdurch wird die Rohrleitung 12 bei der Schneidring
montage axial abgestützt.
Zwischen dem Anschlußstutzen 4 und einem radial nach innen
weisenden Ringbund 18 der Überwurfmutter 6 ist ein die
Rohrleitung 12 umschließender, metallischer Schneidring 20
angeordnet. Der Ringbund 18 besitzt bzw. umschließt eine
Durchführöffnung 22 für die Rohrleitung 12. Der Schneidring
20 besteht aus einem im Zwischenraum zwischen dem Anschluß
stutzen 4 und der Überwurfmutter 6 bzw. dem Ringbund 18 an
geordneten Basisringteil 24 und einem sich von diesem in
Richtung des Anschlußstutzens 4 erstreckenden, in der Ring
stärke reduzierten, rohrstückartigen Schneidkantenabschnitt
26. Hierzu wird insbesondere auf Fig. 2 verwiesen. Die Auf
nahmeöffnung 10 des Anschlußstutzens 4 erweitert sich in
ihrem der Überwurfmutter 6 zugekehrten Endbereich über
einen Innenkonus 28 (s. auch Fig. 4 bis 6). In diesen In
nenkonus 28 greift der Schneidring 20 mit dem Schneidkan
tenabschnitt 26 ein und wirkt hierbei mit dem Innenkonus 28
derart zusammen, daß durch axiales Verspannen beim Anziehen
der Überwurfmutter 6 der Schneidring 20 im Bereich des
Schneidkantenabschnittes 26 radial nach innen verformt
(gestaucht) wird und dadurch mit vorzugsweise zwei axial
beabstandeten, radial nach innen weisenden, ringförmigen
Schneidkanten 30 unter Kerbwirkung insbesondere formschlüs
sig in das Material der Rohrleitung 12 eindringt. Dieser
montierte, eingeschnittene Zustand ist jeweils in Fig. 1,
5 und 6 dargestellt.
In bevorzugter Ausgestaltung besitzt der Basisringteil 24
des Schneidrings 20 auf seiner dem Schneidkantenabschnitt
26 axial abgekehrten Seite einen sich endseitig konisch
verjüngenden Außenkonus 32, der an einem entsprechenden
Innenkonus 34 des Ringbundes 18 der Überwurfmutter 6 an
liegt. Hierdurch wird auch in diesem Bereich eine Keilwir
kung zum radialen Verpressen des Schneidrings 20 gegen den
Außenumfang 36 der Rohrleitung 12 sowie auch eine Selbst
zentrierung erreicht.
Der Schneidring 20 bewirkt eine metallische Abdichtung
durch unmittelbares Zusammenwirken mit dem Anschlußstutzen
4 und der Rohrleitung 12, wozu einerseits die Schneidkan
te(n) 30 unmittelbar in die Rohrleitung 12 einschneidet.
Andererseits bildet der Schneidkantenabschnitt 26 außen
seitig eine Dichtfläche 40 zur direkten, metallischen
Anlage in dem als Gegendichtfläche 42 fungierenden Innen
konus 28 des Anschlußstutzens 4 (bei allen Ausführungen
nach Fig. 1 bis 7). Weiterhin kann auch die radial innere
Umfangsfläche des Schneidrings 20 als metallische Dicht
fläche 44 ausgebildet sein, die dann mit dem eine Gegen
dichtfläche 46 bildenden Außenumfang 36 der Rohrleitung 12
zusammenwirkt (Fig. 6 und 7). Darüber hinaus bildet
grundsätzlich auch der rückwärtige Außenkonus 32 des
Schneidrings 20 eine metallische Dichtfläche 48 (Fig. 2),
die mit dem als Gegendichtfläche 50 (Fig. 5) wirkenden
Innenkonus 34 metallisch dichtend zusammenwirkt.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß im Bereich mindestens
einer der Dichtflächen, und zwar insbesondere zumindest der
Dichtfläche 40 des Schneidkantenabschnittes 26, eine Ril
lung 52 aus mehreren umlaufenden, nutartigen, derart feinen
Rillen 54 gebildet ist, daß im montierten, gegen die zuge
hörige Gegendichtfläche, insbesondere die durch den Innen
konus 28 gebildete Gegendichtfläche 42, verpreßten Zustand
feine, kapillarartige Ringkammern 56 gebildet werden (s.
insbesondere Fig. 3).
