DE19854080A1 - Zahnstangenlenkung, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Zahnstangenlenkung, insbesondere für KraftfahrzeugeInfo
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Abstract
In einer Zahnstangenlenkung, die insbesondere für Kraftfahrzeuge vorgesehen ist, steht ein in einem Lenkgehäuse (1) gelagertes Ritzel (2) in Eingriff mit einer Zahnstange (6). Zwei mit zu lenkenden Fahrzeugrädern (6, 7) verbundene Spurstangen (8, 9) sind über mit Spurstangengelenken (10, 11) versehene Gelenkbolzen (5) an der Zahnstange (3) befestigt. Dabei sind die Gelenkbolzen (5) durch wenigstens einen Längsschlitz (12, 13) des Lenkgehäuses (1) nach außen geführt. Die Zahnstange (3) ist im Bereich der Spurstangengelenke (10, 11) durch Wälzlager (14, 15; 21, 22) in dem Lenkgehäuse (1) geführt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Zahnstangenlenkung, insbe
sondere für Kraftfahrzeuge, nach dem Oberbegriff des An
spruchs 1. Bei einer derartigen Hilfskraftlenkung ist in
einem Lenkgehäuse ein Ritzel drehbar gelagert. Eine Zahn
stange ist in dem Lenkgehäuse axial verschiebbar geführt
und wird durch ein federbelastetes Druckstück in Eingriff
mit dem Ritzel gehalten. Zwei mit zu lenkenden Fahrzeugrä
dern verbundene Spurstangen sind über mit Spurstangengelen
ken versehene Gelenkbolzen an der Zahnstange befestigt,
wobei die Gelenkbolzen durch wenigstens einen Längsschlitz
des Lenkgehäuses nach außen geführt sind.
Eine derartige Zahnstangenlenkung ist bekannt aus der
DE-C3-14 55 974. Eine derartige Zahnstangenlenkung wird
durch eine hydraulische Hilfskraft unterstützt. Soll die
hydraulische Hilfskraft durch eine elektrische Hilfskraft
ersetzt werden, so ergeben sich folgende Nachteile: Bei
heutigen Personenkraftwagen ist das elektrische Bordnetz so
dimensioniert, daß der Spitzenbedarf einer elektrischen
Hilfskraftlenkung nur mit Einschränkungen gedeckt werden
kann. Die maximale Lenkleistung ist gegenüber einer her
kömmlichen hydraulischen Hilfskraftlenkung mit einer motor
getriebenen Servopumpe eingeschränkt. Daraus ergeben sich
Nachteile bezüglich des Lenkkomforts.
Die Leistungsdichte eines elektrischen Antriebs ist
deutlich geringer als die eines hydraulischen Antriebes.
Deshalb erfordert ein Elektromotor deutlich mehr Bauraum
als z. B. der Zylinder einer hydraulischen Lenkung. Daraus
ergeben sich Nachteile bezüglich der Einbauverhältnisse.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte
Zahnstangenlenkung derart zu verbessern, daß der Leistungs
bedarf zur Betätigung des eigentlichen Lenkgetriebes ver
ringert wird.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekenn
zeichnete Zahnstangenlenkung gelöst. Zweckmäßige und vor
teilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen angegeben.
Erfindungsgemäß wird die Zahnstangenlenkung dadurch
verbessert, daß die Zahnstange im Bereich der Spurstangen
gelenke durch Wälzlager in dem Lenkgehäuse geführt ist.
Durch diese Maßnahme wird an einer Stelle des Lenkgetrie
bes, an der über die Spurstangengelenke sehr hohe Spurstan
genkräfte in die Zahnstange eingeleitet werden, die Gleit
reibung weitestgehend in eine Rollreibung umgewandelt. Da
durch wird in diesem Bereich der Wirkungsgrad stark verbes
sert, so daß auch ein kleinerer Servomotor eine ausreichen
de Hilfskraftunterstützung bringen kann.
Die Lagerung erfolgt zweckmäßigerweise durch Wälzlager
in zwei Ebenen, die senkrecht zueinander und zu der Längs
achse der Zahnstange liegen. Dabei laufen die Außenringe
der Wälzlager auf Laufbahnen, die in dem Lenkgehäuse paral
lel zu der Längsachse der Zahnstange angeordnet sind. Jedem
Wälzlager sind zwei Laufbahnen zugeordnet, deren Abstand
geringfügig größer ist als der Außendurchmesser des Außen
ringes des zugeordneten Wälzlagers. Dadurch wird sicherge
stellt, daß jedes Wälzlager immer nur an einer Laufbahn
stellt, daß jedes Wälzlager immer nur an einer Laufbahn
anliegen kann, so daß eine eindeutige Abrollbewegung der
Wälzlager möglich ist.
