DE19854521C1 - Isolierte Schlauchleitung - Google Patents
Isolierte SchlauchleitungInfo
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Abstract
Eine Schlauchleitung weist einen Leitungsschlauch zum Hindurchleiten eines Mediums und einen den Leitungsschlauch drehversichert mit Radialabstand umgebenden Isolierschlauch auf. In einem durch den Radialabstand gebildeten Isolierspalt sind Abstandsvorsprünge zur Aufrechterhaltung des Isolierspaltes angeordnet, welche jeweils entweder am Leitungsaußenmantel des Leitungsschlauches oder am Isolierinnenmantel des Isolierschlauches befestigt sind. Die Abstandsvorsprünge sind nach Art von einzelnen Zapfen, Dornen, Höckern, Noppen o. dgl. - nachfolgend Abstandszapfen - ausgebildet, ragen über den sie tragenden Schlauch in Richtung des benachbarten Schlauches hinaus und weisen unterschiedliche radiale Aufbauhöhen auf.
Description
Die Erfindung betrifft eine Schlauchleitung mit den Merkmalen
des Anspruches 1.
Schlauchleitungen weisen üblicherweise einen elastischen Lei
tungsschlauch auf, um ein flüssiges oder gasförmiges Medium zu
transportieren. Dabei ist es aus sicherheitstechnischen Gründen
oftmals von großer Bedeutung, daß das Medium durch äußere Tem
peratureinflüsse nicht unzulässig erwärmt oder abgekühlt wird.
Deshalb wird die Schlauchleitung isoliert. Hierzu ist es z. B.
aus DE-PS 934 210 bekannt, einen inneren Schlauchteil in einen
äußeren Schlauchteil einzuschieben, der den inneren Schlauch
teil mit Radialabstand umgibt. Der durch den Radialabstand ge
bildete Luftspalt hat eine verhältnismäßig geringe Wärmeleitfä
higkeit und isoliert den inneren Schlauchteil. Um den Luftspalt
aufrechtzuerhalten, sind am inneren Schlauchteil oder am äuße
ren Schlauchteil axiale Rippen angeformt, welche als Abstands
vorsprünge wirksam sind und sich mit ihrem radialen Freiende am
benachbarten Schlauchteil, d. h. am äußeren oder am inneren
Schlauchteil abstützen. Diese Rippen haben den Nachteil, daß
zwischen den beiden Schlauchteilen ständig eine große Kontakt
fläche vorhanden ist, welche die Isolierwirkung für den inneren
Schlauchteil stark reduziert.
DE 30 21 045 A1 ist ein wärmegedämmtes Leitungsrohr mit einem
Innenrohr zum Transportieren einer Flüssigkeit entnehmbar. Die
Wärmedämmung erfolgt mittels eines das Innenrohr mit Radialab
stand umgebenden Hüllrohres, welches an seinem Innenmantel ein
Wellrohr trägt. Das Wellrohr wiederum weist buckelförmige Vor
sprünge auf, die radial über die ringförmigen Wellen des Well
rohres in Richtung des Innenrohres hinausragen und dessen
Rohraußenmantel tangieren. Bei äußeren mechanischen Beanspru
chungen des Leitungsrohres, z. B. Umbiegen, Einknicken, oder bei
hohem Druck der Flüssigkeit entsteht jedoch zwischen Innenrohr
und den Wellen des Wellrohres eine die Isolierwirkung reduzie
rende großflächige Kontaktierung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Isolierung einer
Schlauchleitung auf kostengünstige Weise zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination des Anspruches
1 gelöst.
Erfindungsgemäß sind als Abstandsvorsprünge einzelne Zapfen,
Dorne, Höcker, Noppen, Warzen od. dgl. vorgesehen, welche nach
folgend kurz als "Abstandszapfen" bezeichnet werden. Im Gegen
satz zu den vorbekannten Abstandsvorsprüngen z. B. in Form von
sich über die gesamte Schlauchlänge erstreckenden Rippen kann
zwischen dem radialen Zapfenfreiende der Abstandszapfen und dem
benachbarten Schlauchmantel, d. h. dem Leitungsaußenmantel des
Leitungsschlauches oder dem Isolierinnenmantel des Isolier
schlauches, von vornherein nur eine geringe Kontaktierung ent
stehen. Hierdurch ist die unerwünschte Wirkung der Abstandsvor
sprünge als Wärme- bzw. Kältebrücken vorteilhaft reduziert. Die
Abstandszapfen erlauben außerdem eine material- und kostenspa
rende Herstellung der Schlauchleitung.