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 und 7 ist zusätzlich
auch im Bereich der Dichtfläche 44 eine entsprechende Ril
lung 52 gebildet, so daß im Zusammenwirken mit der Gegen
dichtfläche 46 wiederum entsprechende Ringkammern 56 gebil
det werden (Fig. 7).
Darüber hinaus könnte eine entsprechende Rillung auch im
Bereich der rückwärtigen Dichtfläche 48 (Außenkonus 32) im
Zusammenwirken mit der Gegendichtfläche 50 (Innenkonus 34)
gebildet sein. Dies ist jedoch in der Zeichnung nicht dar
gestellt.
Es sei noch erwähnt, daß bei der Ausführungsform nach Fig.
1 bis 5 im inneren Ringspaltbereich zwischen dem Schneid
ring 20 und der Rohrleitung 12 - anstatt einer erfindungs
gemäßen Rillung - ein elastischer Dichtring 58 angeordnet
ist, und zwar vorzugsweise in einer inneren Ringnut des
Schneidrings 20 im Bereich seines Basisringteils 24.
Es sei noch erwähnt, daß die Rillen 54 der bzw. jeder Ril
lung 52 in Umfangsrichtung und damit im wesentlichen kreis
förmig verlaufen und axial derart voneinander beabstandet
sind, daß jeweils zwischen den Rillen 52 spitzenlose, d. h.
praktisch "abgeflachte", zylindrische oder konusförmige
Dichtflächenabschnitte 62 verbleiben (s. insbesondere Fig.
3 und 7). Dies bedeutet, daß zahnartige Spitzen vermieden
werden, so daß bewußt keine Kerbwirkung im Bereich der zu
gehörigen Gegendichtfläche 42 bzw. 46 auftritt. Allerdings
reduziert sich hierdurch die verbleibende, wirksame Dicht
fläche 40 bzw. 44, so daß eine Erhöhung der Flächenpressung
und damit eine Verbesserung der Dichtwirkung erreicht wird.
Wie sich weiterhin vor allem aus Fig. 3 und 7 ergibt,
weisen die Rillen 54 - im Axialschnitt des Schneidrings 20
gesehen - jeweils einen gerundeten Rillengrund 64 auf. Aus
gehend von diesem Rillengrund 64 haben die Rillen 54 einen
sich über V-förmige Flanken 66 erweiternden Öffnungsquer
schnitt.
Erfindungsgemäß ist die Rillung 52 sehr fein, d. h. prak
tisch "mikrofein" ausgebildet. Um dies zu verdeutlichen,
werden im folgenden noch einige bevorzugte Größen angegeben
(vgl. hierzu Fig. 3 und 7), die aber je nach Verschrau
bungstyp und -größe (Nennweite) variieren können.
Rillen-Anzahl der/jeder Rillung: 2 bis 10, insbesondere etwa 3 bis 6
Rillen-Mittenabstand A (axial): 0,1 bis 0,6 mm, insbeson dere etwa 0,2 bis 0,4 mm
Rillen-Tiefe T (radial): 0,01 bis 0,2 mm, insbeson dere etwa 0, 05 bis 0, 15 mm
Rillen-Breite B (axial): 0,05 bis 0,4 mm, insbeson dere etwa 0, 1 bis 0, 25 mm
Axiale Breite C der verbleibenden Dichtflächenabschnitte 62: 0,01 bis 0,3 mm, insbesondere etwa 0,05 bis 0,25 mm
Flankenwinkel α zwischen den Rillenflanken 66: 45° bis 90°, insbesondere etwa 60°
Radius r des Rillengrundes 64: 0,02 bis 0,07 mm, insbesondere 0,03 bis 0,05 mm
Rillen-Anzahl der/jeder Rillung: 2 bis 10, insbesondere etwa 3 bis 6
Rillen-Mittenabstand A (axial): 0,1 bis 0,6 mm, insbeson dere etwa 0,2 bis 0,4 mm
Rillen-Tiefe T (radial): 0,01 bis 0,2 mm, insbeson dere etwa 0, 05 bis 0, 15 mm
Rillen-Breite B (axial): 0,05 bis 0,4 mm, insbeson dere etwa 0, 1 bis 0, 25 mm
Axiale Breite C der verbleibenden Dichtflächenabschnitte 62: 0,01 bis 0,3 mm, insbesondere etwa 0,05 bis 0,25 mm
Flankenwinkel α zwischen den Rillenflanken 66: 45° bis 90°, insbesondere etwa 60°
Radius r des Rillengrundes 64: 0,02 bis 0,07 mm, insbesondere 0,03 bis 0,05 mm
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschrie
benen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfaßt auch
alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen.
