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DE19854201C2 - Hörhilfegerät mit Induktionsspule zur Reduzierung magnetischer Störfelder - Google Patents

Hörhilfegerät mit Induktionsspule zur Reduzierung magnetischer Störfelder

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Publication number
DE19854201C2
DE19854201C2 DE19854201A DE19854201A DE19854201C2 DE 19854201 C2 DE19854201 C2 DE 19854201C2 DE 19854201 A DE19854201 A DE 19854201A DE 19854201 A DE19854201 A DE 19854201A DE 19854201 C2 DE19854201 C2 DE 19854201C2
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DE
Germany
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compensation
induction coil
hearing aid
coil
receiver
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DE19854201A
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Kunibert Husung
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Sivantos GmbH
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Siemens Audiologische Technik GmbH
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Publication date
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    • H04R25/00Deaf-aid sets, i.e. electro-acoustic or electro-mechanical hearing aids; Electric tinnitus maskers providing an auditory perception
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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Description

Die Erfindung betrifft ein Hörhilfegerät mit einem Hörer zur Schallabgabe und mit einer Induktionsspule zur induktiven Aufnahme von Signalen sowie mit einer Kompensations-Indukti­ vität zur Erzeugung eines Kompensationsfeldes.
Ein Hörhilfegerät der eingangs genannten Art ist aus der DE 197 12 236 C1 bekannt. Bei dem bekannten Hörhilfegerät soll das beim Betrieb der Induktionsspule auftretende Klirren der sogenannten Induktions- bzw. Telefon- bzw. Hörspule ver­ mindert oder vermieden werden. Die dieses Klirren auslösenden Streufelder werden von der Leiterplatte erzeugt, auf der die Induktionsspule montiert ist. Diese Streufelder verhalten sich proportional zu den Laststromänderungen und haben des­ halb harmonische Verzerrungen zur Folge.
Mittels der Induktions- bzw. Telefon- bzw. Hörspule des Hör­ hilfegerätes können niederfrequente Magnetfelder der Umgebung aufgenommen werden, die im Hörhilfegerät in Signalspannungen gewandelt, verstärkt und einer Signalbearbeitung unterzogen werden, bevor sie den Hörer als Schallsignale verlassen. Um die Induktionsspule gegenüber dem Hörer abzuschirmen, wurden diese Bauteile z. B. mit Abstand im Gerätegehäuse angeordnet und es wurden besondere Abschirmbleche vorgesehen. Diese be­ kannten Abschirmbleche können aber nur einen Teil der Streu­ felder beeinflussen, eine möglichst volle Abschirmung des Hö­ rers ist damit nicht möglich.
Es wurde gefunden, daß besonders bei Hörhilfegeräten mittle­ rer und hoher Leistungsklasse - bei hoher oder maximaler Ver­ stärkungseinstellung - magnetische Kopplungen beim Indukti­ onsspulenbetrieb auftreten, die teilweise zum Schwingen der Geräte führen und damit die Hörhilfe unbrauchbar machen.
Diese Kopplungen werden durch parasitäre Streufelder des Hö­ rers ausgelöst und wirken auf die Induktionsspule.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, bei ei­ nem Hörhilfegerät der eingangs genannten Art durch eine ak­ tive Schirmung des Hörers magnetische Kopplungen beim Betrieb der Induktionsspule zu vermeiden oder zumindest wesentlich zu reduzieren.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 1 bis 6 angegeben.
Bei der Erfindung erfolgt eine Grundwellenkompensation; hierbei werden die Signalamplituden durch die Induktivität beeinflußt und nicht die Oberwellen. Erfindungsgemäß bewirkt die vom Hörerstrom durchflossene Kompensations-Induktivität, insbesondere eine SMD-Induktivität, eine aktive Schirmung des Hörers. Das Problem magnetischer Kopplungen im Induktionsspu­ lenbetrieb wird durch den Einsatz einer SMD-Spule einfach gelöst. Diese Induktivität wird in die Hörerleitung geschal­ tet, die Spule wird vom Hörerstrom durchflossen, das abge­ strahlte Kompensationsfeld entspricht dem parasitären Streufeld des Hörers. Dabei wird die Kompensations-Induktivi­ tät auf die Induktionsspule gerichtet und gleichzeitig wirkt das Kompensationsfeld entgegengesetzt zum Hörerfeld, so daß sich eine Gegenkopplung ergibt, welche zu einer Kopplungsun­ terdrückung führt. Die Stärke der Gegenkopplung läßt sich durch die Windungszahl der Spule und/oder durch die Anordnung der Kompensationsspule im Bereich der Induktionsspule einstellen. Der besondere Vorteil der SMD-Spule besteht in der maschinellen Bestückung, so daß die Lage der SMD-Spule bei der Fertigung des Hörhilfegerätes stets genau definierbar ist. Weiterhin können die Fertigungskosten gesenkt werden, da keine Abschirmbleche mehr benötigt werden. Die erfindungsge­ mäßen Hörhilfegeräte können außerdem kleiner konstruiert werden, da einerseits die Abschirmbleche entfallen und andererseits der Hörer und die Induktionsspule in geringerem Abstand angeordnet werden können. Außerdem lassen sich Streufeldtoleranzen des Hörers durch Umdimensionierung der SMD-Spule ausgleichen. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen gekennzeichnet.
Eine Ausgestaltung der Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungsfiguren erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte, schematische Darstellung der we­ sentlichen Baugruppen des erfindungsgemäßen Hörhilfegerätes,
Fig. 2 eine Anordnung der Magnetfelder der SMD-Kompensati­ onsspule zur Induktionsspule bzw. zum Hörer.
Das in Form eines Blockschaltbildes vereinfacht dargestellte Hörhilfegerät 1 umfaßt wenigstens ein Mikrofon 2 zur Umwand­ lung eines Schallsignals in ein elektrisches Signal. Des wei­ teren ist eine Induktionsspule 3 vorgesehen, wodurch der Hör­ geräteträger die Möglichkeit erhält, beim Telefonieren die Signale des Gesprächspartners durch Induktion ohne Übertra­ gung durch ein Schallfeld zu erhalten. Ferner kann der Schwerhörige hierdurch beispielsweise in Kirchen oder Thea­ tern mit Induktionsschleifen, an die Nahbesprechungsmikrofone angeschlossen sind, ohne Nebengeräusche und Nachhall zuhören.
Die Signale vom Mikrofon 2 bzw. der Induktionsspule 3 werden in einem Eingangsverstärker 4 verstärkt, in einem Tiefpaß 6 sowie Hochpaß 7 gefiltert und anschließend über einen Steller oder Lautstärkeregler 8 dem Hörer 9 zugeführt. Das Hörhilfe­ gerät 1 wird über eine Batterie 5 betrieben.
Gemäß der Erfindung ist zur aktiven Schirmung des Hörers 9 in dessen Signalleitung eine Kompensations-Induktivität 10 ange­ ordnet. Als Kompensations-Induktivität 10 ist vorzugsweise eine SMD-Kompensationsspule vorgesehen, die in unmittelbarer Nähe zur Induktions- bzw. Telefon- bzw. Hörspule 3 angeordnet wird. Wie sich aus Fig. 2 ergibt, erzeugt die vom Kompensa­ tionsstrom 14 - der dem Versorgungsstrom des Hörers 9 ent­ spricht - gespeiste SMD-Spule 10 ein Kompensationsfeld 13, das beim Betrieb der Induktionsspule 3 deren Magnetfeld 12 vom Magnetfeld 11 des Hörers 9 abschirmt. In vorteilhafter Ausführung ist mit einer SMD-Spule, deren Induktivität im Be­ reich von 15 nH liegt, eine wirksame aktive Schirmung des Hö­ rers erreichbar. Die Windungszahl der SMD-Spule kann damit auf etwa 3 bis 5 Windungen beschränkt sein.