Insbesondere weist die Schlauchleitung ausschließlich Abstands
zapfen als Abstandsvorsprünge auf, wodurch das Gesamtvolumen
und die maximal mögliche Kontaktoberfläche der Abstandsvor
sprünge im Sinne einer größeren Isolierung besonders klein ge
halten wird.
Der Luft- oder Temperaturaustausch zwischen kalter und warmer
Seite im Bereich des Isolierschlauches kann im Gegensatz zu
Leitungsschläuchen mit rippenförmigen Abstandsvorsprüngen fast
ungehindert stattfinden. Mittels der Abstandszapfen ist somit
ein besonders guter Wärme- oder Temperaturausgleich innerhalb
des Isolierspaltes gegeben.
Die Abstandszapfen sind über den Leitungsaußenmantel des Lei
tungsschlauches und/oder über den Isolierinnenmantel des Iso
lierschlauches verteilt angeordnet. Sie sind jeweils entweder
am Leitungsaußenmantel oder am Isolierinnenmantel befestigt und
erstrecken sich in Richtung des radial benachbarten Schlauches.
Dabei sind mindestens zwei unterschiedliche radiale Aufbauhöhen
für die Abstandszapfen vorgesehen, um im Betrieb (z. B. Bewegun
gen, Krümmungen der Schlauchleitung) einerseits einen möglichst
großen Abstand bzw. einen Mindestabstand zwischen Leitungs
schlauch und Isolierschlauch aufrechtzuerhalten und anderer
seits die Anzahl der Wärme-/Kältebrücken gering zu halten. Im
mechanisch nicht beanspruchten Ruhezustand der Schlauchleitung
kontaktiert deshalb allenfalls ein Teil der vorhandenen Ab
standszapfen den benachbarten Schlauch. Vorzugsweise sind die
radialen Aufbauhöhen derart dimensioniert, daß im vorgenannten
Ruhezustand keiner der Abstandszapfen den benachbarten
Schlauchmantel kontaktiert. In diesem Fall sind sämtliche Ab
standszapfen "inaktiv".
Die unterschiedlichen Aufbauhöhen der Abstandszapfen haben wei
terhin den Vorteil, daß auch im Bereich von Biegungen und Knic
ken der Schlauchleitung zuverlässig ein Isolierspalt, insbeson
dere ein Luftspalt, zwischen beiden Schläuchen aufrechterhalten
wird. Hierdurch ist eine ausreichende Isolierung der
Schlauchleitung entlang deren Axialrichtung auch dann gewähr
leistet, wenn sie raumsparend in beengte Raumverhältnisse ein
gebaut werden muß. Dies fördert die Funktionssicherheit einer
mit der Schlauchleitung zusammenwirkenden Vorrichtung, da ein
Einfrieren oder Überhitzen des Leitungsschlauches bzw. des
durchzuleitenden Mediums zuverlässig verhindert wird.
Eine Verdrehsicherung ermöglicht eine Lagesicherung der beiden
Schläuche gegeneinander. Die Verdrehsicherung ist insbesondere
bei gekrümmten Leitungsschläuchen eine konstruktiv einfache
Maßnahme, um zu verhindern, daß ein voreingestellter Konturver
lauf der beiden Schläuche zueinander in Umfangsrichtung während
Montagearbeiten oder während des Betriebes ungewollt verändert
wird. Ebenso werden die an verschiedenen Positionen erwünschten
Abstände zwischen den Freienden der Abstandszapfen und dem ra
dial benachbarten Schlauchmantel zuverlässig aufrechterhalten.
Beispielsweise wird verhindert, daß nach der Montage der
Schlauchleitung bestimmte Abstandszapfen ungewollt ständig den
benachbarten Schlauchmantel kontaktieren.
Die Isolierwirkung wird in einer bevorzugten Ausführungsform
dadurch verbessert, daß der Leitungsaußenmantel und/oder der
Isolierinnenmantel im Bereich des Isolierspaltes - abgesehen
von den Abstandszapfen selbst - im wesentlichen glattwandig
ist.