Ferner ist die Erfindung bislang auch noch nicht auf die im
Anspruch 1 definierte Merkmalskombination beschränkt, son
dern kann auch durch jede beliebige andere Kombination von
bestimmten Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzel
merkmalen definiert sein. Dies bedeutet, daß grundsätzlich
praktisch jedes Einzelmerkmal des Anspruchs 1 weggelassen
bzw. durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung
offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann. Insofern
ist der Anspruch 1 lediglich als ein erster Formulierungs
versuch für eine Erfindung zu verstehen.
Claims (6)
1. Schneidringverschraubung (1) zum Anschluß einer Druck
mittel-Rohrleitung (12), insbesondere nach DIN 2353
bzw. ISO 8434-1, bestehend aus einem Anschlußstutzen
(4), einer mit dem Anschlußstutzen (4) verschraubbaren
Überwurfmutter (6) und einem zwischen dem Anschluß
stutzen (4) und der Überwurfmutter (6) angeordneten,
metallischen Schneidring (20) zum Einschneiden mit
mindestens einer Schneidkante (30) in die Rohrleitung
(12), wobei der Schneidring (20) mindestens eine um
fangsgemäße Dichtfläche (40, 44) zur direkten, metal
lisch dichtenden Anlage an einer Gegendichtfläche (42,
46) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß im
Bereich der Dichtfläche (40; 44) eine Rillung aus
mehreren umlaufenden, nutartigen, derart feinen Rillen
(54) gebildet ist, daß im montierten, gegen die Gegen
dichtfläche (42; 46) verpreßten Zustand feine, kapil
larartige Ringkammern (56) gebildet werden.
2. Schneidringverschraubung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
die Rillung (52) aufweisende Dichtfläche (40) derart
auf der Außenfläche des Schneidringes (20) in dessen
Schneidkantenabschnitt (26) gebildet ist, daß sie
innerhalb eines die Gegendichtfläche (42) bildenden
Innenkonus (28) des Anschlußstutzens (4) zur Anlage
gelangt.
3. Schneidringverschraubung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
die Rillung (52) aufweisende Dichtfläche (44) derart
auf der Innenfläche des Schneidringes (20) gebildet
ist, daß sie auf dem die Gegendichtfläche (46) bilden
den Außenumfang (36) der Rohrleitung (12) zur Anlage
gelangt.
4. Schneidringverschraubung nach einem der Ansprüche 1
bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in
einem Ringspalt zwischen dem Schneidring (20) und ins
besondere der Rohrleitung (12) ein elastischer Dicht
ring (58) angeordnet ist.
5. Schneidringverschraubung nach einem der Ansprüche 1
bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Rillen (54) der bzw. jeder Rillung (52) im wesent
lichen kreisförmig verlaufen und axial derart vonein
ander beabstandet sind, daß jeweils zwischen den
Rillen (52) spitzenlose Dichtflächenabschnitte (62)
verbleiben.
6. Schneidringverschraubung nach einem der Ansprüche 1
bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Rillen (54) jeweils einen - im Axialschnitt des
Schneidrings (20) gesehen - gerundeten Rillengrund
(64) sowie vorzugsweise sich etwa V-förmig erweiternde
Rillen-Flanken (66) aufweisen.
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