Claims (6)

1. Hörhilfegerät mit einem Hörer (9) zur Schallabgabe und mit einer Induktionsspule (3) zur induktiven Aufnahme von Signalen sowie mit einer Kompensations-Induktivität zur Erzeugung eines Kompensationsfeldes, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensations- Induktivität (10) in der Signalleitung des Hörers (9) derart zwischen der Induktionsspule (3) und dem Hörer (9) positio­ niert ist, daß ihr Kompensationsfeld (13) bei Betrieb der Induktionsspule (3) gegen das Magnetfeld (11) des Hörers (9) gerichtet ist und eine Kopplung zwischen dem Hörer (9) und der Induktionsspule (3) vermindert.
2. Hörhilfegerät nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß als Kompensations-Indukti­ vität (10) eine SMD-Kompensationsspule vorgesehen ist und die Stärke des Kompensationsfeldes (13) im Bereich der Induk­ tionsspule (3) durch die Windungszahl und/oder Anordnung der Kompensationsspule bestimmbar ist.
3. Hörhilfegerät nach Anspruch 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Stärke der Kompensation durch die Abstände der Kompensations-Induktivität (10) zur Induktionsspule (3) und zum Hörer (9) bestimmbar ist.
4. Hörhilfegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, daß das Kom­ pensationsfeld (13) der Kompensations-Induktivität (10) im Bereich der Induktionsspule (3) im Betrag etwa dem vom Hörer (9) ausgehenden Magnetfeld (11) im Bereich der Induktions­ spule (3) entspricht und das Kompensationsfeld (13) dem Magnetfeld (11) des Hörers entgegengesetzt gerichtet ist.
5. Hörhilfegerät nach Anspruch 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß Streufeldtoleranzen des Hörers (9) durch Umdimensionierung der Kompensationsspule (10) ausgleichbar sind.
6. Hörhilfegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da­ durch gekennzeichnet, daß die Kompensations-Induktivität im Bereich von 15 nH liegt.
DE19854201A 1998-11-24 1998-11-24 Hörhilfegerät mit Induktionsspule zur Reduzierung magnetischer Störfelder Expired - Lifetime DE19854201C2 (de)

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