Vorzugsweise wird die Isolierung dadurch verbessert, daß der
Isolierspalt zwischen beiden Schläuchen entlang der Axialrich
tung teilweise vergrößert ist. Dadurch ist ohne zusätzliche
Bauteile eine ausreichende Isolierung auch in Bereichen mit be
sonders großer Isolationsnotwendigkeit gewährleistet.
In Abschnitten mit hohen Anforderungen an die Isolierung weist
der Leitungschlauch und/oder der Isolierschlauch in einer vor
teilhaften Ausführungsform eine größere Wandstärke auf.
Aufgrund der Isolierung mittels Abstandszapfen ist eine doppel
wandige (Leitungsschlauch und Isolierschlauch) Ausgestaltung
der Schlauchleitung ausreichend. Auf zusätzliche Isolierschich
ten oder Hüllschläuche kann kostensparend verzichtet werden.
Die raumsparend aufgebaute Schlauchleitung ist deshalb auch für
beengte Montage- und Raumverhältnisse geeignet. Durch geeignete
Mittel bzw. konstruktive Ausgestaltung sind der Leitungs
schlauch und der Isolierschlauch miteinander derart verbunden,
daß der Isolierspalt dicht abgeschlossen ist.
Anstelle eines einfachen Luftspaltes als Isolierung kann der
nach außen abgedichtete Isolierspalt mit einem geeigneten
Schutzgas gefüllt sein, um die Kälte- bzw. Wärmeisolierung wei
ter zu verbessern. Die Befüllung des Isolierspaltes kann in ei
ner Montagekammer mit Schutzgasatmosphäre und entsprechend aus
gestalteten Montagevorrichtungen direkt im Schutzgas erfolgen.
Der Leitungsschlauch und/oder der Isolierschlauch sind vorzugs
weise elastisch ausgebildet. Insbesondere sind beide Schläuche
elastisch bzw. als Elastomerschläuche hergestellt. Die beiden
Schläuche können aus demselben Werkstoff oder aus unterschied
lichen Werkstoffen hergestellt sein. Je nach speziellem Anwen
dungsfall werden die Werkstoffe für die beiden Schläuche auf
einander abgestimmt. Sämtliche im Spritzgußverfahren verarbeit
baren Elastomerwerkstoffe sind zur Herstellung der beiden
Schläuche geeignet. Hierdurch können spezielle Anforderungen
(z. B. extreme Kälte und zusätzlich geforderte Flexibilität der
Schläuche; extreme Wärme und Wärmebeständigkeit der Schläu
che)an die Schlauchleitung einfach durch eine entsprechende
Auswahl der Werkstoffe erfüllt werden.
Die Schlauchleitung kann z. B. im Kraftfahrzeug als fluidische
Verbindung zwischen zwei Aggregaten eingesetzt werden. Als mit
tels der Abstandszapfen wirksam isolierte Entlüftungsleitung
trägt sie beispielsweise zur Motorsicherheit bei.
Die Lehre gemäß
Anspruch 2 verringert die Wirkung des Abstandszapfens als Wär
me-/Kältebrücke zusätzlich, da sein gewölbtes Freiende beim An
liegen an dem jeweiligen Schlauchmantel nur einen schmalen Flä
chenkontakt oder Linienkontakt verursacht. Das Freiende ist
beispielsweise als Zylinder- oder Kugelsegment ausgebildet.
Anspruch 3 schlägt eine weitere Maßnahme zur Verringerung der
Wirkung des Abstandszapfens als Wärme-/Kältebrücke vor. Der
keilartig verjüngte Querschnitt des Abstandszapfens rührt bei
spielsweise von einem kegel- oder kegelstumpfförmigen Abstands
zapfen her.
Die Ansprüche 4 bis 6 betreffen vorteilhafte Anordnungen der
Abstandszapfen. Dabei wird die exakte Anordnung der Abstands
zapfen mit ganz bestimmten Aufbauhöhen in Axialrichtung und in
Umfangsrichtung der Schlauchleitung derart ausgewählt, daß dem
jeweiligen Einsatzort und Einsatzzweck (z. B. Sollbiegebereiche,
mindestens erforderlicher Radialabstand zwischen beiden Schläu
chen, Umgebungstemperatur) Rechnung getragen wird. Hierzu kön
nen z. B. eine bestimmte Anzahl von Herstellungswerkzeugen mit
unterschiedlichen "Abstandszapfen-Schablonen" bevorratet wer
den.