Werden die Gelenkbolzen der Spurstangengelenke im Be
reich der Wälzlager senkrecht zu der Längsachse der Zahn
stange angeordnet, so ergeben sich besonders günstige Kräf
teverhältnisse. Die Angriffsstellen der Spurstangenkräfte
können dadurch weiter verbessert werden, daß die Gelenkbol
zen im Bereich der Wälzlager einander gegenüberliegend an
der Zahnstange angeordnet sind.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Zahnstangenlenkung
erfolgt die Lagerung durch zwei Wälzlager, deren Achsen
parallel zueinander in dem Lenkgehäuse festgelegt sind und
deren Außenringe in einem Radialschnitt einen im wesentli
chen kegeligen Querschnitt aufweisen. Die Zahnstange weist
dann zwei in Längsrichtung angeordnete V-förmige Nuten auf.
Die Achsen dieser Wälzlager sind zweckmäßigerweise parallel
zu einer gemeinsamen Achse der einander gegenüberliegend an
der Zahnstange angeordneten Spurstangengelenke angeordnet.
Der Vorteil dieser Anordnung ist, daß nur zwei Lager benö
tigt werden und die Längsführung in der V-förmigen Nut, in
der die beiden Wälzlager laufen, leicht mit der erforderli
chen Oberflächenhärte versehen werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand dreier in der
Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher er
läutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemä
ße Zahnstangenlenkung in schematischer Dar
stellung nach einem ersten Ausführungsbei
spiel;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemä
ße Zahnstangenlenkung in schematischer Dar
gestellung nach einem zweiten Ausführungs
beispiel;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemä
ße Zahnstangenlenkung in genauerer Dar
stellung nach dem zweiten Ausführungsbei
spiel;
Fig. 4 einen Teillängsschnitt durch die Zahnstan
genlenkung der Fig. 3 im Bereich der Spur
stangengelenke;
Fig. 5 einen Teilquerschnitt durch die Zahnstangen
lenkung nach der Linie V-V in Fig. 4 und
Fig. 6 einen Teilquerschnitt durch die Zahnstangen
lenkung im Bereich der Spurstangengelenke
nach einem dritten Ausführungsbeispiel.
In einem Lenkgehäuse 1 ist ein Ritzel 2 drehbar gela
gert. Das Ritzel 2 steht über seine Verzahnung in Eingriff
mit einer Zahnstange 3, die in dem Lenkgehäuse 1 axial ver
schiebbar geführt ist. Die Zahnstange 3 wird mit Hilfe ei
nes federbelasteten Druckstückes 4 in bekannter Weise gegen
die Verzahnung des Ritzels 2 gedrückt.
An ihrem freien, ihrer Verzahnung abgewandten Ende der
Zahnstange 3 befindet sich wenigstens ein Gelenkbolzen 5,
an dem für jedes zu lenkende Fahrzeugrad 6, 7 eine Spur
stange 8 bzw. 9 über ein Spurstangengelenk 10 bzw. 11 befe
stigt ist.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist ein gemein
sames Spurstangengelenk 10 für beide Spurstangen 8 und 9
vorgesehen. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind
dafür zwei Spurstangengelenke 10 und 11 vorgesehen. Aus der
Darstellung der Fig. 3 wird deutlich, daß die beiden Ge
lenkbolzen 5 durch Längsschlitze 12 bzw. 13 aus dem Inneren
des Lenkgehäuses 1 nach außen geführt sind.
Im Bereich der Spurstangengelenke 10 und 11 ist die
Zahnstange 3 durch Wälzlager 14 und 15 in dem Lenkgehäuse 1
geführt. In dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 bis 5
ist das Wälzlager 14 zweimal vorhanden, und zwar auf jeder
Seite der Zahnstange 3. Die Achse der Wälzlager 14 und die
Achse des Wälzlagers 15 liegen in Ebenen, die senkrecht
zueinander und senkrecht zu der Längsachse der Zahnstange 3
stehen. Das Wälzlager 15 ist auf einem Bolzen 16 in einem
Schlitz 17 eines verdickten Endes 18 der Zahnstange 3 gela
gert.
Die Außenringe der Wälzlager 14 und 15 laufen auf
Laufbahnen 19 bzw. 20, die in dem Lenkgehäuse 1 parallel zu
der Längsachse der Zahnstange 3 angeordnet sind. Dabei sind
jedem Wälzlager 14 bzw. 15 zwei Laufbahnen 19 bzw. 20 zuge
ordnet. Der Abstand der zugeordneten Laufbahnen ist gering
fügig größer als der Außendurchmesser des Außenringes des
zugeordneten Wälzlagers. Dadurch wird sichergestellt, daß
jedes Lager nur auf einer Laufbahn abwälzt.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 entfallen die
Laufbahnen in dem Lenkgehäuse 1. Bei diesem Ausführungsbei
spiel sind zwei Wälzlager 21 und 22 in dem Lenkgehäuse 1
gelagert. Ihre Achsen liegen parallel zueinander. Ihre Au
ßenringe weisen in einem Radialschnitt einen im wesentli
chen kegeligen Querschnitt auf. Mit dieser besonderen Form
greifen die Außenringe der Wälzlager 21 und 22 in V-förmige
Längsnuten 23 bis 24.