Um Kontaktstellen zwischen Isolierschlauch und Leitungsschlauch
in Biegungen zuverlässig zu vermeiden (z. B. bei Bewegungen, Vi
brationen), ist vorzugsweise in diesen Biegungsbereichen ein
Abstandszapfen - es können auch mehrere Abstandszapfen vorgese
hen sein - angeordnet.
Die Aufbauhöhe und/oder die Anzahl und/oder Anordnung der Ab
standszapfen wird in einer bevorzugten Ausführungsform in Ab
hängigkeit relevanter physikalischer Parameter, wie Innen-
/Außendurchmesser der Schläuche, Schlauchdicke etc. bestimmt.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Positio
nierung der Abstandszapfen derart ausgewählt, daß die Anzahl
der Abstandszapfen entlang zweier gleichlanger, jedoch in Um
fangsrichtung versetzter Axialabschnitte unterschiedlich ist.
Nach Anspruch 7 ist der Abstandszapfen einstückiger Bestandteil
des Leitungsschlauches oder des Isolierschlauches. Die Herstel
lung der Abstandszapfen kann dann kostengünstig während der
Herstellung des jeweiligen Schlauches erfolgen, vorzugsweise
mit demselben Werkzeug (z. B. Spritz- oder Gießform, Spritzguß
teil). Der Abstandszapfen besteht folglich vorzugsweise aus
demselben Werkstoff wie der ihn tragende elastische Schlauch.
Aufgrund seiner Eigenelastizität und der einstückigen Verbin
dung ist der Abstandszapfen über eine lange Lebensdauer hinweg
mechanisch stark belastbar, ohne daß die erwünschte Funktion
als Abstandhalter beeinträchtigt wird. Dies wiederum unter
stützt die Funktionssicherheit der Isolierung.
Gemäß Anspruch 8 sind sämtliche Abstandszapfen am Leitungs
schlauch befestigt, wodurch der Leitungsschlauch besonders mon
tagefreundlich in den Isolierschlauch eingeschoben werden kann.
Die Ansprüche 9 bis 11 betreffen vorteilhafte Ausführungsfor
men, um mit einfachen Mitteln äußere Kräfte aufzufangen und da
durch eine definierte axiale Relativlage zwischen den beiden
Schläuchen zu erzielen. Vorbestimmte Axialabschnitte des Lei
tungsschlauches werden somit während des Betriebes zuverlässig
isoliert.
Die Maßnahmen des Anspruches 12 ermöglichen ebenfalls eine La
gesicherung der beiden Schläuche gegeneinander.
Der Erfindungsgegenstand wird anhand der in den Figuren darge
stellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Schlauchleitung,
Fig. 2 eine geschnittene Seitenansicht eines Längsabschnittes
der Schlauchleitung gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des Details III in Fig. 2,
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des Details IV in Fig. 1
und
Fig. 5 eine geschnittene Seitenansicht gemäß Schnittlinie V-V
in Fig. 4.
Die Schlauchleitung 1 weist ein erstes axiales Schlauchende 2
und ein zweites axiales Schlauchende 3 auf (Fig. 1). Vorzugswei
se sind beide Anschlußenden 2, 3 an jeweils eine hier nicht dar
gestellte Vorrichtung angeschlossen, um eine fluidische Verbin
dung zwischen diesen beiden Vorrichtungen herzustellen. Bei den
beiden Vorrichtungen handelt es sich z. B. um einen Ölabscheider
und einen Ansaugkrümmer im Motorraum eines Kraftfahrzeuges,
wenn die Schlauchleitung 1 als Entlüftungsleitung verwendet
wird. Dabei steht der Ölabscheider indirekt mit dem Kurbelge
häuse des Motors bzw. direkt mit dem Zylinderkopf in Verbin
dung.
Das erste Anschlußende 2 ist einstückiger Bestandteil eines
elastischen Leitungsschlauches 4 und verläuft dem zweiten An
schlußende 3 axial entgegengesetzt gerichtet absatzartig ver
jüngt. Das zweite Anschlußende 3 ist Bestandteil eines etwa
rechtwinklig abgebogenen Abschnittes des Leitungsschlauches 4.
Dabei kann das zweite Anschlußende 3 einstückiger Bestandteil
des Leitungsschlauches 4 sein oder als separates Bauteil nach
träglich auf den Leitungsschlauch 4 aufgebracht sein. Der Lei
tungsschlauch 4 ist von einem zentralen Leitungskanal 23 zum
Hindurchleiten eines Mediums (z. B. Gas, Flüssigkeit) durch
setzt.
Der Leitungsschlauch 4 ist entlang eines größeren Axialab
schnittes zwischen den beiden Anschlußenden 2, 3 von einem ela
stischen Isolierschlauch 5 umgeben. In diesem Axialabschnitt
befindet sich auch ein gekrümmter Biegeabschnitt 6 der
Schlauchleitung 1, der insbesondere aufgrund beengter Einbau
verhältnisse am Einsatzort der Schlauchleitung 1 erforderlich ist
und aufrechterhalten werden muß. Der in Fig. 1 vom Isolier
schlauch 5 nicht umhüllte, dem zweiten Anschlußende 3 zugewand
te Axialabschnitt des Leitungsschlauches 4 ist - sofern erfor
derlich - von anderen Isoliermitteln (z. B. externe Schaumiso
lierung) umgeben.
Fig. 2 ist entnehmbar, daß der Isolierschlauch 5 den Leitungs
schlauch 4 mit Radialabstand umgibt. Durch diesen Radialabstand
ist ein isolierender Luftspalt 7 gebildet, in dem Abstandsvor
sprünge in Form von Abstandszapfen 8, 8', 8'' angeordnet sind. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Abstandszapfen
8, 8', 8'' ausschließlich am Leitungsaußenmantel 9 des Leitungs
schlauches 4 einstückig angeformt. In einer weiteren Ausfüh
rungsform sind zumindest einige der Abstandszapfen 8 an dem
Isolierinnenmantel 10 des Isolierschlauches 5 befestigt. In
Fig. 2 ist mittels der beiden parallel zur Radialrichtung 11
verlaufenden strichpunktierten Trennlinien 24 angedeutet, daß
sich der isolierte Leitungsschlauch 1 axial beliebig lang er
strecken kann.
Die Abstandszapfen 8 erstrecken sich ausgehend von dem sie tra
genden Leitungsschlauch 5 in Radialrichtung 11 zum Isolier
schlauch 5 hin (Fig. 3). Im dargestellten Ruhezustand flankieren
einzelne Abstandszapfen 8 den Isolierinnenmantel 10 mit unter
schiedlichem radialen Abstand. Zu diesem Zweck sind Abstands
zapfen 8, 8', 8'' mit unterschiedlichen radialen Aufbauhöhen h
vorgesehen (Fig. 3). In Fig. 2 lassen sich die Aufbauhöhen h in
große Aufbauhöhen (für die Abstandszapfen 8), mittlere Aufbau
höhen (für die Abstandszapfen 8') und kleine Aufbauhöhen (für
die Abstandszapfen 8'') einteilen, wobei die drei genannten
Aufbauhöhen jeweils stellvertretend für einen ganzen Höhenbe
reich - z. B. über mehrere Millimeter hinweg - stehen können.
Beispielsweise umfaßt die kleine Aufbauhöhe den Höhenbereich
von 2 mm bis 4 mm und die große Aufbauhöhe den Höhenbereich von
7 mm bis 10 mm.
Das in Richtung des Isolierschlauches 5 hinausragende Zapfen
freiende 12 der Abstandszapfen 8, 8', 8'' ist etwa kreisbogenför
mig gewölbt (Fig. 3). Die Konvexseite der Wölbung ist dem Iso
lierinnenmantel 10 zugewandt. Der Querschnitt der Abstandszap
fen 8, 8', 8'' ist in Richtung des Zapfenfreiendes 12 keilartig
oder konisch verjüngt und mündet in den vorgenannten kreisbo
genförmigen Querschnitt.