1
Lenkgehäuse
2
Ritzel
3
Zahnstange
4
Druckstück
5
Gelenkbolzen
6
Fahrzeugrad
7
Fahrzeugrad
8
Spurstange
9
Spurstange
10
Spurstangengelenk
11
Spurstangengelenk
12
Längsschlitz
13
Längsschlitz
14
Wälzlager
15
Wälzlager
16
Bolzen
17
Schlitz
18
verdicktes Ende von
3
19
Laufbahn
20
Laufbahn
21
Wälzlager
22
Wälzlager
23
Längsnut
24
Längsnut
Claims (8)
1. Zahnstangenlenkung, insbesondere für Kraftfahrzeu
ge, mit folgenden Merkmalen:
- - in einem Lenkgehäuse (1) ist ein Ritzel (2) drehbar gelagert,
- - eine in dem Lenkgehäuse (1) axial verschiebbar geführ te Zahnstange (3) wird durch ein federbelastetes Druckstück (4) in Eingriff mit dem Ritzel (2) gehal ten,
- - zwei mit zu lenkenden Fahrzeugrädern (6, 7) verbundene Spurstangen (8, 9) sind über mit Spurstangengelen ken (10, 11) versehene Gelenkbolzen (5) an der Zahn stange (3) befestigt, wobei die Gelenkbolzen (5) durch wenigstens einen Längsschlitz (12, 13) des Lenkgehäu ses (1) nach außen geführt sind,
2. Zahnstangenlenkung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Lagerung durch die
Wälzlager (14, 15; 21, 22) in zwei Ebenen erfolgt, die
senkrecht zueinander und zu der Längsachse der Zahnstan
ge (3) liegen.
3. Zahnstangenlenkung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß Außenringe der Wälzla
ger (14, 15) auf Laufbahnen (19, 20) laufen, die in dem
Lenkgehäuse (1) parallel zu der Längsachse der Zahnstan
ge (3) angeordnet sind.
4. Zahnstangenlenkung nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß jedem Wälzlager (14, 15)
zwei Laufbahnen (19, 20) zugeordnet sind, deren Abstand
geringfügig größer ist als der Außendurchmesser des Außen
ringes des zugeordneten Wälzlagers (14, 15).
5. Zahnstangenlenkung nach einem der Ansprüche 2
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gelenkbolzen (5) im Bereich der Wälzlager (14, 15; 21, 22)
senkrecht zu der Längsachse der Zahnstange (3) angeordnet
sind.
6. Zahnstangenlenkung nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Gelenkbolzen (5) im
Bereich der Wälzlager (14, 15; 21, 22) einander gegenüber
liegend an der Zahnstange (3) angeordnet sind.
7. Zahnstangenlenkung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Lagerung durch zwei
Wälzlager (21, 22) erfolgt, deren Achsen parallel zu einan
der in dem Lenkgehäuse (1) festgelegt sind und deren Außen
ringe in einem Radialschnitt einen im wesentlichen kegel
förmigen Querschnitt aufweisen und daß die Außenringe in
Längsnuten (23, 24) der Zahnstange (3) eingreifen.
8. Zahnstangenlenkung nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Achsen der Wälzla
ger (21, 22) parallel zu einer gemeinsamen Achse der einan
der gegenüberliegend an der Zahnstange (3) angeordneten
Spurstangengelenke (10, 11) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998154080 DE19854080A1 (de) | 1998-11-24 | 1998-11-24 | Zahnstangenlenkung, insbesondere für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998154080 DE19854080A1 (de) | 1998-11-24 | 1998-11-24 | Zahnstangenlenkung, insbesondere für Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19854080A1 true DE19854080A1 (de) | 2000-05-25 |
Family
ID=7888773
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998154080 Withdrawn DE19854080A1 (de) | 1998-11-24 | 1998-11-24 | Zahnstangenlenkung, insbesondere für Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19854080A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20230081629A1 (en) * | 2020-02-28 | 2023-03-16 | Bombardier Recreational Products Inc. | Rack and pinion assembly for a steering assembly |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1181598A (fr) * | 1957-08-23 | 1959-06-17 | Motocycles Et Accessoires Atel | Perfectionnements apportés aux mécanismes de direction pour véhicules automobiles |
| DE1455974C3 (de) * | 1963-01-10 | 1980-02-07 | S.A. Automobiles Citroen, Paris | Hydraulische Hilfskraft-Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge |
-
1998
- 1998-11-24 DE DE1998154080 patent/DE19854080A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| JP 08133100 A.,In: Patent Abstracts of Japan * |
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