Um den Luftspalt 7 und somit die Isolierwirkung aufrechtzuer
halten, können abhängig vom Anwendungsfall der Schlauchleitung
1 eine andere Anzahl, Anordnung und unterschiedliche Aufbauhö
hen der Abstandszapfen 8, 8', 8'' vorteilhaft sein. In Fig. 2 ist
der parallel zur Mittellängsachse 13 verlaufende Abstand a zwi
schen axial benachbarten Abstandszapfen 8, 8', 8'' teilweise un
terschiedlich. Die Abstandszapfen 8, 8', 8'' mit gleicher oder
annähernd gleicher Aufbauhöhe h sind beiderseits der Mittel
längsachse 13 axial unterschiedlich positioniert. In einem wei
teren, hier nicht dargestellten Ausführungsbeispiel können Ab
standszapfen 8, 8', 8'' mit gleicher Aufbauhöhe h auch auf der
selben Umfangslinie der Schlauchleitung - mit regelmäßigem oder
unregelmäßigem Umfangsabstand - verteilt sein.
Der Leitungsschlauch 4 und der Isolierschlauch 5 sind in Axial
richtung 14 relativ zueinander lagegesichert. Zur Axialsiche
rung korrespondieren ein dem Isolierspalt 7 axial benachbarter
Fixierabschnitt 15 des Leitungsschlauches 4 und ein den Fixier
abschnitt 15 umhüllender Gegenfixierabschnitt 16 des Isolier
schlauches 5 miteinander. Am Isolierinnenmantel 10 ist im Be
reich des Gegenfixierabschnittes 16 ein ringförmig in sich ge
schlossener Ringwulst 17 angeformt, der in eine korrespondie
rende Ringnut 18 des Fixierabschnittes 15 bündig eingreift. Dem
Fixierabschnitt 15 und dem Gegenfixierabschnitt 16 axial abge
wandt ist eine ebensolche Axialsicherung vorgesehen, bei der
ein Fixierabschnitt 15' des Leitungsschlauches 4 eine Ringnut
18 enthält und ein Gegenfixierabschnitt 16' des Isolierschlau
ches 5 einen Ringwulst 17 trägt. In weiteren Ausführungsformen
können die beiden Axialsicherungen auch unterschiedlich ausge
bildet sein.
Zwei Axialsicherungen, welche beiderseits des Isolierspaltes 7
angeordnet sind, unterstützen vorteilhaft die Abdichtung des
Luftspaltes 7 gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, Gasen oder
anderen schädlichen Partikeln. Die Abdichtung wird zusätzlich
verbessert, indem der Außendurchmesser des Fixierabschnittes 15
vor einem Zusammenbau des Leitungsschlauches 4 mit dem Isolier
schlauch 5 (= unmontierter Ruhezustand) größer ist als der In
nendurchmesser des Gegenfixierabschnittes 16. Auf diese Weise
wird der elastische Gegenfixierabschnitt 16 nach dem Zusammen
bau radial zusätzlich gespannt und verstärkt die Abdichtung der
Trennfuge zwischen Fixierabschnitt 15 und Gegenfixierabschnitt
16.
Der Leitungsschlauch 4 und der Isolierschlauch 5 sind verdreh
sicher miteinander verbunden. Hierzu trägt ein in Richtung des
zweiten Anschlußendes 3 kegelstumpfartig verjüngter Übergangs
abschnitt 19 des Leitungsschlauches 4 eine Fixiernase 20
(Fig. 4). Die Fixiernase 20 ist im Querschnitt etwa dreieckig
mit einer axial in Richtung des ersten Anschlußendes 2 weisen
den Dreieckspitze. Die Fixiernase 20 greift etwa bündig in eine
korrespondierende Fixieraussparung 21 des Isolierschlauches 5
ein. Der Aussparungsrand 22 der Fixieraussparung 21 tangiert
die Fixiernase 20 in Umfangsrichtung der Schlauchleitung 1
beidseitig und verhindert hierdurch ein unerwünschtes Verdrehen
der beiden Schläuche 4, 5 gegeneinander. An der Schlauchleitung
1 können auch mehrere Verdrehsicherungen angeordnet sein, wenn
die Verdrehsicherheit erhöht werden soll. Beispielsweise können
am Übergangsbereich, in Umfangsrichtung verteilt, mehrere Fixier
nasen 20 angeordnet sein und mit entsprechenden Fixierausspa
rungen 21 zusammenwirken. Auch kann an dem dem ersten Anschlu
ßende 2 zugewandten Fixierabschnitt 15 des Leitungsschlauches 4
mindestens eine Fixiernase 20 oder Fixierausparung 21 vorgese
hen sein.
Claims (12)
1. Schlauchleitung (1)
- 1. mit einem Leitungsschlauch (4) zum Hindurchleiten eines Medi ums und
- 2. mit einem den Leitungsschlauch (4) mit Radialabstand umgeben den Isolierschlauch (5),
- 1. daß die Abstandsvorsprünge (8, 8', 8'') nach Art von einzelnen Zapfen, Dornen, Höckern, Noppen od. dgl. ausgebildet über den sie tragenden Schlauch (4) in Richtung des benachbarten Schlauches (5) hinausragen und unterschiedliche radiale Auf bauhöhen (h) aufweisen und
- 2. daß die beiden Schläuche (4, 5) verdrehgesichert miteinander verbunden sind.
2. Schlauchleitung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das in Richtung des benachbarten Schlauches (5) hinausra
gende Zapfenfreiende (12) des Abstandszapfens (8, 8', 8'') bogen
förmig gewölbt ist mit dem benachbarten Schlauch (5) zugewand
ter Konvexseite.
3. Schlauchleitung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt des Abstandszapfens (8, 8', 8'') in Richtung
seines dem benachbarten Schlauch (5) zugewandten Zapfenfreien
des (12) keilartig verjüngt ausgebildet ist.
4. Schlauchleitung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß entlang einer Axiallinie der Schläuche (4, 5) Abstandszapfen
(8, 8', 8'') mit unterschiedlichen Aufbauhöhen (h) angeordnet
sind.
5. Schlauchleitung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand (a) zwischen axial benachbarten Abstandszapfen
(8, 8', 8'') eines Schlauches (4) entlang einer Axiallinie unter
schiedlich ist.
6. Schlauchleitung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß entlang eines Axialabschnittes der Schlauchleitung (1) auf
parallelen Axiallinien angeordnete Abstandszapfen (8, 8', 8'')
mit gleicher Aufbauhöhe (h) axial unterschiedlich positioniert
sind.
7. Schlauchleitung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstandszapfen (8, 8', 8'') am Leitungsaußenmantel (9)
oder am Isolierinnenmantel (10) einstückig angeformt ist.
8. Schlauchleitung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstandszapfen (8, 8', 8'') ausschließlich am Leitungsau
ßenmantel (9) befestigt sind.
9. Schlauchleitung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Schläuche (4, 5) axialgesichert miteinander ver
bunden sind.
10. Schlauchleitung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein dem Isolierspalt (7) axial benachbarter Fixierabschnitt
(15, 15') des Leitungsschlauches (4) und ein den Fixierabschnitt
(15, 15') umgebender Gegenfixierabschnitt (16, 16') des Isolier
schlauches (5) etwa radial ineinandergreifen.
11. Schlauchleitung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Fixierabschnitt (15, 15') und der Gegenfixierabschnitt
(16, 16') mittels einer in Umfangsrichtung der Schläuche (4, 5)
in sich geschlossenen Ringnut (18) und eines damit korrespon
dierenden Ringwulstes (17) ineinandergreifen.
12. Schlauchleitung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Leitungsschlauch (4) und/oder der Isolierschlauch (5)
mindestens eine Fixiernase (20) trägt, welche in eine korre
spondierende Fixieraussparung (21) des benachbarten Schlauches
(4, 5) eingreift und in Umfangsrichtung der Schläuche (4, 5)
beidseitig vom Rand (22) der Fixieraussparung (21) flankiert
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998154521 DE19854521C1 (de) | 1998-11-26 | 1998-11-26 | Isolierte Schlauchleitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998154521 DE19854521C1 (de) | 1998-11-26 | 1998-11-26 | Isolierte Schlauchleitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19854521C1 true DE19854521C1 (de) | 2000-06-08 |
Family
ID=7889062
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998154521 Expired - Lifetime DE19854521C1 (de) | 1998-11-26 | 1998-11-26 | Isolierte Schlauchleitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19854521C1 (de) |
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